Father Ripperger, Warum verhüllen wir etwas? Die Theologie des Verhüllens (7 von 7)

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Auch der Heilige Irenäus schreibt, dass der Heilige Petrus Linus geweiht hat und ihn als seinen Nachfolger genannt hat. Er wurde gemartert und direkt neben dem Hl. Petrus bestattet. Man entdeckte schließlich seine sterblichen Überreste mit einer Inschrift von Linus direkt neben der Stelle, an der die sterblichen Überreste von St. Peter gefunden wurden.

Der Heilige Hippolytus von Rom beschreibt im zweiten Jahrhundert ganz klar die Theologie des Verhüllens. In Bezug auf die Heilige Praxis lehrt er die Katechumenen, jene, die demnächst katholisch werden [sich taufen lassen]: „Ferner, lasst alle Frauen ihr Haupt mit einem Schal verhüllen, aber nicht nur mit einem aus Leinen, weil dies keine ausreichende Bedeckung ist …‟ Er geht also sogar ins Detail.

Im dritten Jahrhundert schreibt der Heilige Clemens von Alexandria in seinem Buch über die Anweisungen, Buch 3, Kapitel 11:

„Denn dies ist der Wunsch des Logos, das ist der Sohn Gottes, das ist Jesus Christus.‟

Die Heiligen Hieronymus, Augustinus, Chrysostomus, Thomas von Aquin und viele andere lehren, dass die Frau sich in der Kirche zu verhüllen hat. Diese Lehre ist also klar und deutlich alt und apostolisch, sie hat die Heilige Schrift als Beweis und die Heilige Tradition. Dies heißt, dass dies eine unfehlbare Lehre ist, die nicht geändert werden kann.

Und schließlich  haben wir sogar noch das kirchliche Lehramt, das es schon zu Zeiten von Papst Linus gab. Im Codex Iuris Canonici, dem kirchlichen Gesetzbuch, von 1917 in Kanon 1262 wird ganz klar festgestellt, dass die Frau ihr Haupt zu bedecken und sich schlicht zu kleiden hat, besonders, wenn sie sich dem Heiligen Tisch Gottes nähert. Heutzutage wird argumentiert, dass wir nun den CIC von 1983 haben und darin nichts davon steht, dass die Frau ihren Kopf zu bedecken habe.

Dies ist ein Trugschluss und ein falsches Argument sowie ein völlig falsches Verständnis des Kirchengesetzes. Denn auf den ersten Seiten des CIC von 1983 steht geschrieben, wie man dieses Gesetzbuch zu interpretieren und zu verstehen hat.

Drei der Kommentare passen zum Thema:

Kanon 20 a sagt, dass Teile des bestehenden Gesetzes nur abgeschafft sind, wenn dies ausdrücklich geschrieben steht oder das neue Gesetz ausdrücklich das Gegenteil von dem verlangt, was im alten Gesetzbuch steht. Aber dies ist hier nicht der Fall.

Kanon 21 sagt, dass im Zweifelsfall das alte Gesetz nicht widerrufen ist, vielmehr das ältere Gesetz zum neuen dazugehört und soweit möglich mit ihm harmonisiert.

Wenn also das neue Gesetz dem alten nicht ausdrücklich widerspricht, harmonisiert es mit ihm. Da der CIC von 1983 dem von 1917 im Fall der Mantilla also nicht widerspricht, harmonisiert es mit ihm.

Kanon 28 sagt, dass, wenn eine Änderung nicht ausdrücklich ausgesprochen wird, es nicht jahrhundertealten Gebräuchen widerspricht. Das heißt, dass alte Bräuche wie das Tragen einer Mantilla einfach weitergeführt werden, weil dem nicht explizit im CIC von 1983 widersprochen wird. Wir können diese uralte Tradition nicht zerstören. Und sie konnten es nicht, denn sonst hätten sie der Heiligen Schrift selbst widersprochen, der Tradition, dem Heiligen Petrus, dem Heiligen Linus und all den anderen großen Heiligen.

Was sehr interessant ist und oft erwähnt wird ist, dass in den 1940er und 50er Jahren es modern wurde, Hüte anstelle der Mantilla zu tragen, was der erste Schritt war … schon vor dem II. Vaticanum. Es gab also schon einen wachsenden Trend des Ungehorsams. Dieser hatte viel mit der Gleichheit der Frau zu tun und weniger mit dem katholischen Glauben. Es drehte sich alles um die falschen Werte der Welt, einer Welt, die Gott nicht kennt. Und nach dem II. Vatikanum, 1965 und nach der Novus-Ordo-Messe 1969 und der Sexuellen Revolution und „Befreiung‟ der 1960er Jahre trugen viele Frauen die Mantilla einfach nicht mehr. Es ist nicht so, dass ein Priester gesagt hätte, die Frauen sollten die Mantilla nicht mehr tragen, nur haben die Priester diese große Verletzung des Kirchenrechts und des Göttlichen Gesetzes nie korrigiert.

Es gibt sogar einen berühmten Vorfall, als Anibale Bugnini – der freimaurerische Architekt des Novus Ordo – aus einer der Sitzungen des Konzils kam und auf die Frage eines Journalisten den Medien sagte, dass das Konzil sich damit nicht befasse, die Medien verkündeten, dass das Tragen der Mantilla nun nicht mehr verlangt werde.

Es wurde also ein falsches Verständnis der Mantilla verbreitet bezüglich der Gleichheit und Freiheit. Die Frauen verließen diese unsterbliche Tradition und die Kirchenoberen stand tatenlos daneben.

Wir haben das Problem der Nachlässigkeit, wo das Kirchengesetz, die Theologie, die Heilige Schrift und die Tradition nicht mehr gestärkt werden.

Der Grund, dass die Frauen das Tragen der Mantilla aufgegeben haben ist meiner Meinung nach – Sie können es sich sicherlich schon denken – der, dass die Frauen den ein oder anderen der genannten Punkte, oder auch mehrere, als Erlaubnis betrachten, die Mantilla nicht (mehr) zu tragen. Aber das Beispiel anderer Frauen, ein genereller Ungehorsam eines Teils der Kirche und die Unterlassung der Stärkung des Kirchenrechts – viele kennen nicht einmal das Kirchenrecht … falsche intellektuelle Argumente welche die Heilige Schrift und die Tradition relativieren, das Verschleiern der Geschlechterunterschiede, die Identitätskrise, die heutzutage ein großes Problem ist.

Manchmal sieht man jemanden auf der Straße laufen und weiß nicht ob das ein Mann oder eine Frau ist, und sie ziehen sich absichtlich so an. Dies ist eine Verschleierung der geschlechtlichen Identität.

Wenn also die Mantilla dazu da ist, die Frau als solche in ihrer Weiblichkeit zu ehren, die Kultur und Gesellschaft im Großen und Ganzen aber versuchen, die Rollen von Mann und Frau zu zerstören, dann stellen sie der Mantilla nach. Und ob Sie es glauben oder nicht, dies ist alles eng verwoben mit der Zerstörung der Familie, der Ehe, sogar mit der gesamten homosexuellen, sodomitischen, lesbischen Bewegung. Glauben Sie mir, sie haben enge Kontakte. Warum gestehen die Leute das nicht ein oder nehmen es wahr?

Andere Gründe, warum die Mantilla zurückgewiesen wurde: Mangel an Respekt vor der Heiligen Eucharistie oder Mangel an Glauben an die Heilige Eucharistie. Das ist einer der Gründe, warum sie die Mantilla nicht tragen. Aber Sie sehen das in so vielen Dingen: warum macht man keine Kniebeuge mehr? Warum glauben wir tatsächlich, dass wir unseren Herrn in der Hand empfangen können? Weil der Respekt vor unserem Herrn verloren gegangen ist. „Dies ist eine Zurückweisung der Hierarchie und der Ordnung, die Gott uns gegeben hat.‟ Das ist eine falsche Befreiung. Das ist sogar eine komplette Versklavung der Frau durch ihre Leidenschaften und durch den Mann.

Ein anderer Grund, warum die Mantilla zurückgewiesen wird ist, liegt in der herrschenden Haltung gegen das Leben in unserer Kultur des Todes, eine Haltung, die Mann und Frau in Gesellschaft und Kultur beherrscht, die gegen das Leben sind. Und deshalb wird die Mantilla abgelehnt. Weil Reinheit und Anstand in unserer Gesellschaft zurückgewiesen werden, wird die Rolle der Frau zurückgewiesen. Wird die Rolle der Frau zurückgewiesen. Es gibt also eine Logik hinter der Weigerung, die Mantilla zu tragen. Wenn man nicht anständig und rein sein möchte, wenn man die Rolle der Frau ablehnt, wenn man Gott in der Heiligen Eucharistie nicht verehren möchte.

Und warum sollte man – umgekehrt – eine Mantilla tragen; wenn man all dies tun möchte, sollte man die Mantilla tragen. Und zuletzt ein Grund, der all dies umfasst, ist die Weigerung so zu sein wie die selige Jungfrau Maria, unsere Mutter. Und in der Kirche von heute gibt es eine große Ignoranz bezüglich Maria. Zu viele messen heutzutage der Verehrung Marias zu wenig Bedeutung zu. Jedoch ist sie die vollkommene Christin, das Modell und Vorbild für uns alle.

Niemand kommt in den Himmel, der Maria nicht verehrt. Sie ist die Vermittlerin aller Gnaden. Heutzutage weist nicht nur die Welt, sondern auch die Kirche Maria zurück.

Denken Sie nur daran, wie die Kirche sich weigerte, ihre Botschaften zu befolgen, die sie uns in Fatima mit solch mütterlicher Fürsorge gebracht hat. 95 Jahre später hat die Kirche ihr immer noch nicht gehorcht.

Und all dies, was die Mantilla umfasst – wir sehen die starken Kräfte, die gegen all dies stehen; daraus erkennen wir, dass die Mantilla sehr wichtig ist.

Sie ist aus all den Gründen wichtig, die hier erwähnt sind, und heute insbesondere wenn wir gegen diese Kultur kämpfen müssen, diese Kultur, die sogar in die Kirche eingedrungen ist, welche den Novus Ordo oder die Liturgie durchdringt. Wir müssen sie bekämpfen und die Mantilla aus all diesen Gründen tragen.

Meine Hoffnung ist, dass Sie alle sich dies und die anderen Artikel gründlich einprägen und zu Herzen nehmen und etwas daraus lernen, und dass Sie sich wirklich davon überzeugen, warum die Mantilla so wichtig ist und sie auch tragen. Dann werden Sie die Mantilla nie mehr einfach so tragen, weil es Tradition ist oder weil sie einfach schick aussieht, weil ich das so mag oder warum auch immer … Dies ist ein Teil des Kampfes um das Leben, ein Teil des Kampfes um das Evangelium und dies ist der Grund, warum jede Frau eine Mantilla tragen sollte, denn wir müssen dahin zurückkehren, ernsthaft zu glauben, dass Jesus in der Heiligen Eucharistie gegenwärtig ist, wirklich an die Ordnung zu glauben, die Gott geschaffen hat. Das Leben ist heilig! Die Frau ist einzigartig in ihrer Weiblichkeit! Sie muss geehrt und respektiert werden als ein heiliger Tabernakel, den Gott gemacht hat, dass er sei. Die Mantilla verkündet und wahrt all dies.

Lassen Sie uns das Gesagte nun mit dem Ave Maria beschließen:

Gegrüßet seist du, Maria, …

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Vierter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des vierten Sonntags nach Pfingsten

Lk 5, 1 – 11 Jesus stand am See Genezareth, und das Volk umdrängte ihn, um das Wort Gottes zu hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer waren ausgestiegen und reinigten ihre Netze. Er stieg in eines der beiden Boote, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Lande abzustoßen. Und er setzte sich und lehrte das Volk vom Boote aus. Als er seine Rede beendet hatte, sprach er zu Simon: „Fahr hinaus auf die hohe See und werft eure Netze zum Fange aus.“ „Meister,“ entgegnete Simon, „die ganze Nacht haben wir uns abgemüht und nichts gefangen! Aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.“ Sie taten es und fingen eine so große Menge Fische, daß ihre Netze zu reißen drohten. Darum winkten sie ihren Gefährten in dem anderen Boote, sie möchten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und man füllte beide Boote, so daß sie beinahe versanken. Als Simon Petrus das sah, fiel er vor Jesus auf die Knie und sprach: „Herr, geh hinweg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch!“ Denn Staunen hatte ihn und alle seine Gefährten ergriffen wegen des Fischfanges, den sie gemacht hatten; ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Gefährten waren. Doch Jesus sprach zu Simon: „Fürchte dich nicht, von nun an sollst du Menschenfischer sein.“ Dann zogen sie die Boote ans Land, verließen alles und folgten ihm nach.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Ambrosius:

Nachdem der Herr vielen verschiedenartige Heilung gewährt hatte, ließ sich die Volksmenge weder durch den Ort, noch durch die Zeit von dem Verlangen nach Heilung abbringen. Es stand der Abend bevor, sie folgten; es stelle sich der See in den Weg, sie drängten, und deshalb stieg er in das Schiff des Petrus. Das ist jenes Schiff, das nach Matthäus immer noch auf den Wogen treibt, nach Lukas sich mit Fischen füllt, so dass man daraus sowohl den Anfang der auf den Wogen treibenden Kirche, als auch die späteren Ereignisse derselben in ihrem üppigen Wachsen erkennen kann. Die Fische sind nämlich jene, die in diesem Leben umherschwimmen. Dort tritt auch für die Jünger Christus als Schlafender auf, hier als Lehrer; er zeigt sich schlafend den Lauen, wachend den Vollkommenen.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Verleihe, o Herr! daß unter deiner Leitung in der Welt Alles einen friedlichen Fortgang habe, und deine Kirche sich ungestörter Andacht freue! Amen.

Proprium missae – Dominica IV post Pentecosten

INTROITUS
Ps 26:1; 26:2
Dóminus illuminátio mea et salus mea, quem timebo? Dóminus defensor vitæ meæ, a quo trepidábo? qui tríbulant me inimíci mei, ipsi infirmáti sunt, et cecidérunt.
Ps 26:3
Si consístant advérsum me castra: non timébit cor meum.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen
Dóminus illuminátio mea et salus mea, quem timebo? Dóminus defensor vitæ meæ, a quo trepidábo? qui tríbulant me inimíci mei, ipsi infirmáti sunt, et cecidérunt.
Der Herr ist mein Licht und mein Heil, wen sollte ich fürchten? Der Herr ist der Beschützer meines Lebens, vor wem sollte ich zittern? Die Feinde, die mich rings bedrängen, – kraftlos stürzen sie zu Boden.

Stünde selbst ein Kriegsheer gegen mich: mein Herz kennt keine Furcht.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.

R Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

Der Herr ist mein Licht und mein Heil, wen sollte ich fürchten? Der Herr ist der Beschützer meines Lebens, vor wem sollte ich zittern? Die Feinde, die mich rings bedrängen, – kraftlos stürzen sie zu Boden.

GRADUALE
Ps 78:9; 78:10
Propítius esto, Dómine, peccátis nostris: ne quando dicant gentes: Ubi est Deus eórum?
V. Adiuva nos, Deus, salutáris noster: et propter honórem nóminis tui, Dómine, líbera nos.
Übe Nachsicht, o Herr, mit unseren Sünden, auf daß nicht die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? V Hilf uns, o Gott, Du, unser Heil; Herr, um der Ehre Deines Namens willen mach uns frei.

ALLELUIA
Ps 9:5; 9:10
Allelúia, allelúia.Deus, qui sedes su per thronum, et iúdicas æquitátem: esto refúgium páuperum in tribulatióne. Allelúia.
Alleluja, alleluja.

O Gott, Du sitzest als gerechter Richter auf dem Throne und richtest nach Gerechtigkeit: sei Du der Armen Zuflucht in der Not. Alleluja.

OFFERTORIUM
Ps 12:4-5
Illúmina óculos meos, ne umquam obdórmiam in morte: ne quando dicat inimícus meus: Præválui advérsus eum.
Mach hell meine Augen, damit ich nicht sinke in Todesschlaf. Mein Feind soll sich nicht rühmen dürfen: Bezwungen hab ich ihn.

COMMUNIO
Ps 17:3
Dóminus firmaméntum meum, et refúgium meum, et liberátor meus: Deus meus, adiútor meus.
Der Herr ist mein Fels, mein Hort und mein Befreier: mein Gott, mein Helfer!

Father Ripperger, Warum verhüllen wir etwas? Die Theologie des Verhüllens (6 von 7)

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Mißstände beim Gottesdienst

Eine Frage der Schicklichkeit

In der Gegenwart Gottes einen Schleier zu tragen ist Lehre der Heiligen Schrift, der Heiligen Tradition, des kirchlichen Lehramtes. Es steht tatsächlich in der Heiligen Schrift, dass Frauen einen Schleier zu tragen haben, es ist das unfehlbare Wort Gottes. In 1 Korinther 11, 1 – 15 lesen Sie, dass Frauen einen Schleier zu tragen haben. Das ist die Eingebung des Heiligen Geistes:

1 Folgt meinem Beispiele, wie ich Christi Beispiel folge!

2 Ich finde es lobenswert von euch, dass ihr in allem meiner gedenkt und die Vorschriften einhaltet, wie ich sie euch übergeben habe.

3 Ich möchte euch aber wissen lassen: Das Haupt für einen jeden Mann ist Christus, das Haupt für die Frau ist der Mann, das Haupt für Christus ist Gott.Das ist die Ordnung: Gott ist das Haupt – sogar das Haupt Christi. Es geht hier also nicht um Gleichberechtigung, es geht um eine echte Hierarchie, die Ordnung bringt. Der Sohn ist dem Vater gleich, doch er gehorcht dem Vater.

4 Jeder Mann, der mit verhülltem Haupte betet oder prophetisch redet, entehrt sein Haupt. 5 Jede Frau, die mit unverhülltem Haupte betet oder prophetisch redet, entehrt ihr Haupt. Sie gleicht einer, die geschoren ist. 6 Wenn eine Frau sich nicht verhüllt, dann mag sie sich auch die Haare abschneiden lassen. Ist es aber für eine Frau schimpfllich, sich die Haare abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie sich auch verhüllen.

7 Der Mann braucht sein Haupt nicht zu verhüllen. Er ist das Ebenbild und der Abglanz Gottes; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes. 8 Denn der Mann stammt nicht von der Frau, wohl aber die Frau vom Manne. 9 Auch wurde der Mann nicht um der Frau willen erschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. 10 Darum soll die Frau auf ihrem Haupt ein Zeichen dafür tragen, dass sie unter der Herrschaft steht – um der Engel willen. 11 Indes ist im Herrn die Frau nicht unabhängig vom Manne und der Mann nicht unabhängig von der Frau. 12 Denn wie die Frau vom Manne stammt, so ist der Mann wieder durch die Frau; alles aber kommt von Gott.

13 Urteilt selbst! Schickt es sich für eine Frau, mit unverhülltem Haupte zu Gott zu beten? 14 Lehrt euch nicht schon die Natur, daß langes Haar dem Manne zur Unehre gereicht, 15 für die Frau dagegen langes Haar eine Zierde ist? Das Haar ist ihr doch als Schleier gegeben.

Über diese Passage könnte man sehr viel sagen, doch das Fazit ist, dass es eine Ordnung gibt: Gott, Christus, Mann, Frau, und jeder hat seine eigene Art und Weise, dem anderen Respekt und Ehre zu erweisen. Und für die Frau ist es dies: ihren Schleier zu tragen, für den Mann: sein Haupt nicht zu bedecken. Und dies ist göttliche Offenbarung, denn es spricht von der unveränderlichen Rolle der Frau. Und so lehrt der Heilige Paulus ganz klar, dies ist ein Gebot, das von Gott kommt. Der Heilige Paulus schreibt den Frauen vor, einen Schleier zu tragen. Er sagt, dies sollte uns sogar schon die Natur lehren. Dies hat nichts mit bestimmten Eigenschaften zu tun, dass der Mann höher steht als die Frau, denn der Vater steht nicht höher als der Sohn, denn sie sind gleich. Dies erinnert uns daran, dass die Frau vom Manne kommt, aber der Mann auch von der Frau, und alle kommen von Gott.

Das sollten die Frauen sehr ernst nehmen, denn wenn sie keinen Schleier tragen, missachten sie das heilige Gesetz Gottes, wie es unfehlbar vom Heiligen Geist geoffenbart wurde. Der heilige Paulus sagt, wegen der Engel hat sie dieses Zeichen der Macht auf ihrem Haupt zu tragen. Ein Aspekt dessen ist schlicht, dass die Engel während der Göttlichen Liturgie anwesend sind. Und die Frauen wegen der Macht, und die Frauen müssen der Gegenwart der Allerheiligsten Eucharistie Gott Respekt erzeigen, indem sie ihr Haupt mit der Mantilla verhüllen. Wenn schon die Engel vor der Allerheiligsten Eucharistie in Anbetung fallen, so sind sie außerordentlich verärgert, wenn andere Gott nicht die Ihm gebührende Verehrung zeigen. Die Engel sind es, die Gottes Gesetz schützen und ihm sogar Nachdruck verleihen. Ihr starker und gerechter Zorn gegenüber jedweder Art der Respektlosigkeit gegen Gott, ganz besonders bei liturgischem Missbrauch.

Ein Grund, warum sie Gottes Werkzeug für Gottes Zorn sind, lesen wir in der Offenbarung des Johannes (Apokalypse), wie sie auf all die Flaggen regneten und der Zorn Gottes. Und wie sie das Weihrauchgefäß halten und die Gebet zu Gott tragen, aber sie sind auch dazu da, Strafe zu bringen, und so könnte man sagen, dass die Engel, die während der Liturgie anwesend sind, sehr missbilligend auf jede Frau sehen, die ihren Kopf nicht verhüllt – und Missbilligung durch die Engel ist nicht mal eben ein Stirnrunzeln oder ein missbilligender Blick, die Missbilligung der Engel offenbart sich immer physisch in der Form göttlicher Züchtigung nach der geistlichen Ordnung und der physischen Ordnung. Was meinen Sie, passiert z. B. in unseren Novus-Ordo-Kirchen, wo die Frauen ihr Haupt nicht verhüllen? Den Engeln gefällt das überhaupt nicht. Dies steht auch in der Heiligen Schrift und ist unfehlbar. Da kommt man nicht drum herum.

Es gibt da viele Argumente, aber das Hauptargument ist, dass Paulus uns da nur einen Rat gibt, und das hängt alles von der Kultur und der Zeit ab, in der man lebt. Heute macht man das nicht mehr, weil wir heute freier sind und gleichwertig. Wir wissen es besser und wir brauchen das nicht mehr zu tun. Das Problem ist: Wenn Sie so über diese Bibelstelle sprechen, wie sprechen Sie dann über die anderen Bibelstellen? Sie bagatellisieren das heilige Wort Gottes und sagen, das gilt nicht für Sie, wegen der Umstände, der geschichtlichen, kulturellen und sozialen Veränderungen. … Dann gilt für Sie also möglicherweise keine Bibelstelle … denn der „Hintergrund‟ jeder Bibelstelle kann geschichtlichen, kulturellen oder sozialen Veränderungen unterliegen. Das tun viele Menschen: Sie nehmen die Bibelstellen, die sie nicht mögen und streichen sie: das ist auf mich nicht anwendbar … Wenn wir also die Heilige Schrift ernst nehmen, geben Sie diesen Gedanken über Geschichte, Kultur etc. keine Beachtung. Das ist das heilige Wort Gottes. Niemand kann die Bibel lesen und behaupten, dass Gott nicht sagt, Frauen sollen ihr Haupt verhüllen. Das ist ganz einfach, denn von Anfang an war es in der heiligen Liturgie brauch, dass die Frauen ihren Kopf verhüllen, denn dies ist apostolisch. Es geht zurück bis auf Papst Linus, welcher der zweite Papst nach dem Heiligen Petrus war. Er sagt uns tatsächlich, dass dies die Lehre des Heiligen Paulus ist, dass von Frauen erwartet wird, dass sie ihr Haupt verhüllen. Wir wissen also, dass dies apostolische heilige Tradition ist. Dies ist sogar im Liber Pontificalis niedergeschrieben.

Father Ripperger, Warum verhüllen wir etwas? Die Theologie des Verhüllens (5 von 7)

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Es gibt also eine Hierarchie, die Gott schuf. Nun weiter mit der Beziehung zwischen Mann und Frau, wie es in Ephesser 5 steht.

Dies zeigt aber auch die Mantilla. Sie zeigt, dass die Frau ihren gerechten Platz vor Gott und dem Mann anerkennt. Sie zeigt Demut, Gehorsam und Bescheidenheit. Das Tragen einer Mantilla zeigt zutiefst Bescheidenheit und Demut. Lesen Sie das 5. Kapitel des Epheserbriefes, und hier besonders die Verse 21 – 33!

Der Schleier hat auch eine sakrale Dimension. Der Schleier ist das physische Zeichen dafür, dass die Frau selbst ein Tabernakel ist. Ebenso, wie wir unsere Tabernakel verhüllen, um zu zeigen, dass dort die Heiligkeit wohnt, so ist auch die Frau ein Tabernakel, ein Tabernakel, der neues Leben hervorbringen kann. Sie sollte also als Tabernakel angesehen werden und als solcher sollte ihr Verehrung und Respekt entgegengebracht werden. Sie hat eine sakrale Rolle in der Zusammenarbeit mit Gott, um Leben hervorzubringen und zu nähren. Und wie bereits gesagt, stehen ihr Keuschheit, Reinheit und Bescheidenheit sind für sie wesentlich um ein angemessen heiliger Tempel des Lebens zu sein.

Und hier genau sieht man das Problem in unserer Welt, das damit begann, dass man den Schleier wegließ und sagte, dass das [Verhüllte] nun nicht mehr heilig sei. Wenn die Frau also ihren Schleier loswird, sei es nun die Mantilla auf ihrem Kopf oder auch ihr Kleid oder ihren Rock, so sagt sie damit der Welt im Grunde: Ich bin nicht heilig. Ich bin nicht mehr jemand, dem man Verehrung und Respekt zollen muss. Vielmehr kann ich jetzt wie irgendein Ding behandelt werden.

Und das in dieser Welt, die nicht einmal die Heiligkeit des Lebens anerkennt! Wenn wir die Heiligkeit des Lebens nicht anerkennen, kommt es zu Euthanasie und all den Auswüchsen, die den Tod von Menschen verursachen: In Vitro-Befruchtung, Klonen, Sterilisation, Verhütung, Abtreibung und all diese Dinge. Wir haben keinen Respekt vor dem Leben! Und da wir keinen Respekt vor dem Leben haben, warum sollten wir dann diesen Tabernakel des Lebens respektieren, der die Frau ist?

Diese Kultur ist in unser Leben getreten und fördert all diese Dinge, angefangen  bei der Abtreibung bis hin zur Euthanasie und alles dazwischen, was das Leben attackiert, so wendet sich die Kultur auch gegen die Identität der Frau als Frau. Denn das ist es, was Gott ihr gegeben hat. Deshalb ist es auch so selbstzerstörerisch, wenn Frauen diese Denkweise annehmen, wenn sie nun gegen das Leben sind und für Euthanasie, Sterilisation und Abtreibung. Wenn sie selbst gegen den Grund ist, für den sie geschaffen wurde. Und die Frau macht da mit, wenn sie keine Mantilla und keinen Rock mehr trägt. Sie sagt: Ich bin kein Tabernakel mehr, ich bin nicht mehr sakral. Ich brauche keinen Respekt und keine Verehrung mehr. Ich handle wie ein Mann, ziehe mich an und sehe aus wie ein Mann. Das bringt Chaos in die Person, in die Familie, in die Gesellschaft. Denn es ist angemessen, dass das, was Gott geschaffen hat als solches hingenommen wird, wenn man alles wegnimmt, was in dieser Welt weiblich, schön und lebenspendend ist, das, was eine Frau als Frau auszeichnet.

Die Kehrseite davon ist, dass, wenn Frauen dies alles aufgeben, die Männer diese Haltung ebenfalls annehmen. Wenn die Frau also die Moral der Gesellschaft nicht mehr hütet, und den Männern erlaubt, mit ihr zu spielen, werden die Männer dies natürlich vorantreiben. Wenn die Frau sich offiziell nicht mehr nicht mehr respektieren und (nicht mehr) als Tabernakel ordentlich und korrekt verhüllen, um die Heiligkeit zu zeigen, und dass Gott uns für Sich geschaffen hat, werden die Männer sie auch nicht mehr respektieren. Wenn kein Respekt gegenüber der Frau mehr da ist, wird der Mann der Frau nicht mehr dienen, sondern wird versuchen, sie zu unterdrücken. Und er wird versuchen, tyrannisch zu werden.

Das sehen wir in allen heidnischen Kulturen. Und die christliche Kultur ist die erste Kultur, die dies ändert, da sie sagt, der Mann muss die Frau wegen der Würde, die Gott ihr gegeben hat, respektieren. Heute ist es damit noch schlechter bestellt als in den heidnischen Kulturen. Und mit der Gleichheit, um welche die Frauen kämpfen: darum sollten die Frauen nicht kämpfen, sondern darum, dass die Männer sehen, dass sie etwas sehr Heiliges [an sich] haben, das die Männer nicht haben. Es gibt hier keine Gleichheit!

Frauen sollten gleichsam den Männern ins Gesicht schlagen und ihnen klarmachen, dass Frauen etwas Sakrales und Besonderes sind. Dann muss der Mann die Frau dementsprechend behandeln. Die Frau hat einen Anspruch darauf, dass die Männer sie so behandeln. Das ist aber keine Frage der Political Correctness, sondern das betrifft alle Frauen, ja, jede Frau, im Allgemeinen und im Besonderen. Die Frau verdient sich dieses Verhalten von Männern durch ihr bescheidenes Verhalten, ihre bescheidene Rede und bescheidene Kleidung. Wenn sie die Keuschheit als größtes von Gott gegebenes Gut hegt, wenn sie selbst anerkennt, dass sie ein heiliger Tabernakel des Lebens ist. Dann werden alle, Männer, Frauen und Kinder, sie ebenfalls respektieren. Dann wird der Mann sie respektieren und korrekt führen, statt sie zu unterdrücken. Beide Rollen sind äußerst wichtig. Wir können keine der beiden Rollen aufgeben.

Teil der Theologie der Mantilla ist also, dass die Frau diese in Gegenwart Gottes trägt, wegen der sakralen weiblichen Dimension. Und da die Frau immer ein sakraler Tabernakel ist, der Respekt und wahre Ehrerbietung verdient, sollte sich immer anständig durch ein langes Kleid oder einen langen Rock verhüllt sein.

Es gibt auch die Dimension der Reinheit. Die Mantilla versinnbildlicht die Frau auch als den versiegelten Garten. Den Garten Eden, den Gott zuerst schuf, das Paradies. Den Garten Eden, von dem ein Psalm spricht. Dieser Garten für Gott reserviert, im Falle der geweihten Jungfrau, im Falle der Ehefrau für Gott und ihren Ehemann. Sie ist reserviert für Gott und für ihren Mann, und wenn sie (als der bildliche Garten) gut kultiviert wurde, wird sie viel Frucht für Gott und ihren Mann bringen.

Sie können dies auch im Hohelied der der Liebe nachlesen. In einem Artikel mit dem Titel „The Chapel Veil‟ [Die Mantilla] ist dies recht gut dargestellt, wenn da auch Aspekte einfließen, die dem katholischen Glauben fremd sind. Lesen Sie auch im Hohelied der Liebe im 4. Kapitel Vers 12. Hier wird diese Analogie benutzt, als der Autor über die Beziehung Christi zur Seele spricht.

Man kann das Hohelied auf vielerlei Weise lesen, doch der Hl. Bernhard lehrt uns ganz klar, dass sich dies nicht in Bezug auf Mann und Frau in einer Liebesbeziehung zu lesen ist, sondern das Weibliche (die Frau) repräsentiert die Seele eines jeden Menschen, das Männliche (der Mann) Gott oder Christus. Wenn Sie also etwas aus diesem Buch lesen, denken Sie an Ihren göttlichen Geliebten, Gott, Der von Seiner geliebten sagt, dass sie im bewachten Garten eingeschlossen ist, der eine Augenweide ist und voller Früchte. Dann antwortet die Geliebte und ruft ihren Geliebten, dass er in seinen Garten geht, um die Früchte seiner Auserwählten zu kosten. Die Seele der Frau ist also ein Garten, der reiche Früchte trägt, wenn sie gut kultiviert wird, jedoch ist sie auch ein versiegelter Garten, weil sie diese nur für Gott öffnet, insbesondere in der Vereinigung während der Heiligen Kommunion. Das ist ihr besonderes Geschenk für ihren Gott.

Die Mantilla ist ein physisches Zeichen, das auf den versiegelten Garten hindeutet, der dem Göttlichen Liebhaber vorbehalten und für Ihn bestellt ist. Sie ist ein physisches Zeichen, dass Gott ausdrücklich gesucht wird; dass Gott verehrt wird, symbolisiert die Bewahrung der Frau, so dass sie sich Gott schenken und ihrem Mann schenken kann. Im Falle des geweihten Lebens schenkt sie sich Gott ganz ausschließlich. All dies zeigt die Mantilla.

Dies ist sehr schön und sehr tiefsinnig. Und schließlich, nachdem schon erwähnt wurde, dass die Mantilla eine zutiefst marianische Dimension hat. Alles, was über die Mantilla gesagt wird, wird von der Seligen Jungfrau selbst vervollkommnet. Niemand ist mehr vereint mit Christus in der Eucharistie und sie trug unseren Herrn in ihrem Schoß, neun Monate lang. Wenn Sie daran denken, wie oft Sie schon die Heilige Kommunion empfangen haben, und all diese kostbaren Minuten zusammenzählen, in denen Gott physisch durch Seine göttliche Gegenwart in Ihnen gegenwärtig ist, so reicht dies dennoch nicht an diese neuen Monate heran, in denen die Selige Jungfrau Ihn trug. Aber nicht nur das, Er war ja auch immer in ihrem Hause gegenwärtig. Und nun, wo sie in vollkommener Einheit mit Ihm im Himmel ist. Dies ist also die eucharistisch Dimension, auch die hierarchische Dimension.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, lesen Sie das Buch The Life of Mary as seen by the Mystics (vermutlich im Deutschen: Das Bild Mariens in der Deutschen Mystik), denn was Sie sehen werden ist, dass unsere Heilige Mutter heiliger, vollkommener und weiser ist, sie hat einen stärkeren Willen als der Heilige Joseph, sie tut mehr Buße, sie hat insgesamt mehr Tugenden – sie ist vollkommener! Sie weiß, welche Ordnung Gott geschaffen hat und sie akzeptiert, den [ihr durch diese Ordnung auferlegte] Gehorsam gegenüber Joseph [zu üben]. Obwohl sie größer und vollkommener ist, akzeptiert sie die von Gott geschaffene Ordnung, auch das ist ein Teil ihrer Vollkommenheit. Sie ordnet sich der Hierarchie unter. Sie zeigt immer Ehrfurcht, sogar ihrem Sohn gegenüber. Dies können Sie auch in dem eben empfohlenen Buch nachlesen. An so etwas hätten Sie selbst vermutlich nicht gedacht … Es hilft wirklich, die Schilderungen der Mystiker zu lesen. Maria trägt immer einen Schleier. Welches Bild von ihr Sie auch immer ansehen, selbst auf der kleinen wundertätigen Medaille trägt Maria einen Schleier.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Dritter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des dritten Sonntags nach Pfingsten

Lk 15, 1 – 10 Allerlei Zöllner und Sünder nahten sich ihm, um ihn zu hören. Da murrten die Pharisäer und Schriftgelehrten und sagten: „Dieser nimmt die Sünder auf und ißt mit ihnen.“ Da trug er ihnen folgendes Gleichnis vor: „Wer von euch, der hundert Schafe besitzt und eins davon verliert, lässt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Hat er es gefunden, so nimmt er es voll Freude auf seine Schultern. Und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war. Ich sage euch, ebenso wird im Himmel größere Freude sein über einen einzigen Sünder, der sich bekehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die der Bekehrung nicht bedürfen. Oder wenn eine Frau zehn Drachmen besitzt und eine davon verliert, zündet sie dann nicht ein Licht an, kehrt das Haus aus und sucht sorgfältig, bis die die Drachme findet? Und hat sie die Drachme gefunden, so ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir, ich habe die Drache gefunden, die ich verloren hatte. Ebenso, sage ich euch, ist bei den Engeln Gottes Freude über einen Sünder, der sich bekehrt.“

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papste Gregor:

Ihr habt es in der Lesung vom Evangelium gehört, meine Brüder, daß verrufene Menschen und Zöllner zu unserem Erlöser kamen, und daß sie nicht bloß zur Unterredung, sondern sogar zum gemeinsamen Mahle mit ihm zugelassen wurden. Als das die Pharisäer sahen, wurden sie unwillig. Daraus müsst ihr entnehmen, daß die wahre Rechtschaffenheit Mitleid in sich hat, wie die falsche Rechtschaffenheit Unwillen. Wenn auch die Rechtschaffenen mit Recht über die Sünder unwillig zu sein pflegen, so ist es doch etwas anderes, was mit dem Ausdruck des Hochmuts, etwas anderes, was im Eifer für die rechte Ordnung geschieht.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Gott! Du Beschützer aller derer, die auf Dich hoffen, ohne welchen nichts fest, nichts heilig ist; laß uns deine Barmherzigkeit immer mehr erfahren, damit wir unter deinem Schutze und deiner Anleitung uns der zeitlichen Güter so bedienen, daß wir der ewigen nicht verlustig werden! Amen.

Proprium missae – Dominica III Post Pentecosten

INTROITUS
Ps 24:16; 24:18
Réspice in me et miserére mei, Dómine: quóniam únicus et pauper sum ego: vide humilitátem meam et labórem meum: et dimítte ómnia peccáta mea, Deus meus.
Ps 24:1-2
Ad te, Dómine, levávi ánimam meam: Deus meus, in te confído, non erubéscam.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. AmenPs 24:16; 24:18
Réspice in me et miserére mei, Dómine: quóniam únicus et pauper sum ego: vide humilitátem meam et labórem meum: et dimítte ómnia peccáta mea, Deus meus.
Schau her auf mich, o Herr, und hab mit mir Erbarmen; ich bin so einsam und so arm. Sieh an mein Elend und mein Leid; mein Gott, vergib mir alle meine Sünden.

Zu Dir erhebe ich meine Seele, o Herr; mein Gott, auf Dich vertraue ich; drob werd ich nicht erröten.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.

R Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

Schau her auf mich, o Herr, und hab mit mir Erbarmen; ich bin so einsam und so arm. Sieh an mein Elend und mein Leid; mein Gott, vergib mir alle meine Sünden.

GRADUALE
Ps 54:23; 54:17; 54:19
Iacta cogitátum tuum in Dómino: et ipse te enútriet.
V. Dum clamárem ad Dóminum, exaudívit vocem meam ab his, qui appropínquant mihi.
Wirf deine Sorgen auf den Herrn; Er wird dich nähren.

V Ich schrie zum Herrn, und Er erhörte meinen Ruf und schützte mich vor denen, die mir feindlich nahen.

ALLELUIA
Ps 7:12
Allelúia, allelúia.Deus iudex iustus, fortis et pátiens, numquid iráscitur per síngulos dies? Allelúia.
Alleluja, alleluja.

Ein gerechter Richter ist Gott, stark und voll Langmut. Wird er denn zürnen Tag für Tag? Alleluja.

OFFERTORIUM
Ps 9:11-12 9:13
Sperent in te omnes, qui novérunt nomen tuum, Dómine: quóniam non derelínquis quæréntes te: psállite Dómino, qui hábitat in Sion: quóniam non est oblítus oratiónem páuperum.
Auf Dich, o Herr, sollen alle hoffen, die Deinen Namen kennen; denn Du verlässest keinen, der Dich sucht. Lobsinget dem Herrn, der auf Sion wohnt; denn Er hat nicht vergessen das Gebet der Armen.

COMMUNIO
Luc 15:10.
Dico vobis: gáudium est Angelis Dei super uno peccatóre poeniténtiam agénte.
«Ich sage euch: Freude ist bei den Engeln Gottes schon über einen einzigen Sünder, der Buße tut.»

Father Ripperger, Warum verhüllen wir etwas? Die Theologie des Verhüllens (4 von 7)

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Und was die Frau betrifft, so sehen Sie ihre charakteristische, einzigartige Charakteristik, dass sie tatsächlich Leben hervorbringen kann. SIE ist es, die Leben hervorbringen kann, nur Frauen können dies tun. Nur Frauen können neues Leben hervorbringen. Offensichtlich kommt dies daher, wie sie das Wirken Gottes widerspiegelt, aber vor allem ist es ihre Mitarbeit mit Gott. Und alles, was im Geistlichen mit der Eucharistie geschieht – sie bringt nämlich geistliches Leben hervor -, lässt Gott uns auch physisch sehen, indem ein Baby aus dem Leib der Mutter hervortritt. Die Frau ist es also, die das Leben in die Welt bringt. SIE nährt das Leben und lässt es wachsen. Sie ist das Herz und die Freude der Familie. Durch ihre nährende Sorge, ihre Weiblichkeit vereinigt sie die Familie in den Banden der Liebe. Und dies ist eine Ausdehnung für ihre erweiterte Familie, für ihre Gemeinde und die Nachbarschaft, dies ist … groß! Die Frau, wie jede Seele, sucht die intime Vereinigung mit Christus. Und all dies stellt die Mantilla dar.

Deshalb tragen die Frauen die Mantilla, um ihre einzigartige Identität als Frau zu zeigen, ihre Weiblichkeit, ihre Fähigkeit, mit Christus vereint zu werden und Leben hervorzubringen. Oder ihre Fähigkeit, mit einem Mann vereint zu werden und Leben hervorzubringen. In der Vereinigung mit Christus bringen sie geistliches Leben hervor, in der Vereinigung mit einem Mann bringen sie physisches Leben hervor.

Das ist es, was die Mantilla zeigt, die große Sakralität, ja die Heiligkeit, Leben hervorzubringen. Dies ist unsere größte Macht, Gott ähnlich zu sein. Und davon sprechen wir. Die Bescheidenheit, die Reinheit, die Keuschheit schützt diese größte Macht Leben hervorzubringen!

Wenn wir uns nun diese große Macht ansehen, wo hat Gott diese größte Macht eingepflanzt, die  Er dem Menschen gab? Er pflanzte sie der Frau ein. Und all das zeigt die Mantilla. Die Gnade der eucharistischen Theologie, aber auch die Identität der Frau und ihr Verhältnis zu Christus. Das ist auch der Grund, warum Ordensfrauen, die immer in diesem Verhältnis leben, die sich Ihm ganz geschenkt haben, die nicht mit einem Mann leben, sondern sich ganz Christus gegeben haben, immer einen Schleier tragen. Selbst wenn sie ihren täglichen Geschäften nachgehen, bleiben tragen sie den Schleier. Das ist die Konsequenz des Lebens als Frau.

Wenn wir dies zusammenfassen, so muss die Frau die Moral der Gesellschaft aufrechterhalten, sie bringen das Leben in die Gesellschaft und haben die große  Verantwortung, mit Christus vereint zu sein und geistliches Leben in die Welt zu bringen, es zu nähren und zu pflegen. Dies ist eine großartige, ehrfurchtgebietende Verantwortung. Große Macht beinhaltet große Verantwortung und große Würde.

Das mag etwas erschreckend sein. Aber wenn Gott Sie herausfordert und Sie zur Größe, zur Heiligkeit erhebt, so beten Sie darum, dass Sie Furcht ergreift, eine heilige Furcht, eine kindliche Furcht Gottes. Vertrauen Sie immer darauf,  dass Gott Ihnen ausreichend Gnade gibt, alles zu vollbringen, zu dem Er uns ruft.

Es gibt auch eine hierarchische Dimension der Mantilla. Wir haben davon bereits ein wenig gesprochen. Gott hat im Universum eine Ordnung geschaffen. Das ist der Hauptgrund, warum es eine Hierarchie gibt. Wenn Sie denken, dass Hierarchie dasselbe ist wie Unterdrückung oder Macht, dann missverstehen Sie vollkommen, warum Gott die weltliche Hierarchie geschaffen hat, und dann werden Sie auch nicht die Lehre der Kirche zur Hierarchie verstehen. Der Grund, warum es eine Hierarchie gibt ist, heißt: damit es Ordnung gibt. In der Welt muss es eine Ordnung geben. Gott erschafft, er wählt aus, er wird das Chaos los! Er gibt allem einen Platz: Hell und Dunkel, Wasser und Land. Die gesamte Schöpfung ist ein Prozess, Ordnung in das Chaos zu bringen. Gott möchte Ordnung. Und der Teufel ist ganz Chaos und Unordnung. Anarchie und Revolution sind vom Teufel. Das bringt keine Ordnung hervor. Und Gott selbst ist das Haupt der Ordnung. Und alles ist unter Ihm, alles ist Ihm gehorsam. So wurde die Ordnung geschaffen. So muss es sein.

Wenn wir alle versuchen, Gott zu sein, gibt es Chaos und große Sünde. Wenn wir Gott sein möchten, sagen wir, ICH sage, was falsch und richtig ist. Und wenn jeder Mensch das bestimmt, dann tut er das so, wie er es gerade möchte, und das ergibt Chaos.

Tod, Zerstörung, Gewalt und so weiter.

Es muss Ordnung geben, und Gott als Haupt der Hierarchie. Daher hat auch die Kirche eine Hierarchie. Es ist sehr wichtig sich daran zu erinnern, dass diese Ordnung eine des Dienens ist.

Erinnern Sie sich: Der Herr wäscht den Aposteln die Füße. Damit zeigte Er, dass Er, obwohl Er ihr Herr und Meister war, ihnen diente. Wir denken daran, wie Gott die Welt erschuf. Er tat dies, weil Er es liebte, und weil Er uns glücklich machen wollte. Das tat Er aus Liebe, und um uns zu dienen.

Deshalb gab Er uns auch die Gebote. Sie sind keine Methode der Unterdrückung, sondern sie schaffen Ordnung, und Gott liebt die Ordnung. Er möchte uns gut dienen, damit wir in diesem Leben und in der künftigen Welt ewig glücklich sein können. So ist also die Hierarchie da, um Ordnung zu schaffen und uns zu dienen. Und als Gott die Hierarchie schuf, setzte Er den Mann über die Frau. Aber noch einmal: dies ist nicht als Unterdrückung, Macht oder Tyrannei gedacht.

Vom Mann erwartet Gott, dass er Ordnung in sein Heim bringt, und dies soll er tun, indem er seine Familie lehrt, regiert und heiligt. Er soll die Familie führen, indem er ihr dient. Er soll seiner Frau und seinen Kindern dienen. Er soll ihre Bedürfnisse über seine Bedürfnisse setzen. DESHALB hat der Mann Autorität. Im 5. Kapitel des Epheserbriefes lesen wir, der Mann stellt Christus dar, die Frau die Kirche. Und ebenso, wie Christus die Kirche so sehr liebte, dass Er bereit war, für sie zu sterben und Sein Leben für sie zu geben, so ist jeder Mann aufgerufen, seine Frau so sehr zu lieben, dass er bereit ist, für sie zu sterben. Aber nicht auf diese romantische Art und Weise, nach dem Motto: Ja, wenn eines Tages die Kerle auftauchen mit ihren Gewehren, dann bin ich bereit, für sie zu sterben, sondern in den kleinen, alltäglichen Dingen, in denen Sie eher nicht sterben möchten: den Müll rauszutragen, aus dem Sessel aufzustehen, wenn sie etwas braucht, ihr in den täglichen Kleinigkeiten im Alltag zu helfen, ihr bei der Kindererziehung zu helfen, ihr zuzuhören, wenn sie etwas zu sagen hat, für sie da zu sein, wenn sie Begleitung oder Gesellschaft braucht, und all diese zahllosen Kleinigkeiten, in denen der Mann wirklich ihre Bedürfnisse über seine Wünsche oder Freuden stellt. Und das ist es, wo der Mann wirklich versagt.

Der Mann versagt hier, aber auch die Frau versagt. Denn die Frau hat seine Rolle zu akzeptieren, dass sie unter dem Befehl des Mannes steht, und dass sie diejenige ist, die das Leben hervorbringt. Sie hat da eine sehr unterschiedliche Rolle als der Mann: sie nährt, sorgt für das Leben, bringt es hervor! Der Mann muss die Ordnung dazu schaffen.

Father Ripperger, Warum verhüllen wir etwas? Die Theologie des Verhüllens (3 von 7)

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Was ist also die Theologie der Mantilla?

Vor allem ist sie verwurzelt in der einzigartigen Identität der Frau als Frau. Wir können sogar sagen, es ist ihre Weiblichkeit, das, was sie zur Frau macht. Doch zu allererst gehört dies zum Übernatürlichen, zuerst und vor allem handelt die Theologie der Mantilla von der einzigartigen Beziehung der Frau zu Christus auf der übernatürlichen Ebene. Und diese Rolle der Frau ist unveränderlich, denn so hat Gott sie gemacht. Gott ruft die Frau, so zu sein. Das ändert sich nicht mit der Zeit. Und da diese Rolle sich nicht ändert und tiefste Wahrheit ist, sollte die Mantilla dies auch nicht tun, da sie dies ausdrückt.

Diese Theologie hat verschiedene Dimensionen:

Die erste und wichtigste ist die eucharistische Dimension. Was bedeutet das?

Wir wissen, dass Gott zu Anfang Adam erschaffen und Eva aus seiner Seite genommen hat. Auf ähnliche Weise fließt am Kreuz, als Jesus stirbt, Blut und Wasser aus Seiner Seite, was die Sakramente bedeutet, und gibt der Kirche das Leben.

Gott ließ Adam in einen tiefen Schlaf fallen, was für Adam zu einer großen Freude wurde als er erwachte, weil aus seiner Seite Eva zu seiner Hilfe entstand.

Jesus starb am Kreuz und erstand am dritten Tag von den Toten. Durch Seine Auferstehung ist große Freude in der Welt. Gott hat sich eine unbefleckte und schöne Braut geschaffen, denn die Kirche ist die Braut Christi, Seine Gemahlin.

Und so sehen wir die Mantilla. Wie Eva aus der Seite Adams hervorkam und seine Braut, seine Gemahlin war, so kommt die Kirche aus der Seite Christi hervor und ist die Braut Christi. Und das ist es, was die Mantilla abbildet.

Die Frau kam aus der Seite des Mannes hervor, und deshalb sucht die Frau wieder Intimität, Einheit und Liebe mit dem Mann. Daher kam sie, das ist eine tiefe Wahrheit. Das steht nicht einfach so in der Bibel, sondern es gibt einen Grund, warum Gott dies so tat.

Die Rippe war für die Hebräer gleichbedeutend mit dem Herz. Das Herz als Sitz der Emotionen und Gefühle, der liebevolle und liebende Aspekt, Leidenschaft, Freude und Leben. Daher möchte die Frau dahin zurückkehren, und daher sucht  die Frau den Mann und sucht die intime Einheit mit ihm.

Und so wird jeder Mensch die intime Einheit mit Gott suchen. Wir kommen von Gott und sind dazu bestimmt, zu Ihm zurückzukehren. Unsere Seele sucht also immer Gott. Unsere Seele sucht die Wahrheit, Güte und Schönheit. Und das ist Gott. Und was die christlichen Kirchen immer gesagt haben, egal ob es die Seele eines Mannes oder einer Frau ist, über die Seele wird immer in der weiblichen Form gesprochen [dies sagt jemand mit Englisch als Muttersprache! Anm. d. Übs.]. Unsere Seele kam aus der Seite Gottes, von Gott und sie verlangt nach der Einheit mit Gott. Sie nimmt das Weibliche an, weil sie von Gott kommt.

Die Seele ist heilig! Sie sie völlig empfänglich. Sie nimmt die Gnade von Gott völlig in sich selbst auf. Nur so kann sie Leben geben, indem sie es rezeptiv von Gott empfängt. Gott ist der Initiator, der gibt, vorsorgt und schützt, die Seele muss diese Gnade empfangen, nähren und sorgt sich um diese Gnade sorgen, die Leben wird, Leben in Fülle, Leben in Ewigkeit. Deshalb wird Gott immer im Masculinum erwähnt, „Er‟, und die Seele ist „Sie‟, und die menschliche Seele sucht die Einheit mit Gott, ebenso wie wir Adam und Eva sehen, und jeder Mann und jede Frau, sie suchen diese Intimität.

Wo finden wir diese Intimität in vollkommener Weise? Wo werden wir mit unserem Herrn vereinigt? In der Heiligen Kommunion. Die Heilige Kommunion ist hier auf der Erde der intimste Moment, den wir mit unserem Herrn haben, er kommt physisch in uns hinein. So ist dies sowohl eine spirituelle, als auch eine physische Einheit. Dies ist eine sehr intime Vereinigung mit unserem Gott, und deshalb tragen wir hierzu die Mantilla. Wegen der Heiligkeit dessen. Weil wir in der Gegenwart Gottes sind. Und weil wir in der bräutlichen Dimension dessen sehen, dass die Seele zurückkehrt zu Gott.

Und es gibt ein wunderschönes Gebet, das Anima Christiwo es heißt: „Birg in Deinen Wunden mich‟ oder „beschütze mich‟. Dies ist ein Bild unserer Seele das besagt, dass wir  durch die Wunden unseres Herrn beschützt werden. Wenn ein Mann seine Frau beschützen möchte, legt er seine Arme um sie, so dass sie gewissermaßen „unter seinen Armen‟, unter seinem Schutz ist. In der Eucharistie sind wir unter dem Schutz unseres Herrn. Und die Mantilla symbolisiert dies und stellt diese Realität dar, dass die Seele nun die Einheit mit Christus gefunden hat und von ihrem Herrn beschützt wird; sie ist nicht nur beschützt, sondern in Einheit mit Ihm. Wenn unser Herr dies tut, gibt Er uns die Fülle Seiner Liebe und die Fülle Seines Lebens.

So bringen wir durch unsere Einheit mit Christus jede Art spirituellen Lebens hervor. Wenn wir nicht mit Christus vereint sind, können wir nicht geistlich leben. In der Eucharistie gibt sich der Sohn Gottes uns ganz und gar, [zwar] verhüllt, aber deshalb nicht „weniger‟. Und sein nährendes Leben gibt uns Leben, spirituelles, ewiges Leben. Seine Gnade lässt uns aufblühen in einem Leben in Fülle, unser persönliches Leben, unser Familienleben, …Unser Herr sagte, Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel kam. Und wer von diesem Brote isst, wird leben in Ewigkeit. Und das Brot das Ich gebe, ist Mein Fleisch für das Leben der Welt (Joh 6, 51 – 52, Übs. Vom Übersetzer). Und Er führt dies weiter  in Joh 10, 10, wo er sagt: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Zweiter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des zweiten Sonntags nach Pfingsten

Lk 14, 16 – 24 Jesus erzählte folgendes Gleichnis: „Ein Mann veranstaltete ein großes Gastmahl und lud viele dazu ein. Als die Stunde des Mahles gekommen war, sandte er seinen Knecht aus, um den Geladenen zu sagen: Kommt! Alles ist schon bereit. Da fingen alle einmütig an sich zu entschuldigen. Der erste sagte zu ihm: Ich habe ein Landgut gekauft und muß hingehen, es zu besichtigen. Ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. Ein anderer sagte: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, sie zu erproben. Ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. Ein dritter sagte: Ich habe mir eine Frau genommen und kann deshalb nicht kommen. Der Knecht kam zurück und berichtete dies seinem Herrn. Da ward der Hausherr zornig und befahl seinem Knechte: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und hole die Bettler und Krüppel, die Blinden und Lahmen herein! Der Knecht meldete: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast. Aber es ist noch Platz da. Da sprach der Herr zum Knecht: Geh hinaus an die Landwege und an die Gartenzäune und dränge alle hereinzukommen, dammit mein Haus voll wird. Ich sage euch aber, von jenen Männern, die geladen waren, soll keiner mein Mahl verkosten.“

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papstes Gregor: Zwischen den Genüssen des Körpers und denen des Herzens pflegt der Unterschied zu sein, daß die körperlichen Genüsse, wenn man sie nicht hat, eine starke Sehnsucht im Menschen anfachen, daß sie aber, wenn sie gierig aufgenommen werden, den, der sie genießt, alsbald zum Überdruß an ihnen auf Grund der Sättigung bringen. Im Gegensatz dazu erregen die geistigen Genüsse, wenn man sie nicht hat, Abneigung, wenn man sie hat, Sehnsucht; und sie werden von dem, der sie aufnimmt, um so mehr ersehnt, jemehr sie vom Verlangenden aufgenommen werden. Bei jenen macht das Verlangen Freude, das Verkosten Mißbehagen; bei diesen ist das Verlangen gering und das Verkosten steigert das Gefallen daran. In jenen bewirkt das Verlangen Sättigung und die Sättigung Überdruß; in diesen aber schafft das Verlangen Sättigung und die Sättigung Verlangen.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Herr, verleih, daß wir deinen heiligen Namen allezeit fürchten und lieben, weil Du jenen niemals deinen Schutz versagst, denen Du eine feste Liebe zu Dir eingeflößt hast. Amen.