Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (38). Quellenbelege zum Gebet der Ruhe (i)

Eines der großen Vorzüge des Buches von Pater Poulain SJ ist seine Quellenfundierung. Der französische Jesuit gibt immer wieder Zitate aus den Werken von Mystikern und Kirchenlehrern, um seine Thesen von den Stufen des Gebets zu beweisen. Wie anders als die nachkonziliare Einstellung der Ecke Rosenduft-Maria-Privatoffenbarung-Fromm. Die meisten Menschen, die sich selbst heutzutage als fromm betrachten, verfahren nach dem folgenden Schema:

  1. Ich bin fromm und ein guter Katholik.
  2. Meine spirituellen Erlebnisse machen mich glücklich.
  3. Also sind sie katholisch, weil es mir danach gut geht.

Die erste Annahme darf zwar infrage gestellt werden, aber die zweite jedoch nicht, weil man nicht davon ausgeht, dass das, was vielleicht zeitweise glücklich macht vom Bösen kommen kann und langfristig in die Irre leitet. Daher ist es so wichtig die eigenen spirituellen Erfahrungen, falls überhaupt vorhanden, an einem objektiven Maß abzugleichen. So stellt Pater Poulain SJ ein objektives abstraktes Maß, in das er die Zeugnisse und erlebt diese verschiedener Mystiker einflechtet. Die Reihenfolge darf keine umgekehrte sein, denn die Tatsache, dass ein Mystiker oder ein frommer Mensch etwas beschrieben hat, bedeutet noch lange nicht, dass das, was er erlebt hat auf der objektiven Skala der katholischen Spiritualität richtig ist. Es gibt leider die falschen Mystik und die kann sich zu verstellen.

Diese vielleicht recht abstrakten Überlegungen kommen dann zur Geltung, wenn man sich an die Unterscheidung solcher Phänomene wie:

  • Medjugorje
  • Faustina Kowalska
  • Anna Katharina Emmerich und ihre Visionen

macht. DSDZ glaubt oder ist er überzeugt, dass sie alle nicht von Gott kommen, weil die Verfassung ihrer Autoren nicht der objektiven Skala der katholischen Mystik entspricht. Lesen wir also das Kleingedruckte und lernen daraus, denn wir können es früher brauchen als wir denken. 

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