07. Feste in Juli Unser Archiv:

8. Juli – Hl. Elisabeth von Portugal

Werbung

Vierte Lesung

Elizabeth wurde dem königlichen Ehepaar von Aragonien im Jahre des Herrn 1271 geboren; als Vorzeichen ihrer späteren Heiligkeit gaben ihr die Eltern entgegen dem Gebrauch nicht den Namen der Mutter oder der Großmutter, sondern benannten sie in der Taufe nach ihrer Großtante, der Herrin von Thüringen, der heiligen Elisabeth. Sobald sie geboren war, zeigte sich sofort, eine wie glückliche Friedensvermittlerin zwischen Königen und Königreichen sie werden würde; die Freude über ihre Geburt verwandelte nämlich die verderblichen Misshellichkeiten zwischen Großvater und Vater in herzlicher Einheit. Der Vater aber der nachher die gute Anlage der wachsenden Tochter bewunderte, behauptete, es würde die eine Elizabeth alle übrigen aus dem Geblüte der Könige von Aragonien stammenden Frauen an Tugend weit übertreffen. So hatte er Ehrfurcht vor ihrem himmlischen Leben, das sich äußerte in der Verachtung des leiblichen Schmuckes, in der Flucht der Vergnügungen, in häufigem Fasten, im ständigen verrichten von Gebeten, in der Übung von Liebeswerken, und er pflegte zu sagen, dass er das Glück für sich und für das Reich auf die Verdienste der einen Tochter hin erlangt hätte. Schließlich wurde sie, da sie überall bekannt und von vielen Fürsten begehrt worden war, dem König Dionysios von Portugal unter Wahrung der christlichen Gebräuche zu Ehe gegeben.

Fünfte Lesung

Als Ehegattin trug sie nicht weniger Sorge für die Übung der Tugenden, als für die Erziehung der Kinder und strebte darnach, ihrem Gatten, mehr aber noch danach Gott zu gefallen. Ungefähr die Hälfte des Jahres verbrachte sie bei Brot und Wasser; dieses wurde während einer Krankheit auf Gottes Eingreifen in Wein verwandelt, als sie sich weigerte, solchen trotz der Vorschrift der Ärzte zu trinken. Dadurch, dass sie ein abscheuliches Geschwür einer armen Frau küsste, heilte sie dieses plötzlich. Das zur Verteilung an die Armen bestimmte Geld verwandelte sie, damit der König nichts merkte, zur Winterszeit in Rosen. Einer von Geburt an blinden Jungfrau gab sie die Sehkraft zurück konnten; viele andere befreite sie durch das bloße Kreuzzeichen von den schweren Krankheiten und wirkte sehr viele Wunder dieser Art. Klöster, Erziehungshäuser, Kirchen ließ sie nicht bloß bauen sondern stattet sie sie auch in großartiger Weise aus. In der Beilegung von Streitigkeiten zwischen Königen hatte sie wunderbaren Erfolg; in der Hilfeleistung bei persönlichen und allgemeinen Notlagen der Menschen war sie unermüdlich.

Sechse Lesung

Nach dem Tode des Königs Dionysius war sie, wie in der Jugend für die Jungfrauen, in der Ehe für die Gattinnen, so nun in ihrer Vereinsamung den Witwen ein Vorbild aller Tugenden. Sofort legte sie nämlich das Ordenskleid der heiligen Klara an, wohnte in Gelassenheit dem Leichenbegräbnis des Königs bei und begab sich bald darauf nach Compostella und brachte dort viele geschenkte aus Seide, Silber, Gold und Edelsteinen für die Seelenruhe des Königs dar. Von dort nach Hause zurückgekehrt, verwandelte sie alles, was ihr Liebes und Wertvolles zurückgeblieben war, zu heiligen und frommen Zwecken, und indem sie für die Vollendung ihres wahrhaft königlichen Nonnenklosters in Coimbra, für die Ernährung der Armen, für den Schutz der Witwen, für den Schirm der Weisen, für die Unterstützung aller Notleidenden besorgt war, lebte sie nicht nur für sich, sondern für Gott und für das Wohl aller Menschen. Als sie zur Versöhnung zweier Könige, ihres Sohnes und ihrer ihres Schwiegersohnes, nach der vornehmen Stadt Estremoz kam, starb sie, da sie sich auf der Reise eine Krankheit zugezogen hatte, daselbst, von der jungfräulichen Gottesmutter besucht, in ganz heiliger Weise am 4. Juli 1336. Nach ihrem Tode wurde sie durch viele Wunder verherrlicht, besonders durch den lieblichen Duft, der aus der schon 300 Jahre unfaire Westen Leiche aus strömte; stets ist sie auch unter dem Namen „heilige Könige nach“ allgemein bekannt gewesen. Schließlich wurde sie im Jubiläums Jahre 1625 unter dem Zustrom und Junior beinahe der ganzen christlichen Welt von Urban dem achten unter Beobachtung der diesbezüglichen Vorschriften in die Zahl der heiligen aufgenommen.

Kirchengebet: Oh Gott, der du die heilige Königin Elisabeth Nebenmitteilung anderer aus erlesener gaben mit einer großen Anmut und Fähigkeit, kriegerische Feindschaft zu besänftigen, ausgestattet hast, lass uns aufgrund ihrer Fürsprache nachdem für dieses sterbliche Leben gewährt den Frieden, um den wir demütig bitten, zu den ewigen Freuden gelangen.

Wenn Sie o.a. Kirchengebet mit der Intention einer Ablassgewinnung beten, empfangen Sie einen Ablass, den Sie für sich selbst oder für die Armen Seelen verwenden können. (Enchiridion indulgentiarum (1999) Nr. 21 § 1: „Ein Teilablass wird einem Gläubigen gewährt, der an einem beliebigen Heiligentag, der im Kalender vermerkt wurde, zu Ehre dieses Heiligen fromm ein aus dem Messbuch entnommenes oder ein anderes rechtskräftig approbiertes Gebet verrichtet“) .

Quelle: Erzpriester Stephan, Das kirchliche Stundengebet oder das römische Brevier, Bd. II, Regensburg 1927, 1179 ff.

Zum Download für Abonnenten geht es hier:

Das kann Ihnen auch gefallen

Schreibe einen Kommentar