Tradition und Glauben

21. März – Benedikt, Abt

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Benedikt, in Nursia von vornehmen Eltern geboren und in Rom in den weltlichen Wissenschaften ausgebildet, begab sich, um sich ganz Jesu Christo zu weihen, an den Ort, der den Namen Subiaco trägt, bis zu einer sehr hoch gelegenen Höhle. Hier blieb er durch drei Jahre in einer solchen Verborgenheit, daß es allein der Mönch Romanus wußte, dessen Hilfeleistung er zum Unterhalt des Lebens gebrauchte. Als ihm nun eines Tages feurige Luftfackeln vom Teufel untergelegt wurden, wälzte er sich im Dornengestrüpp, bis der Körper mit Rissen bedeckt war und das Lustgefühl durch den Schmerz unterdrückt wurde. Als jedoch der Ruf von seiner Heiligkeit aus jenem Schlupfwinkel nach außen drang, übergaben sich einige Mönche seiner Leitung; doch als deren Zügellosigkeit in der Lebensart seine Vorhaltungen nicht ertragen konnte, beschlossen sie, ihn in einem Trunk Gift zu geben. Doch als sie ihm den Becher reichten, brachte er durch ein Kreuzzeichen das Gefäß zum Springen; und nun verließ er das Kloster und zog sich in eine Einöde zurück.

Aber da täglich bei ihm viele Schüler zusammenkamen, erbaute er zwölf Klöster und stattete sie mit ganz heiligen Regeln aus. Alsdann wanderte er nach Cassino, wo er ein Bild des dort noch verehrten Apollo zertrümmerte, dessen Altar zerstörte und die Haine anzündete; und dort errichtete er eine Kapelle zu Ehren des heiligen Martin und ein kleines Kirchlein zu Ehren des heiligen Martin und ein kleines Kirchlein zu Ehren des heiligen Johannes; die Bewohner des Ortes aber und die Anwohnenden unterrichtete er in der christlichen Lehre. So wuchs von Tag zu Tag Benedikt immer mehr an Gnade bei Gott, so daß er die Gabe besaß, Verborgenes zu erkennen und Zukünftiges vorhersagte. Als dies der Gotenkönig Totilas erfuhr, wollte er sich überzeugen, ob dies dem Sachverhalt entspräche und schickte seinen Kriegsobersten mit königlichem Gewand und königlicher Begleitung voraus, der sich als König ausgeben sollte. Als jener diesen sah, sagte er: Leg‘ ab, mein Sohn, lege ab, was du äußerlich an dir hast; denn es kommt dir nicht zu. Dem Totilas aber sagte er seinen Einzug in die Stadt, seine Überfahrt über das Meer und seinen Tod nach neun Jahren voraus.

Einige Monate vor seinem Tode machte er seine Jünger darauf aufmerksam, an welchem Tage er sterben werde; und das Grab, in dem sein Leib beigesetzt werden sollte, ließ er öffnen sechs Tage bevor er dorthin überführt werden wollte; am sechsten Tage ließ er sich in die Kirche bringen; hier empfing er die heilige Eucharistie und hauchte, die Augen zum Himmel erhoben und betend, in den Armen der Jünger seine Seele aus; diese sahen zwei Mönche in den Himmel eingehen, bekleidet mit einem äußerst kostbaren Mantel, umgeben von leuchtenden Flammen, und hörten einen Mann mit herrlichem und erhabenem Äußeren, der über dem Kopf derselben stand, sagten: Das ist der Weg, auf dem der Liebling Gottes Benedikt in den Himmel hinaufgegangen ist.

Kirchengebet

O Gott, Du hast uns im heiligen Benedikt einen Meister und Lehrer geschenkt der uns anleitet, Dich zu suchen und Dir zu dienen. Gib, daß wir der Liebe zu Dir nichts vorziehen, sondern auf dem Weg Deiner Gebote dir mit Freude und Zuversicht entgegeneilen. Durch unsern Herrn.

Wenn Sie o.a. Kirchengebet mit der Intention einer Ablassgewinnung beten, empfangen Sie einen Ablass, den Sie für sich selbst oder für die Armen Seelen verwenden können. (Enchiridion indulgentiarum (1999) Nr. 21 § 1: „Ein Teilablass wird einem Gläubigen gewährt, der an einem beliebigen Heiligentag, der im Kalender vermerkt wurde, zu Ehre dieses Heiligen fromm ein aus dem Messbuch entnommenes oder ein anderes rechtskräftig approbiertes Gebet verrichtet“) .

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Quelle: Erzpriester Stephan, Das kirchliche Stundengebet Teil I, S. 944 f.

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