Tradition und Glauben

Charpentier, Missa „Assumpta est Maria“. 9: Domine salvum fac Regem (9 aus 9)

Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) Missa „Assumpta est Maria“. H. 11 Ausführende: Les Arts Florissants Dirigent: William Christie Aufnahme aus dem Jahre 1989 Werbeanzeigen Werbeanzeigen __ATA.cmd.push(function() { __ATA.initSlot('atatags-3-5d11d6619ba5e', { collapseEmpty: 'before', sectionId: '915422841', location: 120, width: 300, height: 250 }); }); __ATA.cmd.push(function() { __ATA.initSlot('atatags-4-5d11d6619ba65', { collapseEmpty: 'before', sectionId: '915422844', location: 130, width: 300, height: 250 }); });...

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Charpentier, Missa „Assumpta est Maria“. 5: Gloria (5 aus 9)

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Charpentier, Missa „Assumpta est Maria“. 4: Kyrie II (4 aus 9)

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Charpentier, Missa „Assumpta est Maria“. 3: Christe (3 aus 9)

Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) Missa „Assumpta est Maria“. H. 11 Ausführende: Les Arts Florissants Dirigent: William Christie Aufnahme aus dem Jahre 1989 Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden....

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Charpentier, Missa „Assumpta est Maria“. 2: Kyrie I (2 aus 9)

Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) Missa „Assumpta est Maria“. H. 11 Ausführende: Les Arts Florissants Dirigent: William Christie Aufnahme aus dem Jahre 1989   Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden....

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Charpentier, Missa „Assumpta est Maria“. 1: Symphonie (1 aus 9)

  Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) Missa „Assumpta est Maria“. H. 11 Ausführende: Les Arts Florissants Dirigent: William Christie Aufnahme aus dem Jahre 1989 Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden....

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J. S. Bach, Et resurrexit aus der h-moll Messe

Ausführende: The Sixteen Choir & Orchestra Leitung: Harry Christophers   Wie Christus auferstanden ist, so wird auch die Kirche auferstehen. Warum? Weil Er es selbst gesagt hat. „Ich werde auferstehen“ und er ist auferstanden, „die Höllenpforten werden sie nicht überwinden“ – so werden sie sie nicht überwinden. Irgendwo steckt doch immer der heilige Rest, der sich in der harten Zeiten bewähren kann und einen Samen darstellt, der irgendwann einmal aufblühen kann. Die Krisen dauern meistens 70 Jahre, die ersten 50 haben wir schon hinter uns gebracht, so bleiben uns nur noch weiter 20 Jahre und einige Päpste. Und das im schlimmsten Falle. Und deswegen wünschen wir all unseren Lesern ein gesegnetes und zuversichtliches Osterfest. Alleluja!  ...

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Palestrina, Karsamstag. Lamentatio Jeremiae, Lectio I. Responsorium I.

Ausführende: Musica Contexta Dirigent: Simon Ravens Aufnahme: Aus dem Jahre 2002 für Chandos Records Ltd, Colchester, Essex, England Auch diese ganz kurzen Responsorien zeigen uns den Sühnecharakter des Todes Christi, also etwas wovon wir zurzeit in der Kirche auch nicht hören. Die Sündenlast, welche von Anfang der Welt bis zu ihrem Ende die göttliche Gerechtigkeit beleidigt hat und den Menschen wie eine Smogwolke die Sicht zu Gott versperrt hatte, wurde mit dem Erlösungswerk Christi, mit seinem Leiden und Tod, abgetragen. Die Menschheit startet nicht einmal wieder beim Null, sondern kann sich die Verdienste Christi (merita Christi) anrechnen, wenn man getauft, katholisch und im Gnadenstand ist. „Ein einziger Tropfen des Blutes Christi hätte genügt, um die ganze Welt zu erlösen“, sagt der hl. Thomas von Aquin in seinem Hymnus Adoro devote. Welch eine Freigiebigkeit, welch eine Gnade! Wir haben für Christus nichts bis wenig getan, er für uns alles, bis zum Tod, bis zur Höllenfahrt. Würden unsere Priester dies wissen und daran glauben wie anders würden sie doch leben und die Hl. Messe feiern, welche ja die direkte Vergegenwärtigung des Kreuzopfers Christi ist. Man klinkt sich zeitgleich bei Golgatha ein! Dies ist die Lehre der Kirche und darum werden uns durch jede gültige Messe, auch im Novus Ordo, die Erlösungsfrüchte Christi zuteil. Christus hat also nicht nur die Väter im Scheol insofern „lebendig gemacht“, dass sie in den Himmel kamen, sondern er macht auch uns heute mit seiner sakramentalen Gnade lebendig, falls wir (a) im Gnadenstand sind und (b) die Messe (i) gültig und (ii) würdig ist. Der Schreiber dieser Zeilen ist sich nicht sicher, ob alle Gnaden der Messe auch durch einen unwürdigen, also in Todsünde sich befindlichen Priester, ausströmen, aber er hält es für unwahrscheinlich oder für sehr reduziert. Ein Priester, der unwürdig ein Sakrament spendet begeht eine Todsünde, obwohl das Sakrament gültig ist, der Gläubige ist aber nicht dazu gehalten es von diesem Priester ohne Not zu empfangen, wenn er andere zur Auswahl hat. In manchen Diözesen ist diese Auswahl sehr klein und die Not sehr groß. Aber zwischen der (i) Gültigkeit eines Sakraments, seiner (ii) Würdigkeit und seinem (iii) Gnadenreichtum, welches ja ex opere operantis wirkt, bestehen ja Unterschiede. Christus hat aber all seine Erlösungswerk der Kirche übertragen und den konkreten Priestern, welche so mit ihm verfahren, wie wir sehen. Sie werden sicherlich all ihre Taten zu verantworten haben, denn Christus wollte „sein Volk lebendig machen“ (ut vivificaret populum suum), was jedoch bei den vielen ungültigen und bei den noch zahlreicheren unwürdigen Sakramenten wirklich schwierig ist. Beten wir doch alle und vielleicht wird sich Gott erbarmen und uns gläubige und würdige Priester schicken: Ich danke dir, Herr Jesus Christ, dass du für mich gestorben bist. Ach, lass dein Blut und deine Pein an mir doch nicht verloren sein. Responsorium: R. Sicut ovis ad occisionem ductus est, et dum male tractaretur, non aperuit os suum: traditus est ad mortem, * Ut vivificaret populum suum. V. Tradidit in mortem animam suam, et inter sceleratos reputatus est. R. Ut vivificaret populum suum. Responsorium: R. Wie ein Lamm, das zur Schlachtung geführt wurde und während er schlecht behandelt wurde, öffnete er seinen Mund nicht: er wurde dem Tod übergeben. * Damit er sein Volk lebendig macht. V. Er hat seine Seele dem Tode übergeben und zu den Verbrechern wurde er gezählt. R. Damit er sein Volk lebendig macht....

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Palestrina, Karsamstag. Lamentatio Jeremiae, Lectio I.

Ausführende: Musica Contexta Dirigent: Simon Ravens Aufnahme: Aus dem Jahre 2002 für Chandos Records Ltd, Colchester, Essex, England Das Wort Barmherzigkeit (misericordia) kommt im Lateinischen, im Gegensatz zum Deutschen, auch in der Mehrzahl vor. Es sind also die „Barmherzigkeiten“, die vielen Gunst-und Gnadenerweise Gottes, die uns in unserem Leben begleiten. Da es diese gibt, so kann Jeremias sagen: non sumus consumpti – „wir sind noch nicht am Ende, wird sind noch nicht vollendet“, im Sinne von: „Es geht noch für uns weiter“. Auch im Fegefeuer, denn in der Hölle geht es nicht zum Besseren, sondern es gibt eine gleichbleibende und ewige Qual. Die Glaubenswahrheit von der Höllenfahrt Christi, wobei hier „Hölle“ für descendit ad inferos – „Er stieg hinab in die Unterwelt“ steht, wo die Seelen der Gerechten, seit Anfang der Welt auf Christus harrten, ist in der heutigen Verkündigung absolut abwesend. Aber diese Seelen non sunt consumpti – „waren noch nicht am Ende“, da sie auf der Erlöser warteten. Die Kirchenväter beschreiben in freudigen Tönen das Treffen von Adam und Eva mit Christus. Die Ureltern mit ihrem Nachkommen und Erlöser. Schöne, bewegende Bilder, welche uns, wie vielen andere auch, seit dem Konzil nicht berühren können, weil man davon nirgends hört. Wir haben diese Worte hier, in der Vertonung von Palestrina, also können uns wirklich nicht beklagen, finden wir. Lectio 1 De Lamentatione Jeremiae Prophetae. Lam 3:22-30 22 Heth. Misericordiae Domini, quia non sumus consumpti; quia non defecerunt miserationes ejus. 23 Heth. Novi diluculo, multa est fides tua. 24 Heth. Pars mea Dominus, dixit anima mea; propterea exspectabo eum. 25 Teth. Bonus est Dominus sperantibus in eum, animae quaerenti illum. Jerusalem, Jerusalem, convertere ad Dominum Deum tuum. Lectio 1 Aus den Wehklagen des Propheten Jeremias. Lam 3:22-30 22 Heth. Die Barmherzigkeiten des Herrn, denn wir sind noch nicht am Ende; denn seine Barmherzigkeiten hörten nicht auf. 23 Heth. Ich habe am Morgen erkannt, groß ist Deine Treue. 24 Heth. Mein Teil ist der Herr, sagte meine Seele; daher werde ich Ihn erwarten. 25 Teth. Gut ist der Herr zu denen, die auf Ihn hoffen, zu der Seele, die ihn sucht. Jerusalem, Jerusalem, kehre zum Herrn, Deinem Gott zurück....

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Palestrina, Karfreitag. Lamentatio Jeremiae I. Responsorium I

Ausführende: Musica Contexta Dirigent: Simon Ravens Aufnahme: Aus dem Jahre 2000 für Chandos Records Ltd, Colchester, Essex, England Während die Lesung der ersten Nokturn das Objektive der Geschichte und der Prophetie darstellt, denn oft schon ist es der Kirche wie Israel ergangen, stellt das Responsorium das objektivierte Subjektive des Leidens Christi und des Gläubigen dar. Wir können versichert sein, dass bei der richtigen Christusnachfolge uns auch die Nachfolge im Leiden nicht erspart bleibt. Verrat, Einsamkeit, Qual, Verleumdung etc. etc. Die Texte der dunklen Responsorien sind sehr emotional, literarisch schön und schlicht und so wundert es nicht, dass sie durch die vielen Jahrhunderte verschiedene Komponisten inspirierten. Interessanterweise komponiert Palestrina dieses Responsorium nicht aus, sondern belässt es gregorianisch, wahrscheinlich aus Zeitgründen und als Kontrapunkt zu der auskomponierten Lectio. Da sie nach dem letzten Konzil, wie eigentlich alles Schöne, abgeschafft wurden, so werden sie heute kaum vertont. Erst wenn man diese alte Musik und die alte Liturgie kennt, wird man sich der heutigen, nachkonziliaren Barbarei erst bewusst. Die Pferdedecken, die Pastoralassistentin, das Bla-Bla-Bla. Früher hielt die Liturgie die Menschen auch ästhetisch bei der Stange, was sie ja heute nicht tut. Das alte Lied dieses Blogs, aber hören wir uns die Schönheit der Vergangenheit an, welche sicherlich früher oder später zur Schönheit der Zukunft wird. V. Omnes amici mei dereliquerunt me, et praevaluerunt insidiantes mihi: tradidit me quem diligebam: * Et terribilibus oculis plaga crudeli percutientes, aceto potabant me. V. Inter iniquos projecerunt me, et non pepercerunt animae meae. R. Et terribilibus oculis plaga crudeli percutientes, aceto potabant me. R. Alle meine Freunde haben mich verlassen und meine Verfolger nahmen Überhand: derjenige, den ich liebte, hat mich verraten. * Und mit schrecklichen Blicken schlugen sie mir grausame Wunden, mit Essig tränkten sie mich. V. Unter Verbrecher haben sie mich geworfen, und sie schonten meine Seele nicht. R. Und mit schrecklichen Blicken schlugen sie mir grausame Wunden, mit Essig tränkten sie mich....

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Palestrina, Karfreitag. Lamentatio Jeremiae I: Heth und Teth.

Ausführende: Musica Contexta Dirigent: Simon Ravens Aufnahme: Aus dem Jahre 2000 für Chandos Records Ltd, Colchester, Essex, England Da wir in der Karwoche wahrscheinlich alle wenig erbauliche Liturgien über uns ergehen lassen werden, es sei denn jemand hat das Glück sie im Alten Ritus und würdig zu feiern, so wollen wir uns auf das Triduum ein wenig einstimmen, indem wir uns die Tenebrae von Palestrina anhören. Beim vorgestellten Stück handelt es sich um die erste Lesung des ersten Nokturns der Matutin von Karfreitag, welche zwar schon auf Lateinisch, aber noch nicht auf Deutsch beim divinum officium eingesehen werden kann. Unserer Meinung nach stellt Palestrina, neben Victoria, die katholischste Musik dar, welche die göttliche Vollkommenheit und Schönheit am besten vermittelt. Obwohl das Leid und die Zerstörung beklagt werden, so geschieht es, anders als bspw. beim vorgestellten Thomas Tallis, auf eine harmonische Art und Weise. Diese Musik ist wirklich ein Träger des Sakralen und deswegen wird sie so selten in der heutigen Kirche aufgeführt. Wir stellen eine eigene Übersetzung vor, da wir die Allioli-Bibel, die ebenfalls aus der Vulgata übersetzt, nicht zur Hand haben. Die Kirche erkannte bis zum letzten Konzil im zerstörten Jerusalem sich selbst. Man hielt sich einmal im Jahr, bei den dunklen Laudes, also bei den Tenebrae, die mögliche göttliche Strafe für die eigenen Sünden vor Augen. Wahrscheinlich hat es ein wenig geholfen, da man es zurzeit ja nicht macht und die Folgen sieht. Die Kirche ist zwar der Neue Israel, aber Gott ändert seine Vorgehensweise nicht. Er fordert von der Kirche und ihren Vertretern viel mehr, als er von Israel forderte. Wenn man all das realisiert und sich die heutige Lage der Kirche und der Kleriker in den deutschsprachigen Ländern ansieht, so kann die Strafe Gottes, auch in diesem Leben, wirklich nicht weit sein und erst nach dem Tod. Wir alle, die wir noch leben, können uns bekehren, beichten, sühnen und Buße tun. Auch für andere. Lectio 1 De Lamentatione Jeremiae Prophetae. Lam 2:8-11 8 Heth. Cogitavit Dominus dissipare murum filiae Sion; tetendit funiculum suum, et non avertit manum suam a perditione: luxitque antemurale, et murus pariter dissipatus est. 9 Teth. Defixae sunt in terra portae ejus, perdidit et contrivit vectes ejus; regem ejus et principes ejus in Gentibus: non est lex, et prophetae ejus non invenerunt visionem a Domino. Jerusalem, Jerusalem, convertere ad Dominum Deum tuum. Lectio 1 Die Wehklages des Propheten Jeremias. Lam 2:8-11 8 Heth. Der Herr beschloss die Mauer der Tochter Zion zu zerstreuen; er nahm ein Richtmaß und zog seine Hand von der Zerstörung nicht zurück: er brachte die Vormauer in eine Schieflage und gleichzeitig wurde die Hauptmauer auseinander geworfen. 9 Teth. Eingeschlagen sind ihre Tore, er hat zerstört und zermahlt ihre Türriegel; ihren König und ihre Fürsten zerstreute er unter die Heidenvölker: es gibt kein Gesetz und ihre Propheten haben bei Gott keine Vision gefunden. Jerusalem, Jerusalem, kehre zu Gott, Deinem Herrn, zurück....

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Thomas Tallis, Lamentatio Jeremiae (He): Deller Consort

De Lamentatione Jeremiae Prophetae Lam 1:5 5 He. Facti sunt hostes eius in capite; inimici eius locupletati sunt: quia Dominus locutus est super eam propter multitudinem iniquitatum eius; parvuli eius ducti sunt in captivitatem ante faciem tribulantis. Ierusalem, Ierusalem, convertere ad Dominum Deum tuum.   Lam 1:5 5 He. Zum Haupt geworden sind ihre Angreifer; ihre Feinde haben sich bereichert: denn der Herr hat [ein Urteil] über sie gesprochen wegen der [großen] Menge ihrer Sünden; ihre Kinder wurden in Gefangenschaft geführt vor dem Angesicht, das sich grämte.   Jerusalem, Jerusalem, kehrte zum Herrn, Deinem Gott zurück. Tenebrae des Gründonnerstags – Nachtrag   Wie tiefgehend sind doch diese Texte. Wie sehr fallen sie ins Gedächtnis, wenn man sie entweder vor Sonnenaufgang am Gründonnerstag betet oder in der Nacht von Karmittwoch auf Gründonnerstag. Diese Fülle des Schmerzen, der desolate Zustand von Jerusalem und die Strafe Gottes. Die Kirche hat diese Texte jahrhundertlang gebetet und sich einen Spiegel vorzuhalten. Denn als das neue Jerusalem, denn es gilt weiter die Substitutionslehre, wonach die Kirche Israel in seiner Heilsmission ablöste, ungeachtet Nostra aetate und der neuere Ausführungen von Kardinal Koch, wußte die Kirche, dass die Strafe Gottes auch sie ereilen wird, falls sie Gott untreut wird.  Das oben angeführte Bild stellt Sacco di Roma dar, das Strafgericht Gottes über das Renaissance-Rom, welches genau 10 Jahre nach dem Auftritt Luthers, also im Jahre 1527 stattfand. All die bei Jeremias beschreibenen Umstände fanden in Rom im Jahre 1527 buchstäblich statt und die Kleriker, die danach ihr Brevier beteten, wußten Bescheid. Warum straft Gott die heutige Kirche nicht? Er wird es sicherlich tun, weil der Verfall wirklich viel mehr fortgeschritten ist als in der Renaissance-Zeit. Wir können nur Sühne leisten, Fürbitte tun, damit es nicht so schlimm ausfällt und uns selbst im Gnadenstand halten, damit wir jederzeit sterben können.  Sollten die 500-jährigen Jubileen zur Ketzerei Luthers tatsächlich auch in der katholischen Kirche stattfinden, wie geplant, dann bleibt dabei zu bedenken, dass das 500-jährige Jubiläum von Sacco di Roma ebenfalls nicht weit entfernt ist. Vielleicht wird es sich das auch jähren?  Ist es realistisch? Hat jemand vor einem Jahr damit gerechnet, dass „Mutti Merkel“ 1 Million, wenn nicht mehr zumeist islamische „Flüchtlinge“ und darunter sicherlich einige Terroristen ins Land lässt? Bis zum Jahr 2027 kann also noch einiges passieren. Deswegen häufig beichten, Ablässe für sich selbst erwirken (wir werden noch schreiben wie) und bereit sein, denn wir wissen weder Tag noch Stunde. Die Römer sollten sich gleich ganz warm anziehen, denn Gott ändert sein modus operandi nicht und es wird uns allen wie Israel in den Wehklagen Jeremias ergehen....

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Thomas Tallis, Lamentatio Jeremiae (Dhalet): Deller Consort

De Lamentatione Jeremiae Prophetae Lam 1:4 4 Daleth. Viae Sion lugent, eo quod non sint qui veniant ad solemnitatem: omnes portae eius destructae, sacerdotes eius gementes; virgines eius squalidae, et ipsa oppressa amaritudine. Lam 1:4 4 Daleth. Die Wege Sions weinen, denn es gibt keine, die zum Fest komment würden: zerstört sind all ihre Tore, ihre Priester weinen; ihre Jungfrauen sind beschmutzt und sie selbst [die Stadt Jerusalem] durch die Bitterkeit unterdrückt....

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Thomas Tallis, Lamentatio Jeremiae (Ghimel): Deller Consort

  De Lamentatione Jeremiae Prophetae Lam 1:3 3 Ghimel. Migravit Iudas propter afflictionem, et multitudinem servitutis; habitavit inter Gentes, nec invenit requiem.   3 Ghimel. Es wanderte Juda wegen der Bedrängnis und der Vielheit des Frondienstes; er wohnte unter den Heidenvölker und fand die Ruhe nicht....

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Thomas Tallis, Lamentatio Jeremiae (Beth): Deller Consort

  Lam 1:2 2 Beth. Plorans ploravit in nocte, et lacrimae ejus in maxillis ejus: non est qui consoletur eam ex omnibus caris ejus; omnes amici ejus spreverunt eam, et facti sunt ei inimici.  Jerusalem, Jerusalem, convertere ad Dominum Deum tuum. Lam 1:2 2 Beth. Weinend weinte sie nachts und ihre Tränen auf ihren Wangen: es gibt niemanden, der sie trösten könnten von all ihren Lieben; all ihre Freunde haben sie verachtet und wurden ihr zu Feinden. Jerusalem, Jerusalem, kehrte zu Deinem Herrn zurück....

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Thomas Tallis, Lamentatio Jeremiae (Aleph): Deller Consort

Zur Matutin der ersten Nokturn am Gründonnerstag werden Fragmente der Wehklagen des Jeremias gelesen, wobei die Kirche klar die Parallele zwischen ihrer Lage und der des gestürtmten und gefallenen Jerusalems zieht. Leider erfolgt an dieser Stelle keine detailierte Einführung in die Liturgie der Karwoche oder in das Brevier der Karwoche, was mehrere sehr detailierte Beiträge erfordern würde. Omnia habet tempus suum – „alles hat seine Zeit“ und diese fehlt uns gerade, wie auch die Kräfte. Um aber unsere Leser auf die Liturgie des Triduums einzustimmen, stellen wir die Lamentatio Jeremiae von Thomas Tallis vor in der historischen, aber sehr eindruckvollen, denn schmerzreichen Ausführung der Deller Consort aus den 1970-gern.   Incipit Lamentatio Jeremiae Prophetae  Lam 1:1 1 Aleph. Quomodo sedet sola civitas plena populo! facta est quasi vidua domina Gentium; princeps provinciarum facta est sub tributo.  Lam 1:1 1 Aleph. Wie sitzest Du einsam, Stadt voll von Volk! Geworden bist Du wie eine Witwe, Herrin der Heidenvölker; die Herrscherin der Provinzen ist zu einer Tributzahlerin geworden....

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Tomas Luis da Victoria – Missa Alma redemptoris mater a 8: Sanctus

  Sanctus Es singt das Ensemble Plus Ultra unter der Leitung von Michael Noone. Zu finden in Tomas Luis de Victoria Sacred Works. 2011 Deutsche Gramophon. Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden....

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Tomas Luis da Victoria – Missa Alma redemptoris mater a 8: Credo

Credo Es singt das Ensemble Plus Ultra unter der Leitung von Michael Noone. Zu finden in Tomas Luis de Victoria Sacred Works. 2011 Deutsche Gramophon. Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden....

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Tomas Luis da Victoria – Missa Alma redemptoris mater a 8: Gloria

Gloria Es singt das Ensemble Plus Ultra unter der Leitung von Michael Noone. Zu finden in Tomas Luis de Victoria Sacred Works. 2011 Deutsche Gramophon. Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden....

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Tomas Luis da Victoria – Missa Alma redemptoris mater a 8: Kyrie

Kyrie Es singt das Ensemble Plus Ultra unter der Leitung von Michael Noone. Zu finden in Tomas Luis de Victoria Sacred Works. 2011 Deutsche Gramophon. Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden....

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Tomas Luis da Victoria – Missa Alma redemptoris mater a 8

Die Musik Victorias als claritas Tomas Luis das Victoria (1548 -1611) gehört zu jenen Komponisten, welche das Katholische am besten zum Leuchten brachten. Vielleicht auch deswegen, weil er Priester und wie es scheint fromm war. Die näheren Angaben zu seinem Leben kann man woanders nachlesen,[1] ebenso wie die Information, dass er einer der prominentesten Vertreter der römischen Schule oder des Palestrina-Stils war. Der Schreiber dieser Zeilen zieht Victoria Palestrina vor. Die Musik Victorias ist dermaßen rein und luzid, dass man ihr sowohl die Frömmigkeit ihres Schöpfers als auch die geistlichen Inhalte abnimmt. Nur geistliche Menschen können Geistliches schaffen und Victoria schrieb ausschließlich geistliche Musik. Wenn die Kriterien der Schönheit die folgenden sind: Integritas sive perfectio, d.i. die Unversehrtheit des Gegenstandes, Debita proportio sive consonantia, d.i. das rechte Verhältnis der Teile zueinander, ihre Einheit in der Mannigfaltigkeit oder ihre Ordnung, Claritas, d.i. Klarheit und Helligkeit, welche die Vollkommenheit und harmonische Einheit in glanzvoller Weise vor Augen führt.[2] Dann macht die Musik Victorias besonders die Claritas aus, welche besonders in seinem Requiem für die verstorbene Kaiserin Maria von Spanien zum Tragen kommt. Victoria hatte wirklich einen Bezug zum göttlichen Licht und deswegen konnte er dieses musikalisch abbilden. Diese Claritas kommt insbesondere im Sanctus in fast jeder seiner Messen zum Tragen. Die Musik Victorias versetzt uns wirklich in eine andere Welt der Heiligkeit und des Lichtes und kann nach einem anstrengenden Tag ohne viel Vorbereitung gehört werden. Sie ist einfach, mathematisch und rein....

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G.G. Gorczycki: Tota pulchra es, Omne die dic Mariae

Zum 8.12 und Oktave Wir wollen zum Fest der Unbefleckten Empfängnis und der nachfolgenden Oktave, welche schon im Jahre 1955 aufgehoben wurde, das Werk von Grzegorz Gerwazy Gorczycki (1664-1734) einem polnischen Komponisten der Barockzeit vorstellen. In einer Zeit als die lateinische Liturgie die Kunst überall beseelte, entstanden auch Werke, die bis heute gesungen werden. Den Text des Musikstückes von Gorczycki machen die fünf Antiphonen, die am Fest der Immaculata und in ihrer Oktave zur Vesper und Laudes gebetet werden. Wie wir hören werden, nützt er nicht alle aus, aber es ist besser sie alle zu kennen und vor den Augen zu haben....

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Victoria, O quam gloriosum est – Antiphon zum Magnificat des Allerheiligenfestes

O quam gloriosum est regnum in quo cum Christo gaudent omnes sancti amicti stolis albis sequuntur Agnum quocumque ierit! Wie glorreich ist das Reich,in welchem mit Christus alle Heiligen sich erfreuen mit weißen Gewändern umhüllt, folgen sie dem Lamm, wo immer es auch gehen wird! Die Liturgie ist die Lehrmeisterin der Völker oder sie war es lange Zeit. Die alljährlich sich wiederholende Antiphon-Texte erlaubten immer wieder sich der Bedeutung eines Festes zu besinnen und einen gewißen Tiefgang zu erreichen. Daher werden wir innerhalb der nächsten acht Tage die oben angeführte Antiphon O quam gloriosum von Tomása Luisa de Victorii (1548-1611) vorstellen, welche zum Magnificat des Allerheiligenfestes und innerhalb der nachfolgenden Octav gesungen wurde.  Die Octav dieses Festes wurde leider im Jahre 1955 im Zuge der pianischen Reformen, also der Reformen des Pius XII. abgeschafft, hinter welchen schon damals Bungini steckte. Schade. Da wir auf diesem Blog die Freiheit haben den liturgischen Kalender des tridentinischen Breviers zu würdigen, so werden wir diese Oktave wenigstens mit diesem Musikstück begehen. Alle Leser, die vielleicht irgendwo ein vorpianisches Brevier zuhause haben, könnten anhand der nachfolgenden Lesungen der acht Tage die vertikal-spirituelle Bedeutung dieses Festes ergründen, welches leider seit 1955 viel zu schnell vorbei ist. Die Englischsprachigen unter uns können auch bei Divinum officium.com nachschauen und diese Texte wenigstens auf Englisch lesen, falls sie kein Latein beherrschen. Die deutsche Fassung entsteht langsam, so können vielleicht in einem Jahr alle, die es wollen, diese Texte lesen und im Verständnis der liturgischen Geheimnisse wachsen. Denn jemand muss es ja rausreissen....

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Buchempfehlung: Obras raras do Catolicismo Datenbank

Dank der Information auf Rorate Caeli können wir eine weitere, diesmal portugiesische Datenbank Obras Raras do Catolicismo – Seltene Werke des Katholizismus empfehlen, welche alte, seltene katholische Bücher digitalisiert und kostenlos zur Verfügung stellt.  Außer auf Portugiesisch, finden sich dort Materialien auf Lateinisch, Französisch, Englisch, leider (noch?) nicht auf Deutsch. Man kann alles kostenfrei downloaden, spenden sind erwünscht. Die Adresse lautet: http://www.obrascatolicas.com/...

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Charpentier, Te Deum Laudamus (8), Dignare Domine

  Komponist: Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) Te Deum Laudamus, H. 146 Ausführende: Les Arts Florissants, Dir. William Christie Orlanda Velez Isidro Sopran Olga Pitarch Alt Paul Agnew Countertenor Jeffrey Thompson Countertenor Topi Lehtipuu Tenor Marc Mauillon Tenor Bertrand Bontoux Bass Joao Fernandes Bass Aufnahme aus dem Jahre 1989, Harmonia mundi Te Deum Laudamus – Dich Gott, loben wir Te Deum laudamus: te Dominum confitemur.Te aeternum patrem, omnis terra veneratur.  Tibi omnes Angeli: tibi caeli et universae potestates. Tibi cherubim et seraphim, incessabili voce proclamant:„Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus Deus Sabaoth.Pleni sunt caeli et terra maiestatis gloriae tuae.“ Te gloriosus Apostolorum chorus, Te Prophetarum laudabilis numerus, Te Martyrum candidatus laudat exercitus.Te per orbem terrarum sancta confitetur Ecclesia: Patrem immensae maiestatis; Venerandum tuum verum et unicum Filium; Sanctum quoque Paraclitum Spiritum.Tu rex gloriae, Christe: Tu Patris sempiternus es Filius. Tu, ad liberandum suscepturus hominem, non horruisti Virginis uterum.   Tu, devicto mortis aculeo, aperuisti credentibus regna caelorum. Tu ad dexteram Dei sedes, in gloria Patris. Iudex crederis esse venturus.   Te ergo quaesumus, tuis famulis subveni: quos pretioso sanguine redemisti. Aeterna fac cum sanctis tuis in gloria numerari. Salvum fac populum tuum, Domine, et benedic hereditati tuae. Et rege eos, et extolle illos usque in aeternum. Per singulos dies benedicimus te: et laudamus nomen tuum in saeculum, et in saeculum saeculi. Dignare, Domine, die isto sine peccato nos custodire. Miserere nostri, Domine, miserere nostri. Fiat misericordia tua, Domine, super nos: quemadmodum speravimus in te. In te, Domine, speravi: non confundar in aeternum.   Dich, Gott, loben wir, dich, Herr, preisen wir. Dich, Gott, loben wir, dich, Herr, preisen wir.Dir, dem ewigen Vater, huldigt das Erdenrund.Dir rufen die Engel alle, dir Himmel und Mächte insgesamt, die Kerubim dir und die Serafim, mit niemals endender Stimme zu:Heilig, heilig, heilig der Herr, der Gott der Scharen!Voll sind Himmel und Erde von deiner hohen Herrlichkeit.Dich preist der glorreiche Chor der Apostel; Dich der Propheten lobwürdige Zahl; dich der Märtyrer leuchtendes Heer;dich preist über das Erdenrund die heilige Kirche; dich, den Vater unermessbarer Majestät;deinen wahren und einzigen Sohn; und den Heiligen Fürsprecher Geist.Du König der Herrlichkeit, Christus. Du bist des Vaters allewiger Sohn. Du hast der Jungfrau Schoß nicht verschmäht, bist Mensch geworden, den Menschen zu befreien.   Du hast bezwungen des Todes Stachel und denen, die glauben, die Reiche der Himmel aufgetan. Du sitzest zur Rechten Gottes in deines Vaters Herrlichkeit. Als Richter, so glauben wir, kehrst du einst wieder. Dich bitten wir denn, komm deinen Dienern zu Hilfe, die du erlöst mit kostbarem Blut. In der ewigen Herrlichkeit zähle uns deinen Heiligen zu. Rette dein Volk, o Herr, und segne dein Erbe; und führe sie und erhebe sie bis in Ewigkeit. An jedem Tag benedeien wir dich und loben in Ewigkeit deinen Namen, ja in der ewigen Ewigkeit. In Gnaden wollest du, Herr, an diesem Tag uns ohne Schuld bewahren. Erbarme dich unser, o Herr, erbarme dich unser. Lass über uns dein Erbarmen geschehn, wie wir gehofft auf dich. Auf dich, o Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden....

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