Tradition und Glauben

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage III – Laurentius von Rom

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Evangelium vom Fest des Hl. Laurentius

Joh 12, 24 – 26

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viele Frucht! Wer sein Leben liebt, wird es verlieren; und wer sein leben in dieser Welt hasset, bewahrt es zum ewigen Leben.

Wenn jemand mir dient, folge er mir nach; und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein. Wenn jemand mir dienet, wird ihn mein Vater ehren.

Predigtext des Kirchenvaters
4. Lesung Predigt vom heiligen Papst Leo. Als die Wut der Heiden gegen alle edlen Glieder Christi raste und vor allem gegen jene, die zur Klasse der Geistlichkeit gehörten, losging, ergrimmte der gottlose Verfolger gegenüber dem Leviten Laurentius, der nicht bloß wegen seines Dienstes bei den heiligen Handlungen, sondern infolge der Verwaltung des kirchlichen Vermögens hervorragte, da er sich eine doppelte Beute von der Festnahme des einen Mannes versprach; indem er meinte, wenn er diesen zum Verräter an dem Gott geweihten Gelde gemacht hätte, könnte er ihn auch zum Abtrünnigen von der wahren Religion machen. Deshalb ist der Geldgierige und der Gegner der Wahrheit mit einer doppelten Fackel versehen; nämlich mit der Habgier, um das Geld zu rauben, mit der Gottesfeindschaft, um Christus hinauszuschaffen. Er stellt an den makellosen Vorsteher des Heiligtums die Forderung, daß ihm der Kirchenbesitz, nach dem er in seiner Gier lechzte, überbracht werde. Ihm zeigte der so fehlerreine Levit, wo er dieselben untergebracht habe und stellt ihm die zahlreichen Scharen der zur Gottesgemeinde gehörenden Armen vor, für deren Ernährung und Bekleidung er das Vermögen so angelegt hatte, dass es unverlierbar war; und dieses war um so vollständiger gerettet, je heiliger die nachgewiesene Verwendung war.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

5. Lesung Da rast der getäuschte Räuber und glühend vor Haß gegen die Religion, die eine solche Verwendung des Reichtums in Übung hatte, macht er sich an die Plünderung eines wertvolleren Schatzes; demjenigen, bei dem er keinen Vorrat an Geld vorgefunden hatte, suchte er jenes anvertraute Gut, durch dessen Besitz er in heiligerer Weise reich war, wegzuholen. Er befiehlt dem Laurentius, Christus zu verleugnen und geht daran, der so festen Standhaftigkeit des Geistes im Leviten mit grausigen Peinigungen zuzusetzen; und als die ersten von ihnen nichts ausrichten, folgen heftigere. Die aufgerissenen und von wiederholtem Einschneiden der Ruten zertrennten Glieder läßt er über einem Feuer braten, und zwar so, daß infolge des eisernen Rostes, der schon wegen der ständigen Glut eine brennende Kraft in sich hatte, bei der Veränderung der Lage durch Umkehrung der Glieder die Peinigung schlimmer, die Strafe länger wurde.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

6. Lesung Nichts erreichst du, nichts richtest du aus, du unheimliche Grausamkeit. Deinen Foltern wird der sterbliche Stoff entzogen und wo Laurentius in den Himmel abgeht, versagst du mit deinem Brennen. Die Liebe zu Christus kann durch die Flamme nicht besiegt werden; und schwächer war das Feuer, das von außen brannte, als dasjenige, das im Innern zündete. Du hast als Verfolger gegen einen Blutzeugen gewütet; du hast gewütet und hast die Palme verschönert, während du die Peinigung schwerer machtest. Denn was hat zur Verherrlichung des Siegers nicht dein Scharfsinn herausgefunden, wenn selbst zur Verschönerung des Triumphes die Peinigungswerkzeuge sich umwandelten? Wir wollen uns also freuen, Geliebteste, in geistiger Freude, bei dem so seligen Ende des edlen Mannes unseren Ruhm im Herrn suchen, der wundertätig ist in seinen Heiligen, in denen er auch uns eine Hilfe und ein Vorbild aufgestellt hat; und so hat er auf der ganzen Welt seine Herrlichkeit aufstrahlen lasen, daß vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang durch das Aufschimmern des Glanzes der Levitenleuchten, wie Jerusalem durch Stephanus verherrlicht wurde, so Rom durch Laurentius zum Ruhm gelangt ist.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Wir bitten Dich, allmächtiger Gott: laß uns auslöschen die Flammen unserer Leidenschaften, wie Du den hl. Laurentius befähigt hast, seine Feuerqualen zu überwinden. Durch unsern Herrn. Amen.

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