Bäumer, Geschichte des Breviers. (16) Einleitung: § 3. Archäologische Vorbemerkung (ii). Gotteskult im Namen der Menschheit

Zum heutigen Abschnitt aus der Geschichte des Breviers lässt sie so viel sagen, dass die Kirche, die Verkünderin der Wahrheit, Gott im Namen der Menschheit den wahren Gotteskult darbringt. Natürlich gehört nicht die gesamte Menschheit der Kirche an. Aber der fehlende Gotteskult zieht die gesamte Menschheit in Mitleidenschaft, siehe die jetzige vermeintliche Coronakrise. Der Wegfall des wahren Gotteskultes nach Vat. II verursachte einen Kollateralschaden in der gesamten Menschheit, denn wie Christus als Mensch stellvertretend für alle Menschen zum Vater betete, so betet die Kirche stellvertretend für alle Menschen zu Gott. Christus ist für alle Menschen gestorben, nicht nur für die Auserwählten (DH 2005, vgl. 1522, 624, 1523), sodass jeder potentiell zum Heil kommen kann, weil Gott es keinem verbietet. Während die nachkonziliaren Päpste, insbesondere Johannes Paul II., viel vom „Verhältnis der Kirche zur menschlichen Familie“ sprachen, so hätten sie besser dran getan den wahren Gotteskult zu praktizieren, denn das hätte der „menschlichen Familie“ mehr geholfen.

Der zweite Punkt, den es hier zu berücksichtigen gilt, betrifft feste Gebetsstunden und Gebetsstrukturen. Entgegen der Ansicht der Messalianer, die behaupteten, dass ein unentwegtes Gebet möglich sei, stellte die Kirche schon sehr früh, denn im vierten Jahrhundert klar, dass dies nicht möglich ist. Es gibt nämlich mindestens zwei Tätigkeiten, bei denen man nicht beten kann: beim Essen und beim Schlafen. Man kann aber durch reguläre und feste Gebetszeiten, die über den Tag verteilt sind, sowie über die Praxis der Stoßgebete dazu kommen wirklich sehr oft zu beten und in Gedanken fast ständig bei Gott zu verweilen. Wenn Sie regelmäßig Sport machen, dann bewegen Sie sich auch außerhalb der Trainingszeiten viel sportlicher. Daher hat man also beim Brevierbeten feste Gebetszeiten angesetzt, sodass die einzelnen Brevierhoren: Matutin, Laudes, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet entstanden.

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