Katharina von Genua: Traktat über das Fegefeuer (10 von 21)

X. Kapitel

Ich sehe auch, daß von jener göttlichen Liebe zur Seele hin gewisse Strahlen und Blitze ausgehen, die so feurig und durchdringend sind, daß es scheint, sie müßten nicht nur den Leib, sondern auch die Seele, wenn das möglich wäre, vernichten.

Diese Strahlen bringen zwei Wirkungen in der Seele hervor: Die eine besteht darin, daß sie reinigt, die andere, das sie vernichtet.

Das Gold wird, je mehr man es einschmilzt, umso edler; du könntest es so lange schmelzen, bis in ihm gar jede Unvollkommenheit vernichtet wäre. Das Feuer ist jene Kraft, die in den materiellen Dingen diese Wirkung hervorbringt. Aber die Seele kann man nicht in Gold vernichten, sondern nur in sich selbst; und je mehr du sie reinigst, desto mehr wird sie in sich selbst vernichtet; und in Gott bleibt die Seele gereinigt.

Wenn das Gold bis zu 24 Karat gereinigt ist, wird es durch das Feuer nicht mehr weiter verzehrt, so sehr du es auch steigern magst, denn das Feuer kann das Gold nicht mehr verzehren, nur die Unvollkommenheit des Goldes verzehrt es.

So macht es auch das göttliche Feuer in der Seele. Gott hält sie so lange in das läuternde Feuer, bis dieses jede Unvollkommenheit in ihr aufgezehrt und sie zur Vollkommenheit geführt hat, jede Seele nach ihrer Weise.

Und wenn die Seele so geläutert ist, bleibt sie ganz in Gott, ohne irgendetwas noch weiter für sich selbst zu sein, denn die Läuterung der Seele besteht in der Entäußerung von uns in uns; unser wahres Sein ist ja Gott, der die Seele zur Läuterung von 24 Karat führt. Von da an ist die Seele dann leidensunfähig, weil es in ihr nichts mehr gibt, das aufgezehrt werden könnte. Selbst wenn die geläuterte Seele weiter in das Feuer hineingehalten würde, so wäre das für sie nicht mehr schmerzlich, es wäre vielmehr nur noch das Feuer der göttlichen Liebe, das für die Seele nichts anderes mehr bedeutet als das ewige Leben. Die Seele wäre nun frei von jeder Gegensätzlichkeit, wie das bei den zur Heiligkeit gelangten Seelen der Fall ist, und zwar schon im diesseitigen Leben, sofern es in diesem Zustand überhaupt noch möglich wäre, im Leibe zu verbleiben. Ich glaube nämlich nicht, daß Gott solche Seelen noch auf Erden belassen würde; nur durch ganz große göttliche Einwirkung wäre dies möglich.

Heute, am 30. März, beten wir die Bußpsalmen für die Lösung des Bergoglio-Problems und das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

1801-1-4 Champaigne Bon Pasteur

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten!

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

Ad 4.

Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten.

Wenn wirklich nicht knien kann?

Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe.

Was ist, wenn man kein Latein kann?

Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt:

  • C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer
  • Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“)
  • Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“)
  • Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht.
  • X wie ks (capax – „kapaks“)
  • Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“)
  • Ch wie ch (charta – „charta“)
  • Ph wie f (philosophia – „filozofia“)
  • Rh wie r (rhombus – „rombus“)
  • Th wie t (thalamus – „talamus“)
  • I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“)
  • Y wie y (thymiana – „tymiana“)
  • V wie w (valde – „walde“)
  • S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“)
  • S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“)

Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit.

Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch.

Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an!

[1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.wordpress.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/

[2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/

[3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html

Ant.: Ne reminiscaris, Dómine, delícta nostra vel paréntum nostrórum, neque vindíctam sumas de peccátis nostris.

Ant.: Herr, denke nicht an unsre und unsrer Eltern Sünden, und straf uns nicht für unsre Missetaten.
Psalmus 6 Psalm 6

Dómine, ne in furore tuo árguas me, * neque in ira tua corípias me.

Herr, straf mich nicht in Deinem Grimme, * Und züchtige mich nicht in Deinem Zorn!

Miserére mei, Dómine, quóniam infírmus sum: * sana me, Dómine, quóniam conturbáta sunt ossa mea.

Erbarm Dich meiner, Herr, den ich bin krank; * Mach mich gesund, o Herr, den morsch ist mein Gebein.

Et ánima mea turbáta est valde: * sed tu, Dómine, úsquequo?

Gar sehr bestürzt ist meine Seele. * Du aber, Herr, wie lange säumst du noch?
Convértere, Dómine, et éripe ánimam meam: * salvum me fac propter misericórdiam tuam. Herr, wende Dich zu mir, errette mich, *Hilf mir in Deiner Güte!

Quóniam non est in morte qui memor sit tui: * in inférno autem quis confitébitur tibi?

Im Tode denkt ja keiner mehr an Dich, * Und in der Unterwelt, wer möchte dort Dich preisen?
Laborávi in gémitu meo, lavábo per síngulas noctes lectum meum: * lácrimis meis stratum meum rigábo. Wie matt bin ich von meinem Seufzen, + mit Weinen netz ich jede Nacht mein Bett, * Mit Tränen bad ich meine Lagerstätte.

Turbátus est a furóre óculus meus: * inventerávi inter omnes inimícos meos.

Mein Auge ist vor Kummer trüb geworden, * Ich bin gealtert unter lauter Feinden.

Discédite a me, omnes, qui operámini iniquitátem: * quoniam exaudívit Dóminus vocem fletus mei.

Hinweg von mir, ihr Übeltäter alle, * Mein lautes Weinen hat der Herr erhört!

Exaudívit Dóminus deprecatiónem meam, * Dóminus oratiónem meam suscépit.

Mein Flehen hat der Herr vernommen, * Der Herr hat angenommen mein Gebet.

Erubéscant, et conturbéntur veheménter omnes inimíci mei: * convertántur et erubéscant valde velóciter.

Sich schämen sollen alle meine Feinde; * Sie sollen schamrot werden und in Hast entfliehen.
Glória Patri et Filio et Spiritui Sancto * sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste * Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Psalmus 31 Psalm 31
Beáti quorum remíssae sunt iniquitátes: * et quorum tecta sunt peccáta. Wohl dem, dem seine Missetat vergeben, * Und dem verziehen seine Sünden.

Beátus vir, qui non imputávit Dóminus peccátum, * nec est in spíritu ejus dolus.

Wohl dem, den keiner Schuld der Herr mehr zeiht, * In dessen Geist kein Falsch mehr ist.

Quóniam tácui, inveteravérunt ossa mea, * dum clamárem tota die.

Ich schwieg, da schwand mein Lebensmark dahin * Vor Seufzen Tag für Tag.

Quóniam die ac nocte graváta est super me manus tua: * convérsus sum in aerúmna mea, dum confígitur spina.

Denn Deine Hand lag schwer auf mir bei Tag und Nacht;* Ich wand mich hin und her in meinem Gram, doch tiefer drang der Stachel.

Delíctum meum cógnitum tibi feci: * et injustítiam meam non abscóndi.

Da hab ich endlich mein Vergehen dir bekannt, * Verbarg nicht länger meine Missetat.

Dixi: Confitébor advérsum me injustítiam meam Dómino: * et tu remisísti impietátem peccáti mei.

Ich sprach: “Bekennen will dem Herrn ich meine Bosheit”,* Und du vergabst mir meine Sündenschuld.

Pro hac orábit ad te omnis sanctus, * in témpore opportúno.

Drum soll sich jeder Fromme flehend zu Dir wenden, * Solang die Zeit der Gnade währt.

Verúmtamen in dilúvio aquárum multárum, * ad eum non approximábunt.

Bricht dann herein die mächt’ge Wasserflut, * ihn wird sie nicht erreichen.

Tu es refúgium meum a tribulatióne, quae circúmdedit me: * exsultátio mea, érue me a circumdántibus me.

Ja, Zuflucht bist du mir in meiner Not, die dräuend mich umgibt. * Du meine Wonne, rette mich von meinen Drängern.
Inelléctum tibi dabo, et ínstruam te in via hac, qua gradiéris: * firmábo super te òculos meos. Ich will dir Einsicht geben und den Weg dir weisen, auf dem du gehen sollst, * Will stets auf dich mein Auge richten:

Nolíte fíeri sicut equus et mulus, * quibus non est intelléctus.

Seid nicht wie Roß und Maultier, * Wie unvernünft’ge Tiere.

In camo et fraeno maxíllas eórum constringe, * qui non appróximant ad te.

In Zaum und Zügel mußt du ihre Backen zwängen, * Sonst folgen sie dir nicht.

Multa flagélla peccatóris, * sperántem autem in Dómino misericórdia circúmdabit.

Den Frevler treffen viele Plagen; * Doch wer auf Gott vertraut, den wird umfangen Seine Gnade.

Laetámini in Dómino et exsultáte, justi, * et gloriámini, omnes recti corde.

So freuet euch im Herrn und jubelt, ihr Gerechten; * Frohlocket all, die ihr geraden Herzens seid!
Glória Patri et Filio et Spiritui Sancto * sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste * Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Psalmus 37 Psalm 37
Dómine, ne in furóre tuo árguas me, * neque in ira tua corrípias me. Herr, straf mich nicht in Deinem Grimme, * Und züchtige mich nicht in Deinem Zorn!

Quóniam sagíttae tuae infíxae sunt mihi: * et confirmásti super me manum tuam.

Denn Deine Pfeile drangen tief in mich hinein, * Und Deine Hand liegt schwer auf mir.

Non est sánitas in carne mea a fácie irae tuae: * non est pax óssibus meis a fácie peccatórum meórum.

Nichts Heiles ist an meinem Leib vor Deinem Zorn, * Und mein Gebein ist ruhelos ob meiner Sünden.
Quóniam iniquitátes meae supergréssae sunt caput meum: * et sicut onus grave gravátae sunt super me. Denn meine Schuld hat sich gehäuft ob meinem Haupte,* Gleich einer überschweren Last drückt sie mich nieder.

Putruérunt et corrúptae sunt cicatríces meae, * a fácie insipiéntiae meae.

Den Pesthauch der Verwesung atmen meine Wunden * Ob all der Torheit meiner Sünde.

Miser factus sum, et curvátus sum usque in finem: * tota die contristátus ingrediébar.

Wie bin ich elend, tief gebeugt, * Den ganzen Tag geh traurig ich einher.

Quoniam lumbi mei impléti sunt illusiónibus: * et non est sánitas in carne mea.

Von Brand verzehrt sind meine Lenden, * Nichts Heiles ist an meinem Leib.

Afflíctus sum, et humiliátus sum nimis: * rugiébam a gémitu cordis mei.

Zermalmt bin ich und ganz zerschlagen, * Ich schreie auf in meiner Seelenqual.

Dómine, ante te omne desidérium meum: * et gémitus meus a te non est abscónditus.

Vor Dir, o Herr, liegt offen mein Verlangen, * Dir ist das Seufzen meines Herzens wohlbekannt.

Cor meum conturbátum est, derelíquit me virtus mea: * et lumen oculórum meórum, et ipsum non est mecum.

Mein Herz ist ganz verzagt, verlassen hat mich meine ganze Kraft;* Geschwunden ist mir selbst das Licht der Augen.

Amíci mei, et próximi mei * advérsum me appropinquavérunt, et stetérunt.

Die Freunde, meine Lieben, * Sie weichen scheu zurück vor meinem Unglück.

Et qui juxta me erant, de longe stetérunt: * et vim faciébant qui quaerébant ánimam meam.

Und die mir nahestanden, rücken von mir ab. * Doch die mir nach dem Leben trachten, legen Schlingen.

Et qui inquirébant mala mihi, locúti sunt vanitátes: * et dolos tota die meditabántur.

Und die mir übel wollen, reden Lügen * Und sinnen Ränke Tag für Tag.

Ego autem tamquam surdus non audiébam: * et sicut mutus non apériens os suum.

Ich aber bin wie einer, der nicht hört; * Tu meinen Mund nicht auf gleich einem Stummen.
Et factus sum sicut homo non áudiens: * et non habens in ore suo redargutiónes. Ich bin geworden wie ein Tauber, * Der keine Widerrede hat in seinem Munde.
Quóniam in te, Dómine, sperávi: * tu exáudies me, Dómine, Deus meus. Auf Dich allein, o Herr, vertraue ich; * Du Herr, mein Gott wirst mich erhören.

Quia dixi: Nequándo supergáudeant mihi inimíci mei: * et dum commovéntur pedes mei, super me magna locúti sunt.

Ich sprach bei mir: „Nicht sollen über mich frohlocken meine Feinde, * Noch sollen sie sich stolz gebärden wider mich, wenn meine Füße straucheln.“

Quóniam ego in flagélla parátus sum: * et dolor meus in conspéctu meo semper.

Ich bin wahrhaftig Geiselhieben ausgesetzt, * Mein Schmerz verläßt mich nie.

Quóniam iniquitátem meam annuntiábo: * et cogitábo pro peccáto meo.

Ja, meine Schuld muß ich bekennen, * Mit Schmerz gedenken meiner Sünden.

Inimíci autem mei vivunt, et confirmáti sunt super me. * et multiplicáti sunt qui odérunt me iníque.

Doch meine Feinde sind voll Kraft und Leben, * Und zahlreich sind, die mich mit Unrecht hassen.

Qui retríbuunt mala pro bonis, detrahébant mihi: * quóniam sequébar bonitátem.

Das Gute lohnen sie mir mit Bösem, * Und lästern mich, weil ich das Rechte suche.

Ne derelínquas me, Dómine, Deus meus: * ne discésseris a me.

O Herr, verlaß mich nicht, * Weich nicht von mir, mein Gott.

Inténde in adjutórium meum, * Dómine, Deus salútis meae.

Herr, eile mir zu helfen, * Du, meines Heiles Gott!
Glória Patri et Filio et Spiritui Sancto * sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste * Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 50

Psalm 50
Miserére mei, Deus, * secúndum magnam misericórdiam tuam. Erbarm Dich meiner, Gott, * Nach Deiner großen Milde.
Et secúndum multitúdinem miseratiónum tuárum, * dele iniquitátem meam. In Deiner übergroßen Güte * Vergib mir meine Sündenschuld.

Amplius lava me ab iniquitáte mea: * et a peccáto meo munda me.

Wasch meinen Frevel gänzlich von mir ab, * Von meiner Sünde mach mich rein.

Quóniam iniquitátem meam ego cognósco: * et peccátum meum contra me est sémper.

Denn meine Missetat erkenn ich wohl, * Und bin mir meiner Schuld allzeit bewußt.
Tibi soli peccávi, et malum coram te feci: * ut justificéris in sermónibus tuis, et vincas cum judicáris. An Dir allein hab ich gesündigt und freventlich vor Dir gehandelt; * In Deinem Urteilsspruch sollt Du gerecht erscheinen, und recht behalten, wenn Du richtest.

Ecce enim in iniquitátibus concéptus sum: * et in peccátis concépit me mater mea.

Indes Du weißt, in Schuld bin ich geboren, * In Sünden schon hat meine Mutter mich empfangen.

Ecce enim veritátem dilexísti: * incérta et occúlta sapiéntiae tuae manifestásti mihi.

Die Wahrheit eines Herzens hat Du lieb, * Und Einsicht gabst du mir in meinem Innern.

Aspérges me hysóppo et mundábor: * lavábis me, et super nivem dealbábor.

Besprenge mich mit Ysop und ich werd‘ rein, * Ja, wasche mich, dann werd‘ ich weißer als der Schnee.

Audítui meo dabis gáudium et laetítiam: * et exsultábunt ossa humiliáta.

Laß‘ Freud‘ und Wonne wieder mich vernehmen, * auf daß frohlocke mein zerschlagenes Gebein.

Avérte fáciem tuam a peccátis meis: * et omnes iniquitátes meas dele.

Wend ab dein Angesicht von meinen Sünden, * Und tilge huldvoll alle meine Missetaten.
Cor mundum crea in me, Deus: * et spíritum rectum ínnova in viscéribus meis. Ein reines Herz erschaff in mir, o Gott, * Den rechten Geist erneu in meinem Innern.

Ne projícias me a fácie tua: * et spíritum sanctum tum ne áuferas a me.

Verwirf mich nicht vor Deinem Angesicht * Und Deinen heil’gen Geist nimm nicht von mir.

Redde mhi laetítiam salutáris tui: * et spíritu principáli confírma me.

Die Wonnen Deines Heiles gib mir wieder, * Und mach mich stark in hochgesinntem Geiste.

Docébo iníquos vias tuas: * et ímpii ad te converténtur.

Die Frevler will ich lehren Deine Wege, * Und Sünder werden sich zu Dir bekehren.

Líbera me de sanguínibus, Deus, Deus salútis meae: * et exsultábit lingua mea justítiam tuam.

Befrei mich von Befleckung, Herr, Gott meines Heiles, * Und laut wird meine Zunge Dein gerechtes Walten preisen.

Dómine, lábia mea apéries: * et os meum annuntiábit laudem tuam.

Herr, öffne meine Lippen * Auf daß mein Mund Dein Lob verkünde.

Quóniam si voluísses sacrifícium, dedíssem útique: * holcáustis non delectáberis.

Schlachtopfer, wenn Du sie begehrst, hätt ich gebracht, * Indes, Brandopfer finden Dein Gefallen nicht.

Sacrifícium Deo spíritus contribulátus: * cor contrítum, et humiliátum, Deus, non despícies.

Als Opfer gilt vor Gott ein tiefzerknirschter Geist, * Ein reuig demutvolles Herz, o Gott, verschmähst Du nicht.

Benigne fac, Dómine, in bona voluntáte tua Sion: * ut aedificéntur muri Jerúsalem.

Sei Sion gnädig, Herr, in Deiner Huld, * Laß neu erstehn die Mauern von Jerusalem.

Tunc acceptábis sacrifícium justítiae, oblatiónes, et holocáusta: * tunc impónent super altáre tuum vítulos.

Dann wirst in Gnaden Du entgegennehmen rechte Opfer, Gaben und Brandopfer, * Dann wird man wieder Opfertiere bringen Dir auf den Altar.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto * sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste * Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 101

Psalm 101

Dómine, exáudi oratiónem meam: * et clamor meus ad te véniat.

Erhöre, Herr, mein Flehen, * Und laß mein Rufen zu Dir kommen.

Non avértas fáciem tuam a me: * in quaecumque die tríbulor, inclína ad me aurem tuam.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir * Zur Zeit der Trübsal neig Dein Ohr mir zu.

In quaecúmque die invocávero te, * velóciter exáudi me.

Erhör mich schnell am Tage, * An dem ich zu Dir rufe.

Quia defecérunt sicut fumus dies mei: * et ossa mea sicut crémium aruerunt.

Wie Rauch zerrinnen meine Tage, * Wie Reisig dürr ist mein Gebein.

Percússus sum ut foenum, et áruit cor meum. * quia oblítus sum comédere panem meum.

Ich bin versengt wie Gras, verdorrt ist mir das Herz * Und selbst mein Brot vergesse ich zu essen.

A voce gémitus mei * adhaesit os meum carni meae.

Ob meines grimmen Stöhnens * Bin ich nur Haut und Bein.

Símilis factus sum pellicáno solitúdinis: * factus sum sicut nyctícorax in domicílio.

Ich gleiche schier dem Pelikan der Wüste * Bin wie die Eule im Gemäuer.

Vigilávi, * et factus sum sicut passer solitárius in tecto.

Ich wach die ganze Nacht * Und sitze einsam wie ein Vöglein auf dem Dach.

Tota die exprobrábant mihi inimíci mei: * et qui laudábant me, advérsum me jurábant.

Den ganzen Tag verhöhnen mich die Feinde * Und die mich hassen, brauchen mich als Fluch.

Quia cínerem tamquam panem manducábam, * et potum meum cum fletu miscébam.

Ich esse Asche gleichwie Brot, * Und mische meinen Trunk mit Tränen.

A fácie irae et indignatiónis tuae: * quia élevans allisísti me.

Ob Deines Zornes Grimm * In dem Du mich erfaßt und hingeschleudert.

Dies mei sicut umbra declinavérunt: * et ego sicut foenum árui.

Gleich Schatten schwinden meine Tage, * Wie Gras verdorre ich.

Tu autem, Dómine, in aetérnum pérmanes: * et memoriále tuum in generatiónem et generatiónem.

Du aber, Her, bleibst ewig, * Und Dein Gedenken währt durch alle Zeiten.

Tu exsúrgens miseréberis Sion: * quia tempus miseréndi ejus, quia venit tempus.

Erheben wirst du Dich und Sions Dich erbarmen, * Denn angebrochen ist die Zeit des Heils, die Gnadenzeit.

Quóniam placuérunt servis tuis lápides ejus: * et terrae ejus miserebúntur.

Ja, Deine Knechte lieben seine Mauern, * Und trauern über seinen Schutt.

Et timébunt Gentes nomen tuum, Dómine, * et omnes reges terrae glóriam tuam.

Dann werden Heiden Deinen Namen fürchten, * Die Könige der Erde Deine Herrlichkeit.

Quia aedificávit Dóminus Sion: * et vidébitur in glória sua.

Weil Du den Sion wieder hast erstehen lassen, * Und dort erschienst in Deiner alten Herrlichkeit.

Respéxit in oratiónem humílium: * et non sprevit precem eórum.

Du hast erhört der Armen Flehen * Und ihre Bitten nicht verschmäht.

Scribántur haec in generatióne áltera: * et pópulus, qui creábitur, laudábit Dóminum:

Aufzeichnen wird man dies dem späteren Geschlecht, * Und preisen wird den Herrn das Volk, das kommt,

Quia prospéxit de excélso sancto suo: * Dóminus de caelo in terram aspéxit:

Weil Er herabgeschaut von Seiner Höhe, * Weil Er vom Himmel hinsah auf die Erde,

Ut audíret gémitus compeditórum: * ut sólveret fílios interemptórum:

Zu hören auf das Seufzen der Gefangenen, * Und zu befreien die dem Tod Geweihten,
Ut annúntient in Sion nomen Dómini: * et laudem ejus in Jerúsalem. Damit sie Seinen Namen künden auf Sion, * Und Seine Ruhmestaten in Jerusalem,

In conveniéndo pópulos in unum, * et reges ut sérviant Dómino.

Wenn dort die Völker einstens sich versammeln, * Die Könige, dem Herrn zu dienen.

Respóndit ei in via virtútis suae: * Paucitátem diérum meórum núntia mihi.

Er brach mir auf dem Wege meine Kraft, * Verkürzte meine Tage.
Ne révoces me in dimídio diérum meórum: * in generatiónem et generatiónem anni tui. Ich sprach: „Nicht raff mich weg in meiner Tage Mitte, * Du, dessen Jahre von Geschlechte zu Geschlecht.“

Inítio tu, Dómine, terram fundásti: * et ópera mánuum tuárum sunt caeli.

Du bist es, der gegründet einst die Erde, * Und Deiner Hände Werke sind die Himmel.

Ipsi períbunt, tu autem, pérmanes: * et omnes sicut vestiméntum veteráscent.

Vergehen werden sie, doch Du bleibst ewig, * Zerfallen allzumal wie ein Gewand.

Et sicut opertórium mutábis eos, et mutabúntur: *

tu autem idem ipse es, et anni tui non defícient.

Du wechselst sie gleich einem Kleid, sie ändern sich; *

Du aber bleibst derselbe, Deine Jahre enden nicht.

Fílii servórum tuórum habitábunt: *

et semen eórum in saeculum dirigétur.

Die Kinder deiner Knechte werden friedlich wohnen, *

Ihr Same bleibt vor Dir für immer.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto * sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste * Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 129

Psalm 129

De profúndis clamávi ad te, Dómine: * Dómine, exáudi vocem meam:

Aus Abgrundstiefen schrei ich, Herr, zu Dir, * O Herr, erhör mein Rufen.

Fiant aures tuae intendéntes, * in vocem deprecatiónis meae.

O neig dein Ohr in Gnaden * Meinem lauten Flehen.

Si iniquitátes observáveris, Dómine: * Dómine, quis sustinébit?

Wenn du nachtrügest, Herr, die Sünden, * O Herr, wer könnte da bestehn?

Quia apud te propitiátio est: * et propter legem tuam sustínui te, Dómine.

Doch Dein, ich weiß, ist die Vergebung, * Und Dein Gesetz gibt mir Vertrauen.

Sustínuit ánima mea in verbo ejus: * sperávit ánima mea in Dómino.

So baue, meine Seele, auf Sein Wort * Und hoffe auf den Herrn.

A custódia matutína usque ad noctem: *

speret Israël in Domino,

Früh von der Morgenwache bis zur Nacht *

Harr Israel des Herrn.

Quia apud Deum misericordia * et copiosa apud eum redemptio.

Denn bei dem Herrn ist gnädiges Erbarmen, * Bei Ihm ist Heil in Fülle.

Et ipse redimet Israel * ex ómnibus iniquitátibus ejus.

Er selbst wird Israel erlösen * Aus allen seinen Sünden.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto * sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste * Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 142

Psalm 142

Dómine, exáudi oratiónem meam: áuribus pércipe obsecratiónem meam in veritáte tua: * exáudi me in tua justítia.

Herr, höre mein Gebet, + Vernimm mein Flehen in Deiner Treue, * Erhöre mich, gerechter Gott.

Et non intres in judícium cum servo tuo: *

quia non justificábitur in conspéctu tuo omnis vivens.

Geh nicht mit Deinem Knechte ins Gericht, *

Den kein Lebendiger vermag vor Dir bestehen.

Quia persecútus est inimícus ánimam meam: *

Humiliávit in terra vitam meam.

Der Feind bedrängt schon lange meine Seele, *

Er tritt mein Leben in den Staub.

Collocávit me in obscúris sicut mórtuos saeculi: *

et anxiátus est super me spíritus meus, in me turbátum est cor meum.

In Finsternis verstößt er mich wie einen längst Verstorbenen. +

Mir bangt mein Geist *

Mein Herz ist ganz verzagt.

Memor fui diérum antiquórum, meditátus sum in ómnibus opéribus tuis: *

in factis mánuum tuárum meditábar.

Ich denke der vergangenen Tage, + Ich sinne über alle Deine Werke nach, *

Betrachte Deiner Hände tun.

Expándi manus meas ad te: * ánima mea sicut terra sine aqua tibi.

Ich strecke meine Hände aus nach Dir; * Wie lechzend Land, so harr ich Deiner.

Velóciter exáudi me, Dómine: * defécit spíritus meus.

Erhör mich rasch, o Herr, * Der Geist entschwindet mir.

Non avértas fáciem tuam a me: * et símilis ero descendéntibus in lacum.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, * Sonst gleich ich denen, die ins Grab gesunken.

Audítam fac mihi mane misericordiam tuarm: * quia in te sperávi.

O laß mich bald erfahren deine Huld, * Denn ich vertraue fest auf Dich.

Notam fac mihi viam, in qua ámbulem: * quia ad te levávi ánimam meam.

Zeig mir den Weg, auf dem ich wandeln soll, * Nach Dir geht all mein Sehnen.

Eripe me de inimícis meis, Dómine, ad te confúgi: * doce me fácere voluntátem tuam, quia Deus meus es tu.

O Gott, errette mich von meinen Feinden, ich flüchte mich zu dir. * Lehr Du mich Deinen Willen tun, den Du bist ja mein Gott.

Spiritus tuus bonus dedúcet me in terram rectam: * propter nomen tuum, Dómine, vivificábis me, in aequitáte tua.

Dein guter Geist geleite mich auf rechter Bahn. * Bei deinem Namen, Herr, erhalte mich am Leben.

Edúces de tribulatióne ánimam meam: *

et in misericórdia tua dipérdes inimícos meos.

In Deiner Treue hilf mir aus der Not. *

In Deiner Huld vernichte meine Feinde.

Et perdes omnes, qui tríbulant ánimam meam: *

quóniam ego servus tuus sum.

Vertilge alle, die mich hart bedrängen, *

Denn ich bin ja Dein Knecht.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto * sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste * Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.: Ne reminiscáris, Dómine, delícta nostra vel paréntum nostrórum, neque vindíctam sumas de peccátis nostris.

Ant.: Herr, denke nicht an unsre und unsrer Eltern Sünden, und straf uns nicht für unsre Missetaten.
Psalmen entnommen aus: Das Tagzeitenbuch des monastischen Breviers (Diurnale monasticum) 3. Auflage 1955 Litanei entnommen einem Gebet- und Gesangbuch aus dem 19. Jahrhundert.

Litania omnium sanctorum

Litanei von allen Heiligen Gottes

Kýrie eléison.

Herr, erbarme Dich unser!

Christe, eléison.

Christe, erbarme Dich unser!

Kýrie eléison.

Herr, erbarme Dich unser!

Christe, audi nos.

Christe, höre uns!

Christe, exáudi nos.

Christe, erhöre uns!

Pater de caelis, Deus, miserére nobis.

Gott Vater von den Himmeln, erbarme Dich unser!

Fili, Redémptor mundi, Deus, miserére nobis.

Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser!

Spíritus Sancte, Deus, miserére nobis.

Gott, Heiliger Geist, erbarme Dich unser!

Sancta Trínitas, unus Deus, miserére nobis.

Heiligste Dreifaltigkeit, ein Gott, erbarme Dich unser.

Sancta María, ora pro nobis.

Heilige Maria, bitt für uns!

Sancta Dei Génitrix, ora pro nobis.

Heilige Gottesgebärerin, bitt für uns!

Sancte Michaël, ora.

Heiliger Michael, bitt …

Sancte Gábriël, ora.

Heiliger Gabriel, bitt …

Sancte Raphaël, ora.

Heiliger Raphael, …

Omnes sancti Angeli et Archángeli, oráte pro nobis.

Alle heiligen Engel und Erzengel, bittet für uns!

Omnes sancti beatórum Spirítuum órdines, orate.

Alle heiligen Chöre der seligen Geister, bittet …

Sancte Joánnes Baptísta, ora.

Heiliger Johannes der Täufer, bitte für uns!

Sancte Joseph, ora.

Heiliger Josef, bitt …

Omnes sancti Patriárchae et Prophétae, orate.

Alle heiligen Patriarchen und Propheten, bittet …!

Sancte Petre, ora.

Heiliger Petrus, …

Sancte Paule, ora.

Heiliger Paulus, …

Sancte Andréa, ora.

Heiliger Andreas, …

Sancte Jacóbe, ora.

Heiliger Jakobus, …

Sancte Joánnes, ora.

Heiliger Johannes, …

Sancte Thoma, ora.

Heiliger Thomas, …

Sancte Jacóbe, ora.

Heiliger Jakobus, …

Sancte Philíppe, ora.

Heiliger Philippus, …

Sancte Bartholomaee, ora.

Heiliger Bartolomäus, …

Sancte Matthaee, ora.

Heiliger Matthäus, …

Sancte Simon, ora.

Heiliger Simon, …

Sancte Thaddaee, ora.

Heiliger Thaddäus, …
Sancte Matthia, ora. Heiliger Matthias, …

Sancte Bárnaba, ora.

Heiliger Barnabas, …

Sancte Luca, ora.

Heiliger Lukas, …

Sancte Marce, ora.

Heiliger Markus, …

Omnes sancti Apóstoli et Evangelístae, orate.

Alle heiligen Apostel und Evangelisten, …

Omnes sancti Discípuli Dómini, orate.

Alle heiligen Jünger des Herrn, …

Omnes sancti Innocéntes, orate.

Alle unschuldigen Kindlein, …

Sancte Stéphane, ora.

Heiliger Stephanus, …

Sancte Laurénti, ora.

Heiliger Laurentius, …

Sancte Vicénti, ora.

Heiliger Vincentinus, …

Sancti Fabiáne et Sebastiáne, orate.

Heilige Fabianus und Sebastianus, …

Sancti Joánnes et Paule, orate.

Heilige Johannes und Paulus, …

Sancti Cosma et Damiáne, orate.

Heilige Kosmas und Damianus, …

Sancti Gervási et Protási, orate.

Heilige Gervasius und Protasius, …

Omnes sancti Mártyres, orate.

Alle heiligen Martyrer, …

Sancte Silvester, ora.

Heiliger Sylvester, …

Sancte Gregóri, ora.

Heiliger Gregorius, …

Sancte Ambrósi, ora.

Heiliger Ambrosius, …

Sancte Augustíne, ora.

Heiliger Augustinus, …

Sancte Hierónyme, ora.

Heiliger Hieronymus, …

Sancte Martíne, ora.

Heiliger Martinus, …

Sancte Nicoláë, ora.

Heiliger Nikolaus, …

Omnes sancti Pontífices et Confessóres, orate.

Alle heiligen Bischöfe und Bekenner, …

Omnes sancti Doctóres, orate.

Alle heiligen Kirchenlehrer, …

Sancte Antóni, ora.

Heiliger Antonius, …

Sancte Benedícte, ora.

Heiliger Benedictus, …

Sancte Bernarde, ora.

Heiliger Bernardus, …

Sancte Domínice, ora.

Heiliger Dominikus, …

Sancte Francísce, ora.

Heiliger Franziskus, …

Omnes sancti Sacerdótes et Levítae, orate.

Alle heiligen Priester und Leviten, …

Omnes sancti Mónaci et Eremítae, orate.

Alle heiligen Mönche und Einsiedler, …

Sancta Maria Magdaléna, ora.

Heilige Maria Magdalena, …

Sancta Agatha, ora.

Heilige Agatha, …

Sancta Lúcia, ora.

Heilige Lucia, …

Sancta Agnes, ora.

Heilige Agnes, …

Sancta Caecília, ora.

Heilige Cäcilia, …

Sancta Catharína, ora.

Heilige Katharina, …

Sancta Anastásia, ora.

Heilige Anasthasia, …
Omnes sanctae Vírgines et Víduae, orate. Alle heiligen Jungfrauen und Wittfrauen, …

Omnes Sancti et Sanctae Dei, intercédite pro nobis.

Alle liebe Auserwählte Gottes, …

Propítius esto, párce nobis, Dómine.

Sei uns gnädig, verschone uns, o Herr!

Propítius esto, exáudi nos, Dómine.

Sei uns gnädig, erhöre uns, o Herr!
Ab omni malo, líbera nos, Dómine. Von allem Übel erlöse uns, o Herr!
Ab omni peccáto, líbera. Von aller Sünde erlöse uns …

Ab ira tua, líbera.

Von Deinem Zorne …
A subitánea et improvísa morte, líbera. Von dem jähen und unversehenen Tode …

Ab insídiis diáboli, líbera.

Von den Nachstellungen des Teufels …
Ab ira, et ódia, et omni mala voluntáte, líbera. Von Zorn, Haß und allem bösen Willen, erlöse uns …
A spíritu fornicatiónis, líbera. Vom Geiste der Unlauterkeit, …
A fúlgure et tempestáte, líbera. Von Blitz und Ungewitter, …

A flagéllo terraemótus, líbera.

Von der Geißel des Erdbebens, …
A peste, fame et bello, líbera. Von Pest, Hunger und Krieg, …

A morte perpétua, líbera.

Von dem ewigen Tode, …
Per mystérium sanctae Incarnatiónis tuae, líbera. Durch das Geheimnis deiner heiligen Menschwerdung, …

Per advéntum tuum, líbera.

Durch deine Ankunft, …

Per nativitatem tuam, líbera.

Durch deine Geburt, …
Per baptísmum, et sanctum jejúnium tuum, líbera. Durch deine Taufe und dein heiliges Fasten, …
Per crucem et passiónem tuam, líbera. Durch dein Kreuz und Leiden, …

Per mortem et sepultúram tuam, líbera.

Durch deinen Tod und dein Begräbnis, …

Per sanctam resurrectiónem tuam, líbera.

Durch deine heilige Auferstehung, …
Per admirábilem ascensiónem tuam, líbera. Durch deine wunderbare Himmelfahrt, …
Per advéntum Spíritus Sancti Parácliti, líbera. Durch die Ankunft des Heiligen Geistes, des Trösters, …
In die judícii, líbera. Am Tage des Gerichtes, …
Peccatores, te rogámus, audi nos. Wir Sünder, wir bitten Dich, erhöre uns!

Ut nobis parcas, te rogámus, audi nos.

Dass Du unser verschonest, …

Ut nobis indúlgeas, te rogámus, audi nos.

Dass Du uns die Sünden verzeihest, …
Ut ad veram poeniténtiam nos perdúcere dignéris, te rogamus … Dass Du uns zur wahren Buße führest, …

Ut Ecclésiam tuam sanctam régere et conserváre dignéris, te rogámus, audi nos.

Dass Du Deine heilige Kirche regieren und erhalten wollest, …

Ut domum Apostólicum et omnes ecclesiásticos órdines in sancta religióne conserváre dignéris, te rogámus, audi nos.

Dass Du den apostolischen obersten Hirten und alle geistlichen Stände in der heiligen Religion erhalten wollest, …

Ut inimícos sanctae Ecclésiae humiláre dignéris, te rogámus, audi nos.

Dass Du die Feinde der heiligen Kirche demütigen wollest, …

Ut régibus et princípibus christiánis pacem et veram concórdiam donáre dignéris, te rogamus, audi nos.

Dass Du den christlichen Königen und Fürsten Fried’ und Einigkeit verleihen wollest, …

Ut cuncto pópulo christiáno pacem et unitátem largíri dignéris, te rogámus, audi nos.

Dass Du Deinem ganzen christlichen Volke Fried’ und Einigkeit verleihen wollest, …

Ut omnes errántes ad unitátem Ecclesiae revocáre, et infidéles univérsos ad Evangélii lumen perdúcere dignéris, te rogámus, audi nos.

Dass Du alle, die von der Einheit der Kirche abirren zurückrufest und alle Ungläubigen an das Licht des Evangeliums führest …
Ut nosmetipsos in tuo sancto servítio confortáre et conserváre dignéris, te … Dass Du uns in Deinem heiligen Dienste stärken und erhalten wollest, …

Ut mentes nostras ad caeléstia desidéria érigas, te rogámus, audi nos.

Dass Du unsere Gemüter zu himmlischen Begierden erhebest, …

Ut ómnibus benefactóribus nostris sempitérna bona retríbuas, te rogámus, audi nos.

Dass Du all’ unsere Guttäter mit den ewigen Gütern belohnest, …

Ut ánimas nostras, fratrum, propinquórum et benefactóroum nostrórum ab aetérna damnatióne erípias, te rogámus, audi nos.

Dass Du unsere Seelen, die Seelen unserer Brüder, Freunde und Guttäter Seelen von der ewigen Verdammnis erretten wollest, …

Ut fructus terrae dare et conserváre dignéris, te rogámus, audi nos.

Dass Du die Früchte der Erde geben und erhalten wollest, …

Ut ómnibus fidélibus defúnctis réquiem aetérnam donáre dignéris, te rogámus, audi nos.

Dass Du allen abgestorbenen Christgläubigen die ewig’ Ruhe verleihen wollest, …

Ut nos exaudíre dignéris, te rogámus, audi nos.

Dass Du uns erhören wollest, …

Fili Dei, te rogámus, audi nos.

Du Sohn Gottes, …

Agnus Dei, qui tolis peccáta mundi, parce nobis, Dómine.

O Du Lamm Gottes, das hinnimmt die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr!
Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi, exáudi nos, Dómine. O Du Lamm Gottes, …, erhöre uns, o Herr!
Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi, miserére nobis. O Du Lamm Gottes, …, erbarme Dich unser, o Herr!

Christe, audi nos.

Christe, höre uns!

Christe, exaudi nos.

Christe, erhöre uns!

Kyrie eleison.

Herr, erbarme dich.

Christe eleison.

Christus, erbarme dich.

Kyrie eleison.

Herr, erbarme dich.

(Priester) Pater noster qui es in caelis,

sanctificetur nomen tuum.

Adveniat regnum tuum.

Fiat voluntas tua sicut in caelo et in terra.

Panem nostrum quoditianum da nobis hodie

et dimitte nobis debita nostra sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.

Et ne nos inducas in tentationem

(R.) sed libera nos a malo.

(Priester) Vater unser …

… und führe uns nicht in Versuchung

(A.) Sondern erlöse uns von dem Übel.

Psalmus 69

Psalm 69
Deus in adjutórim meum inténde: * Dómine, ad adjuvándum me festína. O Gott, merk’ auf meine Hilfe! * Herr, eile mir zu helfen!
Confundántur et revereántur, * qui quaerunt ánimam meam. Die meinem Leben nachstellen, * sollen schamrot und zuschanden werden.

Avertántur retrórsum, et erubéscant, * qui volunt mihi mala.

Die mir Böses gönnen, * sollen zurückweichen und sich schämen.

Avertántur statim erubescéntes, * qui dicunt mihi: Euge, euge.

Eilends sollen sie mit Schande zurückweichen, * die mir höhnisch zureden.

Exsúltent et laeténtur in te omnes qui quaerunt te, * et dicant semper: Magnificétur Dóminus: qui díligunt salutáre tuum.

Alle aber, die Dich suchen, sollen sich in Dir erfreuen und frohlocken, * und die Dein Heil lieben, sollen immerdar sagen: Der Herr sei hoch gepriesen.

Ego vero egénus, et pauper sum: * Deus, ádjuva me.

Ich bin elend und arm: * o Gott, hilf mir!

Adjútor meus, et liberátor meus es tu: * Dómine, ne moréris.

Du bist, Der mir hilft und mich erlöset. * Herr, verweile nicht!

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto * sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, als es war im Anfange, jetzt und allweg und zu ewigen Zeiten. Amen.

V. Salvos fac servos tuos.

V.: Hilf Deinen Dienern, mein Gott!

R. Deus meus, sperántes in te.

A.: Die auf Dich trauen.

V. Esto nobis, Dómine, turris fortitúdinis.

V.: Sei uns, o Herr, ein starker Turm

R. A fácie inimíci.

A.: Vor dem Angesichte des Feindes.

V. Nihil profíciat inimícus in nobis.

V.: Lass den Feind nichts an uns gewinnen,

R. Et fílius iniquitátis non appónat nocére nobis.

A.: Und der Boshafte schade uns nicht.

V. Domine, non secúndum peccáta nostra fácias nobis.

V.: Herr, verfahre nicht mit uns nach unsern Sünden,

R. Neque secúndum iniquitates nostras retríbuas nobis.

A.: Und vergilt uns nicht nach unsern Missetaten.

V. Orémus pro Pontífice nostro N.

R. Dóminus consérvet eum, et vivícet eum, et beátum fáciat eum in terra, et non tradat eum in ánimam inimicórum ejus.

V.: Lasst uns beten für unsern obersten Hirten N. N.:

A.: Der Herr bewahre und erhalte ihn beim Leben. Er beglücke ihn auf Erden und übergebe ihn nicht dem Willen seiner Feinde.

V. Orémus pro benefactóribus nostris.

R. Retribuére dignárie, Dómine, ómnibus, nobis bona faciéntibus propter nomen tuum, vitam aetérnam. Amen.

V.: Lasst uns beten für unsere Guttäter:

A.: Herr, schenke allen, die uns Gutes tun, wegen Deines Namens das ewige Leben. Amen.

V. Orémus pro fidélibus defúnctis.

R. Réquiem aetérnam dona eis, Dómine, et lux perpétua lúceat eis.

V.: Lasst uns beten für die abgestorbenen Christ­gläu­bi­gen:

A.: Herr, schenke ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen.

V. Requiéscant in pace.

R. Amen.

V.: Sie ruhen in Frieden.

A.: Amen.

V. Pro frátribus nostris abséntibus.

R. Salvos fac servos tuos, Deus meus, sperántes in te.

V.: Lasst uns beten für unsere abwesenden Brüder:

A.: Errette Deine Diener, o Gott, die auf Dich hoffen.

V. Mitte eis, Dómine, auxílium de sancto.

R. Et de Sion tuére eos.

V.: Schicke ihnen Hilfe von Deinem Heiligtum,

A.: Und beschütze sie auf Sion.

V. Dómine exáudi oratiónem meam.

R. Et clamor meus ad te véniat.

V.: Herr, erhöre mein Gebet,

A.: Und lass mein Geschrei zu Dir kommen.

(Priester) Dóminus vobíscum.

R. Et cum spíritu tuo.

P: Der Herr sei mit euch.

A: Und mit deinem Geiste.

Orémus:

Deus, cui próprium est miseréri semper et párcere: Súscipe deprecatiónem nostram; ut nos, et omnes fámulos tuos, quos delictórum caténa constríngit, miserátio tuae pietátis cleménter absólvat.

Gebet:

O Gott, Dem allezeit das Erbarmen und Verschonen eigen ist, nimm unser Gebet auf, damit uns und alle Deine Diener, die mit den Sündenketten gebunden sind, Deine Erbarmnis gnädig auflöse.

Exáudi, quaesumus, Dómine, súpplicum preces, et confiténtium tibi parce peccátis: ut páriter nobis indulgéntiam tríbuas benígnus et pacem.

Wir bitten Dich, o Herr, erhöre das Gebet der Demütigen und schone derer, die ihre Sünden reumütig bekennen, auf dass Du uns die Verzeihung und zugleich den Frieden gnädigst erteilest.

Ineffábilem nobis, Dómine, misericórdiam tuam eleménter osténde: Ut simul nos et a peccátis ómnibus éxuas, et a poenis, quas pro his merémur, erípias.

Erzeige uns, Herr, Deine unaussprechliche Barmherzigkeit, auf dass Du uns von allen Sünden erledigst, und die Strafe, die wir dafür verdienen, schenkest.

Deus, qui culpa offénderis, poeniténtia placáris: preces pópuli tui supplicántis propítius, réspice; et flagélla tuae iracúndiae, quae pro peccátis nostris merémur, avérte.

O Gott, der Du durch die Sünde erzürnet und durch die Buße versöhnet wirst, sieh an das Gebet Deines demütigen Volkes und wende ab die Geißel Deines Zornes, die wir für unsere Sünden verdienen.
Omnípotens sempitérne Deus, miserére famulo tuo Pontífici nostro N., et dírige eum secúndum tuam cleméntiam in viam salútis aetérnae: ut, te donánte, tibi plácita cúpiat, et tota virtúte perfíciat. Allmächtiger, ewiger Gott, erbarme Dich Deines Die­ners, unsers obersten Hirten N. und leite ihn nach Deiner Güte auf dem Weg des ewigen Heils, damit er durch Deine Gnade nach dem, was Dir gefällt, trach­te, und es mit aller Kraft ins Werk richte.
Deus, a quo sancta desidéria, recta consília et justa sunt ópera: da servis tuis illam, quam mundus dare non potest, pacem; ut et corda nostra mandátis tuis dédita, et hóstium subláta formídine, témpora sint, tua protectióne, tranquílla. O Gott, von Dem die heiligen Begierden, guten Anschläge und gerechten Werke entspringen, gib Deinen Dienern den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen sich Deinen Geboten er­geben und unsere Zeiten von der Furcht der Feinde befreiet und durch Deinen Schutz ruhig sein mögen.

Ure digne Sancti Spíritus renes nostros et cor nostrum, Dómine: ut tibi casto córpore serviámus, et mundo corde placeámus.

O Herr, entzünde unsere Nieren und Herzen mit dem Feuer des Heiligen Geistes, auf dass wir Dir mit keuschem Leibe dienen und mit reinem Herzen gefallen mögen.

Fidélum, Deus, ómnium cónditor et redémptor, animábus famulórum famularúmque tuárum remissiónem cunctórum tríbue peccatórum: ut indulgéntiam, quam semper optavérunt, piis supplicatiónibus consequántur.

O Gott, Du Schöpfer und Erlöser aller Gläubigen, erteile den Seelen Deiner Diener und Dienerinnen die Nachlassung aller Sünden, auf dass sie die Verzeihung, die sie allzeit gewünscht haben, durch das andächtige Gebet erhalten mögen.

Actiónes nostras, quaesumus, Dómine, aspirándo praeveni et adjuvando proséquere: ut cuncta nostra orátio et operátio a te semper incípiat, et per te coepta finiátur.

Omnípotens sempitérne Deus, qui vivórum domináris simul et mortuórum, omniúmque miseréris quos tuos fide et ópere futúros esse praenóscis: te súpplices exorámus:

ut, pro quibus effúndere preces decrévimus, quosque vel praesens saeculum adhuc in carne rétinet vel futúrum jam exútos córpore suscépit, intercedéntibus ómnibus Sanctis tuis, pietátis tuae cleméntia, ómnium delictórum suórum véniam consequántur. Per Dóminum nostrum, Jesum Christum.

O Herr, wir bitten Dich, Du wollest unserm Tun und Lassen mit Deiner Gnade zuvorkommen und dasselbe durch Deine Hilfe fortsetzen, damit all unser Gebet und unsere Werke von Dir jederzeit anfangen und durch Dich geendiget werden.

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du über die Lebendigen und Toten herrschest und Dich all jener erbarmest, von denen Du voraus weißt, dass sie durch den Glauben und durch die Werke Dir zugehören wer­den, wir bitten Dich demütig, dass diejenigen, für wel­che zu beten wir uns vorgenommen haben und die entweder noch auf dieser Welt sich befinden, auf die Fürbitte aller Deiner Heiligen, durch Deine gütigs­te Barmherzigkeit die Nachlassung aller ihrer Sün­den erlangen mögen. Durch Jesum Christum unsern Herrn, Deinen Sohn, Der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und herrschet in Ewigkeit.

Amen.

(Priester:) Dóminus vobíscum.

P. Der Herr sei mit euch.

R. Et cum spíritu tuo.

A. Und mit deinem Geiste.

V. Exáudiat nos omnípotens et miséricors Dóminus.

R. Amen.

V. Der allmächtige und barmherzige Gott erhöre uns.

A. Amen.

V. Et fidelium ánimae per misericórdiam Dei requiéscant in pace.

R. Amen.

V.: Und die Seelen der Gläubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes in Frieden.

A.: Amen.

Hilary White, Et Tu, Benedicte? (Einige abschließende Gedanken zu Joseph Ratzinger)

native

Geschrieben am 12. März 2018 in The Remnant von  Hilary White

Übersetzung der Zitate ins Deutsche vom Übersetzer

Anmerkung der Redaktion [von The Remnant]: In einem Brief vom 11. März, unterschrieben vom emeritierten Papst Benedikt XVI und adressiert an Msgr. Dario Vigano, Präfekt des vatikanischen Sekretariats für Kommunikation, bietet der frühere Papst, wie berichtet wird, eine leidenschaftliche Verteidigung von Papst Franziskus gegen die Behauptung, ihm fehle eine theologische und philosophische Ausbildung. In aller Deutlichkeit bekräftigt dieser Brief, der Benedikts Unterschrift trägt, dass „es eine innere Kontinuität zwischen den beiden Pontifikaten gibt‟. Ob Benedikt diesen Brief tatsächlich geschrieben hat oder nicht, er gibt Veranlassung für eine Reihe schwerwiegender Fragen, die dringend beantwortet werden müssen, bevor die Geschichte das Buch über diese commedia diabolica schließt. Unser Dank gilt der Kolumnistin von The Remnant, Hilary White, die im Folgenden die wichtigsten Inhalte zusammengefasst hat. MJM

Kürzlich fragte mich der Herausgeber eines „konservativen‟ katholischen Magazins ob ich daran interessiert sei einen Artikel über den Rücktritt Papst Benedikts vor fünf Jahren beizutragen. Ich lehnte ab und sagte ihm, dass ich mir moralisch sicher sei, dass alles, was ich dazu zu sagen hätte, nicht mit seinen redaktionellen Richtlinien vereinbar sein würde. Fünf Jahre ist es her, und ich habe bemerkt, dass wesentlich weniger Menschen darüber sprechen, was für ein „mutiger‟ Akt es war, das Pontifikat aufzugeben. Die Konsequenzen dieses Aktes waren so haarsträubend, dass sehr wenige Leute noch bereit sind, höfliche Bemerkungen darüber zu machen, selbst Leute, die größtenteils mit Franziskus einverstanden sind.

Tatsächlich möchten fünf Jahre nach der Resignation von Papst Benedikt die katholischen Gläubigen meist wissen, warum; warum entscheidet sich ein Papst – ein Mann mit Jahrzehnten an naher und persönlichen Erfahrung mit dem „Schmutz‟ in der Kurie und in der gesamten Kirche – plötzlich, zu gehen? Wie konnte er sich entscheiden, wegzugehen in dem Wissen, dass seine Aufgabe noch nicht erfüllt war? Zu dieser Zeit und seitdem, besonders im Licht dessen, was geschehen ist, scheint es einer der bizarrsten Aspekte dieser ganzen bizarren Situation, dass die Gründe, die dafür angegeben wurden, so trivial, so unangemessen, so unverhältnismäßig belanglos waren.

Diese absurden Antworten auf ernste Fragen von schwerwiegender Bedeutung haben zwangsläufig den Verdacht erweckt, dass Benedikt das Papstamt schlicht nicht so ernst nahm wie wir übrigen. Wir können nichts anderes als uns zu fragen, ob diese trivialisierten Antworten eine tiefe Schwäche offenbaren, die wir nie zuvor vermutet hätten. Können wir uns an ihm getäuscht haben? Und wenn ja, könnten wir uns so getäuscht haben?

Aus bestimmten Gründen war alles, was wir zu der Zeit hörten, im Wesentlichen „Ich bin müde‟. Es gab eine Andeutung, dass er sich den Reisen ins Ausland nicht mehr gewachsen fühlte, so dass er den Weltjugendtag und ähnliche Veranstaltungen nicht besuchen konnte. Das Trivialisierende der Resignation schien Hand in Hand mit dem modernen Konzept des Papstes als Popstar zu gehen, etwas, für das wir Benedikt als zu ernsthaft gehalten hatten, zu ernsthaft ein Katholik, um [an] sich selbst zu glauben. Gerade und erst recht von Benedikt XVI. hätten wir gedacht, dass er das Papstamt ernst nahm.

Und seitdem, seit all die Gifte eiligst aus dem Schlamm der Neuen Kirche schlüpfen, die fünfzig Jahre lang gelauert hatten, möchten viele Katholiken wissen, warum wir nichts von ihm hören? Von diesem Mann, von dem wir geglaubt hatten, er sei ein „Streiter für die Rechtgläubigkeit‟, von dem wir dachten, wir kennten ihn. Irrtum, sogar Häresie und Blasphemie strömen täglich aus dem Mund seines Nachfolgers, der den Vatikan buchstäblich in eine Räuberhöhle verwandelt hat, und wir hören nichts als die gelegentliche, vorsichtig mit Worten ausgedrückte Aussage, wie gut doch alles sei. Wie zufrieden er mit seiner Entscheidung sei und wie glücklich mit seinem derzeitigen Leben.

Nach drei Jahren des systematischen Niederreißens von Allem, was er in seinem Pontifikat versucht hatte, aufzubauen, haben wir dies von einem offensichtlich völlig unbekümmerten Ratzinger bekommen, was er Franziskus sagt: „Ihre Güte ist meine Heimstatt und der Ort, wo ich mich sicher fühle.‟ Jeder, der irgendwann etwas gelesen hat, was er geschrieben hat, war erstaunt, dass er fähig war, solch einen rührseligen Blödsinn zu produzieren, aber das Video lügt nicht:

Der neue Ton war so fremd, dass die Spekulation aufkam, dass er unter irgendeiner Art von äußerem Zwang stand, nicht frei zu sagen, was er meinte. Aber das ist es nicht, was wir sehen. Dort steht er, offenkundig glücklich und [mit klarer Stimme] laut sprechend.

„Vielleicht hat man ihm vorgeschrieben, was er zu sagen hat‟.

Nun, warum wiederholt er es dann? Warum, wenn er den geringsten Zweifel hat, lässt er sich für solche Zwecke [aus seiner Abgeschiedenheit gegen seinen Willen (– impliziert das englische Wort; d. Übs.)] herausholen, um solch offensichtliche Propaganda von sich zu geben? Wenn es Betrug ist, warum beteiligt er sich daran?

Tatsächlich nehmen ihn all die hoffnungsvollen Kommentatoren auf Blogs und in anderen sozialen Medien auf gewisse Weise nicht ernst, die mir immer wieder sagen, wie sehr sie ihn „vermissen‟: sie nehmen ihn nicht beim Wort. Einige bestehen darauf, dass sein Rücktritt unter irgendeiner Art von Zwang erfolgte und daher nicht gültig sei. Aber wir haben wiederholt von ihm gehört, dass er nicht unter Restriktionen gewesen sei, dass er freiwillig resigniert habe. Und tatsächlich, fern davon, ein isolierter „Gefangener des Vatikans‟ zu sein, empfängt Benedikt seitdem viele Gäste, die alle berichten, dass er, obwohl gebrechlich, zufrieden erscheint und niemals ein Wort der Kritik äußert. Wir  haben nichts davon gehört, dass er eine Notiz mit der Bitte um Befreiung unter einem Platzdeckchen auf dem Tisch verborgen habe.

Es gibt keinen Zweifel, dass dies eine extrem eigenartige und schlichtweg verdächtige Situation ist; irgendetwas passt nicht zusammen, das ist wahr. All die Fragen wurden ignoriert, oder man bekam leichtfertige, spaßige Antworten:

Warum haben Sie resigniert?

Ratzinger: „Ich war ein bisschen müde und mir war nicht danach, mit den Kids am Weltjugendtag eine Party zu feiern.‟

Wenn Sie nicht der Papst sind, warum tragen Sie immer noch weiß?

Ratzinger: „O, es gab keine schwarze Soutane, die mir gepasst hat.‟

Warum nennen Sie sich weiterhin Benedikt XVI, wenn Sie nicht länger Papst sind?

Ratzinger: „Nun, ich bin ‚Emeritus‛, nicht wahr …‟

Und woher kommt diese „Emeritus‟-Aufgabe her? Gab es das schon einmal in der Geschichte der katholischen Kirche? Was bedeutet das kanonisch und lehrmäßig?

Ratzinger: „…‟

Und was hat Gänswein für ein Zeug geredet, dass es ein geteiltes „Munus‟ [Papstamt] gebe – mit einem aktiven und einem „kontemplativen‟ Mitglied? Heißt das nicht einfach, dass es jetzt zwei Päpste gibt?

Ratzinger: „…‟

Und vielleicht das Quälendste an alledem: „Wie können Sie hier lächelnd sitzen und fadenscheinigen, platten Unsinn reden, während dieser Irre die Schafe eine Klippe hinunterstürzt?‟

Vor einigen Tagen fasste mein Freund Steve Skojec von der traditionalistischen -restaurativen Website onepeterfive die Fassungslosigkeit derer zusammen, die immer noch eine zurückhaltende Zuneigung zu (dem Mann, den wir)  Papst Benedikt (nennen), verspüren. Er fasst in seinem kurzen Beitrag [auf seinem Blog] all den Ärger und all die niederschmetternde Enttäuschung zusammen, welche die meisten von uns vielleicht immer noch fühlen, aber zögern, laut auszudrücken:

Heute vor fünf Jahren gab Papst Benedikt XVI das Papstamt auf. Und durch die Abtretung seiner Pflicht die Kirche zu weiden, machte er den Weg frei für das schlechteste Papstamt aller Zeiten – eines, dessen er sich unerschütterlich weigert, sich in Wort, Tat oder sogar in der feinsten Geste zu widersetzen.

Sie mögen ihn aus verschiedenen Gründen lieben, Sie können ihm im Gegensatz dazu vermissen, aber Sie dürfen nicht die Verantwortung, die er hat, entschuldigenEr ist von seiner Familie weggegangen, hat die Türe für einen missbrauchenden Stiefvater offengelassen, und er sieht zu, wie seine Kinder geschlagen und in die Irre geführt werden, nicht in Stille, sondern in offensichtlicher Zufriedenheit.

Und dennoch ist er der beste der nachkonziliaren Päpste, weshalb er der einzige sein wird, der nicht heiliggesprochen wird.

Wer ist der wahre Joseph Ratzinger?

Es haben schon einige langjährige Beobachter des Vatikans mehr als einmal zu mir gesagt:

„Vielleicht war er ja gar nicht der, von dem wir dachten, er sei es.‟

Ich vermute, dass viel mehr daran ist, als die meisten Menschen sich vorstellen könnten. Ich denke wir machten den Fehler, der Presse zu glauben. Wir waren begeistert, dass die so bitter antikatholische Presse ihn hasste und fürchtete. Wir versäumten uns daran zu erinnern, dass sie überhaupt nichts vom katholischen Glauben wissen.

Was die Zeitungen uns nie mitteilten war, dass Joseph Ratzinger als junger Priester und Theologe als „progressiv‟ bekannt war, wie der Begriff 1962 verstanden wurde. Dieser Ruf wurde während seiner Arbeit als Peritus, Konzilstheologe eines der einflussreichsten Bischöfe im progressiven Lager, Kardinal Frings von Köln, gefestigt. Frings ist berühmt für seine Rede in diesem großen Drama, in welcher er die Glaubenskongregation kritisierte – und ihren Präfekten Cardinal Alfredo Ottaviani –, wegen des „Konservativismus‛‟ der „Schemata‟, das sind die Dokumente, welche von der Glaubenskongregation vorbereitet wurden, um die Diskussionen der Bischöfe zu leiten.

Nach dieser Rede gab es einen Aufruhr unter den Bischöfen des vorbereitenden Komitees, die forderten, dass das Schema – das in jahrelanger Arbeit entwickelt worden war – fallengelassen werden sollte. Dies wurde trotz Ottavianis vergeblichen Widerspruchs getan, und schnell wurden von einer Koalition aus deutschen und französischen „Progressiven‟ neue Dokumente zusammengeschustert, die sich freuten, dass sie nun – tatsächlich – die Kontrolle über das Konzil gewonnen hatten, noch bevor es begonnen hatte.

Inzwischen wurde enthüllt, dass es Joseph Ratzinger war – der unorthodoxe „progressive‟ Akademiker-Theologe, den Frings als seinen Sekretär nach Rom gebracht hatte – der die Rede geschrieben hatte.

Kardinal Henri de Lubac, der 1985 dieses Drama wieder in Erinnerung rief, schrieb:

„Joseph Ratzinger, ein Experte am Konzil, war auch der Privatsekretär von Kardinal Frings, dem Erzbischof von Köln. Da er blind war, nutzte er seinen Sekretär weitgehend dazu, seine Interventionen zu schreiben. Nun wurde also eine dieser Interventionen unvergesslich: es war eine radikale Kritik an den Methoden des Heiligen Offiziums. Trotz einer Antwort von Kardinal Ottaviani bestand Frings auf seiner Kritik.

„Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass an diesem Tag das Heilige Offizium, wie es sich dann selbst darstellte, von Ratzinger gemeinsam mit seinem Erzbischof zerstört wurde.

„Kardinal Seper, ein Mann voller Güte, initiierte den Umbau [des Heiligen Offiziums, welches zur Glaubenskongregation wurde Red.]. Ratzinger, der sich nicht verändert hat, führt ihn fort.‟

Ratzingers Ruf als „Progressiver‟ gründet weder auf einen Vorfall noch war er auf sein frühes Werk beschränkt. Er blieb unbemerkt beim Schreien über seine Laufbahn bei der Glaubenskongregation, dass er 1982 geschrieben hatte, ein Ruf an die Kirche, „niemals umzukehren‟ zu den fehlerhaftem Syllabus von Pius IX. In seinem Buch Prinzipien der katholischen Theologie stellte Ratzinger die Frage: „Sollte das Konzil widerrufen werden?‟ und empfahl als Antwort das „Niederreißen der Bastionen‟ der katholischen Kirche in Bezug auf die moderne Welt:

Die Pflicht ist es daher, das Konzil nicht zu unterdrücken, sondern das wahre Konzil zu entdecken und sich tief in das hineinzuversenken, was es wirklich möchte, in Bezug auf das, was seitdem geschehen ist.

Dies bedeutet, dass es keine Möglichkeit der Rückkehr zum Lehrplan gibt, was sehr wohl ein erster Schritt im Kampf gegen den Liberalismus und den aufkeimenden Marxismus hätte sein können, was aber nicht das letzte Wort sein kann. Weder das Annehmen noch die Ghettoisierung kann für den Christen das Problem der [Beziehung mit] der modernen Welt lösen. Daher war das „Niederreißen der Bastionen‟, nach dem Hans Urs von Balthasar schon 1952 rief, tatsächlich eine dringliche Aufgabe.

Es war notwendig, das sie [die Kirche] die alten Bastionen niederriss und sich nur auf den Schutz des Glaubens, und die Kraft des Wortes verließ, die ihre einzige, wahre und dauerhafte Stärke sind. Aber das Niederreißen der Bastionen kann nicht bedeuten, dass sie nichts mehr hätte, das sie beschützen müsste, oder dass sie aufgrund anderer Kräfte leben kann als derer, die sie hervorgebracht haben: das Wasser und das Blut, die aus der offenen Seite ihres gekreuzigten Herrn geflossen sind.

Es was seine These – eine tragende Säule der „konservativen‟ Ideologie – dass das „wahre‟ Konzil, wenn es nur ordentlich umgesetzt würde, die Rettung der Kirche und der Welt wäre; dies war ein Thema, von dem er niemals abließ.

Wie ironisch muss es jenen erschienen sein, welche sich an diese Geschichte erinnerten, das Ratzinger selbst dieses Amt übertragen wurde, das er „zerstört‟ hatte, und den von den Medien generierten Ruf eines „Erzkonservativen‟ erhielt. Und sie beginnt, nun eine Antwort nahezulegen – oder zumindest eine Anfrage darüber, warum in dieser langen Amtszeit so wenig erreicht wurde. Warum haben wir mit dem „erzkonservativen Rottweiler‟ Ratzinger in der Glaubenskongregation heute diese Situation? Was hat er getan, um die Explosion des Neo-Modernismus‛ zu stoppen – der während der Amtszeit von Johannes Paul II wie ein unbeaufsichtigter Flächenbrand in der gesamten katholischen Welt brannte?

Was hat das „Zum-Schweigen-Bringen‟ der Glaubenskongregation unter Ratzinger getan, um Hans Küngs Laufbahn als berühmter „Theologenpriester‟ zu stoppen, der von den Medien hofiert wurde, weil er den Katholizismus verabscheut? Küng, der trotz seiner offensichtlichen Häresie niemals vom Priesteramt suspendiert wurde? Können wir uns an irgendwelche andere Namen erinnern, die selbst bis zu diesem Ausmaß korrigiert wurden? Herzlich wenige.

Aber wir können uns sicherlich an viele erinnern, die ihr Leben und ihre Berufung offen damit verbrachten, den katholischen Glauben zu verneinen und zu unterminieren – wissenschaftliche Theologen, Ordensleute, Priester, Bischöfe und Kardinäle auf der ganzen Welt – ohne auch nur den geringsten Protest aus Rom. Vielmehr ist das skandalöse Pack von Betrügern, das wir derzeit im Episkopat haben, komplett das Produkt der Pontifikate des „erzkonservativen“ Johannes Paul II und des „Rottweilers‟ Benedikt XVI.

Warum dachten wir, dass Ratzinger, in seiner äußerst wichtigen Rolle als Präfekt der Glaubenskongregation, ein Bollwerk der Rechtgläubigkeit war? Ist es ganz einfach deswegen, weil wir uns so weit von dem alten Glauben entfernt haben, dass wir selbst keine realistische Vorstellung mehr vom Glauben haben, um vergleichen zu können, ein objektives Urteil abzugeben? Der „progressive‟ Zerstörer Ottavianis erbt seine Präfektur und den Beinamen „erzkonservativ‟ …

Tatsächlich behauptete Ratzinger selbst, dass er seine theologischen Ansichten niemals geändert habe. Damit wollte er sagen, dass seine alten Akademiker-Kollegen wie Küng und Kasper es waren, die nach den 1960ern weiter zur ideologischen „Linken‟ gerückt waren, während er seine Ansichten beibehalten hatte. Vielleicht können wir jetzt endlich dieses sein Wort akzeptieren als die Antwort, die all diese offensichtlich gegensätzlichen Puzzleteile passend macht. Vielleicht wurde die Welt der katholischen akademischen Theologie so verdorben, dass jemand, der 1963 „progressiv‟ genannt wurde, im Jahr 2005 wie ein „Streiter für die katholische Rechtgläubigkeit‟ aussieht.

Ist das der Grund, warum er zurückgetreten ist? Ist es einfach deswegen, weil sein Konzept der Kirche, des Papstamtes niemals das war, was Katholiken glauben? Vielleicht kommt ein Hinweis auf die Antwort von La Stampa 2015 die einen Teil der Memoiren von Silvano Fausti, SJ, veröffentlichte, der Beichtvater und geistlicher Leiter von Kardinal Carlo Maria Martini war, dem Paten der „liberalen‟ Europäischen Katholischen Kirche, und mutmaßlicher Leiter der „St. Gallen Maria‟, die – wie Kardinal Daneels zugab – jahrelang gegen Papst Benedikt verschworen war.

Fausti sagte, dass Benedikt sich im Juni 2012 im Bischofspalast von Mailand mit Martini getroffen habe. Martini habe Benedikt zum Rücktritt vom Papstamt gedrängt. Offensichtlich hatte Martini zur Zeit seiner Wahl, 2005, gesagt, dass es seine Hauptaufgabe sei, die Kurie zu reformieren. Bis 2012 hatte sich das als unmöglich erwiesen.

Warum sollte Benedikt sich von einem Mann wie Martini beraten lassen – dem „Paten‟ des „Liberalen Flügels‟ des Europäischen Katholizismus? Ich denke, die Frage würde sich einem Mann wie Ratzinger nicht einmal stellen. Sie waren als akademische Kollegen anerkannt. Sie waren Brüder im Bischofsamt. Sie  waren Mitglieder des Clubs. Jeglicher Anschein einer ideologischen Spaltung zwischen ihnen war im Wesentlichen ein Produkt der Erzählkunst der Medien. Warum sollte der Papst nicht den Rat seines angesehensten und älteren Kardinals annehmen?

Warum ist Walter Kasper Kardinal?

Eines der hervorstechenden Puzzleteile ist die offensichtliche Unfähigkeit dieser „konservativen‟ Prälaten, diese dreisten Feinde des Glaubens innerhalb des Episkopats und Kardinalkollegiums zu entdecken, geschweige denn erfolgreich zu bekämpfen. Es ist für die normalen Leute unbegreiflich zu glauben, dass, nachdem er sie so viele Jahre gehört und gelesen hat, Ratzinger mit Männern wie Walter Kaspar und Carlo Maria Martini befreundet bleibt, den mutmaßlichen Denkern der Sankt Gallen Mafia.

Als Papst Franziskus bei seiner ersten Ansprache zum Angelus im Jahr 2013 der Menge sagte, wie sehr er die Schreiben von Walter Kaspar liebte, begannen viele von uns, die schon viele Jahre lang den Vatikan beobachten, zu verstehen, wohin wir mit dem neuen Papst geführt werden würden. Jorge Bergoglio mag dem größeren Teil der katholischen Welt unbekannt gewesen sein, aber Walter Kasper war ein bekannter Häretiker, der kluge Medienmann für den „ultraliberalen Flügel‟ der Post-Vatikan-II-Kirche.

In einem Artikel über das Lebenswerk des Kardinals bemerkte Thomas Jansen, der Chefredakteur von Katholisch.de kürzlich, dass Walter Kasper den Schaden nicht hätte anrichten können ohne die direkte Hilfe von sowohl Johannes Paul II. als auch Papst Benedikt. Das riesige Debakel von Amoris Laetitia ist ebenso Kaspers Werk als auch Bergoglios. Dieser Mann, der sich 40 Jahre lang nicht die Mühe gemacht hat, seine heterodoxen Ansichten zu verbergen und viele Jahre seines Lebens einer Kampagne gewidmet hat, um genau dies zu erreichen.

Jansen weist darauf hin, dass Kasper denselben Vorschlag der Kommunion für Geschiedene Wiederverheiratete schon 1993 bringen wollte, zusammen mit Kardinal Lehmann, einem anderen Mitglied der „St. Gallen‟-Gruppe. Dies wurde von Ratzinger und der Glaubenskongregation gestoppt.

Dies wirft jedoch die nächste Frage auf: Wenn Ratzinger so gut wusste, welche Art von Kreatur Kasper war, warum war nicht der nächste Schritt, ihn hochkant aus dem Episkopat zu schmeißen? Warum wurde er nicht – zu allermindestens – wie Küng zum Schweigen gebracht? Kasper trat kürzlich wieder einmal vor die Medien und beklagte sich, dass er Häretiker genannt werde. Aber dies ist die schlichte Wahrheit: er ist ein Häretiker. Jeder weiß, dass er ein Häretiker ist, weil wir gehört haben, wie er seine offensichtlichen Häresien von allen Dächern rief, die er in den letzten Jahrzehnten finden konnte.

Nachdem er öffentlich gegen den Glauben arbeitete und noch immer arbeitet, anstatt degradiert, zum Schweigen gebracht, laizisiert und/oder exkommuniziert zu werden, machte Johannes Paul II ihn zum Kardinal. Erinnern Sie sich: Dieser Plan, die Kirche zu Amoris-Latitia-isieren, war 1993 von Ratzingers Glaubenskongregation gestoppt worden. Aber er wurde auf keine Weise degradiert, gemaßregelt oder korrigiert. Noch wurde er von einflussreichen Stellen entfernt. Weit entfernt davon! 1994 Kasper wurde Kasper in die Kurie des Vatikans aufgenommen und zum Co-Vorsitzenden der Internationalen Kommission für Lutherisch-Katholischen Dialog ernannt. 1999 machte er einen weiteren Schritt nach oben, als er zum Sekretär des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ernannt wurde, [das ist] das „ökumenische‟ Büro, wo seinem manifesten religiösen Indifferentismus freie Hand gegeben werden konnte. 2001 wurde er Kardinalsdiakon mit der phantastischen Verantwortung, in einem Konklave abzustimmen.

Dann erlaubte Benedikt ihm, Kardinal zu bleiben. Und, wie um dem das i-Tüpfelchen aufzusetzen [wörtlich: dem vergifteten Kuchen den letzten Schliff zu geben] (das ist Ratzingers Beteiligung in der Schaffung des Neuen Katholischen Paradigmas), sagt man nun, Benedikt habe seinen Rücktritt absichtlich so gelegt, dass sein alter Akademiker-Kollege am Konklave 2013 teilnehmen konnte.

Wie Jansen aufzeigte und Maike Hickson in einem Beitrag für One Peter Five zitierte:

Kardinal Kasper hat es nur knapp ins letzte Konklave geschafft, weil er gerade 80 Jahre alt geworden war. Aber da das Datum des Todes (oder des Rücktritts, wie im Fall von 2013) entscheidend ist, konnte er dem noch beiwohnen und in dieser Wahl abstimmen. (Wie manche Beobachter berichteten, war dies eine großzügige Geste gegenüber Kardinal Kasper, dass Papst Benedikt XVI sich entschieden hatte, rechtzeitig zurückzutreten.)

Entschuldigung, Maike, aber ich denke, dass dies kein nebensächlicher Aspekt ist. Ist es da verwunderlich, dass so viele Katholiken unzufrieden geworden sind?

Kardinal Ratzinger, Papst „Emeritus‟ Benedikt – wie auch immer Sie sich nennen möchten – ich habe eine Frage, die ich wirklich gerne von Ihnen beantwortet hätte: Warum ist dieser Mann immer noch Kardinal? Warum ist er noch Bischof? Warum darf er sich immer noch „katholischer Theologe‟ nennen? Warum haben Sie – offensichtlich mit Absicht, sichergestellt, dass er in der Lage war das Konklave zu betreten um zu entscheiden, wer Ihr Nachfolger werden würde?

Will das sonst niemand wissen? Möchten wir nicht alle wissen, warum Hans Küng noch Priester ist? Warum wurde es Kardinal Mahony erlaubt, als angesehener Mann in den Ruhestand zu gehen? Warum wurde ein Mann wie Weakland, der aktive Homosexuelle, der seinen Ex-Lover ausbezahlte, nicht exkommuniziert? An welche Namen erinnern wir uns alle, ganz spontan? Mein eigener Bischof in Victoria, der Okkultist Remi de Roo, Seattles Raymond Hunthausen, Miamis Favalora, Rochesters Matthew Clark, Derek Worlock von Liverpool … manchmal frage ich mich, wie lange diese Liste sein wird, wenn das alles vorbei ist.

Seit fünfzig Jahren möchten Katholiken wissen, warum niemals etwas getan wurde, da diesen Wölfen im Episkopat erlaubt wurde, Jahr um Jahr fortzufahren, die Kirche zu attackieren. Warum haben wir diese intellektuell und moralisch kompromittierten Männer so oft gesehen, wie sie zu einem höheren Rang erhoben wurden, trotz der unglaublichen Frechheit [und] des Hasses wider den Katholischen Glauben?

Ende des „Regenschirm-Katholizismus‛‟

Ross Douthat von der New York Times ist unter denen die beginnen, diese Fragen zu stellen. Maike Hickson zitiert ihn, indem sie von dieser bizarren Situation schreibt – in der jeder der sogenannten „Sankt Gallen Mafia‟ Prälaten, einschließlich Kasper, sich offen für die faktische Abschaffung der Katholischen Morallehre einsetzt: „Es war charakteristisch für den faktischen Waffenstillstand der Kirche (zwischen Konservativen und Progressivisten), dass Johannes Paul II. selbst den meisten von ihnen ihre roten Birette gegeben hatte, [und] sie trotz ihrer Unstimmigkeit mit seinem restaurativen Ansatz [zu Kardinälen] erhob.‟

Wenn Journalisten über den Katholizismus sprechen, reden sie oft über einen Mann wie Kasper einer ist – wie seine Wikipediaseite es ausdrückt – „einer der Hauptfiguren des liberalen Flügels der katholischen Kirche.‟ Und dies soll vermutlich irgendeinen Sinn für Katholiken machen, es wird von uns erwartet, dies als die Realität unserer Zeit zu akzeptieren. Es gibt einen „liberalen Flügel‟ und einen „konservativen Flügel‟ und sie sind beide katholisch.

Steve Skojec sagte mir, dass unsere Bereitschaft, das ganze „Papst-Emeritus‟-Affentheater mitzumachen, ein Fehler war:

„Ich denke, das Problem ist, dass wir alle mit ihrem Fantasiespiel mitmachten, und wir hätten es nicht tun sollen.‟

In der Tat beginne ich darüber nachzudenken, dass die Bereitschaft der meisten Katholiken, mit dem ganzen Affentheater eines postkonziliaren Katholizismus‘ mitzumachen,  ein gravierender Fehler war. Indem wir mitmachten, indem wir vorgaben, dass wir „konservative Katholiken‟ in diesem Neuen Paradigma sein könnten, das auch „liberale Katholiken‟ einschließt, haben wir ihnen geholfen, einen der ungeheuerlichsten Betrügereien der Menschheit zu begehen.

Wegen dieser schizophrenen Haltung der Kirchenleitung seit 1965 sind wir nun dahin gekommen, die grundlegende Prämisse zu akzeptieren: Dass die Kirche ein „großer Regenschirm‟ mit viel Platz für Menschen aller persönlichen Meinungen ist, das solche Fragen wie [z. B. die] Liturgie Fragen des persönlichen „Geschmacks‟ sind … dass zwei Gegensätze beide katholische Wahrheit sein können.

Diese Schizophrenie ist das Modell, unter dem die „Konservativen‟ die ganze Zeit gearbeitet, und durch das sie einen Mann wie Joseph Ratzinger als „konservativen Streiter für die Rechtgläubigkeit‟ beurteilt haben. Was wurde dadurch erreicht? Es errichtete einen Schutz für die Männer von Kaspers Clique, und so konnten sie vor fünf Jahren ihren Mann auf den Thron Petri manövrieren.

Und genau so ist das Gerede über „Toleranz‟ und den „großen Regenschirm‟ nun vorbei und die Reinigung der treuen, gläubigen katholischen Ordensleute, Seminaristen, Priester und Akademiker hat begonnen. Wie es sein musste. Sie zumindest hegen nicht diesen ungesunden Widerspruch und verstehen – und sagen es vielfach laut –, dass das Neue Paradigma und die Katholische Kirche nicht dasselbe sind. Und ihre Neue Kirche ist die einzige, die übrig ist.

Fünf Jahrzehnte lang spielten wir das Anglikanische Spiel [d.h. alle Widersprüche integrieren zu wollen und Probleme auszusitzen Red.]; solange wir nicht darüber reden, gibt es kein Problem. Ottavianis Heiliges Offizium und die Schemata war der letzte Atemzug der alten Kirche – und wie de Lubac oben sagte, sie wurde von Joseph Ratzinger umgebracht. Wir hatten eine lange Pause, in denen die Päpste vorgaben, es habe sich nichts Wesentliches geändert, während die Institution um sie herum auf das Neue Paradigma herein fiel, bis das Papsttum das einzige war, was übrig blieb.

Eines der Dinge, die ich gesagt habe, ein verhüllter Segen und eine enorme Erleichterung, über die Ära Bergoglio ist, dass wir nun endlich die absurde Situation einer Wojtyla/Ratzinger-Ära hinter uns haben. Von uns wurde in all diesen Jahren erwartet vorzugeben, dass wir im „Neuen Frühling des II. Vatikanischen Konzils‟ seien, während wir zusahen, wie diese Wölfe in Schafspelzen die Schafe fraßen.

Nun können wir zumindest endlich aufhören vorzugeben, dass unter dem Neuen Paradigma der konziliaren Herrlichkeit doch alles prima sei. Für jene, die sich noch immer wundern: Bergoglio ist kein Schock, er ist nicht einmal eine Überraschung; er ist lediglich das logische Endresultat. Dieses Pontifikat ist keine Anomalie, es war das einzig mögliche Ergebnis, und es war so sehr das Werk Joseph Ratzingers wie Walter Kaspers.

Quelle:
https://remnantnewspaper.com/web/index.php/articles/item/3786-et-tu-benedict-some-final-thoughts-on-joseph-ratzinger

 

Katharina von Genua: Traktat über das Fegefeuer (9 von 21)

Was ist das Ziel des geistlichen Lebens? Gleichförmig mit Gott zu werden auch gleichförmig, was den Verstand anbelangt. Die griechischen Kirchenväter nannten es homónoia katà ton nóon. Und wo erfährt man es? Im Fegefeuer spätestens, falls man es dorthin schafft. Da ist man gar nicht in der Lage anders zu denken, als Gott denkt und anders zu urteilen als Gott urteilt. Da fällt endlich der Schleier von unserer Seele, womit wir uns ein X für ein U vormachen. Nein, nicht nur uns gegenüber, um sich zu entschuldigen, sondern um auch andere zu entschuldigen, damit das Leben überhaupt erträglich ist.

Unsere guten Priester, die sooo fromm sind und es sooo schwer haben ..

Die guten konservativen Päpste Johannes XIII., Paul VI, Johannes Paul II, Benedikt XVI, sie sooo viel  Gutes für die Kirche taten ….

Der gute, arme Benedikt….der will gaaanz anders, aber die lassen ihn nicht ….

Erkennen Sie diese Argumentation? So argumentieren die Frommen. Sie biegen sich die Wirklichkeit zurecht, z.B. Bergoglio ist ein guter Papst, welche dadurch absolut unverständlich wird, weil sie von der falschen Prämisse ausgehen. Ist es Lüge? Nicht unbedingt. Es ist mehr Selbstschutz. Aber spätestens im Fegefeuer werden die Schuppen vor Augen fallen und wird werden für alle Notlügen zur Rechenschaft gezogen. Ja, es ist schwierig wirklich in der Wirklichkeit zu leben.

 

IX. Kapitel

Alle diese Dinge, von denen bisher die Rede war, sind so, wie ich ihrer in meinem Geiste versichert worden bin, soweit ich es in diesem Leben verstehen kann, so überwältigend, daß jede Sicht dieses Lebens, jedes Wort, jedes Gefühl, jede Vorstellung, jede Gerechtigkeit, jede Wahrheit mir mehr Lüge als Wahrheit zu sein scheint. Ich bin von den Worten darüber, an deren Stelle ich keine kräftigeren finde, eher verwirrt als befriedigt und sage darum lieber nichts weiter mehr.

Alle diese Dinge, von denen ich gesprochen habe, sind im Vergleich zu dem, was ich in meinem Geist fühle, nichts, weil ich eine so große Gleichförmigkeit Gottes mit der Seele sehe, daß er ihr, wenn er sie in jener Reinheit sieht, in der er sie geschaffen hat, eine bestimmte Anziehungskraft verleiht, und einen solch verbindenden Liebesblick auf sie wirft und sie an sich bindet und an sich zieht in einem solchen Feuer der Liebe, das genügen würde, die Seele, die doch unsterblich ist, aufzulösen. Und diese göttliche Anziehungs-kraft bewirkt, daß die Seele so in ihren Gott umgestaltet wird, daß man meinen könnte, sie sei überhaupt nichts anderes als Gott. Er zieht sie beständig an sich und entflammt sie immer mehr und läßt darin nicht nach, bis er sie zu jenem Seinszustand gebracht hat, von dem sie ihren Ausgang genommen hat, das heißt zu jener lauteren Reinheit, in der sie geschaffen worden ist. Wenn die Seele kraft der inneren Schau sich von Gott durch ein so großes Feuer der Liebe angezogen fühlt, so zerfließt sie ganz in der Glut dieser feurigen Liebe ihres süßen Gottes, die sie in ihren Geist einströmen fühlt. Wenn sie dann in jenem göttlichen Licht sieht, wie Gott nie aufhört, sie an sich zu ziehen und sie liebevoll zu ihrer totalen Vollendung zu führen, und zwar mit so viel Sorge und Umsicht, und das alles nur aus lauter Liebe, wenn also die Seele das sieht und ihr Gott in seinem Lichte zeigt, daß sie sich in jenem Hindernis befindet, auf Grund dessen sie noch nicht dieser Anziehungskraft der einigenden Liebe Gottes, die er ihr zuwendet, folgen kann; und wenn die Seele dann auch noch einsieht, was es für sie bedeutet, noch zurückgehalten zu werden und das göttliche Licht noch nicht schauen zu können; und wenn dazu noch jener Drang in der Seele kommt, die ohne Hindernis sein möchte, um sich von dieser einigenden Liebe anziehen zu lassen, so sage ich, daß die Erkenntnis all dieser vorhin genannten Dinge das ist, was jene schmerzliche Qual erzeugt, die die Seelen im Fegfeuer erleiden.

Nicht als ob diese Seelen ihrer schmerzlichen Strafe, auch wenn sie überaus groß ist, besonderes Gewicht beimessen würden, es hat für sie viel mehr zu bedeuten, daß sie in sich noch jene Gegensätzlichkeit zum Willen Gottes vorfinden, den sie doch ganz klar von jener äußersten lauteren Liebe gegen sie entflammt sehen, die sie so stark mit jenem verbindenden Liebesblick anzieht, als habe sie überhaupt nichts anderes zu tun.

Darum würde die Seele, wenn sie noch ein weiteres Fegfeuer über diesem vorfände, in welchem sie noch schneller von diesem Hindernis befreit werden könnte sich sogleich mit dem Ungestüm jener Liebe, die zwischen Gott und der Seele Gleichförmigkeit herstellt, da hineinstürzen.

Hilary White, Sie treten nun in das Bergoglianische Zeitalter ein: Bitte nehmen Sie Ihre Sonnenbrille ab!

Carl_Ludwig_Beutler_(attrib.)_-_Die_Qualen_der_Hölle_(ca.1669)

FEB 19, 2018 by  HILARY WHITE  in FIGHTING BACK

DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) entwickelt immer mehr ein Gespür für die Befindlichkeit seiner Leser, welcher er irgendwie der „Atmosphäre am Blog“ entnehmen kann. Wie ist das zu verstehen? Dass er zu spüren glaubt, dass manche Inhalte und Beiträge die Leser sehr erfreuen, manche hingegen verunsichern und betrüben. Zu den Beiträgen, die erfreuen, gehören konkrete Anleitungen, meistens mit Basteltipps, zum spirituellen Leben wie Gebetsecke basteln, Figuren kaufen, Kreuzweg beten etwas also, was einen praktisch aufbauen kann. Zu den Beiträgen die betrüben, gehören harte Polemik, Reprobation, Nachrichten aus dem Vatikan und die Androhung des Höllenfeuers.

Wenn wir also wissen, was die Menschen lesen wollen, warum schreiben wir nicht ausschließlich solche Beiträge?

Weil es Betrug wäre. Katholizismus ist nicht heile Welt, schon gar nicht unter der Bergoglio-Herrschaft. Sie finden z.B. auf gloria.tv oder auf anderen Blogs Beiträge von LeserInnen, die sich herzrosenduft, herzmariens mit Rosenduft, rosenduftundmaria etc. nennen und die blumige, sentimentale und überzuckerte Privatoffenbarungen posten, in der Hoffnung, dass andere sich genauso wohl dabei fühlen werden, wie sie selbst. Diese übertriebene Süße kommt aber nicht von Gott und ist höchstens eine gutgemeinte Sentimentalität. Eine andere Vermeidungsstrategie ist das hoffen auf das Strafgericht Gottes per Meteoriteneinschlag und den nicht näher definierten „Triumph des Unbefleckten Herzens“ Mariens. Dieser wird wohl kommen, aber ganz anders als wir es uns denken würden. Leben ist Kampf und Kampf ist nicht sentimental, was DSDZ bei seinen Prozessen gelernt hatte. Wir sind die kämpfende Kirche. Punkt. DSDZ hätte sich wirklich nicht träumen lassen, dass er grundlos und fristlos entlassen werden würde und seine Firma dachte wohl nicht, dass er sie dermaßen erfolgreich verklagen wird. Beide Parteien haben einander wohl unterschätzt. Die schreibende Partei, d.h. DSDZ, hat aber gewonnen.

Was können wir daraus lernen?

Das man mit der allerschlimmsten Entwicklung jederzeit rechnen muss und sich darauf vorbereiten sollte, da es niemand für uns macht. Die schlimmst-mögliche Entwicklung in der Kirchengeschichte heißt Bergoglio und diese dauert noch an. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach ihm „ein guter, konservativer Papst“ kommen wird, ist gleich Null. Schauen Sie sich das Kardinalskollegium an. Woher soll man einen katholischen Papst denn nehmen? Wir ließen uns viel zu lange einlullen, weil die Wahrheit zu hart zu ertragen war. Und wie lautet die Wahrheit?

  • Fast alle Kardinäle sind ungläubig.
  • Fast alle Bischöfe sind ungläubig.
  • Fast alle Priester sind ungläubig.

Woher wir das wissen? Aus den fehlenden Reaktionen auf Amoris Laetitia und das übrige Bergoglio-Pontifikat, denn der Glauben ist kein heimeliges, inneres Gefühl, dass man tief drinnen empfindet, während man nach außen der Apostasie von Amoris Laetitia zustimmt. Ein Kardinal, Bischof oder Priester, der nicht explizit gegen AL vorgeht, ist selbst in Apostasie gefallen. Wenn er nicht einsitzt oder nicht wegen des Protestes gegen AL suspendiert wurde, dann hat er etwas falsch gemacht. Ja, ja, wenn die „schweren Jungs“ nicht im Knast sitzen, dann sind sie gar nicht so schwer. Deswegen ist dieses Herumeiern der Kardinäle Brandmüller und Müller nur noch peinlich. Nicht nur die DBK ist schuld, Franziskus ist schuld, weil er mit Amoris Laetitia die Kommunion für Ehebrecher und gleich noch für Protestanten ermöglichte. Seit AL gelten ja keine Normen und wir haben die reine Situationsethik. Hat denn Kard. Brandmüller keine Angst vor der Hölle? Lange wird er doch nicht mehr leben. Obwohl wir mit dem u.a. Beitrag von Hilary White unseren Lesern wieder wehtun werden, statt sie aufzubauen, so müssen wir der Wirklichkeit ins Auge blicken.

  • Wenn der Bergoglio-Eid kommt,
  • Wenn die „ökumenische Messe“ kommt,
  • Wenn die Auflösung des Zölibats kommt,

dann befinden sich diejenigen, die da mitmachen werden in Apostasie, dann sind sie vom Glauben abgefallen und haben ihm öffentlich abgeschworen. Vielleicht wird es noch irgendwelche Zwischenstufen geben oder Sacco di Roma findet vorher statt und es gibt eine „biologische Lösung“ im Vatikan wie damals 1527, aber es sieht ganz danach aus, dass diese Punkte kommen werden.

Was bleibt dann zu tun?

Dann muss man irgendwo im Walde, am besten in einem privaten Walde, eine Kapelle einrichten, einen vielversprechenden jungen Priester, am besten schon geweiht, entführen, ihm die Alte Messe beibringen oder ihn dorthin schicken, wo er sie lernen kann, rein prophylaktisch durchprügeln und damit sowie mit dem Kauf eines tragbaren Altars dazu bewegen, dass er täglich die Alte Messe liest, am Sonntag natürlich auch, sowie würdige und gültige Sakramente spendet. Er bekommt einen GPS-Chip eingepflanzt, damit er nicht weglaufen kann und falls doch, damit wir ihn wiederfinden, denn wir, die Gläubigen, werden für seinen Unterhalt aufkommen, wozu Quellwasser und Wurzeln zählen werden. Wir sind schließlich keine Kirchensteuerkirche! Zelebriert er gut und predigt schön, weil er fleißig betet und ein geistlichen Leben führt, dann gibt es auch etwas Warmes, ab und zu natürlich. DSDZ wird sein theologisches Wissen prüfen und ergänzen, damit der Jungpriester nicht auf schiefe Bahn gerät.

Und was ist mit der kanonischen Mission?

Die wird leider für einige Zeit ausgesetzt werden, solange sich die Kirchenhierarchie, wie z.B. in Deutschland, in Häresie, Schisma und Apostasie befindet. Kommt endlich ein katholischer Papst ans Ruder und eine richtig katholiche Hierarchie, dann gibt es eine sanatio in radice (Heilung an der Wurzel). Man kann den Jungpriester irgendwie einer ausländische Hierarchie, z.B. in Kasachstan, unterstellen als eine Art ein-Mann-Personalprälatur, früher nannte man es Exemption. Mittel und Tricks werden sich schon finden lassen, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Da es durchaus Männer gibt, die keine Anforderung scheuen, so ist es möglich, dass sich jemand findet, der dies freiwillig tut., denn was blüht einem Jungpriester schon in D, A und CH? Räterepublik, PastoralassistenInnen und Apostasie. Dann kann er gleich Einsiedler werden. Wir können ebenso einen katholischen Priester in China freikaufen, dann ist er schon das harte Leben gewohnt, Latein kann er wohl und Deutsch kann er lernen. Chinesen sind nicht unbegabt.

Wie ernst ist dieser Vorschlag denn gemeint?

Dass weiß DSDZ selbst nicht, aber am 05.03.2018 fällt ihm nicht Praktischeres ein. Ab und zu braucht man auch eine gültige Messe, von einem Priester zelebriert der

  • kein Konkubinarier,
  • kein Sodomit,
  • kein Ungläubiger,
  • kein Häretiker,
  • kein Apostat ist
  • und der sich im Gnadenstand befindet und ein spirituelles Leben pflegt.

Ja, solche Priester gibt es ab und zu, sogar in der Diözese DSDZ, aber nach dem Bergoglio-Schwur wird es wohl keine mehr geben und das in D, A und CH fast alle schwöre und auf einmal „papsttreu“ werden und vom „Heiligen Vater“ reden, steht außer Frage. Wir müssen vorsorgen. Deswegen Augen auf und durch, sowie hin zum realistischen Beitrag von Hilary White.

Vor kurzer Zeit schrieb mir ein konservativer Freund aus Canada per Facebook:

„Denkst du wirklich nicht, dass wir noch 50 solche Jahre vor uns haben?‟ 

Ich musste ihm sagen, dass ich keinen Grund sah, nicht so zu denken, und dass es an der Zeit sei, gewissen Realitäten ins Gesicht zu sehen. Ich sagte ihm, er solle daran denken, dass wir nach beinahe 40 Jahren „konservativer‟ Päpste – wie dieser Begriff heutzutage verstanden wird – in diese Situation gekommen sind. Dies ist nicht die Tat eines Mannes oder gar einer Gruppe höchst erfolgreicher Verräter. Das ist die Wüste der Realität, und sie wurde lange, lange vorbereitet.

Wir müssen nun beginnen ernsthaft darüber nachzudenken, wie wir in dieser Situation vorwärtskommen. Wir können sie nicht ändern. Kein Satz, der mit „Ich wünsche mir‟ beginnt ist es wert, dass man darüber nachdenkt, wie man ihn beendet. Mir wurde kürzlich von einem Beichtvater geraten, nicht zu versuchen, die Welt zu zwingen, zu sein sie sie sein sollte, sondern zu versuchen, im Hier und Jetzt in ihr zu leben, wie sie tatsächlich ist. Es ist nun mal wie es ist. Und wir müssen beginnen, uns konkret auf eine lange geistliche und kirchliche Hungersnot vorzubereiten.

Mehr als fünf Jahre lang – und in der Tat einen Großteil der letzten fünf Jahrzehnte lang – haben gläubige Katholiken auf die Hierarchie geschaut, um eine Hilfeleistung [das engl. Wort kann auch als „Rettung‟ übersetzt werden, Anm. d. Übs.] zu erhalten, die nie gekommen ist. Wir dachten, der „konservative‟ Johannes Paul II würde uns vor den „Liberalen‟ retten, aber es stellte sich heraus, dass „Konservativismus‟ nicht das war, was wir gedacht hatten. Eine sehr kurze Analyse der Amtszeit von Johannes Paul II liefert zu allermindestens viele sehr schwierige Fragen über dieselbe.  Alle Kardinäle, die im letzten Konklave abstimmten – einschließlich der frühere Erzbischof von Buenos Aires – waren von Johannes Paul oder Benedikt ernannt worden.

Dieser Coup war hauptsächlich wegen des Konservativismus‘ so erfolgreich: die Kompromiss-Dialog-und-Beschwichtigungs-Mentalität, die einen „konservativen‟ Prälaten kreiert, ist die weit offene Tür, durch welche die Bergoglianer schritten.

Nach dem letzten Konklave standen wir noch immer und schauten am Horizont nach Rettung aus:

Eine Zeitlang dachten wir, dass vielleicht Benedikt der Mann war, nach dem wir uns so sehr sehnten bis er zusammenkrachte, ohne es zu sein. Dann…

Eine Zeitlang dachten wir, dass die „guten Bischöfe‟ etwas auf der Synode sagen würden. Dann …

Eine Zeitlang dachten wir irgendwie, dass vielleicht die Dubia das sein würden, um den unkontrollierbaren Bergoglianischen Kastenwagen des Petrus aufzuhalten. Dann …

Wir sahen haufenweise Petitionen, hunderttausende Menschen [nicht nur eine!] Correctio Filialis unterzeichnen, Glaubensbekenntnisse, theologische Zensuren und anderes. Kann sich jemand erinnern, wie viele das waren? Klar ist die Sache mit den Petitionen ebenso toter Buchstabe wie das alte Buch In der Wahrheit Christi bleiben

Was ich befürchte ist, dass, wenn wir immer noch auf die „konservativen‟ Bischöfe oder Kardinäle schauen und darauf warten, dass sie in der letzten Minute über den Berg angaloppiert kommen, wir es versäumt haben werden, uns genügend auf die Realität vorzubereiten, die wir im Hier und Jetzt vorfinden. Ich denke, dass die Zeit gekommen ist, endlich über die Möglichkeit zu sprechen, dass wir in eine langen Durststrecke schauen, genauso wie auf einen katastrophalen Zusammenbruch der Einheit der Kirche. Das Zweite Vatikanische Konzil und seine entsetzlichen Nachwirkungen belastete die Katholische Lehre bis zur Grenze der Belastbarkeit; die Bergoglianer haben sie gebrochen. Das Schisma, das viele vor Jahrzehnten vorausgesagt haben mögen, ist nun endlich da. Dies sind heute die Fakten, mit denen wir uns befassen müssen.

Wir werden uns der Tatsache stellen müssen, dass wir nicht mehr lange in der Kirche willkommen sein werden. Ich habe eine zeitlang gesagt, dass der Zweck des Pontifikats Bergoglios es ist, die Reste der Opposition zu eliminieren. In den ganzen Jahren konnten wir die eine Pfarrei, den einen guten Orden, das eine gute Seminar finden, die eine gute Schule. Diese kleinen Ghettos des „Konservatismus’‟ oder sogar Traditionalismus‘ werden bald zu räumen sein. Werden tatsächlich gerade geräumt, während wir sprechen.

Das Regime besteht nicht aus so naiven Narren wie die „Konservativen‟ es sind, und ihre Gesinnung ist ihnen fremd, wie es mit der gesamten modernistischen „progressivistischen‟ Schule in jedem Bereich des Lebens in unserer Gesellschaft ist (wie sie in der Tat uns gegenüber sein muss, denn dieser Nonsens ist das Produkt von nichts weiterem als einem lauwarmen Mangel an Überzeugung). Nun haben sie alle Macht und wir können sicher sein, dass das Zeitalter der Toleranz vorüber ist. Was auch immer wir uns noch fragen, wir können uns sicher sein, dass die Anpassung vieler Ansichten weiterhin kein Kennzeichen der modernen Kirche sein wird; es wird keinen „großen Regenschirm‟ geben. Es gibt dafür einen Grund, den man „Totalitarismus‟ nennt.

Die Dinge, von denen wir denken, dass sie notwendig sind, werden nun weggenommen.

Wie ein gewisser Gen-X [Generation X, diejenigen, die unter JP2 groß wurden] Kamerad heute in einer Diskussion darüber sagte, was statt Summorum Pontificum kommen wird:

Summorum lebt nur, weil Benedikt lebt. Es geht binnen sechs Monaten nach Benedikt. Faggioli und Co. haben den Grund für seine Zerstörung vorbereitet. Im Laufe der Zeit wird es endgültig unterdrückt werden. Aber zuerst muss die generelle Erlaubnis widerrufen und der Traditionalismus zur FSSP, ICKs etc. „ghettoisiert‟ werden. 

 

Dann werden die gifthaltigen Tradis, welche die Werke des Neuen Paradigmas mit ihrer Kritik an der Barmherzigkeit™ vermasseln, ihre persönliche Apostolische-Visitationsbehandlung wie bei der FFI bekommen. Traurigerweise ist der krypto-Lefebvrianismus überall und muss ausgerottet werden … 

Dann wird Jorge/Tagle als Zeichen der Barmherzigkeit™ beginnen, zwangsweise die Hybrid-Messe einzuführen, die man in Buenos Aires schon getestet hat. Weil Benedikt zwei Formen wollte, die einander inspirieren! Obwohl Magnum Principum beginnen wird, sich Richtung Kongregationalismus zu bewegen, indem es die beiden Formen sogar noch mehr zu einem Treffen von zwei Nordpol-Magneten macht. Dann, wenn niemand die Hybridmesse besucht, wird sie geschlossen, weil die Schafe den Geruch nicht mochten. Dann wird es VORWÄRTS, VORWÄRTS – IMMER VORWÄRTS gehen!

Ich möchte unsere Aufmerksamkeit nun auf das richten, was wir für die nahe Zukunft tun werden, in einem praktischen Sinn. Ich möchte eine Reihe kurzer Beiträge machen, auf der Grundlage einer Reihe von Fragen, die ich einer gewissen Anzahl redegewandter Tradis stellen werde, die wissen, dass wir ernsthaft darüber nachdenken müssen, was wir auf lange Sicht tun werden. Ich habe folgende Fragen versandt und werde es auch weiter tun, um Meinungen darüber zu erhalten, wie wir in einer Kirche und einer Welt vorgehen sollten, die gegenüber Gläubigen immer feindlicher wird – ob wir selbst uns „Traditionalisten‟ nennen oder nicht.

  • Welche Pläne machen wir jetzt um sicherzugehen, dass wir gültige Sakramente empfangen können, zumindest das Minimum, das von den Vorschriften der Kirche verlangt wird?
  • Wie planen Eltern, ihre Kinder den Glauben zu lehren und sie vor Fehlern in der Lehre zu schützen, die von ihrer katholischen Schule kommen, von der Pfarrei, vom Bischof, von der nationalen Bischofskonferenz und vom Vatikan?
  • Wie [gut] sind wir darauf vorbereitet, Fragen über den Glauben und die Kirche zu beantworten – einschließlich derer über die aktuelle Situation –, die von Menschen gestellt werden die darüber nachdenken, katholisch zu werden, und zwar auf eine Art und Weise die ihnen hilft, mit vollem und genauem Wissen in die katholische Kirche aufgenommen zu werden?
  • Wenn wir daran denken, ein Leben in einem Orden o. ä. zu beginnen, was sind unsere Pläne für den Fall, dass das Kloster im Fall des Verweigerns eines Eidesaufgelöst wird oder wenn dort [mit uns] nur wenige andere sind, die den Glauben nicht aufgeben wollen?
  • Wenn Sie ein junger Mann wären, oder Eltern eines jungen Mannes, wie würden Sie handeln, wenn der Gedanke an das Priestertum aufkeimt?
  • Wenn Sie ein Bischof wären, der sich weigert, Amoris Laetitia zu „implementieren‟ – und was auch immer als nächstes kommt – was täten Sie, wenn man Sie nach Rom riefe, damit Sie dies [Amoris Laetitia implementieren] tun?
  • Wie planen Sie in Ihrer gegenwärtigen Lebenssituation, den katholischen Glauben weiterhin zu praktizieren und die Pflichten, die daraus erwachsen zu erfüllen?

Die Leute fragen mich oft „Was können wir tun?‟ Ich nehme diese nun ernst und frage die klugen und erfahrenen Leute, Laien, Ordensleute und Priester (ich kenne sogar einen Bischof oder zwei, die ich vielleicht fragen werde), was sie denken, was uns in der unmittelbaren Zukunft bevorsteht und wie wir damit umgehen können.

Und ich wüsste gerne von meinen Lesern, wie sie planen, mit dem kommenden Bergoglianischen Zeitalter umzugehen. Im Folgenden finden Sie das Word Dokument, dass ich verschiedenen Menschen senden werde. Wenn sie antworten, werde ich ihre Antworten hier einstellen und wir können beginnen darüber nachzudenken, einen ernsthaften Plan zu erstellen. Sie können sich gerne beteiligen und Ihre eigenen Ideen per Email oder auf What’s Up With FrancisChurch facebook einbringen. 

Eine Unterhaltung mit Tradition

Es gibt zahlreiche Reaktionen auf diesen oder jenen Aspekt des Bergoglianismus. Aber wenn wir die Kamera etwas zurücknehmen [den Blickwinkel erweitern] erkennen wir die Tatsache, dass sie während der letzten fünf Jahre das neue Paradigma „in die Freiheit entlassen‟ haben – die neue Religion – Stück für Stück, systematisch und tatsächlich mit einer gehörigen Portion Logik. 

Lassen Sie uns über die post-Bergoglianische Zukunft sprechen. Was sind unsere Möglichkeiten in Anbetracht der aktuellen „Marschrichtung‟ der Kirche? Wir beginnen mit der Annahme, dass Amoris Laetitia tatsächlich als Keil dient der in das Herz der Kirche geschlagen wird, um sie zu spalten. Denken Sie, dass es dadurch eine allgemeine Spaltung der Kirche geben wird, wenn ja: wie werden die verschiedenen Teilchen und Stückchen aussehen?

Stellen wir uns vor, dass da jene sein werden – Chaput zum Beispiel – der die Amoris Laetitia als seine Markierungslinie bezüglich der Sexualmoral ziehen wird, aber wer wird damit fortfahren, über die enormen Unterschiede zwischen Katholizismus und Bergoglianismus in anderen Punkten zu schreiben? Wird es eine formale öffentliche Spaltung zwischen den Bergoglio-Enthusiasten wie Wuerl und jenen geben, die weiterhin darauf bestehen, dass außer Amoris Laetitia alles in Ordnung ist? 

Sehen Sie dies als allgemeine Möglichkeit für die selbsternannten „Konservativen‟? Oder wächst die Erkenntnis, dass Amoris Laetitia nur ein fatales Symptom einer größeren Krankheit ist? 

Lassen Sie mich weiter fragen: was sind die verschiedenen Möglichkeiten für Laien, Priester und Bischöfe? Was sollte z. B. ein Bischof tun, wenn er seine Diözese isoliert in einem Meer von Amoris Laetitia-Bichöfen und einer bergoglianischen Bischofskonferenz vorfindet? Wird es katholische Inseln geben, sichere Zonen, umgeben von Meeren voller Zombies, Orcs und Morlocks? 

Welche realen Befugnisse, zu widerstehen hat ein einzelner Bischof angesichts eines Papstes Tagle, Cupich oder Maradiaga? Ist es kanonisch oder gemäß der Doktrin machbar für einen Bischof – der vielleicht beauftragt wurde, Homosexuellen-„Segnungen‟ durchzuführen oder Frauen zu Diakonen zu weihen – zu sagen: „Es tut mir Leid, Heiliger Vater, aber mein Gewissen verpflichtet mich, ihren Auftrag abzulehnen.‟? Was geschieht, wenn er bedrängt und aus dem Bischofsamt geworfen wird und seine Diözese ein anderer erhält, der fügsamer ist? 

Es scheint klar zu sein, dass obwohl Johannes Paul II und Benedikt sich weigerten, ihre Schlüsselgewalt dazu zu nutzen, dass die Kirche schlechte Männer loswird, die Bergogliosekte sich der Möglichkeiten dieser Macht bewusst ist und nicht zögert sie zu nutzen, um gute Männer loszuwerden. Ich vermute, dass es nützlicher ist zu fragen, wozu sie keine Macht haben. Inwiefern es ihnen nicht möglich ist, gegen einen widerspenstigen Bischof vorzugehen? 

Was sollten Laien tun? Ich erinnere mich daran, dass John Muggeridge Hamish Fraser zitierte: “Was auch immer sie in Rom tun, ich bleibe katholisch.‟ Wir sagen nun seit einiger Zeit: „Bewahren Sie den Glauben, praktizieren Sie den Glauben und geben Sie in weiter wo immer Sie können.‟ Tun Sie alles in Übereinstimmung mit ihrem Lebensstand. Aber gibt es noch mehr, was Sie vorschlagen können?

Quelle:

Hl. Leonard: Die kleine Anzahl derer, die gerettet werden (2 von 10)

Warum sind all diese unten genannten Heiligen und Theologen so streng?,

könnte man fragen. Weil sie Bescheid wissen. Weil sie durch ihre eigene Heiligkeit und Gelehrtheit dermaßen nahe an der objektiven Wirklichkeit sind, dass sie wissen, wer Gott ist und was er will. Ja, Heiligkeit ist auch ein Wachstum an Erkenntnis. Es gibt ja zuerst den Weg (1) der Reinigung, dann (2) der Erleuchtung und (3) der Vereinigung. Die Tugend der Gottesfurcht, die aller Weisheit Anfang ist (Ps 111,10), ist diejenige Tugend, die im Laufe des ganzen spirituellen Weges wächst. Sie fürchten sich nicht weniger vor Gott. Sie fürchten sich mehr, weil in der Perspektive des göttlichen Lichtes jedes Staubkörnchen sichtbar wird und weil Sie Angst haben Gottes Anforderungen nicht zu erfüllen. Es ist doch nicht möglich, dass der ewige, vollkommene Gott im Jahre 1962 seine Regeln und Anforderungen ändert, weil es seit 1962 den „modernen Menschen gibt“ für den jetzt auf einmal nichts mehr gilt, was vor ihm galt. Deswegen hat das letzte Konzil so viele Seelen auf dem Gewissen, weil die Normen verändert worden sind. Gott ändert sich aber nicht und passt sich auch nicht an. Seine Gesetze der Gnade sind so unveränderlich wie seine Naturgesetze. Stellen Sie sich vor, die Planck-Konstante würde von einem Tag auf den anderen um mehrere Dezimalstellen verschoben werden. Das gesamte Universum würde aus den Fugen geraten. Naturgesetze sind etwas Objektives und Verifizierbares. Die Gesetze der Gnade sind es ebenso und das Übernatürliche können wir analog zu dem Natürlichen erkennen. Dies nennt man die Analogia entis (Analogie des Seins) oder die Analogia Fidei (Analogie des Glaubens). Die Hölle wird mit den Manchern des jetzigen Pontifikats, mit den feigen Kardinälen, Bischöfen und Priestern, sowie mit Laien gut gefüllt werden. Gott ändert weder sich selbst noch seine Gesetze.

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Heute, am 23. Februar, beten wir die Bußpsalmen für die Lösung des Bergoglio-Problems und das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

1801-1-4 Champaigne Bon Pasteur

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten!

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

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Katharina von Genua: Traktat über das Fegefeuer (8 von 21)

Was ist die wahre Barmherzigkeit? Die Qual des Fegefeuers. Stellen Sie sich vor: Es gäbe nur den Himmel mit seinen objektiven Anforderungen und darunter die Hölle. Die meisten von uns würden wohl in der Hölle landen. Wo erlebt man die reine Objektivität? Ebenfalls im Fegefeuer, denn die Seele sieht selbst:

„Ich bin noch nicht rein, ich bin noch nicht würdig, ich gehe nicht rein“.

Ist das nicht schön? Weil wir die objektive Wahrheit spätestens in unserer Todesstunde erleben werden, daher sollen wir uns darauf vorbereiten und das hilft kein Franziskus und keine Amoris Laetitia. Objektiv ist objektiv, Sünde ist Sünde und die Hölle ist sehr heiß.

VIII. Kapitel

Ich behaupte auch noch dies: Ich sehe, wie vonseiten Gottes das Paradies kein verschlossenes Tor mehr hat, denn wer eintreten will, der tritt auch wirklich ein, Gott ist ja lauter Barmherzigkeit und steht mit seinen uns entgegengestreckten Armen da, um uns in seine Herrlichkeit aufzunehmen.

Aber ich sehe auch, daß die göttliche Wesenheit von solcher Reinheit und Lauterkeit ist, und zwar weit mehr, als sich der Mensch überhaupt vorstellen kann, so daß die Seele, die eine so minimale Unvollkommenheit an sich hätte, als der kleinwinzigste Splitter groß ist, sich so schnell als möglich in tausend Höllen stürzen würde, um ja nicht mit diesem ganz minimalen Makel in seiner Gegenwart zu erscheinen.

Da sie aber sieht, daß das Fegfeuer dazu bestimmt ist, diese Makel zu beheben, so stürzt sie sich da hinein und es scheint ihr, große Barmherzigkeit darin anzutreffen, sich von dem in ihr vorhandenen Hindernis auf diese Weise befreien zu können. Von welcher Bedeutung die Läuterung im Fegfeuer ist, kann eigentlich keine Zunge schildern und kein Herz erfassen außer der Tatsache, daß das Fegfeuer eine ähnlich schmerzliche Strafe ist wie die Hölle; und doch sehe ich zugleich, das die Seele, die in sich eine solche Makel verspürt, die Qual des Fegfeuers als Barmherzigkeit Gottes entgegennehmen würde im Vergleich zu jener Makel, die sie in ihrer Liebe behindert.

Es scheint mir auch, daß die schmerzliche Strafe jener die im Fegfeuer sind, eigentlich mehr darin besteht, zu sehen, daß die Seele noch etwas an sich hat, das Gott mißfällt und das sie freiwillig gegen eine so große Güte Gottes begangen hat, als in irgendeinem anderen Schmerz, den sie im Fegfeuer zu erleiden hat. Und das kommt, wie ich sage, daher, daß die Seele im Gnadenstand ist und die wahre Bedeutung erkennt, die dem Hindernis zukommt, das sie noch nicht Gott nahekommen läßt.

Heute, am 26. Januar, beten wir die Bußpsalmen für das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

1801-1-4 Champaigne Bon Pasteur

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten!

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

Ad 4.

Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten.

Wenn wirklich nicht knien kann?

Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe.

Was ist, wenn man kein Latein kann?

Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt:

  • C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer
  • Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“)
  • Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“)
  • Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht.
  • X wie ks (capax – „kapaks“)
  • Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“)
  • Ch wie ch (charta – „charta“)
  • Ph wie f (philosophia – „filozofia“)
  • Rh wie r (rhombus – „rombus“)
  • Th wie t (thalamus – „talamus“)
  • I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“)
  • Y wie y (thymiana – „tymiana“)
  • V wie w (valde – „walde“)
  • S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“)
  • S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“)

Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit.

Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch.

Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an!

[1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.wordpress.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/

[2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/

[3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html

 

Ant.: Ne reminiscaris, Dómine, delícta nostra vel paréntum nostrórum, neque vindíctam sumas de peccátis nostris.

Psalmus 6

Dómine, ne in furore tuo árguas me, *neque in ira tua corípias me.

Miserére mei, Dómine, quóniam infírmus sum: * sana me, Dómine, quóniam conturbáta sunt ossa mea.

Et ánima mea turbáta est valde: * sed tu, Dómine, úsquequo?

Convértere, Dómine, et éripe ánimam meam: *

salvum me fac propter misericórdiam tuam.

Quóniam non est in morte qui memor sit tui: *

in inférno autem quis confitébitur tibi?

Laborávi in gémitu meo, lavábo per síngulas noctes lectum meum: *

lácrimis meis stratum meum rigábo.

Turbátus est a furóre óculus meus: *

inventerávi inter omnes inimícos meos.

Discédite a me, omnes, qui operámini iniquitátem: * quoniam exaudívit Dóminus vocem fletus mei.

Exaudívit Dóminus deprecatiónem meam, *

Dóminus oratiónem meam suscépit.

Erubéscant, et conturbéntur veheménter omnes inimíci mei: * convertántur et erubéscant valde velóciter.

Glória Patri et Filio et Spiritui Sancto *

sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum. Amen.

Ant.: Herr, denke nicht an unsre und unsrer Eltern Sünden, und straf uns nicht für unsre Missetaten.

Psalm 6

Herr, straf mich nicht in Deinem Grimme, *

Und züchtige mich nicht in Deinem Zorn!

Erbarm Dich meiner, Herr, den ich bin krank; * Mach mich gesund, o Herr, den morsch ist mein Gebein.

Gar sehr bestürzt ist mene Seele. *

Du aber, Herr, wie lange säumst du noch?

Herr, wende Dich zu mir, errette mich, *

Hilf mir in Deiner Güte!

Im Tode denkt ja keiner mehr an Dich, *

Und in der Unterwelt, wer möchte dort Dich preisen?

Wie matt bin ich von meinem Seufzen, + mit Weinen netz ich jede Nacht mein Bett, *

Mit Tränen bad ich meine Lagerstätte.

Mein Auge ist vor Kummer trüb geworden, *

Ich bin gealtert unter lauter Feinden.

Hinweg von mir, ihr Übeltäter alle, *

Mein lautes Weinen hat der Herr erhört!

Mein Flehen hat der Herr vernommen, *

Der Herr hat angenommen mein Gebet.

Sich schämen sollen alle meine Feinde; *

Sie sollen schamrot werden und in Hast entfliehen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste *

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 31

Beáti quorum remíssae sunt iniquitátes: *

et quorum tecta sunt peccáta.

Beátus vir, qui non imputávit Dóminus peccátum, * nec est in spíritu ejus dolus.

Quóniam tácui, inveteravérunt ossa mea, *

dum clamárem tota die.

Quóniam die ac nocte graváta est super me manus tua: *

convérsus sum in aerúmna mea, dum confígitur spina.

Delíctum meum cógnitum tibi feci: *

et injustítiam meam non abscóndi.

Dixi: Confitébor advérsum me injustítiam meam Dómino: *

et tu remisísti impietátem peccáti mei.

Pro hac orábit ad te omnis sanctus, *

in témpore opportúno.

Verúmtamen in dilúvio aquárum multárum, * ad eum non approximábunt.

Tu es refúgium meum a tribulatióne, quae circúmdedit me: *

exsultátio mea, érue me a circumdántibus me.

Inelléctum tibi dabo, et ínstruam te in via hac, qua gradiéris: *

firmábo super te òculos meos.

Nolíte fíeri sicut equus et mulus, *

quibus non est intelléctus.

In camo et fraeno maxíllas eórum constringe, *

qui non appróximant ad te.

Multa flagélla peccatóris, *

sperántem autem in Dómino misericórdia circúmdabit.

Laetámini in Dómino et exsultáte, justi, *

et gloriámini, omnes recti corde.

Glória Patri et Filio et Spiritui Sancto *

sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum. Amen.

Psalm 31

Wohl dem, dem seine Missetat vergeben, *

Und dem verziehen seine Sünden.

Wohl dem, den keiner Schuld der Herr mehr zeiht, *

In dessen Geist kein Falsch mehr ist.

Ich schwieg, da schwand mein Lebensmark dahin * Vor Seufzen Tag für Tag.

Denn Deine Hand lag schwer auf mir bei Tag und Nacht;*

Ich wand mich hin und her in meinem Gram, doch tiefer drang der Stachel.

Da hab ich endlich mein Vergehen dir bekannt, *

Verbarg nicht länger meine Missetat.

Ich sprach: “Bekennen will dem Herrn ich meine Bosheit”,*

Und du vergabst mir meine Sündenschuld.

Drum soll sich jeder Fromme flehend zu Dir wenden, * Solang die Zeit der Gnade währt.

Bricht dann herein die mächt’ge Wasserflut, *

Ihn wird sie nicht erreichen.

Ja, Zuflucht bist du mir in meiner Not, die dräuend mich umgibt. *

Du meine Wonne, rette mich von meinen Drängern.

Ich will dir Einsicht geben und den Weg dir weisen, auf dem du gehen sollst, *

Will stets auf dich mein Auge richten:

Seid nicht wie Roß und Maultier, *

Wie unvernünft’ge Tiere.

In Zaum und Zügel mußt du ihre Backen zwängen, *

Sonst folgen sie dir nicht.

Den Frevler treffen viele Plagen; *

Doch wer auf Gott vertraut, den wird umfangen Seine Gnade.

So freuet euch im Herrn und jebelt, ihr Gerechten; *

Frohlocket all, die ihr geraden Herzens seid!

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste *

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 37

Dómine, ne in furóre tuo árguas me, *

neque in ira tua corrípias me.

Quóniam sagíttae tuae infíxae sunt mihi: *

et confirmásti super me manum tuam.

Non est sánitas in carne mea a fácie irae tuae: * non est pax óssibus meis a fácie peccatórum meórum.

Quóniam iniquitátes meae supergréssae sunt caput meum: *

et sicut onus grave gravátae sunt super me.

Putruérunt et corrúptae sunt cicatríces meae, * a fácie insipiéntiae meae.

Miser factus sum, et curvátus sum usque in finem: * tota die contristátus ingrediébar.

Quoniam lumbi mei impléti sunt illusiónibus: *

et non est sánitas in carne mea.

Afflíctus sum, et humiliátus sum nimis: *

rugiébam a gémitu cordis mei.

Dómine, ante te omne desidérium meum: *

et gémitus meus a te non est abscónditus.

Cor meum conturbátum est, derelíquit me virtus mea: *

et lumen oculórum meórum, et ipsum non est mecum.

Amíci mei, et próximi mei * advérsum me appropinquavérunt, et stetérunt.

Et qui juxta me erant, de longe stetérunt: *

et vim faciébant qui quaerébant ánimam meam.

Et qui inquirébant mala mihi, locúti sunt vanitátes: * et dolos tota die meditabántur.

Ego autem tamquam surdus non audiébam: *

et sicut mutus non apériens os suum.

Et factus sum sicut homo non áudiens: *

et non habens in ore suo redargutiónes.

Quóniam in te, Dómine, sperávi: *

tu exáudies me, Dómine, Deus meus.

Quia dixi: Nequándo supergáudeant mihi inimíci mei: *

et dum commovéntur pedes mei, super me magna locúti sunt.

Quóniam ego in flagélla parátus sum: *

et dolor meus in conspéctu meo semper.

Quóniam iniquitátem meam annuntiábo: *

et cogitábo pro peccáto meo.

Inimíci autem mei vivunt, et confirmáti sunt super me. * et multiplicáti sunt qui odérunt me iníque.

Qui retríbuunt mala pro bonis, detrahébant mihi: * quóniam sequébar bonitátem.

Ne derelínquas me, Dómine, Deus meus: *

ne discésseris a me.

Inténde in adjutórium meum, *

Dómine, Deus salútis meae.

Glória Patri et Filio et Spiritui Sancto *

sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum. Amen.

Psalm 37

Herr, straf mich nicht in Deinem Grimme, *

Und züchtige mich nicht in Deinem Zorn!

Denn Deine Pfeile drangen tief in mich hinein, *

Und Deine Hand liegt schwer auf mir.

Nichts Heiles ist an meinem Leib vor Deinem Zorn, * Und mein Gebein ist ruhelos ob meiner Sünden.

Denn meine Schuld hat sich gehäuft ob meinem Haupte,*

Gleich einer überschweren Last drückt sie mich nieder.

Den Pesthauch der Verwesung atmen meine Wunden * Ob all der Torheit meiner Sünde.

Wie bin ich elend, tief gebeugt, * Den ganzen Tag geh traurig ich einher.

Von Brand verzehrt sind meine Lenden, *

Nichts Heiles ist an meinem Leib.

Zermalmt bin ich und ganz zerschlagen, *

Ich schreie auf in meiner Seelenqual.

Vor Dir, o Herr, liegt offen mein Verlangen, *

Dir ist das Seufzen meines Herzens wohlbekannt.

Mein Herz ist ganz verzagt, verlassen hat mich meine ganze Kraft;*

Geschwunden ist mir selbst das Licht der Augen.

Die Freunde, meine Lieben, *

Sie weichen scheu zurück vor meinem Unglück.

Und die mir nahestanden, rücken von mir ab. * Doch die mir nach dem Leben trachten, legen Schlingen.

Und die mir übel wollen, reden Lügen *

Und sinnen Ränke Tag für Tag.

Ich aber bin wie einer, der nich hört; *

Tu meinen Mund nicht auf gleich einem Stummen.

Ich bin geworden wie ein Tauber, *

Der keine Widerrede hat in seinem Munde.

Auf Dich allein, o Herr, vertraue ich; *

Du Herr, mein Gott wirst mich erhören.

Ich sprach bei mir: „Nicht sollen über mich frohlocken meine Feinde, *

Noch sollen sie sich stolz gebärden wider mich, wenn meine Füße straucheln.“

Ich bin wahrhaftig Geiselhieben ausgesetzt, *

Mein Schmerz verläßt mich nie.

Ja, meine Schuld muß ich bekennen, *

Mit Schmerz gedenken meiner Sünden.

Doch meine Feinde sind voll Kraft und Leben, *

Und zahlreich sind, die mich mit Unrecht hassen.

Das Gute lohnen sie mir mit Bösem, *

Und lästern mich, weil ich das Rechte suche.

O Herr, verlaß mich nicht, * Weich nicht von mir, mein Gott.

Herr, eile mir zu helfen, *

Du, meines Heiles Gott!

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste *

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 50

Miserére mei, Deus, *

secúndum magnam misericórdiam tuam.

Et secúndum multitúdinem miseratiónum tuárum, *

dele iniquitátem meam.

Amplius lava me ab iniquitáte mea: * et a peccáto meo munda me.

Quóniam iniquitátem meam ego cognósco: *

et peccátum meum contra me est sémper.

Tibi soli peccávi, et malum coram te feci: *

 ut justificéris in sermónibus tuis, et vincas cum judicáris.

Ecce enim in iniquitátibus concéptus sum: *

et in peccátis concépit me mater mea.

Ecce enim veritátem dilexísti: *

incérta et occúlta sapiéntiae tuae manifestásti mihi.

Aspérges me hysóppo et mundábor: *

lavábis me, et super nivem dealbábor.

Audítui meo dabis gáudium et laetítiam: *

et exsultábunt ossa humiliáta.

Avérte fáciem tuam a peccátis meis: *

et omnes iniquitátes meas dele.

Cor mundum crea in me, Deus: *

et spíritum rectum ínnova in viscéribus meis.

Ne projícias me a fácie tua: * 

et spíritum sanctum tum ne áuferas a me.

Redde mhi laetítiam salutáris tui: *

et spíritu principáli confírma me.

Docébo iníquos vias tuas: *

et ímpii ad te converténtur.

Líbera me de sanguínibus, Deus, Deus salútis meae: *

et exsultábit lingua mea justítiam tuam.

Dómine, lábia mea apéries: *

et os meum annuntiábit laudem tuam.

Quóniam si voluísses sacrifícium, dedíssem útique: *

holcáustis non delectáberis.

Sacrifícium Deo spíritus contribulátus: * 

cor contrítum, et humiliátum, Deus, non despícies.

Benigne fac, Dómine, in bona voluntáte tua Sion: * ut aedificéntur muri Jerúsalem.

Tunc acceptábis sacrifícium justítiae, oblatiónes, et holocáusta: * tunc impónent super altáre tuum vítulos.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto * sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen. 

Psalm 50

Erbarm Dich meiner, Gott, *

Nach Deiner großen Milde.

In Deiner übergroßen Güte *

Vergib mir meine Sündenschuld.

Wasch meinen Frevel gänzlich von mir ab, *

Von meiner Sünde mach mich rein.

Denn meine Missetat erkenn ich wohl, *

Und bin mir meiner Schuld allzeit bewußt.

An Dir allein hab ich gesündigt und freventlich vor Dir gehandelt; * In Deinem Urteilsspruch sollt Du gerecht erscheinen, und recht behalten, wenn Du richtest.

Indes Du weißt, in Schuld bin ich geboren, *

In Sünden schon hat meine Mutter mich empfangen.

Die Wahrheit eines Herzens hat Du lieb, *

Und Einsicht gabst du mir in meinem Innern.

Besprenge mich mit Ysop und ich werd rein, *

Ja, wasche mich, dann werd ich weißer als der Schnee.

Laß Freud und Wonne wieder mich vernehmen, *

Auf daß frohlocke mein zerschlagenes Gebein.

Wend ab dein Angesicht von meinen Sünden, *

Und tilge huldvoll alle meine Missetaten.

Ein reines Herz erschaff in mir, o Gott, *

Den rechten Geist erneu in meinem Innern.

Verwirf mich nicht vor Deinem Angesicht * 

Und Deinen heil’gen Geist nimm nicht von mir.

Die Wonnen Deines Heiles gib mir wieder, *

Und mach mich stark in hochgesinntem Geiste.

Die Frevler will ich lehren Deine Wege, *

Und Sünder werden sich zu Dir bekehren.

Befrei mich von Befleckung, Herr, Gott meines Heiles, *

Und laut wird meine Zunge Dein gerechtes Walten preisen.

Herr, öffne meine Lippen * Auf daß mein Mund Dein Lob verkünde.

Schlachtopfer, wenn Du sie begehrst, hätt ich gebracht, *

Indes, Brandopfer finden Dein Gefallen nicht.

Als Opfer gilt vor Gott ein tiefzerknirschter Geist, * 

Ein reuig demutvolles Herz, o Gott, verschmähst Du nicht.

Sei Sion gnädig, Herr, in Deiner Huld, * Laß neu erstehn die Mauern von Jerusalem.

Dann wirst in Gnaden Du entgegennehmen rechte Opfer, Gaben und Brandopfer, * Dann wird man wieder Opfertiere bringen Dir auf den Altar.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste * Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 101

Dómine, exáudi oratiónem meam: * et clamor meus ad te véniat.

Non avértas fáciem tuam a me: * in quaecumque die tríbulor, inclína ad me aurem tuam.

In quaecúmque die invocávero te, * velóciter exáudi me.

Quia defecérunt sicut fumus dies mei: * et ossa mea sicut crémium aruerunt.

Percússus sum ut foenum, et áruit cor meum. * quia oblítus sum comédere panem meum.

A voce gémitus mei * adhaesit os meum carni meae.

Símilis factus sum pellicáno solitúdinis: * factus sum sicut nyctícorax in domicílio.

Vigilávi, * et factus sum sicut passer solitárius in tecto.

Tota die exprobrábant mihi inimíci mei: *

et qui laudábant me, advérsum me jurábant.

Quia cínerem tamquam panem manducábam, *

et potum meum cum fletu miscébam.

A fácie irae et indignatiónis tuae: *

quia élevans allisísti me.

Dies mei sicut umbra declinavérunt: *

et ego sicut foenum árui.

Tu autem, Dómine, in aetérnum pérmanes: * et memoriále tuum in generatiónem et generatiónem.

Tu exsúrgens miseréberis Sion: *

quia tempus miseréndi ejus, quia venit tempus.

Quóniam placuérunt servis tuis lápides ejus: *

et terrae ejus miserebúntur.

Et timébunt gentes nomen tuum, Dómine, *

et omnes reges terrae glóriam tuam.

Quia aedificávit Dóminus Sion: *

et vidébitur in glória sua.

Respéxit in oratiónem humílium: *

et non sprevit precem eórum.

Scribántur haec in generatióne áltera: *

et pópulus, qui creábitur, laudábit Dóminum:

Quia prospéxit de excélso sancto suo: *

Dóminus de caelo in terram aspéxit:

Ut audíret gémitus compeditórum: *

ut sólveret fílios interemptórum:

Ut annúntient in Sion nomen Dómini: *

et laudem ejus in Jerúsalem.

In conveniéndo pópulos in unum, *

et reges ut sérviant Dómino.

Respóndit ei in via virtútis suae: *

Paucitátem diérum meórum núntia mihi.

Ne révoces me in dimídio diérum meórum: *

in generatiónem et generatiónem anni tui.

Inítio tu, Dómine, terram fundásti: *

et ópera mánuum tuárum sunt caeli.

Ipsi períbunt, tu autem, pérmanes: *

et omnes sicut vestiméntum veteráscent.

Et sicut opertórium mutábis eos, et mutabúntur: *

tu autem idem ipse es, et anni tui non defícient.

Fílii servórum tuórum habitábunt: *

et semen eórum in saeculum dirigétur.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto *

sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

Psalm 101

Erhöre, Herr, mein Flehen, * Und laß mein Rufen zu Dir kommen.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir * Zur Zeit der Trübsal neig Dein Ohr mir zu.

Erhör mich schnell am Tage, *

An dem ich zu Dir rufe.

Wie Rauch zerrinnen meine Tage, * Wie Reisig dürr ist mein Gebein.

Ich bin versengt wie Gras, verdorrt ist mir das Herz * Und selbst mein Brot vergesse ich zu essen.

Ob meines grimmen Stöhnens * Bin ich nur Haut und Bein.

Ich gleiche schier dem Pelikan der Wüste * Bin wie die Eule im Gemäuer.

Ich wach die ganze Nacht * Und sitze einsam wie ein Vöglein auf dem Dach.

Den ganzen Tag verhöhnen mich die Feinde *

Und die mich hassen, brauchen mich als Fluch.

Ich esse Asche gleichwie Brot, *

Und mische meinen Trunk mit Tränen.

Ob Deines Zornes Grimm *

In dem Du mich erfaßt und hingeschleudert.

Gleich Schatten schwinden meine Tage, *

Wie Gras verdorre ich.

Du aber, Her, bleibst ewig, *

Und Dein Gedenken währt durch alle Zeiten.

Erheben wirst du Dich und Sions Dich erbarmen, *

Denn angebrochen ist die Zeit des Heils, die Gnadenzeit.

Ja, Deine Knechte lieben seine Mauern, * Und trauern über seinen Schutt.

Dann werden Heiden Deinen Namen fürchten, *

Die Könige der Erde Deine Herrlichkeit.

Weil Du den Sion wieder hast erstehen lassen, *

Und dort erschienst in Deiner alten Herrlichkeit.

Du hast erhört der Armen Flehen *

Und ihre Bitten nicht verschmäht.

Aufzeichnen wird man dies dem späteren Geschlecht, * Und preisen wird den Herrn das Volk, das kommt,

Weil Er herabgeschaut von Seiner Höhe, *

Weil Er vom Himmel hinsah auf die Erde,

Zu hören auf das Seufzen der Gefangenen, *

Und zu befreien die dem Tod Geweihten,

Damit sie Seinen Namen künden auf Sion, *

Und Seine Ruhmestaten in Jerusalem,

Wenn dort die Völker einstens sich versammeln, *

Die Könige, dem Herrn zu dienen.

Er brach mir auf dem Wege meine Kraft, *

Verkürzte meine Tage.

Ich sprach: „Nicht raff mich weg in meiner Tage Mitte, * Du, dessen Jahre von Geschlechte zu Geschlecht.“

Du bist es, der gegründet einst die Erde, *

Und Deiner Hände Werke sind die Himmel.

Vergehen werden sie, doch Du bleibst ewig, *

Zerfallen allzumal wie ein Gewand.

Du wechselst sie gleich einem Kleid, sie ändern sich; *

Du aber bleibst derselbe, Deine Jahre enden nicht.

Die Kinder deiner Knechte werden friedlich wohnen, *

Ihr Same bleibt vor Dir für immer.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste * Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 129

De profúndis clamávi ad te, Dómine: *

Dómine, exáudi vocem meam:

Fiant aures tuae intendéntes, *

in vocem deprecatiónis meae.

Si iniquitátes observáveris, Dómine: *

Dómine, quis sustinébit?

Quia apud te propitiátio est: *

et propter legem tuam sustínui te, Dómine.

Sustínuit ánima mea in verbo ejus: *

sperávit ánima mea in Dómino.

A custódia matutína usque ad noctem: *

speret Israël in Domino,

Quia apud Deum misericordia *

et copiosa apud eum redemptio.

Et ipse redimet Israel *

ex ómnibus iniquitátibus ejus.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto *

sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

Psalm 129

Aus Abgrundstiefen schrei ich, Herr, zu Dir, *

O Herr, erhör mein Rufen.

O neig dein Ohr in Gnaden *

Meinem lauten Flehen.

Wenn du nachtrügest, Herr, die Sünden, *

O Herr, wer könnte da bestehn?

Doch Dein, ich weiß, ist die Vergebung, *

Und Dein Gesetz gibt mir Vertrauen.

So baue, meine Seele, auf Sein Wort *

Und hoffe auf den Herrn.

Früh von der Morgenwache bis zur Nacht *

Harr Israel des Herrn.

Denn bei dem Herrn ist gnädiges Erbarmen, *

Bei Ihm ist Heil in Fülle.

Er selbst wird Israel erlösen *

Aus allen seinen Sünden.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste *

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Psalmus 142

Dómine, exáudi oratiónem meam: áuribus pércipe obsecratiónem meam in veritáte tua: *

exáudi me in tua justítia.

Et non intres in judícium cum servo tuo: *

quia non justificábitur in conspéctu tuo omnis vivens.

Quia persecútus est inimícus ánimam meam: *

Humiliávit in terra vitam meam.

Collocávit me in obscúris sicut mórtuos saeculi: *

et anxiátus est super me spíritus meus, in me turbátum est cor meum.

Memor fui diérum antiquórum, meditátus sum in ómnibus opéribus tuis: *

in factis mánuum tuárum meditábar.

Expándi manus meas ad te: *

ánima mea sicut terra sine aqua tibi.

Velóciter exáudi me, Dómine: *

defécit spíritus meus.

Non avértas fáciem tuam a me: *

et símilis ero descendéntibus in lacum.

Audítam fac mihi mane misericordiam tuarm: *

quia in te sperávi.

Notam fac mihi viam, in qua ámbulem: *

quia ad te levávi ánimam meam.

Eripe me de inimícis meis, Dómine, ad te confúgi: *

doce me fácere voluntátem tuam, quia Deus meus es tu.

Spiritus tuus bonus dedúcet me in terram rectam: *

propter nomen tuum, Dómine, vivificábis me, in aequitáte tua.

Edúces de tribulatióne ánimam meam: *

et in misericórdia tua dipérdes inimícos meos.

Et perdes omnes, qui tríbulant ánimam meam: *

quóniam ego servus tuus sum.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto *

sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

Ant.: Ne reminiscáris, Dómine, delícta nostra vel paréntum nostrórum, neque vindíctam sumas de peccátis nostris.

Psalm 142

Herr, höre mein Gebet, +

Vernimm mein Flehen in Deiner Treue, *

Erhöre mich, gerechter Gott.

Geh nicht mit Deinem Knechte ins Gericht, *

Den kein Lebendiger vermag vor Dir bestehen.

Der Feind bedrängt schon lange meine Seele, *

Er tritt mein Leben in den Staub.

In Finsternis verstößt er mich wie einen längst Verstorbenen. +

Mir bangt mein Geist *

Mein Herz ist ganz verzagt.

Ich denke der vergangnen Tage, +

Ich sinne über alle Deine Werke nach, *

Betrachte Deiner Hände tun.

Ich strecke meine Hände aus nach Dir; *

Wie lechzend Land, so harr ich Deiner.

Erhör mich rasch, o Herr, *

Der Geist entschwindet mir.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, *

Sonst gleich ich denen, die ins Grab gesunken.

O laß mich bald erfahren deine Huld, *

Denn ich vertraue fest auf Dich.

Zeig mir den Weg, auf dem ich wandeln soll, *

Nach Dir geht all mein Sehnen.

O Gott, errette mich von meinen Feinden, ich flüchte mich zu dir. *

Lehr Du mich Deinen Willen tun, den Du bist ja mein Gott.

Dein gutter Geist geleite mich auf rechter Bahn. *

Bei deinem Namen, Herr, erhalte mich am Leben.

In Deiner Treue hilf mir aus der Not. *

In Deiner Huld vernichte meine Feinde.

Vertilge alle, die mich hart bedrängen, *

Den ich bin ja Dein Knecht.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste *

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.: Herr, denke nicht an unsre und unsrer Eltern Sünden, und straf uns nicht für unsre Missetaten.

Psalmen entnommen aus: Das Tagzeitenbuch des monastischen Breviers (Diurnale monasticum) 3. Auflage 1955, Litanei entnommen einem Gebet- und Gesangbuch aus dem 19. Jahrhundert.

Litania omnium sanctorum

Kýrie eléison.

Christe, eléison.

Kýrie eléison.

Christe, audi nos.

Christe, exáudi nos.

Pater de caelis, Deus, miserére nobis.

Fili, Redémptor mundi, Deus, miserére nobis.

Spíritus Sancte, Deus, miserére nobis.

Sancta Trínitas, unus Deus, miserére nobis.

Sancta María, ora pro nobis.

Sancta Dei Génitrix, ora pro nobis.

Sancte Michaël, ora.

Sancte Gábriël, ora.

Sancte Raphaël, ora.

Omnes sancti Angeli et Archángeli, oráte pro nobis.

Omnes sancti beatórum Spirítuum órdines, orate.

Sancte Joánnes Baptísta, ora.

Sancte Joseph, ora.

Omnes sancti Patriárchae et Prophétae, orate.

Sancte Petre, ora.

Sancte Paule, ora.

Sancte Andréa, ora.

Sancte Jacóbe, ora.

Sancte Joánnes, ora.

Sancte Thoma, ora.

Sancte Jacóbe, ora.

Sancte Philíppe, ora.

Sancte Bartholomaee, ora.

Sancte Matthaee, ora.

Sancte Simon, ora.

Sancte Thaddaee, ora

Sancte Matthia, ora.

Sancte Bárnaba, ora

Sancte Luca, ora.

Sancte Marce, ora.

Omnes sancti Apóstoli et Evangelístae, orate.

Omnes sancti Discípuli Dómini, orate.

Omnes sancti Innocéntes, orate.

Sancte Stéphane, ora.

Sancte Laurénti, ora.

Sancte Vicénti, ora.

Sancti Fabiáne et Sebastiáne, orate.

Sancti Joánnes et Paule, orate.

Sancti Cosma et Damiáne, orate.

Sancti Gervási et Protási, orate.

Omnes sancti Mártyres, orate.

Sancte Silvester, ora.

Sancte Gregóri, ora.

Sancte Ambrósi, ora.

Sancte Augustíne, ora.

Sancte Hierónyme, ora.

Sancte Martíne, ora.

Sancte Nicoláë, ora.

Omnes sancti Pontífices et Confessóres, orate.

Omnes sancti Doctóres, orate.

Sancte Antóni, ora.

Sancte Benedícte, ora.

Sancte Bernarde, ora

Sancte Domínice, ora.

Sancte Francísce, ora.

Omnes sancti Sacerdótes et Levítae, orate.

Omnes sancti Mónaci et Eremítae, orate.

Sancta Maria Magdaléna, ora.

Sancta Agatha, ora.

Sancta Lúcia, ora.

Sancta Agnes, ora.

Sancta Caecília, ora.

Sancta Catharína, ora.

Sancta Anastásia, ora.

Omnes sanctae Vírgines et Víduae, orate.

Omnes Sancti et Sanctae Dei, intercédite pro nobis.

Propítius esto, exáudi nos, Dómine.

Ab omni malo, líbera nos, Dómine.

Ab omni peccáto, líbera.

Ab ira tua, líbera.

A subitánea et improvísa morte, líbera.

Ab insídiis diáboli, líbera.

Ab ira, et ódia, et omni mala voluntáte, líbera.

A spíritu fornicatiónis, líbera.

A fúlgure et tempestáte, líbera.

A flagéllo terraemótus, líbera.

A peste, fame et bello, líbera.

A morte perpétua, líbera.

Per mystérium sanctae Incarnatiónis tuae, líbera.

Per advéntum tuum, líbera.

Per baptísmum, et sanctum jejúnium tuum, líbera.

Per crucem et passiónem tuam, líbera.

Per mortem et sepultúram tuam, líbera.

Per sanctam resurrectiónem tuam, líbera.

Per admirábilem ascensiónem tuam, líbera.

Per advéntum Spíritus Sancti Parácliti, líbera.

In die judícii, líbera nos, Dómine.

Peccatores, te rogámus, audi nos.

Ut nobis parcas, te rogámus, audi nos.

Ut nobis indúlgeas, te rogámus, audi nos.

Ut ad veram poeniténtiam nos perdúcere dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut Ecclésiam tuam sanctam régere et conserváre dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut domum Apostólicum et omnes ecclesiásticos órdines in sancta religióne conserváre dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut inimícos sanctae Ecclésiae humiláre dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut régibus et princípibus christiánis pacem et veram concórdiam donáre dignéris, te rogamus, audi nos.

Ut cuncto pópulo christiáno pacem et unitátem largíri dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut omnes errántes ad unitátem Ecclesiae revocáre, et infidéles univérsos ad Evangélii lumen perdúcere dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut nosmetipsos in tuo sancto servítio confortáre et conserváre dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut mentes nostras ad caeléstia desidéria érigas, te rogámus, audi nos.

Ut ómnibus benefactóribus nostris sempitérna bona retríbuas, te rogámus, audi nos.

Ut ánimas nostras, fratrum, propinquórum et benefactóroum nostrórum ab aetérna damnatióne erípias, te rogámus, audi nos.

Ut fructus terrae dare et conserváre dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut ómnibus fidélibus defúnctis réquiem aetérnam donáre dignéris, te rogámus, audi nos.

Ut nos exaudíre dignéris, te rogámus, audi nos.

Fili Dei, te rogámus, audi nos.

Agnus Dei, qui tolis peccáta mundi, parce nobis, Dómine.

Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi, exáudi nos, Dómine.

Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi, miserére nobis.

Christe, audi nos.

Christe, exaudi nos.

Kyrie eleison.

Christe eleison.

Kyrie eleison.

(Priester) Pater noster qui es in caelis,

sanctificetur nomen tuum.

Adveniat regnum tuum.

Fiat voluntas tua sicut in caelo et in terra.

Panem nostrum quoditianum da nobis hodie

et dimitte nobis debita nostra sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.

Et ne nos inducas in tentationem

(R.) sed libera nos a malo.

Litanei von allen Heiligen Gottes

Herr, erbarme Dich unser!

Christe, erbarme Dich unser!

Herr, erbarme Dich unser!

Christe, höre uns!

Christe, erhöre uns!

Gott Vater von den Himmeln, erbarme Dich unser!

Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser!

Gott, Heiliger Geist, erbarme Dich unser!

Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme Dich unser.

Heilige Maria, bitt für uns!

Heilige Gottesgebärerin, bitt für uns!

Heiliger Michael, bitt …

Heiliger Gabriel, bitt …

Heiliger Raphael, …

Alle heiligen Engel und Erzengel, bittet für uns!

Alle heiligen Chöre der seligen Geister, bittet …

Heiliger Johannes der Täufer, bitte für uns!

Heiliger Josef, bitt …

Alle heiligen Patriarchen und Propheten, bittet …!

Heiliger Petrus, …

Heiliger Paulus, …

Heiliger Andreas, …

Heiliger Jakobus, …

Heiliger Johannes, …

Heiliger Thomas, …

Heiliger Jakobus, …

Heiliger Philippus, …

Heiliger Bartolomäus, …

Heiliger Matthäus, …

Heiliger Simon, …

Heiliger Thaddäus, …

Heiliger Matthias, …

Heiliger Barnabas, …

Heiliger Lukas, …

Heiliger Markus, …

Alle heiligen Apostel und Evangelisten, …

Alle heiligen Jünger des Herrn, …

Alle unschuldigen Kindlein, …

Heiliger Stephanus, …

Heiliger Laurentius, …

Heiliger Vincentinus, …

Heilige Fabianus und Sebastianus, …

Heilige Johannes und Paulus, …

Heilige Kosmas und Damianus, …

Heilige Gervasius und Protasius, …

Alle heiligen Martyrer, …

Heiliger Sylvester, …

Heiliger Gregorius, …

Heiliger Ambrosius, …

Heiliger Augustinus, …

Heiliger Hieronymus, …

Heiliger Martinus, …

Heiliger Nikolaus, …

Alle heiligen Bischöfe und Bekenner, …

Alle heiligen Kirchenlehrer, …

Heiliger Antonius, …

Heiliger Benedictus, …

Heiliger Bernardus, …

Heiliger Dominikus, …

Heiliger Franziskus, …

Alle heiligen Priester und Leviten, …

Alle heiligen Mönche und Einsiedler, …

Heilige Maria Magdalena, …

Heilige Agatha, …

Heilige Lucia, …

Heilige Agnes, …

Heilige Cäcilia, …

Heilige Katharina, …

Heilige Anasthasia, …

Alle heiligen Jungfrauen und Wittfrauen, …

Alle liebe Auserwählte Gottes, …

Sei uns gnädig, verschone uns, o Herr!

Sei uns gnädig, erhöre uns, o Herr!

Von allem Übel erlöse uns, o Herr!

Von aller Sünde erlöse uns …

Von Deinem Zorne …

Von dem jähen und unversehenen Tode …

Von Nachstellungen des Teufels …

Von Zorn, Hass und allem bösen Willen …

Von dem Geiste der Unkeuschheit …

Von Blitz und Ungewitter …

Von der Geißel des Erdbebens ..

Von Seuche, Hunger und Krieg ..

Vom ewigen Tode …

Durch das Geheimnis Deiner heiligen Menschwerdung …

Durch Deine Ankunft …

Durch Deine Tauf’ und heiliges Fasten …

Durch Dein Kreuz und Leiden …

Durch Deinen Tod und Begräbnis …

Durch Deine heilige Auferstehung …

Durch Deine wunderbare Himmelfahrt …

Durch die Ankunft des Heiligen Geistes, des Trösters, …

Am Tage des letzten Gerichts…

Wir Sünder, wir bitten Dich, erhöre uns!

Dass Du unser verschonest, …

Dass Du uns die Sünden verzeihest, …

Dass Du uns zur wahren Buße führest, …

Dass Du Deine heilige Kirche regieren und erhalten wollest, …

Dass Du den apostolischen obersten Hirten und alle geistlichen Stände in der heiligen Religion erhalten wollest, …

Dass Du die Feinde der heiligen Kirche demütigen wollest, …

Dass Du den christlichen Königen und Fürsten Fried’ und Einigkeit verleihen wollest, …

Dass Du Deinem ganzen christlichen Volke Fried’ und Einigkeit verleihen wollest, …

Dass Du alle, die von der Einheit der Kirche abirren zurückrufest und alle Ungläubigen an das Licht des Evangeliums führest..

Dass Du uns in Deinem heiligen Dienste stärken und erhalten wollest, …

Dass Du unsere Gemüter zu himmlischen Begierden erhebest, …

Dass Du all’ unsere Guttäter mit den ewigen Gütern belohnest, …

Dass Du unsere Seelen, die Seelen unserer Brüder, Freunde und Guttäter Seelen von der ewigen Verdammnis erretten wollest, …

Dass Du die Früchte der Erde geben und erhalten wollest, …

Dass Du allen abgestorbenen Christgläubigen die ewig’ Ruhe verleihen wollest, …

Dass Du uns erhören wollest, …

Du Sohn Gottes, …

O Du Lamm Gottes, das hinnimt die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr!

O Du Lamm Gottes, …, erhöre uns, o Herr!

O Du Lamm Gottes, …, erbarme Dich unser, o Herr!

Christe, höre uns!

Christe, erhöre uns! 

Herr, erbarme dich.

Christus, erbarme dich.

Herr, erbarme dich.

Vater unser …

Psalmus 69

Deus in adjutórim meum inténde: * 

Dómine, ad adjuvándum me festína.

Confundántur et revereántur, * qui quaerunt ánimam meam.

Avertántur retrórsum, et erubéscant, * qui volunt mihi mala.

Avertántur statim erubescéntes, * qui dicunt mihi: Euge, euge.

Exsúltent et laeténtur in te omnes qui quaerunt te, * et dicant semper: Magnificétur Dóminus: qui díligunt salutáre tuum.

Ego vero egénus, et pauper sum: * Deus, ádjuva me.

Adjútor meus, et liberátor meus es tu: * Dómine, ne moréris.

Glória Pátri et Fílio et Spiritui Sáncto * sicut erat in princípio et nunc et semper et in saecula saeculórum. Amen.

V. Salvos fac servos tuos.

R. Deus meus, sperántes in te.

V. Esto nobis, Dómine, turris fortitúdinis.

R. A fácie inimíci.

V. Nihil profíciat inimícus in nobis.

R. Et fílius iniquitátis non appónat nocére nobis.

V. Domine, non secúndum peccáta nostra fácias nobis.

R. Neque secúndum iniquitates nostras retríbuas nobis.

V. Orémus pro Pontífice nostro N.

R. Dóminus consérvet eum, et vivícet eum, et beátum fáciat eum in terra, et non tradat eum in ánimam inimicórum ejus.

V. Orémus pro benefactóribus nostris.

R. Retribuére dignárie, Dómine, ómnibus, nobis bona faciéntibus propter nomen tuum, vitam aetérnam. Amen.

V. Orémus pro fidélibus defúnctis.

R. Réquiem aetérnam dona eis, Dómine, et lux perpétua lúceat eis.

V. Requiéscant in pace.

R. Amen.

V. Pro frátribus nostris abséntibus.

R. Salvos fac servos tuos, Deus meus, sperántes in te.

V. Mitte eis, Dómine, auxílium de sancto.

R. Et de Sion tuére eos.

V. Dómine exáudi oratiónem meam.

R. Et clamor meus ad te véniat.

(Priester) Dóminus vobíscum.

R. Et cum spíritu tuo.

Orémus:

Deus, cui próprium est miseréri semper et párcere: Súscipe deprecatiónem nostram; ut nos, et omnes fámulos tuos, quos delictórum caténa constríngit, miserátio tuae pietátis cleménter absólvat.

Exáudi, quaesumus, Dómine, súpplicum preces, et confiténtium tibi parce peccátis: ut páriter nobis indulgéntiam tríbuas benígnus et pacem.

Ineffábilem nobis, Dómine, misericórdiam tuam cleménter osténde: Ut simul nos et a peccátis ómnibus éxuas, et a poenis, quas pro his merémur, erípias.

Deus, qui culpa offénderis, poeniténtia placáris: preces pópuli tui supplicántis propítius, réspice; et flagélla tuae iracúndiae, quae pro peccátis nostris merémur, avérte.

Omnípotens sempitérne Deus, miserére famulo tuo Pontífici nostro N., et dírige eum secúndum tuam cleméntiam in viam salútis aetérnae: ut, te donánte, tibi plácita cúpiat, et tota virtúte perfíciat.

Deus, a quo sancta desidéria, recta consília et justa sunt ópera: da servis tuis illam, quam mundus dare non potest, pacem; ut et corda Nostra mandátis tuis dédita, et hóstium subláta formídine, témpora sint, tua protectióne, tranquílla.

Ure digne Sancti Spíritus renes nostros et cor nostrum, Dómine: ut tibi casto córpore serviámus, et mundo corde placeámus.

Fidélum, Deus, ómnium cónditor et redémptor, animábus famulórum famularúmque tuárum remissiónem cunctórum tríbue peccatórum: ut indulgéntiam, quam semper optavérunt, piis supplicatiónibus consequántur.

Actiónes nostras, quaesumus, Dómine, aspirándo praeveni et adjuvando proséquere: ut cuncta nostra orátio et operátio a te semper incípiat, et per te coepta finiátur.

Omnípotens sempitérne Deus, qui vivórum domináris simul et mortuórum, omniúmque miseréris quos tuos fide et ópere futúros esse praenóscis: te súpplices exorámus: ut, pro quibus effúndere preces decrévimus, quosque vel praesens saeculum adhuc in carne rétinet vel futúrum jam exútos córpore suscépit, intercedéntibus ómnibus Sanctis tuis, pietátis tuae cleméntia, ómnium delictórum suórum véniam consequántur. Per Dóminum nostrum, Jesum Christum.

(Priester:) Dóminus vobíscum.

R. Et cum spíritu tuo.

V. Exáudiat nos omnípotens et miséricors Dóminus.

R. Amen.

V. Et fidelium ánimae per misericórdiam Dei requiéscant in pace.

R. Amen.

Ps 69

O Gott, merk’ auf meine Hilfe!

Herr, eile mir zu helfen!

Die meinem Leben nachstellen, * sollen schamrot und zuschanden werden.

Die mir Böses gönnen, * sollen zurückweichen und sich schämen.

Eilends sollen sie mit Schande zurückweichen, * die mir höhnisch zureden.

Alle aber, die Dich suchen, sollen sich in Dir erfreuen und frohlocken, * und die Dein Heil lieben, sollen immerdar sagen: Der Herr sei hoch gepriesen.

Ich bin elend und arm: * o Gott, hilf mir!

Du bist, Der mir hilft und mich erlöset. * Herr, verweile nicht!

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, als es war im Anfange, jetzt und allweg und zu ewigen Zeiten. Amen.

V.: Hilf Deinen Dienern, mein Gott!

A.: Die auf Dich trauen.

V.: Sei uns, o Herr, ein starker Turm

A.: Vor dem Angesichte des Feindes.

V.: Lass den Feind nichts an uns gewinnen,

A.: Und der Boshafte schade uns nicht.

V.: Herr, verfahre nicht mit uns nach unsern Sünden,

A.: Und vergilt uns nicht nach unsern Missetaten.

V.: Lasst uns beten für unsern obersten Hirten N. N.:

A.: Der Herr bewahre und erhalte ihn beim Leben. Er beglücke ihn auf Erden und übergebe ihn nicht dem Willen seiner Feinde.

V.: Lasst uns beten für unsere Guttäter:

A.: Herr, schenke allen, die uns Gutes tun, wegen Deines Namens das ewige Leben. Amen.

V.: Lasst uns beten für die abgestorbenen Christ­gläu­bi­gen:

A.: Herr, schenke ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen.

V.: Sie ruhen in Frieden.

A.: Amen.

V.: Lasst uns beten für unsere abwesenden Brüder:

A.: Errette Deine Diener, o Gott, die auf Dich hoffen.

V.: Schicke ihnen Hilfe von Deinem Heiligtum,

A.: Und beschütze sie auf Sion.

V.: Herr, erhöre mein Gebet,

A.: Und lass mein Geschrei zu Dir kommen.

P: Der Herr sei mit euch.

A: Und mit deinem Geiste.

Gebet:

O Gott, Dem allezeit das Erbarmen und Verschonen eigen ist, nimm unser Gebet auf, damit uns und alle Deine Diener, die mit den Sündenketten gebunden sind, Deine Erbarmnis gnädig auflöse.

Wir bitten Dich, o Herr, erhöre das Gebet der Demütigen und schone derer, die ihre Sünden reumütig bekennen, auf dass Du uns die Verzeihung und zugleich den Frieden gnädigst erteilest.

Erzeige uns, Herr, Deine unaussprechliche Barmherzigkeit, auf dass Du uns von allen Sünden erledigst, und die Strafe, die wir dafür verdienen, schenkest.

O Gott, der Du durch die Sünde erzürnet und durch die Buße versöhnet wirst, sieh an das Gebet Deines demütigen Volkes und wende ab die Geißel Deines Zornes, die wir für unsere Sünden verdienen.

Allmächtiger, ewiger Gott, erbarme Dich Deines Die­ners, unsers obersten Hirten N. N. und leite ihn nach Deiner Güte auf dem Weg des ewigen Heils, damit er durch Deine Gnade nach dem, was Dir gefällt, trach­te, und es mit aller Kraft ins Werk richte.

O Gott, von Dem die heiligen Begierden, guten Anschläge und gerechten Werke entspringen, gib Deinen Dienern den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen sich Deinen Geboten er­geben und unsere Zeiten von der Furcht der Feinde befreiet und durch Deinen Schutz ruhig sein mögen.

O Herr, entzünde unsere Nieren und Herzen mit dem Feuer des Heiligen Geistes, auf dass wir Dir mit keuschem Leibe dienen und mit reinem Herzen gefallen mögen.

O Gott, Du Schöpfer und Erlöser aller Gläubigen, erteile den Seelen Deiner Diener und Dienerinnen die Nachlassung aller Sünden, auf dass sie die Verzeihung, die sie allzeit gewünscht haben, durch das andächtige Gebet erhalten mögen.

O Herr, wir bitten Dich, Du wollest unserm Tun und Lassen mit Deiner Gnade zuvorkommen und dasselbe durch Deine Hilfe fortsetzen, damit all unser Gebet und unsere Werke von Dir jederzeit anfangen und durch Dich geendiget werden.

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du über die Lebendigen und Toten herrschest und Dich all jener erbarmest, von denen Du voraus weißt, dass sie durch den Glauben und durch die Werke Dir zugehören wer­den, wir bitten Dich demütig, dass diejenigen, für wel­che zu beten wir uns vorgenommen haben und die entweder noch auf dieser Welt sich befinden, auf die Fürbitte aller Deiner Heiligen, durch Deine gütigs­te Barmherzigkeit die Nachlassung aller ihrer Sün­den erlangen mögen. Durch Jesum Christum unsern Herrn, Deinen Sohn, Der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und herrschet in Ewigkeit.

Amen.

V.: Der allmächtige und barmherzige Gott erhöre uns.

A.: Amen.

V.: Und die Seelen der Gläubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes in Frieden.

A.: Amen.

Ann Barnhardt: Über Verweibischung/Verweichlichung als feige Bequemlichkeit

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Zum vorläufigen Abschluss unserer Anti-Homo-Reihe wieder ein Text von Ann Barnhardt in der Übersetzung von Eugenia Roth, der es in sich hat, wie fast alle ihre Texte, welchen wir uns wirklich alle auf die Fahnen schreiben können. Wir sind alle verweichlicht. Ja, insbesondere wir Männer! Wir sagen:

Auf dieses Macho-Gehabe habe ich keine Lust jetzt!

Kein Interesse!

Ist nicht meine Art!

Es geht um das Miteinander!

Andere sollen es tun!

Aber wir meinen eigentlich:

Ich bin zu feige es überhaupt zu versuchen, weil ich Angst habe zu unterliegen.

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