Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Zweiter Sonntag nach Ostern

Evangelium des zweiten Sonntags nach Ostern

Joh 10, 11 – 16 Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht, und der Wolf fällt die Schafe an und versprengt sie. Der Mietling flieht, weil er eben ein Mietling ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne. Ich gebe mein Leben für meine Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Schafstall sind. Auch sie muss ich herbeiführen; sie werden auf meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirt sein.

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papst Gregor:

Ihr habt, geliebteste Brüder, gehört aus der Lesung des Evangeliums, was ihr zu lernen habt; ihr habt auch gehört, in welch gefahrvoller Lage wir sind. Derjenige nämlich, der nicht infolge einer zufälligen Zugabe, sondern auf Grund seines Wesens gut ist, sagt: „Ich bin der gute Hirt“. Und er fügt die Art der Güte, die wir nachzuahmen haben, hinzu indem er sagt: „Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe hin“. Er hat das getan, wozu er auffordert; er hat (durch die Tat) gezeigt, was er geboten hat. Der gute Hirt hat für seine Schafe sein Leben hingegeben, um zu unserem Heiligungsmittel seinen Leib und sein Blut zu bestimmen und die Schafe, die er zurückerkauft hatte, mit seinem Fleische zu speisen.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Gott, der Du durch die Erniedrigung deines Sohnes die gefallenen Menschen wieder aufgerichtet hast; verleih deinen Gläubigen eine immerwährende Fröhlichkeit, damit diejenigen, welche Du dem ewigen Tode entrissen hast, durch deine Gnade die ewigen Freuden genießen. Amen.

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (26). Bei der Geistesunterscheidung kann man subjektiv immer irren.

 

 

Fünftes Kapitel.

Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und betrüglich [trügerisch], wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche [kunstfertige] Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende [Zweck] einige Regeln vorgeschrieben.

Obwohl die vorgelegte deutsche Übersetzung aus der Mitte des 19 Jhdts. stammt, so haben einige Worte ihre Bedeutung dermaßen verändert, dass uns eine Übertragung einiger Termini des Titels angebracht schien. Worum geht es in diesem Kapitel? Darum, dass niemand bei sich selbst, d.h. subjektiv, und das ist eine wichtige Einschränkung immer die Geister richtig unterscheiden kann.

Warum?

Weil der Teufel wirklich real sind und er wird, unter Zulassung Gottes, dafür sorgen, dass Sie oft nicht wissen werden, wo oben und wo unten ist. Es gibt auf dem offenen Meer Windstärken, wo der Himmel verschwindet samt der Horizontlinie und wirklich alles zu wüsten Wassermassen wird. Wikipedia beschreibt diese Orkanstärke wie folgt:

See vollkommen weiß, Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Sicht mehr.

Kennt man die Beaufort-Skala? Ja.

Kann man navigieren? – Ja.

Weiß man, dass es vorübergehen wird?  -Ja.

Es hilft Ihnen aber alles nichts, weil Sie in solchen Situationen machtlos sind. Man ist auch bei der Geistesunterscheidung manchmal nicht sein eigener Richter, weil man die Situation falsch beurteilt. Der Feind weiß sich zu verstellen und man ist schwach. Interessanterweise werden Sie viel eher bestimmte Symptome, mit Gottes Gnade natürlich, bei anderen als bei sich selbst erkennen. Doppelmoral? Nein, Sie sind einfach die Klangquelle. Jeder der singt, weiß, dass ein Sänger manche Töne, die er singt nicht objektiv richtig hören kann und deswegen braucht er jemanden, der ihn abhört. Man produziert zwar die Schallwellen, aber sie sind vor einem. Es ist Physik. Weil die Geister der Geist Gottes und der böse Geist – Geister und sehr subtil sind, so muss man in einer sehr ausgeglichenen Lage sein, um diese voneinander zu unterscheiden. Manchmal ist man es nicht und Gott lässt es zu, damit man etwas lernt, demütig wird und anderen in ähnlichen Situationen helfen kann. Denn man kann nur dann Empathie entwickeln, wenn man es selbst erlebt hat. Der hl. Johannes vom Kreuz zählt in Unterpunkten sehr analytisch genau alle Arten von teuflischen Visionen und Eingebungen auf. Und woher weiß er das? Weil er es selbst erlebte, sonst weiß man es nicht. War es angenehm? Sicherlich nicht, aber von nichts kommt nichts. Deswegen sollte man jemanden, einen Beichtvater, haben, der unsere Eindrücke objektivieren kann, denn auch ein sehr schlechter Sänger oder jemand, der nicht singt, wenn nicht gerade taub, kann diese Wellenfrequenzen objektiv hören, welche Sie nicht hören können. Und ein blindes Huhn findet auch ein Korn. Auch wenn er zu nichts zu gebrauchen ist, so sollten Sie dennoch Ihre Situation bei absoluter Verwirrung offen legen, denn diese Verdemütigung ist Gott genehm und „verbrennt“ gleichsam den Stolz des Teufels. Auf einmal fällt der Druck oder die Dunkelheit auf einmal von Ihnen weg, der Sturm legt sich, weil sich Gott Ihrer erbarmt hat. Man sollte sich deswegen immer misstrauen und immer den eigenen Weg, soweit es geht, objektivieren.

 

Pater Poulain SJ über Privatoffenbarungen, wahre und falsche Visionen als pdf

Als Ergänzung zum Podcast 10 stellen wir hier die deutsche Fassung des Buches von Pater Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. Ein Handbuch der Mystik, aus dem Jahre 1909. Wir tun es für alle, die kein Englisch können oder sich das Buch auf Englisch  nicht zulegen wollen oder können.  Da wir davon ausgehen, dass nach dem Podcast über Faustina und ihre Falschoffenbarungen für viele, insbesondere Damen, ihr Weltbild zusammen fällt, so wollen wir den werten LeserInnen etwas an die Hand geben, damit sie aus der nachfaustinischen Trümmerlandschaft hinaus finden. Hier ein paar mögliche Fragen und Antworten:

Frage: Wer ist überhaupt dieser Pater Poulain, dass er sich eine Meinung über unsere Faustina bilden kann?

Antwort: Pater Poulain SJ war ein französischer Jesuit, welcher um das Jahr 1901 ein überragendes Buch über die Mystik verfasst hat, für welches er das Wissen der früheren Autoren zusammengetragen, durchleuchtet und sehr systematisch und logisch zusammengetragen hatte. Es ist also ein Handbuch, ein Lehrbuch, ein Nachschlagewerk.

Frage: Ist dies Pater Poulain überhaupt katholisch?

Antwort: Ja, dieses Buch wurde im Namen von hl. Pius X von seinen zwei hochstehenden Kardinälen gut geheißen und den Gläubigen zur Lektüre empfohlen.

Frage: Sind seine Ansichten nicht veraltet?

Antwort: Nein, denn die Gesetzmäßigkeiten des mystischen Weges, der Handlungen Gottes und des Teufels sind dieselben.

Frage: Gibt es Alternativen zum Werk von Pater Poulain?

Antwort: Ja, aber diese wurden noch früher und auf Lateinisch verfasst. Es sind Quellen die er verwendet und Sie müssen in der Lage sein, Altdrucke auf Lateinisch lesen zu können.

Frage: Warum ist Pater Poulain Faustina übergeordnet?

Antwort: Weil Pater Poulain theologische Kriterien bietet, nach denen alle Privatoffenbarungen beurteilt werden können. Es ist ein Handbuch und nicht seine Privatmeinung.

Frage: Gibt es Unterschiede zwischen der englischen und der deutschen Ausgabe?

Antwort: Durchaus. Die englische Ausgabe von 1949 fußt auf einer späteren Ausgabe von Pater Poulain SJ selbst und ist ein wenig umfangreicher als deutsche aus dem Jahre 1901. Das Englische lässt sich auf viel besser, denn einfacher, als das Deutsche aus dem Jahre 1901 lesen.

Und hier die beiden Kapitel als pdf-Dateien.

Kap. 21 Gefahren der Täuschung

Poulain, Kap. 21

Kap. 22 Wie unterscheidet man echte Offenbarungen und Visionen von falschen?

Poulain, Kap. 22

Und daher liebe LeserInnen:

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Weißer Sonntag

Evangelium des weißen oder ersten Sonntages nach Ostern

Joh 20, 19 – 31 Am Abend jenes ersten Wochentages waren die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen versammelt. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch!“ Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den Herrn sahen. Abermals sprach Jesus zu ihnen: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Nach diesen Worten hauchte er sie an und sprach: „Empfanget den Heiligen Geist. Denen ihr die Sünden nachlasset, denen sind sie nachgelassen; denen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“ Einer von den Zwölfen, Thomas, mit dem Beinahmen Didymus, war nicht dabei, als Jesus kam. Die andern Jünger sagten ihm nun: „Wir haben den Herrn gesehen.“ Er aber erwiderte ihnen: „Wenn ich an seinen Händen nicht das Mal der Nägel sehen und meinen Finger nicht in die Stelle der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite legen kann, glaube ich nicht.“ Acht Tage darauf waren die Jünger wieder drinnen, und Thomas war bei ihnen. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen und trat in ihre Mitte mit den Worten: „Friede sei mit euch!“ Dann sprach er zu Thomas: „Leg deinen Finger hierher und sieh meine Hände, reich deine Hand her und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Thomas sprach zu ihm: „Mein Herr und mein Gott!“ Jesus erwiderte ihm: „Weil du mich siehst, glaubst du? Selig, die nicht sehen und doch glauben!“ Jesus hat noch viele andere Wunder vor den Augen seiner Jünger getan, die nicht in diesem Buche aufgezeichnet sind. Diese aber sind aufgezeichnet, damit ihr glaubt, daß Jesus ist Christus, der Sohn Gottes, und damit ihr im Glauben das Leben habt in seinem Namen.

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papste Gregor: Als erste Frage aus der gegenwärtigen Lesung des Evangeliums klopft an unseren Geist die: Wie war nach der Auferstehung der Leib des Herrn ein wirklicher, da er doch durch verschlossene Türen zu den Jüngern eintreten konnte? Aber wir müssen beachten, daß das Wirken Gottes, wenn es mit der Vernunft erfaßt wird, nichts Wunderbares an sich hat, und daß der Glaube kein Verdienst hat, wenn ihm das menschliche Denken etwas aus der Erfahrung bietet. Aber diese Taten unseres Heilandes selbst, die aus sich allein nicht begriffen werden können, müssen nach einer anderen Tätigkeit desselben abgewogen werden, auf daß staunenswerten Dingen noch staunenswertere Taten Glaubwürdigkeit verschaffen. Derselbe Leib des Herrn trat nämlich bei verschlossenen Türen zu den Jüngern hinein, der, wie es sich von selbst versteht, vor die Augen der Menschen bei seiner Geburt aus dem verschlossenen Schoß der Jungfrau hervorging. Was soll man also staunen, wenn er bei verschlossenen Türen nach seiner Auferstehung, wo er auf ewig leben wollte, eintrat, da er doch, als er kam, um den Tod zu leiden, aus dem uneröffneten Schoß der Jungfrau heraustrat?

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Allmächtiger Gott! Wir bitten Dich, verleih, daß wir nach vollendetem Osterfeste das Andenken an dasselbe durch alle unsere Handlungen und unsern ganzen Lebenswandel zeigen! Amen.

 

Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (18) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (10) Gebet der Einfachheit und Beschauung (iv). Einwände gegen dasselbe.

In diesem Teil setzt sich Pater Poulain SJ mit den Vorwürfen gegen das Gebet der Einfachheit auseinander, welche dem Beter vorwerfen, dass er nichts tue und nicht „arbeite“. Wenn Sie sich in eine Gruppe von Menschen setzten, werden Sie über kurz oder lang, früher oder später von ihnen hören:

  1. wie schwer sie arbeiten,
  2. wie toll sie sind,
  3. was sie alles erreicht haben.

Der Punkt 1., dass sie arbeiten und andere es nicht tun, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Ja, ja, wir alle wollen unsere Anerkennung und wir alle wollen ein wenig besser als unsere Mitmenschen sein. Da wir alle ein wenig vom Sozialismus gezeichnet sind, in Westdeutschland durch die Frankfurter Schule, durch die „soziale Marktwirtschaft“ etc., so denken wir fast alle, wenn wir von der Arbeit reden an den Bau oder das Bergwerk. Ja, dort arbeitet man richtig, alle anderen führen nur Scheinarbeiten durch. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) ist in der glücklichen Lage wirklich in vielen Bereichen gearbeitet zu haben, auch auf dem Bau, auch in der Fabrik und er kann feststellen, dass körperliches Arbeiten zwar am Anfang bis der Körper sich umstellt anstrengend ist, aber unter dem Strich doch sehr erholsam. Das Schwierigste und Anstrengendste ist die intellektuelle Arbeit, in der man kreativ Neues schafft, wie es in der stricte wissenschaftlichen Arbeit der Fall ist. Das ist dermaßen anstrengend, dass Sie in diesen Höhen maximal drei Stunden pro Tag weilen können. Viele Schriftsteller meinen, dass man nur drei wirklich kreative Stunden am Tage habe. Dies trifft wirklich zu und es ist so anstrengend, als würden Sie mit kurzen Verschnaufpausen immer 400 m laufen.

Was hat das aber mit dem Gebet der Einfachheit zu tun?

Alles. Das Gebet der Einfachheit, in welcher man z. B. 15 Minuten lang seine geistlichen Eindrücke oder sein religiöses Wissen vereinfacht, indem man von der Betrachtung der z. B. Auferstehung Christi nur einen Aspekt zu sich kommen lässt und diesen liebend betrachtet, all das ist Schwerstarbeit. Es wird längere Zeit dauern bis Sie alle Ablenkungen ausschalten und sich wirklich auf das Eine konzentrieren können. Aber wie gesagt, das Gebet der Einfachheit setzt meistens jahrelanges, vorheriges Betrachten voraus, damit es etwas zu Vereinfachen gibt. Da wirklich die wenigsten Menschen kreativ arbeiten, sodass sie überhaupt dazu kommen Vergleichsmöglichkeiten zwischen dem kreativen „Hochleistungssport“ und z.B. einem gemäßigten Büroalltag zu haben, so glauben die Meisten nicht, dass es etwas geben kann, was anstrengender sein kann als das, was sie tun. Ebenso ist es mit dem Gebetsleben. Im Novus Ordo Land sieht es wie folgt aus:

  1. Zu wenig vorgeschriebene Gebete – zu wenig Stoff.
  2. Zu wenig betrachtendes Gebet, das dieses auf 1. fußt.
  3. Kein Gebet der Einfachheit, von den nachfolgenden Schritten ganz zu schweigen.

Menschen, die in ihrem Gebetsleben nicht vorankommen, wenden sich an irgendwelche dubiosen New Age Meditationspraktiken à la Pater Grün oder fortschrittliche Jesuiten, was in Apostasie, Atheismus, Depressionen und/oder Besessenheit endet.

Was raten wir?

  1. Kaufen Sie sich ein Diurnale und beten Sie wenigstens die Laudes und die Vesper auf Lateinisch laut.
  2. Lesen Sie sich täglich das Tagesevangelium durch.
  3. Betrachten Sie es 15 Minuten lang, falls Sie das mehrere Jahre oder Monate getan haben.
  4. Ersetzen Sie die Betrachtung durch das Gebet der Einfachheit.

Ja, so einfach ist das und Sie werden merken, dass die Anstrengung von 1. zu 4. verläuft. Das mündliche Beten ist schon anstrengend, aber das Betrachten ist es viel mehr, ebenso wie das Gebet der Einfachheit. So arbeitet unser Gehirn: je abstrakter umso anstrengender, je geistlicher umso anstrengender. All diesen Ausführungen von Pater Poulain SJ ist zu entnehmen, dass sich seine Mitbrüder gegen das Gebet der Einfachheit wehrten und Gegenargumente brachten, hauptsächlich deswegen, weil sie es nicht einübten. Man will ja als Mann und Jesuit tätig sein und nicht „nur so Herumsitzen“. Wohin uns alle der Aktivismus gebracht hat, sehen wir an „Papst“ Franziskus dem Jesuiten, leider Gottes. Kein Glaube, kein geistliches Leben, Chaos im Kopf und eine wilde Zerstörungswut allem Heiligen gegenüber. Hätten die Jesuiten in den Zeiten Poulains, also um das Jahr 1900, sich mehr dem Gebet der Einfachheit als dem Aktivismus hingegeben, so wäre uns Vieles erspart geblieben.

Sie meinen das ist ein übertriebenes Moralisieren?

Nein, denn kommen Sie in eine Stellung, wo Sie Einfluss auf andere ausüben, so müssen Sie instinktmäßig handeln und Sie sind all das, was Sie in den vorigen Jahren und Jahrzehnten zusammengetragen haben. So schreibt DSDZ diesen Beitrag wieder einmal schnell, bevor er zu seinem Brotberuf fährt und muss so alles möglichst einfach zusammenfassen, was er zum Thema geistliches Leben weiß.  Er muss also nicht nur sein Wissen abrufen, sondern auch das geistlich weitergeben, was er hat und was in einigen Jahren zusammengetragen wurde. Deswegen ist das geistliche Leben immer ein Stückwerk, dass uns in die Ewigkeit führt.

Predigten zum Evangeliustext der Alten Messe – Festtage 1 – Ostermontag

Evangelium des Heiligen Ostermontags

Lk 24, 13 – 35 Noch am selben Tage wanderten zwei von ihnen nach einem Flecken mit Namen Emmaus, sechzig Stadien von Jerusalem entfernt. Sie sprachen miteinander von allem, was sich zugetragen hatte. Während sie so miteinander redeten und sich besprachen, nahte Jesus selbst und ging mit ihnen. Ihre Augen aber waren gehalten, daß sie ihn nicht erkannten. Er sprach zu ihnen: „Was sind das für Reden, die ihr auf dem Wege miteinander führt?“ Da hielten sie traurig inne. Der eine aber, namens Kleopas, antwortete ihm: „Bist du der einzige Fremdling in Jerusalem, der nicht weiß, was dort in diesen Tagen geschehen ist?“ Er fragte sie: „Was denn?“ Sie erwiderten ihm: „Was mit Jesus von Nazareth geschehen ist. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und allem Volke. Unsere Hohenpriester und die Vorsteher aber haben ihn dem Tode überantwortet und gekreuzigt. Wir aber hatten gehofft, er werde Israel erlösen. Und nun ist nach alledem heute schon der dritte Tag, seit dies geschehen ist. Zwar haben uns einige aus unseren Frauen in Schrecken gesetzt. Sie waren frühmorgens am Grabe, fanden aber seinen Leichnam nicht. Sie kamen mit der Kunde, es seien ihnen Engel erschienen, die versichert hätten, daß er lebe. Einige von den Unsrigen gingen dann zum Grabe und fanden bestätigt, was die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.“ Da sprach er zu ihnen:“ O ihr Unverständigen und von langsamer Fassungskraft, um alles zu glauben, was die Propheten verkündet haben! Musste nicht Christus dies leiden und so in seine Herrlichkeit eingehen?“ Und er begann mit Moses und allen Propheten und erklärte ihnen, was in allen Schriften von ihm geschrieben steht. So kamen sie dem Flecken nahe, zu dem sie wanderten. Er tat, als wolle er weitergehen. Sie aber nötigten ihn und sprachen: „Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, der Tag hat sich schon geneigt.“ Da kehrte er mit ihnen ein. Während er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, segnete es, brach es und reichte es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Er aber entschwand ihren Augen. Und sie sprachen zueinander: „Brannte nicht das Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns die Schrift erschloß?“ Noch in derselben Stunde machten sei sich auf, kehrten nach Jerusalem zurück und fanden die Elf mit ihren Gefährten versammelt. Diese sprachen: „Der Herr ist wahrhaft auferstanden und dem Simon erschienen.“ Nun erzählten sie, was sich auf dem Wege zugetragen hatte, und wie sie ihn am Brotbrechen errkannt hätten.

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papst Gregor: Ihr habt gehört, Brüder, daß der Herr den zwei Jüngern, die auf dem Weg dahingingen, die wohl noch nicht glaubten, aber doch von ihm redeten, sichtbar wurde; aber er zeigten ihnen nicht eine Gestalt, die sie hätten erkennen können. Das also wirkte der Herr äußerlich in den leiblichen Augen, was bei ihnen im Innern vorging in den geistigen Augen. Denn sie waren im Innern bewegt von Liebe und voll Zweifel; der Herr wurde ihnen aber äußerlich gegenwärtig und zeigte nicht, wer er war. Entsprechend dem Umstand, daß sie von ihm sprachen, gewährte er ihnen seine Gegenwart; aber entsprechend dem Umstand, daß sie über ihn Zweifel hegten, verbarg er die Gestalt, an der man ihn erkennen konnte.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Gott, der Du der Welt durch die österliche Feierlichkeit Heilsmittel verliehen hast: wir bitten Dich, begleite dein Volk mit himmlischer Gabe, damit es vollkommene Freiheit und ewiges Leben zu erlangen würdig werden möge! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Ostersonntag

Evangelium des Heiligen Ostersonntages

Mk 16, 1 – 7 Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome würzige Kräuter, um hinzugehen und ihn zu salben. In der Morgenfrühe des ersten Wochentages, als die Sonne eben aufging, kamen sie zum Grabe. Sie sprachen zueinander: „Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?“ Als sie hinblickten, sahen sie, daß der Stein schon weggewälzt war. Er war nämlich sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen zur Rechten einen Jüngling in weißem Gewande sitzen, und sie erschraken. Er aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht hier die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Geht nun hin und meldet seinen Jüngern, zumal dem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.“

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Gregor: Ihr habt gehört, geliebteste Brüder, daß die heiligen Frauen, die dem Herrn gefolgt waren, mit Wohlgerüchen zum Grabe kamen und ihm, dem sie, so lange er lebte, in Liebe zugetan gewesen, auch, wo er tot war, in freundschaftlicher Absicht Dienste erweisen. Aber was sie getan, deutet etwas an, was in der heiligen Kirche zu geschehen hat. Wir müssen nämlich das, was sich ereignet hat, in der Weise hören, daß wir auch überlegen, was wir in Nachahmung desselben zu tun haben. Und so kommen wir, die wir an den Toten glauben, dann,  wenn wir mit Wohlgeruch der Tugend umduftet, mit dem Rufe des Eifers in guten Werken den Herrn suchen, ganz gewiß mit duftenden Salben an sein Grab. Solchen Frauen aber, die mit duftenden Salben kamen, sind Engel sichtbar geworden, weil eben jene Seelen die himmlischen Bürger zu schauen bekommen, die mit dem Wohlgeruch der Tugenden in heiliger Sehnsucht an den Herrn herantreten.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Gott! der Du durch deinen Sohn uns den Eingang in den Himmel, aufgeschlossen hast; nimm gnädig an unsern Danr“ für deine Barmherzigkeit und gib, daß wir unsere guten Vorsätze getreu halten, damit wir, gespeiset durch das heiligste Osterlamm, zu einem frommen Leben in Christo auferstehen und einst in die ewige Seligkeit eingehen mögen, durch Christus, unsern Erlöser. Amen.

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (25). Gesetzmäßigkeiten des Heiligen Geistes.

Viertes Kapitel.

Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln.

 

DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) war ein vorwitziges und altkluges Kind, welche seine Lehrer durch seine „unverschämten Fragen“ – siehe der Hirte des Herma – ins Bockshorn jagte. Aber es war keine Bosheit, sondern ein wirkliches Interesse an den Problemen. Da die Lehrer, insbesondere die Hochschullehrer schnell bei ihm aggressiv wurden, so hat er wirklich viele Erfahrungswerte, um feststellen zu können, wenn jemand keine Ahnung hat und sich um die klare Antwort drückt. Diese Antwort des Unwissenden lautet immer:

Das kann man so pauschal nicht sagen. Das kommt darauf an. Es ist von Fall zu Fall verschieden.

Sie erkennen es, nicht wahr? Dies ist die Rhetorik des Bergoglio-Pontifikats mit dem Gott der Überraschungen und dem Heiligen Geist, der weht, wo er will, in der letzten Zeit zunehmend Richtung Ehebruch und Homosex, siehe Amoris Laetitia.

Stimmt das aber?

Nein, seit sich Gott in Jesus Christus geoffenbart hat und den Heiligen Geist gesandt hat, um die Kirche immer tiefer in das Geheimnis Christi zu führen und nicht von der Wahrheit weg zu führen, gibt es keine Überraschungen. Alles ist im Großen und Ganzen vorgegeben. Es ist wirklich wie eine Gleichung, z.B., welche auf der Meta-Ebene (der Ebene über der Ebene) so lautet:

∀xyz: (x + y) + z = x + (y + z)

man liest es: für jedes x y z gilt: (x + y) + z = x + (y + z)

in einem konkreten Fall jedoch sieht die Anwendung der o.a. Formel wie folgt aus:

(3 + 4) + 5 = 3 + (4 + 5)

Es ist das Assotiativgesetz, welches für jedes x, y, z gilt, gleich welche Ziffer wir dafür einsetzen. Wie Sie sehen es ist zugleich konkret und dennoch nicht so eingeschränkt, dass es nicht viele Fälle umfassen könnte. Und so ist auch das Gesetz Gottes:

Du sollst nicht Ehebrechen.

Jede sexuelle Handlung eines Verheirateten außerhalb seines angetrauten Ehegatten oder Ehegattin ist eine schwere Sünde und jeglicher Sex außerhalb der Ehe ist es auch.  Keine Ausnahmen: gleich ob die eigene Frau alt und häßlich und die Sekräterin jung und hübsch ist. Dennoch muss x in unserem Falle nicht 3 lauten, es kann auch 4212, 34 sein oder 17.

Was hat das aber mit der Geistesunterscheidung zu tun?

Das, dass wir nicht absolut jeden Einzelfall als solchen voraussehen können, aber wir kennen doch die Formel. Wenn man ein geistliches Leben führt, dann erfährt man sowohl die Führung des Heiligen Geistes als auch Versuchungen des Teufels. Man kann dann tatsächlich anderen raten, weil man wenigstens die grobe Struktur erkennt.  Kardinal Bona rät, sich im spirituellen Leben bei Älteren Rat zu holen. Ja, schön wäre es, wenn man welche hätte. Warum? Weil der Teufel, der versucht, im Verborgenen bleiben will. Auch wenn Sie einen inkompetenten Beichtvater haben und ihm Ihre Versuchungen beichten, dann bekommen Sie selbst mehr Licht und die Macht des Teufels wird sozusagen verbrannt. Gott liebt die Demut, der Teufel scheut sie. Sehr treffend schreibt Kardinal Bona, dass es nicht möglich ist, dass eine echte Offenbarung, die ja so selten vorkommt, durch das Urteil der Anderen vernichtet wird. Wenn sich Gott wirklich offenbart, dann wird er früher und später für die Verwirklichung seiner Offenbarung sorgen.

Also hier nochmals zusammenfassend:

  1. Man kann allgemeine Strukturen im geistlichen Leben erkennen.
  2. Man sollte sich im Übernatürlichen Erfahreneren anvertrauen.
  3. Wenn etwas wirklich von Gott kommt, dann lässt Gott nicht zu, dass es zunichte gemacht wird.

Amen.

 

 

 

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Palmsonntag

Evangelium des Passionssonntags

Oder 5. Sonntags in der Fastenzeit.

Joh 8, 46 – 59… Wer von euch kann mich einer Sünde überführen? Wenn ich [euch] die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, hört auf Gottes Wort; ihr hört nicht darauf, weil ihr nicht aus Gott seid.“ Da entgegneten die Juden: „Sagen wir nicht mit Recht, du bist ein Samariter und hast einen bösen Geist?“ Jesus erwiderte: „Ich habe keinen bösen Geist; ich ehre meinen Vater, ihr dagegen entehrt mich. Ich bin aber nicht auf meine Ehre bedacht; es ist einer, der auf sie bedacht ist und Gericht hält. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod in Ewigkeit nicht schauen.“ Da sprachen die Juden zu ihm: „Nun erkennen wir, dass du einen bösen Geist hast; Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod nicht kosten in Ewigkeit. Bist du etwa größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Auch die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?“ Jesus entgegnete: „Wollte ich mich selbst ehren, so wäre meine Ehre nichts. Aber mein Vater ist es, der mich ehrt. Ihr nennt ihn euren Gott, und doch kennt ihr ihn nicht. Ich aber kenne ihn; wollte ich sagen, ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lügner, gleichwie ihr. Aber ich kenne ihn und bewahre sein Wort. Abraham, euer Vater, frohlockte, dass er meinen Tag sehen sollte. Er sah in und freute sich.“ Da sagten die Juden zu ihm: „Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben?“ Jesus antwortete ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich.“ Da hoben sie Steine auf, um nach ihm zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging hinweg aus dem Tempel.

Predigtext des Kirchenvaters

 

  1. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet zum Passionssonntag

Wir bitten Dich, allmächtiger Gott! sieh gnädig auf deine Familie, damit durch deine Fürsorge ihre irdische Wohlfahrt befördert, und durch deine Bewahrung ihr geistliches Leben beschützt werde! Amen.

Evangelium des Palmsonntags

Oder 2. Sonntags in der Passionszeit

Mt 21, 1 – 9 Als sie in die Nähe von Jerusalem nach Bethphage am Ölberge kamen, entsandte Jesus zwei Jünger mit dem Auftrag: „Geht in den Flecken, der vor euch liegt. Alsbald werdet ihr eine Eselin angebunden finden mit ihrem Füllen; bindet sie los und bringt sie zu mir. Wenn euch jemand irgendwie zur Rede stellt, so sagt: Der Herr bedarf ihrer. Sogleich wird er sie freigeben.“ Dadurch sollte sich das Wort des Propheten erfüllen:Sagt der Tochter Sion: Siehe, dein König kommt zu dir voll Sanftmut. Er sitzt auf einem Esel, auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttieres.“

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Ambrosius. Es hat einen schönen Sinn, dass der Herr, nachdem er die Juden abgewiesen hatt, nun, um in den Gemütern der Nichtjuden Wohnung zu nehmen, in den Tempel hinausstieg. Der Tempel ist nämlich im wahren Sinne ein solcher, in dem der Herr nicht gemäß den Buchstaben, sondern in der rechten Weise angebetet wird. Der Tempel ist ein Gottestempel, den die Reihe der Glaubenswahrheiten, nicht der steinerne Aufbau begründet. Es werden also verlassen diejenigen, die Hass gezeigt, haben; es werden erwählt diejenigen, die Liebe zeigen sollten. Und deshalb kommt er zum Ölberg, um die Pflanzung frischer Ölbäumchen auf der Höhe der Tugend anzuzeigen, deren Mutter das Jerusalem, ist, das droben ist. Auf diesem Berge ist jeder himmlische Landmann tätig, auf dass alle im Hause Gottes Eiungepflanzten, Mann für Mann sagen können: Ich bin gleich einem Ölbaum, der reiche Früchte trägt im Haus des Herrn.

 

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet zum Palmsonntag

Allmächtiger, ewiger Gott! der Du für’s Menschengeschlecht, daß es nachahme dem Muster der Demuth, unsern Erlöser hast Mensch werden und dem Kreuze sich unterziehen lassen: verleihe gnädig, daß wir die Beweise seiner Geduld vor Augen zu haben, an seiner Auferstehung Antheil zu erhalten verdienen! Amen.

Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 10. Nach der Messe oder Kommunion

BoschStJeromeInPrayer

Was ist die hl. Kommunion? Die Vereinigung: des Schöpfers mit dem Geschöpf, der Seele mit Christus ihrem Bräutigam, des Christen mit Christus. Es ist etwas dermaßen Intimes, dass dieses Gebet vom cubiculum – „dem Schlafgemach, dem Schlafzimmer“ spricht. Viele Heilige fielen nach dem Kommunionempfang in Exstase und der hl. Bernhard von Clairvaux wird nicht müde, in seinem Kommentar zum Hohenlied die Seele mit Braut und Christus mit dem Bräutigem zu vergleichen. Aber unser Schlafgemach, unsere Seele, ist auch mit einem ordentlichen, gewischten und aufgeräumten Raum zu vergleichen, der sich auf einen hohen Besuch vorbereitet. Der Katholik der nachkonziliaren Zeit kommuniziert sehr oft, wenn auch hoffentlich niemals unwürdig, so doch ziemlich routiniert. Es scheint, dass die Heiligkeit der Priester bzw. die fehlende Heiligkeit ihrerseits den Leib Christi, den man empfängt, besudelt und einen Teil der Gnaden mindert. Sie empfangen also die himmlische Speise, Christus selbst, aus dreckigen, vor Dreck verkrusteten Priesterpfoten, welche vor Sünde nur so triefen. Deswegen ist es Katholiken verboten, wissentlich Sakramente vor Priestern zu empfangen, wo denen sie positiv wissen, dass sie in schwerer Sünde leben und/oder suspendiert sind.  Wenn man es nicht positiv weiß, sondern es nur vermutet, dann ist man zwar entschuldigt, aber der Dreck bleibt trotzdem kleben. Vielleicht hilft das u.a. Gebet die Gnaden der Hl. Kommunion zu bewahren und sich dennoch zu heiligen.

Post missam vel communionem
Sanctifica Domine, animam meam et benedictionem tuam in ea relinque. Ingredere cubiculum cordis mei et illud posside in sempinternum.
Nach der hl. Messe oder Kommunion
Heilige, oh Herr, meine Seele und hinterlasse in ihr Deinen Segen. Tritt in das Gemach meines Herzens ein und nimm es in Besitz in Ewigkeit.