Tradition und Glauben

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage III – Vierzehnter Sonntag nach Pfingsten

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Evangelium des vierzehnten Sonntags nach Pfingsten

Mt 6, 24 – 33 Niemand kann zwei Herren dienen. Entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. So sage ich euch denn, seid nicht ängstlich besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist denn das Leben nicht mehr als die Nahrung und der Leib nicht mehr als die Kleidung? Betrachtet die Vögel des Himmels! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen: euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr als sie? Wer von euch kann mit seinen Sorgen seinem Leben auch nur eine Elle zusetzen? Und was seid ihr so ängstlich besorgt um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes! Wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht und spinnen nicht; und doch sage ich euch, selbst Salomon in all seiner Pracht war nicht so gekleidet wie eine einzige von ihnen. Wenn nun Gott das Gras, das heute auf dem Felde steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wieviel mehr euch Kleinmütige! Seid also nicht ängstlich besorgt und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Womit sollen wir uns bekleiden? Um all das sorgen sich die Heiden. Euer himmlischer Vater weiß ja, daß ihr dies alles nötig habt. Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugegeben werden.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Augustin.

„Niemand kann zwei zu Herren haben.“ Auf dieselbe Absicht ist auch das zu beziehen, was er im folgenden erklärt: „Denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich dem einen fügen und den anderen gar nicht beachten.“ Diese Worte sind genau zu beachten; denn wer die zwei Herren sind, zeigt er gleich darauf, wenn er sagt: „Ihr könnt nicht Gott zum Herrn haben und den Mammon.“ Mammon soll bei den Hebräern der große Besitz genannt werden; dazu passt auch das phönizische Wort: denn Gewinn wird im Phönizischen Mammon genannt.

Doch, wer dem Mammon dient, dient eigentlich demjenigen, der auf Grund seiner Verkehrtheit als Lenker der vor uns liegenden irdischen Dinge gilt und vom Herrn der Anführer dieser Welt genannt wird. „Denn entweder wird der Mensch den einen hassen und den anderen lieben; oder er wird sich dem einen fügen und den anderen gar nicht beachten.“ Es muß sich nämlich einem ganz harten und Verderben bringenden Herrn fügen, wer dem Mammon dient; verstrickt in seiner Gier wird er nämlich Knecht des Teufels und hat doch keine Liebe zu ihm. Wer nämlich möchte den Teufel lieben? Und doch fügt er sich ihm.

„Darum, heißt es, sage ich euch, nicht übermäßig besorgt zu sein um euer Leben, was ihr essen sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt.“ damit nicht etwa, wenn auch nicht gerade Überflüssiges erstrebt wird, das Herz wegen dieser notwendigen Dinge geteilt wird und unser ganzes Trachten zum Haschen nach diesen abgelenkt wird, wenn wir etwas scheinbar aus Barmherzigkeit unternehmen, d. h. damit wir nicht, wenn wir den Schein erwecken wollen, als ob wir für andere sorgen, dabei mehr auf unseren Gewinn bedacht sind als auf deren Vorteil und deshalb in uns die Auffassung erwecken, daß wir nicht fehlen, indem ja nicht überflüssig, sondern notwendig ist, was wir erlangen wollen.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Wir bitten Dich, o Herr, sey stets ein gnädiger Beschützer deiner Kirche! und weil ohne deine Hilfe der schwache Sterbliche fällt, so zieh ihn durch deinen Beistand von dem zurück, was ihm schädlich ist, und führe ihn zu dem hin, was ihm heilsam ist! Amen.

Wenn Sie o.a. Kirchengebet mit der Intention einer Ablassgewinnung beten, empfangen Sie einen Ablass, den Sie für sich selbst oder für die Armen Seelen verwenden können. (Enchiridion indulgentiarum (1999) Nr. 21 § 1: „Ein Teilablass wird einem Gläubigen gewährt, der an einem beliebigen Heiligentag, der im Kalender vermerkt wurde, zu Ehre dieses Heiligen fromm ein aus dem Messbuch entnommenes oder ein anderes rechtskräftig approbiertes Gebet verrichtet“) .

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