Tradition und Glauben

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Fronleichnam

Evangelium des Heil. Fronleichnansfestes Joh 6, 56 – 59 Jesus sprach: „Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich der Vater gesandt hat und ich durch den Vater lebe, so wird auch der, der mich ißt, durch micht leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, nicht wie das (Manna), das eure Väter gegessen haben, die gestorben sind. Wer dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustin. Da die Menschen beim Essen und Trinken die Absicht haben, daß sie weder Hunger noch Durst leiden, so hat diesen Erfolg im wahren Sinne einzig jene Speise und jener Trank, die diejenigen, von denen er genossen wird, unsterblich und unverweslich macht. Und das ist die Gemeinschaft der Heiligen selbst, in der ein voller und einseitiger Friede und Eintracht herrschen wird. Dabei hat, wie es auch schon vor uns die Gottesmänner beachtet haben, Jesus Christus, unser Herr, seinen Leib und sein Blut unter solchen Dingen angeboten, die aus vielen Bestandteilen in einer Einheit zusammengebracht werden; denn das eine wird aus vielen Körnern zu einer Einheit hergestellt, das andere fließt aus vielen Beeren zu einer Einheit zusammen. Alsdann erklärt er, wie das geschehen soll, wovon er spricht, und was das heißt, seinen Leib zur Speise und sein Blut zum Trank zu haben. „Wer meinen Leib zur Speise und mein Blut zum Tranke hat, der bleibt in mir, und in dem bleibe ich.“ Das heißt also: jenes Brot zur Speise und jenes Blut zum Tranke zu haben, in Christus bleiben und ihn als Bleibenden in sich haben. Und infolgedessen hat derjenige, der nicht in Christus bleibt und in dem nicht Christus bleibt, zweifellos keine geistigen Genuß seines Leibes und keinen geistigen Trank seines Blutes, auch wenn er leiblich und sichtbar mit den Zähnen die heilige Hülle des Leibes und Blutes Jesu Christi drückt; vielmehr nimmt er das Essen und Trinken eines so großen Heiligtums vor zur Verurteilung seiner selbst, weil er als Unreiner es wagt, zu den Sakramenten Christi hinzuzutreten, die keiner würdig empfängt, der nicht so rein ist, daß von ihm gesagt werden kann: „Selig sind, die ein reines Herz haben; denn sie werden sich an Gott laben.“ V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott! der Du unter dem wunderbaren Geheimnisse das Gedächtniß deines Leidens hinterlassen hast; wir bitten Dich, verleihe, daß wir die hochheiligen Geheimnisse deines Leibes und Blutes also verehren, daß wir die Frucht deiner Erlösung in uns jederzeit erfahren mögen! Amen....

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Instrumentum laboris zur Amazonas-Synode oder der bergoglianische Neusprech (2 von 5)

Amazonas, warum nur Amazonas? Wenn man sich die Zeit so ab 1960 bis 2019 betrachtet und endlich die Struktur und die Strategie der Kirchenzerstörung entdeckt hat, so kommt man wirklich nicht umhin die diabolische Intelligenz, die dahinter steckt zu bewundern. Es dauert zwar etwas länger aus dem Kaninchenloch zu herauszukommen oder zu sehen, wie tief das Kaninchenloch reicht, wenn man es aber einmal gesehen hat, so kann man es nicht ungesehen und ungeschehen machen. Sollten Sie mit eigenen Augen sehen, wie Ihre Ehefrau Sie betrügt, dann können Sie sich nur einreden einer Halluzination zu erliegen oder das Geschehene und seine Konsequenzen akzeptieren. DSDZ las einmal den Bericht eines Mannes, der nach einer längeren Zeit es lernte im Wald Spuren zu lesen. Dort, wo untrainierte Menschen nur Laub und Blätter sehen, entdeckte er die Spuren eines schwangeren Eichhörnchens oder eines jungen Rehs. Es war ihm als würde er im Wald wie in einem Buch lesen und er kann jetzt niemals einen Wald begehen, ohne darin zu lesen. Die Entdeckung des Niedergangs der Kirche ist eine weniger erbauliche Angelegenheit. Es ist also würde man mit einem Röntgenblick oder eher MRT-Blick die Störungen der Gehirnstruktur, die Metastasen und die Zersetzung eines Körpers sehen, welche andere noch für gesund halten. Wie auch immer, die diabolische Intelligenz dieser Zerstörung der Kirche ist irgendwie faszinierend. Was will man tun? Man will den Ausfluss der göttlichen Gnade für die Welt unterbinden. Wodurch? Durch die Zerstörung des katholischen Priestertums. Wodurch konkret? Durch die Aufhebung des Zölibats. Gibt es denn auch nicht-zölibatäre katholische Priester? Nein, die hat es niemals gegeben. Zölibatsgesetzgebung der Kirche Fangen wir mit dem letzten Punkt an. Es stimmt zwar, dass wohl alle Apostel, außer Johannes, verheiratet gewesen sind, bevor sie Jesus nachfolgten. Als sie aber seine Jünger wurden, so haben sie ab diesem Zeitpunkt keusch gelebt. Dies bedeutet sie hatten keinen Sex mit ihren Ehefrauen, die ihnen nicht nachzogen, weder vor der Himmelfahrt Christi noch danach, da sie gleich in alle Welt zogen, um das Evangelium zu verkünden. Weder die Evangelien selbst, noch die neutestamentarischen Schriften, noch die Schriften der Häretiker oder Heiden berichten vom Familien- und Sexleben der Zwölf Apostel. Dies waren also die ersten Priester: zölibatär und keusch. Wie wir bereits schrieben, wurden in den ersten Jahrhunderten zwar verheiratete Männer zu Priestern geweiht, weil es kaum unverheiratete gab, aber seit ihrer Weihe durften sie nicht mehr die Ehe gebrauchen, also im Klartext keinen Sex mit ihrer Angetrauten haben. Diejenigen, die es dennoch taten, wurden aus dem Klerikerstand ausgeschlossen, wie die Kanones des Konzils von Elvira bestimmen: „Kanon 33: Man stimmt in dem vollkommenen Verbot über ein, dass viele Bischöfe, Priester, Diakone, d.h. für alle Kleriker, die im Altardienst stehen, gilt, dass sie sich ihrer Ehefrauen enthalten und keine Kinder zeugen; wer aber solches getan hat, soll aus dem Klerikerstand ausgeschlossen werden.“[1] Auch die spätere kirchliche Gesetzgebung, wie der Codex Canonum Ecclesiae Africanae (um. 390), stellt dasselbe fest: „[Es] ist angebracht, dass die Heiligen Vorsteher und Priester Gottes sowie die Leviten oder alle, die den göttlichen Sakramenten dienen, in allem enthaltsam sind, damit sie das, was sie in aller Schlichtheit vom Herrn erbeten, erlangen können; damit so, was die Apostel gelehrt haben und was ein alter Brauch bewahrt hat, auch wir behüten. […] Wir alle sind uns darüber einig, dass Bischof, Priester und Diakon,...

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Proprium missae – Fronleichnamsfest – Festum Sanctissimi Corporis Christi

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS Ps 80:17 Cibávit eos ex ádipe fruménti, allelúia: et de petra, melle saturávit eos, allelúia, allelúia, allelúia.Ps 80:2 Exsultáte Deo, adiutóri nostro: iubiláte Deo Iacob. V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto. R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen Ps 80:17 Cibávit eos ex ádipe fruménti, allelúia: et de petra, melle saturávit eos, allelúia, allelúia, allelúia. Mit bestem Weizen nährt Er sie, alleluja, und sättigt sie mit Honig aus dem Felsen, alleluja, alleluja, alleluja. Gott, unserem Helfer, jauchzet zu, jubelt entgegen dem Gotte Jakobs. V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. R Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen Mit bestem Weizen nährt Er sie, alleluja, und sättigt sie mit Honig aus dem Felsen, alleluja, alleluja, alleluja. GRADUALE Ps 144:15-16 Oculi ómnium in te sperant, Dómine: et tu das illis escam in témpore opportúno, V. Aperis tu manum tuam: et imples omne animal benedictióne. Aller Augen warten auf Dich, o Herr, und Du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit. V Du öffnest Deine milde Hand und füllest alles, was da lebt, mit Segen. ALLELUIA Allelúia, allelúia, Ioannes 6:56-57 Caro mea vere est cibus, et sanguis meus vere est potus: qui mandúcat meam carnem et bibit meum sánguinem, in me manet et ego in eo. Alleluia. Alleluja, alleluja. V Mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und Mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, der bleibt in Mir und Ich in ihm. Alleluja SEQUENTIA Lauda, Sion, Salvatórem, lauda ducem et pastórem in hymnis et cánticis.Quantum potes, tantum aude: quia maior omni laude, nec laudáre súfficis. Laudis thema speciális, panis vivus et vitális hódie propónitur. Quem in sacræ mensa cenæ turbæ fratrum duodénæ datum non ambígitur. Sit laus plena, sit sonóra, sit iucúnda, sit decóra mentis iubilátio. Dies enim sollémnis agitur, in qua mensæ prima recólitur huius institútio. In hac mensa novi Regis, novum Pascha novæ legis Phase vetus términat. Vetustátem nóvitas, umbram fugat véritas, noctem lux elíminat. Quod in cœna Christus gessit, faciéndum hoc expréssit in sui memóriam. Docti sacris institútis, panem, vinum in salútis consecrámus hóstiam. Dogma datur Christiánis, quod in carnem transit panis et vinum in sánguinem. Quod non capis, quod non vides, animosa fírmat fides, præter rerum órdinem. Sub divérsis speciébus, signis tantum, et non rebus, latent res exímiæ. Caro cibus, sanguis potus: manet tamen Christus totus sub utráque spécie. A suménte non concísus, non confráctus, non divísus: ínteger accípitur. Sumit unus, sumunt mille: quantum isti, tantum ille: nec sumptus consúmitur. Sumunt boni, sumunt mali sorte tamen inæquáli, vitæ vel intéritus. Mors est malis, vita bonis: vide, paris sumptiónis quam sit dispar éxitus. Fracto demum sacraménto, ne vacílles, sed meménto, tantum esse sub fragménto, quantum toto tégitur. Nulla rei fit scissúra: signi tantum fit fractúra: qua nec status nec statúra signáti minúitur. Ecce panis Angelórum, factus cibus viatórum: vere panis filiórum, non mitténdus cánibus. In figúris præsignátur, cum Isaac immolátur: agnus paschæ deputátur: datur manna pátribus. Bone pastor, panis vere, Iesu, nostri miserére: tu nos pasce, nos tuére: tu nos bona fac vidére in terra vivéntium. Tu, qui cuncta scis et vales: qui nos pascis hic mortáles: tuos ibi commensáles, coherédes et sodáles fac sanctórum cívium.

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Der Wille Gottes Teil 3

II. Man muss mit dem Willen Gottes übereinstimmen, sowohl im Guten als auch im Schlechten Beispiele der Heiligen   Und um dies zu erreichen, müssen wir die Hilfe unserer heiligen Patrone, unserer Schutzengel und vor allem die Hilfe der Gottesmutter anflehen; denn sie war die vollkommenste unter allen Heiligen und zwar aus dem Grunde, weil sie immer und mit einer unvergleichlichen Vollkommenheit den Willen Gottes umfaßt hat. Die Schwierigkeit liegt darin, daß man in allen Schwierigkeiten den Willen Gottes gut annimmt, ob diese Ereignisse unseren natürlichen Wünschen entsprechen oder ob sie ihnen entgegengesetzt sind. In den glücklichen Ereignissen können es selbst Sünder fertigbringen, keinen anderen Willen zu haben als den Willen Gottes. Die Heiligen aber bringen dies fertig (keinen anderen Willen zu haben als den Willen Gottes) gleichermaßen auch in jenen Dingen, die sich uns widersetzen und unserer Eigenliebe mißfallen. Und gerade darin kann man die Vollkommenheit unserer Liebe zu Gott erkennen. Gemäß einem Wort des sel. Johannes von Avila „hat ein einziges ,Gott sei gepriesen‘, in Widerwärtigkeiten ausgesprochen, mehr Wert als tausend Danksagungen in den Stunden, wo uns alles gelingt.“ Übrigens müssen wir unseren Willen mit dem göttlichen Willen nicht nur in den Widerwärtigkeiten vereinen, die uns direkt von Gott her kommen, wie z.B. Krankheiten, geistliche Trostlosigkeit, Armut, Trauerfälle und andere ähnliche Dinge; sondern auch in den Übeln, die uns von den Menschen her zukommen wie z. B. Verachtung, Verleumdung, Ungerechtigkeiten, Diebstahl und schlechtes Vorgehen aller Art. Hierbei muß man verstehen, daß Gott nicht die Sünde dessen will, der unserem Ruf schadet, unserer Ehre, unseren Gütern; Gott will aber unsere Verdemütigung, unsere Armut, unsere Abtötung. Es ist gewiß, daß alles, was in der Welt geschieht, nur geschieht durch den Willen Gottes (= der Zulassung Gottes). „Ich bin der Herr, Ich forme das Licht und Ich schaffe die Finsternis; Ich bringe den Frieden und schaffe die Übel“ (Is 45, 6 7). Von Gott kommt alles Gute und kommen alle Übel; die Übel, d. h. die Dinge, die uns widerwärtig sind, und die wir Übel nennen — aber zu Unrecht — denn in Wirklichkeit sind es für uns Güter, wenn wir sie aus der Hand Gottes annehmen. „Gibt es ein Übel in der Stadt, ohne daß der Herr es hervorgebracht?“ fragt der Prophet Amos. Und der Weise hat es schon vor ihm gesagt: „Die Güter und die Übel, das Leben und der Tod kommen von Gott“ (Weish 11, 14). Es ist wahr, wie ich es schon gesagt habe, daß, wenn ein Mensch uns ungerecht angreift, Gott nicht die Sünde will, die dieser begeht, und daß Gott Seine Mithilfe nicht zur Bosheit Seines Willens leiht. Aber Gott wirkt mit durch Seine allgemeine Mitwirkung an der materiellen Handlung dessen, der euch schlägt, euch bestiehlt, euch Unrecht tut; und dabei ist dies gewiß so, daß Er will, daß ihr Unrecht erleidet und daß Seine Hand es euch schickt. So erklärte der Herr David, daß Er (materiell) der Urheber der Beleidigungen war, mit denen Absalom ihn beleidigen wollte — dieser ging sogar so weit, sein Haus unter seinen Augen zu entehren — und dies zur Strafe für die Sünden Davids. Ebenso kündigte Gott den Israeliten an, daß Er ihnen, zur Strafe ihrer Bosheiten, die Assyrer schicken würde, um sie auszuplündern und sie zu ruinieren: „Assur ist die Zuchtrute Meines Zornes.“ „Die Grausamkeit der Assyrer war“, gemäß...

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Instrumentum laboris zur Amazonas-Synode oder der bergoglianische Neusprech (1 von 5)

Der nachkonziliare Neusprech DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) ist ein Kind des Kommunismus und er erinnert sich noch gut an den kommunistischen Neusprech, den er in der der Parteipresse (es gab keine andere) oder bei den übertragenen Parteitagen hörte. Ja, es sind Kindheitserinnerungen aus der Heimat. Er fand es schon damals komisch und unnatürlich, nahm aber an, dass manche Erwachsene halt so sprechen, wenn es amtlich wird. Für alle, die den Begriff „Neusprech“ (Newspeak) nicht kennen, sei hier erwähnt, dass es sich um einen Begriff aus dem Roman „1984“ von George Orwell handelt, der darin einen totalitären Staat darstellt. Eine Internetquelle stellt Neusprech gekonnt wie folgt dar: Der Ausdruck Neusprech (englisch: Newspeak, in älteren Versionen als Neusprache übersetzt) bezeichnet eine Sprache, die aus politischen Gründen künstlich modifiziert wurde. Neusprech ist die eingeführte Amtssprache. Neusprech ist in drei Teile gegliedert. Teil A umfasst die Alltags­sprache, die von jeder politischen und ideologischen Bedeutung frei sein sollte. Teil B stellt das unabdingbare Minimum des ideologischen und politischen Wortschatzes dar. Teil C ist mit Abstand der umfangreichste und beinhaltet die technischen und wissenschaftlichen Fachausdrücke. Sie soll nach und nach die Alltagssprache (Altsprech) verdrängen und dient dazu, den Wortschatz zu reduzieren und so abgestuftes und schattiertes Denken zu unterbinden. Das zeigt der Satz „Altdenker unintusfühl Engsoz“ im Kommentar der Parteizeitung in Neusprech. Die bestmögliche Übersetzung in Altsprech lautet: „Derjenige, dessen Weltanschauung sich vor der Revolution geformt hat, kann die Prinzipien des Englischen Sozialismus niemals in seiner letzten Tiefe erfühlen und verstehen.“ Über den kommunistischen Neusprech, der viel länger als der Nazi-Neusprech dauerte, sind Unmengen an Tinte vergossen worden. Man stellte natürlich fest, dass Menschen, die im Exil lebten: Exilrussen, Exilrumänen, Exilungarn etc. eine ganz andere Sprache sprachen also ihre Landleute in der Heimat, da die Exilsprache von Neusprech frei war. DSDZ lebte eine lange Zeit außerhalb von Deutschland, sodass sich sein Deutsch, da weitgehend unbenutzt, nicht so weiterentwickelte als ob er in Deutschland gelebt hätte. Dies betraf, so dachte er, die Bildungssprache als die Alltagssprache. In der Anfangszeit als DSDZ wieder in Deutschland lebte, dachte er, dass sein Deutsch zu schlecht sei, weil seine Ausdrucksweise, insbesondere im theologischen Bereich, ganz anders als die seiner deutschen Mittheologen war. DSDZ brauchte eine längere Zeit, um dahinter zu kommen, dass die Mittheologen lediglich ein theologisches Neussprech sprachen, wie er unter der Schirmherrschaft der DBK gepflegt und verbreitet wird, welcher eine unkatholische Ideologie widerspiegelt. Nehmen wir hier ein x-beliebiges Dokument der DBK als Beispiel, das nämlich zum „synodalen Weg“. Einer seiner Fragmente lautet wie folgt: Deshalb wurde in Lingen ein Synodaler Weg beschlossen. Man war überzeugt: Die Kirche braucht ein synodales Voranschreiten. Papst Franziskus empfiehlt es. Auch die Kirche in Deutschland fängt dabei nicht am Nullpunkt an. Die „Gemeinsame Synode der Bistümer der Bundesrepublik Deutschland“ („Würzburger Synode“, 1971 bis 1975), die „Pastoralsynode der Katholischen Kirche in der DDR“ (1973 – 1975) und auch der Gesprächsprozess der vergangenen Jahre haben den Boden bereitet, auch für viele Herausforderungen von heute. Kardinal Reinhard Marx erklärte in der Abschluss-Pressekonferenz der Lingener Vollversammlung, dass man beschlossen habe, „einen verbindlichen synodalen Weg als Kirche in Deutschland zu gehen, der eine strukturierte Debatte ermöglicht und in einem verabredeten Zeitraum stattfindet und zwar gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Wir werden Formate für offene Debatten schaffen und uns an Verfahren binden, die eine verantwortliche Teilhabe von Frauen und Männern aus unseren Bistümern ermöglichen.

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Zwei Kardinäle und drei Bischöfe: Erläuternde Bemerkung zur Erklärung der Wahrheiten

Abei die erläuternde Bemerkung der zwei Kardinäle und drei Bischöfe, wie wir sie auf gloria.tv gefunden haben, denn man kann wirklich nicht sagen, dass dieser Text in den offiziellen katholischen Medien wirklich verbreitet wird, obgleich er sich überraschenderweise auch auf kath.net  wiederfindet. Wahrscheinlich ist er aber zu theologisch und zu lang, um wirklich rezipiert zu werden. Was sagt er aus? Er sagt, dass die Hierarchie versagt hat und zitiert den hl.Gregor den Großen: Die Menschen, die unserer Sorge anvertraut sind, verlassen Gott und wir schweigen. Sie leben in Sünde, und wir strecken nicht unsere Hand aus, um sie zu korrigieren.“ (In Ev. hom. 17, 3.14). Das ist wohl wahr, aber ohne eine direkte Schuldzuweisung sprich: „Papst“ Franziskus, der jetzige Vatikan mit Amoris Laetitia, bleiben die Vorwürfe im Raum stehen, da man nicht weiß, wem man „eine nahezu allumfassende lehramtliche Verwirrung und Desorientierung“ zu verdanken hat, sowie „eine verbreitete Lethargie in der Ausübung des Lehramtes auf unterschiedlichen Ebenen der kirchlichen Hierarchie“. Das heißt in Klartext: Bergoglio verbreitet Häresien, Keiner stellt sich ihm entgegen und verurteilt ihn auch die zwei Kardinäle und die drei Bischöfe nicht. Dies bedeutet, dass das Gift der Häresie aus der bergoglianischen Quelle weiterhin in die Flüsse, Seen und das Meer sickern und die Verdammnis vieler Seelen nach sich ziehen wird, da diejenigen, welche die Aufgaben haben den Antipapst der Häresie anzuklagen und abzusetzen es nicht tun, sondern bestimmte Täuschbewegungen vorführen. Die Intention ist sicherlich ehrenwert, aber es gibt keine richtige Umsetzung. Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach; sonst betrügt ihr euch selbst. (estote autem factores verbi et non auditores tantum fallentes vosmet ipsos) (Jak 1,22) Die Vulgatafassung sagt wörtlich: „Seid Täter des Wortes und nicht nur Zuhörer“. Man könnte von einem Umsetzer des Wortes reden und das tun die zwei Kardinäle und drei Bischöfe nicht. Sie schreiben Richtiges, sie protestieren versteckt, aber sie tun leider nichts. Da wir nichtsdestotrotz jeden Strohhalm der katholischen Lehre unserer Bischöfe dankbar aufgreifen, so publizieren wir hier kommentiert diesen Text.  Erläuternde Bemerkung zur „Erklärung der Wahrheiten in Bezug auf einige der häufigsten Irrtümer im Leben der Kirche unserer Zeit“ Die Kirche in unserer Zeit erlebt eine der größten geistigen Epidemien, d.h. eine nahezu allumfassende lehramtliche Verwirrung und Desorientierung, die sich als eine ernsthaft ansteckende Gefahr für die geistige Gesundheit und das ewige Heil vieler Seelen erweist. Gleichzeitig muss man eine verbreitete Lethargie in der Ausübung des Lehramtes auf unterschiedlichen Ebenen der kirchlichen Hierarchie unserer Tage feststellen. Dies ist hauptsächlich durch die Nichteinhaltung der apostolischen Pflicht verursacht – wie es auch das Zweite Vatikanische Konzil in Erinnerung gerufen hat -, dass nämlich die Bischöfe „die ihrer Herde drohenden Irrtümer wachsam fernhalten“ sollen (Lumen gentium, 25). Unsere Zeit ist gekennzeichnet durch einen akuten geistigen Hunger der katholischen Gläubigen auf der ganzen Welt nach der Bekräftigung jener Wahrheiten, die vernebelt, untergraben und durch einige der gefährlichsten Irrtümer unserer Zeit geleugnet werden. Die Gläubigen, die diesen geistigen Hunger erleiden, fühlen sich im Stich gelassen und befinden sich deshalb in einer Art existenzieller Peripherie. Eine solche Situation erfordert dringend Abhilfe. Eine öffentliche Erklärung der Wahrheiten, die sich auf diese Fehler beziehen, duldet keinen weiteren Aufschub. Deshalb erinnern wir uns an die folgenden zeitlosen Worte des heiligen Papstes Gregor des Großen: „Unsere Zunge soll im Ermahnen nicht müde werden, dass nicht, nachdem wir das Amt der...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Allerheiligste Dreifaltigkeit

Evangelium des Festes der Hl. Dreifaltigkeit (zugleich 1. Sonntags nach Pfingsten) Mt 28, 18 – 20 Jesus trat auf seine Jünger zu und sprach zu ihnen: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und lehret alle Völker: Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe. Seht, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Gregor von Nazianz. Wer von den Katholiken ist in Unkenntnis, daß der Vater in Wahrheit Vater, der Sohn in Wahrheit Sohn und der Heilige Geist in Wahrheit Heiliger Geist ist, wie der Herr selbst zu seinen Aposteln sagt: „Geht hin und taufet alle Völker im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes?“ Das ist die vollkommene Dreifaltigkeit, die in der Einheit besteht, die wir als eine Wesenheit bekennen. Denn wir nehmen nicht entsprechend dem Verhältnis bei den Körpern eine Teilung in Gott vor, sondern wir glauben, daß gemäß der Macht der göttlichen Natur, die keinen Stoff an sich hat, auch die verschiedene Namen tragenden Personen ein Dasein haben und bezeugen, daß in der göttlichen Wesenheit eine Einheit ist. Auch sagen wir nicht vom Sohne, daß es in ihm eine Ausdehnung eines Teiles von einem Teile gibt, wie einige gemeint haben; auch halten wir ihn nicht für ein Wort ohne Wirklichkeit, wie den Schall von etwas Gesprochenem, sondern wir glauben, daß die drei Namensträger und die drei Personen eine Wesenheit, eine Majestät, eine Macht sind. Und deshalb bekennen wir einen Gott, weil die Einheit der Majestät uns hindert, mit einem Vielheitsworte von Göttern zu reden. Außerdem nennen wir im katholischen Sinne den Vater und den Sohn; von zwei Göttern aber können und dürfen wir nicht reden. Nicht etwa, als ob der Sohn Gottes nicht Gott wäre, da er doch wahrer Gott vom wahren Gott ist; sondern weil wir wissen, daß der Gottessohn nicht von anderswo, als von dem einen Vater selbst stammt, deshalb reden wir von einem Gott. Das haben nämlich die Propheten, das haben die Apostel überliefert; das hat der Herr selbst gelehrt, wenn er sagt: Ich und der Vater sind eins. Das „eins“ bezieht er, wie ich gesagt habe, auf die Einheit des göttlichen Wesens, durch das „wir sind“ weist er auf die Personen hin. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Allmächtiger, ewiger Gott! Der Du uns, deinen Dienern, die Gnade verliehen hast, die Herrlichkeit der heiligen Dreieinigkeit im Bekenntniße des wahren Glaubens zu erkennen und in der Macht der Herrlichkeit die Einigkeit anzubeten: wir bitten Dich, daß wir Kraft dieses Glaubens von allen Widerwärtigkeiten allzeit geschützt werden, durch Christus unsern Herrn. Amen. Kirchengebet (für den 1ten Sonntag nach Pfingsten.) Gott, du Stärke derer, die auf Dich hoffen, sey gnädig unsern Bitten! und weil ohne Dich die sterbliche Schwäche nichts vermag, sende die Hilfe deiner Gnade, daß wir in Ausübung deiner Gebote Dir durch Gesinnung und Handlung gefallen! Amen....

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Rückkehr der Bischofsperlen oder Bischof Wilmer und die Logik

Wir haben vor einiger Zeit unsere populäre Reihe die Bischofsperlen aufgegeben, weil man sie unendlich fortsetzen könnte und das Nachtreten in diesem Falle wirklich zu einfach ist. Ferner wollen wir unsere Leser aufmuntern und nicht zur Verzweiflung bringen. Außerdem verbietet es sich über die Behinderungen der Mitmenschen intellektueller, spiritueller oder moralischer Natur zu lachen. Sicherlich können wir sagen, dass die Mitglieder der DBK wirklich alles verwirkt haben: Autorität,  Respekt, geistliche Würde, indem sie sich entschieden den synodalen Schismaweg zu gegen, samt Kommunion für Ehebrecher und Protestanten und mit einer Homo-Segnung, einem Anliegen von Bischof Bode, die um die Ecke lugt. Interessanterweise glauben wir fest daran, dass im Falle eines nächsten ultraorthodoxen Pontifikats eines „Pius XIII“ mit Alter Messe, Scholastik und Brimborium und Co., fast alle deutschen Bischöfe wieder „konservativ“ werden würden. Da sie keine Ansichten haben, so können sie diese schnell ändern, was die Wandlungen vom „konservativen“ Saulus zu ‚liberalen“ Paulus erklärt, welche die ehemals konservativ-johanneo-paulinischen Bischöfe wie Marx, Schönborn oder Gänswein durchmachten. Wenn ein Katholik heutzutage nach priesterlichen und bischöflichen Vorbildern sucht, dann muss er viel lesen und zwar Vergangenes. Die deutsche Kirche macht Front gegen das Zölibat, welches, so die deutschsprachige Vatican.news 95% der Priester in Deutschland nicht einhält. Dies sind zwar keine offiziellen Zahlen, sondern die Schätzungen eines Therapeuten aus Berlin, aber weit von der Wahrheit sind sie wohl nicht entfernt, wie wir schon vor Jahren im Jahre 2016 schrieben, indem wir polnische Statistiken auf Deutschland extrapolierten. Dies bedeutet aber für uns, das 95% aller Priester uns unwürdig, doch gültig die Sakramente spenden und da die Spendung der Sakramente in Todsünde eine weitere Todsünde darstellt, was leider auch für die FSSPX gilt, so bekommen wir Gläubigen kaum Gnade. Ja, wenn Sie in Ihrer Umgebung lauter Konkubinarier haben, dann müssen Sie dennoch, falls Sie selbst gesündigt haben, bei ihnen zur Beichte gehen und ihre Lossprechung ist gültig. Aber es ist trotzdem verheerend. Was außerdem auffällt, ist die Vorgehensweise der DBK, welche die Restkatholiken in Deutschland auf die Aufgabe des Priesterzölibats vorbereitet, welches wohl „an der Lebenswirklichkeit der Priester“ vorbeigeht. Nach Thomas von Aquin unterdrückt keine andere Sünde so die Verstandeskraft, wie die Unzucht (luxuria) und die Unmäßigkeit im Essen und Trinken (gula). (Summ. theol. 22 q. 53 6. o. et q. 55. 8. ad 1 et q. 48. 2 ad 3). Unzucht macht also dumm und äußert sich als Schwierigkeiten mit logischer Schlußfolgerung. Zitieren wir dazu Bischof Heiner Wilmer von Hildesheim, der doch tatsächlich sagte:  „Ich wäre dafür, den Zölibat noch stärker zum Leuchten zu bringen, indem er nicht einfach für alle Geistlichen verpflichtend ist.“ Wir können diese Denkstrategie nachahmen und auf andere Lebenswirklichkeiten der Menschen anwenden: Version 1: „Ich wäre dafür, die eheliche Treue noch stärker zum Leuchten zu bringen, indem sie nicht einfach für alle Eheleute verpflichtend ist“. Version 2: „Ich wäre dafür, die Kirchensteuer noch stärker zum Leuchten zu bringen, indem sie nicht einfach für alle Katholiken verpflichtend ist“. Version 3: „Ich wäre dafür, das Strafrecht noch stärker zum Leuchten zu bringen, indem es nicht einfach für alle Straftäter verpflichtend ist“. Version 4: „Ich wäre dafür, die Körperhygiene noch stärker zum Leuchten zu bringen, indem sie nicht einfach für alle U-Bahn-Fahrgäste verpflichtend ist“. Version 5: „Ich wäre dafür, das Gehirn noch stärker zum Leuchten zu bringen, indem es nicht einfach für alle Bischöfe verpflichtend ist“. Ist aber X an sich gut, dann muss man es doch allen zugänglich machen wollen. Ist jedoch X an sich...

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Peter Kwasniewski, Wiederaufbau des authentischen Katholizismus auf den Ruinen des Konzilsexperiments (2 von 2)

Peter Kwasniewski hat Recht. Der Vetus Ordo ist eine Untergrundbewegung, es ist eine Konspiration, in die man eingeweiht wird, wie früher bei der Christenverfolgung in der Alten Kirche. Aber jetzt verfolgt die Novus Ordo Kirche oder die Anti-Kirche ihre eigenen Kinder. Die schlimmsten Feinde der Liturgie der Kirche sind die Diener der Kirche, d.h. die Priester und die Bischöfe selbst. DSDZ wird doch tatsächlich auch von Priestern angeschrieben, welche ihm berichten, wie viel sie von ihren Vorgesetzten auszustehen haben. Es heißt immer: „Nein, nein, nein. Du denkst, Du bist mit Deiner Alten Messe besser als wir? Du bist nicht demütig!“ Dieser Widerstand ist wirklich dämonisch, denn wäre die Alte Messe gleichgültig, wäre sie irgendeine ästhetische Narretei einer Gruppe von Sonderlingen, so würde man sie doch erlauben, so wie man jeder lesbisch-katholischen Hausfrauengruppe erlaubt den Gottesdienst zu „gestalten“ oder „ihren Gottesdienst zu feiern“. Je wirrer, desto besser. Aber dies gilt für die Alte Messe nicht. Was aber Peter Kwasniewski unerwähnt lässt ist dieses: Die Alte Messe wirkt objektiv heiligend. Sie wirkt! Sie ist nicht nur deswegen besser, weil sie älter, würdiger, schöner und katholischer ist. Sondern, weil man in ihr durch sie wirklich die Glaubensgeheimnisse gleichsam „schauen“ kann. Man beginnt zu verstehen, man sieht die Zusammenhänge, man weiß worauf es im Katholizismus ankommt. Und deswegen wird sie praktisch verboten, weil man nicht deswegen das Konzil veranstaltet hat, damit die Menschen wirklich etwas geistlich verstehen. Nein, so nicht! Auf dem Kongress zum zehnten Jahrestag von Summorum Pontificum hieß es, „den alten Ritus zu feiern, bedeutet, mit Hoffnung in die Zukunft zu schauen“. Auf welche Art und Weise ist die Rückkehr des usus antiquior ein effektiver Weg, der Krise der Kirche zu begegnen, in deren Schatten wir zur Zeit leben? Die Lösung für das Chaos, in das wir durch eine lange Reihe von Fehlentscheidungen geraten sind, ist einfach und gleichzeitig außerordentlich schwierig: Wir müssen immer wieder die entgegengesetzten Entscheidungen treffen. Die Kirche muss aufhören, über neue Strategien, neue Programme, neue pastorale Initiativen oder statistische Erfolgsmaßstäbe nachzudenken, und sich entschlossen wieder der Verkündigung des vollen Evangeliums einschließlich seiner „harten Aussagen“ widmen, weiterhin der Zelebration der feierlichen und schönen Liturgie; dem Aufbau von Klöstern und religiösen Gemeinschaften auf der Grundlage des usus antiquior; der Pflege eines intellektuell robusten Lehrplans in Seminaren und Universitäten; einer Förderung großer Familien, wie in den alten Tagen, und der Unterstützung von Homeschooling. Nur wenn man einen ernsthaften gegenkulturellen Weg einschlägt, gibt es eine langfristige Hoffnung für den Katholizismus. Als Gläubiger bin ich überzeugt, dass der Glaube überleben und wieder gedeihen wird, aber nur dort, wo solche Dinge getan werden oder in dem Maße, in dem sie getan werden. Was kann getan werden, um zukünftigen Generationen die Bedeutung der Messe nach dem usus antiquior zu vermitteln und verständlich zu machen ? Zuerst und vor allen Dingen muss die Zahl der Orte, an denen die alte Liturgie angeboten wird, trotz allen gegenteiligen Drucks weiter zunehmen. In dieser Zeit offizieller Feindseligkeiten, besonders in Europa, müssen viele Priester die Alte Messe erlernen und sie im Geheimen lesen, wie es die „undercover“ Jesuitenmissionare im elisabethanischen England in ihrem Jahrhundert getan haben. Wie kein Mensch glauben kann, was er niemals gehört hat, kann kein Katholik lernen, als Katholik zu denken und zu leben, ohne Zugang zu dem herausragenden Schatz des Glaubens zu haben, nämlich dem römischen Ritus in seiner Fülle....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (39). Über den göttlichen Geist (iv)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.  Der Geist Gottes zieht einen zum Guten, Wahren und Heiligen. Um aber die Einwirkungen des Geistes zu erkennen, muss man zuerst intellektuell erkennen, was gut, wahr und heilig ist. Dies bedeutet die Lehre der Kirche kennenlernen. Das große Problem beim Nachkonziliarismus oder der Novus Ordo-Religion besteht darin, dass sie wirklich inhaltsleer ist. Man weiß nicht, worum es in ihr geht und wozu sie anstiftet. Und genauso ist es bei den inhaltsleeren Privatoffenbarungen – Medjugorje. Die dauern schon über 30 Jahre doch ist es unmöglich zu sagen, worin ihre eigentliche Botschaft besteht.  Weil es keinen Inhalt gibt, so kann jeder sich etwas darunter vorstellen, um sich dort wohl zu fühlen oder „die Gemeinschaft“ zu erleben. Also Esoterik und Stadionerlebnis zugleich. Das ist aber nicht die Wirkung des göttlichen Geistes, der immer zielgerichtet ist. Er leitet nicht nur zum übernatürlichen Ziel hin, er macht es auch, dass man es erreicht, weil er den Empfänger zum Guten verändert. Er ist „lebendig und wirksam“. Wenn der Geist Gottes in uns wirkt, so verändert er uns nach und nach zum Guten, sodass wir zu Dingen fähig sind, zu denen wir früher nicht fähig waren. Denn Gott wirkt in uns das Wollen und das Vollenden....

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Peter Kwasniewski, Wiederaufbau des authentischen Katholizismus auf den Ruinen des Konzilsexperiments (1 von 2)

Anbei ein herzerwärmendes Interview von Peter Kwasniewski über die Alte Messe in der vorzüglichen Übersetzung von davillatollkuehn. Es wird zurecht Alice von Hildebrand zitiert, welche meint, dass der Teufel die Alte Messe hasst. Natürlich tut er das. Er hasst alles Gute, Schöne, Wahre und Heilige. Alles, wo sich ein Mensch laben und erbauen kann. Es lässt sich wirklich nicht leugnen, dass der Novus Ordo ganze Scharen von dämonischen Narzissten großzieht, wie immer wieder Ann Barnhardt wiederholt, da man einander in die Augen schaut. Die Gläubigen denken, dass es um sie geht und der Priester sie bespaßen muss. Der Priester denkt, dass es um ihn geht, weil die Menschen seinetwegen kommen. Missverständnis auf beiden Seiten und Gott bleibt außen vor. Im Cicero von Februar wird Wunnibald Müller, ein angeblich katholischer Theologe, zitiert, der sich mit den Missbrauchspriestern befasst. Seine Ansichten sind zwar nicht katholisch und er glaubt nicht an die Notwendigkeit oder gar die Möglichkeit des Zölibats, aber es sagt etwas Interessantes:  „Zwischen der Priesterweihe und dem ersten Übergriff vergehen in der Regel zehn bis fünfzehn Jahre. Man kann sagen, dass die Einsamkeit und der Mangel an Intimität diese Priester in besonderer Weise anfällig machen für sexuelle Übergriffe.“  Das ist doch höchst interessant und ein wenig beruhigend. Es werden also nicht immer Psychopathen und Pädophile geweiht, wie in einem Fall in Belgien, die sich gleich nach der Weihe an den Kindern und Jugendlichen vergehen. Man wird so nach 10 bis 15 Jahren des Priesterlebens. Nach 10 bis 15 Jahren von Novus Ordo. Erschütternd. Aber es kommt noch besser: Sie [die Täter] haben kein Schuldbewusstsein?Ja, typisch für diese Täter ist ein Mangel an Einfühlungsvermögen. Viele wissen nicht: Was tu ich den Kindern damit an? Ich bin Priestern begegnet, die der Meinung waren, sie hätten den Kindern noch etwas Gutes getan.  Nein. Doch, da kommen zwei Dinge zusammen: Der Mangel an Einfühlungsvermögen – und eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur.  Nach 10 bis 15 Jahren Novus Ordo hat man eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur, kein Einfühlungsvermögen und kein Gewissen. Wir wissen nicht, wie diese Männer früher gewesen sind, denn Wunibald Müller spricht mit ihnen, nachdem sie schon straffällig geworden sind. Der Novus Ordo hat sie weder einfühlsamer, noch heiliger oder besser gemacht, sondern umgekehrt.  War es denn früher wirklich besser? Diesbezüglich wohl schon, denn es ist die Menge an solchen Taten, welche das Faß wohl überall zum Überlaufen brachte. Die Menge und die fehlenden Strafen und Reaktionen der Bischöfe. Wir alle haben einen hohen Preis für den Novus Ordo zu zahlen. Ich wurde von der italienischen Zeitschrift Radici Cristiane, die von Roberto de Mattei herausgegeben wird, zu folgendem Interview eingeladen. Es erschien in der April-Ausgabe unter dem Titel „L‘ usus antiquior ci salverà – Intervista al dott. Peter Kwasniewski.“ Der englische Originaltext ist unten mit Genehmigung von Radici Cristiane wiedergegeben Radici Cristiane: Wir erleben eine historische Krise in der Kirche. Denken Sie nur an den Rückgang der Berufungen, die Kirchen werden von Tag zu Tag leerer, die Missbräuche in der Liturgie werden immer zahlreicher. In Kirchen, in denen die Messe im alten Ritus gefeiert wird, sind jedoch sehr viele junge Menschen anwesend. Wie ist das zu erklären? Dr. Kwasniewski: Das Phänomen ist nicht schwer zu erklären. Die heutige Welt bietet jungen Menschen ständige Versuchungen, sei es in der Anziehungskraft intellektueller Moden oder in den allgegenwärtigen moralischen Fallen der Unkeuschheit...

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Zwei Kardinäle und drei Bischöfe – ein neuer Syllabus ist besser als Nichts!

Wie Ann Barnhardt unter Berufung auf National Catholic Register informiert, haben sage und schreibe fünf Hierarchen der katholischen Kirche (d.h. 0,094% von 5.304 Bischöfen, das Pareto-Prinzip lässt grüßen) ein Dokument zur Bekräftigung der katholischen Lehre mit dem Titel „Die Kirche des lebendigen Gottes – die Säule und das Bollwerk der Wahrheit“ (1 Tim 3, 15) herausgegeben. Wer sind sie? Es handelt sich dabei um: Kardinal Raymond Burke, den Patron des Souveränen Malteserordens, Kardinal Janis Pujats, Emeritierter Erzbischof von Riga – Lettland, Erzbischof Tomasz Peta, Ordinarius von Astana – Kasachstan, Erzbischof Jan Pawel Lenga, Emeritierter Bischof von Karaganda – Kasachstan, Bischof Athanasius Schneider, Weihbischof von Astana – Kasachstan. Wir finden in dieser Zusammenstellung zwei Emeriti (Pujats und Lenga), einen quasi Emeritus (Burke), einen Weihbischof (Schneider) und einen Bischof Ordinarius (Peta). Was die Nationalitäten angelangt liegen die Polen vorn (Peta und Lenga), gefolgt von einem Deutsch-Russen und wohl auch Deutschen (Schneider), einem Letten (Pujats) und einem Amerikaner (Burke). Kirchenpolitisch gesehen ist es um katholische Orthodoxie am besten in Kasachstan bestellt oder allgemein im ehemaligen Ostblock, denn Pujats ist Lette und Lenga wohnt derzeit in Polen. Burke ist US-Amerikaner und ist der ehemals Ranghöchste unter ihnen. Dennoch eine reale Kirchenmacht repräsentiert Erzbischof Peta und er hat am meisten zu verlieren. Was schreiben sie? Sie stellen auf 8 Seiten 40 Punkte der katholischen Lehre in folgenden Themenblöcken zusammen : Fundamente des Glaubens, Glaubensbekenntnis, Das Gesetz Gottes Sakramente Der erste Abschnitt enthält zwei Punkte, der zweite 9, der dritte 17 und der letzte 10 Punkte. Es wird das dargestellt und bekräftigt, was derzeit unter Bergoglio in Frage gestellt oder verleugnet wird. Bevor wir alles übersetzen, wollen wir ein paar Beispiele nennen: Fundamente des Glaubens 1. Die richtige Bedeutung der Ausdrücke „lebendige Tradition“, „lebendiges Lehramt“, „Hermeneutik der Kontinuität “und „ Entwicklung der Lehre“ schließen die Wahrheit ein, was auch immer neue Einsichten in Bezug auf die Hinterlegung des Glaubens zum Ausdruck gebracht sein mögen, sie können dennoch nicht im Widerspruch zu dem stehen, was die Kirche immer im gleichen Dogma, im gleichen Sinne und in der gleichen Bedeutung dargestellt hat (siehe I. Vatikanisches Konzil, Dei Filius, Sess. 3, c. 4: „in eodem dogmate, eodem sensu, eademque sententia“). Glaubensbekenntnis 4. Nach der Einführung des Neuen und Ewigen Bundes in Jesus Christus kann niemand mehr gerettet werden durch Gehorsam gegenüber dem Gesetz Moses allein, ohne Glauben an Christus als wahren Gott und einzigen Retter von Menschheit (siehe Röm 3:28; Gal 2:16). Das Gesetz Gottes 16. Einer Frau, die ein Kind in ihrem Mutterleib empfangen hat, ist es nach Naturrecht und göttlichem Gesetz verboten dieses menschliche Leben in ihr zu töten, eigenständig oder durch andere. direkt oder indirekt (siehe John Paul II., Enzyklika Evangelium Vitae, 62). Sakramente 35. Das Bußsakrament ist das einzige gewöhnliche Mittel, wodurch die nach der Taufe begangenen schwere Sünden erlassen werden können, und nach dem göttlichen Gesetz müssen alle diese Sünden nach Anzahl und Art bekannt werden (Siehe Konzil von Trient, Sess. 14, can. 7). Was wird das bringen? Leider wenig, denn die Hierarchen halten sich an die Strategie den Übeltäter und Häretiker – Bergoglio – nicht beim Namen zu nennen und der Häresie nicht anzuklagen, wozu sie im letzten Offenen Brief an die Bischöfe aufgefordert wurden, von Menschen, die mehr zu verlieren hatten als sie. Die fünft Verfasser benennen stattdessen recht abstrakt das, was fälschlicherweise gelehrt wird,

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Pfingstmontag

Evangelium des Pfingsmontags Joh 3, 16 – 21 „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht glaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das aber ist das Gericht: Das Licht ist in die Welt gekommen, doch die Menschen hatten die Finsternis lieber als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Lichte, damit seine Werke nicht zutage treten. Wer aber nach der Wahrheit handelt, kommt zum Lichte, damit offenbar wird, daß seine Werke in Gott getan sind.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus. Soweit es auf den Arzt ankommt, ist er gekommen, um den Kranken zu heilen. Selbst tötet sich derjenige, der die Vorschriften des Arztes nicht befolgen will. Der Heiland kam in die Welt. Wozu anders ist er Heiland der Welt genannt worden als dazu, daß er die Welt zum Heile führe, nicht daß er die Welt verurteile? Willst du nicht von ihm zum Heil geführt werden, so wirst du durch dich selbst verurteilt werden. Doch, was sage ich: du wirst verurteilt werden? Gib acht, was er sagt: „Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt“. „Wer aber nicht glaubt“ – was erwartest du anders als daß er sagt: „Er wird verurteilt“. Wenn er nun hinzufügend sagt“ „Er ist schon verurteilt“, so ist das Urteil noch nicht offenkundig geworden, aber das Urteil ist schon geschehen. Der Herr kennt diejenigen, die zu ihm gehören; ihm ist es bekannt, wer zum Empfang der Krone bleibt und wer zum Brennen in den Flammen bleibt. Er kennt auf seiner Tenne den Weizen, er kennt auch die Spreu; Er kennt, was er gesät hat; er kennt auch das Unkraut. „Schon ist verurteilt derjenige, der den Glauben verweigert.“ Weshalb verurteilt? „Weil er den Glauben verweigert der Majestät des eingeborenen Gottessohnes. Das aber ist der Urteilsgrund, daß, wo derjeinge, der das Licht ist, in die Welt gekommen ist, die Menschen mehr die Finsternis geliebt haben, als das Licht; ihre Taten waren nämlich böse.“ Wie also haben einige Echtgutes getan und sind zum Licht gekommen? Und auch dieses steht im folgenden: „Wer Echtgutes tut, der kommt zum Licht“. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Erhöre, barmherziger Gott! mein Flehen und das Bitten der gesammten Christenheit, laß das Licht deiner Gnade über uns noch mehr, und über jene Völker, die noch in dir Dunkelheit leben, ganz neu leuchten! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Pfingstsonntag

Evangeliumstext des Pfingstsonntags Joh 14, 23 – 31 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Wer mich liebt, bewahrt mein Wort; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Wer mich nicht liebt, bewahrt meine Worte nicht. Und doch stammt das Wort, das ihr vernehmt, nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Dies habe ich euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird auch alles lehren und euch an alles erinnern,was ich euch gesagt habe. Den Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz bange nicht und zage nicht! Ihr habt ja gehört, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Wen ich mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Nun habe ich es euch gesagt, ehe es eintritt, damit ihr glaubt, wenn es eintritt. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt. Über mich vermag er nichts; aber die Welt soll erkennen, daß ich den Vater liebe und so handle, wie der Vater mir aufgetragen hat. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor. Wir möchten, Geliebteste, die Worte des verlesenen Evangeliums in Kürze durchnehmen, um nachher länger bei der Betrachtung einer solchen Festlichkeit verweilen zu können. Heute ist nämlich der Heilige Geist unter einem plötzlichen Geräusch auf die Jünger gekommen und hat die Gemüter der fleischlich veranlagten umgewandelt, daß sie von seiner Liebe erfüllt wurden und durch die äußerlich sichtbaren Zungen wurden die Herzen glühend gemacht; denn während sie bei der Erscheinung des Feuers ein göttliches Wesen in sich aufnahmen, sind sie in lieblicher Weise in der Liebe aufgelodert. Denn der Heilige Geist ist selbst die Liebe; daher sagt ja auch der heilige Johannes: „Gott ist die Liebe“. Wer also mit ganzer Seele nach Gott verlangt, der hat schon den, den er liebt. Denn es könnte niemand die Liebe zu Gott haben, wenn er nicht denjenigen hätte, den der liebt. Und darum antwortet ein jeder von euch, wenn man ihn fragt, ob er Gott liebe, mit voller Zuversicht und ohne Bedenken: Ja, ich liebe ihn. Am Anfang der Lesung selbst aber habt ihr gehört, was derjenige sagt, der die Wahrheit ist: „Wer mich liebt, wird beachten, was ich sage“. Der Prüfstein der Liebe ist also das Vorzeigen der Tat. Daher sagt in seinem Briefe derselbe heilige Johannes: „Wer da sagt: ich liebe Gott, und dessen Gebot nicht beachtet, der ist ein Lügner. Nun lieben wir Gott in Wirklichkeit und wir beachten seine Gebote, wenn wir uns die rein sinnlichen Vergnügungen versagen. Denn wer sich noch im Verlangen nach verbotenen Dingen verliert, der liebt Gott gewiß nicht; denn der widerspricht ihm ja in seinem Willen. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengesang von dem Heil. Geiste Komm‘ zu uns, o heiliger Geist, sende uns vom Himmel her deines Lichtes heil’gen Strahl! Komm‘, der Armen Vater Du, komm‘, der Himmelsgaben Quell, komm‘, der Menschen-Herzen Licht! Bester Tröster, komm‘ zu uns, Du der Seelen süßer Gast, und Erquickung unserm Geist! Ruhe...

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Änderungen, Aktuelles, Apokalyptisches und Historisches

Wie Sie unschwer erkennen können, gibt es wieder ein neues Layout, welches nüchterner und weniger schön ist, dafür aber über Möglichkeiten verfügt, die das alte nicht hatte. So kann man über dem aktuellsten Beitrag, Beiträge zu bestimmten Themenbereichen zusammenstellen, was neuen Lesern den Überblick erleichtert und bisherige Leser an diese Beiträge erinnert. Darunter finden Sie den hervorgehobenen Beitrag und die neueren Beiträge. Diese Layout sieht gut im Rechner oder auf dem Tablet aus, die Handy-Benutzer haben leider das Nachsehen, denn Sie müssen recht weit nach unten scrollen, um das Aktuelle zu entdeckten. Wir sind aber keine Nachrichtenagentur, so hält sich das Zeitgeschehen bei uns in Grenzen. Layout hin oder her, wir hoffen, dass unsere Leserschaft dadurch steigt und die Einnahmen ebenso. Vielleicht werden wir aber auch nach dem Vorbild von katholisches.info die Seite sperren und um Spenden betteln oder diese Tätigkeit auf Deutsch aufgeben in anderen Sprachen fortführen. Das wäre zwar schade, aber die Entwicklung wird es zeigen. Ein gloria.tv-Leser schrieb heute folgendes: Die Nachrichten haben fast alle einen vernichtenden Inhalt, betrifft wohl alle Zeitungen, aber dafür zahlt man nicht gerne. Um das deutlicher zu machen, müßte ich ordinäre Worte verwenden und das will ich nicht. Wessen schuld ist es denn? Der Wirklichkeit. Bei wem sollte man sich darüber beschweren? bei Bergoglio, bei den Kardinälen, bei den Bischöfen, bei den Priestern, bei den Gläubigen, bei Gott selbst. Wir berichten in der letzten Zeit kaum über Aktuelles, weil man dies auch aus anderen Quellen erfahren kann. Es ist ein wachsendes Siechtum, Apostasie und Verfall. Die gloria.tv-Leser, die wohl repräsentativ für den deutschsprachigen und nicht nur Katholizismus sind, reagieren auf diese Entwicklung mit: Kinder- und Katzenbildern, Privatoffenbarungen, noch mehr Privatoffenbarungen, samt zusätzlichen Privatoffenbarungen, zu den Privatoffenbarungen, Auszügen aus den vor Vat.II-Enzykliken oder Dogmatiken, „Hätten wir doch mehr für sie gebetet“-Aufrufen, Zynismus, Hoffnung auf ein Wunder bzw. „den Triumph des Unbefleckten Herzens“. Da DSDZ in der letzten Zeit auch andere Blogs, Portale, FB-Gruppen etc. erforscht hat, so stellt er fest, dass er sicherlich nicht der Einzige ist, der Katholisches online verkündet, er es aber auf seine eigene Weise tut, die spirituell und akademisch wirklich unterfüttert ist. Vielleicht schreibt er auch am Leser vorbei? Insbesondere beim zahlenden Leser. Kommentare werden hierzu erwünscht, wenn sich jemand traut. Aber die oben genannten gloria.tv-Reaktionen oder die fehlenden Reaktionen sind doch alle eine Vermeidungsstrategie. Man möchte sich seinen Glauben und die schöne, heile, katholische Welt nicht kaputt machen lassen. Siehe die o.a. Aussage des gloria.tv-Lesers. Aber solch ein Glauben ist nicht katholisch und die Welt ist nunmal nicht heil. Denn es gab: den Engelssturz, den Sündenfall, Es gibt: die Erbsünde, die persönlichen Sünde, die Dämonen, das Vat. II, die Apostasie der sichtbaren Kirche, und eine wirklich sehr antikatholische Welt da draußen. Keiner wird uns helfen, keiner wird uns retten. Gott prüft die Seinen wirklich hart und so wie es ohne Muskelkater keinen Muskelzuwachs gibt, so gibt es kein Wachstum in Heiligkeit ohne Kampf und Leiden. Die Erwartung eine „heile, katholische Welt“ irgendwo anzutreffen, ist dämonisch inspiriert, denn es ist der leiblose Spiritualismus, der die Gnosis aller Zeiten auszeichnete.Die gefallenen Engel sind ja körperlos und sie versuchen die Frommen durch das angeblich Fromme. Der Blogger mundabor überlegte in einem seiner Beiträge, wann es besser für ihn gewesen wäre zu leben. Vor Vat. II gab es zwei Weltkriege und ein

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Raymond Kowalski, Wenn du alle Zeit der Welt hättest, wie würdest du die Kirche angreifen?

Zusammenfassung: Raymond Kowalski überlegt auf onepeterfive wie der Satan, der alle Zeit der Welt hatte, vorgegangen ist, um die Kirche in die heutige Lage zu bringen. Kowalski zeigt, dass alle direkten Angriffe auf die Kirche, wie durch Verfolgung oder Häresien, diese nur gestärkt hatten. „Der einzige Plan, der Erfolg haben könnte, ist einer, der die eigenen Waffen der Kirche benutzt. Um das zu erreichen, wäre es notwendig, den Glauben umzukehren. Die Wahrheit muss zum Irrtum und die Lüge muss zur Wahrheit werden. Die Kirche muss die Welt werden; die Welt muss die Kirche werden“, schreibt Kowalski. Die Schritte lauten: Legitimität und Gehorsam. „Die Ergebnisse des Konzils dürfen keinen Alarm auslösen. Sie müssen subtil sein. Sie müssen orthodox erscheinen. Im schlimmsten Fall können sie mehrdeutig sein. Erlasse keine neue Regel, sondern lass dafür Raum, dass eine Ausnahme zur Regel wird.“ Es fallen: Lehre, Moral, Eucharistie, Priestertum, die Anti-Kirche entsteht. Ein Sieg? Anbei ein Reprint aus onepeterfive von Mai 2019, welcher zeigt, dass man die Reihenfolge bestimmter Ereignisse nur ex post erkennen kann. Wir in Juni 2019, kurz vor Pfingsten, können wirklich sehen, wozu der Modernismus und das Vat. II gut war: zur Auflösung der Lehre, zur Auflösung der Moral, zur Auflösung des Priestertums, zur Auflösung des Messopfers. Es stellen sich dennoch dabei die folgenden Fragen: Warum hat es niemand früher gemerkt? Warum hat man nichts getan? Warum hat die Kirche, als sie wußte, dass sie unterwandert wird, keine effizienten Gegenmittel entwickelt? Und wir sprechen hier nicht von den 1950ern, 1930-ern oder gar den 1890-ern.  Wir sprechen vom ganzen XVIII. und XIX. Jahrhundert. Sicherlich war es nicht ausschließlich die Freimaurerei, welche zu dem heutigen Zustand beigetragen hatte, aber es gibt kaum etwas, was so gut dokumentiert wäre, wie die kirchlichen Dokumente gegen die Geheimgesellschaften und die Freimaurerei, denn sie war und ist nicht die einzige Geheimgesellschaft. So haben wir zu diesem Thema die folgenden Dokumente: Clemens XII, In eminenti (1738) ,  Pius VII, Ecclesiam a Jesu Christo (1821), Leo XII, Quo graviora (1825), Pius VIII, Traditi (1829), Gregor XVI, Mirari vos (1832), Pius IX, Brief an den Bischof von Olinda (1873), Leo XIII, Humanum genus (1884) Pius X, Brief an die Franzosen (1907) Codex Iuris Canonici (1917), Can. 2335. Hierbei sind nur die wichtigsten Dokumente genannt, denn es gibt wirklich viel mehr zu diesem Thema. Man wusste also Bescheid, dass man angegriffen, unterwandert und zerstört werden sollte. Der Teufel über den Raymond Kowalski schreibt, hat sich doch der Menschen bedient und war dabei sehr effizient. Vielleicht war es immer die Feigheit und die Passivität, die wir jetzt so gut beobachten, welche dazu geführt hat, weil „Gott es schon irgendwie richten wird“. Vielleicht, vielleicht. Die heutige Krise ist vor allem eine spirituelle Krise oder sagen wir es geradeheraus eine Apostasie, siehe die letzten Gänswein-Aussagen. Unsere lieben Geistlichen haben einfach keinen übernatürlichen Glauben und daher keinen Mut für das Richtige zu kämpfen und das Falsche zu bekämpfen. Aber die Gnade ist doch verfügbar: die Taufgnade, die sakramentale Gnade, die aktuelle Gnade und die Standesgnade. Liest man eine katholische Gnadenlehre, so lernt man, dass wir wirklich jede mögliche Gnade von Gott zur Verfügung gestellt bekommen, wenn wir ihn darum bitten und sogar ungefragt. Warum funktioniert es also nicht? Warum leben 95% der Priester kein zölibatäres Leben? Warum? Warum? Warum? Der jüngste Offene Brief an die...

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Doppelt gemoppelt oder die Lösung für den nicht zahlenden Leser

Die Einführung der Bezahlschranke hat gezeigt, dass leider recht wenige bisherige Leser zu zahlenden Kunden wurden und wir zwar sehr gerne gelesen werden, wenn es diese Beiträge umsonst gibt. Sind unsere Leser so arm? Vielleicht ja, vielleicht nein. Sie sind nicht bereit uns für unsere Arbeit zu zahlen, was recht bitter ist. Dennoch wollen wir nicht jammern und diesem Blog noch eine Chance geben, statt sich unseren anderen Projekten zu widmen und daher wollen wir von anderen Medien lernen und eine doppelte Ausgabe eines jeden Beitrags einführen. Es wird immer eine kurze Zusammenfassung  des Beitrags geben, damit alle informiert bleibt, den man sich dann im Ganzen kostenpflichtig durchlesen kann. Wir lernen so von den weltlichen Medien, welche dieses System wohl erfolgreich betreiben. Das bedeutet, dass der arme DSDZ noch mehr arbeiten muss, denn er allein muss diese Zusammenfassungen für alle bisherigen 1.450 Beiträge verfassen, was einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Es wird auch eine schriftstellerische Haiku-ähnliche Herausforderung sein etwas Sinnvolles in 200 Wörtern darzustellen, was eine Zusammenfassung von komplexen Themen sein wird. Aber in der Beschränkung zeigt sich bekanntlich der Meister. Wir hoffen, dass sich unsere Leser dafür mit Spenden erkenntlich zeigen. Wir hoffen, dass die Anzahl der Leser, auch Traffic genannt, wieder steigt. Wir hoffen, dass wir Anzeigen schalten können. Hat es Ihnen gefallen? Damit dieser Beitrag auch für andere frei zugänglich bleibt, können Sie uns etwas spenden.

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (31) 4. Kapitel: Die verschiedenen Arten mystischer Gnaden.

Würden wir unsere Pater Poulain SJ-Reihe mit Bergsteigern vergleichen wollen, so treten wir nun in die Höhen ab 5000 m ein. Es ist noch nicht die „Todeszone“ über 7000 m, es ist aber schon über die 3000 m-Zone, welche mit dem Gebet der Ruhe anfing. Zwar werden nur sehr wenige Menschen in diese Höhen der mystischen Gnaden gelangen, aber wir wollen diese Höhen dennoch vorstellen und kommentieren aus Gründen der Vollständigkeit und der Darstellung der katholischen Lehre. Interessanterweise halten sich die meisten Katholiken mit kaum einem Gebetsleben für Experten, was die Privatoffenbarungen anbelangt, denen manche Foren, Portale und Blogs ausschließlich gewidmet sind, von den Büchern und Traktaten ganz zu schweigen. Wir können heute, im Juni 2019, klipp und klar davon ausgehen, dass es derzeit keine von Gott kommenden Privatoffenbarungen gibt. Warum? Weil: es kaum Menschen gibt, welche diese Höhen des Gebetslebens erreichen, es keine Kirchenvertreter gibt, die selbst (a) ein intensives Gebetsleben pflegen, (b) in rechtgläubigen Theologie bewandert wären und (c) die Prozesse des geistlichen Lebens so gut kennen würden, um diese Privatoffenbarungen als richtig oder falsch einschätzen zu können.  Gott schickt also keine Privatoffenbarung, weil sie niemand (i) aufnehmen oder (ii) beurteilen kann. Bergoglio haut ja eine Häresie nach der anderen raus und fast niemand reagiert, besonders kein Bischof. Wie sollen sie denn in der Lage sein die subtile Materie der Privatoffenbarungen unterscheiden zu können? Daher wird Medjugorje praktisch als „Gebetsstätte“ anerkannt, ohne dass eine Aussage über die Echtheit der immerwährenden „Gospa-Erscheinungen“ getroffen wird. Daher erhalten gerade jetzt irgendwelche hysterisch-gnostischen Traktätchen, wenigstens in Polen, ein nihil obstat.  Aber kehren wir zu Pater Poulain SJ zurück. Die mystischen Gnaden, die rein übernatürlichen Gnaden, welche die Seele in diesem hohen Zustand der Vollkommenheit empfängt, bestehen darin, dass sie: Gott selbst Geschaffene Wesen (Engel, Heilige, etc.) sieht. Es ist also eine Vorwegnahme des Himmels, wo wir ebendiese Anschauung von Gott und in Gott erhalten werden. Während aber bei echter Mystik der Punkt (1) dem Punkt (2) vorangeht oder diesen begleitet, bestehen die Privatoffenbarungen ausschließlich in Punkt (2) und zeichnen sich dadurch aus, dass die Inhalte dieser Schauungen anderen mitgeteilt werden sollen. Bei echter Mystik betreffen die Gnaden (1) und (2) die Seele selbst und zeigen ihre Intimität mit Gott. Es sind einfach Begleitumstände der Vereinigung mit Gott, welche geistlich und nicht plastisch ist, sodass diese Phänomene nach und nach abklingen, wie wir noch später lesen werden. Die Phänomene (1) und (2) kommen deswegen so spät im geistlichen Leben vor, ab ca. 5000 geistliche Höhenmeter sozusagen, weil die Seele vorher zu unrein und zu schwach ist diese Gnaden überhaupt  empfangen zu können. Und deswegen sind echten Privatoffenbarungen , im Sinne der Schauungen, die anderen mitgeteilt werden sollen, dermaßen selten, da die Stufe (2) gleich unvorbereitete Menschen trifft wie in Lourdes, in La Salette oder in Fatima. Die echten mystischen Gnaden (1) und (2) sind natürlich auch sehr selten, sie kommen aber vor. Heutzutage gibt es wirklich massenweise Engelsvisionen und andere Privatoffenbarungen, hauptsächlich im katholisch-charismatischen Milieu oder in der Esoterik, aber sie kommen alle nicht von Gott. Denn diese Menschen sind unvorbereitet und diese Mitteilungen sind entweder häretisch oder banal oder beides wie in Medjugorje. Lesen wir also Pater Poulain SJ, damit wir Bescheid wissen.   Hat es Ihnen gefallen? Damit dieser Beitrag auch für andere frei zugänglich bleibt, können Sie uns etwas spenden....

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Anna Gallicana, Partnersuche (4 von 4)

Die traditionelle Lösung steht ebenfalls in der Bibel. Der Heilige Paulus rät uns, den besten Weg zu wählen und ehelos zu bleiben. Das Zölibat ist nicht nur für Priester, sondern für alle (!) der beste Stand. Danken Sie Gott, wenn er Sie dazu berufen hat – und – eine Berufung ist keine eigene Entscheidung (siehe oben). Ehelos und zölibatär zu leben ist der einfachste Weg in den Himmel. Und nach diesem kurzen Zwischenaufenthalt auf dem Planet Erde geht es schließlich um die Ewigkeit, und die ist wirklich sehr, sehr … lang. Ewig eben. Im goldenen Mittelalter wusste man das noch. Und nein, kleiner Irrtum, ehelos leben bedeutet NICHT einsam zu sein. Obwohl ein wenig Einsamkeit manchmal ganz guttut. Aber das wiederum, ist eine persönliche Entscheidung. Warum wollen denn quasi alle an der Zerstörung der Familie mitwirken? Die natürliche Ordnung ist eine Großfamilie. Dazu gehören Eltern, Kinder, Alte, unverheiratete Tanten und Onkels … und wie wollen Sie mit einer Familie aus völlig Fremden (Ehegatte, Kinder) auskommen, wenn Sie es mit ihrer Ursprungsfamilie nicht aushalten? Das wäre schon mal ein gutes Training für ihre Ehetauglichkeit. Auch andere Verwandte und Freunde können die Einsamkeit ausfüllen. Vielleicht teilen Sie ihre Zeit auch unentgeltlich und gemeinnützig mit anderen, um all das zu verwirklichen, was Eltern nicht tun können. Oder kümmern Sie sich um Kinder anderer. Als Beruf oder in ihrer Freizeit. Was tun Sie denn jetzt? Eine christliche Ehe bedeutet auch Kinder zu haben. Und Kinder sind keine Freizeitbeschäftigung, sondern eine Lebensaufgabe und wie beim Thema Berufung (siehe oben) sind Kinder ein Geschenk Gottes, der uns damit die Verantwortung für deren Seelen überträgt. Dieses Geschenk kann man weder einfordern, noch sich gewaltsam selbst verschaffen, noch es zurückweisen. Habe ich schon die Verantwortung erwähnt? Das bedeutet, wenn’s schiefgeht mit der Kindererziehung, dann bist du schuld und verlierst deinen Anspruch auf den Himmel. Ja, und jetzt runter von der rosa Wolke und mal ganz realistisch nachgedacht. Wollen Sie immer noch einen Partner SUCHEN? Was nun? Nun, die Unzufriedenheit (kennen Sie das Märchen vom Fischer und seiner Frau?) bringt kein Glück. Und der Zufriedene braucht nicht mal ein Hemd. Gott erwartet von uns, dass wir ihm vertrauen, mit seinen Gaben zufrieden sind, dass wir jeden Tag aufs Neue, das Beste aus unseren Talenten machen und dass wir offen sind für IHN. Er wird uns zeigen, wo unsere Talente liegen. Er wird uns rufen, ihm nachzufolgen und uns den Weg zeigen, den er für den besten hält. Der andere Weg, der nicht für uns vorgesehen ist, ist wahrscheinlich der breite, bequeme, lustige Weg, der in die Hölle führt. Ist so ein bisschen Sex und Egoismus das wert? Also was tun? Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen. Oder in neudeutscher Übersetzung: mit seinem Stand und seiner Stellung zufrieden sein, seine Pflicht erfüllen, seine Fähigkeiten einsetzen, viel beten, Exerzitien besuchen, Wallfahrten … und alles Gott überlassen und nichts erzwingen. Schade, dass mir das niemand rechtzeitig gesagt hat. Doch ich liebe meinen Mann und meine Kinder und hoffe, dass wir alle zusammen in den Himmel kommen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Sonntag nach Christi Himmelfahrt

Evangelium des Sonntags nach Christi Himmelfahrt Joh 15, 26 -27;16, 1 – 4 Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird er Zeugnis von mir geben. Und auch ihr sollt Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir seid. Dies habe ich euch gesagt, damit ihr nicht Anstoß nehmt. Man wird euch aus den Synagogen stoßen; ja es kommt die Stunde, da jeder, der euch tötet, Gott einen Dienst zu erweisen glaubt. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Ich habe euch das gesagt, damit ihr, wenn jene Stunde kommt, daran denket, daß ich es euch vorhergesagt habe. Anfangs habe ich euch nichts davon gesagt, weil ich bei euch war. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustin Der Herr Jesus hat in der Ansprache, die er seinen Jüngern nach dem Abendmahl, unmittelbar vor seinem leidensvollen Tode, als er sich anschickte, wegzugehen, und sie bezüglich der leiblichen Gegenwart zu verlassen, aber mit allen Seinigen bis zum Ende der Welt in geistiger Gegenwart zusammen zu sein, gehalten hat, sie ermahnt, die Verfolgungen seitens der Glaubensfeinde zu ertragen, die er mit dem Worte „Welt“ benannte; und doch sagte er, daß er „aus dieser Welt seine Jünger auserwählt“ habe, damit sie wüßten, daß sie auf Grund der Gnade Gottes das seien, was sie sind, auf Grund eigener Fehler aber das gewesen seien, was sie waren. Alsdann bezeichnete er als Verfolger, und zwar als seine und auch als Verfolger der Seinigen ganz deutlich die Juden, damit es ganz klar würde, daß auch diejenigen in dem Ausdruck „verdammungswürdige Welt“ eingeschlossen seien, die die Christen verfolgen. Und als er von ihnen erklärte, daß sie den nicht kennen, von dem er gesandt war, und dennoch den Vater und den Sohn hassen, d.h. denjenigen, der gesandt war und denjenigen, von dem er gesandt war – von alledem habe ich schon in anderen Vorträgen gesprochen – kam er zu der Stelle, in der er sagte: „Damit der Satz erfüllt werde, der in ihrem Offenbarungsbuch also ausgedrückt ist: Sie hassen mich ohne Grund.“ V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Allmächtiger, ewiger Gott! verleih‘, daß wir alle Zeit einen geneigten Willen haben, deine Gebote zu vollziehen, und deiner Majestät mit aufrichtigem Herzen zu dienen. Amen....

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Proprium missae – Dominica post Ascensionem

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS Ps 26:7; 26:8; 26:9 Exáudi, Dómine, vocem meam, qua clamávi ad te, allelúia: tibi dixit cor meum, quæsívi vultum tuum, vultum tuum, Dómine, requíram: ne avértas fáciem tuam a me, allelúia, allelúia. Ps 26:1 Dóminus illuminátio mea et salus mea: quem timébo? V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto. R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen Ps 26:7; 26:8; 26:9 Exáudi, Dómine, vocem meam, qua clamávi ad te, allelúia: tibi dixit cor meum, quæsívi vultum tuum, vultum tuum, Dómine, requíram: ne avértas fáciem tuam a me, allelúia, allelúia. Erhör mein Rufen, Herr, mit dem ich zu Dir flehe, alleluja. Es spricht zu Dir mein Herz: Dein Antlitz suche ich. Ja Herr, Dein Antlitz will ich suchen. Dein Antlitz wende nicht hinweg von mir, alleluja, alleluja. Der Herr ist mein Licht und mein Heil, wen sollte ich fürchten? V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste; R. wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Erhör mein Rufen, Herr, mit dem ich zu Dir flehe, alleluja. Es spricht zu Dir mein Herz: Dein Antlitz suche ich. Ja Herr, Dein Antlitz will ich suchen. Dein Antlitz wende nicht hinweg von mir, alleluja, alleluja. ALLELUIA 1 Allelúia, allelúia Ps 46:9 V. Regnávit Dóminus super omnes gentes: Deus sedet super sedem sanctam suam. Allelúia. Alleluja, alleluja. V Der Herr ist König über alle Völker; Gott sitzt auf Seinem heiligen Thron. Allelluja. ALLELUIA 2 Ioannes 14:18 V. Non vos relínquam órphanos: vado, et vénio ad vos, et gaudébit cor vestrum. Allelúia. V Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen; Ich gehe und komme wieder zu euch und euer Herz wird sich freuen. Alleluja OFFERTORIUM Ps 46:6. Ascéndit Deus in iubilatióne, et Dóminus in voce tubæ, allelúia. Aufgefahren ists Gott unter Jubel, der Herr beim Schalle der Posaunen, alleluja. COMMUNIO Ioannes. 17:12-13; 17:15 Pater, cum essem cum eis, ego servábam eos, quos dedísti mihi, allelúia: nunc autem ad te vénio: non rogo, ut tollas eos de mundo, sed ut serves eos a malo, allelúia, allelúia. «Vater, solange Ich bei ihnen war, habe Ich sie bewahrt, die Du Mir gegeben», alleluja. «Jetzt aber komme ich zu Dir. Ich bitte nicht, Du solltest sie wegnehmen aus der Welt, sondern Du mögest sie vor dem Bösen bewahren», alleluja, alleluja....

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Zwei Kardinäle und drei Bischöfe, Erklärung der Wahrheiten (4 von 8)

In dem Teil das Gesetz Gottes nehmen die Unterzeichner Amoris Laetitia aufs Korn, welche schon in anderen Initiativen kritisiert worden ist, siehe unser Archiv.  Was ist so schlimm an Amoris Laetitia? Dass sie drei Dinge behauptet: man muss sündigen, denn Gott hält einem die Gnade vor, die sittlichen Normen („Du sollst nicht ehebrechen“) sind ein Ideal, aber keine Pflicht, man sündigt eigentlich nicht, wenn man sündigt. Das ist, wie richtigerweise Prof. Seifert feststellte, das Ende einer jeden Moral. Denn  einerseits behauptet AL, dass die subjektive Norm gilt und man kann objektiv in Todsünde leben, ohne es subjektiv zu sein oder ’so zu empfinden‘, andererseits sind die Normen des Evangeliums unerreichbar, insbesondere was das Sechste Gebot anbelangt. Um es ganz einfach auszudrücken: Eigentlich ist X nicht ok. Wenn ich es aber tu und zwar unter Umständen a bis f, dann ist es ok! Wenden wir diesen Satz auf alle unsere Verpflichtungen an: Steuerhinterziehung, Kirchensteuerboykott, Nichteinhaltung der Verkehrsvorschriften, fehlende Körperhygiene, Unterschlagung, Mord etc. , etc. , etc. Unsere Pastoralassistentin wird zwar sagen, dass Gesetze im weltlichen Bereich durchaus ok sind, die o.a. Ausnahme gilt nur für das Sechste Gebot für Katholiken nach Amoris Laetitia. Und wenn das kein Argument ist…. Das Gesetz Gottes Eine gerechtfertigte Person hat die notwendige Kraft, mit Gottes Gnade die objektiven Forderungen des Göttlichen Gesetzes zu erfüllen, weil alle Gebote Gottes für den Gerechtfertigten möglich sind. Wenn die Gnade Gottes den Sünder rechtfertigt, bewirkt sie kraft ihrer Natur eine Abkehr von allen schweren Sünden (vgl. Konzil von Trient, Dekret über die Rechtfertigung, Kap. 11; Kap. 13). „Die Gläubigen sind verpflichtet, die spezifischen, von der Kirche im Namen Gottes, des Schöpfers und Herrn, vorgelegten und gelehrten sittlichen Gebote anzuerkennen und zu achten. (…) Die Gottesliebe und die Nächstenliebe sind nicht zu trennen von der Einhaltung der Gebote des Bundes, der im Blut Jesu Christi und durch die Gabe des Geistes erneuert wurde“ (Johannes Paul II., Veritatis splendor, 76). Gemäß der Lehre derselben Enzyklika ist die Meinung derjenigen falsch, die „glauben, die freie und bedachte Wahl von Verhaltensweisen, die den Geboten des göttlichen und des Naturgesetzes widersprechen, als sittlich gut rechtfertigen zu können.“ Deshalb „können sich diese Theorien nicht auf die katholische moralische Tradition berufen“ (Ebd.). Alle Gebote Gottes sind gleich gerecht und barmherzig. Deshalb ist die Meinung falsch die sagt, dass eine Person durch den Gehorsam im Bezug auf ein göttliches Verbot – wie z. B. das sechste Gebot, die Ehe nicht zu brechen – durch diesen Akt des Gehorsams gegen Gott sündigen, sich selbst moralisch schädigen, oder gegen eine andere Person sündigen kann. „Kein Umstand, kein Zweck, kein Gesetz wird jemals eine Handlung für die Welt statthaft machen können, die in sich unerlaubt ist, weil sie dem Gesetz Gottes widerspricht, das jedem Menschen ins Herz geschrieben, mit Hilfe der Vernunft selbst erkennbar und von der Kirche verkündet worden ist“ (Johannes Paul II., Enzyklika Evangelium Vitae, 62). Es gibt moralische Prinzipien und moralische Wahrheiten, die in der göttlichen Offenbarung und im natürlichen Sittengesetz enthalten sind, die negative Verbote einschließen, die bestimmte Arten von Handlungen absolut verbieten, insofern als diese Art von Handlungen immer ein schweres Unrecht hinsichtlich ihres Objekts darstellen. Daher ist die Meinung falsch, dass eine gute Absicht oder eine gute Folgetat ausreichend sei oder sein könne, um die Durchführung solcher Handlungen zu rechtfertigen (vgl. Konzil von Trient, sess. 6 de iustificatione, c....

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Heute, am 31. Mai, beten wir die Bußpsalmen für die Lösung des Bergoglio-Problems und für das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten! Praktische Anweisung Man bete wie folgt: Man knie sich hin. Man mache das Kreuzzeichen. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3) Ad 4. Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten. Wenn wirklich nicht knien kann? Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe. Was ist, wenn man kein Latein kann? Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt: C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“) Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“) Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht. X wie ks (capax – „kapaks“) Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“) Ch wie ch (charta – „charta“) Ph wie f (philosophia – „filozofia“) Rh wie r (rhombus – „rombus“) Th wie t (thalamus – „talamus“) I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“) Y wie y (thymiana – „tymiana“) V wie w (valde – „walde“) S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“) S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“) Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit. Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch. Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an! [1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/ [2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/ [3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html Ant.: Ne reminiscaris, Dómine, delícta nostra vel paréntum nostrórum, neque vindíctam sumas de peccátis nostris. Ant.: Herr, denke nicht an unsre und...

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Anna Gallicana, Partnersuche (3 von 4)

In egoistischen Gesellschaften leben egoistische Menschen Ich weiß, das hören wir nicht gern und es gehört eine gehörige Portion Ehrlichkeit dazu, es sich selbst einzugestehen. Also mal ganz ehrlich, wenn man sich einen Partner wünscht, ist das zumeist sehr egoistisch. Entweder befindet sich das Objekt der Begierde bereits in Sichtweite und man stellt sich vor wie schön (für mich selbst!) es mit dem anderen wohl wäre, wie sehr meine Freunde mich beneiden oder bewundern würden oder – man erträumt sich einen Partner, mit dem es mir selbst ja ach so viel besser ginge. Ja, es geht hier zunächst um das eigene Gefühl. Es wird auch nicht besser, dieses Wohlbefinden auch dem Partner zu unterstellen, um damit den eigenen Egoismus zu entschuldigen. Das gilt insbesondere in sexueller Hinsicht. So wollen die meisten jungen gläubigen Menschen heiraten, um erlaubten Sex zu haben. Sex gehört zwar IN die Ehe, ist aber NICHT Sinn und Zweck einer Ehe. Man sollte heiraten, um dem anderen in den Himmel zu helfen und Kinder für den Himmel zu erziehen. Punkt. Sex ist dabei Nebensache, sowie Holzhacken für das Kaminfeuer oder Hasenspicken zur Ernährung. Im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Meinung (danke Maslow!) ist Sex aber KEIN Grundbedürfnis. Unsere größten Helden (das heißt die Heiligen) lebten fast alle ohne Sex. Punkt. Grundbedürfnisse müssen in jedem Lebensalter erfüllt werden, was bei Sex eindeutig nicht der Fall ist. Kinder und Alte leben sehr glücklich ohne! Und mit etwas gutem Willen auch alle anderen! Frauen unterliegen bei diesem sogenannten Bedürfnis stark den monatlichen hormonellen Schwankungen und haben mit Beginn der Menopause (meist irgendwann ab 40) meist sowieso kein Bedürfnis mehr danach, außer sie tragen sich noch mit einem unerfüllten Kinderwunsch. Bei Männern wird der Wunsch meist durch optische Reize geweckt und ist weniger hormonell oder altersbedingt. Also, es geht auch ohne, außer wenn man das nicht will – und genau das nennt man Egoismus. Wobei der Wunsch nach Sex zur Partnersuche führt, getarnt als die Sache mit der Liebe. Muss ich Ihnen jetzt wirklich erklären, was Liebe ist? Liebe ist, wenn man den Himmel verlässt, unsere menschliche Natur annimmt, mit uns lebt, um uns zu zeigen, wie man leben sollte, für uns stirbt, um uns den Himmel aufzuschließen. Das ist Ihnen zu hoch? Ich soll ein praxisnäheres Beispiel geben? Wenn Sie wollen … Liebe ist, – wenn ich mich um meinen kranken, sogar unheilbar kranken oder behinderten Gatten kümmere. – wenn ich dafür meinen Beruf aufgebe, der mir soziale Anerkennung und Erfüllung gab. – wenn ich meine Heimat verlasse, weil mein Gatte in andere klimatische Verhältnisse gebracht werden muss und ich meine Verwandten und Freunde nicht mehr wiedersehen kann. – wenn ich mich um ihn kümmere, auch wenn alle Bekannten mich für verrückt halten. – wenn ich bei ihm bleibe, obwohl er mir das Leben zur Hölle macht. – wenn ich Tag und Nacht für sein Seelenheil bete. – und obwohl kein Sex mehr möglich ist. Also, wenn Sie einen Partner ’suchen‘, um mit ihm ein solches Leben zu teilen, dann suchen Sie getrost. Ansonsten bedenken Sie mal (Fortsetzung folgt)...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Christi Himmelfahrt

Evangelium am Feste Himmelfahrt Christi Mk 16, 14 – 20 Zuletzt erschien der den Elf, wie sie bei Tische waren. Er verwies ihnen ihren Unglauben und ihre Herzenshärte, dass sie denen nicht geglaubt hatten, die ihn, den Auferstandenen, gesehen hatten. Dann sprach er zu ihnen: „Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium allen Geschöpfen. Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Die Gläubigen sollen folgende Wunder begleiten: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Sprachen reden, Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.“ Nachdem der Herr [Jesus] so zu ihnen gesprochen hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte ihr Wort durch Wunder, die es begleiteten. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor. Der Grund, weshalb die Jünger bezüglich der Auferstehung des Herrn so langsam zum Glauben kamen, war nicht so sehr ihre Schwäche, als, wenn ich so sagen soll, unsere künftige Stärkung. Denn die Auferstehung selbst wurde ihnen wegen ihres Zweifels durch viele Beweise handgreiflich gemacht; und wenn wir diese beim Lesen anerkennen, was ist das anders, als daß wir durch ihren Zweifel fester werden? Weniger hat mir nämlich Maria Magdalena geboten, die schneller geglaubt hat, als Thomas, der lange zweifelte. Er nämlich kam durch den Zweifel zum Berühren der Wundennarben und hat aus unserem Herzen die Wunde des Zweifels entfernt. Um euch die Wirklichkeit der Auferstehung des Herrn glaubhaft zu machen, müssen wir auf das achten, was Lukas berichtet mit den Worten: „Beim Mahle gab er ihnen den Auftrag, sie sollten von Jerusalem nicht weggehen“. Und nach wenigen Worten: „Unter ihren Augen erhob er sich und eine Wolke nahm ihn auf, so daß er ihren Blicken entschwand.“ Achtet auf die Worte, merkt euch deren tiefen Sinn. Beim Mahle erhob er sich. Er aß, und dann stieg er auf; auf daß augenscheinlich durch den Akt des Essens die Wirklichkeit des Leibes deutlich gezeigt würde. Markus aber erwähnt, daß der Herr, bevor er in den Himmel stieg, die Jünger wegen der Unzugänglichkeit der Herzen und ihres ungläubigen Sinnes getadelt habe. Und was haben wir anders darin zu beachten, als daß der Herr zu dem Zweck damals die Jünger tadelte, als er sie leiblich verließ, damit die Worte, die er beim Scheiden sagte, im Herzen der Hörer fester eingeprägt blieben? V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott, von dem alles Gute herkömmt; verleih unsern demüthigen Bitten, daß wir deinen Einsprechungen gemäß recht denken und unter deiner Leitung auch recht handeln! Amen....

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Proprium missae – In Ascensione Domini

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS Acta 1:11 Viri Galilæi, quid admirámini aspiciéntes in coelum? allelúia: quemádmodum vidístis eum ascendéntem in coelum, ita véniet, allelúia, allelúia, allelúia. Ps 46:2 Omnes gentes, pláudite mánibus: iubiláte Deo in voce exsultatiónis. V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto. R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen Acta 1:11 Viri Galilæi, quid admirámini aspiciéntes in coelum? allelúia: quemádmodum vidístis eum ascendéntem in coelum, ita véniet, allelúia, allelúia, allelúia. Ihr Männer von Galiläa, was schaut ihr staunend auf zum Himmel? alleluja. Wie ihr Ihn sahet auffahren zum Himmel, so wird Er wiederkommen, alleluja, alleluja, alleluja. Ihr Völker alle, klatschet in die Hände, jubelt zu Gott mit lautem Jauchzen. V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste; R. wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Ihr Männer von Galiläa, was schaut ihr staunend auf zum Himmel? alleluja. Wie ihr Ihn sahet auffahren zum Himmel, so wird Er wiederkommen, alleluja, alleluja, alleluja. ALLELUIA 1 Allelúia, allelúia. Ps 46:6 Ascéndit Deus in iubilatióne, et Dóminus in voce tubæ. Allelúia. Alleluja, alleluja. Aufgefahren ist Gott unter Jubel, der Herr beim Schalle von Posaunen. Alleluja. ALLELUIA 2 Ps 67:18-19 V. Dóminus in Sina in sancto, ascéndens in altum, captívam duxit captivitátem. Allelúia. V Der Herr auf Sinai, im Heiligtum, Er steigt empor und führt als Beute die Gefangenen mit. Alleluja. OFFERTORIUM Ps 46:6 Ascéndit Deus in iubilatióne, et Dóminus in voce tubæ, allelúia. Aufgefahren ist Gott unter Jubel, der Herr beim Schalle von Posaunen, alleluja. COMMUNIO Ps 67:33-34 Psállite Dómino, qui ascéndit super coelos coelórum ad Oriéntem, allelúia. Singet Psalmen dem Herrn, der über die Himmel der Himmel emporsteigt, dem Aufgang entgegen, alleluja....

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Himmelfahrt warum?

Da wir bei den Messen zum Himmelfahrtsfest über alles Mögliche hören werden nur nicht über die Himmelfahrt selbst, so wollen wir hier ganz kurz darlegen, warum Christus überhaupt gegen den Himmel aufgefahren ist. Ja, warum denn? Weil die Erde ein Jammertal ist und daher Christi erhöhter Natur nach seiner Auferstehung nicht entsprach. So in etwa fasst es Thomas von Aquin auf (Summ. theol. III, q. 57 a.1.) und ganz genau heißt es bei ihm wie folgt: b) Ich antworte, der Ort müsse dem im Orte befindlichen Wesen entsprechen. Nun ist der Ort, in dem wir wohnen, der Ort des Entstehens und Vergehens, nämlich der Vergänglichkeit; — der Himmel ist der Ort der Unvergänglichkeit. Also kam es Christo, der unvergängliches Leben angenommen hatte, dem Leibe nach zu, im Himmel zu sein. Christus ist Gott und Mensch und nach seiner Auferstehung in seiner Menschlichkeit verwandelt und erhöht. Er kehrt zum Vater von seiner Mission zurück und zeigt uns unsere eigentliche Heimat, welche im Himmel ist. Die Himmelfahrt Christi ist eine eindeutige Absage an den Horizontalismus des Deuterovatikanismus oder ohne Fremdwörter ausgedrückt: Es stimmt nicht, dass das Paradies auf Erden ist, das Körperliche besser als das Geistige und Christus ganz, ganz nahe bei uns sein wollte. Wäre dies der Fall, dann wäre er nicht gen Himmel aufgefahren. Er war und ist unsterblich, so hätte er auf der Erde bleiben können. Dies tat er jedoch nicht, um die richtigen Prioritäten zu setzen. Quae sursum sunt sapite- Danach, was oben ist, danach trachtet! (Kol 3,2) Nach dem hl. Thomas war Christus durch seine Himmelfahrt auf vielfache Weise die Ursache unseres Heils geworden: Ich antworte, das Aufsteigen des Herrn sei Ursache unseres Heiles 1. von unserer Seite her; 2. von Christi Seite her: 1. Von unserer Seite her; weil durch sein Aufsteigen unser Geist veranlaßt wird, zu Ihm sich hinzubewegen in Glaube, Hoffnung und Liebe (Art. 1.) und weil wir größere Ehrfurcht vor Ihm haben, da wir Ihn nicht mehr als einen irdischen, sondern als einen himmlischen Menschen anerkennen, nach 2. Kor. 5.: „Und wenn wir Christum nach dem Fleische (d. h. als sterblich) gekannt haben, nun erkennen wir Ihn nicht mehr so.“ 2. Von seiner Seite her ist Er Ursache unseres Heiles, weil er aufgestiegen: a) „damit Er uns den Platz bereite“ (Joh. 14, 2.; Mich. 2, 13.); denn da Er unser Haupt ist, müssen wir als Glieder Ihm folgen, wie Er selbst sagt: „Damit wo ich bin, auch ihr seid“ (Joh. 14.); und um dies auszudrücken hat Er die Seelen der Altväter mit Sich genommen in den Himmel, nach Ps. 67.: „Aufsteigend in die Höhe, hat Er gefangen genommen und mit Sich geführt die Gefangenschaft;“ — b) weil, wie der Hohepriester im Alten Bunde eintrat in das Allerheiligste, um für das Volk zu beten, Christus „in den Himmel eintrat, um unser Fürbitter zu sein;“ denn daß die menschliche Natur so im Himmel sich vorstellt, dies selbst ist eine gewisse Fürbitte für uns, daß Gott, der diese Natur in Christo so hoch erhoben hat, nun auch unserer sich erbarme, für die der Sohn Gottes die Natur des Menschen angenommen; — c) weil Er nun im Himmel thronend als Gott und Mensch, göttliche Gaben den Menschen zuteil, nach Ephes. 4.: „Er stieg auf über alle Himmel, daß Er Alles anfülle“ d. i. „mit seinen Gaben“ (Glosse).

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Anna Gallicana, Partnersuche (2 von 4)

Schauen wir doch einmal in die Bibel und beginnen wir bei Adam und Eva. Ja, schon ganz am Anfang kommt es zur ersten Ehe: Nachdem Gott Adam erschaffen hatte, begann dieser sich in seiner Welt umzusehen. Er benannte Tiere und Pflanzen und lebte in paradiesischen Verhältnissen. Trotzdem war er nicht zufrieden. Er beschwerte sich beim lieben Gott und verlangte einen Partner, der ihm entspräche. Ups, erster Fehler? Na ja, zumindest war das nicht besonderes lobenswert. Wie schon erwähnt, gibt uns Gott immer was wir brauchen und was gut für uns ist. Manchmal gibt er uns zur Strafe oder ‚Belehrung‘ auch das, worum wir so ungeduldig bitten. Und so bekam Adam eine Frau … und das Schicksal nahm seinen Lauf. Dann kam die berühmte Geschichte mit dem Apfel (ja, zu zweit macht man Dummheiten, die man alleine nicht machen würde …) und er verlor seine Heimat und musste fort. Mit den beiden großen Söhnen hatte er auch nicht so viel Glück, nur Streit, Mord und Totschlag – und dann noch ein langes Leben mit viel Mühe und Arbeit und vergeblicher Hoffnung auf eine baldige Erlösung. Es ist müßig zu spekulieren, was sich ohne Adams törichtes Begehren ereignet hätte. Persönlich bin ich davon überzeugt, dass Gott ihm zur rechten Zeit eine Gefährtin zugeführt hätte. Hätte Adam seinen eigenen Willen in allem Gott untergeordnet, hätte Eva dies auch getan, sie hätten sich nicht mit der Schlange eingelassen und wir lebten alle glücklich und zufrieden im Paradies. Ehen werden nämlich im Himmel geschlossen. Dafür brauchen wir auch nicht lange nach einem Beispiel zu suchen, hatte nicht die Jungfrau Maria beabsichtigt, ehelos zu bleiben? Und in Anbetracht des vorgerückten Alters des Heiligen Josef sowie der Legende können wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass dieser ebenfalls nicht zu heiraten gedachte. Aber Gott hatte andere Pläne. Er führte die beiden zusammen und sie führten auch ohne Sex, trotz Armut, Not und Flucht eine glückliche Ehe. Denn wer zur Ehe bestimmt ist, kann seiner Berufung schwerlich entgehen (das gilt übrigens auch für alle anderen Berufungen, siehe Jonas im Bauch des Wals etc.). Und ja, die Ehe ist eine Berufung, eines der Un-Worte, seit dem letzten Konzil. Jetzt glaubt jeder, sich selbst verwirklichen zu können – das ist genau das Gegenteil von Berufung und alles andere als katholisch! (Fortsetzung folgt)...

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