Tradition und Glauben

21. Januar: Fest der hl. Jungfrau und Märtyrerin Agnes

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Aus dem Buch des heiligen Bischofs Ambrosius über die Jungfrauen.

Heute ist der Geburtstag eine Jungfrau; streben wir nach Reinheit. Es ist der Geburtstag einer Märtyrerin; bringen wir Opfer dar. Es ist der Geburtstag der heiligen Agnes; es mögen voll Bewunderung seien die Männer, es möge nicht mutlos werden die Kleinen, es mögen staunen die Ehefrauen, es mögen zur Nachahmung schreiten die Ehelosen. Aber was können wir hier ihrer Würdiges sagen, wenn wir nicht einmal ihr Name ohne Lob ist? Eine Hingabe, die über das Alter, eine Tugend, die über die Natur hinaus ragt; und sie scheint mit keinen menschlichen Namen gehabt zu haben, sondern den Ausdruck des Martyriums, einen Namen, der das andeutete, was sie werden sollte. Der Name Jungfrau ist ein Hinweis auf die Schamhaftigkeit. Wenn ich die Märtyrerin nenne, habe ich sie genügend gepriesen, umfassend ist das Lob dann, wenn es nicht gesucht zu werden braucht, sondern sich gleich festhalten lässt. Niemand ist des Lobes würdiger, als derjenige, der von allen gelobt werden kann. So viele Menschen, so viele Verkünder der Vorzüge, die sie als Märtyrerin preisen dadurch, dass sie von ihren Reden.

Es wird von ihr berichtet, dass sie 13 Jahre alt war. Umso fluchwürdiger ist die Grausamkeit, die nicht einmal ein so zartes Arten verschont hat; noch mehr, groß ist die Macht des Glaubens, der sogar von einem solchen Alter die Bestätigung erhielt. War in diesem winzigen Leib überhaupt Platz für eine Wunde? Und die keinen Platz bot, wo sie den Schwertstreich empfangen sollte, hat einen Platz geboten, wo sie den Schwertstreich überwand. Diese zwischen den blutigen Henkers Händen fruchtlose Hand, dieses bei dem schweren fortschleppen der rasenden Ketten unbewegliche Wesen, dass nun die Mordstahl des wütenden Soldaten, obwohl den Tod noch nicht kennend, doch bereit war, den ganzen Leib anzubieten, oder wenn es zu den Altären gegen ihren Willen gezerrt wurde, Christus dem Herrn mitten im Feuer die Hände entgegen zu schrecken und selbst an diesen Gott entweihenden Brandstätten das Siegeszeichen des siegenden Herrn anzuzeigen, dann schließlich in die eisernen Kettenringe den Hals und die beiden Hände einzufügen. Aber kein Kettenring konnte so zarte Glieder einschließen. Eine neue Art des Martyriums. Noch nicht geeignet für die Peinigung, war sie reif zum Siegen; zum Kämpfen schwer brauchbar, zum Empfang der Krone tauglich; sie hat eine Lehrtätigkeit in der Tugend geleitet geleistet, obwohl sie die Behinderung durch das Alter an sich trug.

Nicht würde eine Braut so zum Brautgemach eilen, wie zum Ort der Hinrichtung, erfreut über den gewünschten Ausgang, hurtig im Schritt die Jungfrau vorrangig. Es weinten alle, sie selbst blieb ohne Tränen. Viele wunderten sich, dass sie so leicht auf ihre Leben verzichtete, das sie noch nicht ganz empfangen hatte und schon, als ob sie ausgelebt, weggeben sollte. Es staunten alle, dass sie schon als Zeugin für Gott auftrat, die aufgrund des Alters noch keine Entscheidung über sich haben konnte. Mit welchen Schreckmitteln arbeitete der Henker, um sich furchtbar zu zeigen, mit was für Lockungen um sie zu überreden, wie viele fühlten den Wunsch, dass sie sich ihnen hingab zur Ehe? Aber sie erklärte: Auch das ist eine Beleidigung für den Bräutigam, wenn er auf die ihm Gefallende warten soll. Wer mich zuerst erwähnt hat, der soll mich haben; auszögest du, Totschläger? Mag der Leib zugrunde gehen, der von den Augen geliebt werden kann, von denen ich das nicht dulde. Sie stellte sich hin, betete, beugte die Nacken. Man hätte sehen können, wie der Henker zitterte, als ob er selbst der Verurteilte wäre, wie die Rechte des Schwertträgers bebte, sein Gesicht bleich wurde aus Furcht vor fremder Gefahr, wo das Mädchen wegen der eigenen keine Furcht zeigten. So gab er ihr in einer Opfergabe ein doppeltes Martyrium, das der Jungfräulichkeit und das der Glaubenstreue. Sie blieb Jungfrau und Ziele gelangte zu Martyrium

Kirchengebet: oh allmächtiger, ewiger Gott, der du das vordere Umwelt als schwach geltende auswichst, um selbst das stärkste zu beschämen, verleihe uns gütigst die Gnade, dass wir, die wir deiner heiligen Jungfrau und Märtyrerin Agnes Festlichkeit begehen, ihre Fürsprache bei dir merken

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Quelle: Erzpriester Stephan, Das kirchliche Stundengebet oder das römische Brevier, Bd. I, Regensburg 1926, 867 f.

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