Tradition und Glauben

Warum nicht umsonst? Schnorren ist Sünde!

Nach einigen Diskussionen mit ehemaligen Lesern, Beinah-Lesern und Umsonst-Lesern-Schnorrern ist der folgende Beitrag entstanden, der vielleicht einige Gedanken ordnen wird. Aber eigentlich ist es ein Zirkelschluss, denn der Schnorrer will grundsätzlich nicht zahlen, weil er es so gewohnt ist und rationalisiert es. Wir wollen, dass er zahlt und seine Gewohnheiten ändert. Mal sehen, wer den längeren Atem hat. Die Leserschaft von The Times fiel nach der Einführung der Paywall um 87%, worauf sie wieder stieg, da die Leser  ihre Einstellung änderten. Die menschliche Natur ist also überall dieselbe. Schnorren – ja, bezahlen – nein. Wenn Sie bei uns buchen, dann sind Sie schon ex definitione kein Schnorrer. Wenn das nichts ist!

Eigentlich ist die Annahme, dass man etwas umsonst erhalten sollte widersinnig und resultiert aus der narzisstischen Annahme, dass

„andere zahlen sollen, mich betrifft es aber nicht, denn ich bin was Besonderes.“

Denn:

  • Sie selbst arbeiten nicht umsonst.
  • Sie wohnen nicht umsonst.
  • Sie kaufen nicht umsonst ein.
  • Sie konsumieren nichts umsonst.

All das, was Sie konsumieren und dazu gehört auch das Lesen dieses Blogs muss zuerst produziert werden muss. Bei Onlinejournalismus ist es nicht anders.

Tradition und Glauben bietet:

  • Nachrichten, deren Beschaffung auch bezahlt werden muss.
  • Theologische Beiträge, zu deren Herstellung man Fachkompetenzen braucht.
  • Spirituelle Beiträge, zu deren Herstellung man Expertenwissen und eigene Praxis braucht.
  • Um Qualität bieten zu können, muss man sich dem Vorhaben ausschließlich widmen.

All das finden Sie bei Umsonst-Angeboten nicht, denn Katzenbilder und Privatoffenbarungen abschreiben kann jeder – Theologischen Journalismus nicht.

Weitere Gründe lauten wie folgt:

  1. Katholische Zeitschriften, Zeitungen und Onlineportale mit tatsächlich katholischen Inhalten schwinden und sind kaum zu finden.
  2. Bald gibt es sie, dank Franziskus und DBK gar nicht mehr, sodass Sie überhaupt keine katholischen Ressourcen finden werden.
  3. Das kreuz und quer Lesen von Privatoffenbarungen, Dogmatiken aus dem 19. Jhd. und Predigten, nur weil es sie umsonst gibt, führt kein katholisches Weltbild herbei, sondern subjektivisches Chaos und ist das Sparen am falschen Ende.
  4. Kontinuierliche Qualität braucht verbindliche Bezahlung durch Abonnenten.
  5. Menschen wertschätzen etwas erst, wenn sie dafür bezahlt haben.
  6. Je länger andere Angebote mit Bezahlschranken im Netz warten, umso mehr setzt sich bei Lesern die Vorstellung fest, Onlinejournalismus sei umsonst.
  7. Tradition und Glauben will die Leser dazu anleiten, dass Sie etwas in Ihrem Leben tun und aus der Opferrolle endlich herausgehen. Wenn Sie nicht einmal bereit sind für unser Angebot zu zahlen, so werden sie niemals etwas in ihrem Leben ändern.
  8. Sie haben diese katholische Kirche, die Sie verdienen, weil Sie persönlich nichts dafür getan haben, um katholische Initiativen, wie Tradition und Glauben, zu unterstützen.
  9. Verkündigung ist nicht umsonst, denn:
    1. Christus und die Apostel hatten Geld gesammelt (Lk 8, 1-3; 1 Kor 16,1) und Menschen gehabt (1 Kor 8,2; 2 Kor 9, 10-12), die sie finanziell unterstützten.
    2. Ihr Pfarrer predigt nicht umsonst.
    3. Ihre Pastoralassistentin auch nicht.
    4. Ihr Bischof predigt nicht umsonst.
    5. Katholische Fakultäten unterrichten nicht umsonst.
    6. Katholische Zeitschriften gibt es nicht umsonst.
    7. Katholische Bücher auch nicht.
    8. Tradition und Glauben aber soll umsonst sein, damit Sie, lieber Umsonst-Leser, nicht zu zahlen brauchen!
  10. Katzenbilder und Privatoffenbarungen kann jeder – Theologischen Journalismus nicht.

Ihr Einwand:

„So wichtig sind mir die Informationen der Seite nicht, dass ich für sie bezahle“

Unsere Antwort:

Sie wissen Sie gar nicht, welche Informationen Sie verpassen, weil Sie für diese nicht bezahlen, sodass Sie nicht wissen können, ob sie Ihnen wichtig sein könnten, da Sie diese nicht lesen können.

Ihr Einwand:

„Ich weiß nicht, ob die Beiträge seriös sind, bevor ich Sie durchlese.“

Unsere Antwort:

Die „Seriösität“ eine Brötchens beim Bäcker stellen Sie auch nicht dadurch fest, dass Sie zuerst reinbeissen und dann entscheiden, ob Sie es kaufen werden, nachdem Sie es schon gegessen haben. Sie zahlen vorher, dann können Sie es essen.

Um die „Seriosität“ dieser Nachrichten beurteilen zu können, müssen Sie entweder Fachjournalist oder Fachtheologe sein, um Gleichwertiges, Alternatives oder Höherwertiges auffinden oder produzieren zu können. Dies betrifft aber kaum jemanden, in dieser Nische, in dieser Verbindung.

Ihr Einwand:

„Online-Nachrichten oder Online-Blogs sind kein richtiges Produkt“.

Unsere Antwort:

Natürlich ist es ein Produkt oder eine Dienstleistung, weil es erbracht wurde und zum Verkauf angeboten wird. Spätestens dann gelten alle Regeln des Marktes, dass man das zahlt, was man konsumiert. Bei uns müssen Sie auch zuerst zahlen, bevor Sie lesen und nicht uns eventuell etwas spenden, nachdem Sie schon alles ausgelesen haben, was die meisten tun. Ferner richten sich digitale Produkte an einen Kundenstamm, der nicht gerade darbt, da er über Strom, Handy, Handyvertrag, Rechner, Internetprovider, Software etc. verfügt, der also über Mittel verfügt die digitalen Produkte zu zahlen.

Ihr Einwand:

„Ich betreibe selber einen Blog mit Katzenbildern und Privatoffenbarungen, mache es umsonst oder auch nicht und lasse nicht zu, dass Konkurrenz zu Geld kommt.“

Unsere Antwort:

Vielleicht schauen Sie sich etwas ab und kommen selbst zu Geld, denn ändern die Menschen die Einstellung, dass man für Online-Journalismus nichts zu zahlen braucht, was langsam stattfindet, dann können Sie auch davon profitieren. Außerdem danke, denn Neid ist die beste Form der Anerkennung.

Wenn Sie partout nichts zahlen wollen, so können Sie uns nicht lesen. Wie gesagt: Ihr Leben, Ihre Seele, Ihr Gewissen. Katzenbilder und Privatoffenbarungen gibt es umsonst, das Kopieren von fremden Beiträgen auch – theologischen Journalismus nicht!

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