Tradition und Glauben

28. Dezember: Fest der Unschuldigen Kinder

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Lesung 1
Aus dem Propheten Jeremias.
Jer 31,15-17

15 So spricht der Herr: Ein großes Jammern hört man in Rama, Wehklagen und Weinen der ihre Kinder beweinden Rachel, die über sie untröstlich ist, weil sie weg sind.
16 Und doch sagt der Herr: Lass deine Stimme aufhören zu schluchzen, und deine Augen aufhören zu weinen, denn Segen wird gewährt deinen Nachkommen, sagt der Herr; und sie werden zurückkommen aus dem feindlichen Lande:
17 Und so hat deine Nachkommenschaft Gutes zu erwarten, sagt der Herr; und es werden die Kinder in ihr Land zurückkommen.

Lesung 2
Jer 31,18-20

18 Ich habe genau gehört, was Ephraim, der in der Verbannung ist, sagt: Nachdem du mich gezüchtigt hast, bin ich erst zahm geworden, wie ein unbändiges Kalb: nun wandle mich um, damit ich umgewandelt werde, denn du bist mein Herr und Gott.
19 Nachdem du mir nämlich den Sinn umgewandelt hast, habe ich Buße getan: und nachdem du mich belehrt, habe ich Besserung gezeigt. Als ich in Schande ging und schamrot war, da habe ich die Schmach getragen, die meine Jugendjahre gewirkt haben.
20 Gewiss (sagt Gott) ist mir Ephraim ein bevorzugter Sohn, gewiss ein liebes Kind! Ja, an alles, was ich von ihm geredet habe, denke ich noch.

Lesung 3
Jer 31,21-23

21 Stelle dir Wegzeichen, stelle dir Wegweiser auf; lass deinen Sinn blicken auf den rechten Weg, auf dem du gekommen bist: Geh zurück, Jungfrau Israel, geh zurück dort in alle deine Städte.
22 Wie lange willst du in der Fremde umherirren, du heimatloses Wesen? Es schafft doch der Herr etwas Neues auf der Welt: das Weib umhüllt den Mann.
23 Das sagt der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Noch wird man im Lande Juda und innerhalb seiner Städte diesen Ausspruch gebrauchen, nachdem ich ihre Gefangenschaft beendet habe: Dich segne Gott, o richtige Schönheit, heiliger Berg.

Lesung 4
Predigt vom heiligen Bischof Augustinus.
Prd. 10 über die Heiligen.

Heute begehen wir, geliebteste Brüder, den Eingang zum Leben von jenen Kindern, die gemäß dem Berichte des Evangeliums von dem so grausamen König Herodes gemordet worden sind. Und darum mag die Erde im höchsten Jubel frohlocken, die als fruchtbare Mutter der himmlischen Streiter und so großer Berühmtheiten auftritt. Es ist doch wahr, der gottlose Feind konnte den glücklichen Kindern niemals durch Zärtlichkeiten so großen Nutzen schaffen, als er durch den Hass verschafft hat. Denn, wie uns das so heilige Fest des heutigen Tages zeigt, hat so viel, als die Bosheit gegen die glückseligen Kleinen sich übergroß gezeigt hat, die Huld an Segen in sie hineinfließen lassen.

Lesung 5
Glücklich bist du, Bethlehem im Lande Juda, die du des Herodes Wüten bei dem Mord der Kinder durchgemacht hast; insofern als du würdig wurdest, zu gleicher Zeit eine ganz weißschimmernde Schar von wehrlosen Kindern Gott darzubringen. Mit Recht aber begehen wir deren Festtag, die die Welt in beseligenderer Weise zum ewigen Leben entlassen hat, als es bei denen geschieht, die der Austritt aus dem Mutterschoß in die Welt hineinführt. Sie haben ja doch früher die Herrlichkeit des ewigen Lebens erlangt, als die Nutznießung des gegenwärtigen.

Lesung 6
Bei anderen Martyrern hat der kostbare Tod wegen der Standhaftigkeit im Glaubensbekenntnis Lob verdient, bei diesen ist er durch die Vollziehung selbst schön geworden. Denn in den ersten Tagen des eben begonnenen Lebens hat ihnen der Untergang den Anfang der Glorie gebracht, der dem gegenwärtigen Leben ein Ende bereitet hat. Diese hat des Herodes Bosheit von der Mutterbrust, an der sie sich nährten, weggerissen; diese werden mit Recht Martyrerblümchen genannt, diese hat gleich nach ihrem Aufgehen mitten im Winter des Unglaubens, wie aufsprießende Erstlingsknospen der Kirche, die Verfolgung wie eine Art Reif zum Niederfallen gebracht.

Lesung 7
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 2,13-18

In jener Zeit erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Schlafe und sprach: Steht auf, nimm das Kind und seine Mutter und fliehe nach Ägypten und bleib dort, bis ich’s dir sage. Und so weiter.

Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus.
Buch 1 der Auslegung zu Mt Kap. 2

Als er das Kind nahm und seine Mutter, um nach Ägypten überzusiedeln, hat er sie zur Nachtzeit und im Dunkeln genommen, da er ja die Nacht der Unwissenheit denen, von denen er wegging, in ihrem Unglauben zurückgelassen hat. Wo er jedoch nach Judäa zurückkehrt, wird weder die Nacht, noch das Dunkel im Evangelium erwähnt, weil am Ende der Welt die Juden den Glauben oder gleichsam den von Ägypten zurückkehrenden Christus annehmen und auf diese Weise zum Licht gelangen werden.

Lesung 8
„Damit erfüllt würde, was vom Herrn durch den Propheten gesagt worden ist: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“ Mögen hier eine Antwort geben diejenigen, die den Ausgaben der Hebräer die Glaubwürdigkeit bestreiten, wo dieses bei den Übersetzern der Siebzigerausgabe zu lesen ist. Weil sie dies nicht finden werden, will ich ihnen sagen, dass es beim Propheten Oseas geschrieben steht, wie die Bücher beweisen können, die ich neulich veröffentlicht habe.

Lesung 9
Damals ist in Erfüllung gegangen, was durch den Propheten Jeremias gesagt worden ist: „Ein großes Jammern hört man in Rama, Wehklagen und Weinen. Rachel weint über ihre Kinder.“ Von Rachel ist Benjamin geboren, in dessen Stammland Bethlehem nicht liegt. Es wird also die Frage gestellt, in welchem Sinne Rachel die Nachkommen Judas, d.i. die um Bethlehem, als die ihrigen beweint. Ich will kurz antworten: Weil sie in der Nähe von Bethlehem in Ephrata begraben liegt, und wegen des Aufenthaltsorts ihres Leibes den Namen Mutter (von Bethelehem) erhalten hat. Oder: weil die beiden Stämme Juda und Benjamin nebeneinander lagen und Herodes nicht bloß die Kinder in Bethlehem hatte töten lassen, sondern auch in dessen ganzer Umgegend.

Kirchengebet:

O Gott, dem am heutigen Tage die unschuldigen Blutzeugen den Ruhmgesang nicht mit Worten, sondern mit ihren Sterben angestimmt haben, ertöte in uns alles, was uns die bösen Anlagen an Schaden zufügen, damit der Glaube an dich, den unsere Zunge mit Worten bekennt, sich auch in unserem Leben und durch unser Verhalten kund tue.

Wenn Sie o.a. Kirchengebet mit der Intention einer Ablassgewinnung beten, empfangen Sie einen Ablass, den Sie für sich selbst oder für die Armen Seelen verwenden können. (Enchiridion indulgentiarum (1999) Nr. 21 § 1: „Ein Teilablass wird einem Gläubigen gewährt, der an einem beliebigen Heiligentag, der im Kalender vermerkt wurde, zu Ehre dieses Heiligen fromm ein aus dem Messbuch entnommenes oder ein anderes rechtskräftig approbiertes Gebet verrichtet“) .

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