Tradition und Glauben

Raymond Kowalski, Wenn du alle Zeit der Welt hättest, wie würdest du die Kirche angreifen?

Zusammenfassung: Raymond Kowalski überlegt auf onepeterfive wie der Satan, der alle Zeit der Welt hatte, vorgegangen ist, um die Kirche in die heutige Lage zu bringen. Kowalski zeigt, dass alle direkten Angriffe auf die Kirche, wie durch Verfolgung oder Häresien, diese nur gestärkt hatten. „Der einzige Plan, der Erfolg haben könnte, ist einer, der die eigenen Waffen der Kirche benutzt. Um das zu erreichen, wäre es notwendig, den Glauben umzukehren. Die Wahrheit muss zum Irrtum und die Lüge muss zur Wahrheit werden. Die Kirche muss die Welt werden; die Welt muss die Kirche werden“, schreibt Kowalski. Die Schritte lauten: Legitimität und Gehorsam. „Die Ergebnisse des Konzils dürfen keinen Alarm auslösen. Sie müssen subtil sein. Sie müssen orthodox erscheinen. Im schlimmsten Fall können sie mehrdeutig sein. Erlasse keine neue Regel, sondern lass dafür Raum, dass eine Ausnahme zur Regel wird.“ Es fallen: Lehre, Moral, Eucharistie, Priestertum, die Anti-Kirche entsteht. Ein Sieg? Anbei ein Reprint aus onepeterfive von Mai 2019, welcher zeigt, dass man die Reihenfolge bestimmter Ereignisse nur ex post erkennen kann. Wir in Juni 2019, kurz vor Pfingsten, können wirklich sehen, wozu der Modernismus und das Vat. II gut war: zur Auflösung der Lehre,zur Auflösung der Moral,zur Auflösung des Priestertums,zur Auflösung des Messopfers. Es stellen sich dennoch dabei die folgenden Fragen: Warum hat es niemand früher gemerkt?Warum hat man nichts getan?Warum hat die Kirche, als sie wußte, dass sie unterwandert wird, keine effizienten Gegenmittel entwickelt? Und wir sprechen hier nicht von den 1950ern, 1930-ern oder gar den 1890-ern.  Wir sprechen vom ganzen XVIII. und XIX. Jahrhundert. Sicherlich war es nicht ausschließlich die Freimaurerei, welche zu dem heutigen Zustand beigetragen hatte, aber es gibt kaum etwas, was so gut dokumentiert wäre, wie die kirchlichen Dokumente gegen die Geheimgesellschaften und die Freimaurerei, denn sie war und ist nicht die einzige Geheimgesellschaft. So haben wir zu diesem Thema die folgenden Dokumente: Clemens XII, In eminenti (1738) , Pius VII, Ecclesiam a Jesu Christo (1821),Leo XII, Quo graviora (1825),Pius VIII, Traditi (1829),Gregor XVI, Mirari vos (1832),Pius IX, Brief an den Bischof von Olinda (1873),Leo XIII, Humanum genus (1884)Pius X, Brief an die Franzosen (1907)Codex Iuris Canonici (1917), Can. 2335. Hierbei sind nur die wichtigsten Dokumente genannt, denn es gibt wirklich viel mehr zu diesem Thema. Man wusste also Bescheid, dass man angegriffen, unterwandert und zerstört werden sollte. Der Teufel über den Raymond Kowalski schreibt, hat sich doch der Menschen bedient und war dabei sehr effizient. Vielleicht war es immer die Feigheit und die Passivität, die wir jetzt so gut beobachten, welche dazu geführt hat, weil „Gott es schon irgendwie richten wird“. Vielleicht, vielleicht. Die heutige Krise ist vor allem eine spirituelle Krise oder sagen wir es geradeheraus eine Apostasie, siehe die letzten Gänswein-Aussagen. Unsere lieben Geistlichen haben einfach keinen übernatürlichen Glauben und daher keinen Mut für das Richtige zu kämpfen und das Falsche zu bekämpfen. Aber die Gnade ist doch verfügbar: die Taufgnade, die sakramentale Gnade, die aktuelle Gnade und die Standesgnade. Liest man eine katholische Gnadenlehre, so lernt man, dass wir wirklich jede mögliche Gnade von Gott zur Verfügung gestellt bekommen, wenn wir ihn darum bitten und sogar ungefragt. Warum funktioniert es also nicht? Warum leben 95% der Priester kein zölibatäres Leben? Warum? Warum? Warum? Der jüngste Offene Brief an die Bischöfe der katholischen Kirche, in dem Papst Franziskus der Ketzerei beschuldigt wird, hat eine große Anzahl von Kommentaren ausgelöst. Eine gängige Antwort war, das Kirchenrecht hinsichtlich der Prämisse, dass „niemand den Papst richten kann“ zu zitieren und dann zu fragen: „Was nützt es also, ihn der Ketzerei zu beschuldigen“? Mit anderen Worten sagt man hier: „Selbst wenn die Ankläger des Papstes Recht haben, gibt es nichts, was irgendjemand – selbst die Bischöfe – dagegen tun kann.“ Die meisten Kommentatoren betrachteten die Autoren des Offenen Briefes als aus schierer Verzweiflung Anklagende. Man sah, dass sie ihr Berufsleben aufgaben, um zu versuchen, den Rest von uns zu retten. In irgendeiner schwefligen Höhle reibt eine dunkle, grüblerische Präsenz ihre Krallen aneinander und sagt: „Ich liebe es, wenn ein Plan sich zusammen fügt.“ Und was für ein Plan es ist – nämlich, das volle Gewicht und die volle Macht der katholischen Kirche gegen sich selbst zu wenden und dadurch ihre Zerstörung herbeizuführen. Die meisten Schlachtpläne der Menschheit waren im Laufe der Geschichte ziemlich einfach: die Armee der Gegner besiegen, ihren König töten, ihr Territorium und ihren Reichtum an sich reißen und ihre Bevölkerung versklaven. Der Plan musste einfach sein, denn das Leben ist kurz, und die Eroberung braucht Zeit. Was nützt es, siegreich zu sein, wenn man nicht lange genug lebt, um sie zu genießen? Wenn die Zeit jedoch keine Rolle spielen würde, wie würde der Plan dann aussehen? Wenn dein Feind nicht ein irdisches Königreich, sondern ein geistiges Königreich auf der Erde wäre, wie würdest du angreifen? Würdest du den Papst attackieren? Nein. Aus 2.000 Jahren…

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