Proprium missae – Dominica XVIII post Pentecosten

INTROITUS
Eccli 36:18
Da pacem, Dómine, sustinéntibus te, ut prophétæ tui fidéles inveniántur: exáudi preces servi tui et plebis tuæ Israël
Ps 121:1
Lætátus sum in his, quæ dicta sunt mihi: in domum Dómini íbimus.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. AmenEccli 36:18
Da pacem, Dómine, sustinéntibus te, ut prophétæ tui fidéles inveniántur: exáudi preces servi tui et plebis tuæ Israël
O Herr, schenke Frieden denen, die auf Dich harren, auf daß man erkenne die Wahrhaftigkeit Deiner Propheten. Erhöre die Bitten Deines Knechtes und Deines Volkes Israel.

Wie freute ich mich, da man mir sagte: Wir ziehen zum Hause des Herrn.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

O Herr, schenke Frieden denen, die auf Dich harren, auf daß man erkenne die Wahrhaftigkeit Deiner Propheten. Erhöre die Bitten Deines Knechtes und Deines Volkes Israel.

GRADUALE
Ps 121:1; 121:7
Lætátus sum in his, quæ dicta sunt mihi: in domum Dómini íbimus.
V. Fiat pax in virtúte tua: et abundántia in túrribus tuis.
Wie freute ich mich, da man mir sagte: Wir ziehen zum Hause des Herrn.
V Friede sei in deiner Festung, Überfluß in deinen Türmen.

ALLELUIA
Allelúia, allelúia
Ps 101:16
Timébunt gentes nomen tuum, Dómine, et omnes reges terræ glóriam tuam. Allelúia.
Alleluja, alleluja.
Die Heiden werden Deinen Namen fürchten, Herr, und alle Könige der Erde Deine Herrlichkeit. Alleluja.

OFFERTORIUM
Exodi 24:4; 24:5
Sanctificávit Móyses altáre Dómino, ófferens super illud holocáusta et ímmolans víctimas: fecit sacrifícium vespertínum in odórem suavitátis Dómino Deo, in conspéctu filiórum Israël.
Moses weihte dem Herrn einen Altar; er brachte auf ihm Brandopfer dar und schlachtete Opfertiere. Gott dem Herrn zum Wohlgeruche feierte er das Abendopfer vor den Augen der Kinder Israels.

COMMUNIO
Ps 95:8-9
Tóllite hóstias, et introíte in átria eius: adoráte Dóminum in aula sancta eius.
Bringet die Opfergaben herbei und tretet ein in Seine Hallen; fallt nieder vor dem Herrn in Seinem Heiligtum.
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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Siebzehnter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des siebzehnten Sonntags nach Pfingsten

Mt 22, 34 – 46 Als die Pharisäer erfuhren, daß er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht habe, kamen sie zusammen. Und einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: „Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetze?“ Er antwortete ihm: „Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seeele und mit deinem ganzen Gemüte. Das ist das größte und erste Gebot. Das zweite ist diesem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ Als dann die Pharisäer beisammen waren, richtete Jesus an sie die Frage: „Was haltet ihr von Christus? Wessen Sohn ist er?“ Sie antworteten ihm: „Davids Sohn.“ Da sprach er zu ihnen: „Wie nennt ihn dann David im Geiste Herr, da er sagt: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache (Ps. 109, 1)? Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er dann sein Sohn?“ Darauf konnte ihm niemand Antwort geben. Und von dem Tage wagte niemand mehr, ihm eine Frage vorzulegen.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Johannes Chrysostomus.
Nachdem die Saddzuäer beschämt worden waren, treten wieder Pharisäer heran; und wo es richtiger gewesen wäre, ruhig zu bleiben, wollten sie einen Streit beginnen; und sie schicken einen, der sich als Gesetzeskundiger ausgab, vor, nicht in der Absicht, etwas zu lernen, sondern ihn auf die Probe zu stellen; und sie fragen also, welches das vornehmste Gebot im Bundesgesetze sei. Denn da das vornehmste das ist: Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben, waren sie der Meinung, daß er ihnen Anhaltspunkte herbeibringen würde zur Verbesserung dieses Gebotes durch irgend einen Zusatz, weil er sich als Gott ausgab, und stellen eine solche Frage. Was tut also Christus? Um zu zeigen, daß sie deshalb so weit vorgegangen seien, weil in ihnen nichs von der Liebe sei, sondern wei sie von neidischer Eifersucht verzehrt würden, sagt er: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben; das ist das erste und größte Gebot. Das zweite aber ist diesem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‟

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Wir bitten Dich, o Herr! verleih, das dein Volk allen Ansteckungen des Satans entkomme und Dir als dem einzigen Gott mit reinem Herzen zugethan sey! Amen.

Proprium missae – Dominica XVII post Pentecosten

INTROITUS
Ps 118:137; 118:124
Iustus es, Dómine, et rectum iudicium tuum: fac cum servo tuo secúndum misericórdiam tuam.
Ps 118:1
Beáti immaculáti in via: qui ámbulant in lege Dómini.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen
Ps 118:137; 118:124
Iustus es, Dómine, et rectum iudicium tuum: fac cum servo tuo secúndum misericórdiam tuam.
Gerecht bist Du, o Herr, und recht ist Dein Gericht; handle an Deinem Knecht nach Deiner Barmherzigkeit.
Selig, die Makellosen auf dem Lebenswege, die wandeln nach des Herrn Gesetz.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Gerecht bist Du, o Herr, und recht ist Dein Gericht; handle an Deinem Knecht nach Deiner Barmherzigkeit.

GRADUALE
Ps 32:12; 32:6
Beáta gens, cuius est Dóminus Deus eórum: pópulus, quem elégit Dóminus in hereditátem sibi.
V. Verbo Dómini coeli firmáti sunt: et spíritu oris eius omnis virtus eórum.
Selig das Volk, dessen Gott der Herr ist, das Volk, das Sich der Herr zum Eigentum erkoren! V Durch das Wort des Herrn sind die Himmel geschaffen, all ihre Sternenheere durch den Hauch Seines Mundes.

ALLELUIA
Allelúia, allelúia.
Ps 101:2
Dómine, exáudi oratiónem meam, et clamor meus ad te pervéniat. Allelúia.
Alleluja, alleluja.
V Herr, erhöre mein Gebet und laß mein Rufen zu Dir kommen. Alleluja.

OFFERTORIUM
Dan 9:17; 9:18; 9:19
Orávi Deum meum ego Dániel, dicens: Exáudi, Dómine, preces servi tui: illúmina fáciem tuam super sanctuárium tuum: et propítius inténde pópulum istum, super quem invocátum est nomen tuum, Deus.
Ich, Daniel, betete zu meinem Gott und sprach: «Erhöre, Herr, die Bitten Deines Knechtes; laß über Deinem Heiligtum Dein Antlitz leuchten; schau gnädig auf dies Volk hier, über das Dein Name angerufen ist, o Gott.»

COMMUNIO
Ps 75:12-13
Vovéte et réddite Dómino, Deo vestro, omnes, qui in circúitu eius affértis múnera: terríbili, et ei qui aufert spíritum príncipum: terríbili apud omnes reges terræ.
Weihet dem Herrn, eurem Gotte, Gelübde und erfüllet sie; ihr alle ringsum, bringet Gaben herbei für Ihn, den Gewaltigen, für Ihn, der den Trotz der Fürsten zerbricht, für Ihn, der alle Erdenkönige mit Furcht erfüllt.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Sechzehnter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des sechzehnten Sonntags nach Pfingsten

Lk 14, 1 – 11 Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines vornehmen Pharisäers ging, um zu speisen, gaben sie genau auf ihn acht. Und siehe, vor ihm war ein Mann, der die Wassersucht hatte. Jesus fragte die Gesetzeslehrer und Pharisäer: „Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen oder nicht?“ Sie schwiegen. Da faßte er ihn an, heilte ihn und hieß ihn von dannen gehen. Dann sprach er zu ihnen: „Einem von euch fällt sein Sohn oder Ochs in eine Grube. Zieht er ihn nicht sofort heraus, auch an einem Sabbat?“ Darauf konnten sie ihm nichts erwidern. Da er bemerkte, wie die Geladenen die ersten Plätze auswählten, trug er ihnen folgendes Gleichnis vor: „Wenn du zu einer Hochzeit geladen bist, so setze dich nicht an den ersten Platz. Es könnte ein Vornehmerer als du geladen sein, und dein und sein Gastgeber könnten kommen und zu dir sagen: „Mach diesem Platz.“ Dann müsstest du beschämt den letzten Platz einnehmen. Wenn du geladen bist, so geh und setz dich lieber an den letzten Platz. Dann mag dein Gastgeber kommen und zu dir sagen: Freund, rücke höher hinauf! Das wird dir zur Ehre gereichen vor allen, die mit dir zu Tische sitzen; denn jeder, der sich erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich erniedrigt, wird erhöht werden.“

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom Heiligen Bischof Ambrosius
Buch 7 über Lukas 14.
Es wird ein Wassersüchtiger geheilt, in dem der zu reichlich aus dem Leibe fließende Stoff die Tätigkeit der Seele erschwerte, das Glühen des Geistes zum Erlöschen brachte. Daraufhin wird gelehrt, daß man demütig sein soll, indem bei jenem Hochzeitsmahl von dem Streben nach einem höheren Platze abgeraten wird; doch in sanftmütiger Weise,  damit die Überzeugung von der freundlichen Absicht eine Härte in der Zurechtweisung als ausgeschlossen ansähe, die Art und Weise selbst zum Wecken der Überzeugung beitrüge und die Zurechtweisung die Gesinnnung umwaldelte. Dieser Belehrung wird gleichsam wie auf der nächsten Schwelle die Mahnung zur Menschenfreundlichkeit angefügt; diese wird aber nach der Erklärung, die der Herr in seinem Ausspruche gibt, als solche hervorgehoben, wenn sie gegen Arme und Gebrechliche geübt wird; denn gastrfreundlich zu sein gegen solche, die diese belohnen sollen, ist eine Habsuchtsgesinnung.
V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Wir bitten Dich, o Herr! daß deine Gnade uns immer zuvorkomme und begleite, damit wir nie aufhören, Gutes zu wünschen und zu thun! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Fünfzehnter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des fünfzehnten Sonntags nach Pfingsten

Lk 7, 11 – 16 Darauf ging Jesus in eine Stadt mit Namen Naim. Viele seiner Jünger und zahlreiches Volk zog mit ihm. Als er in die Nähe des Stadtores kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, den einzigen Sohn seiner Mutter, und diese war Witwe. Viel Volk aus der Stadt ging mit ihr. Als der Herr sie sah, ward er von Mitleid mit ihr ergriffen und sprach zu ihr: „Weine nicht!“ Dann trat er hinzu und rührte die Bahre an. Die Träger blieben stehen. Und er sprach: „Jüngling, ich sage dir, steh auf!“ Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen. Und er gab ihn seiner Mutter. Furcht ergriff alle. Sie priesen Gott und sagten: „Ein großer Prophet ist unter uns aufgestanden; Gott hat sein Volk heimgesucht.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Augustin.
Pred. 44 über die Worte des Herrn
Über die Auferweckung jenes Jünglings freute sich die verwitwete Mutter; über die geistiger Weise täglich zum Leben erweckten Menschen freut sich die Mutter Kirche. Jener war leiblich gestorben, diese sind es der Seele nach. Bei jenem wurde der sichtbare Tod sichtbar beweint; bei diese wurde der unsichtbare Tod gar nicht beachtet und gar nicht gesehen. Jener hat darauf geachtet, der die Toten kannte. Jener allein kannte die Toten, der die Macht hatte, sie lebendig zu machen. Wenn er nämlich nicht zur Auferweckung der Toten gekommen wäre, würde der Apostel nicht sagen: „Steh auf, du Schläfer, und erhebe dich vom Tode, auf dass dich Christus umstrahle.“
V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Herr! reinige deine Kirche, und schütze sie durch deine fortdauernde Erbarmung! und weil sie ohne Dich nicht bestehen kann, so laß sie stets unter deinem Schutze regieret werden! Amen.

Proprium missae – Dominica XV post Pentecosten

INTROITUS
Ps 85:1; 85:2-3
Inclína, Dómine, aurem tuam ad me, et exáudi me: salvum fac servum tuum, Deus meus, sperántem in te: miserére mihi, Dómine, quóniam ad te clamávi tota die.
Ps 85:4
Lætífica ánimam servi tui: quia ad te, Dómine, ánimam meam levávi.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen
Ps 85:1; 85:2-3
Inclína, Dómine, aurem tuam ad me, et exáudi me: salvum fac servum tuum, Deus meus, sperántem in te: miserére mihi, Dómine, quóniam ad te clamávi tota die.
Herr, neige Dein Ohr zu mir und erhöre mich, errette Deinen Diener, der auf Dich hoffet, mein Gott. Erbarm Dich meiner, o Herr, ich rufe zu Dir den ganzen Tag.

Mach froh die Seele Deines Knechtes; denn zu Dir, o Herr, erhebe ich meine Seele.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Herr, neige Dein Ohr zu mir und erhöre mich, errette Deinen Diener, der auf Dich hoffet, mein Gott. Erbarm Dich meiner, o Herr, ich rufe zu Dir den ganzen Tag.

GRADUALE
Ps 91:2-3
Bonum est confitéri Dómino: et psallere nómini tuo, Altíssime.
V. Ad annuntiándum mane misericórdiam tuam, et veritátem tuam per noctem.
Gut ist’s, den Herrn zu preisen, und Deines Namens Lob zu singen, Allerhöchster.
V Schon früh am Morgen Dein Erbarmen zu verkünden und Deine Treue in der Nacht.

ALLELUIA
Allelúia, allelúia
Ps 94:3
Quóniam Deus magnus Dóminus, et Rex magnus super omnem terram. Allelúia.
Alleluja, alleluja.
Fürwahr, der Herr ist der große Gott, der große König über alle Welt. Alleluja.

OFFERTORIUM
Ps 39:2; 39:3; 39:4
Exspéctans exspectávi Dóminum, et respéxit me: et exaudívit deprecatiónem meam: et immísit in os meum cánticum novum, hymnum Deo nostro.
Voll Sehnsucht harrte ich des Herrn; Er sah auf mich und Er erhörte meine Bitte; Er gab ein neues Lied mir in den Mund, ein Jubellied für unsern Gott.

COMMUNIO
Ioann 6:52
Panis, quem ego dédero, caro mea est pro saeculi vita.
«Das Brot, das Ich gebe, ist Mein Fleisch für das Leben der Welt.»

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 14. Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des vierzehnten Sonntags nach Pfingsten

Mt 6, 24 – 33 Niemand kan zwei Herren dienen. Entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. So sage ich euch denn, seid nicht ängstlich besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist denn das Leben nicht mehr als die Nahrung und der Leib nicht mehr als die Kleidung? Betrachtet die Vögel des Himmels! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen: euer himmlicher Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr als sie? Wer von euch kann mit seinen Sorgen seinem Leben auch nur eine Elle zusetzen? Und was seid ihr so ängstlich besorgt um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes! Wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht und spinnen nicht; und doch sage ich euch, selbst Salomon in all seiner Pracht war nicht so gekleidet wie eine einzige von ihnen. Wenn nun Gott das Gras, das heute auf dem Felde steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wieviel mehr euch Kleinmütige! Seid also nicht ängstlich besorgt und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Womit sollen wir uns bekleiden? Um all das sorgen sich die Heiden. Euer himmlischer Vater weiß ja, daß ihr dies alles nötig habt. Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugegeben werden.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Augustin.
Buch 2 über die Bergpredigt, Kap. 14.
„Niemand kann zwei zu Herren haben.“ Auf dieselbe Absicht ist auch das zu beziehen, was er im folgenden erklärt: „Denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich dem einen fügen und den anderen gar nicht beachten.“ Diese Worte sind genau zu beachten; denn wer die zwei Herren sind, zeigt er gleich darauf, wenn er sagt: „Ihr könnt nicht Gott zum Herrn haben und den Mammon.“ Mammon soll bei den Hebräern der große Besitz genannt werden; dazu passt auch das phönizische Wort: denn Gewinn wird im Phönizischen Mammon genannt.
V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Wir bitten Dich, o Herr, sey stets ein gnädiger Beschützer deiner Kirche! und weil ohne deine Hilfe der schwache Sterbliche fällt, so zieh ihn durch deinen Beistand von dem zurück, was ihm schädlich ist, und führe ihn zu dem hin, was ihm heilsam ist! Amen.