Anna Gallicana, Näher mein Gott zu Dir (2 von 2)

Die Kirche vertreibt Ihr Gläubigen, seit 1962. Während man bisher denken konnten, dass es unbewußt und gleichsam im Kollateralschaden (Moderne) geschieht, so wissen wir seit 2013: es ist gezielt, geplant und strategisch durchgeführt.

 

Flucht aus der Kirche

Bis, ja bis unser sogenannter ‘Papst Franziskus’ ans Ruder kam. Nun brach eine wahre Katastrophe über uns herein. Es kann tatsächlich immer noch schlimmer kommen.

 An jenem Sonntag, als der Pfarrer uns in der Predigt erklärte, dass die 10 Gebote ein unverbindlicher Vorschlag (ja, da haben Sie tatsächlich richtig gelesen: unverbindlich!) von Gott seien, dass man sich daran halten könnte, wenn es einem gerade mal passt … Wir spitzen die Ohren, der Fasching war zwar gerade vorbei, aber das konnte doch nur ein Scherz sein, oder ein ‘Aufhänger’ um unsere Aufmerksamkeit zu erregen. Irgendwann musste er doch die Kurve kriegen  – aber – nix da, er blieb dabei. Die Predigt war aus, er schritt zur Wandlung … Wir starrten uns entgeistert an – und hatten alle das gleiche Gefühl: nein, bei dem hier findet keine Wandlung mehr statt. Also haben wir still und heimlich (wir waren leider ziemlich weit vorne gewesen) die Kirche verlassen. Es war bereits zu spät, eine andere Gemeinde aufzusuchen, aber dort lief es ähnlich ab, wie wir in den nächsten Tagen feststellen sollten. Die Bergoglio-Krankheit ist ziemlich ansteckend.

Christus, mein König

Nun, vor einer absoluten Diaspora hat uns das Internet gerettet, das wir just in diesen Wochen bekamen. Und so fanden wir in den folgenden Monaten Zuflucht beim Christ-Königs-Institut. Nach den grausamen konziliären Jahren fühlten wir uns endlich zu Hause.

In den letzten Jahren vor Bergoglio war es bereits schwierig geworden, die Kinder zum Kirchgang und zum Katechismusunterricht zu zwingen. Davon war nun nichts mehr zu hören. Wir hatten nun jeweils 90 Min. Fahrzeit bis zur Messe, mussten viel zu früh aus den Federn, die Mädchen trugen zum ersten Mal in ihrem Leben Mantillas, aber kein Protest. Die Kirche war sehr schön, sehr katholisch: endlich gab es Kniebänke, Statuen, Bilder, einen wunderschönen Kreuzweg und einen herrlichen Hochaltar mit Tabernakel, wie es sich gehört. Auch von den Gemeindemitgliedern und dem dortigen Pfarrer wurden wir freundlich aufgenommen. Einige Jahre lang waren wir dort sehr glücklich.

Und es hätte alles so schön sein können, wenn Bergoglio nicht schon wieder zugeschlagen hätte. Es geschah in der Osternacht 2018.

Seit einigen Wochen konnten wir unser Messbuch nicht mehr benutzen, da die Texte auf Bergoglios Anweisung geändert wurden, um sich der konziliären Messe anzupassen. Ich bin theologisch ungebildet und das erschien mir weiters nicht schlimm. Aber in der Osternacht hatten wir nicht nur neue Texte, die mir teilweise auch als Laie seltsam vorkamen, nein, wir hatten nicht einmal eine Osterkerze. Statt dessen wurde der Dreizack (Symbol Poseidons, ein Satanssymbol par excellence) angezündet, verehrt, vor dem Altar aufgebaut… Mir wurde schlecht.

Leider erkannte ich sofort und zweifelsfrei das satanisches Ritual. Ich kämpfte noch 5 Minuten mit mir, ob ich meinem so grausam beleidigten Gott im Tabernakel trotzdem Gesellschaft leisten sollte, aber ich konnte es nicht. Ich verließ fluchtartig die Kirche. Meine Kinder bestätigten mir sofort, dass auch sie sich aus unerklärlichen Gründen zu Tode gequält gefühlt hätten. Nun war es bereits 23 Uhr, uns war erbärmlich schlecht, es war Ostern und wir hatten keine Messe.

Wenige Wochen zuvor hatten wir von einer Kirche der Petrusbruderschaft und einer Kapelle der Piusbruderschaft erfahren. Wir entschieden uns spontan, uns trotz der späten Stunde auf den Weg zur Piusbruderschaft zu machen (2 Stunden Fahrzeit …). Zu unserem Glück fing dort die Osternachtsfeier erst um Mitternacht an. Ich glaube das Auto hatte Flügel, jedenfalls hatten wir noch nicht allzu viel versäumt.

Ich betrat die Kapelle. Alles o.k. Osterkerze, Weihwasserbecken, Kniebänke, Blumen … alles feierlich und wie es sein sollte. Und ein Gefühl von Heiligkeit! Die Kapelle war nur eine alte Garage, nackte Mauern, kalt, feucht, der Putz fiel von den Wänden … mir viel ganz spontan die Beschreibung der Untergrundkirche von Anna-Katherina Emmerick ein. Das passte haargenau. Und trotz der offensichtlichen Armut, dieses unbeschreibliche Gefühl von Heiligkeit.

Heilige Orte

Ich kannte dieses Gefühl. Das spürte ich schon als Erstklässler, bei meinen Besuchen auf dem Schulweg.

Als ich in Frankreich ankam, begann meine grosse Suche nach diesem Gefühl der Gegenwart Gottes. Wir durchstreiften das ganze Land, besuchten alle wichtigen und unwichtigen Wallfahrtsorte, aber dieses Gefühl gab es fast nirgends. Ich hatte es in Rocamadour (beim Grab des Hl. Zachäus) und in Chéméré-le-Roi bei den Doninikanern und jetzt hier. Ja, Heiligkeit kann man spüren.

Ich habe versucht, das grauenhafte Ereignis mit dem Pfarrer zu diskutieren. Aber der beruft sich auf seine Gehorsamspflicht gegenüber der Obrigkeit (das kommt mir irgendwie bekannt vor???). Wie wir inzwischen erfahren mussten, war es bei der Petrusbruderschaft genauso. Leider.

Und nun zum Fazit einer untheologischen, hasenspickenden Familienmutter:

Unser Glaube ist einerseits ganz einfach, sodass das wesentliche auch extrem ungebildeten (ich denke hier an die Hl. Bernadette) und kleinen Kindern leicht verständlich ist. Dies sind beispielsweise die 10 Gebote und das Gefühl von Gottes Gegenwart, besonders in der Messe. Andererseits ist Gott auch kompliziert. Und wir brauchen Theologen, wie den von uns allen geschätzten DSDZ, um uns in immer tiefere Tiefen einzuführen. Jedoch müssen sich diese beiden Aspekte ergänzen und nicht widersprechen.

Also, warum näher mein Gott zu dir? Ich glaube, er war schon immer da und hat auf mich gewartet. Jetzt geht es mir wie in dem Zitat vom Pfarrer von Ars (letzthin auf diesem Blog): “Man weiss, dass der gute Gott im heiligen Tabernakel gegenwärtig ist; man öffnet ihm sein Herz, man fühlt sich glücklich in seiner Gegenwart; dies ist das beste Gebet” (Leben von M. Monin, Buch 5, Kap. 4). Mein Herz ist jetzt ganz ruhig. Ich habe ihn gefunden.

 

 

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9 Gedanken zu „Anna Gallicana, Näher mein Gott zu Dir (2 von 2)

  1. Liebe Anna Gallicana,

    eine Frage zur Klarstellung: Bei dem “Dreizack” handelte es sich nicht etwa um die vor den pianischen Reformen von Mitte der 1950 er Jahre vorgesehene dreifache Kerze, die am gesegneten Osterfeuer entzündet das Lumen Christi in die Osternacht trägt und von der das Licht dann in der Weihepräfation der Osterkerze, dem Exsultet, dann auf die so geweihte Osterkerze übertragen wurde?

    1. Nein, es war wirklich keine ‘dreifache’ Kerze, auch nicht die dreifache von den Orthodoxen (ich habe auch dort schon die Messe erlebt). Es war wirklich ein Dreizack mit Kerzenspitzen, habe jedoch leider kein Foto … und eine geweihte oder ungeweihte Osterkerze, oder irgend sowas ähnliches gab es auch nicht. Leider, es war schrecklich ! Und wie ich im Nachgang erfahren habe, war ich zwar die erste, aber nicht die letzte die die Kapelle in dieser Nacht just aufgrund dieses Vorfalls verlassen hat. Wie man mir berichtete, blieb der Dreizack bis zum Ende vor dem Altar ….

  2. PS Ich habe nochmal im Internet recherchiert und kein einziges Foto von diesem ‘Ding’ gefunden. Ich kenne jedoch auch Traditionalisten aus anderen, weiter entfernten Kapellen, die dieses ‘Ding’ in der Osternacht 2018 gesehen haben und sich ebenso angewidert fühlten. Schon seltsam, dass es kein Bild davon gibt. Einige Bruderschaften veröffentlichen nämlich ganze Fotoalben, zu jedem Ereignis im Jahr, und jedesmal fehlen die Osterfotos !

    1. Vor einiger Zeit hatte ich einen Text gelesen unter:

      https://www.creativeminorityreport.com/2018/12/actuating-schism-part-v-hammer-drop.html

      der folgendes Szenario aufmachte: Bergoglio werde die Alte Messe nicht einfach verbieten, sondern liturgische Veränderungen anordnen, die daraus einen “altneuen-deutervatikanisitischen” Ordo machen, den man nur meiden könne. Auf diese Weise könne man wirkliche Katholiken, die diesen nunmehr nur noch gültigen “alten” Ritus ablehnen aus der Kirche ausschließen und die Katholiken wären DRAUSSEN!!

      Sollte das schon passiert sein? Habe ich wesentliches nicht mitbekommen?

    2. …und warum sollte die Tradition vor der ganzen Verwirrung immun sein…!!!

      Divinum auxilium maneat semper nobiscum!

      1. @ Davilla
        Uns fehlt hier ein ehemaliger Okkultist, der all diese Zeichen deuten könnte. Aber Drezack steht für den Teufel und die Göttin Shiva – Göttin der Zerstörung. Weil in der Osternacht die Morgenröte- Lucifer besungen wird, daher stellte man den Dreizack auf, um Luzifer die Ehre zu geben. Meine Erklärung.

      2. Danke für den Link. Und ja, wie man so schön sagt, der Teufel steckt wohl im Detail.
        Ich habe nochmal nachgedacht:
        Die Änderungen begannen ab Weihnachten 2017 und ich habe sie persönlich bis Ostern 2018 verfolgt. Wie in dem von Ihnen geposteten Link angegeben, wurde zunächst der konziliäre 3-Jahres-Rhythmus eingeführt (wegen der Einheit !) und dann einige Gebete geändert. Unser Pfarrer hatte sein eigenes neues ‘altes’-lateinisches Messbuch drucken lassen, es zu Beginn der Messe ausgeteilt und auf hochnotpeinliche Rückgabe am Ende der Messe geachtet. Nun, wir sind ehrlich, und haben gar nicht versucht, es zu stibitzen, so habe ich keinen Nachweis in Händen. Es handelte sich bei den Änderungen um Gebete, die der Priester am Altar leise spricht, also könnten diese Änderungen auch andere Priester betreffen, die diese Änderungen dem Volk nicht mitteilen. Kleiner Hinweis, wir haben versucht, die Messe nach unserem alten Messbuch zu verfolgen: die neuen Texte sind mal viel, viel kürzer, mal extrem länger als die alten. Das fällt schon auf, wenn man gewohnt ist, sein Messbuch zu benützen. Aber: Handkommunion war nicht und wurde auch verweigert.
        Ich finde es aber wirklich seltsam, dass im Internet dazu nichts, aber auch gar nichts zu finden ist.
        Soviel zu meinen Erlebnissen.

      3. Alles, was Sie schreiben ist sehr beunruhigend und dramatisch. Ich denke, dass es noch viel schlimmer ist, als ich bisher vermutet habe, trotz der klaren Ansagen und Warnungen unseres “Chefredakteurs”.

        Aus familiären Gründen besuche ich (leider) jetzt wieder häufiger die Novus Ordo Messe im brandenburgischen, bete hier mein Brevier und verfolge die (hier) relativ sicher gültige Wandlung. Alle 3-4 Wochen kann ich nach Berlin ins Institut Philipp Neri fahren, um der Alten Messe beizuwohnen. Leider geht der Riss zwischen den Riten durch meine Ehe und Familie.

        Aber wie Sie schreiben, kann man nirgendwo mehr sicher sein, da die Antikirche denselben sakramentalen, liturgischen und rechtlichen Raum beansprucht, wie die katholische Kirche, wie Pater Clovis schreibt.

  3. Nun, ich hab nochmal gegoogelt, der Dreizack sah aus wie der von König Triton aus dem Disney-Film von der kleinen Meerjungfrau, nur mit Kerzenspitzen, die der Reihe nach angezündet wurden. Er wurde hereingetragen wie die Osterkerze, alle haben sich dreimal davor niedergeworfen und dann wurde er aus meiner Sicht (Kirchenvolk) links am Altar befestigt und blieb dort. Es war aber ein imposantes Ding, schätzungsweise 3bis4 Meter hoch und hat am Altar alles überragt (Tabernakel, Kreuz).

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