Herz Jesu Litanei

 

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Obwohl wir hier eigentlich davon ausgehen können, dass jedem unserer Leser die Herz-Jesu-Litanei bekannt ist, so schadet es nicht diese nochmals abzubilden in der Hoffnung, dass die letzten Beiträge jemanden dazu inspirieren können sich eine Herz-Jesu-Statue zu kaufen, eine Herz-Jesu-Ecke einzurichten und mit der Herz-Jesu-Andacht ernsthaft zu beginnen. Wir werden diese Thematik sicherlich noch vertiefen, aber es ist Fakt, dass dort, wo sich im XIX Jhdt. die Herz-Jesu-Verehrung ausgebreitet hatte, die Feinde der Kirche an Boden verloren. So war auch die Herz-Jesu-Verehrung der ständige Begleiter des Kulturkampfes auf der katholischen Seite natürlich. Nach Vat. II ist selbstredend die Herz-Jesu-Verehrung eingebrochen oder diese wird nur noch „folkloristisch“ betrieben, sodass wir haben, was wir haben. Vielleicht denkt sich jemand:

Man betet also eine Litanei und alles wird besser?

Zuerst nicht, aber das häufige Beten dieser Litanei wird Sie so verändern, dass Sie früher oder später sehen werden, was zu tun ist und Sie werden es tun, weil Gott Ihnen durch das Beten zusätzliche Gnaden verleihen wird, um welche Sie in dieser Litanei ja bitten. Christus hat doch seine 12 Verheißungen nicht umsonst gegeben. Fangen Sie mit dem Beten an, dann können Sie sehen, wie sich die Verheißungen erfüllen. Von nichts kommt nichts. Amen.

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Fr. Urban Snyder, Das Heiligste Herz Jesu: Das einzige Herz des mystischen Leibes

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Manchmal begegnen uns fremde Texte von einer dermaßen großen spirituellen Aussagekraft, dass wir uns fragen, wer es war, der sie geschrieben hat. The Remnant, wo dieser Text 1978 veröffentlicht wurde, schreibt wie folgt:

Anmerkung des Herausgebers: Diese schöne Betrachtung zum Advent erschien zuerst 1978 in The Remnant. Sie wurde von Father Urban Snyder geschrieben — dem großen Trappistenpater, der seit vielen Jahren tot und begraben ist. Er ist einer der frühen Pioniere des traditionellen Katholizismus. Father Snyder, ein zutiefst spiritueller Mann und Beichtvater des verstorbenen Erzbischofs Marcel Lefebvre, war in den 1970er und 1980er Jahren Kolumnist bei The Remnant. Er war ein enger persönlicher Freund des Gründungsherausgebers von The Remnant, Walter L. Matt (RIP) und ein riesiges Beispiel für Priester, der nicht ein einziges Mal die Novus Ordo Messe gefeiert hat. Möge er in Frieden ruhen.  Reprinted from The Remnant, May 31, 1978. 

Wir haben es also mit dem Werk eines größtenteils vorkonziliaren Trappisten zu tun, welcher sich jahrzehntelang mit der Heiligkeit nährte. Es stimmt wirklich, dass die Alte Messe den geistlichen Sinn schärft und diejenigen, die sie ausschließlich besuchen, sehen vieles überhaupt oder sehen vieles klar. Es ist zwar der Wahlspruch der Dominikaner – aliis contemplata tradere – „anderen die Früchte der Kontemplation übermitteln“, aber Father Snyder als Trappist tut es auch. Irgendwo vergleicht hl. Thomas von Aquin die Früchte der Kontemplation mit dem Morgentau: es ist wenig da und er liegt kurz und deswegen muss man sich bemühen wirklich täglich den Tau aufzusaugen. Denn aus solchen Tagestropfen entstehen mit der Zeit solche Texte wie unten angegeben, der sich zur Meditation eignet. Was aber Father Snyder u.a. sagt, ist, dass wir durch unsere Sünden, auch lässliche Sünden, den ganzen Mystischen Leib Christi – die Kirche – verunreinigen und derentwegen alle leiden. Deswegen bekennt man in der hl. Messe oder auch außerhalb im Confiteor der ganzen himmlischen Schar hierarchisch seine Sünden:

Ich bekenne Gott dem Allmächtigen, der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen, und euch, Brüder, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, den heiligen Erzengel Michael, den heiligen Johannes des Täufer, die heiligen Apostel Petrus und Paulus, alle Heiligen und euch, Brüder, für mich zu beten bei Gott, unserm Herrn.

Man schädigt aber durch seine Sünden auch das Herz Jesu, dass für die Kirche schlägt.

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Juni der Monat der Herz-Jesu-Verehrung (2 von 2)

Bevor wir uns der patristischen Exegese des Evangeliums des Herz-Jesu-Festes zuwenden, ein paar kritische liturgische Anmerkungen. DSDZ (dem Schreiber dieser Zeilen) wird oft von einer frommen Ordensschwester vorgeworfen, dass er mit diesen polemischen Spitzen und Seitenschlägen all das Gute und Fromme seiner Texte minimiert oder vielleicht ganz aufhebt. Man ist leider heutzutage  gewohnt, dass man „miteinander“ „harmoniert“ und die Frömmigkeit einen in „eine bessere Welt versetzt“, um es mit Schuberts Worten „An die Musik“ zu sagen. Dies tut sie tatsächlich, aber Frömmigkeit darf niemals Weltflucht bedeuten. DSDZ stellt fest, dass je mehr jemand ein, sagen wir es, „naturalistisches“ Leben pflegt, desto spiritualistischer seine Frömmigkeit ist. Um es einfacher und ohne Fremdwörter (seufz!) zu formulieren: lebt man wie ein „Schweinderl“, so lechzt man nach den Sternen. Weil das eigene Leben dermaßen der Frömmigkeit fremd ist, so muss die Frömmigkeit etwas Lebensfremdes sein, sonst würde man selbst ja schlecht dastehen. Dies erklärt auch z.B. die Diskrepanz der höchst frommen gloria.tv Beiträgen und der höchst unfrommen Kommentaren, welche oft von denselben Personen getätigt werden. Je mehr man aber geistlich fortschreitet, desto einheitlicher wird alles. Deswegen behalten wir hier unsere Spitzen bei, weil sie auch unser aller Leben ausmachen.

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Juni der Monat der Herz-Jesu-Verehrung (1 von 2)

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Es ist schwierig sich klar zu machen, dass das Geistige und Übernatürliche das Eigentliche ist, weil es ewig und unveränderlich ist. DSDZ [dem Schreiber dieser Zeilen] wird immer mehr deutlich, dass die kleinen oder größeren unerwarteten Katastrophen, die sein Leben begleiten, Abbilder der spirituellen Wirklichkeit sind, sprich: bevor etwas Spirituell-Positives eintritt, bekommt der Dämon die Erlaubnis ihm zu schaden und zwar direkt proportional zu dem künftigen Gut.

Warum ist es so?

Aufgrund der Gerechtigkeit Gottes, siehe Prolog des Hiob-Buches (Hiob 1,6-11; 2,1-5). Bevor Hiob der Zuwachs der Gotteserkenntnis, von der wir alle heute zehren, und des künftigen irdischen Glücks zuteil wurde, durfte ihn der Teufel quälen. Wenn aber Gott sogar dem Teufel gegenüber gerecht ist, wie erst uns gegenüber, die wir versuchen seinen Willen zu tun? Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, diese Angriffe nicht erleben, dann bedeutet dies, dass Sie sich noch unter dem Radar des Teufels befinden und Sie seinem Reich nicht schaden. Es kann auch sein, dass diese Angriffe dermaßen weltlich und in ihren Alltag eingeschrieben sind, dass Sie ihren spirituellen Ursprung nicht erkennen. Obwohl DSDZ die katholische Gnadenlehre mittlerweile recht gut kennt und anerkennt, dass Gott unser jegliches Tun, das nach dem übernatürlichen Gut hingeordnet ist, ermöglicht, unterstützt und begleitet, so besteht das Leben von DSDZ aus der Abfolge von Willensakten, die höchst mühsam sind. Es ist so als würden Sie mit einem Sandsack, der immer schwerer wird, behängt einen Klimmzug nach dem anderen machen. Mühevoll, mühevoll und mühevoll.

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