Tradition und Glauben

15. August – Mariae Himmelfahrt

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Evangelium zum Fest Mariae Himmelfahrt

Lk 1, 41 – 50

Und es begab sich, sobald Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind freudig in ihrem Leibe auf, und Elisabeth ward erfüllet von dem heiligen Geiste.

Und sie rief mit lauter Stimme, und sprach: Gebenedeiet bist du unter den Weibern, und gebenedeiet ist die Frucht deines Leibes! Und woher geschieht mir dies, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, sobald die Stimme deines Grußes an mein Ohr gelangte, hüpfte das Kind freudig auf in meinem Schoße. Und selig, die du geglaubt hast, daß in Erfüllung gehen wird, was dir von dem Herrn gesagt ward.

Maria sprach: Hoch preiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heilande! Weil er die Niedrigkeit seiner Magd angesehen hat; denn siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter. Denn Großes hat an mir getan, der mächtig und dessen Name heilig ist! Und seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten.

Predigtext des Kirchenvaters
In den Lesungen führt der heilige Johannes von Damaskus (Predigt 2 über den Tod Marias) den Beweis, daß die heilige Jungfrau mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen ist, und zwar

in der 4. Lesung gibt er den Grund an, daß die heilige Jungfrau die Paradiesesunschuld (Paradies = Lustgarten) in sich bewahrt hat:
Predigt vom heiligen Johannes von Damaskus. Heute läßt sich die heilige und beseelte Bundeslade des lebendigen Gottes, die in ihrem Schoße ihren Schöpfer empfangen hat, im Tempel des Herrn nieder, der nicht von irgendwelchen Händen aufgebaut ist; und ihr Vater David jubelt und mit ihm führen die Engel Reigen auf und es feiern sie die Erzengel, es rühmen sie die Mächte, es hüpfen die Fürsten, die Kräfte gesellen sich zur Freude, es jubeln die Herrschaften, die Throne feiern ein Fest, die Cherubim loben sie, die Seraphim künden ihre Herrlichkeit. Heute nimmt der Adam des neuen Eden den belebten Lustgarten zu sich, in dem die Verdammnis weggenommen ist, in dem der Baum des Lebens gepflanzt ist, in dem unsere Nacktheit umhüllt worden ist.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

In der 5. Lesung gibt der Heilige als Grund an, daß die heilige Jungfrau Mutter Gottes geworden ist:

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Heute ist die unbefleckte Jungfrau, die mit keinem irdischen Sinn befleckt, sondern im himmlischen Denken aufgewachsen ist, von der Rückkehr zur Erde bewahrt worden, sie wird vielmehr, weil sie ein beseelter Himmel war, in die himmlischen Zelte eingeführt. Wie sollte nämlich diejenige, von der das wahre Leben ausgegangen ist, das Totsein kosten? Sie fügt sich wohl der von dem, den sie geboren hat, getroffenen Anordnung; und als Tochter des alten Adam unterzog sie sich dem alten Urteil – denn auch ihr Sohn, der das Leben selbst ist, hat es nicht vermieden –; als Mutter des lebendigen Gottes jedoch wird sie in würdiger Weise zu ihm aufgenommen.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Allmächtiger ewiger Gott, Du hast die unbefleckte Jungfrau Maria, die Mutter Deines Sohnes, mit Leib und Seele aufgenommen in die Herrlichkeit des Himmels; wir bitten Dich, verleihe, daß wir allezeit auf das Himmlische bedacht sind und so dereinst teilhaftig werden ihrer Herrlichkeit. Durch Ihn, unseren Herrn. Amen.

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