Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage I – Rosenkranzfest

Evangelium zum Fest Maria vom Rosenkranz

Lk 1, 26 – 38

Es war ihm [Simeon, bei der Begegnung im Tempel] von dem heiligen Geiste geoffenbaret worden, daß er den Tod nicht sehen werde, bis er zuvor den Gesalbten des Herrn geschaut. Dieser kam aus Antrieb des Geistes in den Tempel;

und als die Eltern das Kind Jesus hineinbrachten, um da für ihn zu tun, was nach dem Gesetze Gewohnheit war, nahm er es auf seine Arme, pries Gott und sprach:

Nun entlässest du, Herr! Deinen Diener nach deinem Worte im Frieden; denn meine Augen haben dein Heil gesehen, das du bereitet hast vor dem Angesichte aller Völker, ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zur Verherrlichung deines Volkes Israel.

Und sein Vater und seine Mutter waren voll Verwunderung über die Dinge, welche von ihm gesagt wurden.

Und Simeon segnete sie, und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Falle und zur Auferstehung vieler in Israel, und zu einem Zeichen, dem widersprochen werden wird; und auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen, damit die Gedanken vieler Herzen offenbart werden.

Es war auch eine Prophetin, Anna, eine Tochter Phanuels, aus dem Stamme Aser; dieselbe war hochbetagt, hatte nach ihrer Jungfrauschaft sieben Jahre mit ihrem Manne gelebt, und war nun eine Wittwe von vierundachtzig Jahren. Sie wich nicht von dem Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht.

Auch diese kam zu derselben Stunde hinzu, pries den Herrn, und redete von ihm zu allen, welche die Erlösung Israels erwarteten.

In den Lesungen wird uns der Segen des heiligen Rosenkranzes in der Vergangenheit gezeigt, und zwar

in der 4. Lesung der Segen in der Überwindung der Irrlehrer:

Als die Irrlehrer der Albigenser in der Gegend von Toulouse in arger Weise ihr Unwesen trieb und von Tag zu Tag tiefere Wurzeln schlug, widmete sich der heilige Dominikus, der kurz vorher die Fundamente zum Predigerorden gelegt hatte, ganz der Ausrottung derselben. Um dies wirksamer zu schaffen, flehte er die Hilfe der heiligen Jungfrau, deren Würde durch jene Irrtümer in schamloser Weise angegriffen wurde, und der die Aufgabe übertragen ist, alle Irrtümer auf der ganzen Welt zu vertilgen, in innigen Bitten an. Als er – wie es überliefert ist – von dieser aufgefordert worden war, den Volksscharen als einen einzigartigen Schatz gegen Irrtum und Laster den Rosenkranz zu verkünden, wurde es zum Staunen, mit welchem inneren Eifer und mit welchem glücklichen Erfolge er die ihm aufgetragene Aufgabe verfolgte. Der Rosenkranz ist aber eine bestimmte Gebetsform, bei der man fünfzehn mal zehn Reihen von Ave Maria unter Einschaltung des Gebetes des Herrn nacheinander betet und bei allen diesen Reihen ebenso viele heilige Tatsachen unserer Erlösung im frommen Nachdenken betrachtet. Von der Zeit an also begann diese fromme Gebetsart durch den heiligen Dominikus in erstaunlicher Weise bekannt und verbreitet zu werden; deshalb haben die Päpste in ihren apostolischen Sendschreiben ihn als Begründer und Förderer desselben häufig bezeichnet.

Kirchengebet

O Gott, Dein eingeborener Sohn hat durch Sein Leiden, Seinen Tod und Seine Auferstehung für uns den Lohn des ewigen Heiles erworben; wir bitten Dich nun: durch die Verehrung dieser Geheimnisse im hochheiligen Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria laß uns nachahmen, was sie enthalten, und erlangen, was sie verheißen. Durch Ihn, unsern Herrn. Amen.

Durch das Beten des o.a. Kirchengebets und das erwecken der Intention einer Ablassgewinnung, empfängt man einen zeitlichen Ablaß, die man für sie selbst oder die Seelen im Fegefeuer verwenden kann.

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