Tradition und Glauben

27. Dezember: Fest des hl. Apostels und Evangelisten Johannes

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Lesung 1
Anfang des ersten Briefes des heiligen Apostels Johannes.
1 Joh 1,1-5

1 Von dem, der im Anfang war, den wir gehört haben, den wir mit unseren Augen gesehen haben, den wir vor uns geschaut haben, den unseren Hände berührt haben, nämlich von dem erhabenen Seligkeitsträger: –
2 Ja, der Seligkeitsträger ist sichtbar geworden, und wir haben ihn gesehen und wir sind seine Zeugen, – von diesem bringe ich euch Kunde, nämlich von dem, der das Ewigkeitsleben ist, das beim Vater war und uns sichtbar geworden,
3 Den haben wir gesehen und gehört, und den verkündige ich euch, damit ihr Gemeinschaft mit unserer Freude habt, und dass unsere Gemeinschaft sich auch auf den Vater und auf seinen Sohn Jesus Christus erstrecke.
4 Und ich schreibe euch dies, damit ihr euch freuet, und damit eure Freude eine volle sei.
5 Das also ist meine Kunde, die wir von ihm gehört haben und die ich euch bringe: Gott ist Licht, und von Dunkelheit ist bei ihm nichts.

Lesung 2
1 Joh 1,6-10

6 Wenn wir sagten, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben und im Dunkeln wandeln, so sind wir Lügner und handeln nicht richtig.
7 Wenn wir aber im Licht wandeln, entsprechend der Tatsache, dass auch er aus Licht besteht, dann haben wir eine Gemeinschaft miteinander; und dann macht uns das Blut seines Sohnes Jesus Christus rein von allem, was unrecht ist.
8 Wenn wir nämlich sagen, dass wir nichts an uns haben, was unrecht ist, dann betrügen wir uns selbst und die Wahrheit geht uns ab.
9 Wenn wir eingestehen, was wir an Unrecht haben, dann ist er treu und gerecht, indem er uns abnimmt, was in uns unrecht ist, und uns rein wäscht von aller Missetat.
10 Wenn wir sagen, dass wir uns nichts an Unrecht zugezogen haben, stellen wir ihn als Lügner dar, und er ist dann nicht unter uns.

Lesung 3
1 Joh 2,1-5

1 Meine Kinder, diese Mahnung richte ich schreibend an euch, dass ihr doch nichts tut, was unrecht ist. Aber auch, wenn einer ein Unrecht begangen hat, so haben wir einen Anwalt beim Vater, Jesus Christus, den Gerechten:
2 Und er ist die Sühne für unsere Sünden: und nicht für unsere allein, sondern für die Sünden der ganzen Welt.
3 Und wir wissen dann, dass wir uns zu ihm halten, wenn wir seine Gebote beobachten.
4 Wer sagt, dass er sich zu ihm hält und seine Gebote nicht beobachtet, der ist ein Lügner, und die Wahrheit geht ihm ab.
5 Wer aber beobachtet, was er sagt, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes in ihrer Fülle.

Lesung 4
Aus dem Buche des heiligen Priesters Hieronymus von den Kirchenschriftstellern.
Kap. 9

Der Apostel Johannes, den Jesus am meisten geliebt hat, der Sohn des Zebedäus, der Bruder des Apostels Jakobus, den Herodes nach dem Tode des Herrn hatte enthaupten lassen, hat als letzter von allen ein Evangelium geschrieben, auf die Bitten der Bischöfe Kleinasiens, gegen Cerinth und andere Irrlehrer, und gegen die damals am meisten auftretende Lehre der Ebioniten, die behaupten, dass Christus vor Maria kein Dasein gehabt hat; dadurch ist er angeregt worden, seine Geburt aus der Gottheit darzulegen.

Lesung 5
Also im vierzehnten Jahre unter Domitian, als dieser die zweite Verfolgung nach Nero wüten ließ, wurde er auf die Insel Patmos verbannt und schrieb hier die Offenbarung, die Justinus der Martyrer und Irenäus auslegten. Als aber Domitian ermordet worden und seine Verfügungen wegen der zu großen Grausamkeit vom Senat zurückgezogen worden waren, kehrte er unter der Regierung Nervas nach Ephesus zurück; und dort blieb er bis zur Regierung Trajans und gründete und leitete alle Gemeinden Kleinasiens; und infolge von Altersschwäche ist er im 68. Jahre nach dem Tode des Herrn gestorben und in der Nähe der genannten Stadt begraben worden.

Lesung 6
Aus den Anmerkungen desselben zum Briefe an die Galater.
Buch 3 Kap. 6

Der heilige Evangelist Johannes hatte, als er sich in Ephesus bis zum höchsten Greisenalter aufhielt und kaum von den Händen der Jünger in die Kirche geleitet werden und seine Stimme nicht mehr in längerer Rede entfalten konnte, die Gewohnheit, bei den einzelnen Gottesdiensten nichts anderes zu sagen als: Kindlein, liebet einander. Schließlich wurden die Jünger und die anwesenden Glaubensbrüder dessen überdrüssig, dass sie ständig dasselbe anhören sollten und sagten ihm: Meister, weshalb redest du immer dies? Und er entgegnete mit einer des Johannes würdigen Erklärung: Weil es ein Wort des Herrn ist, und wenn dies allein geschieht, dann ist es genug.

Lesung 7
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
Joh 21,19-24

In jener Zeit sprach Jesus zu Petrus: Komm mit mir. Und als Petrus sich umwandte, sah er den Jünger, den der Herr besonders liebte, nachkommen. Und so weiter.

Auslegung vom heiligen Bischof Augustin.
Abhandlung 124 zu Joh.

Zwei Arten von Leben, die ihr von Gott verkündet und angeboten sind, kennt die Kirche; von diesen beruht das eine auf dem Glauben, das andere auf dem Schauen; das eine gehört der Wanderzeit, das anderen dem ewigen Bleiben an; das eine besteht aus Mühe, das andere aus der Ruhe; das eine ist auf der Wanderung, das andere im Vaterland; zum einen gehört tätige Arbeit, zum andern der Lohn in genussvollem Anschauen. Das eine weicht dem Übel aus und tut Gutes, das andere kennt kein Übel, dem es ausweichen müsste, und hat ein großes Gut zum Genusse. Das eine kämpft mit dem Feinde, das andere führt ein Leben ohne Feind.

Lesung 8
Das eine kommt dem Darbenden zu Hilfe; das andere ist dort, wo es keinen Darbenden gibt. Das eine verzeiht, damit ihm Verzeihung gewährt wird, die Verfehlungen anderer; das andere hat nichts zu dulden, was es zu verzeihen hätte, und tut auch nichts, wofür es Verzeihung zu erbitten hätte. Das eine wird durch Ungemach gezüchtigt, damit es sich im Glück nicht überhebe; das andere ist in solcher Segensfülle frei von jedem Ungemach, dass es ohne eine Versuchung zum Übermut dem höchsten Gut anhängt.

Lesung 9
Also, das eine ist gut, aber mit Elend umgeben; das andere ist besser und mit Seligkeit ausgestattet. Das eine ist angezeigt durch den Apostel Petrus; das andere durch Johannes. Das eine hat hier seine Arbeit bis zum Ende der Welt und findet dann sein Ende; das andere wird hinausgeschoben, um zur Vollkommenheit zu gelangen nach dem Ende dieser Welt, hat aber in der anderen Welt kein Ende. Deshalb wird dem einen gesagt: „Komm mit mir“; von dem anderen gilt aber: „Ich will, dass er so bleibt, bis ich komme, was geht das dich an; du komm mit mir.“ Was ist denn das? So weit ich es verstehe, so weit ich es fasse, was ist das anders als: Du komm mit mir in der Nachahmung zeitlicher Leiden; jener soll bleiben, bis ich komme, ihm ewige Güter zu gewähren.

Kirchengebet:

Umstrahle deine Kirche, o Herr, in deiner Güte, damit sie, von der Lehre deines heiligen Apostels und Evangelisten Johannes erleuchtet, zu den ewigen Gütern gelange.

Wenn Sie o.a. Kirchengebet mit der Intention einer Ablassgewinnung beten, empfangen Sie einen Ablass, den Sie für sich selbst oder für die Armen Seelen verwenden können. (Enchiridion indulgentiarum (1999) Nr. 21 § 1: „Ein Teilablass wird einem Gläubigen gewährt, der an einem beliebigen Heiligentag, der im Kalender vermerkt wurde, zu Ehre dieses Heiligen fromm ein aus dem Messbuch entnommenes oder ein anderes rechtskräftig approbiertes Gebet verrichtet“) .

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