05. Feste in Mai Homilie Liturgie Liturgische Feste Tridentinische Messe Unser Archiv:

Predigten der Kirchenväter – Festtage I – St. Joseph der Arbeiter

Vorlesen
Bewerten Sie den post

Evangelium vom Fest des Hl. Joseph, Gemahl der hl. Jungfrau Maria, Bekenner und Schutzpatron der ganzen Kirche

Mt 13, 54 – 58

Und er kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihren Synagogen, so daß sie sich verwunderten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und die Wunderkräfte? Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria? Und seine Brüder Jakob, Joseph, Simon und Judas? Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn dieses alles?

Und sie nahmen Anstoß an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen. Nirgends ist ein Prophet weniger geehrt als in seinem Vaterlande und in seinem Hause. Und er wirkte daselbst nicht viele Wunder ihres Unglaubens wegen.

Predigtext des Kirchenvaters, des heiligen Papstes Gregor.
In den Lesungen werden Ereignisse aus dem Leben des ägyptischen Joseph beachtet, die auf den heiligen Joseph angepaßt werden, um seine Vorzüge darzustellen, und zwar in der 1. Lesung (Gn 39, 1 – 6) das unschuldige Leben Josephs und der durch ihn in das Haus Putiphars gebrachte Segen:
Aus dem Buche Genesis. Also wurde Joseph nach Ägypten geschafft; und es kaufte ihn Putiphar, ein Angestellter bei Pharao, der Oberbefehlshaber seines Heeres, ein Ägypter, von den Ismaeliten, von denen er hinweggebracht worden war. Und der Herr war mit ihm und er war ein Mann, dem alles gelang. Und er hatte seine Wohnung im Hause seines Herrn, der ganz gut erkannt hatte, daß der Herr mit ihm sei, und daß alles, was er tat, in dessen Hand von ihm geleitet werde. Und Joseph stand in Gnaden bei seinem Herrn und wurde sein Diener; und ihm wurde alles übertragen und so leitete er das ganze Haus und alles, was ihm anvertraut worden war; und der Herr gewähre Segen dem Hause wie auf den Feldern; Und er mehrte all dessen Habe sowohl im Hause wie auf den Feldern; und dieser wußte um nichts anderes als um das Brot, das er aß. Joseph aber war schön von Angesicht und von gefälligem Aussehen.

Kirchengebet

O Gott, du Schöpfer aller Dinge, der Du für das Menschengeschlecht das Gesetz der Arbeit aufgestellt hast, gib uns die Gnade, daß wir nach dem Beispiel des hl. Joseph und unter seinem väterlichen Schutz jene Werke ausführen, die Du uns aufträgst, und laß uns den Lohn Deiner Verheißungen erlangen. Durch unsern Herrn. Amen.

Zum Download für Abonnenten geht es hier:

Das kann Ihnen auch gefallen

1 Kommentar

  1. Maria Magdalena says:

    Die heilige Kirchenlehrerin Theresia von Àvila (Teresa de Jesus, 1515–1582) schreibt über die Verehrung des heiligen Josef in ihrem „Libro de la vida“:

    „… Zu meinem Fürsprecher und Herrn erwählte ich den glorreichen heiligen Joseph und empfahl mich ihm recht inständig. Und in der Tat, ich habe klar erkannt, daß dieser mein Vater und Herr es gewesen, der mich sowohl aus meiner damaligen Not als auch aus andern noch größeren Nöten, die meine Ehre und das Heil meiner Seele betrafen, gerettet und mir sogar mehr noch verschafft hat, als ich zu bitten gewußt. Ich erinnere mich nicht, ihn bis jetzt um etwas gebeten zu haben, was er mir nicht gewährt hätte…Seinen Festtag trachtete ich stets mit aller Feierlichkeit zu begehen, soweit mir dies nur möglich war…Ich möchte jedermann zureden, diesen glorreichen Heiligen zu verehren, weil ich aus vieler Erfahrung weiß, wie viele Gnaden er bei Gott erlangt. Niemals habe ich jemand kennengelernt, der eine wahre Andacht zu ihm trug und durch besondere Übungen ihm diente, an dem ich nicht auch einen größeren Fortschritt in der Tugend wahrgenommen hätte; denn er fördert die Seelen, die sich ihm anempfehlen, gar sehr. Soviel ich glaube, flehe ich ihn schon seit einigen Jahren, jedesmal an seinem Festtage, um eine besondere Gnade an, und immer sehe ich meine Bitte erfüllt. Ist dieselbe nicht ganz rechter Art, so lenkt er sie zu etwas Besserem für mich.“

    Wie wahr spricht hl. Teresa!

    Nachdem ich vor ein paar Tagen eine Novene zum hl. Josef begonnen hatte, mit dem Anliegen, an seinem Festtag die heilige Messe physisch „mitfeiern“ zu können (nicht über „Livestream“ oder TV, was für mich nur schwer auszuhalten ist),durfte ich heute der ersten „öffentlichen“ hl. Messe (nach dem Versammlungsverbot) in „meinem“ Bistum (Limburg) beiwohnen. Natürlich zu Ehren des hl. Josef (des Arbeiters) – das Fest, das es zu Zeiten hl. Teresa noch nicht gab. Und da St. Josef lt. Teresa von Avila ja immer noch etwas Besseres bereit hält und mehr verschafft als man zu bitten weiß: Es war die „alte“, die tridentinische Messe!!! (die in den Bistümern ja eher nicht so gern gesehen ist…)
    Wunder über Wunder!
    Deo Gratias!
    Danke, heiliger Josef!

Schreibe einen Kommentar