Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 21. Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des einundzwanzigsten Sonntags nach Pfingsten

Mt 18, 23 – 35 (21 Petrus trat zu Jesus und fragte: „Herr, wenn mein Bruder gegen mich fehlt, wie oft muss ich ihm denn vergeben? Etwas siebenmal?“ 22 Jesus antwortete ihm: „Ich sage dir, nicht siebenmal, sondern siebenzigmal siebenmal.) Darum ist es mit dem Himmelreiche wie mit einem Könige, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Als er damit begann, wurde ihm einer vorgeführt, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Da er aber nicht bezahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Weib und Kind und all seiner Habe zu verkaufen und damit zu bezahlen. Da warf sich der Knecht ihm zu Füßen und flehte: Habe Geduld mir, ich will dir alles bezahlen. Der Herr erbarmte sich des Knechtes, gab ihn frei und erließ ihm die Schuld. Als aber der Knecht hinausging, traf er einen seiner Mitknechte, der ihm hundert Denare schuldig war. Den packte und würgte er, indem er sprach: Bezahle, was du schuldig bist! Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und bat: Habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Der aber wollte nicht, sondern ging hin und ließ ihn in den Kerker werfen, bis er seine Schulden bezahlt hätte. Als die Mitknechte sahen, was geschah, wurden sie tief betrübt. Sie gingen hin und meldeten ihrem Herrn alles, was sich zugetragen hatte. Da ließ sein Herr ihn zu sich kommen und sagte zu ihm: Du böser Knecht! Ich habe dir die ganze Schuld erlassen, weil du mich gebeten hast. Hättest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmen müssen, wie ich mich deiner erbarmt habe? Voll Zorn übergab ihn sein Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt hätte. So wird auch mein Vater mit euch verfahren, wenn ihr nicht, ein jeder seinem Bruder, von Herzen verzeiht.“

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus in Bethlehem.
Bk, iii. Kommentar zu Mt 18
Es ist Volksbrauch bei den Bewohnern von Syrien und besonders bei denen von Palästina, zu allen ihren Reden Gleichnisse anzufügen, damit das, was auf Grund einfacher Vorschrift von den Hörern nicht erfasst werden kann, auf Grund der Ähnlichkeit und der Beispiele erfasst werde. Es forderte also der Herr von Petrus unter dem Bilde eines Königs und Herrn und dem eines Knechtes, der als Schuldner von 10.000 Talenten auf seine Bitten hin vom Herrn Nachlassung erhalten hatte, daß er auch selbst seinen Mitknechten, die weniger fehlten, Verzeihung gewähre. Wenn nämlich jener König und Herr 10.000 Talente so leicht nachließ, um wie viel mehr müssen die Knechte ihren Mitknechten Kleineres nachlassen?
V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Bewahre, o Herr, deine Familie stets durch deine Güte, damit sie unter deinem Schutze von allem Uebel befreit, durch gottselige Handlungen deinen Namen verherrliche! Amen.

Werbeanzeigen

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 20. Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des zwanzigsten Sonntags nach Pfingsten

Joh 4, 46 – 53 Jesus kam wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte. In Kapharnaum lag der Sohn eines königlichen Beamten krank danieder. Als dieser erfuhr, Jesus sei von Judäa nach Galiläa gekommen, ging er zu ihm und bat ihn herabzukommen und seinem Sohn zu helfen; denn er lag im Sterben. Jesus sprach zu ihm: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.“ Der königliche Beamte bat: „Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.“ Jesus erwiderte ihm: „Geh hin, dein Sohn lebt.“ Der Mann glaubte dem Worte, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und ging. Aber schon unterwegs kamen ihm seine Knechte entgegen und meldeten, sein Sohn sei am Leben. Er erkundigte sich bei ihnen nach der Stunde, in der es mit ihm besser geworden sei. Sie sagten ihm: „Gestern um die siebte Stunde verließ ihn das Fieber.“ Da erkannte der Vater, dass es die Stunde war, in der Jesus ihm gesagt hatte: „Dein Sohn lebt.“ Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Hause.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papste Gregor dem Großen.
Homilie 28 über die Evangelien.
Die Lesung des heiligen Evangeliums, die ihr eben gehört habt, Brüder, bedarf einer Erklärung nicht; aber damit es nicht scheint, daß wir sie stillschweigend übergangen haben, wollen wir mehr ermahnend als erklärend über sie einiges sagen. Das aber, sehe ich, muß ich bezüglich einer Erklärung allein untersuchen, weshalb derjenige, der gekommen war, um für seinen Sohn die Gesundung zu erflehen, die Worte hörte: „Wenn ihr nicht staunenswerte Dinge und Wunder seht, glaubt ihr nicht.“ Wenn er nämlich um die Heilung für den Sohn bat, so hatte er doch zweifellos Glauben; denn er würde doch denjenigen nicht um Heilung bitten, den er nicht als den Heiland ansah. Warum also wird demjenigen, der Glauben hat, ehe er staunenswerte Dinge sah, gesagt: „Wenn ihr nicht staunenswerte Dinge und Wunder seht, glaubt ihr nicht.“?
V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Dich, o Herr, bitten wir, Du wollest Dich durch die Buße deiner Glaubigen besänftigen lassen; verleih ihnen Verzeihung der Sünden und den Frieden, damit sie von allen Sünden gereinigt, Dir mit ruhigem Herzen dienen! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 19. Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des neunzehnten Sonntags nach Pfingsten

Mt 22, 1 – 14 Jesus fuhr fort, in Gleichnissen zu ihnen zu reden. Er sprach: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Könige, der seinem Sohne Hochzeit hielt. Er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen. Doch sie wollten nicht kommen. Er sandte nochmals andere Knechte aus mit dem Auftrag: Sagt den Geladenen: Seht ich habe mein Mahl bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh geschlachtet, und alles steht bereit; kommt zur Hochzeit! Allein sie achteten nicht darauf und gingen fort, der eine auf sein Landgut, der andere zu seinem Geschäfte; die übrigen aber fielen über seine Knechte her, mißhandelten sie, ja schlugen sie tot. Da ward der König zornig. Er sandte seine Truppen aus, ließ die Mörder umbringen und ihre Stadt in Brand stecken. Dann sprach er zu seinen Knechten: Das Hochzeitsmahl ist zwar bereitet, doch die Geladenen waren seiner nicht wert. So geht denn hinaus an die Straßenausgänge und ladet zur Hochzeit, wen ihr nur findet. Die Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle herbei, die sie fanden, Gute und Böse. So füllte sich der Hochzeitssaal mit Gästen. Da trat der König ein, um sich die Gäste anzusehen. Sein Blick fiel auf einen, der kein hochzeitliches Gewand trug. Er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen ohne hochzeitliches Gewand? Der aber schwieg. Da gebot der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werfet ihn hinaus in die Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt.“

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papste Gregor dem Großen.
38. über die Evangelien.
Ich erinnere mich, schon gesagt zu haben, daß meistens im heiligen Evangelium als himmlisches Reich die gegenwärtige Kirche bezeichnet wird; die Gemeinschaft der Rechtschaffenen nämlich heißt himmlisches Reich. Weil nämlich der Herr durch den Propheten sagt: „Der Himmel ist mein Thron“ Jes. 66,1. Und Salomon sagt: „Die Seele des Rechtschaffenen ist der Thron der Weisheit“, und auch der heilige Paulus Christus die Kraft Gottes und die Weisheit Gottes nenne 1 Cor. i. 24, können wir leicht daraus die Folgerung ziehen, daß, wenn Gott die Weisheit, die Seele des Rechtschaffenen aber der Thron der Weisheit ist, insofern als der Himmel Thron Gottes genannt wird, als Himmel die Seele des Rechtschaffenen gilt.

  1. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
    R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Allmächtiger Gott, wende alles, was unserer Heiligung entgegen ist, gnädig von uns ab, damit wir das, was Dich angeht, sowohl der Seele, als dem Leibe nach mit freiem Geiste erfüllen! Amen.

Ann Barnhardt: Wenn Sie „geschieden sind”, ist es aus mit Romanzen.

Marriage_at_Cana_(Maerten_de_Voos)_July_2015-1a

Dieser Text ist sozusagen „aus Versehen“ übersetzt worden, weil Eugenia Roth eigentlich etwas anderes in die Sprache der Dichter und Denker (d. h. Deutsch) übertragen sollte, es aber verwechselte. Nun bei Gott gibt es keine Zufälle, sodass wir diesen Text als Aufhänger unserer Sex-Ehe-Zölibat-Wochenendbeilage verwenden möchten.

Worum geht es?

Darum, dass es für Katholiken keine wie auch immer geartete „Scheidungen“ gibt. Sind Sie gültig und rechtmäßig verheiratet, verlässt Sie Ihr Mann/Ihre Frau, geht er/sie fremd, nimmt er/sie Ihnen die Kinder und Sie, als Mann müssen lebenslang für sie und ihren neuen „Lebensabschnittsgefährten“ zahlen, der leider nicht arbeiten will, weil er nicht muss, ihre Ex ebenfalls nicht, Sie zahlen ja Unterhalt, dann ist es sehr ungerecht und tragisch, aber es gibt Ihnen nicht das Recht sich „umzusehen“ oder „sich neu zu orientieren“, kurz und gut mit einer anderen Frau/anderen Mann Sex zu haben. Für Frauen gilt dies auch, obwohl sie seltener an ihren Ex und die neue „Lebensabschnittsgefährtin“ den Unterhalt zahlen. Ehe währt bis zum Tode eines der Eheleute, gleich wie oft sie danach „verheiratet“ waren. Es gibt keine „Scheidung“ in der Kirche und folglich keine „Wiederverheiratung“. Es ist Ehebruch. Punkt. Dass Sie eine neue, moderne, hippe, bergoglianische Eheungültigkeitserklärung erhalten, ändert auch nichts daran, dass Sie weiterhin verheiratet sind. Das bergoglianische Dokument Mitis iudex erteilt Eheungültigkeitserklärung sozusagen „auf Verlangen“, ja die Analogie mit Abtreibung ist hier gewollt, sodass Ehen für ungültig erklärt werden, die weiterhin gültig sind. Weiterlesen

Heute, am 28. September, beten wir die Bußpsalmen für die Lösung des Bergoglio-Problems und das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

1801-1-4 Champaigne Bon Pasteur

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten!

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

Ad 4.

Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten. Weiterlesen

Medjugorje: Erklärung des Ortsbischofs Ratko Perić (7 von 7)

ec48bf44892c29b895741920e0bdef09

Der Heilige Stuhl hat zwar interveniert, aber too little and too late, wie die Engländer sagen. Zu spät und nicht ausreichend, wobei viele nicht wissen, dass die Beurteilung von Erscheinungen in den Zuständigkeitsbereich des Ortsbischofs und nicht der Universalkirche fällt. Man kann wirklich nicht sagen, dass sich Johannes Paul II. und Benedikt XVI. wegen Medjugorje ein Bein ausgerissen haben. Wenn jetzt aber offenbar wird, welche Dinge, siehe McCarrick, wie lange und wie bewusst zugedeckt wurden, dann scheint eine Marienerscheinung mehr oder weniger in den vatikanischen Berechnungen keine Rolle gespielt zu haben. Jetzt kommt Bergoglio und macht es offiziell, sodass auf den nächsten katholischen Papst noch viel mehr Arbeit wartet.

C – Die Interventionen des Heiligen Stuhls

            Die Glaubenskongregation intervenierte viermal durch zwei ihrer Sekretäre, während Kardinal Ratzinger auch eine wichtige Aussage machte.

            1985 verständigte Msgr. Bovone das Sekretariat der Bischofskonferenz von Italien, sie sollten keine offiziellen Pilgerfahrten nach Medjugorje organisieren.

            1995 schrieb Msgr. Bertone dem Bischof von Langres, Msgr. Taverdet, und wiederholte das selbe an Msgr. Daloz von Besançon, die [beide] daran interessiert waren, die Position des Heiligen Stuhls bezüglich Medjugorje zu erfahren. Weiterlesen

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 18. Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des achtzehnten Sonntags nach Pfingsten

Mt 9, 1 – 8 Jesus stieg in ein Boot, fuhr hinüber (über den See Genezareth) und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachte man ihm einen Gelähmten, der auf einem Bette lag. Als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: „Steh auf, nimm dein Bett und geh nach Hause.“ Und jener stand auf und ging nach Hause. Bei diesem Anblick gerieten die Volksscharen in Furcht und priesen Gott, der den Menschen solche Macht gegeben.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Petrus Chrysologus, Erzbischof von Ravenna.
Predigt 50.

Daß Christus in den menschlichen Handlungen göttliche Erhabenheit zeigte und in sichtbaren Dingen unsichtbare Tätigkeit übte, zeigt die heutige Lesung. „Er stieg“, heißt es, „in ein Schifflein, fuhr über das Meer und kam in die Stadt, die als sein Wohnort galt.“ Ist das nicht der, der die Fluten entfernt und die Tiefen des Meeres bloßgelegt hat, damit das Volk Israel zwischen den stutzig gewordenen Wassermassen trockenen Fußes wie durch Bergschluchten hindurchgehen konnte? Ist das nicht der, der für die Füße des Petrus die Meeresstrudel umänderte, damit der Wasserweg den menschlichen Schritten einen Dienst als fester Boden erweise?

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Wir bitten Dich, o Herr! Du wollest unsere Herzen durch die Mitwirkung deiner Gnade leiten, weil wir Dir ohne Dich nicht gefallen können. Amen.

Medjugorje: Erklärung des Ortsbischofs Ratko Perić (6 von 7)

ec48bf44892c29b895741920e0bdef09

Es war ein Riesenfehler, diesen Pilgerstrom überhaupt zuzulassen. Man hätte es gleich verbieten und die Seher exkommunizieren müssen, wie damals in Heroldsbach (ja, damit machen wir uns neue Feinde), aber dazu war die barmherzige, nachkonziliare Kirche nicht fähig, ferner können pekuniäre Gründe auch eine Rolle gespielt haben, da so die begehrten Devisen ins Land kamen. Und jetzt haben wir, was wir haben.

B – Die Bischofskonferenz von Jugoslawien

            Die Bischöfe von Jugoslawien intervenierten zweimal, 1984 und 1985, und baten sowohl die Priester als auch die Gläubigen, das Urteil der Kirche bezüglich der Vorgänge in Medjugorje abzuwarten, welches nach intensiven Untersuchungen gegeben werde. Daher sollten keine Pilgerreisen organisiert werden, als ob „die Kirche bereits ein positives Urteil ausgesprochen hätte‟.[23]

Die dritte Kommission (1987 – 1990)

            Auf Anregung der Glaubenskongregation verfassten Kardinal Kuharić und Bischof Žanić 1987 ein gemeinsames Kommuniqué in dem sie die Bildung einer dritten Kommission ankündigten und die Gläubigen baten, keine Pilgerreisen zu organisieren, die den Begebenheiten von Medjugorje übernatürlichen Charakter geben würden.[24] Die Kommission bestand aus elf Priestern (6 Patres, 5 Diözesanpriester), vier Psychologen und einer Ordensschwester als Sekretärin. Weiterlesen

Katharina von Genua: Traktat über das Fegefeuer (15 von 21)

6_Bartolomeo_Guidobono_-_Madonna_col_Bambino,_san_Nicola_da_Tolentino_e_le_anime_del_Purgatorio_20120525122223.

 


DSDZ [der Schreiber dieser Zeilen] war heute beim Workshop eines Versicherungsmaklers mit 20 Jahren Berufserfahrung, der überzeugt darlegte, dass 90% aller Versicherungen unsinnig seien, gezielt zum Schaden des Versicherungsnehmers mit arglistiger Täuschung abgeschlossen werden, weil man darauf spekuliert, dass der Versicherungsfall nicht eintreten wird und falls doch die Versicherung dann nicht zu zahlen braucht, da er Vertrag entsprechend aufgesetzt wurde und der Kunde ihn meist ungelesen unterschrieben hat. DSDZ fühlte sich nach diesen Ausführungen in seiner Überzeugung bestätigt, dass die allgemeine und spezielle Vorsehung sich um uns kümmert, wenn wir uns um die Angelegenheiten Gottes kümmern und diese ganze deutsche „Versicherungerei“ Unsinn sei. Es tut gut seine theologischen Überzeugungen vom Fachmann bestätigt zu sehen. Manche Versicherungen sind leider notwendig, dann muss man sich die Verträge ganz genau lesen und zwar unter der Prämisse: Omnis homo mendax (Ps 115) – „Jeder Mensch ist ein Lügner“, wobei der Psalmist sicherlich die Versicherungsvertreter im Auge hatte, da nur 20% aller Versicherungsverträge wirklich ordnungsgemäß abgeschlossen wird, so der heutige Fachreferent.

Was hat das mit dem Fegefeuer zu tun?

Weiterlesen

Medjugorje: Erklärung des Ortsbischofs Ratko Perić (5 von 7)

ec48bf44892c29b895741920e0bdef09

Alle, wirklich alle kirchlichen Untersuchungen und Kommissionen seit 1981 kamen zu negativen Ergebnissen. Deswegen will der Antipapst Franziskus diese ganze Medjugorje-Chose aufleben lassen, um noch mehr zu spalten und zu verwirren. So einfach ist das. 

VI. WIE VIELE KIRCHLICHE KOMMISSIONEN UND INTERVENTIONEN GAB ES?

            Gegen Ende Juni 1981 begann die sensationelle Nachricht von „Erscheinungen der Madonna“ an Kinder in Medjugorje sich durch die Massenmedien zu verbreiten. Mitte August des selben Jahres betonte der Bischof von Mostar-Duvno, Msgr. Pavao Žanić nach Gesprächen mit den sogenannten Sehern am 21. Juli in seinem ersten Statement, dass es die schwierigste Frage sei zu entscheiden, ob dies eine „subjektive Erfahrung der Kinder oder übernatürlich“ sei.[15] Obgleich er den Papst und den Heiligen Stuhl bei zahlreichen Gelegenheiten bezüglich der verschiedenen Meinungen zu Medjugorje informiert hatte fühlte der Bischof, dass es notwendig sei, eine diözesane Kommission zu errichten, um die Ereignisse zu untersuchen.

A – Das Diözesanbüro der Diözese Mostar

Die erste Kirchenkommission (1982–1984)

            Bishop Žanić richtete die erste Kommission am 11. Januar 1982 ein, welche die Vorgänge bis 1984 untersuchte.[16] Sie bestand aus vier Priestern, drei Diözesanpriestern und einem Ordenspriester der Franziskaner.[17]

            Die neuen Entdeckungen des Bischofs. Die Kommission hatte sich noch nicht einmal getroffen, als am 14. Januar 1982 etwas geschah, was die Einstellung des Bischofs ein für allemal prägte. An diesem Tag kamen drei der „Seher“ mit der Botschaft der „Madonna“ nach Mostar, dass der Bischof bezüglich des berühmten Falles Herzegovina zu hastig gehandelt hatte, da er versuchte, zwei franziskanische Hilfspfarrer zu versetzen, die in Mostar Probleme verursachten. Als der Bischof, der sein Leben lang die Madonna mit zahlreichen Andachten und Pilgerreisen verehrt hatte, hörte, dass das Phänomen ihn der irreligiösen Unordnung in Bezug auf die Pfarreien beschuldigte, dass es in ihm nicht einen gläubigen Sohn der Kirche und der Madonna erkannte, der Mutter der Kirche, der man ein Jahr zuvor, 1980, die Kathedrale von Mostar geweiht hatte, dass das Phänomen unfolgsame Ordensbrüder verteidigte, welche die normale Funktion der Kathedrale behinderten, begann er, die „Botschaften‟ und „Erscheinungen‟ in Medjugorje mit Misstrauen zu betrachten. Trotz alledem begann die Kommission ihre Arbeit.

            Das „große Zeichen‟. Die Kommission führte mehrere Gespräche mit den „Sehern‟. 1982 brachte das dritte Treffen einige Ergebnisse. Auf den Wunsch des Bischofs hin bat die Kommission die „Seher‟, in doppelter Ausführung niederzuschreiben, was für eine Art von „großem Zeichen‟ erscheinen sollte, wenn es geschehen würde. Sie sollten ihre Antworten dann in zwei Umschläge stecken und diese versiegeln. Einer der Umschläge sollte von ihnen verwahrt werden, der andere im Pfarramt. Wenn das „große Zeichen‟ erschiene, würden die Briefumschläge geöffnet und die Wahrheit überprüft. Jedoch weigerten sich fünf der „Seher‟, die Fragen zu beantworten, da die Madonna ihnen dies verbiete. Jedoch der Seminarist Ivan antwortete schriftlich auf die Fragen. Er sagte sogar, dass die Madonna ihm nicht verbot, die Fragen zu beantworten. Seine Anwort war mehr als unpassend. Eine große Anzahl von Lügen und Tricks sind an dieses „große Zeichen‟ gebunden, besonders bestätigt von Fr. Slavko Barbarić OFM, das bis zu diesem Tag nicht geschehen ist.[18]

            Die Antwort des Heiligen Stuhls. Im November 1983 fragte die Glaubenskongregation den Bischof, ob die Kommission zu Ergebnissen gekommen sei. Bischof Žanić schrieb eine Studie über Medjugorje und den Fall Herzegovina, den er an Joseph Kardinal Ratzinger sandte. In der Zusammenfassung äußerte er sich zur Frage der „Erscheinungen‟:

            Sind sie von Gott? – Die „Madonna von Medjugorje‟ hat mehr Unordnung und Verwirrung hierher gebracht als zuvor da war! Er sieht nicht, wie er sie als von Gott kommend annehmen kann.

            Sind sie vom Teufel? – Er hat ebenso Schwierigkeiten diese Hypothese anzunehmen, sogar obwohl ihm dieser Gedanke auch schon gekommen war.

            Ist das alles Schwindel? – Von Anfang an kann man feststellen, dass die Kinder manchmal gelogen haben. Bisweilen ist klar, das was sie sagen das ist, was sie von den Franziskanern gehört haben, besonders bezüglich der „Sache Herzegovina‟. Der Bischof fährt fort indem er sagt, dass er das Urteil der Kommission und das Aufhören der „Erscheinungen‟ erwartet. Der Bischof wartete siebzehn Jahre, und er konnte am 11. Januar 2000 (dem Tag seines Todes) die Madonna im Himmel sehen, bevor er die „Visionen‟ von Medjugorje aufhören sah.

Die Zweite erweiterte Kommission (1984 – 1986)

            1984 entschied sich Bischof Žanić, die erste Kommission zu erweitern. Er schrieb an alle theologischen Fakultäten in Jugoslawien und bat um die Erlaubnis bestimmter Ordensoberen, dass ihre Experten der Kommission beiträten.

            Die zweite Kommission hatte fünfzehn Mitglieder: Zwölf Priester und drei medizinische Sachverständige. Sie hielten insgesamt sieben Sitzungen ab. Die erste war im März 1984 in Mostar, und die siebte in derselben Stadt im Mai 1986, während der die Kommission ihre Arbeit beendete. Die Mitglieder der Kommission stimmten bezüglich der folgenden Frage ab: Non constat de supernaturalitate (11 stimmten ‚dafür‛, 2 ‚dagegen‛, 1 akzeptierte ‚in nucleo‛, 1 enthielt sich der Stimme). Die Kommission erstellte eine zusammenfassende „Erklärung‟, in der die „unakzeptablen‟ Behauptungen und „grotesken‟ Erklärungen aufgelistet wurden, die dem merkwürdigen Phänomen zugeschrieben wurden. Die Kommission stellte auch fest, dass weder weitere Untersuchungen noch der Aufschub des offiziellen Urteils der Kirche notwendig seien. Der Bischof informierte die Bischofskonferenz und den Heiligen Stuhl ordnungsgemäß, anschließend informierte er die Öffentichkeit während seiner Predigt 1987 in Medjugorje.[19]

            Zwei Mitglieder dieser Kommission veröffentlichten ihre wissenschaftlichen Berichte in den Sektoren, die ihnen zugewiesen worden waren: Don Nikola Bulat[20] und Msgr. Mato Zovkić.[21]

Die wohlbekannte negative Haltung des Bischofs, welche er 1990 in 28 Punkten zusammenfasste, ist bedeutsam, da sie von der nicht authentischen Natur dieser übernatürlichen Erscheinungen spricht.[22]

            Im August 1993 übergab Bischof Žanić die Verwaltung der Diözese an seinen Nachfolger, der seine Arbeit auf gleiche Weise fortführte.

[15] O. P., p. 192.

[16] O. P., p. 43.

[17] Crkva na Kamenu, 2/1981, p. 1.

[18] O. P., pp. 102-108. Fr. Slavko Barbarić OFM starb am 24. November 2000. Am Tag nach seinem Tod kan eine Botschaft von der „Erscheinung‟: Ich freue mich mit euch und möchte euch mitteilen, dass euer Bruder Slavko in den Himmel geboren wurde und er bittet für euch. Dies bedeutet, dass sie nicht mehr für ihn zu beten brauchen, sondern dass sie zu ihm beten können!

[19] O. P., pp. 47-50.

[20] N. Bulat, Istina će vas osloboditi. Studija o nekim međugorskim pitanjima (1986.). Nepouzdanost izvora i nedoličnost poruka (Die Wahrheit wird euch frei machen. Eine Studie über einige Aspekte von Medjugorje /1986/. Die Unglaubwürdigkeit der Quellen und die Ungehörigkeit der Botschaften), Mostar, 2006. Predgovor (Preface), pp. 7-14.

[21] M. Zovkić, Problematični elementi u fenomenu Međugorja (Problematische Elemente im Phänomen von Medjugorje), u: Bogoslovska smotra, 1-2/1993., pp. 76-87. Siehe auch Zovkićeva prosudba međugorskih zbivanja, (Zovkić’s Urteil über die Ereignisse von Medjugorje), in: „U Službi riječi i Božjega naroda“, Sarajevo, 2007, pp. 721-745.

[22] O. P., p. 196.