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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden (52) „Besitz Gottes“ oder Sprache der Mystik

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Obwohl man Gott, wie im letzten Beitrag dieser Reihe dargestellt, auch sinnlich genießen kann, sind doch die Aussagen der meisten Mystiker analog zu deuten. Was bedeutet das? Das sie an die Grenzen der Sprache stoßen und Dichtern werden, um die spirituellen Wahrnehmungen irgendwie in Worten fassen zu können. Durch das Fernsehen und die Allgemeinbildung ist es für uns schwer nachvollziehbar, dass bestimmte Menschen bestimmte Erfahrungen nicht machen können. Aber noch vor dem Fernsehzeitalter konnten sich viele Wüstenbewohner kein Schnee und Schneebewohner keine Wüste vorstellen. Das Fernsehen bietet wenigstens Bilder, auch ohne die eigentlichen Erfahrungen. Ein Europäer kann sich in bestimmte Temperaturen und Wetterlagen durchaus hineindenken, weil bei uns ja alles vorkommt. Es ist nicht völlig unbekannt. Und so ist es auch mit mystischen Erlebnissen. Für Menschen mit minimalen Gebetsleben und Gnadenstand sind bestimmte Erfahrungen irgendwie nachvollziehbar, weil die eigenen ausbaufähig sind. Deswegen versteht man schon, was die Mystiker meinen „ein Sehen“ aber doch kein richtiges Sehen etc.

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