Proprium missae – Dominica IX post Pentecosten

INTROITUS
Ps 53:6-7
Ecce, Deus adiuvat me, et Dóminus suscéptor est ánimæ meæ: avérte mala inimícis meis, et in veritáte tua dispérde illos, protéctor meus, Dómine.
Ps 53:3
Deus, in nómine tuo salvum me fac: et in virtúte tua libera me.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. AmenPs 53:6-7
Ecce, Deus adiuvat me, et Dóminus suscéptor est ánimæ meæ: avérte mala inimícis meis, et in veritáte tua dispérde illos, protéctor meus, Dómine.
Sieh, Gott ist mein Helfer, und der Herr der Hort meiner Seele. Wende auf meine Feinde das Unheil ab, vernichte sie in Deiner Treue [gegen mich], o Herr, mein Beschützer.

O Gott, in Deinem Namen rette mich, in Deiner Kraft befreie mich.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
R Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

Sieh, Gott ist mein Helfer, und der Herr der Hort meiner Seele. Wende auf meine Feinde das Unheil ab, vernichte sie in Deiner Treue [gegen mich], o Herr, mein Beschützer.

GRADUALE
Ps 8:2
Dómine, Dóminus noster, quam admirábile est nomen tuum in universa terra!
V. Quóniam eleváta est magnificéntia tua super coelos.
O Herr, unser Herr, wie wunderbar ist doch Dein Name allüberall auf Erden!
V Denn Deine Herrlichkeit ist hoch erhaben über alle Himmel.

ALLELUIA
Allelúia, allelúia
Ps 58:2
Eripe me de inimícis meis, Deus meus: et ab insurgéntibus in me líbera me. Allelúia.
Alleluja, alleluja.
Mein Gott, errette mich von meinen Feinden; befreie mich von meinen Widersachern. Alleluja.

OFFERTORIUM
Ps 18:9; 18:10; 18:11; 18:12
Iustítiæ Dómini rectæ, lætificántes corda, et iudícia eius dulcióra super mel et favum: nam et servus tuus custódit ea.
Des Herrn Gesetze sind gerecht, sie machen froh die Herzen; und Seine Satzungen sind süßer noch als Honig und als Honigseim. Daher befolgt sie auch Dein Knecht.

COMMUNIO
Ioann 6:57
Qui mandúcat meam carnem et bibit meum sánguinem, in me manet et ego in eo, dicit Dóminus.
«Wer Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, der bleibt in Mir und Ich in ihm», spricht der Herr.
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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Achter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des achten Sonntags nach Pfingsten

Lk 16, 1 – 9 Jesus sprach zu seinen Jüngern: „Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter. Dieser wurde bei ihm angeschuldigt, er verschleudere sein Vermögen. Er rief ihn zu sich und sprach zu ihm: Was muss ich von dir hören? Gib Rechenschaft von deiner Verwaltung; du kannst nicht länger mein Verwalter bleiben. Da dachte der Verwalter bei sich: Was soll ich anfangen, da mein Herr mir die Verwaltung nimmt? Graben kann ich nicht, zu betteln schäme ich mich. Ich weiß, was ich tue, damit sie mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich der Verwaltung enthoben bin. Er ließ nun die Schuldner seines Herrn einzeln zu sich kommen. Den ersten fragte er: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig? Der antwortete: Hundert Krüge Öl. Er sprach zu ihm: Nimm deinen Schein und schreibe schnell: fünfzig. Einen anderen fragte er: Wieviel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Malter Weizen. Zu dem sprach er: Nimm deinen Schein und schreibe: Achtzig. Der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil der klug gehandelt habe. – Denn die Kinder dieser Welt sind unter ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes. Auch ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon. Sie werden euch dann, wenn er zu Ende geht, in die ewigen Wohnungen aufnehmen.

Predigttext des Kirchenvaters

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus:

Wenn der Verwalter des ihm nicht recht gehörenden Mammons in den Worten des Herrn Anerkennung findet, daß er durch jenes unrechte Tun sich ein rechtes Dasein verschafft hat, und wenn der geschädigte Herr den Zukunftsblick des Verwalters hervorhebt, daß er wohl gegen den Herrn in trügerischer Weise, aber für sich vorsorgend gehandelt habe, um wieviel mehr wird Christus, der keinen Schaden erleiden kann und zur Güte geneigt ist, seine Jünger loben, wenn sie denen gegenüber, die an ihn glauben, barmherzig sind?

Kirchengebet

Wir bitten Dich, o Herr! gib uns deinen Geist, damit wir allezeit nur das denken und thun, was recht ist, damit wir, die wir ohne Dich nicht seyn können, nach deinem Wohlgefallen leben mögen! Amen.

Proprium missae – Dominica VIII post Pentecosten

INTROITUS
Ps 47:10-11
Suscépimus, Deus, misericórdiam tuam in médio templi tui: secúndum nomen tuum, Deus, ita et laus tua in fines terræ: iustítia plena est déxtera tua.
Ps 47:2.
Magnus Dóminus, et laudábilis nimis: in civitate Dei nostri, in monte sancto eius.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. AmenPs 47:10-11
Suscépimus, Deus, misericórdiam tuam in médio templi tui: secúndum nomen tuum, Deus, ita et laus tua in fines terræ: iustítia plena est déxtera tua.
O Gott, wir haben Dein Erbarmen empfangen inmitten Deines Tempels. Wie Dein Name, o Gott, so reicht auch Dein Ruhm bis an die Grenzen der Erde; voll der Gerechtigkeit ist Deine Rechte.

Groß ist der Herr und allen Lobes würdig in unsres Gottes Stadt, auf Seinem heiligen Berge.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.

R Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

O Gott, wir haben Dein Erbarmen empfangen inmitten Deines Tempels. Wie Dein Name, o Gott, so reicht auch Dein Ruhm bis an die Grenzen der Erde; voll der Gerechtigkeit ist Deine Rechte.

GRADUALE
Ps 30:3
Esto mihi in Deum protectórem, et in locum refúgii, ut salvum me fácias.
Ps 70:1
V. Deus, in te sperávi: Dómine, non confúndar in ætérnum.
Sei Du mein Schützergott, mein Zufluchtsort, und rette mich.
V. O Gott, auf Dich vertraue ich: o Herr, ich werde nicht enttäuscht in alle Ewigkeit.

ALLELUIA
Allelúia, allelúia
Ps 47:2
Magnus Dóminus, et laudábilis valde, in civitáte Dei nostri, in monte sancto eius. Allelúia.
Alleluja, alleluja.
Groß ist der Herr und allen Lobes würdig in unsres Gottes Stadt, auf Seinem heiligen Berge. Alleluja.

OFFERTORIUM
Ps 17:28; 17:32
Pópulum húmilem salvum fácies, Dómine, et óculos superbórum humiliábis: quóniam quis Deus præter te, Dómine?
Dem gedemütigten Volke bringst Du Rettung, o Herr, und demütigst die Blicke der Stolzen. Denn wer ist Gott außer Dir, o Herr?

COMMUNIO
Ps 33:9
Gustáte et vidéte, quóniam suávis est Dóminus: beátus vir, qui sperat in eo.
Kostet und seht wie lieb der Herr ist; selig der Mann, der auf Ihn vertraut.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Siebter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des siebten Sonntags nach Pfingsten

Mt 7, 15 – 21 Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie kommen in Schafskleidern zu euch, innen aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten könnt ihr sie erkennen. Sammelt man von Dornbüschen Trauben oder von Disteln Feigen? So trägt jeder gute Baum gute Früchte; ein schlechter Baum aber trägt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte tragen und ein schlechter Baum nicht gute Früchte. Jeder Baum, der nicht gute Frucht trägt, wird ausgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also könnt ihr sie erkennen. Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! Wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist (wird in das Himmelreich eingehen).

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Hilarius:

Die lockenden Worte und die geheuchelte Sanftmut muß seiner Mahnung gemäß nach den Früchten ihrer Tätigkeit abgewogen werden, so daß wir nicht drauf achten, wie sich einer in den Worten darstellt, sondern wie er sich in den Werken gibt; denn bei vielen wird durch die Schafskleidung die Raubgier eines Wolfes verdeckt. Also wie die Dornen keine Trauben, wie die Disteln keine Feigen hervorbringen, und wie schlechte Bäume keine nützlichen Früchte tragen, so lehrt er, kann in solchen nicht einmal die Möglichkeit eines guten Werkes bestehen, und deshalb sind alle nach ihren Früchten zu beurteilen. Das Himmelreich erreicht nämlich nicht der Dienst mit bloßen Worten; und es wird auch nicht derjenige, der da sagt: Herr, Herr, dessen Besitzer.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Gott! dessen Vorsehung, ohne je zu irren, in allem, was sie ordnet, zum Ziele kömmt; wir bitten Dich demüthig, wende alles von uns ab. was uns schädlich ist, und verleih, was zu unserm wahren Nutzen gereicht! Amen.

Proprium missae – Dominica VII post Pentecosten

INTROITUS
Ps 46:2
Omnes gentes, pláudite mánibus: iubiláte Deo in voce exsultatiónis.
Ps 46:3
Quóniam Dóminus excélsus, terríbilis: Rex magnus super omnem terram.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen
Ps 46:2

Omnes gentes, pláudite mánibus: iubiláte Deo in voce exsultatiónis.
Ihr Völker alle, klatschet in die Hände; jubelt zu Gott mit lautem Jauchzen.

Denn hocherhaben und gewaltig ist der Herr: der große König über alle Welt.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
R Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

Ihr Völker alle, klatschet in die Hände; jubelt zu Gott mit lautem Jauchzen.

GRADUALE
Ps 33:12; 33:6
Veníte, fílii, audíte me: timórem Dómini docébo vos.
V. Accédite ad eum, et illuminámini: et fácies vestræ non confundéntur.
Kommet, ihr Kinder, höret mich: die Furcht des Herrn will ich euch lehren. V Nahet euch Ihm, ihr sollt strahlen vor Freude: nicht wird euer Antlitz in Enttäuschung erröten.

ALLELUIA
Allelúia, allelúia
Ps 46:2
Omnes gentes, pláudite mánibus: iubiláte Deo in voce exsultatiónis. Allelúia.
Alleluja, alleluja
Ihr Völker alle, klatschet in die Hände; jubelt zu Gott mit lautem Jauchzen. Alleluja.

OFFERTORIUM
Dan 3:40
Sicut in holocáustis aríetum et taurórum, et sicut in mílibus agnórum pínguium: sic fiat sacrifícium nostrum in conspéctu tuo hódie, ut pláceat tibi: quia non est confúsio confidéntibus in te, Dómine.
Wie Brandopfer von Widdern und Farren und von Tausenden fetter Lämmer, sei heute unser Opfer vor Deinem Angesicht, auf daß es Dir wohlgefalle. Denn wer auf Dich vertraut, o Herr, wird nicht enttäuscht.

COMMUNIO
Ps 30:3
Inclína aurem tuam, accélera, ut erípias me.
Neige Dein Ohr und eile, mich zu retten.

Proprium missae – Pretiosissimi Sanguinis Domini Nostri Jesu Christi

INTROITUS
Apoc 5:9-10
Redemísti nos,Dómine, in sánguine tuo, ex omni tribu et lingua et pópulo et natióne: et fecísti nos Deo nostro regnum.
Ps 88:2
Misericórdias Dómini in ætérnum cantábo: in generatiónem et generatiónem annuntiábo veritátem tuam in ore meo.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. AmenApoc 5:9-10
Redemísti nos,Dómine, in sánguine tuo, ex omni tribu et lingua et pópulo et natióne: et fecísti nos Deo nostro regnum.
Herr, Du hast uns mit Deinem Blute erkauft aus allen Stämmen, Sprachen, Völkern und Nationen, und hast uns zum Königreiche gemacht für unsern Gott.

Des Herrn Barmherzigkeit will ich besingen ewiglich, will von Geschlecht zu Geschlecht mit meinem Munde Deine Treue künden.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.

R. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

Herr, Du hast uns mit Deinem Blute erkauft aus allen Stämmen, Sprachen, Völkern und Nationen, und hast uns zum Königreiche gemacht für unsern Gott.

GRADUALE
1 Ioann 5:6; 5:7-8
Hic est, qui venit per aquam et sánguinem, Iesus Christus: non in aqua solum, sed in aqua et sánguine.
V. Tres sunt, qui testimónium dant in coelo: Pater, Verbum et Spíritus Sanctus; et hi tres unum sunt. Et tres sunt, qui testimónium dant in terra: Spíritus, aqua et sanguis: et hi tres unum sunt.
Dieser ist es, Jesus Christus, der durch Wasser und Blut gekommen ist, nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und Blut. V Drei sind, die Zeugnis geben im Himmel: der Vater, das Wort und der Hl. Geist, und diese Drei sind Eins. Und drei sind, die Zeugnis geben auf Erden: der Geist, das Wasser und das Blut, und diese drei sind eins.

ALLELUIA
1 Ioann 5:9

Allelúia, allelúia.
V. Si testimónium hóminum accípimus, testimónium Dei maius est. Allelúia.

Alleluja, alleluja.

V Wenn wir schon der Menschen Zeugnis annehmen, so ist doch Gottes Zeugnis größer. Alleluja.

OFFERTORIUM
1 Cor 10:16
Calix benedictiónis, cui benedícimus, nonne communicátio sánguinis Christi est? et panis, quem frángimus, nonne participátio córporis Dómini est?
Der Kelch der Segnung, den wir segnen, ist er nicht die Teilnahme am Blute Christi? Und das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Teilnahme am Leibe des Herrn?

COMMUNIO
Hebr 9:28
Christus semel oblítus est ad multórum exhauriénda peccáta: secúndo sine peccáto apparébit exspectántibus se in salútem.
Einmal hat Sich Christus geopfert, um die Sünden vieler zu tragen; beim zweiten Mal hat Er nichts mit der Sünde zu schaffen: Er wird zum Heile derer erscheinen, die Seiner harren.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Sechster Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des sechsten Sonntags nach Pfingsten

Mk 8, 1 – 9 In jenen Tagen war wieder eine große Volksschar zusammen und hatte nichts zu essen. Da rief er seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen. „Mich erbarmt des Volkes; schon drei Tage harren sei bei mir aus und haben nichts zu essen. Wenn ich sie hungrig nach Hause gehen lasse, so brechen sie unterwegs zusammen; denn manche von ihnen sind weit hergekommen.“ Seine Jünger erwiderten ihm: „Woher soll jemand hier in der Wüste Brot nehmen, um sie zu sättigen?“ Er fragte sie: „Wieviel Brote habt ihr?“ Sie antworteten: „Sieben.“ Nun hieß er das Volk sich auf dem Boden lagern. Dannn nahm er die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, sie sollten sie dem Volke vorsetzen. Und sie setzten sie vor. Sie hatten auch einige Fischlein. Er segnete sie und ließ sie vorsetzen. Und sie aßen und wurden satt. Von den Stücklein, die übriggeblieben waren, hoben sie noch sieben Körbe auf. Es waren gegen viertausend (die gegessen hatten). Und er entließ sie.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Ambrosius:

Nachdem die Frau, die das Bild der Kirche in sich trägt, von dem Blutfluss gereinigt worden war, und nachdem die Apostel zur Verkündigung der Botschaft vom Gottesreich bestimmt worden waren, wird Versorgung mit Brot, das himmlische Gnade bezeichnet, gewährt. Aber man beachte, wem sie gewährt wird. Nicht den Müßigen, nicht den in den Städten wie in einer Volksversammlung oder wie in der Ausübung eines weltlichen Amtes Sitzenden, sondern denen, die Christus außerhalb der Städte suchen. Die nämlich vor ihm keine Abneigung haben, die werden von Christus aufgenommen, und mit ihnen redet er, der Gottes Wort ist, nicht von weltlichen Dingen, sondern vom Reiche Gottes. Und die am Leibe Leidenswunden tragen, diesen gewährt er gerne seine Arznei.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Gott! von dem alle Kraft und alles Gute herkommt, flöße unsern Herzen die Liebe deines Namens ein; laß alles Gute an deiner Gnade Nahrung und an unserm Eifer Haltung finden! Amen.

Proprium missae – In Nativitate Sancti Joannis Baptistae

INTROITUS
Isa 49:1; 49:2
De ventre matris meæ vocávit me Dóminus in nómine meo: et pósuit os meum ut gládium acútum: sub teguménto manus suæ protéxit me, et pósuit me quasi sagíttam eléctam.
Ps 91:2
Bonum est confitéri Dómino: et psállere nómini tuo, Altíssime.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. AmenIsa 49:1; 49:2
De ventre matris meæ vocávit me Dóminus in nómine meo: et pósuit os meum ut gládium acútum: sub teguménto manus suæ protéxit me, et pósuit me quasi sagíttam eléctam.
Im Schoße meiner Mutter schon rief mich der Herr bei meinem Namen; Er machte meinen Mund zum scharfen Schwert; Er barg mich unterm Schutze Seiner Hand und machte mich zum auserlesenen Pfeil.

Gut ist´s, den Herrn zu preisen, und Deines Namens Lob zu singen.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.

R Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

Im Schoße meiner Mutter schon rief mich der Herr bei meinem Namen; Er machte meinen Mund zum scharfen Schwert; Er barg mich unterm Schutze Seiner Hand und machte mich zum auserlesenen Pfeil.

GRADUALE
Ier 1:5; 1:9
Priusquam te formárem in útero, novi te: et ántequam exíres de ventre, santificávi te.
V. Misit Dóminus manum suam, et tétigit os meum, et dixit mihi.
Bevor Ich dich im Mutterleibe bildete, kannte Ich dich; und noch ehe du aus der Mutter Schoß hervorgingst, habe Ich dich geheiligt. Der Herr streckte Seine Hand aus und berührte meinen Mund und sprach zu mir.

ALLELUIA
Luc 1:76
Allelúia, allelúia
Tu, puer, Prophéta Altíssimi vocáberis: præíbis ante Dóminum paráre vias eius. Allelúia.
Alleluja, alleluja.
Du, Kind, wirst einst Prophet des Allerhöchsten heißen; du wirst einhergehen vor dem Herrn, Ihm die Wege bereiten. Alleluja.

OFFERTORIUM
Ps 91:13
Iustus ut palma florébit: sicut cedrus, quæ in Líbano est, multiplicábitur.
Wie die Palme steht der Gerechte in Blüte, in der Fülle der Kraft wie die Libanonzeder.

COMMUNIO
Luc 1:76
Tu, puer, Propheta Altíssimi vocaberis: præíbis enim ante fáciem Dómini paráre vias eius.
Du, Kind, wirst einst Prophet des Allerhöchsten heißen; denn du wirst einhergehen vor dem Angesichte des Herrn, Ihm die Wege zu bereiten.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage I

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 1:57-69

Für Elisabeth erfüllten sich ihre Tage, und sie gebar einen Sohn. Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, daß der Herr ihr große Huld erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr. am achten Tage kamen sie, das Kind zu beschneiden, und wollten es nach seines Vaters Namen Zacharias nennen. Doch seine Mutter entgegnete: „Nein, Johannes soll es heißen.“ Sie sagten zu ihr: „Es trägt doch niemand in deiner Verwandtschaft diesen Namen.“ Nun winkten sie seinem Vater, wie er es genannt wissen wollte. Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb darauf die Worte: „Johannes ist sein Name.“ Alle wunderten sich darüber. In demselben Augenblicke ward sein Mund geöffnet und seine Zunge gelöst. Er konnte sprechen und pries Gott. Da kam Furcht über alle, die in der Nähe wohnten, und im ganzen Gebirge von Judäa sprach man von all diesen Begebenheiten. Alle, die davon hörten, überdachten sie im Herzen und sagten: „Was wird wohl aus diesem Kinde werden?“ Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Zacharias, sein Vater, wurde vom Heiligen Geiste erfüllt und sprach die prophetischen Worte:

Gepriesen sei der Herr, Israels Gott!

Heimgesucht hat er sein Volk,

Ihm Erlösung bereitet.

Ein Horn des Heils hat er errichtet für uns

Im Hause seines Knechtes David.

4. Lesung, Predigt vom Heiligen Bischof Augustin:

Nach jenem hochheiligen Geburtstag des Herrn lesen wir von keinem Menschen, daß seine Geburt gefeiert wird, als allein vom heiligen Johannes dem Täufer. Von anderen Heiligen und von Gott auserwählten Personen wissen wir, daß der Tag gefeiert wird, an dem sie dieses Leben nach Beendigung der Mühen und nach siegreichem Triumph über die Welt zum nie endenden Ewigkeitsleben einziehen läßt. Bei anderen werden die am letzten Tage beendeten Verdienste gefeiert; bei diesem ist auch der erste Tag und selbst der Anfang des menschlichen Daseins geheiligt, zweifellos aus dem Grunde, weil der Herr wollte, daß seine Ankunft beglaubigt würde durch ihn, damit ihm die Leute bei einem plötzlichen und unerhofften Kommen die Anerkennung nicht versagten. Johannes war aber ein Bild des Alten Testamentes und trug an sich ein Nachbild des altbundlichen Gesetzes. Und darum kündigte Johannes den Heiland an, wie der Alte Bund dem Bund der Gnade voranging.

5. Lesung:

Wenn er aber noch vor der Geburt aus der Verborgenheit im Mutterschoße göttliches Wissen zeigte, und ohne das Licht zu sehen, ein Zeuge für die Wahrheit ist, so ist das in dem Sinne zu verstehen, daß der unter der Hülle und unter dem leblosen Buchstaben Verborgene uns sowohl den Heiland mit reinem Geist geoffenbart, als auch unseren Herrn uns aus dem altbundlichen Gesetz gleichsam wie aus einem Schoß bekannt gemacht hat. Weil also die Juden vom Mutterschoße abirrten, d. h. vom Gesetze, welches mit Christus angefüllt war, irrten sie auch ab vom Schoße und redeten Falsches; und darum kam dieser zur Beglaubigung, um denjenigen zu beglaubigen, der das Licht war.

6. Lesung:

Wenn aber der im Kerker weilende Johannes seine Jünger zum Herrn gehen läßt, so ist er gleichsam der Alte Bund, der auf das Evangelium hinweist. Dieser Alte Bund war gemäß dem Bilde in Johannes gleichsam im Kerker der Unwissenheit gefangen und lag im Dunkeln und im Verborgenen, und durch die Blindheit der Juden wurde der Sinn innerhalb des Buchstabens eingeschlossen gehalten. Davon redet der heilige Evangelist: Er wear eine leuchtende Fackel, d. h. angezündet vom Feuer durch den Heiligen Geist, damit er der von der Nacht der Unwissenheit festgehaltenen Welt das heilbringende Licht zeigte und gleichsam bei der  dichtesten Finsternis des Sünden auf die gar glanzvolle richtige Sonne mit seinem Lichtstrahl hinwies; und so sagte er auch von sich selbst: „Ich bin die Stimme des Rufers in der Wüste.“

Erzpriester Stephan, Das kirchliche Stundengebet Band II, S. 903 ff.

 

 

 

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Vierter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des vierten Sonntags nach Pfingsten

Lk 5, 1 – 11 Jesus stand am See Genezareth, und das Volk umdrängte ihn, um das Wort Gottes zu hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer waren ausgestiegen und reinigten ihre Netze. Er stieg in eines der beiden Boote, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Lande abzustoßen. Und er setzte sich und lehrte das Volk vom Boote aus. Als er seine Rede beendet hatte, sprach er zu Simon: „Fahr hinaus auf die hohe See und werft eure Netze zum Fange aus.“ „Meister,“ entgegnete Simon, „die ganze Nacht haben wir uns abgemüht und nichts gefangen! Aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.“ Sie taten es und fingen eine so große Menge Fische, daß ihre Netze zu reißen drohten. Darum winkten sie ihren Gefährten in dem anderen Boote, sie möchten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und man füllte beide Boote, so daß sie beinahe versanken. Als Simon Petrus das sah, fiel er vor Jesus auf die Knie und sprach: „Herr, geh hinweg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch!“ Denn Staunen hatte ihn und alle seine Gefährten ergriffen wegen des Fischfanges, den sie gemacht hatten; ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Gefährten waren. Doch Jesus sprach zu Simon: „Fürchte dich nicht, von nun an sollst du Menschenfischer sein.“ Dann zogen sie die Boote ans Land, verließen alles und folgten ihm nach.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Ambrosius:

Nachdem der Herr vielen verschiedenartige Heilung gewährt hatte, ließ sich die Volksmenge weder durch den Ort, noch durch die Zeit von dem Verlangen nach Heilung abbringen. Es stand der Abend bevor, sie folgten; es stelle sich der See in den Weg, sie drängten, und deshalb stieg er in das Schiff des Petrus. Das ist jenes Schiff, das nach Matthäus immer noch auf den Wogen treibt, nach Lukas sich mit Fischen füllt, so dass man daraus sowohl den Anfang der auf den Wogen treibenden Kirche, als auch die späteren Ereignisse derselben in ihrem üppigen Wachsen erkennen kann. Die Fische sind nämlich jene, die in diesem Leben umherschwimmen. Dort tritt auch für die Jünger Christus als Schlafender auf, hier als Lehrer; er zeigt sich schlafend den Lauen, wachend den Vollkommenen.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Verleihe, o Herr! daß unter deiner Leitung in der Welt Alles einen friedlichen Fortgang habe, und deine Kirche sich ungestörter Andacht freue! Amen.