Bäumer, Geschichte des Breviers. (11) Einleitung: § 2. Theologische Grundlage (6). Kirche betet durch ihre Repräsentanten.

In der heutigen Lektüre von Pater Bäumer finden wir solch eine Fülle an theologischen Inhalten, die wir auseinanderlegen und kommentieren wollen. Man soll sich das Verhältnis zwischen Gott und Menschheit wie den Wasserkreislauf vorstellen. Der Regen fällt auf die Erde, bewässert diese und steigt als Dunst wieder auf, um wieder auf die Erde zu fallen. Genauso spendet Gott seine natürlichen und übernatürlichen Gnaden, worauf seitens der Menschen ein Dank-, Lob-, Sühne-und Bittopfer aufsteigen sollte, weil ein Opfer das Beste ist, womit ein Menschen Gott ehren kann. Dieses Opfer ist auch das Gebet. Aber nicht jedes Opfer, siehe Kain und Abel, ist Gott genehm. Ein Opfer soll seitens der wahren Religion – Katholizismus – und seitens der Repräsentanten der Kirche – der Geistlichen und der betenden Stände – aufsteigen. So wie die Kirche die Repräsentantin der erlösten Menschheit ist, so sind die Geistlichen die offiziellen Sprecher und Repräsentanten der Kirche, welche im Namen der Kirche und damit der erlösten Menschheit, falls sich diese Menschheit in der Kirche befindet, beten.

So ist der Verkehr mit Gott, das Gebet, ihr beständiges Tageswerk.

Das sagt Pater Bäumer über die Aufgaben der Geistlichen, womit hier diejenigen gemeint sind, die zum Breviergebet verpflichtet sind. Kurz und gut: beten “unsere lieben Geistlichen“ ihr Brevier nicht, so werden wir alle – die ganze Menschheit – in Mitleidenschaft gezogen und wir, die Laien, müssen dafür büßen. Ein Priester ist wirklich ein Beter vor dem Herren, welcher zu dieser Aufgabe “die Mandatur der ganzen Schöpfung erhält”, so Bäumer. Es ist wirklich schwer bei diesen Worten ernst zu bleiben, da vor unserem geistigen Auge alle Priester erscheinen, die wir wohl gekannt haben. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) kennt absolut keinen Priester, der an dieses Ideal irgendwie heranreichen würde und der es überhaupt wüsste, was seine eigentliche Lebensaufgabe ist. Beten, ist zwar schön, dass sollen die anderen tun, die dafür Zeit haben. Er nicht.

Wir sollen uns aber über diese Priester nicht allzu sehr aufregen, denn sie werden doppelt bestraft. Durch den Glaubensverlust und immer größer werdende Verblendung in diesem Leben und durch die Höllenqualen im nächsten. Denn wenn Gott von jemandem mit einem entsprechenden “Umrechnungsfaktor” eine bestimmte Summe an “Gebetsgut” verlangt und derjenige diese Summe an seinem Lebensende nicht abliefert, dann wird er natürlich dafür bestraft werden.

“Ein Priester der in die Hölle kommt zieht Tausende Seelen mit sich”,

sagte der Pfarrer von Ars. Da das rechte Gebet, von den Repräsentanten der Kirche bewirkt, viele Gnaden auf die Erde herunterzieht, so bleiben uns diese Gnaden versagt, weil unsere Geistlichen nicht beten. Wir haben wirklich viel weniger Gnadenmittel als die Generationen vor dem Vat.II, da die nachkonziliaren:

  • Sakramente,
  • Sakramentalien,
  • Breviergebete

viel weniger Gnaden vermitteln als die alten. Daher war die Liturgiereform für die Kirchenzerstörer so wichtig, damit man meint Gott ein würdiges Opfer zu bringen, was man aber nicht tut. Man meint ja heute Liturgie sei Volksbespaßung und keine ernste Angelegenheit der Gottesverehrung. Wenn wir nämlich davon ausgehen, dass das Materielle und Weltliche bloß ein Abbild und Konsequenz des Immateriellen und Geistlichen ist, dann muss der nachkonziliare Kollaps in der fehlenden Gnade seinen Ursprung gehabt haben. Durch die alte, gottgegebene und gottgewollte Liturgie hatte die Kirche und somit die ganze Welt gleichsam ein schützendes Kraftfeld, welches alles im Lot hielt. Durch die Änderung der Liturgie fiel dieses Kraftfeld weg und die Kirche fiel ins Chaos, was uns tagtäglich Bergoglio vor Augen stellt.

DSDZ schaut sich in der letzten Zeit viele Dokumente über Spuk oder heimgesuchte Häuser an, da er einige Leser hat, welche diese Dinge wirklich täglich am eigenen Leib erfahren. Nein, es ist kein Witz und auch keine Übertreibung. Solche Dinge sind real und obwohl solche Dokumente die paranormalen Phänomene nicht richtig katholisch deuten (als Dämonenwerk), so zeigen sie dennoch sehr viele Beispiele von Umsessenheit und manchmal Besessenheit.

Was hilft da?

Gebet, Weihwasser, exorziertes Salz und Öl. Bei den heimgesuchten Lesern hilft es auch, wenn sie für sich selbst Messen in Fontgombault bestellen, wenn sie selbst den großen Exorzismus beten, wenn man für sie den Exorzismus betet und wenn man überhaupt für sie betet. Entweder ist der Spuk gleich vorbei oder er wird sehr gelindert. Manchmal aber passiert keine große Linderung und man muss die Zähne zusammenbeißen und aushalten bis es besser wird. All das sind also geistliche Mittel, welche wohl gemerkt Laien und keine Priester, von den Messen abgesehen, einander zur Verfügung stellen. DSDZ betet auch für andere, was oft hilfreich ist, er nimmt aber an, dass im Falle, dass er Priester wäre seine Gebiete noch hilfreicher sein würden, wenn er sich auf derselben Stufe der Heiligung befinden würde wie jetzt. Warum? Weil die Priester aufgrund ihrer Weihe einen höheren “Umrechnungsfaktor” haben, was ein zweischneidiges Schwert ist. Die Gebiete wirken stärker, ihre Sünden aber auch. Da wir leider keine Priester haben, die etwas taugen, so müssen wir selbst füreinander und für die Kirche Fürbitte tun, sodass sich Gott unserer erbarmt. Amen

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