Predigten zum Evangeliustext der Alten Messe – Festtage 1 – Ostermontag

Evangelium des Heiligen Ostermontags

Lk 24, 13 – 35 Noch am selben Tage wanderten zwei von ihnen nach einem Flecken mit Namen Emmaus, sechzig Stadien von Jerusalem entfernt. Sie sprachen miteinander von allem, was sich zugetragen hatte. Während sie so miteinander redeten und sich besprachen, nahte Jesus selbst und ging mit ihnen. Ihre Augen aber waren gehalten, daß sie ihn nicht erkannten. Er sprach zu ihnen: „Was sind das für Reden, die ihr auf dem Wege miteinander führt?“ Da hielten sie traurig inne. Der eine aber, namens Kleopas, antwortete ihm: „Bist du der einzige Fremdling in Jerusalem, der nicht weiß, was dort in diesen Tagen geschehen ist?“ Er fragte sie: „Was denn?“ Sie erwiderten ihm: „Was mit Jesus von Nazareth geschehen ist. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und allem Volke. Unsere Hohenpriester und die Vorsteher aber haben ihn dem Tode überantwortet und gekreuzigt. Wir aber hatten gehofft, er werde Israel erlösen. Und nun ist nach alledem heute schon der dritte Tag, seit dies geschehen ist. Zwar haben uns einige aus unseren Frauen in Schrecken gesetzt. Sie waren frühmorgens am Grabe, fanden aber seinen Leichnam nicht. Sie kamen mit der Kunde, es seien ihnen Engel erschienen, die versichert hätten, daß er lebe. Einige von den Unsrigen gingen dann zum Grabe und fanden bestätigt, was die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.“ Da sprach er zu ihnen:“ O ihr Unverständigen und von langsamer Fassungskraft, um alles zu glauben, was die Propheten verkündet haben! Musste nicht Christus dies leiden und so in seine Herrlichkeit eingehen?“ Und er begann mit Moses und allen Propheten und erklärte ihnen, was in allen Schriften von ihm geschrieben steht. So kamen sie dem Flecken nahe, zu dem sie wanderten. Er tat, als wolle er weitergehen. Sie aber nötigten ihn und sprachen: „Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, der Tag hat sich schon geneigt.“ Da kehrte er mit ihnen ein. Während er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, segnete es, brach es und reichte es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Er aber entschwand ihren Augen. Und sie sprachen zueinander: „Brannte nicht das Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns die Schrift erschloß?“ Noch in derselben Stunde machten sei sich auf, kehrten nach Jerusalem zurück und fanden die Elf mit ihren Gefährten versammelt. Diese sprachen: „Der Herr ist wahrhaft auferstanden und dem Simon erschienen.“ Nun erzählten sie, was sich auf dem Wege zugetragen hatte, und wie sie ihn am Brotbrechen errkannt hätten.

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papst Gregor: Ihr habt gehört, Brüder, daß der Herr den zwei Jüngern, die auf dem Weg dahingingen, die wohl noch nicht glaubten, aber doch von ihm redeten, sichtbar wurde; aber er zeigten ihnen nicht eine Gestalt, die sie hätten erkennen können. Das also wirkte der Herr äußerlich in den leiblichen Augen, was bei ihnen im Innern vorging in den geistigen Augen. Denn sie waren im Innern bewegt von Liebe und voll Zweifel; der Herr wurde ihnen aber äußerlich gegenwärtig und zeigte nicht, wer er war. Entsprechend dem Umstand, daß sie von ihm sprachen, gewährte er ihnen seine Gegenwart; aber entsprechend dem Umstand, daß sie über ihn Zweifel hegten, verbarg er die Gestalt, an der man ihn erkennen konnte.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Gott, der Du der Welt durch die österliche Feierlichkeit Heilsmittel verliehen hast: wir bitten Dich, begleite dein Volk mit himmlischer Gabe, damit es vollkommene Freiheit und ewiges Leben zu erlangen würdig werden möge! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe Festtage 1 – Aschermittwoch

Evangelium am Aschermittwoch

Mt 6, 16 – 21 Wenn ihr fastet, so macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Die entstellen ihr Gesicht, damit die Leute es ihnen ansehen, daß sie fasten. Wahrlich, ich sage euch, sie haben schon ihren Lohn. Wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Antlitz, damit die Leute nicht sehen, daß du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Sammelt euch nicht Schätze auf Erden, wo Motte und Rost sie vernichten, wo Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost sie vernichten, wo keine Diebe einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

Predigtext des Kirchenvaters

 Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus. 2. Buch der Vorträge über die Bergpredigt, Kap. 12. Es ist klar, dass mit solchen Vorschriften unsere ganze Absicht hingelenkt wird, dass sie nach den inneren Freuden trachtet; damit wir nicht, wenn wir den Lohn draußen suchen, dieser Welt gleichförmig werden und verlieren, was uns verheißen ist an Seligkeit, die um so beständiger und fester ist, je mehr sie das Innere beherrscht, die Gott beabsichtigt hat, da er uns erwählte, gleichförmig dem Vorbild seines Sohnes zu werden. Auf diesem Gebiete muss jedoch sehr darauf geachtet werden, dass nicht bloß im Glanze und Prunk der zum Körper gehörenden Dinge, sondern auch in dem als Zeichen von Trauer geltenden Mangel an äußerer Pflege eine Prahlerei möglich ist, und zwar eine um so gefährlichere, je mehr sie unter dem Namen eines Dienstes für Gott täuscht.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet zum Aschermittwoch

Erhöre uns, o Herr! denn deine Barmherzigkeit ist von Ewigkeit und unbegrenzt; nach der Menge deiner Erbarmnisse sieh auf uns! Errette uns, o Herr! allmächtiger, ewiger Gott! verschone die Bußfertigen, sey gnädig denen, die zu Dir stehen! Neige dein Ohr gnädig herab zu unserm Flehen und gieße über deine Diener, die jetzt ihr Haupt mit Asche bestreuen lassen, den reichen Segen deiner Gnade aus! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage. Fest der heiligen Familie Jesus, Maria und Joseph

Heilige-Familie 1

Evangelium am Feste der Heiligen Familie

Lk 2, 42 – 52 Als er zwölf Jahre alt war, gingen sie der Festsitte gemäß hinauf nach Jerusalem. Nachdem die Tage vorüber waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der Knabe Jesus aber blieb in Jerusalem zurück, ohne das seine Eltern es merkten. In der Meinung, er sei bei der Reisegesellschaft, gingen sie eine Tagesreise weit und suchen ihn bei Verwandten und Bekannten. Da sie ihn aber nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn. Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel. Er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen an sie. Alle, die ihn hörten, staunten über sein Verständnis und seine Antworten. Da sie ihn erblickten, wunderten sie sich, und seine Mutter sprach zu ihm: „Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht!“ Er erwiderte ihnen: „Warum habt ihr mich gesucht? Wußtet ihr nicht, daß ich dem sein muß, was meines Vaters ist?“ Doch sie verstanden nicht, was er ihnen damit sagen wollte.

Dann zog er mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untertan. Seine Mutter bewahrte alle diese Dinge in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, an Alter und an Wohlgefallen vor Gott und den Menschen.

Predigtext des Kirchenvaters

Erklärung vom heiligen Abt Bernard. „Und er war ihnen untertan.“ Wer? Wem? Gott – den Menschen. Ja, Gott, dem die Engel untergeben sind, dem die Engelfürsten und Engelmächte gehorchen, er war untertan Maria, und nicht bloß Maria, sondern auch Joseph wegen Maria. Staune also beides an und wähle, was du mehr bewundern sollst, ob die liebevolle Herablassung des Sohnes oder die ganz hervorragende Würde der Mutter. Auf beiden Seiten ist man sprachlos, auf beiden Seiten ist ein Wunder; daß einerseits Gott einem Menschen gehorcht, daß ist eine Erniedrigung sondergleichen, daß anderseits ein Mensch über Gott steht, das ist eine Höhe, daß niemand mitkommen kann. In dem Lobgesang auf die Jungfrauen wird besonders besungen, daß sie dem Lamm folgen, wohin es geht. Was für eines Lobes also müssen wir diejenige für würdig halten, die sogar vorangeht?

Kirchengebet

Herr Jesus Christus, Du warst Maria und Joseph untertan und hast das häusliche Leben durch unaussprechliche Tugenden geheiligt; laß uns unter dem Beistand durch das Vorbild Deiner hl. Familie unterwiesen werden und die ewige Gemeinschaft mit ihr erlangen: der Du lebst.

 

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage 1 – Erscheinung des Herrn

Evangelium am Feste der Erscheinung des Herrn, oder der Heil. Drey Könige

Mt 2, 1 – 12

Als Jesus in den Tagen des Königs Herodes zu Bethlehem in Judäa geboren war, siehe, da erschienen Weise aus dem Morgenlande in Jerusalem und fragten: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern im Morgenlande gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten.“ Da König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er versammelte alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und legte ihnen die Frage vor, wo der Messias geboren werden sollte. Sie antworteten ihm: „Zu Bethlehem in Judäa. Denn so steht beim Propheten geschrieben:

Du Bethlehem, im Lande Juda, bist keineswegs die geringste unter Judas Fürstenstädten; denn aus dir wird der Fürst hervorgehen, der mein Volk Israel regieren soll.“

Da ließ Herodes die Weisen heimlich zu sich kommen und erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit, wann der Stern [ihnen] erschienen war. Dann wies er sie nach Bethlehem mit den Worten: „Zieht hin und forscht sorgfältig nach dem Kinde. Sobald ihr es gefunden habt, gebt mir Nachricht; dann will auch ich kommen und es anbeten.“

Nachdem sie den König angehört hatten, machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, zog vor ihnen her, bis er über dem Orte, wo das Kind war, ankam und stillestand. Als sie den Stern sahen, hatten sie eine überaus große Freude. Sie traten in das Haus und sahen das Kind mit Maria, seiner Mutter, fielen nieder und beteten es an. Dann machten sie ihre Schätze auf und brachten ihm Geschenke dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe. In einem Traum erhielten sie die Weisung, nicht mehr zu Herodes zurückzukehren. Darum zogen sie auf einem anderen Wege in ihr Land zurück.

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papst Gregor. Wie ihr es in der Lesung des Evangeliums, geliebte Brüder, gehört habt, geriet, als der himmlische König geboren war, der irdische König in Schrecken, weil eben die irdische Hoheit in Verwirrung kommt, wenn die himmlische Hoheit bekannt wird. Aber wir müssen nachforschen, was der Grund ist, daß bei der Geburt des Erlösers den Hirten in Judäa ein Engel erschienen ist, und die Weisen zur Anbetung desselben vom Morgenland nicht ein Engel, sondern ein Stern hingeführt hat. Weil eben den Juden, gleichsam Wesen mit Vernunftgebrauch, ein mit Vernunft begabtes Wesen, d. h. ein Engel die Botschaft bringen sollte; die Nichtjuden aber werden, weil sie ihre Vernunft nicht gebrauchen konnten, zur Erkenntnis des Herrn nicht durch eine  lebendige Stimme, sondern durch Zeichen geleitet. Daher heißt es auch beim heiligen Paulus: „Die Weissagungen sind für die Gläubigen gegeben, nicht für die Ungläubigen; die Wunderwerke aber für die Ungläubigen, nicht für die Gläubigen.“ Daher bekommen jene die Weissagungen auch als Gläubige, nicht als Ungläubige; und diese bekommen die Wunderzeichen als Ungläubige, nicht als Gläubige.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Gott! Du hast an diesem Tage deinen Eingebornen den Heiden durch Weisung des Stern’s geoffenbaret; auch uns hast Du Dich durch den Glauben geoffenbaret. Deine Gnade sey ferner noch unsere Führerin, daß wir dahin kommen, wo wir deine Herrlichkeit von Angesicht sehen können, durch denselben Jesum Christum, unsern Herrn! Amen.

 

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage. Unschuldige Kinder

Evangelium am Feste der Hl. Unschuldigen Kinder

Mt 2, 13 – 18

Als die Weisen aus dem Morgenlande weggezogen waren, erschien dem Joseph im Traum ein Engel des Herrn und sprach: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägyptei. Bleibe dort, bis ich dir Weisung gebe. Denn Herodes wird nach dem Kinde suchen, um es zu ermorden.“ Da stand er auf, nahm noch in der Nacht das Kind und seine Mutter und zog nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Todde des Herodes. So sollte in Erfüllung gehen, was der Herr durch den Propheten gesprochen hatte: „Aus Ägypten berief ich meinen Sohn.“

Als Herodes sich von den Weisen hintergangen sah, geriet er in heftigen Zorn. Er ließ in Bethlehem und in dessen ganzem Gebiete alle Knäblein von zwei Jahren und darunter umbringen – entsprechend der Zeit, die er von den Weisen erforscht hatte. Da erfüllte sich das Wort des Propheten Jerremias, der da spricht:

In Rama wird Klage laut, Viel Weinen und Wehgeschrei: Rachel weint um ihre Kinder Und will sich nichth trösten lassen, Weil sie nicht mehr sind.“

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus.
Buch 1 der Auslegung zu Mt Kap. 2

Als er das Kind nahm und seine Mutter, um nach Ägypten überzusiedeln, hat er sie zur Nachtzeit und im Dunkeln genommen, da er ja die Nacht der Unwissenheit denen, von denen er wegging, in ihrem Unglauben zurückgelassen hat. Wo er jedoch nach Judäa zurückkehrt, wird weder die Nacht, noch das Dunkel im Evangelium erwähnt, weil am Ende der Welt die Juden den Glauben oder gleichsam den von Ägypten zurückkehrenden Christus annehmen und auf diese Weise zum Licht gelangen werden.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Gott, dessen Ruhm die unschuldigen Kinder nicht durch Reden, sondern durch Sterben verkündet haben; ertödte in uns alles Böse, damit den Glauben, welchen unsere Zunge ausspricht, auch unser Leben bekenne! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage 1. St. Johannes Apostel

Evangelium am Feste des Hl Johannes, Apostels und Evangelisten

Joh 21, 19 – 24

In jenen Tagen sprach Jesus zu Petrus: „Folge mir nach!“

Dd wandte sich Petrus um un sah den Jünger nachkommen, den Jesus liebte und der beim Abendmahl sich an seine Brust gelehnt und gefragt hatte: „Herr, wer ist es, der dich verrät?“ Als Petrus ihn erblickte, sprach er zu Jesus: „Herr, was wird aber mit diesem geschehen?“ Jesus antwortete ihm: „Wenn ich will, daß er am Leben bleibt, bis ich wiederkomme, was kümmert dich das? Folge du mir nach!“ So entstand bei den Jüngern die Meinng, jener Jünger werde nicht sterben. Aber Jesus hatte zu ihm nicht gesagt: „Er stirbt nicht“, sondern „Wenn ich will, daß er am Leben bleibt, bis ich wiederkomme, was kümmert dich das?“

Das ist der Jünger, der dies bezeugt und dies geschrieben hat. Wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist.

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Augustin.

Abhandlung 124 zu Joh.

Zwei Arten von Leben, die ihr von Gott verkündet und angeboten sind, kennt die Kirche; von diesen beruht das eine auf dem Glauben, das andere auf dem Schauen; das eine gehört der Wanderzeit, das anderen dem ewigen Bleiben an; das eine besteht aus Mühe, das andere aus der Ruhe; das eine ist auf der Wanderung, das andere im Vaterland; zum einen gehört tätige Arbeit, zum andern der Lohn in genussvollem Anschauen. Das eine weicht dem Übel aus und tut Gutes, das andere kennt kein Übel, dem es ausweichen müsste, und hat ein großes Gut zum Genusse. Das eine kämpft mit dem Feinde, das andere führt ein Leben ohne Feind.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Gebet

Wie sehnet sich mein Herz, Dich, meinen Herrn und Heiland, ganz genau zu kennen, aus dem Jnnersten zu lieben und deinen Namen zu verherrlichen, wie Johannes, dein Liebling, der beim Abendmahle an deiner hochheiligen Brust lag, Dich kannte, liebte und verherrlichte! — Dank Dir, daß uns durch das Evangelium deines liebenden und geliebten Jüngers die Liebe deines Vaters, deine Thaten, deine Wunder, deine Reden und deine Wohlthaten geoffenbaret wurden. O, daß alle Menschen an das Uebermaaß deiner Liebe und an die Wunder deiner Weisheit, die in diesem Evangelium aufbehalten sind, glaubten, wie Johannes und seine Freunde! Jesus, Licht der Welt! Du Heil der Menschen! Erleuchte und stärke uns, daß wir Dich immer mehr und mehr erkennen und lieben, und dadurch immer heiliger, immer seliger werden! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage 1 – St. Stephanus

 

Evangelium am Feste des Hl. Erzmartyrers Stephanus

Mt 23, 34 – 39 (Jesus sprach zu den Pharisäern und Schriftgelehrten:)

Darum seht, ich sende zu euch Propheten, Weise und Schriftgelehrt. Die einen von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, die andern in euren Synagogen geißeln und von Stadt zu Stadt verfolgen. So soll über euch kommen alles gerechte Blut, das auf Erden vergossen ward, vom Blute des gerechten Abel angefangen bis zum Blute des Zacharias, des Sohnes Barachias, den ihr ermordet habt zwischen dem Tempel und dem Altare. Fürwahr, ich sage euch: Dies alles wird über dieses Geschlecht kommen.

Jerusalem, Jerusalem! Du mordest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft wollte ich deine Kinder Sammeln, wie eine Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel sammelt; aber ihr habt nicht gewollt“ Nun wird euer Haus euch [verödet] überlassen. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr ausrufet: Hochgelobt sei der da kommt im Namen des Herrn!

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus.
Buch 4 der Auslegung zu Mt Kap. 23

Den Ausspruch: Macht nur voll das Maß eurer Väter, haben wir früher auf die Person des Herrn gedeutet, weil Er von den Juden getötet werden sollte. Man kann ihn aber auch auf Seine Jünger beziehen, von denen Er jetzt sagt: Seht, Ich sende zu euch Propheten, Weise und Schriftgelehrte. Beachte zudem, daß nach dem Worte des heiligen Apostels in seinem Brief an die Korinther die Jünger Christi verschiedene Gaben empfangen. Die einen als Propheten, welche die Zukunft Voraussagen; andere besitzen die Gabe der Weisheit, die den Zeitpunkt erkennen, wann sie das Wort verkünden sollen; wieder andere sind hochgelehrte Schriftkenner. Aus ihrer Mitte wurde Stephanus gesteinigt, Paulus hingerichtet, Petrus gekreuzigt, die Jünger in der Apostelgeschichte gegeißelt.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Gebet

Heiliger Stephanus, du Blutzeuge Jesu Christi, du Mann voll des Glaubens und der Kraft, Wunder zu wirken! Du bewiesest so klar und überzeugend, daß Jesus der Messias sey. Die Gelehrtesten der Juden konnten deiner Weisheit nicht widerstehen, da der Geist Gottes aus dir redete; daher wurden sie, die Feinde Jesu Christi, auch deine Feinde, die dich verläumdeten und jene herrlichen Worte: „Sehet! ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn, den ihr ans Kreuz geschlagen habt, zur Rechten Gottes sitzen,“ als Gotteslästerung aufnahmen, und so dich als Gotteslästerer dem Tode überlieferten. — Du gekreuzigter und wieder zum Leben erweckter, Du erniedrigter und zum Throne Gottes erhöhter König! den einst Stephanus dem irregeführten Volke verkündete, den Stephanus einst zur Rechten Gottes sah, für den Stephanus sein Leben hingab: o sende einen Strahl deines Lichtes, in mein Herz, daß ich an Dich glaube, wie Stephanus! gieb mir Muth, daß ich von Dir rede, wie Stephanus! gieb mir Liebe und Geduld, daß ich für Dich leide, wie Stephanus, daß auch ich meine Feinde segne, wie Stephanus, und dann Dich einst im Himmel sehe, wie Dich Stephanus schon auf Erden sah! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage 1 – Der Heilige Christtag

 

 

Evangelium des heiligen Christtags

Erste Messe

Lk 2, 1 – 14 In jenen Tagen erging vom Kaiser Augustus ein Befehl, das ganze Weltreich aufzuzeichnen. Dies war die erste Aufzeichnung. Sie fand statt unter Quirinius, dem Statthalter von Syrien. Alle gingen hin, um sich eintragen zu lassen, ein jeder in seine Vaterstadt.

Joseph war aus dem Hause und dem Geschlechte Davids. So zog er aus der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, um sich mit Maria, seiner Angetrauten, die guter Hoffnung war, eintragen zu lassen. Während sie dort waren, erfüllten sich ihre Tage. Sie gebar ihren erstgeborenen Sohn, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe. In der Herberge fand sich kein Platz für sie.

In jener Gegend hielten Hirten auf freiem Felde Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie. Und sie fürchteten sich sehr. Der Engel aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Seht, ich verkündige euch eine große Freude, die allem Volke zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Heiland geboren, der Messias und Herr. Und dies soll euch zum Zeichen sein: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt ist und in einer Krippe liegt.“

Alsbald gesellte sich zu dem Engel eine große himmlische Heerschar, die Gott lobte und sang:

Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden den Menschen seiner Huld.“

Predigtext des Kirchenvaters, Auslegung vom heiligen Papst Gregor.
Hom. 8 zu den Evang.
Weil wir auf Grund der Güte des Herrn die Feier des Messopfers heute dreimal vorzunehmen haben, können wir nicht lange über die Lesung des Evangeliums reden; aber wenigstens etwas, wenn es auch noch so kurz ist, zu sagen, drängt uns die Geburt unseres Heilands selbst. Was soll nun der Umstand, dass bei der bevorstehenden Geburt des Herrn die Weltbevölkerung gezählt wird, anders andeuten, als ein offenkundiges Zeichen, dass derjenige in irdischer Natur am Auftreten war, der seine Auserwählten in der Ewigkeit einschreiben wollte? Denn entgegengesetzt heißt es von den Verdammten beim Propheten Ps. 68: „Ausgestrichen sollen sie werden aus dem Lebensbuch, zum Volke Gottes gar nicht zählen.“ Er wird auch ganz richtig in Bethlehem geboren. Bethlehem heißt nämlich Brothaus. Er ist es ja doch, der sagt: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.“ Der Ort also, an dem der Herr geboren wird, wird vorher Brothaus genannt, deshalb jedenfalls, weil es kommen sollte, dass derjenige dort im Leibe erschien, der die Seelen der Auserwählten mit innerer Sattheit beleben sollte. Er wird nicht im Elternhause, sondern auf der Reise geboren, gewiss, um zu zeigen, dass er wegen der menschlichen Natur, die er angenommen hatte, gleichsam auf fremdem Gebiet eine Geburt erlebte.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Zweite Messe

Lk 2, 15 – 20 Dann gingen die Engel von ihnen weg in den Himmel. Die Hirten aber sagten zueinander: „Wir wollen hinübergehen nach Bethlehem und sehen, was da geschehen ist und der Herr uns kundgetan hat!“ Sie gingen eilends hin und fanden Maria und Joseph und das Kind, das in der Krippe lag. Nachdem sie es gesehen hatten, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Alle, die es hörten, wunderten sich über das, was die Hirten ihnen erzählten. Maria aber bewahrte alle diese Dinge und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück und lobten und priesen Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.

Predigtext des Kirchenvaters, Auslegung vom Heiligen Bischof Ambrosius

Buch 9 zu Lk Kap. 2

Seht die Anfänge der im Entstehen begriffenen Kirche. Christus wird geboren und die Hirten fangen an, Wache zu halten, damit sie der Heiden Herden, die vorher nach Art der Tiere lebten, in den Schafstall zusammenführten, auf dass diese nicht irgendwelche Angiffe von dem geistigen Wild inmitten der vielfach ausgebreiteten Finsternis auszuhalten hätten. Und richtig halten auch solche Hirten Wache, die der gute Hirt unterweist. Die Herde ist also das Volk, die Nacht diese Welt, die Hirten sind die Diener des Heiligtums. Vielleicht ist auch jener der Hirt, dem gesagt wird: „Sei wachsam und mache stark“; denn nicht bloß die Bischöfe hat der Herr zum Schutz seiner Herde bestimmt, sondern er hat auch die Engel dazu bestellt.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Dritte Messe

Joh 1, 1 – 14 Im Anfang war das Wort [der Sohn Gottes], und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Schon im Anfang war Es bei Gott. Durch das Wort ist alles geworden; und nichts, was geworden, ward ohne das Wort. In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis [der Sünde]; aber die Finsternis hat es nicht begriffen. Da ward ein Mann von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Dieser kam als Zeuge; er sollte Zeugnis geben von dem Lichte, auf daß alle durch ihn zum Glauben gelangten. Er selbst war nicht das Licht, er sollte nur Zeugnis von dem Lichte geben. Das war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt. Er [Christus] war in der Welt, und die Welt ist durch Ihn geworden. Allein die Welt hat Ihn nicht erkannt. Er kam in sein Eigentum; doch die Seinigen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die Ihn aufnahmen, gab Er Macht, Kinder Gottes zu werden, all denen, die an Seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blute, nicht aus dem Verlangen des Fleisches, nicht aus dem Wollen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind (hier knien alle nieder). Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Und wir haben Seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit.

Predigtext des Kirchenvaters, Auslegung vom heiligen Bischof Augustin.
Abhandlung 1 zu Joh, ungefähr in der Mitte

Damit du dir nicht etwas Minderwertiges vorstellst, wie du es gewohnt bist, zu denken, wenn du, wie es so geschieht, menschliche Worte hörst, höre, was du zu denken hast: „Gott war das Wort“ Mag nun hervortreten irgendein Arianer und behaupten, dass Gottes Wort etwas Gemachtes ist! Wie ist es möglich, dass Gottes Wort etwas Gemachtes ist, wenn Gott durch das Wort alles gemacht hat? Wenn auch das Wort Gottes etwas Gemachtes ist, durch welches andere Wort ist es denn gemacht? Wenn du von diesem (anderen Worte) sagst, dass dieses ein Wort des Wortes ist, durch das jenes gemacht ist, so nenne ich dieses den einzigen Sohn Gottes. Wenn du aber nicht von einem Worte des Wortes redest, dann gib zu, dass das nicht gemacht sein kann, durch das alles gemacht ist. Es konnte doch nicht durch sich selbst gemacht werden das, durch das alles gemacht ist. Glaube also dem Evangelisten.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Gott! durch Dich ward diese heilige Nacht mit dem Schimmer des wahren Lichtes erleuchtet; laß uns auch im Himmel zu Theil werden die Freude dieses Lichtes, dessen hohe Erscheinung wir auf Erden durch den Glauben erkannt haben. —

Allmächtiger Gott! ein neues Licht ist über uns durch dein menschgewordenes Wort ausgegossen worden; gieb, daß dieses Licht in unsern Werken erscheine, so wie es durch den Glauben unser Gemüth erleuchtet. Allmachtiger Gott! laß uns durch den Heiland der Welt, dessen Geburt wir heute feiern, zu Kindern Gottes neu geboren und einst zum unsterblichen Leben erwecket werden! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage 1 – Unbefleckte Empfängnis

Evangelium am Feste Mariae Empfängnis

Lk 1, 26 – 28 Im sechsten Monate ward der Engel Gabriel von Gott gesandt ein eine Stadt in Galiläa mit Namen Nazareth zu einer Jungfrau. Sie war verlobt mit einem Manne namens Joseph, aus dem Hause Davids. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sprach: „Sei gegrüßt, du Gnadenvolle! Der Herr ist mit dir. [Du bist gebenedeit unter den Frauen].“

Predigt zum Evangelium des Festes Mariae Empfängnis

Auslegung vom heiligen Bischof Germanus.
Predigt auf Mariä Opferung.
Gegrüßt seist du, Maria, du Gnadenvolle, heiliger als die Heiligen, erhabener als der Himmel, herrlicher als die Cherubim, preiswürdiger als die Seraphim und über alle Geschöpfe ehrwürdig. Sei gegrüßt, o Taube, die du uns die Frucht vom Ölbaum bringst und uns den Retter aus der geistigen Überflutung und den sichernden Hafen ankündigst, deren Flügel versilbert und deren Gefieder im Gelb vom heiligsten Golde und im Strahl des sie beleuchtenden Geistes schimmern. Sei gegrüßt, du lieblichster und geistiger Lustgarten Gottes, mit der liebevollsten und allmächtigen Rechten desselben heute nach dem Sonnenaufgang zu gepflanzt, die du ihm die lieblich duftende Lilie und die nie verwelkende Rose hervorbringst als Heilmittel für diejenigen, die die hassvolle und für die Seele verderbliche Bitterkeit des Todes nach dem Sonnenuntergang getrunken hatten; du Lustgarten, in dem zur Erkenntnis der Wahrheit der Lebensbaum aufblüht, von dem wir nur zu kosten brauchen, um die Unsterblichkeit zu erlangen. Sei gegrüßt, du hochheiliger Bau, du makelloser und allseitig reiner Palast Gottes des höchsten Königs, der, geziert mit dem, was dieser Gott-König an Pracht hat, alle gastlich in sich aufnimmt und mit geheimnisvollen Süßigkeiten labt; in dem jenes nicht von Händen gemachte und in verschiedenartigem Glanze erstrahlende Wort Gottes in der Absicht, das verirrte Menschengeschlecht wieder zurückzurufen, sich einem menschlichen Leib angetraut hat, um diejenigen, die auf Grund eigenen Willens aus ihm ausgeschlossen worden waren, mit dem Vater wieder zu versöhnen.

Kirchengebet

Wir bitten Dich, o Herr ! ertheile deinen Dienern das Geschenke der himmlischer Gnade, damit uns, denen die Geburt der seligen Jungfrau zum Anfange des Heils gereichte, die Feierlichkeit ihrer Empfängniß den Frieden vermehre, durch unsern Herrn Jesum Christum. Amen.

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

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Evangelium des Festes der Heiligen Familie oder ersten Sonntags nach dem Feste der Heil. Drey Könige

Lk 2, 42 – 52 Als er zwölf Jahre alt war, gingen sie der Festsitte gemäß hinauf nach Jerusalem. Nachdem die Tage vorüber waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der Knabe Jesus aber blieb in Jerusalem zurück, ohne das seine Eltern es merkten. In der Meinung, er sei bei der Reisegesellschaft, gingen sie eine Tagesreise weit und suchen ihn bei Verwandten und Bekannten. Da sie ihn aber nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn. Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel. Er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen an sie. Alle, die ihn hörten, staunten über sein Verständnis und seine Antworten. Da sie ihn erblickten, wunderten sie sich, und seine Mutter sprach zu ihm: „Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht!“ Er erwiderte ihnen: „Warum habt ihr mich gesucht? Wußtet ihr nicht, daß ich dem sein muß, was meines Vaters ist?“ Doch sie verstanden nicht, was er ihnen damit sagen wollte.

Dann zog er mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untertan. Seine Mutter bewahrte alle diese Dinge in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, an Alter und an Wohlgefallen vor Gott und den Menschen.

Betrachtung zum Evangelium des Festes der Heil. Familie

Nach dem mosaischen Gesetze sollten alle Mannspersonen dreimal im Jahre vor dem Herrn, ihrem Gott, an dem Orte erscheinen, den Er erwählen würde. Frauen thaten es nur aus freiwilliger Andacht. Joseph und Maria erfüllten dieses Gesetz. Heiligen auch wir die Festtage? Sünde wäre es, nicht in dem Tempel des Herrn zu erscheinen an Sonn- und Feiertagen, da wir zu denselben nicht weite Reisen zu machen haben. Und was finden wir in dem Tempel? Jesum, unsere Liebe, der schon als Knabe von 12 Jahren nur da war, wo Gott sein Vater war, und sich nur mit Dingen beschäftigte, die seinen Vater betrafen. Möchten wir, wie Jesus, auf das denken, was Gottes ist! Möchten wir den Aeltern und Vorgesetzten unterthänig seyn! Möchten auch wir zunehmen an Weisheit und Gnade, um Gottes Wohlgefallen hier und jenseits erreichen zu können!

Kollekte zum Fest der Heiligen Familie

O Herr, nimm unser Flehen gnädig auf und laß deine himmlische Güte an uns wirksam seyn, damit wir erkennen, was wir thun sollen, und stark genug werden, das im Werke zu erfüllen, was wir erkannt haben durch Jesum Christum, deinen Sohn. Amen.