Tradition und Glauben

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Allerheiligste Dreifaltigkeit

Evangelium des Festes der Hl. Dreifaltigkeit (zugleich 1. Sonntags nach Pfingsten) Mt 28, 18 – 20 Jesus trat auf seine Jünger zu und sprach zu ihnen: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und lehret alle Völker: Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe. Seht, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Gregor von Nazianz. Wer von den Katholiken ist in Unkenntnis, daß der Vater in Wahrheit Vater, der Sohn in Wahrheit Sohn und der Heilige Geist in Wahrheit Heiliger Geist ist, wie der Herr selbst zu seinen Aposteln sagt: „Geht hin und taufet alle Völker im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes?“ Das ist die vollkommene Dreifaltigkeit, die in der Einheit besteht, die wir als eine Wesenheit bekennen. Denn wir nehmen nicht entsprechend dem Verhältnis bei den Körpern eine Teilung in Gott vor, sondern wir glauben, daß gemäß der Macht der göttlichen Natur, die keinen Stoff an sich hat, auch die verschiedene Namen tragenden Personen ein Dasein haben und bezeugen, daß in der göttlichen Wesenheit eine Einheit ist. Auch sagen wir nicht vom Sohne, daß es in ihm eine Ausdehnung eines Teiles von einem Teile gibt, wie einige gemeint haben; auch halten wir ihn nicht für ein Wort ohne Wirklichkeit, wie den Schall von etwas Gesprochenem, sondern wir glauben, daß die drei Namensträger und die drei Personen eine Wesenheit, eine Majestät, eine Macht sind. Und deshalb bekennen wir einen Gott, weil die Einheit der Majestät uns hindert, mit einem Vielheitsworte von Göttern zu reden. Außerdem nennen wir im katholischen Sinne den Vater und den Sohn; von zwei Göttern aber können und dürfen wir nicht reden. Nicht etwa, als ob der Sohn Gottes nicht Gott wäre, da er doch wahrer Gott vom wahren Gott ist; sondern weil wir wissen, daß der Gottessohn nicht von anderswo, als von dem einen Vater selbst stammt, deshalb reden wir von einem Gott. Das haben nämlich die Propheten, das haben die Apostel überliefert; das hat der Herr selbst gelehrt, wenn er sagt: Ich und der Vater sind eins. Das „eins“ bezieht er, wie ich gesagt habe, auf die Einheit des göttlichen Wesens, durch das „wir sind“ weist er auf die Personen hin. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Allmächtiger, ewiger Gott! Der Du uns, deinen Dienern, die Gnade verliehen hast, die Herrlichkeit der heiligen Dreieinigkeit im Bekenntniße des wahren Glaubens zu erkennen und in der Macht der Herrlichkeit die Einigkeit anzubeten: wir bitten Dich, daß wir Kraft dieses Glaubens von allen Widerwärtigkeiten allzeit geschützt werden, durch Christus unsern Herrn. Amen. Kirchengebet (für den 1ten Sonntag nach Pfingsten.) Gott, du Stärke derer, die auf Dich hoffen, sey gnädig unsern Bitten! und weil ohne Dich die sterbliche Schwäche nichts vermag, sende die Hilfe deiner Gnade, daß wir in Ausübung deiner Gebote Dir durch Gesinnung und Handlung gefallen! Amen....

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Peter Kwasniewski, Wiederaufbau des authentischen Katholizismus auf den Ruinen des Konzilsexperiments (1 von 2)

Anbei ein herzerwärmendes Interview von Peter Kwasniewski über die Alte Messe in der vorzüglichen Übersetzung von davillatollkuehn. Es wird zurecht Alice von Hildebrand zitiert, welche meint, dass der Teufel die Alte Messe hasst. Natürlich tut er das. Er hasst alles Gute, Schöne, Wahre und Heilige. Alles, wo sich ein Mensch laben und erbauen kann. Es lässt sich wirklich nicht leugnen, dass der Novus Ordo ganze Scharen von dämonischen Narzissten großzieht, wie immer wieder Ann Barnhardt wiederholt, da man einander in die Augen schaut. Die Gläubigen denken, dass es um sie geht und der Priester sie bespaßen muss. Der Priester denkt, dass es um ihn geht, weil die Menschen seinetwegen kommen. Missverständnis auf beiden Seiten und Gott bleibt außen vor. Im Cicero von Februar wird Wunnibald Müller, ein angeblich katholischer Theologe, zitiert, der sich mit den Missbrauchspriestern befasst. Seine Ansichten sind zwar nicht katholisch und er glaubt nicht an die Notwendigkeit oder gar die Möglichkeit des Zölibats, aber es sagt etwas Interessantes:  „Zwischen der Priesterweihe und dem ersten Übergriff vergehen in der Regel zehn bis fünfzehn Jahre. Man kann sagen, dass die Einsamkeit und der Mangel an Intimität diese Priester in besonderer Weise anfällig machen für sexuelle Übergriffe.“  Das ist doch höchst interessant und ein wenig beruhigend. Es werden also nicht immer Psychopathen und Pädophile geweiht, wie in einem Fall in Belgien, die sich gleich nach der Weihe an den Kindern und Jugendlichen vergehen. Man wird so nach 10 bis 15 Jahren des Priesterlebens. Nach 10 bis 15 Jahren von Novus Ordo. Erschütternd. Aber es kommt noch besser: Sie [die Täter] haben kein Schuldbewusstsein?Ja, typisch für diese Täter ist ein Mangel an Einfühlungsvermögen. Viele wissen nicht: Was tu ich den Kindern damit an? Ich bin Priestern begegnet, die der Meinung waren, sie hätten den Kindern noch etwas Gutes getan.  Nein. Doch, da kommen zwei Dinge zusammen: Der Mangel an Einfühlungsvermögen – und eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur.  Nach 10 bis 15 Jahren Novus Ordo hat man eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur, kein Einfühlungsvermögen und kein Gewissen. Wir wissen nicht, wie diese Männer früher gewesen sind, denn Wunibald Müller spricht mit ihnen, nachdem sie schon straffällig geworden sind. Der Novus Ordo hat sie weder einfühlsamer, noch heiliger oder besser gemacht, sondern umgekehrt.  War es denn früher wirklich besser? Diesbezüglich wohl schon, denn es ist die Menge an solchen Taten, welche das Faß wohl überall zum Überlaufen brachte. Die Menge und die fehlenden Strafen und Reaktionen der Bischöfe. Wir alle haben einen hohen Preis für den Novus Ordo zu zahlen. Ich wurde von der italienischen Zeitschrift Radici Cristiane, die von Roberto de Mattei herausgegeben wird, zu folgendem Interview eingeladen. Es erschien in der April-Ausgabe unter dem Titel „L‘ usus antiquior ci salverà – Intervista al dott. Peter Kwasniewski.“ Der englische Originaltext ist unten mit Genehmigung von Radici Cristiane wiedergegeben Radici Cristiane: Wir erleben eine historische Krise in der Kirche. Denken Sie nur an den Rückgang der Berufungen, die Kirchen werden von Tag zu Tag leerer, die Missbräuche in der Liturgie werden immer zahlreicher. In Kirchen, in denen die Messe im alten Ritus gefeiert wird, sind jedoch sehr viele junge Menschen anwesend. Wie ist das zu erklären? Dr. Kwasniewski: Das Phänomen ist nicht schwer zu erklären. Die heutige Welt bietet jungen Menschen ständige Versuchungen, sei es in der Anziehungskraft intellektueller Moden oder in den allgegenwärtigen moralischen Fallen der Unkeuschheit...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Pfingstmontag

Evangelium des Pfingsmontags Joh 3, 16 – 21 „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht glaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das aber ist das Gericht: Das Licht ist in die Welt gekommen, doch die Menschen hatten die Finsternis lieber als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Lichte, damit seine Werke nicht zutage treten. Wer aber nach der Wahrheit handelt, kommt zum Lichte, damit offenbar wird, daß seine Werke in Gott getan sind.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus. Soweit es auf den Arzt ankommt, ist er gekommen, um den Kranken zu heilen. Selbst tötet sich derjenige, der die Vorschriften des Arztes nicht befolgen will. Der Heiland kam in die Welt. Wozu anders ist er Heiland der Welt genannt worden als dazu, daß er die Welt zum Heile führe, nicht daß er die Welt verurteile? Willst du nicht von ihm zum Heil geführt werden, so wirst du durch dich selbst verurteilt werden. Doch, was sage ich: du wirst verurteilt werden? Gib acht, was er sagt: „Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt“. „Wer aber nicht glaubt“ – was erwartest du anders als daß er sagt: „Er wird verurteilt“. Wenn er nun hinzufügend sagt“ „Er ist schon verurteilt“, so ist das Urteil noch nicht offenkundig geworden, aber das Urteil ist schon geschehen. Der Herr kennt diejenigen, die zu ihm gehören; ihm ist es bekannt, wer zum Empfang der Krone bleibt und wer zum Brennen in den Flammen bleibt. Er kennt auf seiner Tenne den Weizen, er kennt auch die Spreu; Er kennt, was er gesät hat; er kennt auch das Unkraut. „Schon ist verurteilt derjenige, der den Glauben verweigert.“ Weshalb verurteilt? „Weil er den Glauben verweigert der Majestät des eingeborenen Gottessohnes. Das aber ist der Urteilsgrund, daß, wo derjeinge, der das Licht ist, in die Welt gekommen ist, die Menschen mehr die Finsternis geliebt haben, als das Licht; ihre Taten waren nämlich böse.“ Wie also haben einige Echtgutes getan und sind zum Licht gekommen? Und auch dieses steht im folgenden: „Wer Echtgutes tut, der kommt zum Licht“. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Erhöre, barmherziger Gott! mein Flehen und das Bitten der gesammten Christenheit, laß das Licht deiner Gnade über uns noch mehr, und über jene Völker, die noch in dir Dunkelheit leben, ganz neu leuchten! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Pfingstsonntag

Evangeliumstext des Pfingstsonntags Joh 14, 23 – 31 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Wer mich liebt, bewahrt mein Wort; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Wer mich nicht liebt, bewahrt meine Worte nicht. Und doch stammt das Wort, das ihr vernehmt, nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Dies habe ich euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird auch alles lehren und euch an alles erinnern,was ich euch gesagt habe. Den Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz bange nicht und zage nicht! Ihr habt ja gehört, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Wen ich mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Nun habe ich es euch gesagt, ehe es eintritt, damit ihr glaubt, wenn es eintritt. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt. Über mich vermag er nichts; aber die Welt soll erkennen, daß ich den Vater liebe und so handle, wie der Vater mir aufgetragen hat. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor. Wir möchten, Geliebteste, die Worte des verlesenen Evangeliums in Kürze durchnehmen, um nachher länger bei der Betrachtung einer solchen Festlichkeit verweilen zu können. Heute ist nämlich der Heilige Geist unter einem plötzlichen Geräusch auf die Jünger gekommen und hat die Gemüter der fleischlich veranlagten umgewandelt, daß sie von seiner Liebe erfüllt wurden und durch die äußerlich sichtbaren Zungen wurden die Herzen glühend gemacht; denn während sie bei der Erscheinung des Feuers ein göttliches Wesen in sich aufnahmen, sind sie in lieblicher Weise in der Liebe aufgelodert. Denn der Heilige Geist ist selbst die Liebe; daher sagt ja auch der heilige Johannes: „Gott ist die Liebe“. Wer also mit ganzer Seele nach Gott verlangt, der hat schon den, den er liebt. Denn es könnte niemand die Liebe zu Gott haben, wenn er nicht denjenigen hätte, den der liebt. Und darum antwortet ein jeder von euch, wenn man ihn fragt, ob er Gott liebe, mit voller Zuversicht und ohne Bedenken: Ja, ich liebe ihn. Am Anfang der Lesung selbst aber habt ihr gehört, was derjenige sagt, der die Wahrheit ist: „Wer mich liebt, wird beachten, was ich sage“. Der Prüfstein der Liebe ist also das Vorzeigen der Tat. Daher sagt in seinem Briefe derselbe heilige Johannes: „Wer da sagt: ich liebe Gott, und dessen Gebot nicht beachtet, der ist ein Lügner. Nun lieben wir Gott in Wirklichkeit und wir beachten seine Gebote, wenn wir uns die rein sinnlichen Vergnügungen versagen. Denn wer sich noch im Verlangen nach verbotenen Dingen verliert, der liebt Gott gewiß nicht; denn der widerspricht ihm ja in seinem Willen. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengesang von dem Heil. Geiste Komm‘ zu uns, o heiliger Geist, sende uns vom Himmel her deines Lichtes heil’gen Strahl! Komm‘, der Armen Vater Du, komm‘, der Himmelsgaben Quell, komm‘, der Menschen-Herzen Licht! Bester Tröster, komm‘ zu uns, Du der Seelen süßer Gast, und Erquickung unserm Geist! Ruhe...

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Marian T. Horvat, Ph.D., Warum müssen sich nur Frauen gut anziehen? (3 von 3)

Eine Wiederherstellung der Sitten Viele junge Männer und Frauen sind heute zu Bewunderern des Christentums geworden und suchen seine Wiederherstellung, was jedes Lob verdient. Aber nicht durch die Wiederherstellung der lateinischen Messe allein, die Bekämpfung der Abtreibung oder das Wiedererlernen der katholischen Lehre wird das Christentum wiederhergestellt. Das sind lobenswerte Anstrengungen, die unternommen werden müssen und die meine volle Unterstützung finden, aber sie umfassen nicht das Gesamtbild. Denn das Christentum wurde immer als eine Projektion der katholischen Prinzipien in jedem Aspekt des zeitlichen Bereiches verstanden. Von daher setzt es sich in dem Maße durch, in dem die Prinzipien der katholischen Lehre auch die Bräuche und Lebensweisen der Menschen prägen. Dazu gehört natürlich auch die Kleidung eines Mannes. Je mehr eine Zivilisation christlich wird, desto mehr wird die Herrenkleidung männlich, würdevoll, edel sein – vom höchsten Würdenträger bis zum niedrigsten Arbeiter. Sie werden würdige Kleidung tragen, die ihrem Amt und ihrer Stellung im Leben entspricht, nicht nur in der Messe, sondern überall dort, wo sie hingehen. Das ist es, was man in der Kleidung früherer Zeiten erkannte.  Schlage ich hier vor, dass wir, um katholisch zu sein, zum Stil des Mittelalters zurückkehren müssen? Offensichtlich nicht. Aber es ist notwendig, dass der heutige Mensch das Prinzip versteht und respektiert, das der Idee zugrunde liegt, dass Kleidung die richtige Vielfalt von Situation und Klasse widerspiegeln sollte, die in allen gut geordneten Gesellschaften existiert, anstatt unbewusst die revolutionären Stile unserer Tage zu übernehmen, die Komfort und Leichtigkeit betonen. Bei der Beerdigung von Ornans durch Courbet (1850) kleiden sich Priester und Gemeindemitglieder mit Würde entsprechend ihren Stellung im Leben.  Es würde einem Mann helfen, sorgfältig zu analysieren, wie sehr die Revolution in den Sitten sein tägliches Umfeld und vielleicht seine eigene Garderobe und Haltung infiltriert hat, damit er beginnen kann, diesem heimtückischen Affront gegen gute katholische Gewohnheiten zu begegnen. Dies wird vom modernen Menschen eine große Selbstdisziplin, eine große Liebe zu Erhabenheit und Hierarchie, eine große Liebe zum Ernst und vor allem eine große Liebe zu Gott verlangen. Das Ergebnis wird sich, wie die Geschichte gezeigt hat, durchaus lohnen. Er wird den Respekt seiner Familie und der Gesellschaft haben, und noch wichtiger, einen Respekt vor sich selbst. Er wird auch wissen, dass er durch seine Kleidung, Haltung und Seinsweise jederzeit Gott die Ehre gibt. ...

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Marian T. Horvat, Ph.D., Warum müssen sich nur Frauen gut anziehen? (2 von 3)

Die Kulturrevolution Wenn wir die Revolution als die Abschaffung einer natürlichen und guten Ordnung der Dinge verstehen, um sie durch eine schlechte Ordnung der Dinge zu ersetzen, können wir beginnen, die Kulturrevolution zu analysieren, welche die Sitten, Gewohnheiten und Lebensweisen des modernen Menschen verändert hat. Die Kulturrevolution beinhaltet eine Revolution des Stils, in dem eine neue „lockere“, „entspannte“, „egalitäre“ und vulgäre Art von Kleidung und Lebensweise entstand, welche die bestehende Ordnung und Werte ersetzt, die von der christlichen Zivilisation gepflegt worden waren. Die Sorbonne-Revolution vom Mai 1968, die ihre Entsprechung in der Studentenrevolte an der Universität von Berkeley in den USA fand, war eine Explosion im kulturellen Bereich,  einer Art Egalitarismus, der in seinem eigenen Sinne so radikal war wie der Sowjetkommunismus. Die Revolutionäre vom Mai 1968 übernahmen für einige Tage die Universität der Sorbonne und rebellierten gegen alle etablierten kulturellen und moralischen Muster. Sie erklärten sich von jeder Einschränkung und Kontrolle frei. „Es ist verboten zu verbieten“ war die Maxime, welche die Bewegung zusammenfasst. Die Studenten dort schufen ein Modell, das von rebellischen Jugendlichen an Universitäten auf der ganzen Welt wiederholt werden sollte. Diese jungen Männer und Frauen forderten keine politische Macht, sondern eine kulturelle Revolution. Beispielsweise plädierten sie für totale sexuelle Freiheit, völlige Gleichmacherei zwischen den Geschlechtern und sozialen Schichten und das Ende aller Hemmungen und Verbote. Als Folge der Auswirkungen der Sorbonne-Revolution verschwanden allmählich das Gewand und die Gewohnheiten von Anstand und Schicklichkeit, die Anstrengung oder Strenge erforderten – und „lässiger“ Kleidung und Manieren wichen, die zu Symbolen des Hippie- und Punk-Stils wurden. Die Kleidung und Frisur der Beatles in den 1960er Jahren galt als äußerst revolutionär. Heute wird ihr Aussehen als normal, ja sogar konservativ akzeptiert….. Einige dieser Stile wurden von der breiten Öffentlichkeit akzeptiert, wie der Minirock und die Bermudas, die subtile Einladungen zum FKK sind, der ebenfalls täglich immer weniger abgelehnt wurde. Ohrringe für Männer, Perlenketten und Armbänder, lange Haare und die daraus resultierenden Pferdeschwänze: Diese radikalen Symbole der Revolution im Stil der 60er Jahre sind heute auf den Straßen und sogar in Kirchen alltäglich geworden. Ja, sogar in den traditionellen Kreisen. Diese einst schockierenden Bräuche gelten heute sogar als moderat im Vergleich zu Body-Piercing, Tattoos und anderen aktuellen Punkstilen. Einige der Männer, die diese „neuen“ Stile übernehmen, haben einen deutlich schmutzigen und wilden Look – sie sind die direkten Erben der Hippie-Revolution. Andere, die viele der gleichen Gewohnheiten übernehmen, präsentieren sich als sauber und feminin. Die allgemeine Tendenz, soweit ich das beurteilen kann, kommt und geht zwischen diesen beiden Polen. Um ein weiteres Beispiel zu nennen: Ein wichtiges Symbol der Revolution der 60er Jahre war die heute übliche Blue Jeans. Vor dieser Kulturrevolution waren Jeans aufgrund ihrer praktischen Haltbarkeit eine übliche Arbeitskleidung für Cowboys und Viehzüchter. Die 60er Jahre verwandelten die Blue Jeans in ein Symbol der egalitären und „demokratischen“ Tendenzen der Zeit. Verblasst, zerrissen, eng anliegend, gleichgeschlechtlich, wurden sie zur Uniform für den Studentenrevolutionär. In seinem Buch „Das Reich des Vergänglichen“ berichtet der französische Schriftsteller Gilles Lipovetsky: „Die Bewegung zur Jeans hin antizipierte den Ausbruch der Gegenkultur und des allgemeinen Streitgeistes, der ab Ende der 60er Jahre dominierte.“ (Paris, Gallimard, 1987, S. 95). Die Revolution von Mai ’68 drückte sich mehr durch Kleidung, Gefühl und spontanes Handeln und Denken aus als durch explizite Indoktrination in den Theorien von Marx und Freud. Eine...

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Marian T. Horvat, Ph.D., Warum müssen sich nur Frauen gut anziehen? (1 von 3)

Wir setzen hiermit unsere kleine Life-Style-Reihe fort, indem wir einen Beitrag der amerikanischen Katholiken Marian T. Horvat aus Tradition in Action in der wie immer vorzüglichen Übersetzung von davillatollkuehn vorstellen. Die Rolle eines Anzugs beim würdigen Erlebnis der Heiligen Messe wurde schon bei uns thematisiert, und wirbelte bei gloria.tv, unserem Truppenübungsplatz, viel Staub auf. Da DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) nicht immer ausschließlich seine eigenen ästhetischen Ansichten verbreiten möchte, so ist er froh und glücklich jemanden zu publizieren, der seine Ansichten teilt. USA ist nicht Europa und wahrscheinlich ist es noch schlimmer. Aber auch in D-A-CH sehen die meisten Frauen im Sommer wie Freizeitprostituierte und Männer wie Obdachlose aus. Es war das Konzil und die nachkonziliaren „Kulturrevolution“, die alles auch ästhetisch aus dem Ruder laufen ließ. DSDZ ist ein kleiner oder eher ein großer Modediktator und sollte er irgendwann mal an die Macht kommen, so wird er eine Modepolizei (Style Police) anführen, die Strafzettel bis zum Ausgehverbot hin verteilt. Eine Burka ist da auch eine Lösung, aber keine sehr gute.    Kleidet er sich denn selbst so gut? Ja!  Was aber viele Menschen nicht einsehen, ist die Tatsache, dass elegante Kleidung und Körperhygiene Zeichen der tätigen Nächstenliebe sind. Ich respektiere mein Gegenüber, indem ich mich so kleide, dass es ihm/ihr eine Freue macht mich anzusehen. Ich kommuniziere durch meine Kleidung. Kleidung drückt doch immer dem Umfeld gegenüber etwas aus. Sollten Sie kein Einsiedler mit härendem Gewand sein, der nur die Dämonen oder die Tiere sieht, dann haben Sie es doch mit Menschen zu tun. Durch Ihre Kleider drücken Sie nicht nur das aus, was Sie von sich selbst halten, sondern auch was Sie von den anderen halten. Beispiel: Vorstellungsgespräch. Kleidung ist auch ein Ausdruck der Selbstdisziplin, weswegen die Briten in der Kolonialzeit sich sogar im Dschungel zum Abendessen umkleideten. Sie waren doch keine Wilden! Der Teufel will, dass wir hässlich werden, weil er uns hasst. Von Hass kommt das Wort hässlich und hasst man jemanden, so will man ihn verstümmeln. Auch ästhetisch. Lassen wir das nicht zu.  Wie die meisten Frauen bin auch ich ein unverbesserlicher Menschenbeobachter. Als ich also vor kurzem über den Parkplatz ging, um eine traditionellen lateinische Messe zu besuchen, bemerkte ich natürlich die Familie, die vor mir ging. Es war die Art katholischer Familie, die ich bewundere: die Mutter, die drei Kinder hütet, alle unter sechs Jahren, der Vater jung und willensstark, bereit, die Unannehmlichkeiten und die Unbequemlichkeit einer langen Fahrt mit seiner Familie an einem heißen Sommertag zu ertragen und bereit, die kleine Schlacht zu schlagen, um seine überschwänglichen Kinder während der Messe in gut erzogenen Bahnen zu halten. Vielleicht wegen der Hitze, oder vielleicht weil die Familie danach in einen Park ging, trug er ein kariertes, offenes, kurzärmeliges Baumwollhemd, Blue Jeans und Tennisschuhe. Als ich die Kirche betrat, fand ich heraus, dass sein Outfit (mit unterschiedlichem Grad an Zwanglosigkeit – z.B. lässige Strickhemden, Khakihosen, Sandalen) hier von Männern aller Altersgruppen präsentiert  wurde. Die vom Pater gehaltene  Predigt war ausgezeichnet, und ihr ging eine kurze Einleitung voraus, die den anwesenden Damen vor Augen führte, wie wichtig es ist, dass sich die Frauen nicht nur für die heilige Messe, sondern auch immer dann, wenn sie ausgehen, bescheiden und angemessen kleiden. Eine Frau oder junge Dame, die sich mit einer gewissen Eleganz, Bescheidenheit und femininem Charme kleidet, kann die...

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Anna Gallicana, Hose oder Rock – das ist hier die Frage (2 von 2)

Mantilla Wir haben uns auf diesem Blog schon mehrmals über das Mantilla-Experiment unterhalten und ihnen Internet-Anbieter sowie eine Anleitung zum Selbermachen angeboten. Eine Mantilla ist schon der erste Schritt, damit ‚Frau‘ den Heiligen Frauen ähnlicher wird. Man sieht damit gleich besser aus – nicht lächeln, das ist in Gegenwart des höchsten Königs durchaus ein Argument – und vor allem, man tritt damit aus dem Alltag heraus. Außerdem ist eine Mantilla leicht mitzunehmen. Eine der Schwierigkeiten mit der passenden Kleidung ist doch, dass man nicht immer die Zeit hat, sich vorher und nachher in aller Ruhe zu Hause umzuziehen. Besonders Werktags sind die Zeitpläne meist knapp, besonders wenn man arbeitet und/oder Kinder hat. Wenn man dann die Gelegenheit hat, zur Messe zu gehen, muss man das meist unmittelbar nach Arbeit oder Schule oder sogar nach dem Sportunterricht. Hier ist eine Mantilla zwar nicht ausreichend, aber guter Rat nicht teuer. Im Winter hat man es da noch leichter. Da kann man sich schnell einen passenden, möglichst langen Mantel überziehen und die ungebührliche Alltagskleidung darunter verbergen. Wie Sie sich vielleicht bereits denken können, diese Anregung gilt auch für Mitglieder des starken Geschlechts. Aber es geht noch besser. Ich werde es auf keinen Fall versäumen, Ihnen mein absolutes Lieblingskleidungsstück wärmstens (ist ja für den Winter) ans Herz zu legen: Das gute, alte, neue Cape! Es ist gerade wieder groß in Mode gekommen, was uns die Anschaffung in allen Preisklassen erheblich erleichtert. Es gibt das Cape in kurz (bis zur Taille), mittellang (bis unters Gesäß), lang (bis zum Knie) oder ganz selten und in den oberen Preisklasse auch das ganz lange (bis zum Knöchel). Mit einem mittellangen Cape sind sie bereits sehr passend gekleidet. Es bietet im Winter noch den Vorteil, dass man beim Sitzen eine kuschelig weiche und warme Unterlage hat. Schämen Sie sich nicht, meine Damen, viele von uns haben besonders mit zunehmendem Alter Probleme im Unterleib und müssen sich ‚untenherum‘ warm halten. Es ist auch praktisch, da Sie das Cape wirklich über jedes Gewand ziehen können, egal ob Sie nur ein T-Shirt oder einen Schneeanzug darunter tragen. Sogar ein schicker Anzug wird nicht zerknittert, da man sich nicht in enge Ärmel zwängen muss. Und wenn Sie ein bisschen verfroren sind, können Sie locker noch eine dicke Jacke drunter ziehen. Außerdem lohnt sich die Anschaffung. Capes existieren nur in Kinder- (bis ca. 10 Jahre) und Einheitsgröße für Erwachsene. Mit einem Cape können ihre Kinder wachsen, Sie können zunehmen (super angenehm, wenn sie schwanger werden!), abnehmen, oder sogar einen Gipsarm darin einpacken (ich habe meines schon einer Bekannten mit gebrochenem Arm ausgeborgt). Das Cape passt immer. Und sollten Sie mal Bewegungsschwierigkeiten haben (Schwangerschaft, Krankheit oder Verletzung), da lässt sich ein Cape ganz leicht überziehen. Also gut, Sie haben es inzwischen bemerkt, ich trage schon fast mein ganzes Leben lang dieses Kleidungsstück, das ich für keinen Mantel oder Anorak eintauschen würde. Probieren sie es auch mal und Sie werden mir bestimmt zustimmen. Und vor allem, es sieht doch fast so aus, wie der Mantel der Gottesmutter auf den Statuen, ein bisschen mehr unserem Modegeschmack entsprechend, aber doch überraschend ähnlich. Da fühlt man sich dann sowohl in der Kirche als auch außerhalb gut angezogen. Wenn man einmal die Vorzüge dieses Kleidungsstückes erkannt hat, möchte man es auch in der sogenannten Übergangszeit nicht mehr missen. Und, Glück...

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Anna Gallicana, Hose oder Rock – das ist hier die Frage (1 von 2)

Doch, doch, genau das ist die Frage ! Sind Sie schon einmal in eine Kirche gegangen ? Möglichst in eine, die noch wie eine Kirche aussieht. Also mit einem Hochaltar, den man beim Eintreten sofort bemerkt, mit Kniebänken, damit man sofort erkennt, dass es sich hier um eine katholische Kirche handelt und vor allem mit Heiligenfiguren. Es ist Ihnen vielleicht noch nicht aufgefallen, aber die Statuen sind nicht zur Verzierung da, sondern sie füllen den Raum, damit unsere Gedanken um sie kreisen. Etwa wie die Poster im Zimmer eines Teenagers. Als Katholiken sollten wir nämlich die Heiligen als unsere Vorbilder betrachten und in allem nachahmen: im Leben, im Denken, im Handeln und auch in der Kleidung. Ja, die Herren der Schöpfung werden da wohl ein bisschen schlucken. Ich bin als hasenspickende Familienmutter zwar theologisch ziemlich ungebildet, aber ich habe eine ziemlich genaue Vorstellung vom Himmel und vom ewigen Leben – wie sollte ich das ansonsten meinen Kindern erklären ? Also zunächst glaube ich, dass sich der Liebe Gott die Zeit und die näheren Umstände seines Aufenthalts in diesem Erdental sehr genau ausgesucht hat und dass dementsprechend das Leben im Himmel damit zu vergleichen ist. Wenn Jesus, die Gottesmutter, die Apostel und die meisten Heiligen der folgenden Jahrhunderte also Kleider getragen haben, so werden wir im Himmel das auch tun, alle! Besonders die Männer. Also gewöhnt euch schon mal an den Gedanken. Und das sieht doch gut aus, oder? Aber hier und heute? Ja, ich verstehe das gut, dass man sich nicht gänzlich der herrschenden Mode entziehen kann. Unser Pfarrer trägt zwar tapfer seine Soutane, aber für andere Männer wäre dies beispielsweise ein K.O.-Urteil für eine Anstellung. Nachdem diese Seite (die männliche) also geklärt wäre, kommen wir zur besseren Hälfte. Wir Damen können manchmal noch Röcke und Kleider in der Öffentlichkeit tragen. Ich gebe zu, dass ich das auch nicht immer kann, ebenso wenig wie viele meiner Bekannten und Freunde. Da sind zum Beispiel für Krankenschwestern hier im Ort Hosen Pflicht, für Busfahrer auch. Eine gute Freundin sitzt im Rollstuhl und muss dort mit einem Gurt zwischen den Beinen angeschnallt sein, nun stellen sie sich das mal im Rock vor … Als Lehrerin in unserer Mittelschule kann ich auch keine Röcke tragen, die Disziplin der Schüler ist nicht besonders gut und ich müsste den ganzen Tag meinen Rock bewachen, mich vor am Boden liegenden, filmenden Handys in Sicherheit bringen … ist schon lästig genug, die zu konfiszieren. Trotzdem werden mir bestimmt alle (!) Leserinnen zustimmen, dass sie sich Kleid oder Rock anziehen, wenn sie gut aussehen wollen, weil sie auf eine tolle Hochzeit, eine Familienfeier etc. eingeladen werden oder wenn die jungen Mädchen ihrem Traumprinzen gefallen wollen. Das ist doch ein deutliches Zeichen dafür, dass wir uns in Kleidern schöner und wohler fühlen. Und zur größten Einladung unseres Lebens, zur Messe, zur Begegnung mit dem Lebendigen Gott, möchten wir doch so schön wie möglich sein – äußerlich und innerlich. Das Äußere färbt doch auf das Innere ab und bringt uns in die richtige ‚Stimmung‘. Wenn wir also die Kirche betreten, wünschten wir uns bewusst oder unbewusst, es unseren Vorbildern gleichzutun, heldenhaft allen Versuchungen zu widerstehen und diese wunderbaren Kleider zu tragen und einen Platz im Himmel zu bekommen. Aus diesem Grunde wurden wahrscheinlich die Statuen aus den Kirchen entfernt. Sollen wir...

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Prof. Plinio Correa de Oliveira: Gut angezogen – Eitelkeit oder Tugend?

Mir wurden einige Fragen über die Art und Weise, sich selbst zu präsentieren, gestellt. Diese Fragen will ich alle hiermit beantworten Frage: Warum sollen wir uns gut kleiden? Spricht es nicht für Eitelkeit, sich darum zu sorgen, sich selbst gut zu präsentieren? Antwort: Der Hintergrund für diese Frage ist folgender: Der Mensch sollte alles vermeiden, was zur Sünde führt. Nun, sich gut zu kleiden, kann durch Eitelkeit, die eine Form der Sünde ist, motiviert sein. Dann sollte man es vermeiden, sich gut zu kleiden. Lassen Sie mich diese Argumentation auf das Thema des Studierens anwenden. Studieren kann die Eitelkeit befriedigen. Dann sollte man das Studium meiden. Das Gleiche könnte auch für die Hygiene gelten. Sich sauber zu halten, kann Eitelkeit befriedigen. Dann sollte man Duschen und Baden vermeiden....

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Mode für Männer oder wie kleide ich mich zur Alten Messe?

Nachdem wir hier mehr als einmal uns über die Frauenmode im Sinne des Tragens einer Mantilla samt geschmackvollem Zubehör zu Alten Messe verbreitet haben, kommen diesmal die Männer an die Reihe, welche sich auch zur Alten Messe sauber, ordentlich und schick zu kleinen haben. Um die Schlussfolgerung gleich vorweg zu nehmen: Frage: Wie kleide ich mich zu einer Alten Messe? Antwort: In einen Anzug! Tracht geht auch! Frage: Und wenn ich keinen habe? Antwort: Dann kaufen Sie sich einen! Frage: Und wenn ich mir keinen leisten kann? Antwort: Dann gehen Sie zu H&M, C&A, Irgendwas&Irgendwas oder kaufen Sie Second-Hand!...

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Kardinal Siri, Männerkleidung, die von Frauen getragen wird (2 von 2)

Hier der zweite Teil des Aufsatzes von Kardinal Siri und diejenigen der Herren, die sich nach fundierten Hegel-Kritik sehnen statt nach Abhandlung der unmännlichen Rockfrage, werden hier fündig. Ja, ein katholischer Theologe muss vielseitig sein: Rock und Hegel mit Auschluss der hegelianischen Synthese natürlich. III. Lassen Sie uns ernsthaft über die Tragweite dessen nachdenken, was bislang gesagt wurde, auch wenn die Erscheinung einer Frau in Männerkleidern nicht sofort die selbe Verstörung hervorruft wie bei schwerer Unanständigkeit. Die Veränderung der weiblichen Psychologie zeitigt grundlegende und – auf lange Sicht – irreparable Schäden für die Familie, die eheliche Treue, zwischenmenschliche Zuneigung und die menschliche Gesellschaft. Es ist wahr, die Effekte des Tragens unpassender Kleidung werden nicht binnen kurzer Zeit erkennbar. Aber man muss daran denken, was langsam und heimtückisch mürbe gemacht, auseinandergerissen und pervertiert wird....

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Kardinal Siri, Männerkleidung, die von Frauen getragen wird (1 von 2)

Obwohl das obere Bildnis Kardinal Richelieu und nicht Kardinal Siri abbildet, der so ausgesehen hat, so handelt es sich dennoch, um eine der letzten Aussagen des ordentlichen Lehramtes zur Rockfrage (siehe Podcast Nr. 8), welche kurz vor dem Meteoriteneinschlag, lies: Vat. II, bekannt gegeben wurde. Kardinal Siri schreibt zwar nur zu den Gläubigen seiner eigenen Diözese, aber seine Argumentation ist interessant und kann auch außerhalb von Genua Gehör finden. Unsere Antwort zu dieser Frage lautet: Sollen also Frauen Hose tragen? Nein. Warum nicht? Weil Sie: a. schrecklich darin aussehen, b. ihre Weiblichkeit und ihre Würde verlieren, c. nicht zur Verschönerung der Welt beitragen d. zusätzliche Testosteron-Ausschüttung riskieren, e. gegen jegliche Tradition und Ästhetik verstoßen. Würde dies nicht gegen die persönliche Würde und Persönlichkeitsrechte verstoßen, so würde DSDZ ein paar Bilder seiner jetzigen Arbeitskolleginnen veröffentlichen, welche dem Spiegelbild und BMI zum Trotz natürlich Hosen tragen, damit alle sehen könnten, warum man es zu unterlassen hat. Kardinal Siri argumentiert anders, weniger ästhetisch und mehr philosophisch und ist als Lektüre zu empfehlen. ...

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Maria von Spanien oder „die katholische Luft atmen“

Das Kloster der Barfüssigen Schwester von der Hl. Klara Da unsere Redaktion in der Vorweihnachtszeit bis Neujahr seltener dazu kommen wird neue Beiträge zu verfassen, so wollen wir musikalisch ein wenig vorsorgen, um diesen Blog am Leben zu halten. In der Weihnachtszeit soll die Messe Alma redemptoris mater von Tomas Luis da Victoria abschnittsweise vorgestellt werden. Bevor wir uns aber dem Stück selbst widmen werden, ist es recht und billig diejenige katholische Monarchin zu nennen, welcher wir eigentlich Victoria verdanken. Es handelt sich um die Kaiserin Maria von Spanien....

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Ad te levavi von Palestrina oder gegen den Horizontalismus

Schönheit inspiriert Schönheit, das Gute – die Gutheit, das Wahre – die Wahrheit. Gott macht uns heilig, gut, wahr und schön und der Teufel möchte das Gegenteil also auch sein Ebenbild in uns einzeichnen. Im Heimatland des Schreibers dieser Zeilen gibt es einen Priester, der über 80 Jahre alt ist und seit etwa 10 Jahren als Exorzist wirkt. Er lässt seine „Patienten“ nach ihrer „Heilung“ Zeugnisse schreiben, welche sehr tiefgründig sind und welche dieser Priester bei seinen Konferenzen vorliest. Eine ehemals besessene Frau schrieb: „Er, d.h. der Teufel, ist unfruchtbar. Er kann nichts hervorbringen. Er entführt die Seele, wie es manchmal Frauen tun, die keine eigenen Kinder haben können. Er beraubt die Seele ihrer Würde und ihrer eigentlichen Identität und möchte sie zu seinem Kind machen.“ Sehr tiefgründig, theologische korrekt und gut beobachtet. Eigentlich ist der Teufel wirklich arm dran, da er sozusagen „nichts vom Leben hat“ außer, dass er die Menschen quält und versucht seine Eigenschaften ihnen aufzudrücken. Also etwas Fremdes, denn ein Geschöpf Gottes, nehmen, entführen und nach seinem Abbild zu verändern versuchen. Je schöner und wertvoller eine Seele ist oder sein kann, desto mehr Interesse zeigt er an ihr, besonders in der Jugendzeit, denn so kann man einen Menschen für sein Leben ausrichten. Deswegen hasst der Teufel und die Welt als seine, von ihm inspirierte Wirkungsstätte, im Sinne der johanneischen Schriften, alles was eine Ähnlichkeit Gottes in sich trägt: die Perfektion, die Harmonie, die Schönheit, die Struktur und Anderes. Seit den 1960-gern (Vatikanum II 1962-1965) gibt es tatsächlich zum ersten Male in der Menschheitsgeschichte eine dauernde Jugendkultur, die langfristig destruktiv ist, weil von ihr infizierten niemals davon frei werden, siehe Altrocker. Es geht in ihr nicht darum an bestimmte Werte der Erwachsenenwelt heranzuwachsen, sondern diese von vornherein abzulehnen. Daher die Rockmusik mit ihrem Primitivismus, daher dieses Obszöne, diese Formlosigkeit, dieses Ungepflegte und Flegelhafte. Daher dieser Hass gegen die Schönheit, weil sie auf Gott hinweist. Die wahre Liturgie wirkte inspirierend, auch auf Sünder, siehe Liszt oder Caravaggio, denn sie brachten Kunstwerke von einem Ewigkeitswert hervor, trotz ihres Lebenswandels. Und was haben wir heute? Werbung und Mode, wo wirklich ästhetisch Hochbegabte ihr Talent verschwenden, weil es nichts Höheres gibt. Die Welt, vom Teufel inspiriert, beraubt auch die Künstler ihrer wahren Identität. Sie könnten von der Schönheit Gottes langfristig zeugen und dadurch ihre zeitlichen Sündenstrafen auch tilgen, natürlich nach Bekehrung und Beichte. Aber das sagt ihnen ja keiner, weil man „dialogbereit und offen“ sein will. Alles horizontal, flach und platt. Dabei sagt der Introitus des ersten Adventssontags: Ad te, Domine, levavi animam meam: Deus meus, in te confido; non erubescam. Neque irrideant me inimici mei : etenim universi qui sustinent te, non confundentur.   Zu Dir, o Herr, erhebe ich meine Seele: Mein Gott, auf Dich vertraue ich; ich werden nicht erröten. Meine Feinde mögen mich nicht verlachen: denn alle, die Dich hochhalten, werden nicht erschüttert werden. Wenn es kein oben gibt, dann gibt es bald auch kein rechts und links, denn ohne die Vertikale, verschwindet die Horizontale. Ohne die Gottesliebe, keine Nächstenliebe, ihr lieben Herrn Pfarrer, die ihr wieder in der Predigt etwas anderes sagtet. Wir stellen hier das Motett Ad te levavi nach den Worten des Introitus des ersten Adentsonntags von Palestrina gesungen in einer Live-Aufnahme von Cappella Musicale della Cattedrale di Fiesole und hoffen, dass durch diese Musik...

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Gott als Schönheit – Schönheit als theologisches Wahrheitskriterium

All unsere bisherigen Überlegungen betrachtend, könnte man fragen, ob die Überlegungen zur Schönheit nicht einer allzu weltlichen Natur seien. Dies ist aber nicht der Fall, da die Schönheit eine der Eigenschaften Gottes (attributa divina) ist und zu den Eigenschaften des göttlichen Seins (attributa essendi) gezählt wird.[1] Da die Welt sehr schön ist und sie ein Geschöpf aber auch ein Abglanz der eigentlichen, denn geistlichen Vollkommenheit Gottes ist, so muss Gott sehr schön sein. Gott ist im höchsten Maße wahr, gut und schön und in ihm fallen das Wahre, das Gute und das Schöne in eins zusammen: bonum, verum et pulchrum convertuntur. Daher ist es für einen Katholiken gottgegeben und legitim hinter dem Schönen das Wahre und Gute zu vermuten und hinter dem Hässlichen das Gegenteil davon. Man braucht sich dafür nicht zu entschuldigen, wie Martin Mosebach es tut. Mathematiker und Physiker wissen auch, dass das ästhetische Kriterium gleichzeitig das wahre Kriterium ist. Denn eine wahre Formel ist schön, kurz und übersichtlich, wie die mathematische Erfahrung zeigt: a2 + b2 = c2 oder e = mc2 alles schön, kurz, wahr und prägnant. Natürlich erreicht man diese Schönheit und Kürze nach recht vielen Rechenwegen und Kürzungen, aber sie ist das Ziel. Geschwülstiges, kompliziertes Reden oder der nachkonziliare Jargon in der Kirche ist niemals wahr, wie man aus den Haus-der-Martha-Statements, denn Predigten sind es wirklich nicht mehr, des jetzigen Papstes ersehen können. Der Teufel kann einfach keine Schönheit hervorbringen, genauso wenig wie die Wahrheit. Er stellt alles Mögliche zusammen, was jedoch sowohl der Harmonie als auch der Stringenz entbehrt. Wenn wir im Internet nach guten katholischen Seiten fanden, so können wir, auch theologisch ungebildet, nach der Ästhetik richten. Je schöner, desto katholischer. Katholisch ist nicht hässlich oder übertrieben. Ein gotterfüllter Mensch, versteht, ungeachtet seiner sonstigen Bildung, etwas von Schönheit. Dies ist auch der Grund, warum früher, vor dem Konzil, auch die einfachsten Dorfkirchen, von Menschen, die weder lesen noch schreiben konnten entworfen, schön waren. Bäuerlich aber schön. Man fand die richtigen Proportionen, Harmonien und Verbindungen. Weil man Gott kannte. Was ist aber schön? Der hl. Thomas von Aquin antwortet: „dasjenige, dessen Anschauung geistigen Genuss gewährt (pulchra dicuntur, quae visa placent)“.[2] Natürlich muss die Anschauung breiter als das reine Sehen gefasst werden. Damit ist ein jeder vernehmender Akt gemeint, da es auch schöne Musik oder schöne Literatur gibt. Vornehmlich ist es tatsächlich das Sehen. Aber durch die Schönheit, werden wir wirklich „in eine bessre‘ Welt entrückt“, wie das berühmte Lied von Schubert „An die Musik“ sagt. Im Anschluss an Summ. Theol. I 1. 39 a. 8 lassen sich, so Diekamp-Jüssen, den wir an dieser Stelle zitieren,[3] drei Erfordernisse der Schönheit aufstellen: Integritas sive perfectio, d.i. die Unversehrtheit des Gegenstandes, Debita proportio sive consonantia, d.i. das rechte Verhältnis der Teile zueinander, ihre Einheit in der Mannigfaltigkeit oder ihre Ordnung, Claritas, d.i. Klarheit und Helligkeit, welche die Vollkommenheit und harmonische Einheit in glanzvoller Weise vor Augen führt. Ad 1. Integritas sive perfectio Die Schönheit setzt eine Ganzheit voraus. Etwas Zerbrochenes, Unvollendetes wird als Unvollkommen und nicht als Schön wahrgenommen. Ad 2. Debita proportio sive consonantia Dies führt dazu, dass bei fehlender Symmetrie es kein rechtes Verhältnis der Teile zueinander entstehen kann. Denn Schönheit ist Mathematik und hinter allem steckt der goldene Schnitt. [4] Musik ist ja mehr Konsonanz als Dissonanz, da unser Ohr und Gehirn auf...

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Gott als Schönheit oder warum sind sie so ungepflegt?

Wann hat es angefangen? Wann begann man das Hässliche, Ungepflegte, Proletenhafte, Stümperhafte und Billige zu etwas Gutem zu stilisieren? Wann wurden die ungewaschenen Massen zu eigentlichen Helden und zwar aufgrund ihrer Beliebigkeit? Eigentlich wollten und wollen sich alle Diener wie die Herren kleiden, sodass im Spätmittelalter das Tragen von nicht standesgemäßer Kleidung bestraft wurde. Wahrscheinlich auch aus dem Grund, damit sich die Menschen für die Kleidung nicht ruinieren. Manch eine kreditkartenverschuldete junge Frau, die sich selbst als Fashion Victim sieht, würde solche Gesetze zu schätzen wissen. Aber irgendwann begann das Hässliche und Beliebige als das Gute und Schöne durchzugehen. Wann begannen denn die Künstler, die ja Handwerker des Schönen sind, ex definitione abgeschabt und abgewrackt zu gehen? Und zwar nicht aus Armut, sondern aus Prinzip. War es die französische l’art pour l’art Bewegung? Waren es die absinthverklebten Tische, wo langhaarigen Jünglinge über Dadaismus diskutierten? Es begann wohl schon am Ende des XIX Jahrhunderts, als sich die meisten Menschen noch für die eigene Stillosigkeit schämten. Denn der Dandy Oskar Wilde, der ungefähr in dieser Zeit lebte, war wirklich nicht abgeschabt. Eher das Gegenteil, wenigstens am Anfang. Vielleicht war es der Erste Krieg, die Jugendbewegung, welche dazu beitrugen, aber sicherlich geht es ästhetisch gesehen seit den 1968 alles den Bach runter. Die Menschen sind seitdem zur ewigen Jugendlichkeit aber auch Nonchalance verdammt, nicht zur ewigen Jugend. 60 Jährige kleiden sich wie 20 Jährige und wenn sie sogar die Figur dazu haben. Das macht sie aber schrecklich alt und verkleidet. Dieses aufgezwungene Dynamische und gezwungen Lebensfrohe. Diese Farbenpracht, die auf sich aufmerksam machen möchte. Bei der Jugend ist es verständlich, aber später doch nur lächerlich. Woher kommt es? Durch den Niedergang der Liturgie. Die Menschen haben einfach keine Vorbilder mehr. Sie richten sich nach dem Fernsehen, welches sich nach ihnen richtet. Ebenso tun es die Modezeitschriften. Und der Teufelskreis schließt sich. Lassen wir an dieser Stelle Marin Mosebach, in seiner Häresie der Formlosigkeit zur Wort kommen: „Ich bekenne mich offen zu der naiven Schar, die aus der Oberfläche, der äußeren Erscheinung auf die innere Beschaffenheit und womöglich Wahrheit oder Verlogenheit einer Sache schließt. Die Lehre von den »inneren Werten«, die sich in schmutziger, verkommener Schale verbergen, kommt mir nicht geheuer vor. Dass die Seele dem Körper die Form und das Gesicht, seine Oberfläche verleiht, glaubte ich schon, als noch nicht wusste, dass dieser Satz eine Definition des kirchlichen Lehramtes war. Mit mediterraner Primitivität glaube ich, dass eine unwahre, verlogene, gefühllose Sprache keinen Gedanken von Wert enthalten kann. Was für die Kunst gilt, muss in noch viel höherem Maß jedoch das öffentlich Gebet der Kirche treffen; wo das Hässliche sonst nur auf das Unwahre schließen lässt, bedeutet es im Bereich der Religion die Anwesenheit des Satanischen“.[1] Der Schreiber dieser Zeilen glaubt dies auch und vertritt es energischer als Martin Mosebach es wohl tut. Warum denn um die Schönheit verlegen sein? Warum um die Wahrheit? Warum sich dafür entschuldigen, dass man keinen Schmutz und keine Ungepflegtheit duldet? Es gibt leider keine Ästhetik mehr in der Kirche. Diese Pferdedecken (früher auch Ornat genannt), diese ad populum Altäre, dieser Kitsch wirklich aller päpstlichen Reisen. Wozu soll es gut sein? Um die Menschen von der Religion abzuschrecken. Warum diese abgeschabten „Krawattenpriester“, die sich für ihr Priestersein schämen, sonst würden sie wohl eine Sutane tragen? Warum diese ewig 1968,...

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Gott als Schönheit oder warum sind sie alle so hässlich?

  Der Schreiber dieser Zeilen hat in der letzten Zeit, zwar sehr formell und oberflächlich, dennoch mit Unmengen von Menschen zu tun, so in etwa zwei bis dreihundert am Tag. Er wird auf diese Art und Weise mit mehr Menschen täglich konfrontiert als er es in der Vergangenheit in mehreren Jahren zusammengenommen zu tun hatte. Da es sich um sehr kurze Begegnungen handelt und er schon immer ein guter Beobachter war, so bleibt er notwendigerweise am Äußeren hängen, welches selbstredend das Innere wiederspiegelt. Äußeres ist aber nicht gelogen. Äußeres ist wahr. Es gibt keinen Anschein, der trügt, es gibt nur die äußere Form, welche den inneren Inhalt wiederspiegelt. Daher stellt sich der Schreiber dieser Zeilen mehrmals am Tage dieselbe Frage: „Warum sind all diese Menschen so hässlich?“ Schön sind eigentlich nur die Kinder oder Jugendliche, welche den Weg des Verfalls noch nicht allzu sehr beschritten haben. Die Sünde macht halt hässlich, Hass kommt von hässlich und von hässlich kommt der Hass. Der höchste Hass ist der Hass gegen Gott, wie ihn die Dämonen wohl verspüren und an welchem sie die Menschen, die sie inspirieren (von in-spiritus) teilhaben lassen. Manche Menschen, die naturschön waren, weil sie tatsächlich über vollkommene Gesichts- und Körperproportionen verfügten, werden auch mit der zunehmenden Sünde, nicht unbedingt mit dem zunehmenden Alter, hässlich, obwohl gerade sie die besten Ausgangsbedingungen hatten, lange schön zu bleiben. Arme wie reiche, gut angezogene und schlecht angezogene, gebildete und ungebildete, Männer wie Frauen. Die zunehmende Hässlichkeit macht vor niemanden halt. Es wird wohl an dem fehlenden Kontakt mit Gott – dem Schönen an sich und dem Urschönen liegen. Kein Gebetsleben, kein sittliches Leben, keine Liturgieteilnahme, keine Abtötung und keine Werke der Barmherzigkeit. Und dann sieht man so aus, wie man aussieht. Die hässliche Novus Ordo Liturgie ergießt sich in und aus unseren Kirchen, die aufgrund eben dieser Hässlichkeit immer weniger besucht werden. Die neuen Kirchen sind hässlich, die alten werden aufgrund der „Modernisierung“ immer hässlicher. Nur die alten, vorkonziliaren und denkmalgeschützten strahlen noch die alte Pracht und Schönheit aus. Schade. Der Dämon ist urhässlich und die Hl. Theresa von Avila, die ihn gesehen hat, schrieb, dass sie beinahe vom Entsetzen gestorben wären. Daher gibt er den Seinen keine Teilnahme an der wahren Schönheit, siehe Dorian Grey. Oskar Wilde schrieb ja über sich selbst und wusste Bescheid. Die Menschen, welche nach der wahren Schönheit dürsten, werden zu unerlösten Ästheten wie Oskar Wilde, die meisten Modeschöpfer oder die sog. Fashion Victims. Sie werden genuß- und goldsüchtig, wie die neureichen Russen, deren Faible für Schmuck wirklich wahr und sprichwörtlich ist. Dennoch ist unser Streben nach Schönheit etwas Gutes und Gottgewolltes, da die visio beatifica – die glückselige Anschauung Gotte die höchste Schönheit ist und wir teilweise an der göttlichen Fülle und seiner Schönheit auch in diesem Leben teilnehmen können. Durch das Leben der Gnade. Wie schön verklärt sahen manche Heilige im Moment des Todes aus. (Siehe das obere Bild von der Hl. Therese von Lisieux). Wie schön sind manche alte Geistliche oder Ordensschwestern. Sie waren ihr ganzes Leben lang bei dem schönen Bräutigam, der sie mit der Zeit verklärte und an dessen Schönheit sie teil hatten. Maria muss sehr schön gewesen sein als diejenige die wirklich und buchstäblich „voll der Gnade“ (gratia plena) war. Daher hat auch Leonardo da Vinci seiner Pieta also der Muttergottes mit...

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