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2. Oktober- Hl. Schutzengel

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Evangelium zum Fest der Hll. Schutzengel

Mt 18, 1 – 10

In jener Stunde traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wer ist wohl der Größte im Himmelreiche? Da rief Jesus ein Kind herbei, stellte es mitten unter sie, und sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr euch nicht bekehret und nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen! Wer also immer sich verdemüthigt wie dieses Kind, der ist der Größere im Himmelreich:

Und wer ein einziges solches Kind in meinem Namen aufnimmt, nimmt mich auf. Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, dem gebührt es, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt werde. Wehe der Welt wegen der Ärgernisse! Denn es ist nothwendig, daß Ärgernisse kommen, wehe aber dem Menschen, durch welchen das Ärgerniß kommt!

Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab, und wirf sie von dir, es ist dir besser, daß du verkrüppelt oder lahm in das Leben eingehest, als zwei Hände oder zwei Füße zu haben, und in das ewige Feuer geworfen zu werden.

Und wenn dein Auge dich ärgert, so reiß es aus, und wirf es von dir; es ist dir besser, mit einem Auge in das Leben einzugehen, als zwei Augen zu haben, und in das höllische Feuer geworfen zu werden.

Sehet zu, daß ihr nicht eines von diesen Kleinen verachtet; denn ich sage euch, ihre Engel im Himmel schauen immerfort das Angesicht meines Vaters, welcher im Himmel ist.

Predigtext des Kirchenvaters
In den Lesungen schildert der heilige Bernhard (Auslegung zu Psalm 90) unser Verhältnis zu unseren Schutzengeln, und zwar 
in der 4. Lesung zeigt er die Auszeichnung, die für den Menschen im Schutze der Engel liegt:
Predigt des heiligen Abtes Bernhard. „Seinen Engeln gibt er den Auftrag deinetwegen.“ Eine wunderbare Herablassung und fürwahr ein großer Erweis der Liebe! Wer hat den Auftrag gegeben? Wem hat er ihn gegeben? Betreffs wessen? Was hat er angeordnet? Aufmerksam wollen wir betrachten, sorgfältig unserem Gedächtnis einprägen diesen Auftrag. Wer hat also den Auftrag gegeben? Wessen Engel sind sie? Wessen Befehle vollziehen sie? Wessen Willen gehorchen sie? Nun es heißt: „Seinem Engel hat er deinetwegen Auftrag gegeben dich zu behüten auf allen deinen Wegen.“ und sie zögern nicht, dich sogar auf ihren Händen zu tragen. Die höchste Majestät also hat den Auftrag gegeben und seinen Engeln hat er ihn gegeben. Jenen erhabenen Wesen also, diesen so seligen, so ganz innig mit ihm vereinten Wesen, die fürwahr seine Hausgenossen sind, hat er Auftrag gegeben deinetwegen. Wer bist denn du? „Was ist denn der Mensch, daß du seiner gedenkst? Oder was ist so eine Menschenfrucht, daß du dich ihrer annimmst?“ Es ist so, als wäre der Mensch nicht ein der Verwesung anheimfallendes Wesen und so ein Menschenkind nicht wie ein Wurm. Aber was meinst du, hat der [Höchste] deinetwegen aufgetragen? „Daß sie dich behüten.“

In der 5. Lesung zieht der Heilige die Folgerung aus der 4. Lesung für unser Verhalten gegen unsere Schutzengel:

Welch große Ehrfurcht muß dir ein solches Wort einflößen, welch eine Ergebenheit dir beibringen, welch großes Vertrauen in dir erwecken? Ehrfurcht wegen ihrer Gegenwart, Ergebenheit wegen ihres Wohlwollens, Vertrauen wegen ihres Schutzes. Wandle vorsichtig, nämlich wie einer, bei dem Engel sind, wie es ihnen befohlen ist, auf allen deinen Wegen. An jedem Aufenthaltsorte, in jedem Winkel erweise deinem Engel Ehrfurcht. Traue dich ja nicht in seiner Gegenwart etwas zu tun, was du in meiner Gegenwart zu tun dich nicht getrautest. Oder zweifelst du an der Gegenwart dessen, den du nicht siehst? Was tätest du, wenn du ihn hörtest? Wenn du ihn betasten könntest? Wenn du ihn durch den Geruchssinn wahrnehmen könntest? Denk daran, daß nicht durch äußere Wahrnehmung allein die Gegenwart der Dinge gewiß wird.

In der 6. Lesung 

Welch Brüder! Laß uns also auch besonders darum seine Engel innig lieben, da sie ja einst unsere künftigen Miterben sein werden, inzwischen aber unsere von Gott bestellten und vorgesetzten Führer und Beschützer sind. Was sollten wir unter solchen Schützern fürchten?  SSie können nicht überwunden, noch in die irregeführt werden, noch weniger selbst in die ihrer führen, die uns auf allen unseren Wegen behüten. Sie sind treu, sie sind klug, sie sind mächtig; was sollen wir zaudern? Folgen wir Ihnen nur, schließen wir uns fest an sie an, und wir weilen dann unter dem Schutze des Gottes des Himmels. Sooft es sich also zeigt, dass eine besonders schwere Versuchung bedrängt oder eine kräftige Trübsal droht, rufe deinen Schützer an, deinen Führer, deinen Helfer in Bedrängnis Sen, in der Trübsal; rufe ihn an und spricht: „Herr, rette uns, wir gehen zugrunde.“ Auslegung vom heiligen Bischof Hilary you. Der Herr lehrt, dass nur die in das Himmelsreich kommen angehen können, die sich zum Wesen der Kinder bekehren; das will heißen durch kindliche Einfalt müssen die Makeln unseres äußeren und inneren weggeschafft werden. Kinder aber hat der Herr alle genannt, die durch Anhörung des göttlichen Wortes gläubig geworden sind. Diese (nämlich die Kinder) folgen dem Vater, lieben die Mutter, verstehen es nicht, dem Nächsten Böses zu wünschen, wisse nichts von der Sorge um irdische Güter, sind nicht übermütig, können keinen Hass, lüge nicht, glauben jedem Wort und halten alles, was sie können fürwahr. Daher muss man zur Einfalt der Kinder zurückkehren; denn wenn wir auf diese uns eingestellt haben werden wir das Bild der Demut das Kern an uns tragen. „Weder Feldwegen der Ärgernisse.“ Die Erniedrigung (das Kern) im Leiden ist der Wehrwelt ein Ärgernis. Darum nämlich ist zumeist die Verblendung der Menschheit befangen, dass sie unter der Schmach des Kreuzes den fern der ewigen Gloria nicht annehmen will. Aber was bringt der Welt solche Gefahr als die Nichtannahme Christi? Deswegen aber, sagt er, müssen Ärgernisse kommen, weil als Unterpfand für die wieder Erlangung des ewigen Lebens für uns in ihm alle Niedrigkeit des Leidens erfüllt werden musste. „Seht zu, dass ihr keines dieser kleinen, die an mich glauben, gering schätzt.“ Das geeignetste Band gegenseitiger Liebe hat er geknüpft, vorzüglich für jene, die in Wahrheit ein ihn glauben. Die Engel der kleinen nämlich schauen täglich Gott, weil der Menschensohn gekommen ist selig zu machen, was verloren war. Der Menschensohn also macht selig. Die Engel schauen Gott um die Enkel der Kleinen leiten die Gebete der Gläubigen. Dass die Engel leitender Stellung haben, ist uneingeschränkte Überzeugung. Demnach tragen die Engel täglich die Gebete der durch Christus erlöst und so Gott hinauf. Daher ist es gefährlich, einen solchen gering zu schätzen, dessen Wünsche und bitten durch die eifrige Dienstbeflissenheit der Engel vor den ewigen und unsichtbaren Gott gebracht werden. chützern

Kirchengebet

O Gott, Du sendest in Deiner unsagbar weisen Vorsehung voll Huld deine heiligen Engel zu unserem Schutze; so gewähre uns denn auf unser demütiges Flehen die Gnade, daß wir unter ihrem Schutze allezeit bewahrt seien und uns ihrer Gemeinschaft ewig erfreuen dürfen. Amen.

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