Tradition und Glauben

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Zweiter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des zweiten Sonntags nach Pfingsten Lk 14, 16 – 24 Jesus erzählte folgendes Gleichnis: „Ein Mann veranstaltete ein großes Gastmahl und lud viele dazu ein. Als die Stunde des Mahles gekommen war, sandte er seinen Knecht aus, um den Geladenen zu sagen: Kommt! Alles ist schon bereit. Da fingen alle einmütig an sich zu entschuldigen. Der erste sagte zu ihm: Ich habe ein Landgut gekauft und muß hingehen, es zu besichtigen. Ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. Ein anderer sagte: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, sie zu erproben. Ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. Ein dritter sagte: Ich habe mir eine Frau genommen und kann deshalb nicht kommen. Der Knecht kam zurück und berichtete dies seinem Herrn. Da ward der Hausherr zornig und befahl seinem Knechte: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und hole die Bettler und Krüppel, die Blinden und Lahmen herein! Der Knecht meldete: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast. Aber es ist noch Platz da. Da sprach der Herr zum Knecht: Geh hinaus an die Landwege und an die Gartenzäune und dränge alle hereinzukommen, dammit mein Haus voll wird. Ich sage euch aber, von jenen Männern, die geladen waren, soll keiner mein Mahl verkosten.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor. Zwischen den Genüssen des Körpers und denen des Herzens pflegt der Unterschied zu sein, daß die körperlichen Genüsse, wenn man sie nicht hat, eine starke Sehnsucht im Menschen anfachen, daß sie aber, wenn sie gierig aufgenommen werden, den, der sie genießt, alsbald zum Überdruß an ihnen auf Grund der Sättigung bringen. Im Gegensatz dazu erregen die geistigen Genüsse, wenn man sie nicht hat, Abneigung, wenn man sie hat, Sehnsucht; und sie werden von dem, der sie aufnimmt, um so mehr ersehnt, je mehr sie vom Verlangenden aufgenommen werden. Bei jenen macht das Verlangen Freude, das Verkosten Mißbehagen; bei diesen ist das Verlangen gering und das Verkosten steigert das Gefallen daran. In jenen bewirkt das Verlangen Sättigung und die Sättigung Überdruß; in diesen aber schafft das Verlangen Sättigung und die Sättigung Verlangen. Die geistigen Genüsse nämlich vermehren das Verlangen in der Seele, indem sie satt machen; denn je mehr deren lieblicher Geschmack empfunden wird, um so mehr wird erkannt, was mit größerem Verlangen geliebt werden soll; und deshalb können sie, wenn man sie nicht hat, nicht geliebt werden, weil ihr lieblicher Geschmack unbekannt ist. Wer sollte nämlich lieben, was er nicht kennt? Darum mahnt uns der Psalmist mit den Worten: „Verkostet es und seht, wie lieblich der Herr ist“. Als ob er offenkundig sagen sollte: „Seine Lieblichkeit kennt ihr nicht, wenn ihr sie nicht verkostet; aber berührt nur die Speise des Lebens mit dem Gaumen des Geistes, damit ihr deren Süßigkeit ausprobt und sie lieben könnt! Diese Lieblichkeit hat aber verloren der Mensch, als er im Paradies sündigte; er ging von dort hinaus, als er den Mund gegenüber der Speise der ewigen Süßigkeit verschloß. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Herr, verleih, daß wir deinen heiligen Namen allezeit fürchten und lieben, weil Du jenen niemals deinen Schutz versagst, denen Du eine feste Liebe zu Dir eingeflößt hast. Amen. Werbeanzeigen Werbeanzeigen __ATA.cmd.push(function() { __ATA.initSlot('atatags-3-5d11ce6b239b4', { collapseEmpty: 'before', sectionId: '915422841', location: 120, width: 300, height: 250 }); }); __ATA.cmd.push(function() { __ATA.initSlot('atatags-4-5d11ce6b239bb', { collapseEmpty: 'before', sectionId: '915422844', location: 130, width: 300, height: 250 }); });...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Fronleichnam

Evangelium des Heil. Fronleichnansfestes Joh 6, 56 – 59 Jesus sprach: „Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich der Vater gesandt hat und ich durch den Vater lebe, so wird auch der, der mich ißt, durch micht leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, nicht wie das (Manna), das eure Väter gegessen haben, die gestorben sind. Wer dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustin. Da die Menschen beim Essen und Trinken die Absicht haben, daß sie weder Hunger noch Durst leiden, so hat diesen Erfolg im wahren Sinne einzig jene Speise und jener Trank, die diejenigen, von denen er genossen wird, unsterblich und unverweslich macht. Und das ist die Gemeinschaft der Heiligen selbst, in der ein voller und einseitiger Friede und Eintracht herrschen wird. Dabei hat, wie es auch schon vor uns die Gottesmänner beachtet haben, Jesus Christus, unser Herr, seinen Leib und sein Blut unter solchen Dingen angeboten, die aus vielen Bestandteilen in einer Einheit zusammengebracht werden; denn das eine wird aus vielen Körnern zu einer Einheit hergestellt, das andere fließt aus vielen Beeren zu einer Einheit zusammen. Alsdann erklärt er, wie das geschehen soll, wovon er spricht, und was das heißt, seinen Leib zur Speise und sein Blut zum Trank zu haben. „Wer meinen Leib zur Speise und mein Blut zum Tranke hat, der bleibt in mir, und in dem bleibe ich.“ Das heißt also: jenes Brot zur Speise und jenes Blut zum Tranke zu haben, in Christus bleiben und ihn als Bleibenden in sich haben. Und infolgedessen hat derjenige, der nicht in Christus bleibt und in dem nicht Christus bleibt, zweifellos keine geistigen Genuß seines Leibes und keinen geistigen Trank seines Blutes, auch wenn er leiblich und sichtbar mit den Zähnen die heilige Hülle des Leibes und Blutes Jesu Christi drückt; vielmehr nimmt er das Essen und Trinken eines so großen Heiligtums vor zur Verurteilung seiner selbst, weil er als Unreiner es wagt, zu den Sakramenten Christi hinzuzutreten, die keiner würdig empfängt, der nicht so rein ist, daß von ihm gesagt werden kann: „Selig sind, die ein reines Herz haben; denn sie werden sich an Gott laben.“ V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott! der Du unter dem wunderbaren Geheimnisse das Gedächtniß deines Leidens hinterlassen hast; wir bitten Dich, verleihe, daß wir die hochheiligen Geheimnisse deines Leibes und Blutes also verehren, daß wir die Frucht deiner Erlösung in uns jederzeit erfahren mögen! Amen....

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Der Wille Gottes Teil 3

II. Man muss mit dem Willen Gottes übereinstimmen, sowohl im Guten als auch im Schlechten Beispiele der Heiligen   Und um dies zu erreichen, müssen wir die Hilfe unserer heiligen Patrone, unserer Schutzengel und vor allem die Hilfe der Gottesmutter anflehen; denn sie war die vollkommenste unter allen Heiligen und zwar aus dem Grunde, weil sie immer und mit einer unvergleichlichen Vollkommenheit den Willen Gottes umfaßt hat. Die Schwierigkeit liegt darin, daß man in allen Schwierigkeiten den Willen Gottes gut annimmt, ob diese Ereignisse unseren natürlichen Wünschen entsprechen oder ob sie ihnen entgegengesetzt sind. In den glücklichen Ereignissen können es selbst Sünder fertigbringen, keinen anderen Willen zu haben als den Willen Gottes. Die Heiligen aber bringen dies fertig (keinen anderen Willen zu haben als den Willen Gottes) gleichermaßen auch in jenen Dingen, die sich uns widersetzen und unserer Eigenliebe mißfallen. Und gerade darin kann man die Vollkommenheit unserer Liebe zu Gott erkennen. Gemäß einem Wort des sel. Johannes von Avila „hat ein einziges ,Gott sei gepriesen‘, in Widerwärtigkeiten ausgesprochen, mehr Wert als tausend Danksagungen in den Stunden, wo uns alles gelingt.“ Übrigens müssen wir unseren Willen mit dem göttlichen Willen nicht nur in den Widerwärtigkeiten vereinen, die uns direkt von Gott her kommen, wie z.B. Krankheiten, geistliche Trostlosigkeit, Armut, Trauerfälle und andere ähnliche Dinge; sondern auch in den Übeln, die uns von den Menschen her zukommen wie z. B. Verachtung, Verleumdung, Ungerechtigkeiten, Diebstahl und schlechtes Vorgehen aller Art. Hierbei muß man verstehen, daß Gott nicht die Sünde dessen will, der unserem Ruf schadet, unserer Ehre, unseren Gütern; Gott will aber unsere Verdemütigung, unsere Armut, unsere Abtötung. Es ist gewiß, daß alles, was in der Welt geschieht, nur geschieht durch den Willen Gottes (= der Zulassung Gottes). „Ich bin der Herr, Ich forme das Licht und Ich schaffe die Finsternis; Ich bringe den Frieden und schaffe die Übel“ (Is 45, 6 7). Von Gott kommt alles Gute und kommen alle Übel; die Übel, d. h. die Dinge, die uns widerwärtig sind, und die wir Übel nennen — aber zu Unrecht — denn in Wirklichkeit sind es für uns Güter, wenn wir sie aus der Hand Gottes annehmen. „Gibt es ein Übel in der Stadt, ohne daß der Herr es hervorgebracht?“ fragt der Prophet Amos. Und der Weise hat es schon vor ihm gesagt: „Die Güter und die Übel, das Leben und der Tod kommen von Gott“ (Weish 11, 14). Es ist wahr, wie ich es schon gesagt habe, daß, wenn ein Mensch uns ungerecht angreift, Gott nicht die Sünde will, die dieser begeht, und daß Gott Seine Mithilfe nicht zur Bosheit Seines Willens leiht. Aber Gott wirkt mit durch Seine allgemeine Mitwirkung an der materiellen Handlung dessen, der euch schlägt, euch bestiehlt, euch Unrecht tut; und dabei ist dies gewiß so, daß Er will, daß ihr Unrecht erleidet und daß Seine Hand es euch schickt. So erklärte der Herr David, daß Er (materiell) der Urheber der Beleidigungen war, mit denen Absalom ihn beleidigen wollte — dieser ging sogar so weit, sein Haus unter seinen Augen zu entehren — und dies zur Strafe für die Sünden Davids. Ebenso kündigte Gott den Israeliten an, daß Er ihnen, zur Strafe ihrer Bosheiten, die Assyrer schicken würde, um sie auszuplündern und sie zu ruinieren: „Assur ist die Zuchtrute Meines Zornes.“ „Die Grausamkeit der Assyrer war“, gemäß der Erklärung, die Augustinus gab, „die Racheaxt in den Händen des Herrn, das Instrument, dessen Er sich bediente, um Israel zu züchtigen.“ Christus selber sagte zum hl. Petrus, daß Sein Leiden und Sein Tod weniger das Werk der bösen Menschen waren als das des Vaters: „Soll Ich den Kelch nicht trinken, den Mir der Vater gegeben hat?“ Als ein Bote kam — man sagt, es sei der Teufel selber gewesen —, um Job anzukündigen, daß die Sabbäer ihm alle Herden weggenommen hatten, und daß seine Söhne umgekommen waren, was antwortete da der heilige Mann? Er sagte: „Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen.“ Er sagt nicht: Der Herr hat mir Söhne und Güter gegeben, die Sabbäer haben mich ruiniert, und ein unvorhergesehener Unfall hat mich meiner Kinder beraubt, sondern er sagte: „Der Herr, der mir alles gegeben hat, hat mir alles genommen“, weil er verstand, daß sein Unglück vom Herrn gewollt war. So fügt er denn auch hinzu: „Wie es dem Herrn gefallen hat, so ist es gekommen; der Name des Herrn sei gebenedeit“ (Job 1, 21). Man darf also die Übel, die uns bedrücken, nicht für einfache Wirkungen des Zufalls halten, noch für einfache Wirkungen des schlechten Willens der Menschen. Zögern wir nicht, darin Seinen göttlichen Willen zu erkennen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Allerheiligste Dreifaltigkeit

Evangelium des Festes der Hl. Dreifaltigkeit (zugleich 1. Sonntags nach Pfingsten) Mt 28, 18 – 20 Jesus trat auf seine Jünger zu und sprach zu ihnen: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und lehret alle Völker: Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe. Seht, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Gregor von Nazianz. Wer von den Katholiken ist in Unkenntnis, daß der Vater in Wahrheit Vater, der Sohn in Wahrheit Sohn und der Heilige Geist in Wahrheit Heiliger Geist ist, wie der Herr selbst zu seinen Aposteln sagt: „Geht hin und taufet alle Völker im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes?“ Das ist die vollkommene Dreifaltigkeit, die in der Einheit besteht, die wir als eine Wesenheit bekennen. Denn wir nehmen nicht entsprechend dem Verhältnis bei den Körpern eine Teilung in Gott vor, sondern wir glauben, daß gemäß der Macht der göttlichen Natur, die keinen Stoff an sich hat, auch die verschiedene Namen tragenden Personen ein Dasein haben und bezeugen, daß in der göttlichen Wesenheit eine Einheit ist. Auch sagen wir nicht vom Sohne, daß es in ihm eine Ausdehnung eines Teiles von einem Teile gibt, wie einige gemeint haben; auch halten wir ihn nicht für ein Wort ohne Wirklichkeit, wie den Schall von etwas Gesprochenem, sondern wir glauben, daß die drei Namensträger und die drei Personen eine Wesenheit, eine Majestät, eine Macht sind. Und deshalb bekennen wir einen Gott, weil die Einheit der Majestät uns hindert, mit einem Vielheitsworte von Göttern zu reden. Außerdem nennen wir im katholischen Sinne den Vater und den Sohn; von zwei Göttern aber können und dürfen wir nicht reden. Nicht etwa, als ob der Sohn Gottes nicht Gott wäre, da er doch wahrer Gott vom wahren Gott ist; sondern weil wir wissen, daß der Gottessohn nicht von anderswo, als von dem einen Vater selbst stammt, deshalb reden wir von einem Gott. Das haben nämlich die Propheten, das haben die Apostel überliefert; das hat der Herr selbst gelehrt, wenn er sagt: Ich und der Vater sind eins. Das „eins“ bezieht er, wie ich gesagt habe, auf die Einheit des göttlichen Wesens, durch das „wir sind“ weist er auf die Personen hin. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Allmächtiger, ewiger Gott! Der Du uns, deinen Dienern, die Gnade verliehen hast, die Herrlichkeit der heiligen Dreieinigkeit im Bekenntniße des wahren Glaubens zu erkennen und in der Macht der Herrlichkeit die Einigkeit anzubeten: wir bitten Dich, daß wir Kraft dieses Glaubens von allen Widerwärtigkeiten allzeit geschützt werden, durch Christus unsern Herrn. Amen. Kirchengebet (für den 1ten Sonntag nach Pfingsten.) Gott, du Stärke derer, die auf Dich hoffen, sey gnädig unsern Bitten! und weil ohne Dich die sterbliche Schwäche nichts vermag, sende die Hilfe deiner Gnade, daß wir in Ausübung deiner Gebote Dir durch Gesinnung und Handlung gefallen! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Pfingstmontag

Evangelium des Pfingsmontags Joh 3, 16 – 21 „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht glaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das aber ist das Gericht: Das Licht ist in die Welt gekommen, doch die Menschen hatten die Finsternis lieber als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Lichte, damit seine Werke nicht zutage treten. Wer aber nach der Wahrheit handelt, kommt zum Lichte, damit offenbar wird, daß seine Werke in Gott getan sind.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus. Soweit es auf den Arzt ankommt, ist er gekommen, um den Kranken zu heilen. Selbst tötet sich derjenige, der die Vorschriften des Arztes nicht befolgen will. Der Heiland kam in die Welt. Wozu anders ist er Heiland der Welt genannt worden als dazu, daß er die Welt zum Heile führe, nicht daß er die Welt verurteile? Willst du nicht von ihm zum Heil geführt werden, so wirst du durch dich selbst verurteilt werden. Doch, was sage ich: du wirst verurteilt werden? Gib acht, was er sagt: „Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt“. „Wer aber nicht glaubt“ – was erwartest du anders als daß er sagt: „Er wird verurteilt“. Wenn er nun hinzufügend sagt“ „Er ist schon verurteilt“, so ist das Urteil noch nicht offenkundig geworden, aber das Urteil ist schon geschehen. Der Herr kennt diejenigen, die zu ihm gehören; ihm ist es bekannt, wer zum Empfang der Krone bleibt und wer zum Brennen in den Flammen bleibt. Er kennt auf seiner Tenne den Weizen, er kennt auch die Spreu; Er kennt, was er gesät hat; er kennt auch das Unkraut. „Schon ist verurteilt derjenige, der den Glauben verweigert.“ Weshalb verurteilt? „Weil er den Glauben verweigert der Majestät des eingeborenen Gottessohnes. Das aber ist der Urteilsgrund, daß, wo derjeinge, der das Licht ist, in die Welt gekommen ist, die Menschen mehr die Finsternis geliebt haben, als das Licht; ihre Taten waren nämlich böse.“ Wie also haben einige Echtgutes getan und sind zum Licht gekommen? Und auch dieses steht im folgenden: „Wer Echtgutes tut, der kommt zum Licht“. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Erhöre, barmherziger Gott! mein Flehen und das Bitten der gesammten Christenheit, laß das Licht deiner Gnade über uns noch mehr, und über jene Völker, die noch in dir Dunkelheit leben, ganz neu leuchten! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Pfingstsonntag

Evangeliumstext des Pfingstsonntags Joh 14, 23 – 31 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Wer mich liebt, bewahrt mein Wort; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Wer mich nicht liebt, bewahrt meine Worte nicht. Und doch stammt das Wort, das ihr vernehmt, nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Dies habe ich euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird auch alles lehren und euch an alles erinnern,was ich euch gesagt habe. Den Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz bange nicht und zage nicht! Ihr habt ja gehört, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Wen ich mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Nun habe ich es euch gesagt, ehe es eintritt, damit ihr glaubt, wenn es eintritt. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt. Über mich vermag er nichts; aber die Welt soll erkennen, daß ich den Vater liebe und so handle, wie der Vater mir aufgetragen hat. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor. Wir möchten, Geliebteste, die Worte des verlesenen Evangeliums in Kürze durchnehmen, um nachher länger bei der Betrachtung einer solchen Festlichkeit verweilen zu können. Heute ist nämlich der Heilige Geist unter einem plötzlichen Geräusch auf die Jünger gekommen und hat die Gemüter der fleischlich veranlagten umgewandelt, daß sie von seiner Liebe erfüllt wurden und durch die äußerlich sichtbaren Zungen wurden die Herzen glühend gemacht; denn während sie bei der Erscheinung des Feuers ein göttliches Wesen in sich aufnahmen, sind sie in lieblicher Weise in der Liebe aufgelodert. Denn der Heilige Geist ist selbst die Liebe; daher sagt ja auch der heilige Johannes: „Gott ist die Liebe“. Wer also mit ganzer Seele nach Gott verlangt, der hat schon den, den er liebt. Denn es könnte niemand die Liebe zu Gott haben, wenn er nicht denjenigen hätte, den der liebt. Und darum antwortet ein jeder von euch, wenn man ihn fragt, ob er Gott liebe, mit voller Zuversicht und ohne Bedenken: Ja, ich liebe ihn. Am Anfang der Lesung selbst aber habt ihr gehört, was derjenige sagt, der die Wahrheit ist: „Wer mich liebt, wird beachten, was ich sage“. Der Prüfstein der Liebe ist also das Vorzeigen der Tat. Daher sagt in seinem Briefe derselbe heilige Johannes: „Wer da sagt: ich liebe Gott, und dessen Gebot nicht beachtet, der ist ein Lügner. Nun lieben wir Gott in Wirklichkeit und wir beachten seine Gebote, wenn wir uns die rein sinnlichen Vergnügungen versagen. Denn wer sich noch im Verlangen nach verbotenen Dingen verliert, der liebt Gott gewiß nicht; denn der widerspricht ihm ja in seinem Willen. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengesang von dem Heil. Geiste Komm‘ zu uns, o heiliger Geist, sende uns vom Himmel her deines Lichtes heil’gen Strahl! Komm‘, der Armen Vater Du, komm‘, der Himmelsgaben Quell, komm‘, der Menschen-Herzen Licht! Bester Tröster, komm‘ zu uns, Du der Seelen süßer Gast, und Erquickung unserm Geist! Ruhe bei des Lebens Müh’n, Labsal in dem heißen Kampf, wenn wir weinen, unser Trost! Wonnevolles sel’ges Licht, ganz sey deiner Gläub’gen Herz, ganz von deinem Strahl erfüllt! Nichts ist in des Menschen Brust, nichts von Güte und von Werth, wenn er deiner Gnade entbehrt. Rein’ge Du, was unrein ist, und das Dürre feuchte an, und das Wunde heile Du! Beuge, was noch widerstrebt, das Erkaltete entflamm‘, das Verirrte bring zurück! Schenke deiner frommen Schaar, die auf Dich vertraut und hofft, deine siebenfält’ge Gab‘! Gib zum frommen Leben Kraft, in der Todesstunde Trost, dort das Heil, das nie vergeht!...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Sonntag nach Christi Himmelfahrt

Evangelium des Sonntags nach Christi Himmelfahrt Joh 15, 26 -27;16, 1 – 4 Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird er Zeugnis von mir geben. Und auch ihr sollt Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir seid. Dies habe ich euch gesagt, damit ihr nicht Anstoß nehmt. Man wird euch aus den Synagogen stoßen; ja es kommt die Stunde, da jeder, der euch tötet, Gott einen Dienst zu erweisen glaubt. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Ich habe euch das gesagt, damit ihr, wenn jene Stunde kommt, daran denket, daß ich es euch vorhergesagt habe. Anfangs habe ich euch nichts davon gesagt, weil ich bei euch war. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustin Der Herr Jesus hat in der Ansprache, die er seinen Jüngern nach dem Abendmahl, unmittelbar vor seinem leidensvollen Tode, als er sich anschickte, wegzugehen, und sie bezüglich der leiblichen Gegenwart zu verlassen, aber mit allen Seinigen bis zum Ende der Welt in geistiger Gegenwart zusammen zu sein, gehalten hat, sie ermahnt, die Verfolgungen seitens der Glaubensfeinde zu ertragen, die er mit dem Worte „Welt“ benannte; und doch sagte er, daß er „aus dieser Welt seine Jünger auserwählt“ habe, damit sie wüßten, daß sie auf Grund der Gnade Gottes das seien, was sie sind, auf Grund eigener Fehler aber das gewesen seien, was sie waren. Alsdann bezeichnete er als Verfolger, und zwar als seine und auch als Verfolger der Seinigen ganz deutlich die Juden, damit es ganz klar würde, daß auch diejenigen in dem Ausdruck „verdammungswürdige Welt“ eingeschlossen seien, die die Christen verfolgen. Und als er von ihnen erklärte, daß sie den nicht kennen, von dem er gesandt war, und dennoch den Vater und den Sohn hassen, d.h. denjenigen, der gesandt war und denjenigen, von dem er gesandt war – von alledem habe ich schon in anderen Vorträgen gesprochen – kam er zu der Stelle, in der er sagte: „Damit der Satz erfüllt werde, der in ihrem Offenbarungsbuch also ausgedrückt ist: Sie hassen mich ohne Grund.“ V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Allmächtiger, ewiger Gott! verleih‘, daß wir alle Zeit einen geneigten Willen haben, deine Gebote zu vollziehen, und deiner Majestät mit aufrichtigem Herzen zu dienen. Amen....

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Heute, am 31. Mai, beten wir die Bußpsalmen für die Lösung des Bergoglio-Problems und für das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten! Praktische Anweisung Man bete wie folgt: Man knie sich hin. Man mache das Kreuzzeichen. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3) Ad 4. Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten. Wenn wirklich nicht knien kann? Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe. Was ist, wenn man kein Latein kann? Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt: C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“) Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“) Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht. X wie ks (capax – „kapaks“) Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“) Ch wie ch (charta – „charta“) Ph wie f (philosophia – „filozofia“) Rh wie r (rhombus – „rombus“) Th wie t (thalamus – „talamus“) I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“) Y wie y (thymiana – „tymiana“) V wie w (valde – „walde“) S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“) S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“) Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit. Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch. Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an! [1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/ [2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/ [3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html Ant.: Ne reminiscaris, Dómine, delícta nostra vel paréntum nostrórum, neque vindíctam sumas de peccátis nostris. Ant.: Herr, denke nicht an unsre und unsrer Eltern Sünden, und straf uns nicht für unsre Missetaten. Psalmus 6 Psalm 6 Dómine, ne in furore tuo árguas me, * neque in ira tua corípias me. Herr, straf mich nicht in Deinem Grimme, * Und züchtige mich nicht in Deinem Zorn! Miserére mei, Dómine, quóniam infírmus sum: * sana me, Dómine, quóniam conturbáta sunt ossa mea. Erbarm Dich meiner, Herr, den ich bin krank; * Mach mich gesund, o Herr, den morsch ist mein Gebein. Et ánima mea turbáta est valde: * sed tu, Dómine, úsquequo? Gar sehr bestürzt ist meine Seele. * Du aber, Herr, wie lange säumst du noch? Convértere, Dómine, et éripe ánimam meam: * salvum me fac propter misericórdiam tuam. Herr, wende Dich zu mir, errette mich, *Hilf mir in Deiner Güte! Quóniam non est in morte qui memor sit tui: * in inférno autem quis confitébitur tibi? Im Tode denkt ja keiner mehr an Dich, * Und in der Unterwelt, wer möchte dort Dich preisen? Laborávi in gémitu meo, lavábo per síngulas noctes lectum meum: * lácrimis meis stratum meum rigábo. Wie matt bin ich von meinem Seufzen, + mit Weinen netz ich jede Nacht mein Bett, * Mit Tränen bad ich meine Lagerstätte. Turbátus est a furóre óculus meus: * inveterávi inter omnes inimícos meos. Mein Auge ist vor Kummer trüb geworden, * Ich bin gealtert unter lauter Feinden. Discédite a me, omnes, qui operámini iniquitátem: * quoniam exaudívit Dóminus vocem fletus mei. Hinweg von mir, ihr Übeltäter alle, * Mein lautes Weinen hat der Herr erhört!...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Christi Himmelfahrt

Evangelium am Feste Himmelfahrt Christi Mk 16, 14 – 20 Zuletzt erschien der den Elf, wie sie bei Tische waren. Er verwies ihnen ihren Unglauben und ihre Herzenshärte, dass sie denen nicht geglaubt hatten, die ihn, den Auferstandenen, gesehen hatten. Dann sprach er zu ihnen: „Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium allen Geschöpfen. Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Die Gläubigen sollen folgende Wunder begleiten: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Sprachen reden, Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.“ Nachdem der Herr [Jesus] so zu ihnen gesprochen hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte ihr Wort durch Wunder, die es begleiteten. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor. Der Grund, weshalb die Jünger bezüglich der Auferstehung des Herrn so langsam zum Glauben kamen, war nicht so sehr ihre Schwäche, als, wenn ich so sagen soll, unsere künftige Stärkung. Denn die Auferstehung selbst wurde ihnen wegen ihres Zweifels durch viele Beweise handgreiflich gemacht; und wenn wir diese beim Lesen anerkennen, was ist das anders, als daß wir durch ihren Zweifel fester werden? Weniger hat mir nämlich Maria Magdalena geboten, die schneller geglaubt hat, als Thomas, der lange zweifelte. Er nämlich kam durch den Zweifel zum Berühren der Wundennarben und hat aus unserem Herzen die Wunde des Zweifels entfernt. Um euch die Wirklichkeit der Auferstehung des Herrn glaubhaft zu machen, müssen wir auf das achten, was Lukas berichtet mit den Worten: „Beim Mahle gab er ihnen den Auftrag, sie sollten von Jerusalem nicht weggehen“. Und nach wenigen Worten: „Unter ihren Augen erhob er sich und eine Wolke nahm ihn auf, so daß er ihren Blicken entschwand.“ Achtet auf die Worte, merkt euch deren tiefen Sinn. Beim Mahle erhob er sich. Er aß, und dann stieg er auf; auf daß augenscheinlich durch den Akt des Essens die Wirklichkeit des Leibes deutlich gezeigt würde. Markus aber erwähnt, daß der Herr, bevor er in den Himmel stieg, die Jünger wegen der Unzugänglichkeit der Herzen und ihres ungläubigen Sinnes getadelt habe. Und was haben wir anders darin zu beachten, als daß der Herr zu dem Zweck damals die Jünger tadelte, als er sie leiblich verließ, damit die Worte, die er beim Scheiden sagte, im Herzen der Hörer fester eingeprägt blieben? V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott, von dem alles Gute herkömmt; verleih unsern demüthigen Bitten, daß wir deinen Einsprechungen gemäß recht denken und unter deiner Leitung auch recht handeln! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – 5. Sonntag nach Ostern

Evangelium des fünften Sonntags nach Ostern Joh 16, 23 – 30 „An jenem Tage werdet ihr mich nichts mehr fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bittet, so wird er es euch geben. Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr empfangen, und eure Freude wird vollkommen sein. Dies habe ich in Bildern zu euch geredet. Es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildern zu euch reden, sondern offen euch vom Vater Kunde geben werde. An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch, dass ich dann den Vater nicht mehr für euch bitten brauche. Denn der Vater liebt euch, weil ihr mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“ Da sprachen seine Jünger: „Siehe, jetzt redest du offen und sprichst nicht mehr in Bildern. Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und niemand dich erst zu fragen braucht. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustin. Es sind nur diese Worte des Herrn zu behandeln: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bitten werdet, wird er es euch geben“. Es ist schon in den vorhergehenden Teilen dieser Ansprache des Herrn gesagt worden, um derentwillen, die manches vom Vater im Namen Christi erbitten und es nicht erhalten, daß nichts im Namen des Heilands erbeten wird, was gegen das Wesen der Seligkeit erbeten wird. Denn man darf es nicht so auffassen, daß er den aus Buchstaben und Silben bestehenden Laut, sondern was der Laut bedeutet und was bei diesem Laut richtig und der Wahrheit entsprechend verstanden wird, bezeichnet, wenn er sagt: „In meinem Namen“. Deshalb bittet derjenige, der von Christus das glaubt, was von dem eingeborenen Gottessohn nicht geglaubt werden darf, nicht im Namen desselben, auch wenn er in den Buchstaben und Silben das Wort Christus nicht ausläßt; denn er bittet im Namen dessen, den er sich vorstellt, wenn er bittet. Wer aber das glaubt, was von ihm zu glauben ist, der bittet im Namen desselben; und er bekommt, was er erbittet, wenn er nicht zum Schaden für seine ewige Seligkeit etwas erbittet. Er bekommt es aber dann, wenn er den Empfang notwendig hat. Manches wird nämlich nicht versagt, sondern hinausgeschoben, damit es zur passenden Zeit gegeben wird. So ist sicher das zu verstehen, was er sagt: „Er wird es euch geben,“ damit man einsieht, daß in diesen Worten solche Wohltaten bezeichnet werden, die sich auf die Bittsteller unmittelbar beziehen. Es werden nämlich alle Gottesfreunde im Bitten für sich selbst erhört; aber sie werden nicht erhört im Bitten für alle ihre Freunde oder Feinde oder für andere Beliebige; denn nicht ist ohne weiteres gesagt „Er wird es geben“, sondern „er wird es euch geben.“ V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott, von dem alles Gute herkömmt; verleih unsern demüthigen Bitten, daß wir deinen Einsprechungen gemäß recht denken und unter deiner Leitung auch recht handeln! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Vierter Sonntag nach Ostern

Evangelium des vierten Sonntags nach Ostern Joh 16, 5 – 14 „Nun gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? Sondern weil ich euch das gesagt habe, ist euer Herz vol Traurigkeit. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe. Denn wenn ich nicht hingehe, kommt der Beistand nicht zu euch; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn euch senden. Und wenn er kommt, wird er der Welt zum Bewusstsein bringen, dass es eine Sünde gibt, eine Gerechtigkeit und ein Gericht: eine Sünde, weil sie an mich nicht glaubt; eine Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; ein Gericht, weil der Fürst dieser Welt schon gerichtet ist. Nich vieles hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in alle Wahrheit einführen. Denn er wird nicht aus sich reden, sondern was er hört, wird er reden, und was zukünftig ist, euch verkünden. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem Meinigen nehmen und es euch verkünden. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustin. Da der Herr Jesus seinen Jüngern Verfolgungen vorausgesagt hatte, die sie nach seinem Weggang dulden würden, fügte er etwas an und sagte: Das habe ich euch am Anfang nicht gesagt, weil ich bei euch war; jetzt aber gehe ich zu dem, der mich gesandt hat.“ Hier ist zunächst nachzusehen, ob er ihnen die zukünftigen Leiden nicht schon früher vorausgesagt hat. Doch die anderen drei Evangelisten zeigen deutlich genug, dass er ihnen dies vorausgesagt hat, bevor man zum Abendmahl gekommen war; und nach Beendigung desselben hat er gemäß Johannes die Worte gesprochen, in denen er sagte: „Das habe ich euch von Anfang an nicht gesagt, weil ich bei euch war.“ Könnte man vielleicht die Frage dadurch beantworten, daß auch sie von der nächsten Nähe seines Todes reden, als er dieses sagte? Also nicht von Anfang an, wo er mit ihnen war; denn er hat dies gesagt, als er schon im Weggehen und im Begriff war, zum Vater zu gehen. Und deshalb ist auch gemäß jener Evangelisten richtig, was hier gesagt ist: „Dies habe ich euch von Anfang an nicht gesagt“. Aber was machen wir mit der Glaubwürdigkeit des Evangeliums nach Matthäus, der berichtet, daß ihnen dies vom Herrn nicht erst dann, wo er mit den Jüngern das Paschamahl vornehmen wollte, als der leidensvolle Tod bevorstand, sondern daß es ihnen von Anfang an verkündet worden sei, wo zum erstenmal die Apostel mit Namen aufgezählt werden und wo sie zur Arbeit für Gott ausgesandt wurden? V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott! der Du machest, daß dein Volk nur Eines Sinnes und Herzens wird; laß dasselbe deine Gebote lieben und nach deinen Verheißungen trachten, damit unsere Herzen dort eine bleibende Stätte finden, wo wahre Freude wohnt! Amen....

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Der Wille Gottes Teil 2

So hat uns auch Jesus Christus gelehrt, in unserem Gebet die Gnade zu erflehen, den Willen Gottes auf Erden zu erfüllen, so wie ihn die Heiligen im Himmel erfüllen: „Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden.“ Der Herr nennt David einen Mann nach Seinem Herzen, weil er den göttlichen Willen ausführte: „Ich habe David als einen Mann nach meinem Herzen erfunden, der all meinen Willen vollführen wird.“ David hielt sich gegenüber dem göttlichen Willen zur Verfügung und er beweist es durch manche Aussprüche: „Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit“ (Ps 56, 8; 107, 2). Sein einziges Gebet war dieses: „Herr, lehre mich Deinen Willen tun!“ (Ps 122, 10). Ein Akt der vollkommenen Unterwerfung und der Vereinigung mit dem göttlichen Willen genügt, um einen Heiligen zu machen. Saulus war auf dem Wege, um die Kirche zu verfolgen. Jesus Christus erleuchtet und bekehrt ihn. Was macht Saulus, was sagt er? Nur ein Wort: „Herr, was willst Du, das ich tun soll?“ Und siehe da, der Herr beruft ihn zum auserwählten Gefäß, d. h. zum Werkzeug nach Seiner Wahl und zum Apostel der Heiden: „Dieser Mann ist mir ein Werkzeug, das Ich auserwählt habe, um den Heidenvölkern Meinen Namen zu verkünden.“ Ja, weil dieser Gott seinen Willen gibt, schenkt er Ihm alles. Denn durch Almosen gibt man Ihm seinen Besitz, durch die Geißelung sein Blut, durch Fasten seine Nahrung und damit gibt man Ihm nur einen Teil von dem, was man hat. Aber Ihm seinen Willen geben, das heißt, Ihm alles geben, sich selbst geben. Von da an hat man das Recht zu sagen: „Herr, ich bin arm, aber ich gebe Dir alles, was ich kann: Mein Wille gehört Dir, ich kann Dir nicht mehr geben.“ Das ist genau dieses „Alles“, was Gott von einem jeden von uns verlangt: „Kind, gib Mir dein Herz“ (Spr 23, 26), d. h. gib Mir deinen Willen. Zu Recht sagt Augustinus: „Nein, nein, wir können kein angenehmeres Opfer bringen, das Seinem Herzen teurer wäre, als wenn wir zu Ihm sagen: ,Besitze uns, Herr. Wir überlassen Dir unseren Willen; lasse uns wissen, was Du von uns erwartest und wir werden es ausführen.’“ Wenn wir also das Herz Gottes vollkommen zufriedenstellen wollen, so müssen wir dahin kommen, uns in allem dem Willen Gottes gleichförmig zu machen. Oder noch besser gesagt: Wir müssen unseren Willen mit allem vereinen, was Gott verfügt. Die Gleichförmigkeit schließt in sich den Gedanken, daß wir unseren Willen in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes bringen. Aber diese Vereinigung des Willens geht noch weiter: Sie bedeutet, daß wir aus dem Willen Gottes und unserem Willen nur noch einen einzigen Willen machen, derart und so gut, daß wir nichts wollen, wenn Gott es nicht will, und so der Wille Gottes allein zu unserem Willen wird. Das ist der Gipfel der Vollkommenheit. Das ist das Ziel, zu dem alle unsere Wünsche, unsere Werke, unsere Betrachtungen, unsere Gebete hinstreben müssen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – 3. Sonntag nach Ostern

Evangelium des dritten Sonntags nach Ostern Joh 16, 16 – 22 „Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr; und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder [, denn ich gehe zum Vater].“ Da sagten einige seiner Jünger zueinander: „Was will er uns damit sagen: Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr; und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder? Und: Ich gehe zum Vater?“ Sie sagten also: „Was meint er mit den Worten: Noch eine kleine Weile? Wir verstehen nicht, was er sagt.“ Jesus erkannte, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: „Darüber fragt ihr einander, dass ich gesagt habe: Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr, und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Trauer wird sich in Freude verwandeln. Wenn eine Frau gebiert, hat sie Trauer, weil ihre Stunde gekommen ist; hat sie aber das Kind geboren, so gedenkt sie nicht mehr der Not, aus Freude darüber, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. So habt auch ihr jetzt Trauer; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude wird niemand von euch nehmen. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus. Eine kleine Weile ist die ganze Dauer, in der die gegenwärtige Zeit verläuft. Deshalb sagt derselbe Evangelist in seinem Briefe: „Es ist die letzte Stunde da“. Deshalb hat er nämlich hinzugefügt: „Denn ich gehe zum Vater,“ was auf den ersteren Satz zu beziehen ist, wo er sagt: „Noch eine kleine Weile, und ihr werdet mich nicht mehr sehen.“ Durch den Gang zum Vater nämlich wollte er bewirken, daß sie ihn nicht mehr sehen. Und darum ist dies nicht deshalb gesagt, weil er sterben wollte und weil er bis zur Auferstehung aus ihren Anblick verschwinden sollte, sondern weil er zum Vater gehen wollte, was er getan hat, nachdem er auferstanden war und als er nach einem vierzigtägigen Verkehr unter ihnen in den Himmel aufstieg. Denjenigen also sagte er: „Noch eine kleine Weile, und ihr werdet mich nicht mehr sehen,“ die ihn damals leiblich sahen, weil er zum Vater gehen wollte und weil sie ihn von da ab als Sterblichen nicht mehr sehen sollten, wie sie ihn sahen, als er dies sagte. Wenn er aber hinzufügte: „Und wieder eine kleine Weile, und ihr werdet mich wieder sehen,“ so gab er ein Versprechen der ganzen Kirche, wie er auch der ganzen Kirche versprach: „Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt“. Es läßt der Herr sein Versprechen nicht unerfüllt. Nur eine kleine Weile, und wir werden ihn sehen; dort, wo wir nichts mehr zu erbitten, nichts mehr zu erfragen haben, weil nichts bleibt, was zu ersehnen wäre, nichts verborgen sein wird, was zu suchen wäre. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Gott! der Du denjenigen, die von dem Wege der Tugend abgewichen sind, das Licht deiner Wahrheit hast leuchten lassen; verleih allen denen, die sich zum Christentum bekennen, die Gnade, daß sie das, was deinem heiligen Namen entgegen ist, verabscheuen, und nach dem streben, was ein so heiliges Bekenntniß von ihnen fordert. Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Zweiter Sonntag nach Ostern

Evangelium des zweiten Sonntags nach Ostern Joh 10, 11 – 16 Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht, und der Wolf fällt die Schafe an und versprengt sie. Der Mietling flieht, weil er eben ein Mietling ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne. Ich gebe mein Leben für meine Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Schafstall sind. Auch sie muss ich herbeiführen; sie werden auf meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirt sein. Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papst Gregor: Ihr habt, geliebteste Brüder, gehört aus der Lesung des Evangeliums, was ihr zu lernen habt; ihr habt auch gehört, in welch gefahrvoller Lage wir sind. Derjenige nämlich, der nicht infolge einer zufälligen Zugabe, sondern auf Grund seines Wesens gut ist, sagt: „Ich bin der gute Hirt“. Und er fügt die Art der Güte, die wir nachzuahmen haben, hinzu indem er sagt: „Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe hin“. Er hat das getan, wozu er auffordert; er hat (durch die Tat) gezeigt, was er geboten hat. Der gute Hirt hat für seine Schafe sein Leben hingegeben, um zu unserem Heiligungsmittel seinen Leib und sein Blut zu bestimmen und die Schafe, die er zurückerkauft hatte, mit seinem Fleische zu speisen. Uns ist bezüglich der Betrachtung des Todes der Weg gezeigt worden, auf dem wir zu folgen haben; es ist die Form beigefügt worden, der wir uns anpassen sollen. Als erstes gilt für uns, daß wir unsere äußeren Güter seinen Schafen in Barmherzigkeit mitteilen; als äußerstes aber, daß wir, falls es notwendig ist, uns auch m Tod für dieselben Schafe zur Verfügung stellen; von diesem ersten ganz Geringen gelangt man aber zu dem größeren Letzten. Da aber die Seele, auf Grund deren wir leben, in uns vergleichlicher Weise wertvoller ist als das Vermögen, das wir besitzen, wann wird derjenige, der sein Vermögen nicht für die Schafe gibt, seine Seele für sie hingeben? V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott, der Du durch die Erniedrigung deines Sohnes die gefallenen Menschen wieder aufgerichtet hast; verleih deinen Gläubigen eine immerwährende Fröhlichkeit, damit diejenigen, welche Du dem ewigen Tode entrissen hast, durch deine Gnade die ewigen Freuden genießen. Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Weißer Sonntag

Evangelium des weißen oder ersten Sonntages nach OsternJoh 20, 19 – 31Am Abend jenes ersten Wochentages waren die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen versammelt. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch!“ Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den Herrn sahen. Abermals sprach Jesus zu ihnen: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Nach diesen Worten hauchte er sie an und sprach: „Empfanget den Heiligen Geist. Denen ihr die Sünden nachlasset, denen sind sie nachgelassen; denen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“Einer von den Zwölfen, Thomas, mit dem Beinahmen Didymus, war nicht dabei, als Jesus kam. Die andern Jünger sagten ihm nun: „Wir haben den Herrn gesehen.“ Er aber erwiderte ihnen: „Wenn ich an seinen Händen nicht das Mal der Nägel sehen und meinen Finger nicht in die Stelle der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite legen kann, glaube ich nicht.“Acht Tage darauf waren die Jünger wieder drinnen, und Thomas war bei ihnen. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen und trat in ihre Mitte mit den Worten: „Friede sei mit euch!“ Dann sprach er zu Thomas: „Leg deinen Finger hierher und sieh meine Hände, reich deine Hand her und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Thomas sprach zu ihm: „Mein Herr und mein Gott!“ Jesus erwiderte ihm: „Weil du mich siehst, glaubst du? Selig, die nicht sehen und doch glauben!“Jesus hat noch viele andere Wunder vor den Augen seiner Jünger getan, die nicht in diesem Buche aufgezeichnet sind. Diese aber sind aufgezeichnet, damit ihr glaubt, daß Jesus ist Christus, der Sohn Gottes, und damit ihr im Glauben das Leben habt in seinem Namen. Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor: Als erste Frage aus der gegenwärtigen Lesung des Evangeliums klopft an unseren Geist die: Wie war nach der Auferstehung der Leib des Herrn ein wirklicher, da er doch durch verschlossene Türen zu den Jüngern eintreten konnte? Aber wir müssen beachten, daß das Wirken Gottes, wenn es mit der Vernunft erfaßt wird, nichts Wunderbares an sich hat, und daß der Glaube kein Verdienst hat, wenn ihm das menschliche Denken etwas aus der Erfahrung bietet. Aber diese Taten unseres Heilandes selbst, die aus sich allein nicht begriffen werden können, müssen nach einer anderen Tätigkeit desselben abgewogen werden, auf daß staunenswerten Dingen noch staunenswertere Taten Glaubwürdigkeit verschaffen. Derselbe Leib des Herrn trat nämlich bei verschlossenen Türen zu den Jüngern hinein, der, wie es sich von selbst versteht, vor die Augen der Menschen bei seiner Geburt aus dem verschlossenen Schoß der Jungfrau hervorging. Was soll man also staunen, wenn er bei verschlossenen Türen nach seiner Auferstehung, wo er auf ewig leben wollte, eintrat, da er doch, als er kam, um den Tod zu leiden, aus dem uneröffneten Schoß der Jungfrau heraustrat? Aber weil der Glaube der Zuschauer gegenüber dem Leib, der sichtbar war, Bedenken hegte, zeigte er ihnen sofort die Hände und die Füße; er bot ihnen den Leib zum befühlen an, den er bei verschlossenen Türen hineingeführt hatte. Dabei zeigte er zwei wunderbare und nach menschlichem Urteil sehr widersprechende Dinge, indem er nach seiner Auferstehung seinen Leib als einen unverweslichen und dennoch als einen fühlbaren zeigte. Denn einerseits muß das auflösbar sein was befühlt wird; und andererseits kann das nicht fühlbar sein, was nicht auflösbar ist. Aber auf eine wunderbare und unbegreifliche Weise hat unser Heiland nach der Auferstehung einen Leib gezeigt, der sowohl unauflösbar, als auch fühlbar war, so daß er durch das Vorzeigen des Unauflösbaren zur Belohnung einlud, durch den Hinweis auf die Fühlbarkeit Stärkung für den Glauben bot. Er hat also an sich sowohl die Unauflösbarkeit, wie auch die Fühlbarkeit erwiesen, gewiß um zu zeigen, daß nach der Auferstehung sein Leib sowohl dieselbe Natur, aber auch eine andere Herrlichkeit hatte. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Allmächtiger Gott! wir bitten Dich, verleih, daß wir nach vollendetem Osterfeste das Andenken an dasselbe durch alle unsere Handlungen und unsern ganzen Lebenswandel zeigen! Amen....

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Heute, am 26. April, beten wir die Bußpsalmen für die Lösung des Bergoglio-Problems und das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten! Praktische Anweisung Man bete wie folgt: Man knie sich hin. Man mache das Kreuzzeichen. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3) Ad 4. Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten. Wenn wirklich nicht knien kann? Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe. Was ist, wenn man kein Latein kann? Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt: C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“) Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“) Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht. X wie ks (capax – „kapaks“) Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“) Ch wie ch (charta – „charta“) Ph wie f (philosophia – „filozofia“) Rh wie r (rhombus – „rombus“) Th wie t (thalamus – „talamus“) I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“) Y wie y (thymiana – „tymiana“) V wie w (valde – „walde“) S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“) S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“) Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit. Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch. Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an! [1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/ [2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/ [3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html Ant.: Ne reminiscaris, Dómine, delícta nostra vel paréntum nostrórum, neque vindíctam sumas de peccátis nostris. Ant.: Herr, denke nicht an unsre und unsrer Eltern Sünden, und straf uns nicht für unsre Missetaten. Psalmus 6 Psalm 6 Dómine, ne in furore tuo árguas me, * neque in ira tua corípias me. Herr, straf mich nicht in Deinem Grimme, * Und züchtige mich nicht in Deinem Zorn! Miserére mei, Dómine, quóniam infírmus sum: * sana me, Dómine, quóniam conturbáta sunt ossa mea. Erbarm Dich meiner, Herr, den ich bin krank; * Mach mich gesund, o Herr, den morsch ist mein Gebein. Et ánima mea turbáta est valde: * sed tu, Dómine, úsquequo? Gar sehr bestürzt ist meine Seele. * Du aber, Herr, wie lange säumst du noch? Convértere, Dómine, et éripe ánimam meam: * salvum me fac propter misericórdiam tuam. Herr, wende Dich zu mir, errette mich, *Hilf mir in Deiner Güte! Quóniam non est in morte qui memor sit tui: * in inférno autem quis confitébitur tibi? Im Tode denkt ja keiner mehr an Dich, * Und in der Unterwelt, wer möchte dort Dich preisen? Laborávi in gémitu meo, lavábo per síngulas noctes lectum meum: * lácrimis meis stratum meum rigábo. Wie matt bin ich von meinem Seufzen, + mit Weinen netz ich jede Nacht mein Bett, * Mit Tränen bad ich meine Lagerstätte. Turbátus est a furóre óculus meus: * inveterávi inter omnes inimícos meos. Mein Auge ist vor Kummer trüb geworden, * Ich bin gealtert unter lauter Feinden. Discédite a me, omnes, qui operámini iniquitátem: * quoniam exaudívit Dóminus vocem fletus mei. Hinweg von mir, ihr Übeltäter alle, * Mein lautes Weinen hat der Herr erhört!

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Ostermontag

Evangelium des Heiligen Ostermontags Lk 24, 13 – 35 Noch am selben Tage wanderten zwei von ihnen nach einem Flecken mit Namen Emmaus, sechzig Stadien von Jerusalem entfernt. Sie sprachen miteinander von allem, was sich zugetragen hatte. Während sie so miteinander redeten und sich besprachen, nahte Jesus selbst und ging mit ihnen. Ihre Augen aber waren gehalten, daß sie ihn nicht erkannten. Er sprach zu ihnen: „Was sind das für Reden, die ihr auf dem Wege miteinander führt?“ Da hielten sie traurig inne. Der eine aber, namens Kleopas, antwortete ihm: „Bist du der einzige Fremdling in Jerusalem, der nicht weiß, was dort in diesen Tagen geschehen ist?“ Er fragte sie: „Was denn?“ Sie erwiderten ihm: „Was mit Jesus von Nazareth geschehen ist. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und allem Volke. Unsere Hohenpriester und die Vorsteher aber haben ihn dem Tode überantwortet und gekreuzigt. Wir aber hatten gehofft, er werde Israel erlösen. Und nun ist nach alledem heute schon der dritte Tag, seit dies geschehen ist. Zwar haben uns einige aus unseren Frauen in Schrecken gesetzt. Sie waren frühmorgens am Grabe, fanden aber seinen Leichnam nicht. Sie kamen mit der Kunde, es seien ihnen Engel erschienen, die versichert hätten, daß er lebe. Einige von den Unsrigen gingen dann zum Grabe und fanden bestätigt, was die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.“ Da sprach er zu ihnen:“ O ihr Unverständigen und von langsamer Fassungskraft, um alles zu glauben, was die Propheten verkündet haben! Musste nicht Christus dies leiden und so in seine Herrlichkeit eingehen?“ Und er begann mit Moses und allen Propheten und erklärte ihnen, was in allen Schriften von ihm geschrieben steht. So kamen sie dem Flecken nahe, zu dem sie wanderten. Er tat, als wolle er weitergehen. Sie aber nötigten ihn und sprachen: „Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, der Tag hat sich schon geneigt.“ Da kehrte er mit ihnen ein. Während er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, segnete es, brach es und reichte es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Er aber entschwand ihren Augen. Und sie sprachen zueinander: „Brannte nicht das Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns die Schrift erschloß?“ Noch in derselben Stunde machten sei sich auf, kehrten nach Jerusalem zurück und fanden die Elf mit ihren Gefährten versammelt. Diese sprachen: „Der Herr ist wahrhaft auferstanden und dem Simon erschienen.“ Nun erzählten sie, was sich auf dem Wege zugetragen hatte, und wie sie ihn am Brotbrechen errkannt hätten. Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor. Ihr habt gehört, Brüder, daß der Herr den zwei Jüngern, die auf dem Wege dahingingen, die wohl noch nicht glaubten, aber doch von ihm redeten, sichtbar wurde; aber er zeigte ihnen nicht eine Gestalt, die sie hätten erkennen können. Das also wirkte der Herr äußerlich in den leiblichen Augen, was bei ihnen im Innern vorging, in den geistigen Augen. Denn sie waren im Innern bewegt von Liebe und von Zweifel; der Herr aber wurde ihnen äußerlich gegenwärtig und zeigte nicht, wer er war. Entsprechend dem Umstand, daß sie von ihm sprachen, gewährte er ihnen seine Gegenwart; aber entsprechend dem Umstand, daß sie über ihn Zweifel hegten, verbarg er die Gestalt, an der man ihn erkennen konnte. Er wechselte wohl Worte mit ihnen, tadelte die Härte ihres Geistes, erschloß ihnen die dunklen Stellen der Heiligen Schrift, die von ihm handeln; und dennoch, weil er noch in ihrem Herzen ein Fremder war in bezug auf den Glauben, stellte er sich dar, als ob er weiter gehen wollte. Darstellen1 bedeutet in unserer Sprache dasselbe wie bilden; deshalb nennen wir auch diejenigen, die aus Stoff etwas bilden, Darsteller. Also hat derjenige, der die einfache Wahrheit selbst ist, nichts Zweideutiges getan, sondern hat sich ihnen als das leiblich gezeigt, was er bei ihnen im Geiste galt. Sie sollten aber erprobt werden, ob sie, wo sie ihn noch nicht als Gott liebten, ihn wenigstens als Wanderer lieben könnten. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott, der Du der Welt durch die österliche Feierlichkeit Heilsmittel verliehen hast: wir bitten Dich, begleite dein Volk mit himmlischer Gabe, damit es vollkommene Freiheit und ewiges Leben zu erlangen würdig werden möge! Amen. 1Dieser Satz ist im Deutschen schwer zu geben, weil unsere Sprache das lateinische Bild nicht wiedergeben kann. Im Lateinischen Bedeutet fingere soviel wie „sich stellen oder darstellen“ und zugleich „bilden, herstellen“; und das davon abgeleitete Wort figulus bedeutet „Töpfer“ = Hersteller von Töpfen aus Lehm....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Ostersonntag

Evangelium des Heiligen Ostersonntages Mk 16, 1 – 7 Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome würzige Kräuter, um hinzugehen und ihn zu salben. In der Morgenfühe des ersten Wochentages, als die Sonne eben aufging, kamen sie zum Grabe. Sie sprachen zueinander: „Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?“ Als sie hinblickten, sahen sie, daß der Stein schon weggewälzt war. Er war nämlich sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen zur Rechten einen Jüngling in weißem Gewande sitzen, und sie erschraken. Er aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht hier die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Geht nun hin und meldet seinen Jüngern, zumal dem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.“ Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papst Gregor. Ihr habt gehört, geliebteste Brüder, daß die heiligen Frauen, die dem Herrn gefolgt waren, mit Wohlgerüchen zum Grab kamen und ihm, dem sie, so lange er lebte, in Liebe zugetan gewesen, auch, wo er tot war, in freundschaftlicher Absicht Dienste erweisen. Aber was sie getan, deutet etwas an, was in der heiligen Kirche zu geschehen hat. Wir müssen nämlich das, was sich ereignet hat, in der Weise hören, daß wir auch überlegen, was wir in Nachahmung desselben zu tun haben. Und so kommen wir, die wir an den Toten glauben, dann, wenn wir mit dem Wohlgeruch der Tugenden umduftet, mit dem Rufe des Eifers in guten Werken dem Herrn suchen, ganz gewiß mit duftenden Salben an sein Grab. Solchen Frauen aber, die mit duftenden Salben kamen, sind Engel sichtbar geworden, weil eben jene Seelen die himmlischen Bürger zu schauen bekommen, die mit dem Wohlgeruch der Tugenden in heiliger Sehnsucht an den Herrn herangehen. Wir müssen jedoch darauf achten, was das bedeuten soll, daß der Engel zur Rechten sitzend gesehen wird. Was anders wird denn durch die Linke angedeutet als das gegenwärtige Leben, was anders aber durch die Rechte als das ewige Leben? Daher steht ja im Hohenlied geschrieben: „Seine Linke ist unter meinem Haupt, und seine Rechte hält mich umfangen.“ Weil also unser Erlöser schon durch den diesem Leben anhaftenden sterblichen Zustand hindurchgegangen war, deshalb war es richtig, daß der Engel, der gekommen war, dessen unvergängliches Leben zu melden, zur Rechten saß. Er erschien bekleidet mit einem weißen Gewand, weil er die Freude verkündet, die mit unserer Festlichkeit verbunden ist. Die weiße Farbe seines Kleides verkündet nämlich den Glanz unserer Festesfreude. Sollen wir sagen: unserer oder seiner Festlichkeit? Um es in richtigerer Weise auszudrücken, wollen wir sagen: sowohl seiner als unserer. Jene Auferstehung unseres Erlösers ist nämlich einerseits unsere Festlichkeit, weil sie uns zur Unsterblichkeit zurückgeführt hat; anderseits wurde sie eine Festlichkeit der Engel, weil sie dadurch, daß sie uns zum Himmel zurückgerufen hat, ihre Zahl ausgefüllt hat. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott! der Du durch deinen Sohn uns den Eingang in den Himmel, aufgeschlossen hast; nimm gnädig an unsern Dank für deine Barmherzigkeit und gib, daß wir unsere guten Vorsätze getreu halten, damit wir, gespeiset durch das heiligste Osterlamm, zu einem frommen Leben in Christo auferstehen und einst in die ewige Seligkeit eingehen mögen, durch Christus, unsern Erlöser. Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Karsamstag

Evangelium des Heiligen Karsamstages Mt 28, 1 – 7 Nach Ablauf des Sabbats, beim Morgengrauen des ersten Wochentages, machten sich Maria Magdalena und die andere Maria auf den Weg, um nach dem Grabe zu sehen. Und siehe, da entstand ein starkes Erdbeben. Denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat hinzu, schob den Stein weg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Die Wächter erbebten aus Furcht vor ihm und waren wie tot. Die Frauen aber redete der Engel an: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt, seht hier den Ort, wo der Herr gelegen hat. Und nun geht eilends hin und meldet seinen Jüngern, daß er von den Toten auferstanden ist. Seht, er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Seht, ich habe es euch gesagt.“ Hymnus Christus ist erstanden, befreit von Todesbanden; Deß wollen wir alle froh seyn, Christus will unser Trost seyn. Alleluja! Christus ist erstanden, befreit von Todesbanden; Der als das wahre Osterlamm Die Missethat der Welt hinnahm. Alleluja! Christus ist erstanden, befreit von Todesbanden; Wie Du vom Tod‘ erstanden bist, Laß uns ersteh’n Herr Jesu Christ! Alleluja!...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Karfreitag

Evangelium des Heiligen Freitags Leidensgeschichte nach Johannes (18, 1-40 19, 1-42) + bedeutet Christus, C (Cantor, Chronista) den Erzähler, S (Succentor) die übrigen sprechenden Personen C Das Leiden unsres Herrn Jesus Christus nach Johannes. In jener Zeit begab sich Jesus mit seinen Jüngern über den Bach Cedron. Hier war ein Garten, in den Er mit Seinen Jüngern hineinging. Auch Judas, Sein Verräter, kannte den Ort; denn Jesus war oft mit Seinen Jüngern dorthin gekommen. Judas nahm nun eine Abteilung Soldaten und Diener von den Hohenpriestern und Pharisäern und begab sich dorthin mit Laternen, Fackeln und Waffen. Jesus, der alles wußte, was über Ihn kommen sollte, trat ihnen entgegen und sprach: † «Wen suchet ihr?» C Sie antworteten: S «Jesus von Nazareth.»  C Jesus erwiderte ihnen: † «Ich bin es.» C Judas, der Verräter, stand bei ihnen. Als nun Jesus zu ihnen sprach: «Ich bin es», da wichen sie zurück und fielen zu Boden. Er fragte sie wiederum: † «Wen suchet ihr?» C Sie sagten: S «Jesus von Nazareth.» C Jesus antwortete: † «Ich habe es euch gesagt, Ich bin es; wenn ihr also Mich suchet, dann lasset diese gehen!» C So sollte das Wort erfüllt werden, das Er gesprochen: «Von denen, die Du Mir gegeben hast, habe Ich keinen verloren.» Simon Petrus aber zog das Schwert, das er bei sich hatte, schlug auf den Knecht des Hohenpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Der Name des Knechtes war Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: † «Stecke dein Schwert in die Scheide. Soll Ich den Kelch, den Mir der Vater gegeben hat, nicht trinken?» C Die Wache, der Hauptmann und die Diener der Juden ergriffen nun Jesus und banden Ihn. Sie führten Ihn zunächst zu Annas. Dieser war der Schwiegervater des Kaiphas, der in jenem Jahre Hoherpriester war. Kaiphas aber war es gewesen, der den Juden den Rat gegeben hatte: «Es ist besser, wenn ein Mensch für das Volk stirbt.» Simon Petrus und der andere Jünger (Johannes) folgten Jesus nach. Jener Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt und gelangte so mit Jesus in den Vorhof des Hohenpriesters. Petrus aber stand draußen vor der Türe. Da ging der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus, redete mit der Türhüterin und führte auch den Petrus hinein. Da sprach das Mädchen, das die Türe hütete, zu Petrus: S «Bist nicht auch du einer von den Jüngern dieses Menschen?»  C Er antwortete:  S «Nein.» C Die Knechte und die Diener standen um ein Kohlenfeuer und wärmten sich; denn es war kalt. Auch Petrus trat zu ihnen und wärmte sich. Der Hohepriester fragte nun Jesus über Seine Jünger und Seine Lehre. Jesus antwortete ihm: † «Ich habe öffentlich vor aller Welt geredet. Ich habe immer in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet. Was fragst du Mich also? Frage die, welche Mich gehört haben; sie wissen, was Ich zu ihnen geredet habe.» C Bei diesen Worten gab einer von den Dienern, der dabeistand, Jesus einen Backenstreich und sagte: S «So antwortest Du dem Hohenpriester?» C Jesus erwiderte ihm: † «Habe Ich unrecht geredet, so beweise Mir das Unrecht; habe Ich aber recht geredet, warum schlägst du Mich?» C Annas schickte Ihn nun gebunden zum Hohenpriester Kaiphas. Simon Petrus stand immer noch da und wärmte sich. Da sprachen sie zu ihm: S «Bist nicht auch du einer von Seinen Jüngern?» C Er leugnete es und sprach: S «Ich bin es nicht.» C Nun sagte einer von den Knechten des Hohenpriesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, zu ihm: S «Hab’ ich dich nicht im Garten bei Ihm gesehen?» C Petrus leugnete abermals, und sogleich krähte der Hahn. Sie führten nun Jesus von Kaiphas weg in das Gerichtshaus (in die Residenz des Landpflegers). Es war frühmorgens. Sie selbst gingen nicht ins Gerichtshaus hinein, um nicht unrein zu werden (durch das Betreten der Wohnung eines Heiden) und das Osterlamm noch essen zu können. Pilatus ging daher zu ihnen hinaus und fragte sie: S «Welche Anklage habt ihr wider diesen Menschen?» C Sie antworteten ihm: S «Wäre Dieser kein Missetäter, so hätten wir Ihn dir nicht überliefert.» C Pilatus sprach zu ihnen: S «Nehmt ihr Ihn hin und richtet Ihn nach eurem Gesetz.» C Die Juden erwiderten: S «Uns ist es nicht erlaubt, jemand zu töten.» C So sollte das Wort Jesu erfüllt werden, mit dem Er die Art Seines Todes angedeutet hatte. Pilatus ging wieder ins Gerichtshaus hinein, ließ Jesus vorführen und fragte Ihn: S «Bist Du der König der Juden?» C Jesus antwortete: † «Sagst du das aus dir selbst, oder haben es dir andere von Mir gesagt?” C Pilatus erwiderte: S «Bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben Dich mir überliefert. Was hast Du getan?» C Jesus antwortete: † «Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wenn Mein Reich von dieser Welt wäre, so würden gewiß Meine Diener für Mich streiten, und Ich wäre nicht den Juden ausgeliefert worden. Nun aber ist Mein Reich nicht von hier.” C Da sprach Pilatus zu Ihm: S «Also bist Du doch ein König?” C Jesus antwortete: † «Ja, Ich bin ein König. Dazu bin Ich geboren und in die Welt gekommen, daß Ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Gründonnerstag

Evangelium des grünen Donnerstags der Heiligen Woche Joh 13, 1 – 15 Es war vor dem Osterfeste. Da Jesus wusste, dass für ihn die Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen, und da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, so liebte er sie bis ans Ende. Es war beim Abendmahle. Schon hatte der Teufel dem Judas Iskariot, dem Sohne Simons, den Entschluss ins Herz gelegt, ihn zu verraten. Obwohl Jesus sich bewusst war, dass der Vater ihm alles in die Hände gegeben hatte, dass er von Gott ausgegangen war und wieder zu Gott zurückkehrte, erhob er sich vom Mahle, legte sein Obergewand ab, nahm ein Linnentuch und umgürtete sich damit. Dann goss er Wasser in ein Becken und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Linnentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. So kam er zu Simon Petrus. Dieser sprach zu ihm.: Herr, du willst mir die Füße waschen?“ Jesus antwortete ihm: „Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht, du wirst es aber später verstehen.“ Petrus erwiderte ihm: „In Ewigkeit sollst du mir die Füße nicht waschen!“ Jesus entgegnete ihm: „Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.“ Da sprach Simon Petrus: „Dann, Herr, nicht allein meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt.“ Jesus sprach zu ihm: „Wer gebadet hat, braucht nur mehr die Füße zu waschen, dann ist er ganz rein. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.“ Er kannte seinen Verräter; darum sagte er: „Ihr seid nicht alle rein.“ Nachdem er ihnen die Füße gewaschen, sein Obergewand wieder angelegt und sich niedergesetzt hatte, sprach er zu ihnen: „Versteht ihr, was ich an euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr, und ihr habt recht; denn ich bin es. Wen nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr tut, wie ich an euch getan habe. Gebet Heute, o Herr! hast Du mit deinen Jüngern jenes Abendmahl gehalten, wo Du ihnen und durch sie allen Gläubigen dein Fleisch und Blut gegeben hast. Heute sollen Dich ehren alle Menschen und heilig essen von dieser hochheiligen Speise. O daß wir heute alle unsere unedlen Leidenschaften vertilgen könnten! O daß wir mit reuigem Herzen wohl bedächten dieses große, heilige Werk, und Dich, o höchstes Gut, geziemend ehrten! — Heute verstummet das Geläute der Glocken, damit der Mensch sich in heilsame Trauer versenke. Heute werden die Lichter gelöscht, die Altäre entblößt und ihrer Zierde beraubt zum Zeichen, daß Du, o Herr! das Licht der Welt, die Sonne der Gerechtigkeit, am Kreuze erloschen bist. Wir danken Dir heute für dein heiliges Leiden,und treten mit heiliger Furcht vor den Altar, auf dem dein hochheiliger Fronleichnam unter Brodesgestalt ruhet. Wir beten Dich an, und glauben, daß Du ganz und wahrhaft zugegen seyest in dem heiligen Sakramente des Altares. Wir wollen deinen heiligen Leib genießen, damit wir zum Leben gestärket werden. O Herr! verzeihe uns, wenn wir nicht würdig genug zu deinem Tische gehen. Reinige von der Sünde unsere Seelen, wie Du heute die Füße der Jünger gewaschen hast! Verlaß uns nicht, sondern lehre und hilf uns gehen den rechten Weg nach deinen Fußstapfen; denn nichts vermögen wir ohne Dich. Lehre und hilf uns insonderheit nachahmen deiner Demuth! Laß uns als arme Sünder in dieser heiligen Zeit andächtig ehren deine Leiden, und Geduld in den unsrigen erlernen! Hilf, daß wir in den Versuchungen nicht erliegen, sondern gnädig durch Dich von dem Uebel der Sünde erlöst werden und zuletzt erlangen das ewige Leben! Amen....

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Der Wille Gottes Teil 1

Von der Vereinigung unseres Willens  mit dem Willen Gottes Heiliger Alfons Maria von Liguori Kirchenlehrer 1696 – 1787 Vorwort Das ganze Leben dieses berühmten Heiligen war Kreuznachfolge! Leiden und Sorgen, Rückschläge und Verfolgungen begleiteten ihn durch das ganze Leben. Er war der älteste Sohn des neapolitanischen Adeligen und Admirals Josef von Liguori und erhielt eine vorzügliche Erziehung. Mit bereits 16 Jahren promovierte er zum Doktor der Rechte. Schon als Neunzehnjähriger war er ein äußerst gesuchter Rechtsanwalt. Nachdem er mehrere Jahre diese Tätigkeit ausgeübt hatte, vertrat er in einem Prozeß ein Fürstengeschlecht. Er verlor den Prozeß vor Gericht, jedoch nicht, weil er schlecht argumentierte, sondern weil die Gegenseite mit Bestechung gearbeitet hatte. Seine Enttäuschung war so groß, daß er von dieser Stunde an sagte: „Welt, ich kenne dich jetzt, Gerichtshöfe, ihr seht mich nie wieder!“ Alfons wird Priester. Er will sich für die Armen Neapels einsetzen. Die unsagbare geistige Not der Landbevölkerung erschüttert ihn. Niemand will sich für diese Armen als geistlicher Betreuer und Lehrer zur Verfügung stellen, die Geistlichen bleiben lieber in den Städten. Daher gründet er eine Kongregation, die diese Aufgabe übernehmen soll. Er stellt an seine Mitarbeiter harte Anforderungen: „Wer nicht heilig werden will, kann nicht bei uns bleiben.“ Nach schweren Rückschlägen gelang es ihm schließlich, das Werk durchzuführen, und Papst Benedikt XIV. bestätigte am 25. Februar 1749 die Ordensregel. Sie nennen sich Redemptoristen und haben als Hauptaufgabe, sich der religiös Verlassenen anzunehmen. Sie missionieren Dorf um Dorf, halten zehntägige Missionen ab und reißen die Menschen aus Gleichgültigkeit und religiöser Unwissenheit heraus. Die Persönlichkeit von Alfons ist überwältigend. Er bringt es fertig, daß die Menschen ihr Leben ändern. „Predigt so, daß alle mitkommen!“ Künstliche, verschnörkelte Predigten zu halten, wie es damals üblich war, verbietet er seinen Missionaren. Seine Predigten sind einfach, volksnah, für jeden verständlich. Er predigt von der Liebe Gottes zu den Menschen, die sich in der Menschwerdung, im Leben und Sterben Jesu zeigt. „Sucht überall!“ ruft er in einer seiner Predigten, „sucht, wo ihr wollt, ob ihr jemanden findet, der euch mehr geliebt hätte als Jesus!“ Alfons läßt kein Mittel außer acht, wo es um die Verkündigung des Evangeliums geht. Auch seine künstlerische Begabung stellt er in den Dienst der Seelsorge. Er malt wunderschöne Bilder von der Mutter des Herrn und vom Tode Jesu. Alfons ist aber auch als Dichter und Komponist tätig. Er schreibt religiöse Lieder, die beim Volk sehr beliebt sind. „Tu scendi dalle stelle — Du steigst von den Sternen“, ist bis heute das Weihnachtslied Italiens. Als Schriftsteller ist er überaus aktiv. Er verfaßt rund 120 Werke. Schwerpunkte: über das Gebet, Betrachtungsbücher und moralisch aszetische Werke. Sie werden bis heute nachgedruckt und auch in viele andere Sprachen übersetzt. Mit 66 Jahren wird Alfons zum Bischof ernannt. Vergebens hat er sich gegen dieses Amt gesträubt. Doch nun begann seine fruchtbarste Tätigkeit. Er setzte sich für die Armen ein, für die Kinder und sorgt für eine gute Ausbildung des Priesternachwuchses. Er investiert Geld für den Wohnungsbau. Von schmerzhafter Krankheit gezeichnet legt Alfons 1775 das Bischofsamt nieder. Er stirbt 1787. Sein Orden breitet sich nun weiter aus und faßt auch in anderen Ländern Fuß. In Österreich ist es Klemens Maria Hofbauer aus Südmähren, der seine Idee mit ganzer Tatkraft verwirklicht. Er wirkte auch drei Jahre in Jestetten, daher übernahm der Miriam Verlag gerne die Veröffentlichung dieser Schrift. Josef Künzli Von der Vereinigung unseres Willens mit dem Willen Gottes I. Die Übereinstimmung mit dem Willen Gottes stellt das Wesen unserer Liebe zu Gott und der Vollkommenheit dar. Unsere ganze Vollkommenheit besteht darin, unseren über alles liebenswerten Gott zu lieben: die Liebe „ist das Band der Vollkommenheit“ (Kol 3, 14). Nun, unseren Willen mit dem allheiligen Willen Gottes zu vereinigen: Das ist die ganze Vollkommenheit der göttlichen Liebe. Die hauptsächliche Wirkung der Liebe, so lehrt der hl. Dionysius, ist genau dies: Die Vereinigung der Willen, so daß bei denen, die sich lieben, nur mehr ein Wille bleibt. Je mehr also eine Seele dem göttlichen Willen geeint ist, um so größer wird ihre Liebe sein. Ohne Zweifel sind Gott die Abtötungen, die Betrachtungen, die hl. Kommunionen, die Werke der Nächstenliebe wohlgefällig; aber unter welcher Bedingung sind sie es? Nur dann, wenn sie Seinen heiligen Willen als Richtschnur haben. Wenn dagegen bei all diesen Werken Sein heiliger Wille abwesend ist, so sagt man noch zu wenig, wenn man sagt: Er nimmt sie nicht an. Vielmehr sind sie Ihm ein Abscheu und Er bestraft sie. Stellen wir uns zwei Diener vor: Der eine ist den ganzen Tag in Bewegung, ohne einen Augenblick zu ruhen; aber er will nur nach seinem Kopf handeln. Der andere macht sich weniger Mühe, aber er gehorcht in allem. Wer von den beiden wird seinem Meister gefallen? Sicherlich der zweite und nicht der erste. Wie könnten unsere Werke denn zur Ehre Gottes dienen, wenn sie nicht Seinem göttlichen Willen...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Mittwoch der Karwoche

Evangelium des Mittwochs in der Karwoche Leidensgeschichte nach Lukas 22, 39-71; 23, 1-53 † bedeutet Christus, C (Cantor, Chronista) den Erzähler, S (Succentor) die übrigen sprechenden Personen Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Lukas. In jener Zeit ging Jesus hinaus und begab Sich nach Seiner Gewohnheit an den Ölberg. Die Jünger aber folgten Ihm. Als Er dort angekommen war, sprach Er zu ihnen: «Betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet.» Dann entfernte Er sich von ihnen einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: «Vater, wenn Du willst, so nimm diesen Kelch von Mir; doch nicht Mein Wille geschehe, sondern der Deine.» Da erschien Ihm ein Engel vom Himmel und stärkte Ihn. Nun befiel Ihn Todesangst, und Er betete noch flehentlicher. Sein Schweiß ward wie Blutstropfen, die zur Erde rannen. Er erhob Sich nun vom Gebet und kehrte zu Seinen Jüngern zurück, fand sie aber vor Traurigkeit schlafend. Er sprach zu ihnen: «Warum schlafet ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet!» Während Er noch redete, erschien eine Rotte. Einer von den Zwölfen, Judas mit Namen, ging voran. Er schritt auf Jesus zu und küßte Ihn. Jesus sprach zu ihm: «Judas, mit einem Kusse verrätst du den Menschensohn?» Als Seine (Jesu) Begleiter sahen, was kommen werde, riefen sie: «Herr, sollen wir mit dem Schwerte dreinschlagen?» Und einer von ihnen (Petrus) schlug auf den Knecht des Hohenpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Jesus aber sprach: «Laßt ab! Es ist genug!» Dann berührte Er dessen Ohr und heilte es. Zu den Hohenpriestern aber und zu den Hauptleuten der Tempelwache und den Ältesten, die mitgekommen waren, sprach Jesus: «Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Knütteln. Als Ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr nicht Hand an Mich gelegt. Doch dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.» Hierauf nahmen sie Ihn gefangen und führten Ihn zum Hause des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne. Sie zündeten in der Mitte des Vorhofes ein Feuer an und saßen im Kreise herum. Petrus gesellte sich zu ihnen. Als eine Magd ihn am Feuer sitzen sah, faßte sie ihn fest ins Auge und sprach: «Auch dieser war bei Ihm.» Er aber leugnete und sprach: «Weib, ich kenne Ihn nicht.» Nach einer Weile sah ihn ein anderer und sprach: «Du bist auch einer von ihnen.» Petrus erwiderte: «Nein, o Mensch.» Etwa eine Stunde später versicherte ein anderer: «Wahrhaftig, der war auch bei Ihm: er ist ja ein Galiläer.» Petrus aber sprach: «Mensch, ich verstehe nicht, was du sagst.» Während er noch redete, krähte der Hahn. Da wandte Sich der Herr um und schaute Petrus an. Nun erinnerte sich Petrus an das, was der Herr gesagt hatte: «Ehe der Hahn kräht, wirst du Mich dreimal verleugnen.» Petrus ging nun hinaus und weinte bitterlich. Die Männer, die Jesus bewachten, verspotteten und schlugen Ihn. Sie verhüllten Ihm die Augen, schlugen Ihm ins Gesicht und fragten: «Sag an, wer hat Dich geschlagen?» Und noch viele andere Lästerungen stießen sie gegen Ihn aus. Bei Tagesanbruch kamen die Ältesten des Volkes, die Hohenpriester und Schriftgelehrten zusammen, ließen Ihn in ihre Versammlung bringen und sprachen: «Bist Du Christus, so sag es uns.» Er antwortete ihnen: «Wenn Ich es euch sage, glaubt ihr Mir nicht; wenn Ich euch frage, antwortet Ihr Mir nicht, noch laßt ihr Mich frei. Aber von nun an wird der Menschensohn zur Rechten der Macht Gottes sitzen.» Da sprachen alle: «Du bist also der Sohn Gottes?» Er antwortete: «Ihr sagt es, Ich bin es.» Da riefen sie: «Was brauchen wir noch ein Zeugnis? Wir haben es ja selbst aus Seinem Munde gehört.» Jetzt erhob sich die ganze Versammlung. Sie führten Ihn zu Pilatus und begannen Ihn anzuklagen: «Wir haben gefunden, daß Dieser unser Volk aufwiegelt, daß Er verbietet, dem Kaiser Steuer zu zahlen, und Sich für Christus, den König, ausgibt.» Pilatus fragte Ihn: «Bist Du der König der Juden?» Er antwortete: «Ja, Ich bin es.» Da erklärte Pilatus den Hohenpriestern und dem Volke: «Ich finde keine Schuld an diesem Menschen.» Sie aber riefen noch ungestümer: «Er bringt das Volk im ganzen Judenlande durch Seine Lehre in Aufruhr, angefangen von Galiläa bis hierher.» Als Pilatus von Galiläa reden hörte, fragte er, ob der Mann ein Galiläer sei. Als er vernahm, daß Er aus dem Machtgebiete des Herodes sei, sandte er Ihn zu Herodes, der in jenen Tagen gleichfalls in Jerusalem war. Herodes freute sich aber sehr, als er Jesus sah. Lange schon hatte er sich darnach gesehnt, Ihn zu sehen, weil er vieles von Ihm gehört hatte. Auch hoffte er, ein Wunder von Ihm zu sehen. Er stellte daher viele Fragen an Ihn. Doch Jesus gab ihm keine Antwort. Die Hohenpriester und Schriftgelehrten standen dabei und klagten Ihn fortwährend an. Da verhöhnte und verspottete Ihn Herodes mit seinen Soldaten; er ließ Ihm...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Dienstag der Karwoche

Evangelium des Dienstags der Heiligen Woche Leidensgeschichte nach Markus 14, 32-72; 15, 1-46 † bedeutet Christus, C (Cantor, Chronista) den Erzähler, S (Succentor) die übrigen sprechenden Personen Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Markus. In jener Zeit kamen Jesus und Seine Jünger zu einem Landgut, das Gethsemane heißt. Dort sprach Jesus zu Seinen Jüngern: «Setzt euch hier, während ich bete.» Nur Petrus, Jakobus und Johannes nahm Er mit Sich. Dann begann Er zu zittern und traurig zu werden. Er sprach zu ihnen: «Meine Seele ist betrübt bis in den Tod; bleibet hier und wachet.» Hierauf ging Er ein wenig vorwärts, fiel zur Erde nieder und betete; wenn es möglich sei, möge diese Stunde an Ihm vorübergehen. Er sprach: «Abba, Vater, alles ist Dir möglich:laß diesen Kelch an Mir vorübergehen; doch nicht wie Ich will, sondern wie Du willst.« Dann kehrte Er zu ihnen zurück und fand sie schlafend. Er sprach zu Petrus: «Simon, du schläfst? Konntest du nicht eine einzige Stunde wachen? Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet. Der Geist ist zwar willig, das Fleisch aber ist schwach.» Wiederum ging Er hin und betete mit den gleichen Worten. Dann kehrte Er zurück und fand sie wieder schlafend (ihre Augen waren ihnen schwer geworden), und sie wußten nicht, was sie Ihm antworten sollten. Er kam zum dritten Male und sprach zu ihnen: «So schlafet denn weiter und ruhet. Genug! Die Stunde ist da. Seht, der Menschensohn wird den Händen der Sünder überliefert. Steht auf, wir wollen gehen. Seht, der Mich verrät, ist nahe.» Während Er noch redete, kam Judas Iskariot, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine große Menge mit Schwertern und Prügeln, die von den Hohenpriestern, Schriftgelehrten und Ältesten geschickt waren. Der Verräter aber hatte mit ihnen ein Zeichen verabredet und gesagt: «Den ich küssen werde, Der ist es. Den ergreift und führt Ihn vorsichtig ab.» Wie er nun herankam, ging er sogleich auf Jesus zu und sprach: «Sei gegrüßt, Meister!» Und er küßte ihn. Jetzt legten sie Hand an Ihn und nahmen Ihn fest. Einer der Umstehenden (Petrus) zog das Schwert, schlug auf den Knecht des Hohenpriesters ein und hieb ihm ein Ohr ab. Jesus sprach nun zu ihnen: «Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Prügeln, um Mich zu ergreifen. Täglich war Ich unter euch im Tempel und lehrte, und ihr habt Mich nicht ergriffen. Allein die Schrift muß in Erfüllung gehen.» Jetzt verließen Ihn alle Seine Jünger und flohen. Ein Jüngling aber folgte Ihm. Er trug ein Linnen um den bloßen Leib. Als sie ihn festnehmen wollten, ließ er das Linnen los und floh unbekleidet davon. Sie führten nun Jesus zum Hohenpriester. Dort waren alle Priester, Schriftgelehrten und Ältesten zusammengekommen. Petrus aber folgte Ihm von ferne bis in den Hof des Hohenpriesters. Er setzte sich zu den Dienern an das Feuer und wärmte sich. Die Hohenpriester und der ganze Hohe Rat suchten nun nach einem Zeugnis wider Jesus, um Ihn dem Tode zu überliefern. Sie fanden aber keines. Viele brachten zwar falsche Aussagen wider Ihn vor, aber die Aussagen stimmten nicht überein. Einige erhoben sich und sagten fälschlich wider Ihn aus: «Wir haben Ihn sagen hören: Ich will diesen von Händen gebauten Tempel zerstören und in drei Tagen einen anderen aufbauen, der nicht von Händen gemacht ist.» Aber auch da stimmte ihr Zeugnis nicht überein. Da erhob sich der Hohepriester, trat in die Mitte und fragte Jesus: «Antwortest Du nicht auf das, was diese gegen Dich vorbringen?» Er aber schwieg und antwortete nicht ein Wort. Wiederum fragte Ihn der Hohepriester: «Bist Du Christus, der Sohn Gottes, des Hochgelobten?» Jesus antwortete ihm: «Ich bin es; und ihr werdet den Menschensohn zur Rechten der Macht Gottes sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.» Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: «Wozu brauchen wir noch Zeugen? Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was dünkt euch?» Sie gaben alle das Urteil ab. Er sei des Todes schuldig. Nun spien Ihn einige an, verhüllten Ihm das Gesicht, schlugen Ihn mit Fäusten und sprachen: «Weissage!» Die Diener gaben Ihm Backenstreiche. Unterdessen war Petrus unten im Vorhof. Da kam eine der Mägde des Hohenpriesters, und als sie Petrus sah, der sich wärmte, schaute sie ihn an und sprach: «Auch du warst bei Jesus dem Nazarener.» Er leugnete es und sagte: «Ich weiß nicht und verstehe nicht, was du da sagst.» Dann ging er hinaus in die Vorhalle. Jetzt krähte der Hahn. Als die Magd Petrus sah, sprach sie abermals zu den Umstehenden: «Er ist einer von ihnen.» Er aber leugnete wiederum. Nach einer Weile sagten die Umstehenden wieder zu Petrus: «Wahrhaftig, du bist einer von ihnen; denn du bist ein Galiläer.» Da begann er zu fluchen und zu schwören: «Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr sprechet.» Und sogleich krähte der Hahn zum zweiten Male. Nun erinnerte...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Montag der Karwoche

Evangelium des Montags der Heilligen Woche Joh 12, 1 – 9 Sechs Tage vor dem Osterfeste kam Jesus nach Bethanien, wo Lazarus wohnte, den Jesus von den Toten auferweckt hatte. Dort bereitete man ihm ein Gastmahl. Martha bediente, und Lazarus war einer von denen, die mit ihm zu Tische saßen. Maria aber nahm ein Pfund echten, kostbaren Nardenöls, salbte damit Jesu Füße und trocknete sie mit ihren Haaren. Der Duft des Salböls erfüllte das ganze Haus. Da bemerkte einer seiner Jünger, Judas Iskariot, der ihn verraten sollte: „Warum hat man dieses Salböl nicht für dreihundert Denare verkauft und diese unter den Armen verteilt?“ Das sagte er aber nicht, weil ihm an den Armen etwas lag, sondern weil er ein Dieb war und im Besitze der Kasse das, was einkam, unterschlug. Jesus erwiderte: „Laßt sie! Sie hat das Salböl für den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt. Arme habt ihr allezeit bei euch, mich hingegen habt ihr nicht allezeit.“ Eine große Anzahl Juden hatte erfahren, daß er dort weilte. Da kamen sie nicht bloß Jesu wegen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte. Predigtext des Kirchenvaters Damit die Leute nicht glaubten, es sei ein Gespenst sichtbar geworden, weil ein Toter auferstanden war, befand sich Lazarus unter den Tischgenossen; er zeigte Leben, er redete, nahm Speise zu sich; es zeigte sich die Wahrheit, der Unglaube der Juden wurde beschämt. Es war Jesus mit Lazarus und mit den anderen zu Tische. Die Bedienung machte Martha, eine von den Schwestern des Lazarus. „Maria aber, des Lazarus zweite Schwester, nahm ein Pfund kostbaren echten Nardenöles und salbte die Füße Jesu und trocknete sie mit ihren Haaren ab, und das Haus wurde mit dem Dufte der Salbe erfüllt.“ Die Begebenheit haben wir gehört; wir wollen ihren tieferen Sinn zu erforschen suchen. Wer eine treue Seele sein will, der muß mit Maria die Füße des Herrn mit kostbarer Salbe salben. Jene Salbe galt als Gerechtigkeit, deshalb wog sie ein Pfund; es war aber eine Salbe aus kostbarem echten Nardenöl. Wenn er sagt Pisticus, so müssen wir glauben, daß darin ein besonderer Grund liegt, weshalb diese Salbe kostbar war; und dies ist nicht ohne Bedeutung und paßt ganz gut zu dem verborgenen Sinn. Was nämlich griechisch pistis ist, das ist lateinisch fides (deutsch Glaubwürdigkeit oder Echtheit). Man wollte Rechtschaffenheit üben. „Der Rechtschaffene lebt aus dem Glauben.“ Man muß die Füße Jesu durch einen guten Lebenswandel salben; man muß den Spuren des Herrn nachgehen. Man muß die Haare zum Abtrocknen gebrauchen: Wenn man Überfluß hat, muß man ihn den Armen geben, und dann hat man die Füße des Herrn abgetrocknet; die Haare scheinen nämlich etwas Überflüssiges am Körper zu sein. Man kann also wissen, was man mit seinem Überfluß macht; beim Besitzer ist es Überfluß, aber den Füßen des Herrn ist es notwendig. Gewiß leiden im Lande die Füße des Herrn Entbehrung. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt. Gebet Am Montage der heil. Woche. Allmächtiger Gott! unsere Schwachheit unterliegt fast der Menge der Widerwärtigkeiten; gib also, daß uns durch die Passion deines eingebornen Sohnes Hilfe und neues Leben komme! Gott, unser Heil! sende uns Beistand, um die Wohlthat unserer Erlösung zu beherzigen und uns derselben einstens ewig zu erfreuen! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Palmsonntag

Evangelium des Palmsonntags Oder 2. Sonntags in der Passionszeit Mt 21, 1 – 9 Als sie in die Nähe von Jerusalem nach Bethphage am Ölberge kamen, entsandte Jesus zwei Jünger mit dem Auftrag: „Geht in den Flecken, der vor euch liegt. Alsbald werdet ihr eine Eselin angebunden finden mit ihrem Füllen; bindet sie los und bringt sie zu mir. Wenn euch jemand irgendwie zur Rede stellt, so sagt: Der Herr bedarf ihrer. Sogleich wird er sie freigeben.“ Dadurch sollte sich das Wort des Propheten erfüllen: „Sagt der Tochter Sion: Siehe, dein König kommt zu dir voll Sanftmut. Er sitzt auf einem Esel, auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttieres.“ Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Ambrosius. Es hat einen schönen Sinn, dass der Herr, nachdem er die Juden abgewiesen hatte, nun, um in den Gemütern der Nichtjuden Wohnung zu nehmen, in den Tempel hinaufstieg. Der Tempel ist nämlich im wahren Sinne ein solcher, in dem der Herr nicht gemäß den Buchstaben, sondern in der rechten Weise angebetet wird. Der Tempel ist ein Gottestempel, den die Reihe der Glaubenswahrheiten, nicht der steinerne Aufbau begründet. Es werden also verlassen diejenigen, die Haß gezeigt, haben; es werden erwählt diejenigen, die Liebe zeigen sollten. Und deshalb kommt er zum Ölberg, um die Pflanzung frischer Ölbäumchen auf der Höhe der Tugend anzuzeigen, deren Mutter das Jerusalem, ist, das droben ist. Auf diesem Berge ist jeder himmlische Landmann tätig, auf dass alle im Hause Gottes Eingepflanzten, Mann für Mann sagen können: Ich bin gleich einem Ölbaum, der reiche Früchte trägt im Haus des Herrn. Und vielleicht ist der Berg Christus selbst. Wer sollte nämlich sonst solche Früchte von Ölbäumen tragen, die nicht sich krümmen unter der Menge der Beeren, sondern fruchtbar sind an Fülle von übernatürlichen Gütern unter den Völkern? Er ist es ja doch, auf dem wir in die Höhe steigen; und er ist es, zu dem wir steigen. Er ist die Tür, er ist der Weg; er ist das, was geöffnet wird, er ist auch derjenige, der öffnet. Er ist es, an den angeklopft wird von den Eintretenden, und der angebetet wird von solchen, die sich dies verdient haben. Also war in einem Flecken und es war angebunden das Füllen mit der Eselin; es konnte nicht anders losgebunden werden als auf Geheiß des Herrn. Die Hand der Apostel band es los. Das ist eine (herrliche) Tat, das ist ein (herrliches) Leben, das ist etwas Liebliches. Sei auch du derartig, daß du die Gefesselten losbinden kannst. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Die Passion unseres Herrn Jesus Christus nach Matthäus   Kirchengebet zum Palmsonntag Allmächtiger, ewiger Gott! der Du für’s Menschengeschlecht, daß es nachahme dem Muster der Demuth, unsern Erlöser hast Mensch werden und dem Kreuze sich unterziehen lassen: verleihe gnädig, daß wir die Beweise seiner Geduld vor Augen zu haben, an seiner Auferstehung Antheil zu erhalten verdienen! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Passionssonntag

Evangelium des Passionssonntags Oder 5. Sonntags in der Fastenzeit. Joh 8, 46 – 59 „… Wer von euch kann mich einer Sünde überführen? Wenn ich [euch] die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, hört auf Gottes Wort; ihr hört nicht darauf, weil ihr nicht aus Gott seid.“ Da entgegneten die Juden: „Sagen wir nicht mit Recht, du bist ein Samariter und hast einen bösen Geist?“ Jesus erwiderte: „Ich habe keinen bösen Geist; ich ehre meinen Vater, ihr dagegen entehrt mich. Ich bin aber nicht auf meine Ehre bedacht; es ist einer, der auf sie bedacht ist und Gericht hält. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod in Ewigkeit nicht schauen.“ Da sprachen die Juden zu ihm: „Nun erkennen wir, daß du einen bösen Geist hast; Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod nicht kosten in Ewigkeit. Bist du etwa größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Auch die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?“ Jesus entgegnete: „Wollte ich mich selbst ehren, so wäre meine Ehre nichts. Aber mein Vater ist es, der mich ehrt. Ihr nennt ihn euren Gott, und doch kennt ihr ihn nicht. Ich aber kenne ihn; wollte ich sagen, ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lügner, gleichwie ihr. Aber ich kenne ihn und bewahre sein Wort. Abraham, euer Vater, frohlockte, daß er meinen Tag sehen sollte. Er sah ihn und freute sich.“ Da sagten die Juden zu ihm: „Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben?“ Jesus antwortete ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich.“ Da hoben sie Steine auf, um nach ihm zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging hinweg aus dem Tempel. Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papst Gregor. Gebet acht, geliebteste Brüder, auf die Gottes eigene Sanftmut. Er war gekommen, um uns die Sünden abzunehmen, und er sagte: Wer von euch kann mich einer Sünde beschuldigen? Er hält es nicht für unter seiner Würde stehend, durch Vernunftsgründe nachzuweisen, dass er kein Sünder sei, er, der auf Grund göttlicher Kraft die Sünde begnadigen konnte. Aber gar schreckend ist das, was angefügt wird: „Wer zu Gott gehört, der hört auf das Wort Gottes; darum hört ihr nicht, weil ihr nicht zu Gott gehört“. Wenn nämlich derjenige, der zu Gott gehört, auf Gottes Wort achtet, um auf dessen Wort derjenige nicht achten kann, der nicht zu ihm gehört, muss sich jeder fragen, ob er Gottes Wort im Herzen festhält; und dann wird er erkennen, zu wem er gehört. Nach dem himmlischen Vaterland zu verlangen gebietet er, der die Wahrheit selbst ist, die Neigungen des Fleisches niederzudrücken, der weltlichen Pracht auszuweichen, fremdes Gut nicht zu begehren, das Eigentum zum verschenken. Es mag also jeder von euch für sich überlegen, ob dieser Ausspruch Gottes im Ohre seines Herzens kräftig geworden ist; und dann erkennt er, ob er zu Gott gehört. Denn es gibt manche, die sich nicht einmal herablassen, die Gebote Gottes mit dem leiblichen Ohre anzuhören. Und es gibt manche, die diese wohl mit dem leiblichen Ohr vernehmen, aber sie mit keinem inneren Verlangen umschließen. Und es gibt manche, die ganz gern annehmen, was Gott sagt, so daß sie selbst zum Weinen zerknirscht werden, aber nach einer Zeit des Weinens zum Unrecht zurückkehren. Die hören sicher nicht auf die Worte Gottes, die es vernachlässigen, diese in Werken zur Ausführung zu bringen. Ihr müßt also, geliebteste Brüder, euer Leben vor die Augen des Geistes heranrufen und beim tieferen Nachdenken euch mit Furcht erfüllen gegenüber dem, was aus dem Mund dessen heraushallt, der die Wahrheit ist: „Darum achtet ihr nicht drauf, weil ihr nicht zu Gott gehört.“ V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.   Kirchengebet zum Passionssonntag Wir bitten Dich, allmächtiger Gott! sieh gnädig auf deine Familie, damit durch deine Fürsorge ihre irdische Wohlfahrt befördert, und durch deine Bewahrung ihr geistliches Leben beschützt werde! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – 4. Fastensonntag

Evangelium des vierten Sonntags in der Fastenzeit Joh 6, 1 – 15 Jesus fuhr über den Galiläischen See, den See von Tiberias. Eine große Volksmenge folgte ihm, weil sie die Wunder sah, die er an den Kranken wirkte. Da stieg Jesus auf einen Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Ostern, das Fest der Juden, war nahe. Als nun Jesus die Augen erhob und die herbeigeströmte Volksmenge überblickte, sprach er zu Philippus: „Woher sollen wir Brot kaufen, daß die Leute essen können?“ – Das sagte er, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er wußte, was er tun wollte. – Philippus antwortete ihm: „Für zweihundert Denare Brot reicht nicht für sie, selbst wenn jeder auch nur ein wenig erhalten soll.“ Einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: „Hier ist ein Knabe, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Allein was ist das für so viele?“ Jesus sprach: „Laßt die Leute sich lagern.“ Es war nämlich viel Gras an der Stelle. So lagerten sich denn die Männer, etwa fünftausend an der Zahl. Jesus nahm nun die Brote, dankte und ließ sie an alle austeilen, die sich gelagert hatten; ebenso auch die Fische, soviel sie davon wollten. Als sie gesättigt waren, sprach er zu seinen Jüngern: „Sammelt die übriggebliebenen Stücklein, damit sie nicht verderben.“ Da sammelten sie von den fünf Gerstenbroten zwölf Körbe voll Stücklein, die beim Essen übriggeblieben waren. Als die Leute das Wunder sahen, das Jesus gewirkt hatte, sprachen sie: „Das ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll.“ Da Jesus erkannte, daß sie kommen und ihn mit Gewalt zum König machen wollten, zog er sich wieder ganz allein auf den Berg zurück. Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus. Die Wunder, die unser Herr Jesus Christus gewirkt hat, sind gewiß Werke göttlicher Kraft, und sie mahnen unseren Geist dazu, Gott aus den sichtbaren Werken kennen zu lernen. Weil er eben nicht ein solches Wesen ist, das mit körperlichen Augen geschaut werden kann; und weil seine staunenswerte Tätigkeit, mit der er die ganze Welt lenkt und die ganze Natur versorgt, infolge der Ständigkeit wenig beachtet wird, so daß beinahe niemand sich herabläßt, auf die wunderbaren und staunenswerten Werke Gottes in jedem Samenkörnlein zu achten, hat er sich gemäß seiner Barmherzigkeit einiges vorbehalten, was er zu gelegener Zeit außerhalb des gewohnten Laufes und außerhalb der Ordnung der Natur wirkt, damit beim Schauen von nicht größeren, aber ungewohnten Dingen diejenigen zum Staunen kämen, denen das Alltägliche minderwertig geworden war. Es ist nämlich ein größeres Wunder, die ganze Welt zu lenken, als fünftausend Menschen mit fünf Broten zu speisen. Und doch wundert sich darüber niemand; über jenes wundern sich die Menschen, nicht weil es etwas Größeres, sondern weil es etwas Selteneres ist. Wer nämlich anders ernährt denn auch jetzt die ganze Welt als derjenige, der aus wenigen Samenkörnern die Ernte schafft? Er hat also gewirkt, wie Gott wirkt. Wie er nämlich aus wenigen Samenkörnern eine so reiche Ernte wachsen läßt, in derselben Weise hat er in seinen Händen die fünf Brote vermehrt; die Macht war ja doch in den Händen Christi. Die fünf Brote aber waren gleichsam Samenkörner, die zwar nicht der Erde übergeben, aber von demjenigen, der die Erde geschaffen, vermehrt worden waren. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.   Kirchengebet zum vierten Sonntag in der Fastenzeit Verleihe, wir bitten Dich, allmächtiger Gott! daß wir, die wir aus eigenem Verschulden für unsere Handlungen gezüchtiget werden, durch den Trost deiner Gnade Erleichterung finden. Amen....

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Heute, am 29. März, beten wir die Bußpsalmen für die Lösung des Bergoglio-Problems und für das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten! Praktische Anweisung Man bete wie folgt: Man knie sich hin. Man mache das Kreuzzeichen. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3) Ad 4. Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten. Wenn wirklich nicht knien kann? Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe. Was ist, wenn man kein Latein kann? Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt: C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“) Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“) Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht. X wie ks (capax – „kapaks“) Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“) Ch wie ch (charta – „charta“) Ph wie f (philosophia – „filozofia“) Rh wie r (rhombus – „rombus“) Th wie t (thalamus – „talamus“) I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“) Y wie y (thymiana – „tymiana“) V wie w (valde – „walde“) S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“) S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“) Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit. Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch. Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an! [1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/ [2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/ [3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html Ant.: Ne reminiscaris, Dómine, delícta nostra vel paréntum nostrórum, neque vindíctam sumas de peccátis nostris. Ant.: Herr, denke nicht an unsre und unsrer Eltern Sünden, und straf uns nicht für unsre Missetaten. Psalmus 6 Psalm 6 Dómine, ne in furore tuo árguas me, * neque in ira tua corípias me. Herr, straf mich nicht in Deinem Grimme, * Und züchtige mich nicht in Deinem Zorn! Miserére mei, Dómine, quóniam infírmus sum: * sana me, Dómine, quóniam conturbáta sunt ossa mea. Erbarm Dich meiner, Herr, den ich bin krank; * Mach mich gesund, o Herr, den morsch ist mein Gebein. Et ánima mea turbáta est valde: * sed tu, Dómine, úsquequo? Gar sehr bestürzt ist meine Seele. * Du aber, Herr, wie lange säumst du noch? Convértere, Dómine, et éripe ánimam meam: * salvum me fac propter misericórdiam tuam. Herr, wende Dich zu mir, errette mich, *Hilf mir in Deiner Güte! Quóniam non est in morte qui memor sit tui: * in inférno autem quis confitébitur tibi? Im Tode denkt ja keiner mehr an Dich, * Und in der Unterwelt, wer möchte dort Dich preisen? Laborávi in gémitu meo, lavábo per síngulas noctes lectum meum: * lácrimis meis stratum meum rigábo. Wie matt bin ich von meinem Seufzen, + mit Weinen netz ich jede Nacht mein Bett, * Mit Tränen bad ich meine Lagerstätte. Turbátus est a furóre óculus meus: * inveterávi inter omnes inimícos meos. Mein Auge ist vor Kummer trüb geworden, * Ich bin gealtert unter lauter Feinden. Discédite a me, omnes, qui operámini iniquitátem: * quoniam exaudívit Dóminus vocem fletus mei. Hinweg von mir, ihr Übeltäter alle, * Mein lautes Weinen hat der Herr erhört!...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – 3. Fastensonntag

Evangelium des dritten Sonntags in der Fastenzeit Lk 11,14 – 28 Jesus trieb einen bösen Geist aus, der stumm war. Als der böse Geist ausgefahren war, konnte der Stumme reden. Die Volksscharen staunten darüber. Einige aber von ihnen sagten: „Durch Beelzebub, den Anführer der bösen Geister, treibt er die Geister aus.“ Andere wollten ihn auf die Probe stellen und verlangten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Er aber kannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: „Jedes Reich, das in isch selbst uneins ist, zerfällt und ein Haus stürzt über das andere. Wenn und der Satan mitsich selbst uneins ist, wie soll da sein Reich Bestand haben? Ihr sagt ja, ich triebe die bösen Geister durch Beelzebub aus. Wenn ich durch Beelzebub die bösen Geister austreibe, durch wen treiben dann eure Söhne sie aus? Sie werden darum eure Richter sein. Wenn ich aber duch den Finger Gottes die bösen Geister austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen. Wenn ein Starker bewaffnet seinen Hof bewacht, so ist sein Besitz in Sicherheit. Wenn aber ein Stärkerer ihn überfällt und ihn überwindet, so nimmt er ihm die Waffenrüstung, auf die er sich verließ, und verteilt, was er bei ihm erbeutet hat. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, scsheift er durch die Steppen und sucht sich eine Ruhestätte, findet aber keine. Dann sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehrren, aus dem ich ausgezogen bin. Und er kommt und findet es ausgekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und holt noch sieben andere Geister, die schlimmer sind als er. Sie ziehen ein und wohnen dort. Und die letzten Dinge eines solchen Menschen werden ärger sein als die ersten.“ Während er so redete, rief eine Frau aus dem Volke ihm zu: „Selig der Leib, der dich getragen, und die Brust,die dich genährt hat!“ Eraber sprach: „Viel mehr noch selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen!“   Predigtext des Kirchenvaters Predigt des Ehrwürdigen Beda, Priester  in Jarrow. Bk. iv. 48 über Lukas 11. Dieser vom Teufel besessene (Matthäus 12, 22) wird beim heiligen Matthäus nicht bloß als stumm, sondern auch als blind dargestellt; und es wird berichtet, der Herr hätte ihn so geheilt, dass er reden und sehen konnte. Drei Wunder sind also gleichzeitig an einem Menschen gewirkt worden: der Blindgewesene sieht, der Stummgewesene redet, der vom Teufel Besessene wird von ihm frei. Dies ist damals im leiblichen Sinne geschehen, erfüllt sich aber täglich bei der Bekehrung der zum Glauben Kommenden, daß sie nach der zunächst erfolgten Austreibung des Teufels das Licht des Glaubens erblicken, und daß ihnen alsdann vom früher schweigenden Mund zum Lobe Gottes der Verschluß abgenommen wird. „Einige sagten aber von ihnen: Mit Hilfe des Beelzebub, eines der obersten Teufel, treibt er die Teufel aus.“ Dies sagten nicht einige aus der Volksmenge, sondern die Pharisäer und Schriftgelehrten hielten solch häßliche Reden, wie die anderen Evangelisten bezeugen. Während die Volksscharen, die weniger gebildet zu sein schienen, die Taten des Herrn stets anstaunten, suchten jene sie zu bestreiten, oder was sie nicht bestreiten konnten, durch verkehrte Auslegung zu verdrehen, als ob es nicht Werke der Gottheit, sondern des unreinen Geistes gewesen wären. Und andere äußerten ihre Zweifel und forderten von ihm ein Wunder im Himmelsraum. Entweder verlangten sie nach Art dessen, was Elias getan, daß Feuer von oben komme, oder nach dem Vorbild dessen, was unter Samuel geschah, daß in der Sommerzeit der Donner rolle, die Blitze leuchten und der Regen in Fluten stürze; als ob sie nicht auch dieses hätten verdrehen und sagen können, daß dies infolge der verborgenen und verschiedenartigen Anlage der Luft geschehen sei. Und du, der du das verdrehst, was du mit den Augen siehst, mit der Hand greifst, durch den Gebrauch wahrnimmst, was würdest du mit dem tun, was vom Himmel kommt? Gewiß wirst du sagen, daß auch die Zauberer in Ägypten viele Wunder im Himmelsraum gewirkt haben. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.   Kirchengebet zum dritten Sonntag in der Fastenzeit Wir bitten Dich, allmächtiger Gott! sieh gnädig auf unser demüthiges Gebet hernieder, und strecke, uns zu beschützen, die rechte Hand deiner Majestät aus! Amen....

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