Tradition und Glauben

Peter Kwasniewski, Wiederaufbau des authentischen Katholizismus auf den Ruinen des Konzilsexperiments (1 von 2)

Anbei ein herzerwärmendes Interview von Peter Kwasniewski über die Alte Messe in der vorzüglichen Übersetzung von davillatollkuehn. Es wird zurecht Alice von Hildebrand zitiert, welche meint, dass der Teufel die Alte Messe hasst. Natürlich tut er das. Er hasst alles Gute, Schöne, Wahre und Heilige. Alles, wo sich ein Mensch laben und erbauen kann. Es lässt sich wirklich nicht leugnen, dass der Novus Ordo ganze Scharen von dämonischen Narzissten großzieht, wie immer wieder Ann Barnhardt wiederholt, da man einander in die Augen schaut. Die Gläubigen denken, dass es um sie geht und der Priester sie bespaßen muss. Der Priester denkt, dass es um ihn geht, weil die Menschen seinetwegen kommen. Missverständnis auf beiden Seiten und Gott bleibt außen vor. Im Cicero von Februar wird Wunnibald Müller, ein angeblich katholischer Theologe, zitiert, der sich mit den Missbrauchspriestern befasst. Seine Ansichten sind zwar nicht katholisch und er glaubt nicht an die Notwendigkeit oder gar die Möglichkeit des Zölibats, aber es sagt etwas Interessantes:  „Zwischen der Priesterweihe und dem ersten Übergriff vergehen in der Regel zehn bis fünfzehn Jahre. Man kann sagen, dass die Einsamkeit und der Mangel an Intimität diese Priester in besonderer Weise anfällig machen für sexuelle Übergriffe.“  Das ist doch höchst interessant und ein wenig beruhigend. Es werden also nicht immer Psychopathen und Pädophile geweiht, wie in einem Fall in Belgien, die sich gleich nach der Weihe an den Kindern und Jugendlichen vergehen. Man wird so nach 10 bis 15 Jahren des Priesterlebens. Nach 10 bis 15 Jahren von Novus Ordo. Erschütternd. Aber es kommt noch besser: Sie [die Täter] haben kein Schuldbewusstsein?Ja, typisch für diese Täter ist ein Mangel an Einfühlungsvermögen. Viele wissen nicht: Was tu ich den Kindern damit an? Ich bin Priestern begegnet, die der Meinung waren, sie hätten den Kindern noch etwas Gutes getan.  Nein. Doch, da kommen zwei Dinge zusammen: Der Mangel an Einfühlungsvermögen – und eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur.  Nach 10 bis 15 Jahren Novus Ordo hat man eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur, kein Einfühlungsvermögen und kein Gewissen. Wir wissen nicht, wie diese Männer früher gewesen sind, denn Wunibald Müller spricht mit ihnen, nachdem sie schon straffällig geworden sind. Der Novus Ordo hat sie weder einfühlsamer, noch heiliger oder besser gemacht, sondern umgekehrt.  War es denn früher wirklich besser? Diesbezüglich wohl schon, denn es ist die Menge an solchen Taten, welche das Faß wohl überall zum Überlaufen brachte. Die Menge und die fehlenden Strafen und Reaktionen der Bischöfe. Wir alle haben einen hohen Preis für den Novus Ordo zu zahlen. Ich wurde von der italienischen Zeitschrift Radici Cristiane, die von Roberto de Mattei herausgegeben wird, zu folgendem Interview eingeladen. Es erschien in der April-Ausgabe unter dem Titel „L‘ usus antiquior ci salverà – Intervista al dott. Peter Kwasniewski.“ Der englische Originaltext ist unten mit Genehmigung von Radici Cristiane wiedergegeben Radici Cristiane: Wir erleben eine historische Krise in der Kirche. Denken Sie nur an den Rückgang der Berufungen, die Kirchen werden von Tag zu Tag leerer, die Missbräuche in der Liturgie werden immer zahlreicher. In Kirchen, in denen die Messe im alten Ritus gefeiert wird, sind jedoch sehr viele junge Menschen anwesend. Wie ist das zu erklären? Dr. Kwasniewski: Das Phänomen ist nicht schwer zu erklären. Die heutige Welt bietet jungen Menschen ständige Versuchungen, sei es in der Anziehungskraft intellektueller Moden oder in den allgegenwärtigen moralischen Fallen der Unkeuschheit und anderer Laster. Aus diesem Grund sind die meisten Jugendlichen in der westlichen Welt im Jugendalter korrumpiert: Sie sind praktische Atheisten, Hedonisten, Materialisten, gelangweilt, der Wahrheit gegenüber gleichgültig und süchtig nach leichter Stimulation. Wenn es inmitten dieses erniedrigenden Morastes noch junge Menschen gibt, die wirklich gegen diesen Trend vorgehen und den christlichen Glauben für sich beanspruchen wollen, werden sie nach etwas Ernsthaftem, Anspruchsvollem, Gegenkulturellem Ausschau halten – etwas, das die Suche des Verstandes und die Wünsche des Herzens befriedigen kann. Jugendliche im Westen müssen kämpfen, um zu glauben und (Gott) anzubeten. Es muss etwas geben, wofür man kämpfen kann. Die überlieferte römische Liturgie und die sich ihr zuneigenden Riten, Glaubens – Überzeugungen, die auf sie hin geordnete gestalterische Kultur und Weltanschauung bieten einen reichen, komplexen und allumfassenden Bedeutungsrahmen, der zu zuversichtlicher Selbsthingabe, zum Streben nach Tugend und zu einer Motivation inspiriert, das Leben großzügig zu teilen. Die Menschen werden durch die Verehrung des transzendenten Gottes himmelwärts und durch den Stolz, ein großes Erbe anzunehmen und zu überbringen, vorwärts gezogen. Diese Verehrung gibt uns ein Gefühl der Zugehörigkeit in einer Zeit, in der so viele ihre Familien, ihre Kulturen, ihre Identität, ihr Selbst ablehnen. es gibt uns ein Gefühl der Stabilität in einem Zeitalter, das formlos und leer ist. Die neue Liturgie sollte die modernen Menschen ansprechen. Warum, meinen Sie, ist das gescheitert? Die reformierte Liturgie ist sowohl in den offiziellen Büchern als auch in der Art, wie sie allgemein eingefügt worden ist, sehr stark von modernen Zügen geprägt: Autonomie, Spontaneität,…

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