Lehre Premium-Archiv: Priestertum Zölibat

Autoplagiat oder Sacerdos in aeternum und Priesterzölibat

Völlig konträr, unpassend oder antizyklisch veröffentlichen wir kurz vor der kommenden „Amazonas-Synode“, die höchstwahrscheinlich den Zölibat aushebeln wird, eine Reihe über den Priesterzölibat, welche einem unvollendeten Buch von DSDZ entstammt. DSDZ verfasste nämlich eine Reihe über die Sakramentenlehre, damals am Ende der Benedikt-Herrschaft. Eine Reihe also, in der er doch tatsächlich eine gemeinsame, alt-neu Sakramententheologie zusammenstellen wollte. Diese Reihe war für Seminaristen und Theologiestudenten gedacht. Er fand dafür keinen angesehenen Verlag, die Reihe ist in einem weniger angesehenen Verlag zum Verkauf ausgestellt, verkauft sich aber kaum. DSDZ wusste sehr lange nicht, woran es lag, dass seine Schriften immer wieder abgelehnt wurden, obwohl sie, wie er selbst fand gut-neokonservativ waren. Sind sie zu schlecht geschrieben? Zu ungelehrt? Zu unfromm? Nein! Die deutschsprachigen katholischen Verlage haben einfach nicht vor, irgendeine Form von Katholizismus zu verbreiten.

Dieselbe Nichtverbreitung ist auch nicht das Anliegen der Bischöfe, der katholischen Fakultäten oder Seminare. Nur aus diesem Blickwinkel ist alles erklärbar. Dies wusste DSDZ damals aber noch nicht, weil ihm die „benediktinische Renaissance der Orthodoxie“, wie es wohl unsere Freunde von katholisches.info formulieren würden, die Augen für die Wirklichkeit trübte. Auch unter Benedikt war die Kirche eine Trümmerlandschaft. Franziskus hat einfach die stärkeren Reflektoren aufgestellt, welche den Verfall schonungslos beleuchten. Das weiß DSDZ aber erst jetzt. Der Teil der Sakramentenreihe über die Priesterweihe wurde nicht einmal vollendet, weil DSDZ beim Schreiben klar wurde, dass sich die alte Theologie der Priesterweihe mit der neuen wirklich nicht vereinbaren lässt. Er legte diesen Teil ad acta, aber gerade jetzt kommen die verfassten Passagen über den Priesterzölibat wie gerufen. Als DSDZ seine alten Zeilen wieder sah, so schmunzelte er über seine wirklich grenzenlose Naivität der Jahre bis 2013. Natürlich ist kein Geistlicher daran interessiert, dass das Zölibatsproblem fachmännisch, gelehrt und quellen-belegt dargestellt wird, damit der Zölibat aufgrund der vorgelegten Argumente eingehalten werden kann. Unsere Geistlichen halten es ja nicht ein und wollen es nicht einhalten. Daher sind sie ausschließlich an Gegenargumenten interessiert, welche kirchengeschichtlich gar nicht vorliegen und aus den Fingern gesaugt werden müssen. Sie können wirklich davon ausgehen, dass absolut jeder Kardinal, Bischof oder Priester, welcher meint, dass man „darüber offen reden könne“ sein Zölibatsversprechen seit Jahren oder Jahrzehnten nicht einhält. Er hat Konkubinen oder homosexuelle Liebhaber, oft Seminaristen oder andere Priester, siehe Kardinal McCarrick. Leider ist es so, dass Sie heutzutage in der Kirche nur dann Karriere machen können, wenn Sie:

(a) selbst weibliche Konkubinen haben,

(b) selbst homosexuell sind,

(c) permanent wegschauen und Leute, die (a) und (b) betreiben, decken.

Deswegen regt sich niemand über Amoris Laetitia und das Vorgehen von „Papst“ Franziskus auf. Alle sind sie erpressbar oder sind nicht ausreichend moralisch integer, um die Stimme zu erheben. Wie Rolf Dreher in seinem Aufsatz sehr schön herausgearbeitet hat, besteht das Problem bei der Aufdeckung der homosexuellen Missbrauchsskandale mit Erwachsenen darin, dass:

  1. die liberalen, weltlichen Medien darüber nicht berichten, um nicht homophob zu erscheinen,
  2. die konservativen, katholischen Medien darüber nicht berichten, um nicht „gegen die Kirche“ zu agieren.

Aber das eigentliche Problem liegt darin, dass es für einen Gläubigen schwer zu ertragen ist, dass die Kirche, im Sinne der Priester, aus zwei Seilschaften besteht: (1) der Seilschaft der Sodomiten, welche die mächtigere ist und (2) der Seilschaft der heterosexuellen Konkubinarier. Somit deckt jeder Geistlichen jeden der Gruppe (1) oder (2) oder er wird nicht geweiht und falls doch kommt nicht voran, um an Schlüsselpositionen Einfluss zu haben. Das ist auch der Grund, dass die Kirche in D, A und CH, woanders aber auch, kaum Nachwuchs findet. Warum? Weil die Schnittmenge, die verlangt wird, sehr schwer zu finden ist:

  1. Ein bisschen fromm, aber nicht fundamentalistisch.
  2. Ein bisschen orthodox, aber nicht vorkonziliar.
  3. Ein bisschen zölibatär, aber verborgen im Konkubinat lebend, homosexuell oder wenigstens diese Lebensweisen “unter Kollegen“ akzeptierend.

Kurz und gut: immer gespalten, immer lügend, immer „sowohl-als-auch“, „jedoch-aber-wenn“. Leben denn noch irgendwelche Priester zölibatär? Wirklich kaum welche. Dreher beschreibt den Fall eines Seminaristen, welchem sein homosexueller Regens sagte:

„Du bist nicht schwul. Ok. Aber dann suche Dir wenigstens eine Freundin!“

Ja, er sollte doch mit seinem Zölibat nicht so anderen in die Augen stechen. Warum will also niemand etwas von der Zölibatsthematik hören?

  • Weil in der D, A, CH Kirche Laien arbeiten, die Sex haben und verhüten – Todsünde.
  • Weil in der D, A, CH Kirche Priester, Bischöfe und Kardinäle arbeiten, die heterosexuellen Sex haben und wohl auch verhüten – Todsünde.
  • Weil in der D, A, CH Kirche Priester, Bischöfe und Kardinäle arbeiten, die homosexuellen Sex haben – Todsünde und zum Himmel schreiende Sünde.

Sie fühlen sich doch alle durch das Zölibatsgebot auf den Schlips getreten. Ist Sex wirklich das Höchste im Leben? Nein, es kommt einem aber so vor, wenn man nichts anderes kennt. Der geistliche Aufstieg dauert lange, erfordert Opfer, das Fleisch meldet sich, manchmal recht vehement. Wenn Sie aber Sex haben, ja, auch den ehelichen, fortpflanzungsfreudigen Sex, dann steigen Sie niemals höher geistlich auf. Sie bleiben für immer auf der Etappe einer Jausestation, die für Sonntagswanderer gedacht ist. Sie können niemandem das Göttliche klar machen, weil Sie keinen Anteil daran haben. Weder intellektuell, noch spirituell. Schauen Sie sich doch unsere Geistlichen an. So sieht man dann aus, so predigt man auch. Das Schlimme daran ist, dass Sie denken, was Sie erleben sei alles, es gebe keine höheren Berge oberhalb der Jausestation. Der Novus Ordo macht es wirklich schwer etwas geistlich Höheres zu sehen, auch wenn man zölibatär lebt. Deswegen werden die älteren spirituellen Traktate kaum gelesen, weil sie kaum verstanden werden, weil kaum jemand dieses erfährt. Lebt man aber als Priester nicht zölibatär, so lebt man permanent in einer sakrilegischen Todsünde, welche durch eine jede Sakramentenspendung in diesem Zustand gesteigert wird. Ann Barnhardt schreibt, dass Dämonen Sodomiten wie Fliegen Pig Pen aus Peanuts  umringen. Dies ist wohl wahr, aber noch mehr umringen Dämonen die sakrilegischen Konkubinarier-Priester, von denen eine dunkle, schwere Sündenwolke ausgeht. Noch mehr von homosexuellen Konkubinarier-Priestern, noch mehr von homosexuellen Konkubinarier-Bischöfen. Das ist der Grund, weswegen die Argumente für das Priesterzölibat kaum in der Kirche verbreitet werden und sie kaum jemand kennt. Deswegen stellen wir diese Argumente vor, damit wenigstens Sie, werter Leser, werte Leserin diese verbreiten können. Mag auch der Stil dieser Abhandlung vielen zu akademisch, langweilig oder zu schwierig vorkommen, so wird es vor jedem Text eine kurze Einführung geben, um auch jedem Leser klar zu machen, worum es eigentlich geht.

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(3) Kommentare

  1. Uli sagt:

    Einen Zusammenhang zwischen keuscher Enthaltsamkeit und geistlicher Sehschärfe habe ich auch erlebt. Wenn man wirklich generell von der ,Geistlichkeit’ eines Menschen auf dessen Sexualleben schließen könnte, wäre dies absolut desillusionierend im Bezug auf die meisten der heutigen Prälaten. Wenn diese fast alle vom Laster der Wollust beherrscht sind, kann oder darf man sie dann noch als Hirten bezeichnen? Wäre es nicht besser, sich um die wenigen Priester zu sammeln, die geistlich leben – auch wenn diese dünn gesät sind – denn eigentlich kann man ja nur von diesen etwas vernünftiges erwarten.

  2. Traditio et Fides sagt:

    So wird es kommen.

  3. Traditio et Fides sagt:

    Vatikan liest unverdeckt mit und mein 12 Tage alter Router hat gerade kurz nach dem Rebloggen auf gloria.tv den Geist aufgegeben. Der Teufel hasst die Keuschheit, das ist wahr!

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