Bäumer, "Geschichte des Breviers" Unser Archiv:

Bäumer, Geschichte des Breviers. (31) II. Kapitel Nachapostolische Zeit und urchristliche Zeit. Canones Hyppolyti

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Die Canones Hyppolyti schreiben vor, dass die Christen gleich nach dem Aufstehen beten. Sie sagen auch:

Christianus manus lavet omni tempore, quo orat – Ein Christ soll jederzeit, wenn er betet, die Hände waschen…

Ist das eine Hygienevorschrift? Wohl kaum, denn im Altertum, im heißen Mittelmeerraum war man schon sehr hygienebewusst badete oft und wusch sich oft die Hände. Es handelt sich wohl um eine antidämonische Wirkung, da die unreinen Geister das Wasser hassen, das sie wohl an die Taufe Jesu erinnert. Denn durch seine Taufe heiligte Christus die Materie des Wassers an sich. Exorzisten berichten, dass Besessene sehr wasserscheu und daher sehr schmutzig sind. Fehlende Hygiene ist also kein Zeichen einer gesunden Spiritualität. Natürlich soll die erste Handlung nach dem Aufstehen das Gebet sein. Gelingt es einem nicht, dann ist man den ganzen Tag lang gehetzt. Und wie schafft man es morgens zu beten? Indem man früher aufsteht. Und wie steht man früher auf? Indem man früher schlafen geht und abends keine Medien konsumiert.

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