Tradition und Glauben

Bäumer, Geschichte des Breviers. (17) Einleitung: § 3. Archäologische Vorbemerkung. (iii) Zeitberechnung

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Der unten angeführte Teil ist sehr technisch und handelt von der Zeiteinteilung und der Zeitrechnung. Die von Pater Bäumer dargestellten Informationen sind aber dermaßen einzigartig, dass sich die Lektüre durchaus lohnt, weil man an dieses Wissen kaum herankommt. Oder haben Sie sich schon gefragt, wie die alten Römer die Tagesstunden nannten? Nox media, gallicinium, canticinium etc. lauten die Bezeichnungen der Tages- und Nachtzeiten als man es mit der Zeit nicht so genau nahm. Warum sollten man es denn genau nehmen? Das schnellste Fortbewegungsmittel war das Pferd oder der Wagen und wenn man sich mit jemanden verabredete, dann wartete man halt und schaute nicht auf die Uhr, weil es keine gab. Denn die Taschenuhren kamen erst in der Zeit auf als die Menschen anfingen die Bahn zu benutzen. Früher gab es kaum Gründe dafür es mit der Zeit so genau zu nehmen. Man hatte die Sonne, die Kirchenuhr und die Glocken. Es reichte zu.

Die Kirche übernahm die römische Zeitrechnung, die recht ungefähr ist und sich nach der Sonne richtet. Daher schreibt die Benedikt-Regel vor manchmal die Gebetszeiten vorzuziehen und manchmal sie nachzustellen, weil es auf die ganz genaue Uhrzeit nicht ankam. Man muss also nicht die Non Punkt um 12 Uhr beten, wenn man es nicht kann. Und daher ist die ganze Idee liturgische Zeiten mit historischen Zeiten gleichzusetzen von vornherein verfehlt. Wir wissen zwar, dass die Jünger um die dritte Tagesstunde mit dem Hl. Geist erfüllt wurden und Christus um die neunte Tagesstunde gestorben ist. Wir wissen aber nicht, wann genau das passierte und deswegen ist es unmöglich es genau, zeitgerecht nachzustellen. Und zum Unmöglichen ist niemand verpflichtet.

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