Tradition und Glauben

Septem Dolorum Beatae Mariae Virginis – Sieben Schmerzen Mariä

Maria ist die Morgenröte, sie leuchtet vor dem Aufgang der Sonne, welche Christus ist. So wie sie vor der menschlichen Geburt Christi geboren wurde, welcher als Gott der Eingeborene (unigenitus) Vaters als Gott ewig ist, so gedenkt die Kirche ihres Leidens eine Woche vor Karfreitag mit dem Fest Sieben Schmerzen Mariae. Man müsste richtigerweise sagen, dass die Kirche der Schmerzen Mariä bis zur unseligen Rubrikenreform von 1955 gedachte, denn leider wird dieses Fest seit diesem Jahr nicht mehr begangen. Wen hat es gestört? Die Dämonen und diejenigen, welche von ihnen inspiriert wurden. Es ist natürlich sehr schade, denn außer der Konzertaufführung von Stabat mater, des Brevierhymnus dieses Festes, werden wir nirgends mit dem Leiden der Gottesmutter konfrontiert. Das Erlösungswerk des Leidens Christi, welches sich vornehmlich an Karfreitag vollzog, birgt solch eine Fülle in sich, dass man bestimmte Ereignisse vorverlegen oder nachverlegen musste, um ihrer liturgisch und paraliturgisch zu gedenken. Natürlich vor dem Konzil, denn das Gedenken des Leidens Christi scheint natürlich mit der „Mentalität des modernen Menschen“ nicht vereinbar zu sein. Im Gegensatz zur Sünde – die ist vereinbar. Schauen wir uns den liturgischen Kalender des Tridentinischen Breviers an, welches wenigstens auf diesem Blog hochgehalten wird, so finden wir die folgenden Feste, welche mit Karfreitag inhaltlich verbunden sind: Am Freitag nach der ersten Fastenwoche: Lanceae et Clavorum Domini Nostri Jesu Christi – Der hl. Lanze und Nägel unseres Herrn Jesus Christus. Am Freitag nach der zweiten Fastenwoche: Sindonis D.N.J.C. – des hl. Schweißtuches unseres Herrn Jesus Christus. Am Freitag nach der dritten Fastenwoche: Quinque Vulnerum D.N.J.C. – der hl. Fünf Wunden unseres Herrn Jesus Christus. Am Freitag nach der vierten Fastenwoche: Pretiosissimi Sanguinis D.N.J.C. – des kostbarsten Blutes unseres Herrn Jesus Christus. Am Freitag der fünften Fastenwoche, der Passionswoche: Septem Dolorum B. Mariae Virginis – Sieben Schmerzen der Seligen Jungfrau Maria. Am Freitag nach dem Weißen Sonntag: Spineae Coronae D.N.J.C. – der hl. Dornenkrone unseres Herrn Jesus Christus. Am 14. September – Exaltationis S. Crucis – der Kreuzeserhöhung. Dritter Sonntag in September – Septem Dolorum B. Mariae Virginis – Sieben Schmerzen der Seligen Jungfrau Maria. Es ist tatsächlich allerhand, wobei manche Feste auch nach Ostern fallen. Das Siebenschmerzen Fest in der Fastenzeit hat ein ganz anderes Officium als das Fest in September, sodass nichts wiederholt wird. Besonders in der Fastenzeit wird der Brevierbeter langsam in das Karfreitagsmysterium geführt, durch die Betrachtung der einzelnen Geheimnisse. Und wem hat es geschadet? Den Dämonen und der Welt. Nun, ja. Bevor wir die Überlegungen von Dom Prosper Guéranger auf Englisch zu diesem Fest veröffentlichen, ein paar eigene Bemerkungen. Das heutige Brevier präsentiert eine interessante Mischung aus Brautmystik des Hoheliedes und der Passionsgeschichte. Denn Maria war auch eine Liebende. Sie liebte Christus als ihren Sohn und als ihren göttlichen Bräutigam. Die Liturgie scheut sich nicht diese beiden Aspekte zu vermischen und so lesen wir im ersten Responsorium des ersten Nokturns: R. Dilectus meus candidus, et rubicundus, et totus desiderabilis: * Omnis enim figura ejus amorem spirat, et ad redamandum provocat caput inclinatum, manus expansae, pectus apertum. V. Piis, o Virgo, spectas eum oculis, contemplans in eo non tam vulnerum livorem, quam mundi salutem. R. Omnis enim figura ejus amorem spirat, et ad redamandum provocat caput inclinatum, manus expansae, pectus apertum. R. Mein Geliebter ist weiß und rot und als ganzer begehrenswert: * All seine Gestalt...

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22.02 Thronfest des hl. Apostels Petrus von Antiochien

In Cathedra S. Petri Apostoli Antiochiae Da wir in unserem Beitrag über das Fest der Cathedra Petri vom 18.01 versprochen haben auch über das spätere Fest vom 22.02 zu schreiben,[1] so wollen wir dieses Versprechen hier einlösen. Leider trifft es sich so, dass der Schreiber dieser Zeilen heute wirklich keine Zeit hat einen eigenen Beitrag dazu zu verfassen, da er seine eigenen Standespflichten erfüllen muss, die im Schreiben von anderen Dingen bestehen. Denn jede Frömmigkeit, die uns von unseren Standespflichten wegbringt, ist falsch. Dennoch wollen wir hier die Ausführungen von Dom Prosper Guéranger, wieder einmal auf Englisch anführen, die wirklich sowohl eruiert als auch lesenswert sind. Diejenigen, die kein Englisch lesen können, haben leider auch diesmal das Nachsehen. Ihnen sei an dieser Stelle gesagt, dass sich der Mittelpunkt des Christentums von Jerusalem nach Antiochien und von dort nach Rom verlagerte. Die Urgemeinde von Jerusalem zerstreute sich nach der Verfolgung, welche der hl. Jakob zum Opfer fiel, Christen zogen in das heidnische Antiochien, wo sie zum ersten Mal „Christen“ (christianoi) genannt wurden und eben dort übernahm der hl. Petrus seine erste Bischofskirche. Da er Rom durch sein Martyrium geheiligt hat und dort seine Gebeine liegen, so bekam er ein zweites Kathedralfest, aber sein ursprünglicher Bischofssitz war Antiochien. Auch Petrus musste reifen. Das fünfte Responsorium der zweiten Lectio des Tridentinischen Breviers sagt: R. Ego pro te rogavi, Petre, ut non deficiat fides tua: * Et tu aliquando conversus confirma fratres tuos. V. Caro et sanguis non revelavit tibi, sed Pater meus, qui est in caelis. R. Et tu aliquando conversus confirma fratres tuos. R. Ich habe für Dich gebetet, Petrus, dass Dein Glaube nicht schwächer wird: * Und Du, wenn Du Dich irgendwann einmal bekehrt hast, stärke Deine Brüder. V. Fleisch und Blut hat Dir es nicht offenbart, aber meine Vater, der im Himmel ist. R. Und Du, wenn Du Dich irgendwann einmal bekehrt hast, stärke Deine Brüder. Et tu aliquando conversus – „wenn Du Dich irgendwann bekehrt hast“ es steht hier das Perfectum und keine Futurum. Christus sieht als Gott die Zukunft schon als vollbracht. Er weiß, dass irgendwann, aus der Sicht Petri nicht der Gottes, die Bekehrung stattfinden wird, dann wird Petrus in der Lage sein seine Brüder zu stärken. Obwohl er in seiner Rede von Cäsarea Philippi, auf die das Responsorium anspielt, als einziger die Göttlichkeit und das Messias-Sein Christi erkannt hat, weil Gott der Vater es ihm offenbart hat, so musste er viel lernen. Zuerst kann die Verleugnung, dann die Bekehrung am Grab, dann die Erweiterung der Mission auf die Heiden, dann die Scham doch mit den Heiden zu verkehren und der Streit mit Paulus, danach die Flucht aus Rom und wer weiß, was noch alles nicht, bevor die umkehrte Kreuzigung erfolgte. Petrus musste viel lernen, bevor er gekreuzigt werden konnte und vielleicht durch sein Martyrium am meisten die Brüder bestärkte und vom Himmel her er es auch heute tut. Wir müssen das Pontifikat von Papst Franziskus aussitzen, hoffen, dass von der Kirche an seinem Ende etwas übrig bleibt und ebenfalls hoffen, dass danach keine noch schlimmeren Päpste folgen. Das heutige Fest soll uns darin bestärken. Wir zitieren nach Abbot Prosper Guéranger, O.S.B., The Liturgical Year, Vol. 4, Septuagesima, translated from the French by Dom Laurence Shepherd, O.S.B., Fitzwilliam: Loreto Publications 2000, 280-289. [1] https://traditionundglauben.com/2016/01/18/das-fest-der-cathedra-petri-und-der-vorkonziliare-kalender/ https://traditionundglauben.com/2016/01/18/18-januar-das-fest-der-cathedra-petri-nach-dom-prosper-gueranger/ Beim Anklicken...

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Hl. Johannes von Matha, Hl. Felix de Valois oder wie Heilige sich erkennen

Da heute die Kirche am 8.02. die Kirche den hl. Johannes von Matha feiert, so wiederholen wir diesen Beitrag.  Heute feiert die Kirche im überlieferten, d.h. im richtigen Kalender, das Fest des hl. Felix de Valois (1127-1212), der neben dem hl. Johannes von Matha (1200-1264) (siehe oberes Bild) der Gründer des Trinitarierordens war. Einem Orden, der die christlichen Gefangenen von dem immer so friedlich-freundlichem Islam loskaufte. Nachkonziliarismus als sacrificium intellectus Bevor wir uns wieder diesen Heiligen widmen noch ein Zwischenschritt. Das Problem mit dem Nachkonziliarismus besteht darin, dass es wirklich das sacrificium intellectus – „das Verstandesopfer“ fordert, das die Häretiker den Katholiken so lange vorwarfen, wonach der katholische Glaube angeblich die Aufgabe aller intellektuellen Tätigkeit fordert, sodass man den Verstand und das Gehirn, worin der Erstere arbeitet, als Katholik an der Garderobe lässt. Warum? Weil, falls der Nachkonziliarismus mit seiner Ökumenitis, der alle Religionen übergreifenden Menschheitsfamilie, wo die „menschlichen Werte“ zählen, wie uns so schön Johannes Paul II. vorbetete, Recht hat, dann hat die ganze Vergangenheit der Kirche wirklich keinen Sinn und zwar in der Reihenfolge: Keine Erwählung Israels, denn die heidnischen Religionen sind genauso gut und man sollte mit ihnen den „Dialog“ pflegen. Keine 10 Gebote, weil sich jeder nach seinem eigenen Herzen und Gewissen (Amoris Laetitia) richten sollte. Keine Menschwerdung Christi, weil ja jede Religion genauso gut wie die andere ist. Kein Kreuzestod Christi, weil es keinen Teufel, keine Sünde und keine Hölle gibt (Antipapst Franziskus), sodass es nichts gibt, wovon uns der Erlöser erlösen hätte können. Keine Heidenmission, aufgrund der Gleichheit der Religionen mit der Überlegenheit des Islams. Keine Moral- und schon gar keine Sexualmoral, weil Sodomie, wie uns z.B. Kardinal Tobin mit seinem „Nighty-night, baby“ vormacht, so viel Spaß macht. Sollte man die berüchtigte Aussage von Johannes Paul II. über den Islam ernst nehmen, dann war das Leben des hl. Felix von Valois samt dem Trinitarierorden völlig sinnlos. Wir haben über diese johanneo-paulinische „Beinahe-Häresie“ (Fachbegriff sententia haeresi proxima) bereits darüber geschrieben  und zitieren demzufolge uns selbst:  Der Satz, dass Christen und Muslime an denselben Gott glauben, hatte aber doch tatsächlich Johannes Paul II, im Stadion Mohammed V. von Casablanca (Marokko) vor 80.000 islamischen Jugendlichen am 19. August 1985 gesagt: „Wir haben als Christen und Muslime viele Dinge gemeinsam, als Gläubige und als Menschen. […] Wir glauben an denselben Gott, an den einzigen Gott, an den lebendigen Gott, an den Gott, der die Welten schafft und Seine Geschöpfe zu ihrer Vollendung führt. […] Es ist also Gott, auf Den sich mein Denken bezieht und zu Dem sich mein Herz erhebt: von Gott selbst möchte ich vor allem zu euch sprechen; von Ihm, weil Er es ist, an Den wir glauben, ihr Muslime und wir Katholiken, und ich möchte zu euch auch über menschliche Werte sprechen, die ihr Fundament in Gott haben, die Werte, welche die Entfaltung unserer Personen betreffen, aber auch die unserer Familien und unserer Gesellschaften wie auch die der Internationalen Gemeinschaft. […] So komme ich zu euch heute auch als Glaubender. Ich möchte hier ganz einfach ein Zeugnis davon geben von dem, was ich glaube, von dem, was ich für das Wohl meiner Menschenbrüder wünsche, von dem, was ich aus Erfahrung für alle als nützlich ansehe.“ Der Papst sagt also, dass wir Christen und Muslime „an denselben Gott glauben“. Dies ist sachlich falsch, denn Christen glauben an die Trinität

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2. Februar Mariä Lichtmess – Darstellung Jesu im Tempel

Und hier ein Beitrag vom letzten Jahr, der gar nicht gealtert ist. An 2.02. feiert die Kirche Mariä Lichtmess oder Darstellung Mariens im Tempel. Es ist der Tag der geistlichen Berufe und der Tag der Kerzenweihe. Beides hängt zusammen, wenn eine geistliche Berufung ist wie eine Kerze: sie leuchtet umso heller, je mehr sie sich verbrennt. Sie gibt Wärme, Licht und vertreibt die Dämonen der Luft, was uns die traditionelle Kerzenweihe lehrt, welche mit Exorzismen verbunden ist. Was hat denn die Kerze davon? Gar nichts. Sie wird weniger. Es ist wie bei Johannes dem Täufer, der über den Heiland sagte: „Ich muss abnehmen, er muss aber wachsen“ (Joh 3,30). Gott ist das Maß, Gott ist das Ziel. Deswegen sind unsere äußeren Tätigkeiten und unsere Effizienz völlig gleichgültig. Sie sind ein weltlich Ding, welches unsere Heiligung hindert. Geistliches Leben hat etwas mit Warten zu tun. Wie viele Jahrzehnte wartete Anna im Tempel, wie lange wartete Simeon? Gott hat ihnen etwas versprochen und sein Wort gehalten. Gott wartete bis diese beiden bereit waren Christus in den Händen zu halten. Gott hat sie darauf vorbereitet und gereinigt.  St. Simeon durfte Christus in seinen Unterarmen halten (in ulnas suas), denn das Kind war schon größer, und lobte das Licht zur Erleuchtung der Heiden und der Juden. St. Simeon und Anna waren Kerzen, die sich verbrannten und bis zu Ende brannten. Sie dachten nicht: Wie effizient bin ich? Wann ist es soweit? Kommt da was?...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Mariä Reinigung

Evangelium des Festes Maria Reinigung Lk 2, 22 -32 Als die Tage der Reinigung, die das Gesetz Moses‘ vorschrieb, zu Ende waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen, wie geschrieben steht im Gesetze des Herrn: „Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht werden.“ Auch wollten sie das Opfer darbringen, wie es im Gesetze des Herrn vorgeschrieben ist: Ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann mit Namen Simeon. Er war gerecht und gottesfürchtig und harrte auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war in ihm. Vom Heiligen Geiste war ihm geoffenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen habe. Auf Antrieb des Geistes kam er in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus hineinbrachten, um an ihm die Vorschrift des Gesetzes zu erfüllen,nahm er es auf seine Arme, pries Gott und sprach: „Nun entlässest du, Herr, deinen Knecht nach deinem Worte in Frieden. Denn meine Augen haben dein Heil gesehen, das du bereitet hast vor allen Völkern: Ein Licht zur Erleuchtung der Heiden, der Ruhm deines Volkes Israel.“ Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Ambrosius. „Und da war anwesend in Jerusalem ein Mann, namens Simeon, und dieser Mann war rechtschaffen und voll Gottesfurcht und er wartete auf Israels Beglücker.“ Nicht bloß von den Engeln und Propheten, sondern auch von den alten Leuten und den Rechtschaffenen ha tdie Menschwerdung des Herrn einen Beweis erhalten. Jedes Alter und beide Geschlechter und die bei den Ereignissen geschehenen Wunder bestätigen den Glauben. Die Jungfrau wird Mutter, die Unfruchtbare hat ein Kind, der Stumme fängt an zu reden, Elisabeth redet verborgene Dinge, der Magier betet an, der im Mutterschoß Eingeschlossene hüpft auf, die Witwe preist, der Rechtschaffene erwartet.  Und mit Recht heißt er rechtschaffen, da er nicht seinen, sondern des Volkes Segen ersehnte, obwohl er selbst darnach verlangte, von den Banden des gebrechlichen Leibes loszukommen, aber doch darauf wartete, den Verheißenen zu sehen; er wußte nämlich, daß „Selig die Augen sind, die ihn sehen“. Und er schloß ihn in seine Arme und pries Gott und sagte: „So laß, o Herr, nun deinen Knecht in Frieden scheiden.“ So sehe ich, wie der Rechtschaffene, der gleichsam im Kerker der Leibesmasse eingeschlossen ist, dies Lossein vom Leibe wünscht, um anzufangen das Sein mit Christus. „Das Lossein vom Leibe und das Sein mit Christus ist um vieles Besser.“ V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet zum Fest Mariae Reinigung Im Vertrauen auf deine Fürbitte, liebevollste Mutter unsers Erlösers! bitte ich den allmächtigen, ewigen Gott auf das demuthvollste, auch mein Herz zu reinigen, damit auch ich, wie heute dein göttlicher Sohn ist aufgeopfert worden, als ein reines, angenehmes Opfer dargestellt werde. O heiligste Jungfrau, erhöre mein Flehen und erwirb mir von Jesus, deinem geliebten Sohne, daß er mir und allen denen, die deinen süßen Namen Maria mit Andacht anrufen, die Gaben seiner Gnade verleihe, der da ist Gott gebencdcit in Ewigkeit. Amen. Gebet (in Beziehung der Kerzenweihe.) O Jesus, Du Licht der Welt! dieß sagt uns jede brennende Kerze, hilf uns nach deinem heiligen Worte Werke des Lichtes üben, Gott zur Ehre, dem Mitmenschen zur Erbauung und damit uns einst im Himmel das ewige Licht leuchten möge! Amen....

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29. Januar – Hl. Franz von Sales

Da in manchen Monaten fünf Mittwoche statt vier vorkommen, so fügen wir einen zusätzlichen spirituellen Beitrag ein, um dem spirituellen Mittwoch gerecht zu werden. Gestern am 29. Januar feierte die Kirche im alten Kalender das Fest des hl. Franz von Sales (1567-1622), dessen Gedenken nach dem Konzil aus unerklärlichen Verwirrungsgründen auf den 24. Januar verlegt wurde. Man kann seinen frommen Lebenslauf hier nachlesen, aus dem ersichtlich wird, dass der hl. Franz richtigerweise der nachkonziliaren damnatio memoriae (Verdammnis der Erinnerung) unterworfen wurde. Er hat nämlich sein ganzes Leben lang lauter vorkonziliare Dinge getrieben, welche jetzt unter Bergoglio nicht nur anrüchig, sondern richtig verdammungswürdig sind. Nennen wir nur drei: Er hat lebenslang die Keuschheit bewahrt. Er hat Protestanten zum Katholizismus bekehrt. Er hat einen Nonnenorden gegründet. Was sind aber die unkatholischen Direktiven des jetzigen Pontifikats? ad 1. Sex, Sex, Sex, am liebsten gleichgeschlechtlich einvernehmlich, von Bischof zu Seminarist und umgekehrt und nieder mit dem Zölibat. ad 2. Ökumene hoch drei, die Einheitsreligion der neuen Einheitskirche. ad 3. Vultum Domini und Cor orans, praktische Auflösung der kontemplativen Orden, Auflösung einigermaßen traditioneller und frommer Frauenorden.  Warum protestieren denn unsere lieben Geistlichen nicht dagegen? Weil es ihnen egal ist und Homosex „dumm im Kopf macht“, wie sich der Bayer tautologisch auszudrücken beliebt. Diejenigen, die im Konkubinat leben und „Abschaffung des Zwangszölibats“ fordern, sind auch nicht besser dran. Wie anders verfuhr doch der hl. Franz von Sales, der sich wirklich um die ihm anvertrauten Seelen kümmerte: Um den Verwüstungen des Calvinismus in seinem Land entgegen zu wirken, bat der Herzog von Savoyen den Bischof von Genf, der zu Annecy residierte, um tüchtige Missionare. Der junge Dompropst übernahm die Mission in Chablais. Zwei Jahre lang haßten ihn die Calvinisten mit satanischem Haß, verschlossen ihm alle Türen, gaben ihm weder Nahrung noch Herberge – nicht einmal um teures Geld, und suchten ihn oft zu töten: allein Franz blieb stets sanft, heiter, voll Gottvertrauen; er zog landauf, landab, spendete milde Gaben den Armen, herzlichen Trost den Bedrängten, liebreiche Lehren den Kindern. Die Glut seiner Liebe überwand allmählich die Vorurteile der Verführten und drang in die Herzen der Edleren. Die erste Eroberung seiner ausdauernden Freundlichkeit war, daß er in einer alten 3/5 Kapelle predigen durfte. Mit jeder Predigt wuchs die Zahl seiner Zuhörer, eine wunderbare Kraft entströmte seinen Worten und seinen Blicken… Nach Verlauf von zwei Jahren frohlockte das ganze Volk – 72000 Seelen über den Wiederbesitz des alten, katholischen Glaubens, den der Heilige durch Errichtung von Pfarreien und Einsetzung würdiger Priester befestigte.  Ja, die lieben Kalvinisten haben ihn gehasst und umzubringen versucht, er aber hat gewirkt und wie. Er ist nach Genf, ins Schlangennest – die Hochburg des Kalvinismus gegangen – ohne an seine Sicherheit zu denken, vom zweiten Stück Kuchen im Kaninchenzuchtverein, der sicherlich kein katholischer war, ganz zu schweigen. Ihr gut genährter Herr Pfarrer wird sich nach diesem Dictum im Sessel zurücklehnen, mit der Zigarre nach oben paffen und sagen: Nein, nein, so einfach ist es nicht. Man muss differenzieren und divergieren. Damals für die damaligen Zeiten war es richtig. Heute für die heutigen Zeiten ist es falsch. Wir müssen an die Ökumene denken und den Dialog pflegen. Ganz ohne Konflikte, versteht sich.  Und ihr immer erschrockener Pius-Priester wird entgegnen:   Ja, ja, die große vorkonziliare Heiligkeit. Aber heute ist es schwieriger, die Gesellschaft wissen Sie, keinen Halt in den Familien. Es erfordert Klugheit, man ist den Gehorsam den Oberen schuldig. Wir müssen zuerst...

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Das Fest der Kathedra Petri oder den Feind bekämpfen dort, wo er ist

Bei seinen jüngsten Unternehmungen wird DSDZ (dem Schreiber dieser Zeilen) wieder einmal klar, dass die allermeisten Menschen: sich nicht anstrengen wollen, mit niemanden anecken wollen, für das Nichtstun gerne entlohnt werden möchten, indem sie einen über den Tisch ziehen. Tja, nichts Neues unter der Sonne. Es ist die conditio humana oder die natura lapsa, die gefallene von der Erbsünde und Sünde gebeutelte Natur. Umso mehr fällt es auf, dass Menschen, die von Gnade gespeist und gekräftigt waren und zwar in einem überragenden Grade wie die Apostel, eben dorthin gingen, wo es am schwierigsten war. Der Hl. Petrus ging nach Rom, in den Rachen des Löwen und der hl. Leo der Große sagt in seiner Predigt, die heute in der zweiten Nokturn des Tridentinischen Breviers gebetet wird, folgendes:   Als die zwölf Apostel, nachdem sie vom Heiligen Geiste Gaben erhalten hatten, in allen Sprachen zu reden, daran gegangen waren, die Welt mit dem Evangelium zu durchdringen, und die einzelnen Länderstriche unter sich verteilt hatten, wurde der heilige Petrus als erster in der Reihe der Apostel für die Hauptstadt des römischen Reiches bestimmt, damit das Licht der Wahrheit, das zum Segen aller Völker immer leuchtender wurde, vom Mittelpunkt selbst aus sich in wirksamerer Weise über die ganze Welt ausbreitete. Von welchem Volke aber gab es damals keine Menschen in dieser Stadt? Oder wo gab es noch Völkerschaften, denen unbekannt geblieben wäre, was Rom gelehrt hatte?     Hier waren die Anschauungen der Philosophen zu zertrümmern, hier waren die Wertlosigkeiten der irdischen Weisheit zu zerstören, hier war die Anbetung der eingebildeten Götter in ihrer Verkehrtheit zu zeigen, hier die Bosheit aller Entweihungen des Heiligen zu vernichten, insofern man hier mit dem geschäftigten Aberglauben alles wie in einer Sammlung zusammen hatte, was irgendwo infolge der törichten Verirrungen aufgekommen war. In diese Stadt einzutreten, fürchtest du nicht, oh heiliger Apostel Petrus; und mit dem Genossen deiner Herrlichkeit, dem Apostel Paulus, der noch mit der Einrichtung anderer Kirchengemeinde beschäftigt war, schreitest du in diesen von rasenden Bestien bewohnten Wald und in diese gar so stürmische Ozeanstiefe hinein mit größerem Mut als damals wo du auf dem Meere einherschrittest.  Der hl. Petrus schritt also in den Krieg gegen das Heidentum und bekämpfte den Feind dort, wo er am stärksten war – in Rom. Warum hat er das getan?  Weil er ein Mann war. Haben wir denn auch heute irgendwelche Kirchenmänner? Nein, nur tussihafte Heulsusen, wie Kardinal Müller, der neulich sagte, dass   „der Vatikan ist ein Ort von „Intrigen”, „übler Nachrede“, und „Winkelzügen“ sei. Mein Gott, meinen wir darauf, das ist ja wirklich schlimm! Es hört sich an als hätte man Müller im Vatikan das zweite Stück Kuchen beim Kaffeetrinken verweigert.  Nicht auszudenken! Aber da hätte Müller die Möglichkeit gehabt sich zu bewähren und wenigstens kämpfend unterzugehen. DSDZ hätte an Müllers Stelle am nächsten Tag nach der ersten bergoglianischen Häresie Franziskus öffentlich der Häresie angeklagt. DSDZ wäre dann am übernächsten Tag gefeuert worden, wahrscheinlich suspendiert und nicht nur des Kuchens, sondern auch des Brotes beraubt worden, aber das wäre ihm gleich. Denn es gibt Wichtigeres. Obwohl Müller Jahrgang 1947 ist, so scheint er schon damals Gender-konform erzogen worden zu sein, indem man ihm einredete, dass er ja nur „brav“ und nicht „aggressiv“ zu sein habe. Aber wahrscheinlich liegt es wirklich am Novus Ordo, dass dieser Ritus die theoretisch vermeintlich...

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Das Fest der Cathedra Petri am 18. Januar und der vorkonziliare Kalender

Aus gegebenen Anlass heute nochmals dieser alte Beitrag aus dem Jahre 2016. Heute feiert die Kirche nach dem alten, vorkonziliaren Kalender das Fest der Kathedrale Petri (Cathedra Petri), welche nach dem Konzil auf den 22. Februar verschoben wurde bzw., wie und ein Leser berichtigte, wurde es mit dem Fest der Cathedra Petri St. Antiochiae am 22. Februar zusammengelegt. Der von uns im nachfolgenden Beitrag zitierte Dom Prosper Guéranger gibt an, dass, obzwar das Fest der Cathedra Petri  sehr alt war, es im Jahre 1558 von Paul IV. wiedererrichtet worden ist, um die Sichtbarkeit der Kirche und das Vorrecht des Bischofsstuhles von Rom zu zeigen, da eben Rom und nicht Antiochien das Märtyrium von Petrus erleben durfte oder, wie es schön Dom Guéranger  ausdrückt, „durch das Blut des hl. Petrus bewässert wurde“. Ja, Rom hat Petrus gekostet, denn er hat sich lange gesträubt dorthin zu gehen, beziehungsweise dorthin zurückzukehren, wie unser oben angeführtes Bild zeigt. Inwiefern sich die Feste vom 18. Januar und vom 22. Februar voneinander unterscheiden, soll an dieser Stelle nicht untersucht werden. Diese nachkonziliare Verschiebung qua Zusammenlegung geschah aber wahrscheinlich deswegen, um mehr Chaos zu stiften oder um „die unnötigen Wiederholungen zu vermeiden“. Denn das Fest der Cathedra Petri wurde in Gallien seit dem VI. Jhd. und woanders mindestens seit dem VII. Jhd. eben am 18. Januar gefeiert. Somit stellt es eine wirklich lange, liturgische Tradition dar, welche mindestens seit 1558 vorhanden war, sich zwischen dem VII. Jhd. und 1558 ein wenig verlor und nach dem Konzil dem Rotstift zum Opfer fiel. Dom Prosper Guéranger  schreibt zurecht, dass der Königsanspruch der Herrschaft Christi irgendwie mit einem Herrschersitz zusammenhängen muss. Christus ist zwar gegen den Himmel aufgefahren, sein Mandat zu binden und zu lösen, hat er aber dem hl. Petrus und seinen Nachfolgern übertragen. Die Kirche von Rom, wie schon der hl. Ignatius von Antiochien schreibt, ist deswegen ist erste, weil dort Petrus für die Kirche gestorben ist. Dieses Vorrecht Roms ist ohne die Bedeutung von Petrus, welche die Protestanten, die Modernisten und manche nachkonziliaren  Theologen in Abrede stellen wollten, ohne sein schon von den anderen Aposteln anerkanntes Primat nicht verständlich. Christus sagt zwar: „Mein Königreich ist nicht von dieser Welt“, er sagt aber auch: „Ja ich bin ein König“. Deswegen kann die Kirche der Welt etwas vorschreiben und zwar im Namen Christi. Denn: Hören wir nicht auf Christus, dann hören wir auf die UNO, die Bilderberger, Frau Dr. Merkel oder andere, welche einen gott-ähnlichen Anspruch zu erheben scheinen oder es einfach tun. Da die nachkonziliare Kirche weitgehend jeden Anspruch aufgegeben hat, siehe die Ansprachen von Papst Franziskus, so ist es nur konsequent, dass dieses Fest eliminiert wurde. Es fing mit der Liturgie an und der Rest war vorprogrammiert....

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„Ante luciferum genitus“ oder darum ist der Teufel neidisch

Beim Schreiben der nächsten Folgen unserer Antipapst-Reihe wird DSDZ klar, dass viele unserer Leser (Ausrede: Kaninchenzuchtverein) oder Leserinnen (Ausrede: Hasenspicken) diese Reihe zu lang und zu schwierig finden werden, um sie zu Ende zu lesen. Dagegen kann DSDZ kaum etwas tun, denn noch einfacher und gleichzeitig in die Tiefe gehend kann er nicht schreiben. Er tut was er kann und wie er kann, dennoch gibt es Menschen, auf welche beim ersten Fremdwort oder gar lateinischen Ausdruck der Schleier des Unverständnisses (wie bei dieser Statue von Corradini) fällt und auf ihnen haften bleibt. Es ist ein Stressfaktor, eine traumatische Erfahrung im Kleinen. DSDZ erlebt dasselbe bei manchen logischen oder mathematischen Beweisen oder Formeln, die er sich selbst erarbeiten muss. Das geht immer noch schneller als nach Lehrern zu suchen. Wenn er sich durch all die Beweisketten durchgequält hat, ist es einfach, vorher aber nicht. Andererseits kann man manches einfach nicht anders als fachgerecht ausdrücken, daher muss man, um einen logischen Beweis zu verstehen, auch Logik lernen. Anders geht es nicht. In der Theologie ist es genauso, womit diese Einführung abgeschlossen wäre. Dennoch wollen wir die Antipapst-Reihe ab und zu mit einfacherer Kost durchsetzen, damit wir nicht alle vom Fleisch fallen. Heute am 7. Januar feierte die Kirche bis 1955 die Oktave des Epiphanie-Festes, welche im Brevier so begangen wurde, dass eine Woche lang in der Matutin dieselben Antiphonen und dieselben Psalmen mit verschiedenen Lesungen durchsetzt, gelesen wurden. Dies betrifft auch die anderen Horen: andere Antiphonen, dieselben Psalmen. Auf diese Art und Weise gelangt man wirklich in die Tiefe, weil man gleichsam über den bekannten Psalmen die neuen Epiphanie-Antiphonen betet. Interessanterweise haben Sie diese Wirkung nur beim Tridentinischen Brevier, da in den nachfolgenden Brevieren die Psalmen der meisten Horen wechseln. Da das Neue auf dem Hintergrund des Bekannten schnell auffällt, so ist es einfach für den Beter die Texte der Antiphon beim Rezitieren der altbekannten Psalmen zu meditieren. Ja, zwei in einem. Zeitsparend. Die heutige erste Antiphon der Laudes ist sehr interessant. Sie lautet auf Lateinisch[1] wie folgt:  Ant. Ante lucíferum génitus, et ante sǽcula, Dóminus Salvátor noster hódie mundo appáruit. Auf Deutsch heißt es:  Ant. Vor dem Morgenleuchten aus dem Schoss der Gottheit stammend und vor allen Zeiträumen, ist der Herr, unser Heiland, heute der Welt geoffenbart worden. Das Lateinische luficer, fera, ferum bedeutet A) als Adjektiv der erleuchtet ist, ans Licht bringend B) als Substantiv der Planet Venus oder Morgenstern im übertragenen Sinne licht- heilbringend auch der Tag. Denn das Adjektiv lucifer wird gebildet aus dem Substantiv lux, lucis– „das Licht“ und dem Verb fero – „bringen“. Weil der Morgenstern, gleichbedeutend mit dem Planet Venus, morgens das Licht bringt, daher ist der Morgenstern ein Lichtbringer. Aber Luzifer ist auch der Eigenname Satans, wie er in der Vulgata steht, denn der Engelssturz ist selbstredend in der Bibel beschrieben: quomodo cecidisti de caelo lucifer qui mane oriebaris corruisti in terram qui vulnerabas gentes  13 qui dicebas in corde tuo in caelum conscendam super astra Dei exaltabo solium meum sedebo in monte testamenti in lateribus aquilonis  14 ascendam super altitudinem nubium ero similis Altissimo  15 verumtamen ad infernum detraheris in profundum laci  16 qui te viderint ad te inclinabuntur teque prospicient numquid iste est vir qui conturbavit terram qui concussit regna  17 qui posuit orbem desertum et urbes eius destruxit vinctis eius non aperuit carcerem (Jes...

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Warum der hl. Apostel Johannes schwebte?

Heute ist die Oktave des hl. Johannes-Festes, welche schon im Jahre 1955 aufgegeben wurde, davor wurde sie von  Pius X. im Divino afflatu-Brevier reduziert. Da DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) nicht nur in seiner eigenen Welt, sondern auch in seiner eigenen Raumzeit lebt, so richtet er sich in seinen Gebeten nach dem Kalender des ausgehenden XIX Jhdts. des Tridentinischen Breviers. Ja, das ist wirklich originell und der Sitz in einer Vormittags-Talkshow ist ihm sicher. Die heutigen Lesungen sind wieder einmal dermaßen tiefgründig, dass sie vorgestellt gehören. Wir wissen wohl alle, dass der hl. Apostel Johannes in dem Buch der Offenbarung als Adler symbolisiert wird (Off 4,7). Und warum? Darauf gibt uns der hl. Augustinus in der Predigt der ersten Lesung der zweiten Nokturn des heutigen Oktavfestes die Antwort: „[…] hat der heilige Apostel Johannes, der nicht mit Unrecht entsprechend seiner geistigen Schärfe mit dem Adler verglichen wird, in größere Höhe und viel erhabener als die anderen drei [Evangelisten] seine Predigt eingetragen; und er hat gewollt, dass bei seiner Erhebung sich auch unsere Herzen erheben.“ (Augustinus, Traktat über Johannes) Der hl. Johannes war also der Überflieger unter den Aposteln schlechthin. Lesen wir beim hl. Augustinus weiter:   „Denn die anderen drei Evangelisten wandeln gleichsam mit dem Herrn als Mensch auf der Erde und haben von der Gottheit nur weniges gesagt; dieser aber hat, als ob er keinen Gefallen am Wandel auf der Erde hätte, wie er gleich am Anfang seiner Rede angestimmt hat, sich nicht bloß über die Erde und über alle Luft- und Himmelsräume, sondern sogar über das ganze Herr der Engel und über alle von den unsichtbaren Mächten gebildeten Reihen erhoben, und ist vorgedrungen bis zu dem, durch den alles gemacht worden ist, indem er sagte: Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.“ Der hl. Johannes zeigt Christus gleichsam aus der Vogelperspektive, weil er wie ein Adler schwebte. Warum schwebte er denn? Die zweite Lesung der zweiten Nokturn beantwortet auch diese Frage:    „Er konnte über solch eine Erhabenheit […] predigen […] da er das konnte er ausspeien, was er getrunken hat. Denn nicht ohne Grund wird von ihm selbst in seinem eigenen Evangelium berichtet, dass er beim Letzten Abendmahl auf der Brust des Herren lag. Aus jener Brust also hat er insgeheim getrunken, was er aber insgeheim trinkt, das speit er öffentlich aus, damit [es] zu allen Völkern kommt […].“ Der hl. Augustinus verknüpft hier zwei Bilder. Zum einen das Stillen des Säuglings, zum anderen die Fütterung der Jungen durch Vögel, von denen manche, wie Pinguine, keine Adler wohlgemerkt, sich übergeben (eructare) und mit dem, was sie vorher aufgesammelt haben, ihre Jungtiere füttern. Warum konnte hl. Johannes so schweben? Weil er jungfräulich war. Weil er an der Brust des Herren lag. Weil er unter dem Kreuz stand. Weil er seine Augen auf das göttliche Licht gerichtet hielt. So schreibt der hl. Augustinus:    „Der Adler selbst ist Johannes, der Prediger des Erhabenen und Betrachter des inneren und des ewigen Lichtes, auf die er seine Augen gerichtet hält. Man sagt, dass die Jungen der Adler auf diese Weise erprobt werden, dass sie auf den Krallen des Vaters hängend, den Strahlen der Sonne ausgesetzt werden. Wer die Sonne fest betrachtet, wird als Sohn anerkannt […]“. Ja, es stimmt, dass das Betrachten der...

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Die weihnachtlichen Stimmungskiller: Hl. Stephanus, Unschuldigen Kinder und Hl. Thomas Becket

Sie kennen es doch, liebe Leserinnen und Leser. Man ist gut gesättigt vom cholesterinreichen Weihnachtsessen, man hat die Kinder unter den Geschenkpackungen wiedergefunden, siehe Loriots Weihnachten bei den Hoppenstedts, Sie haben die Katze aus der Lametta entknäult, der große jährliche Weihnachtsfamilienstreit blieb diesmal aus, die Ehe hält immer noch und Sie haben Aussichten auf Kaffee und Kuchen in Ihrem Kaninchenzuchtverein und sogar auf das zweite Stück Torte. Ja, Sie sind glücklich und gehen mit Ihrer Familie am zweiten Weihnachtstag in die Kirche, denn Sie gehören zu denen, die die Kirche tatsächlich mehrmals im Jahr aufsuchen und was hören Sie: Mord und Totschlag. Ja, beim Martyrium von hl. Stephanus ist die ganzen Weihnachtsstimmung des heimeligen Jesus-Kindes wirklich futsch.  Muss das sein?, fragen Sie sich. Was soll man da den Kindern sagen? Die ganze Stimmung ist da weg. Man sollte bei dem liturgischen Kalender an die Kinder denken. Aber in der Weihnachtsoktave hört der Mord und Totschlag nicht auf. Wir haben am 26. 12 den hl. Stephanus, am 28.12 die Unschuldigen Kinder und am 29.12 den hl. Thomas Becket. Am 27.12 feiert man hl. Johannes den Apostel, der auch ein Märtyrer war, aber sein Martyrium wunderbar überlebte. Er wurde im Öl gekocht, tauchte aber anschließend aus dem Kessel jünger und schöner als vorher auf. Der Kaiser gab auf und verbannte ihn auf die Insel Patmos. Wenn man all das berücksichtigt, dann muss man doch einsehen, wie wenig die weltlichen Weihnachtserwartungen mit dem tatsächlichen liturgischen Weihnachtsfest zu tun haben. Weihnachten ist zwar das zweitgrößte Fest nach Ostern, am Weihnachtstag selbst werden, wie bei Ostern, drei Heilige Messen gefeiert, die meisten Armen Seelen kommen daher an diesem Tag frei, aber so richtig weihnachtlich ist es nur am 25.12, denn die Weihnachtsoktav wird von mehreren Duplex-Festen durchbrochen und geht somit unter, zumal wir, nach dem Tridentinischen Brevier nach 25.12 mehrere Oktaven haben: Weihnachtsoktave Oktave des hl. Stephan-Festes Oktave des hl. Johannes des Apostel-Festes Oktave der Unschuldigen Kinder Am 5. Januar kommt die Vigil des Epiphaniefestes, danach die Epiphanie mit einer Oktave, welche liturgisch das eigentliche Weihnachten beendet. Da es den Leuten zu kurz erscheint, so feiert man bis zur Taufe Christi beziehungsweise bis zum 2 Februar. Schaut man aber auf die Erziehung der Kirche durch die Liturgie, so sieht man, dass man gleich nach der Geburt Christi aufs Martyrium vorbereitet wird, denn Bekenntnis bis zum Blut gehört zum Glauben an die Menschwerdung Gottes dazu. Umgebracht wurde St. Stephanus, den hl. Johannes wollte man deswegen umbringen, die Unschuldigen Kinder, obwohl wirklich unschuldig, mussten dran glauben und hl. Thomas Becket auch. Tod, wo man nur hinsieht.  Vat. II und Martyrium Beurteilt man aber diese Heiligen anhand der Richtlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils, „des größten aller Zeiten“, fügt salbungsvoll unsere Pastoralassistentin hinzu, dann sehen wir, dass sie sich alle extrem blöde angestellt haben. Hl. Stephanus : er pflegte keinen interreligiösen Dialog im Lichte von Nostra aetate und Dignitatis humanae und ihn kümmerte offensichtlich nicht, im Gegensatz zu Benedikt XVI., was die Rabbiner, die es in dieser Form noch nicht gab, von ihm dachten. Offensichtlich war hl. Stephanus die These von Kardinal Koch unbekannt, dass man die Juden ja nicht missionieren durfte. Wäre hl. Stephanus „offener“, „konziliarer“, „dialogbereiter“ gewesen, dann hätte er länger leben können und in seinem Kaninchenzuchtverein das zweite Stück Kuchen problemlos abgegriffen. Aber so: selber schuld!...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Fest der Unschuldigen Kinder

Evangelium am Feste der Hl. Unschuldigen Kinder Mt 2, 13 – 18 Als die Weisen aus dem Morgenlande weggezogen waren, erschien dem Joseph im Traum ein Engel des Herrn und sprach: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägyptei. Bleibe dort, bis ich dir Weisung gebe. Denn Herodes wird nach dem Kinde suchen, um es zu ermorden.“ Da stand er auf, nahm noch in der Nacht das Kind und seine Mutter und zog nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Todde des Herodes. So sollte in Erfüllung gehen, was der Herr durch den Propheten gesprochen hatte: „Aus Ägypten berief ich meinen Sohn.“ Als Herodes sich von den Weisen hintergangen sah, geriet er in heftigen Zorn. Er ließ in Bethlehem und in dessen ganzem Gebiete alle Knäblein von zwei Jahren und darunter umbringen – entsprechend der Zeit, die er von den Weisen erforscht hatte. Da erfüllte sich das Wort des Propheten Jerremias, der da spricht: „In Rama wird Klage laut, Viel Weinen und Wehgeschrei: Rachel weint um ihre Kinder Und will sich nichth trösten lassen, Weil sie nicht mehr sind.“ Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus. Buch 1 der Auslegung zu Mt Kap. 2 Als er das Kind nahm und seine Mutter, um nach Ägypten überzusiedeln, hat er sie zur Nachtzeit und im Dunkeln genommen, da er ja die Nacht der Unwissenheit denen, von denen er wegging, in ihrem Unglauben zurückgelassen hat. Wo er jedoch nach Judäa zurückkehrt, wird weder die Nacht, noch das Dunkel im Evangelium erwähnt, weil am Ende der Welt die Juden den Glauben oder gleichsam den von Ägypten zurückkehrenden Christus annehmen und auf diese Weise zum Licht gelangen werden. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. In der 8. Lesung behandelt der Heilige den Hinweis des Evangelisten auf die Erfüllung der ersten Weissagung: „Damit erfüllt würde, was vom Herrn durch den Propheten gesagt worden ist: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“ Mögen hier eine Antwort geben diejenigen, die den Ausgaben der Hebräer die Glaubwürdigkeit bestreiten, wo dieses bei den Übersetzern der Siebzigerausgabe zu lesen ist. Weil sie dies nicht finden werden, will ich ihnen sagen, daß es beim Propheten Oseas geschrieben steht, wie die Bücher beweisen können, die ich neulich veröffentlicht habe. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Gott, dessen Ruhm die unschuldigen Kinder nicht durch Reden, sondern durch Sterben verkündet haben; ertödte in uns alles Böse, damit den Glauben, welchen unsere Zunge ausspricht, auch unser Leben bekenne! Amen....

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Der hl. Evangelist Johannes – der vom Herzen des Herrn getrunken hat

Die heutige Liturgie feiert am 27.12 das Fest des Evangelisten Johannes. Ein Fest, welches ab der Reform von 1955 durch den Sonntag der Weihnachtsoktave gleichsam zugedeckt wird. Dies bedeutet, dass im Falle, dass das Johannesfest auf einen Sonntag fällt, die Messe vom Sonntag und das Brevier vom Sonntag gelesen werden. War es denn früher anders? Ja, denn bis zu den „Reformen“ von 1955 waren manche Heiligenfeste höher gestuft als ein Sonntag. Dies gilt ja auch heute beispielsweise für Weihnachten. Fällt es auf einen Sonntag, dann feiern wir Weihnachten und nicht einen Sonntag. Da die Heiligen den konkreten Weg der Christusnachfolge zeigen, waren sie und ihre Feste allen Häretikern und „Reformern“ ein Dorn im Auge. Nach den protestantischen Reformatoren waren es die Jansenisten, welche sich sehr lange darüber ärgerten, dass angeblich die Heiligenfeste die Sonntage „zudecken“. Diese Tendenz die Heiligenfeste durch Sonntage zu eliminieren ist expressis verbis vom Pius VI. in der Konstitution Auctorem fidei verurteilt worden, welche sich mit den Irrlehren der Synode von Pistoia (1794) auseinandersetzte. Diese Verurteilung lautet wie folgt: „74. Die Entscheidung der Synode, die über das Jahr hin festgelegten Feste auf einen Sonntag zu verlegen …“. (DH 2674)...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Fest des Hl. Johannes des Apostels

Lesung 4Predigt des heiligen Papstes Leo.Predigt 1 über die Geburt Christi.Derjenige, der uns, Geliebteste, das Heil bringt, ist heute geboren. Wir wollen freudig sein. Es wäre doch unrecht, der Trauer einen Platz zu gewähren, wo das Leben aufgeht, das nach Vernichtung des furchtwirkenden Todes uns Fröhlichkeit schafft infolge der verheißenen Seligkeit. Keiner wird von der Teilnahme an dieser freudigen Feier ausgeschlossen. Der eine gemeinsame Grund zur Freude für alle ist der, dass unser Herr, der Tilger von Sünde und Tod, weil er keinen von Schuld Freien fand, deshalb zur Befreiung von allen gekommen ist. Es juble der Heilige, weil er nahe kommt der Palme; es mag sich freuen der Sünder, weil er eingeladen wird, sich dich Verzeihung zu holen; es fasse Mut der außerhalb des Christentums Stehende, weil er gerufen wird zum (richtigen) Leben. Gottes Sohn hat nämlich entsprechend der Zeitfülle, die des göttlichen unergründlichen Ratschlusses Erhabenheit angeordnet hatte, die mit ihrem Schöpfer zu versöhnende Natur des menschlichen Geschlechtes selbst angenommen, damit der Begründer des Todes durch diese selbst, über die er den Sieg davongetragen, besiegt würde.V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Lesung 5In diesem für uns unternommenen Kampf ist auf der Grundlage eines vollen und bewunderungswürdigen Gleichheitsrechtes gerungen worden; da der allmächtige Herr nicht in seiner Majestät, sondern in unserer Niedrigkeit als Kämpfer auftritt und ihm dieselbe Gestalt, dieselbe Natur entgegenstellt (wie wir sie haben), die wohl unsere Sterblichkeit mit uns teilt, aber mit der Sünde nichts gemein hat. Fern ist nämlich bei dieser Geburt das, was von allen zu lesen ist Hiob 14,4: „Keiner ist frei vom Schmutz, nicht einmal das Kind, dessen Lebensdauer auf der Erde einen Tag beträgt.“ Nichts ist also in dieser Geburt von fleischlicher Begierlichkeit eingedrungen, nichts von dem, was auf die Sünde Bezug hat, übergegangen. Eine königliche Jungfrau aus davidischem Stamme wird ausgewählt, die, um mit heiligem Lebenskeim befruchtet zu werden, die Leibesfrucht früher geistig, als körperlich, empfangen sollte. Und damit sie nicht in Unkenntnis des oben beschlossenen Planes auf die ungewohnten Worte, mit denen sie angeredet wurde, in Angst käme, erfährt sie das, was in ihr vom Heiligen Geiste zu wirken war, aus der Aussprache mit dem Engel; und sie glaubt dann, dass sie keine Schädigung der Jungfräulichkeit erfahren würde als Gottesmutter, die sie bald werden sollte.V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festes des Hl. Erzmartyrers Stephanus

Lesung 4Predigt des heiligen Papstes Leo.Predigt 1 über die Geburt Christi.Derjenige, der uns, Geliebteste, das Heil bringt, ist heute geboren. Wir wollen freudig sein. Es wäre doch unrecht, der Trauer einen Platz zu gewähren, wo das Leben aufgeht, das nach Vernichtung des furchtwirkenden Todes uns Fröhlichkeit schafft infolge der verheißenen Seligkeit. Keiner wird von der Teilnahme an dieser freudigen Feier ausgeschlossen. Der eine gemeinsame Grund zur Freude für alle ist der, dass unser Herr, der Tilger von Sünde und Tod, weil er keinen von Schuld Freien fand, deshalb zur Befreiung von allen gekommen ist. Es juble der Heilige, weil er nahe kommt der Palme; es mag sich freuen der Sünder, weil er eingeladen wird, sich dich Verzeihung zu holen; es fasse Mut der außerhalb des Christentums Stehende, weil er gerufen wird zum (richtigen) Leben. Gottes Sohn hat nämlich entsprechend der Zeitfülle, die des göttlichen unergründlichen Ratschlusses Erhabenheit angeordnet hatte, die mit ihrem Schöpfer zu versöhnende Natur des menschlichen Geschlechtes selbst angenommen, damit der Begründer des Todes durch diese selbst, über die er den Sieg davongetragen, besiegt würde.V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Lesung 5In diesem für uns unternommenen Kampf ist auf der Grundlage eines vollen und bewunderungswürdigen Gleichheitsrechtes gerungen worden; da der allmächtige Herr nicht in seiner Majestät, sondern in unserer Niedrigkeit als Kämpfer auftritt und ihm dieselbe Gestalt, dieselbe Natur entgegenstellt (wie wir sie haben), die wohl unsere Sterblichkeit mit uns teilt, aber mit der Sünde nichts gemein hat. Fern ist nämlich bei dieser Geburt das, was von allen zu lesen ist Hiob 14,4: „Keiner ist frei vom Schmutz, nicht einmal das Kind, dessen Lebensdauer auf der Erde einen Tag beträgt.“ Nichts ist also in dieser Geburt von fleischlicher Begierlichkeit eingedrungen, nichts von dem, was auf die Sünde Bezug hat, übergegangen. Eine königliche Jungfrau aus davidischem Stamme wird ausgewählt, die, um mit heiligem Lebenskeim befruchtet zu werden, die Leibesfrucht früher geistig, als körperlich, empfangen sollte. Und damit sie nicht in Unkenntnis des oben beschlossenen Planes auf die ungewohnten Worte, mit denen sie angeredet wurde, in Angst käme, erfährt sie das, was in ihr vom Heiligen Geiste zu wirken war, aus der Aussprache mit dem Engel; und sie glaubt dann, dass sie keine Schädigung der Jungfräulichkeit erfahren würde als Gottesmutter, die sie bald werden sollte.V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Gebet Heiliger Stephanus, du Blutzeuge Jesu Christi, du Mann voll des Glaubens und der Kraft, Wunder zu wirken! Du bewiesest so klar und überzeugend, daß Jesus der Messias sey. Die Gelehrtesten der Juden konnten deiner Weisheit nicht widerstehen, da der Geist Gottes aus dir redete; daher wurden sie, die Feinde Jesu Christi, auch deine Feinde, die dich verläumdeten und jene herrlichen Worte: „Sehet! ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn, den ihr ans Kreuz geschlagen habt, zur Rechten Gottes sitzen,“ als Gotteslästerung aufnahmen, und so dich als Gotteslästerer dem Tode überlieferten. — Du gekreuzigter und wieder zum Leben erweckter, Du erniedrigter und zum Throne Gottes erhöhter König! den einst Stephanus dem irregeführten Volke verkündete, den Stephanus einst zur Rechten Gottes sah, für den Stephanus sein Leben hingab: o sende einen Strahl deines Lichtes, in mein Herz, daß ich an Dich glaube, wie Stephanus! gieb mir Muth, daß ich von Dir rede, wie Stephanus! gieb mir Liebe und Geduld, daß ich für Dich...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – das Weihnachtsfest

Lesung 4Predigt des heiligen Papstes Leo.Predigt 1 über die Geburt Christi.Derjenige, der uns, Geliebteste, das Heil bringt, ist heute geboren. Wir wollen freudig sein. Es wäre doch unrecht, der Trauer einen Platz zu gewähren, wo das Leben aufgeht, das nach Vernichtung des furchtwirkenden Todes uns Fröhlichkeit schafft infolge der verheißenen Seligkeit. Keiner wird von der Teilnahme an dieser freudigen Feier ausgeschlossen. Der eine gemeinsame Grund zur Freude für alle ist der, dass unser Herr, der Tilger von Sünde und Tod, weil er keinen von Schuld Freien fand, deshalb zur Befreiung von allen gekommen ist. Es juble der Heilige, weil er nahe kommt der Palme; es mag sich freuen der Sünder, weil er eingeladen wird, sich dich Verzeihung zu holen; es fasse Mut der außerhalb des Christentums Stehende, weil er gerufen wird zum (richtigen) Leben. Gottes Sohn hat nämlich entsprechend der Zeitfülle, die des göttlichen unergründlichen Ratschlusses Erhabenheit angeordnet hatte, die mit ihrem Schöpfer zu versöhnende Natur des menschlichen Geschlechtes selbst angenommen, damit der Begründer des Todes durch diese selbst, über die er den Sieg davongetragen, besiegt würde.V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Lesung 5In diesem für uns unternommenen Kampf ist auf der Grundlage eines vollen und bewunderungswürdigen Gleichheitsrechtes gerungen worden; da der allmächtige Herr nicht in seiner Majestät, sondern in unserer Niedrigkeit als Kämpfer auftritt und ihm dieselbe Gestalt, dieselbe Natur entgegenstellt (wie wir sie haben), die wohl unsere Sterblichkeit mit uns teilt, aber mit der Sünde nichts gemein hat. Fern ist nämlich bei dieser Geburt das, was von allen zu lesen ist Hiob 14,4: „Keiner ist frei vom Schmutz, nicht einmal das Kind, dessen Lebensdauer auf der Erde einen Tag beträgt.“ Nichts ist also in dieser Geburt von fleischlicher Begierlichkeit eingedrungen, nichts von dem, was auf die Sünde Bezug hat, übergegangen. Eine königliche Jungfrau aus davidischem Stamme wird ausgewählt, die, um mit heiligem Lebenskeim befruchtet zu werden, die Leibesfrucht früher geistig, als körperlich, empfangen sollte. Und damit sie nicht in Unkenntnis des oben beschlossenen Planes auf die ungewohnten Worte, mit denen sie angeredet wurde, in Angst käme, erfährt sie das, was in ihr vom Heiligen Geiste zu wirken war, aus der Aussprache mit dem Engel; und sie glaubt dann, dass sie keine Schädigung der Jungfräulichkeit erfahren würde als Gottesmutter, die sie bald werden sollte.V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Gott! durch Dich ward diese heilige Nacht mit dem Schimmer des wahren Lichtes erleuchtet; laß uns auch im Himmel zu Theil werden die Freude dieses Lichtes, dessen hohe Erscheinung wir auf Erden durch den Glauben erkannt haben. — Allmächtiger Gott! ein neues Licht ist über uns durch dein menschgewordenes Wort ausgegossen worden; gieb, daß dieses Licht in unsern Werken erscheine, so wie es durch den Glauben unser Gemüth erleuchtet. Allmachtiger Gott! laß uns durch den Heiland der Welt, dessen Geburt wir heute feiern, zu Kindern Gottes neu geboren und einst zum unsterblichen Leben erwecket werden! Amen. Kirchengebet Gott! durch Dich ward diese heilige Nacht mit dem Schimmer des wahren Lichtes erleuchtet; laß uns auch im Himmel zu Theil werden die Freude dieses Lichtes, dessen hohe Erscheinung wir auf Erden durch den Glauben erkannt haben. — Allmächtiger Gott! ein neues Licht ist über uns durch dein menschgewordenes Wort ausgegossen worden; gieb, daß dieses Licht in unsern Werken erscheine, so wie es durch den...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Vigil des Weihnachtsfestes

Weniger Breviergebet ist weniger geistliche Leistung Da wir alle heute und morgen den Kirchgang vor uns haben, auf den wir uns mental einstellen müssen, falls wir wieder einer nachkonziliaren „Jedoch-Aber-Wenn-Miteinander-Flüchtlinge-Rettet-die-Wale-Predigt“ ausgesetzt sein werden, so wollen wir uns mit Texten trösten, die wirklich katholisch sind und welche uns das Geheimnis der Menschwerdung Gottes nahebringen. Der Schreiber dieser Zeilen hat die heutige Matutin der Vigil des Weihnachtsfestes bereits gelesen und die heutigen Lesungen haben ihn so erfreut, dass er diese Freude den Lesern unseres Blogs mitteilen möchte. Dank der Mühe von divinum officium.com sind diese Lesungen auf Deutsch übersetzt, sodass wir sie hier bloß einzukleben brauchen. Die vorgestellten drei Lesungen gelten für alle vorkonziliaren Breviere: das tridentinische, Divino Afflatu, das Pianische und das aus dem Jahre 1962. Diese drei Lesungen werden heute im Officium der Weihnachtsvigil nach den Psalmen gebetet und zwar: im tridentinischen Brevier nach zwölf ganzen Psalmen (ergibt insgesamt 290 Psalmenverse), im Divino Afflatu-Brevier aus dem Jahre 1911 nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse), im Pianischen Brevier aus dem Jahre 1955 nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse), im Brevier des Johannes XXIII aus dem Jahre 1962 nach nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse)....

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (8)

8. Tag der Oktave Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers fort mit den Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde. Lesung 4 Deshalb haben schon in früheren Zeiten Bischöfe, Priester, Ordensgenossenschaften und sogar Kaiser und Könige den Apostolischen Stuhl gebeten, die Unbefleckte Empfängnis der allerseligsten Gottesmutter als Glaubenssatz zu erklären. Diese Bitten wurden auch in der Gegenwart wiederholt, und sie wurden besonders Unserem Vorgänger Gregor XVI. seligen Angedenkens und Uns selbst von Bischöfen, von Weltpriestern, von Ordensgenossenschaften, von hochstehenden Fürsten und vom gläubigen Volke vorgetragen. Dies alles wußten Wir sehr wohl und erwogen es ernstlich, und es machte Unserem Herzen besondere Freude. Sobald Wir also ohne Unser Verdienst nach dem unerforschlichen Ratschluß der göttlichen Vorsehung auf diesen erhabenen Lehrstuhl des heiligen Petrus erhoben wurden und das Steuer der ganzen Kirche übernahmen, betrachteten Wir es als Unsere heiligste Pflicht, entsprechend Unserer großen, von früher Kindheit an gehegten Verehrung, Andacht und Liebe zur allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, alles durchzuführen, was die Kirche wünscht, damit die Ehre der allerseligsten Jungfrau vermehrt werde und deren Vorzüge in noch hellerem Lichte erglänzen....

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (7)

7. Tag der Oktave Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers fort mit den Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde. Lesung 4 Wir alle aber wissen, mit welchem Eifer diese Lehre über die Unbefleckte Empfängnis der jungfräulichen Gottesmutter von den angesehensten Ordensgenossenschaften, von den berühmtesten theologischen Hochschulen und den hervorragendsten Lehrern der göttlichen Wissenschaft vertreten, dargelegt und verteidigt wurde. Ebenso ist bekannt, wie sehr die Bischöfe besorgt waren, auch bei den Kirchenversammlungen öffentlich und vor der ganzen Welt zu bekennen, dass die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria schon im voraus im Hinblick auf die Verdienste unseres Herrn und Erlösers niemals der Erbschuld unterworfen wurde, sondern voll und ganz von der Makel der Erbsünde bewahrt blieb und so auf eine besonders hehre Weise erlöst wurde. Dazu kommt noch eine überaus wichtige und bedeutsame Tatsache. Das Konzil von Trient hatte bei der Verkündigung des Glaubenssatzes von der Erbsünde auf Grund der Zeugnisse der Heiligen Schrift, der Kirchenväter und der rechtmäßigen Kirchenversammlungen festgelegt und entschieden, daß alle Menschen mit der Erbsünde behaftet zur Welt kommen; das gleiche Konzil erklärte indessen ebenso feierlich, es sei nicht seine Absicht, in dieses Dekret und in diese allgemeine Entscheidung die heilige und unbefleckte Jungfrau und Gottesmutter Maria miteinzuschließen. Durch diese Erklärung haben die Väter von Trient auf die Freiheit der allerseligsten Jungfrau von der Erbsünde den damaligen Verhältnissen entsprechend deutlich genug hingewiesen und ganz klar zum Ausdruck gebracht, daß aus der Heiligen Schrift, aus der Überlieferung und den Zeugnissen der Väter nichts vorgebracht werden kann, was diesem erhabenen Vorzug der Jungfrau irgendwie entgegensteht.  ...

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (5)

  Wo ist der vierte Tag oder Oktave oder die Macht der Rubriken Bevor wir hier unsere Lesung fortsetzen, wird sich einigen von uns sicherlich die Frage stellen, was mit dem vierten Tag der Oktave passiert ist, da zuletzt die Texte des dritten Tages der Oktave gelesen wurden. Die simple Antwort lautet: den vierten Tag gibt es nicht. Warum? Weil in der Zeit der Oktave der Unbefleckten Empfängnis, also zwischen dem 8.12 bis 15. 12, nicht nur sehr wichtige Heiligenfeste fallen, welche immer in der Kirche feierlich begangen wurden, sondern auch der dritte Adventsonntag fällt. Da jedes neu eingeführte Fest, wie das der Unbefleckten Empfängnis eine Art Neuordnung des liturgischen Kalenders nach sich zog, so entstand mit der Zeit die theologische Disziplin der Rubrizistik, von lat. rubrum – „rot“, in welcher nicht nur angegeben wurde, wie zu zelebrieren sei, sondern auch welches Fest das wichtigere sei und warum.  Ohne an dieser Stelle ins Detail zu gehen, lässt sich zum Letzteren sagen, dass man hierzu in entsprechende Tabellen zu schauen hat, um zu wissen, welches Fest und welche Oktave über- oder untergeordnet ist. Denn es gibt sowohl bei den Festen als auch bei den Oktaven Hierarchien. Je wichtiger ein Fest ist, z. B. Ostern oder Weihnachten, umso weniger darf es verschoben werden oder in der dazugehörigen Oktave darf etwas dazwischen kommen. Die Rubriken sagen auch, was zu tun ist, wenn Kalender bedingt zwei Feste zusammenfallen, welches dann einer translatio also „Verschiebung“ unterliegt und welches nicht. Natürlich gibt es verschiedene Rubriken zu verschiedenen Brevieren: das Tridentinische Brevier (1570-1910) hat eigene Rubriken, das Divino afflatu des Pius. X von 1911 hat eigene Rubriken, das Pianische Brevier von 1955 hat eigene Rubriken, das Brevier des Johannes XXIII. von 1960 hat eigene Rubriken....

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (3)

3. Tag der Oktave Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers fort mit den Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde.   Lesung 4 Deshalb verwendet ja auch die Kirche die gleichen Worte, mit denen die Heilige Schrift von der ungeschaffenen göttlichen Weisheit spricht und ihren ewigen Ursprung schildert, im kirchlichen Stundengebet und bei der Feier des hochheiligen Opfers und überträgt sie auf den Ursprung dieser Jungfrau; deren Erschaffung wurde ja auch zugleich mit der Menschwerdung der göttlichen Weisheit beschlossen. Dies alles wurde von den Gläubigen überall gern aufgenommen. Es ist dies ein Beweis dafür, mit welchem Eifer diese Lehre von der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau auch von der Römischen Kirche, der Mutter und Lehrerin aller Kirchen, gepflegt wurde. Dennoch verdienen die wichtigsten Schritte dieser Kirche einzeln aufgezählt zu werden; denn die Würde und das Ansehen dieser Kirche ist so groß, ihr kommt es auch voll und ganz zu, da sie der Zentralpunkt der katholischen Wahrheit und Einheit ist; in ihr allein wurde der Glaube unverfälscht bewahrt; von ihr müssen alle übrigen Kirchen den Glauben übernehmen....

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (2)

  2. Tag der Oktave Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers fort mit den Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde. Die deutsche Fassung, leider auf divinum officium noch nicht vorhanden, stammt von dieser Seite hier.[1]   Lesung 4 Der über alle Worte erhabene Gott, dessen Wege Erbarmen und Wahrheit, dessen Wille die Allmacht ist, dessen Weisheit machtvoll wirkt von einem Ende bis zum anderen und in Milde alles lenkt, sah von Ewigkeit her das unheilvolle Verderben des ganzen Menschengeschlechtes infolge der Sünde Adams voraus. In seinem geheimnisvollen, der Welt verborgenen Ratschluß beschloß er aber, das erste Werk seiner Güte durch die Menschwerdung des Wortes auf eine noch unbegreiflichere Weise zu ergänzen. Denn der Mensch, der entgegen seinen liebevollen Absichten durch die List des Teufels in Schuld geraten war, sollte nicht zugrundegehen, und das, was durch den ersten Adam gefallen war, sollte durch den zweiten weit glücklicher wieder aufgerichtet werden. Darum wählte er von Anfang an und vor aller Zeit schon für seinen eingeborenen Sohn eine Mutter aus, und bestimmte, daß er von ihr in der seligen Fülle der Zeiten als Mensch geboren werden sollte;...

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (1)

  Zwar können sich alle unsere Leser diese Texte auf der divinum officium Seite selbst durchlesen, aber es ist auch wahrscheinlich, dass dies kaum jemand tun wird. Das Nachtgebet des Breviers die Matutin, besteht, ohne jetzt in die Einzelheiten zu gehen, aus drei Lectiones – Gebeten, die am Anfang zu verschiedenen Nachtstunden gebetet wurden, bevor sie in Eins zusammengefasst wurden. An Festen und Feiertagen besteht die Matutin aus neun Psalmen, je drei Lectiones, welche, in den Brevieren von 1570 und 1911, also in dem Tridentinischen und dem Divino afflatu Brevier von neun Lesungen gefolgt werden. Es sieht in etwa so aus: Erste Lectio Drei Psalmen Drei Lesungen (1-3) AT AT AT Zweite Lectio Drei Psalmen Drei Lesungen (4-6) Predigt Predigt Predigt Dritte Lectio Drei Psalmen Drei Lesungen (7-9) Tagesevangelium Predigt Predigt/Biographie des kommemorierten Heiligen...

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15. September: Sieben Schmerzen Mariens

Lieben ist Leiden. Je mehr man liebt, desto mehr leidet man, weil man empathisch wird. Man empfindet mit dem geliebten Menschen, man liebt nicht nur ihn, sondern das, was er/sie liebt und man leidet daran, woran er/sie leidet. Maria hat Jesus am meisten geliebt, nicht nur deswegen, weil sie Ihm als Mutter am nähsten war, sondern auch deswegen, weil sie das vollkommenste Geschöpf war. Sie war auch das reinste Geschöpf und somit das sensibelste Geschöpf, denn die Sensiblen leiden mehr als die Toughen. Es spielt also nicht nur ein Rolle was man aushält, sondern wer es aushält, siehe die Prinzessin auf der Erbse. Weil eine wahre Prinzessin so zart war, deswegen hat ihr die Erbse so viel Leiden bereitet. Das Ideal der letzten 200 Jahre ist ein primitiver, durchsetzungsfähiger, tougher Prolet, der nashornartig durch das Leben trampelt. Die Verweichlichten gehen ihm aus dem Wege und daher wird er immer übermütiger. Aber im Leiden zeigt sich die Tapferkeit, denn um zu Leiden braucht man Tapferkeit und Stärke....

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12. September – das Fest des hl. Namens Maria

Da unsere Reihe „der spirituelle Mittwoch“ für vier Mittwoche ausgelegt ist, manchmal aber, wie im August 2018, der Monat gar fünf Mittwoche zählt, so bleibt ein Mittwoch übrig oder man ist gezwungen alles irgendwie zu verschieben. Damit hier keine Unordnung aufkommt, welche wie wir wissen vom Widersacher kommt, so schieben wir einen geistlichen Inhalt zusätzlich ein, um in diesem Monat wieder auf vier Beiträge zu kommen. So trifft es sich gut, dass gerade heute, am 12 September, die Kirche das Fest des Heiligen Namens Mariä feiert, welches im Tridentinischen Brevier auf den ersten Sonntag nach Mariä Geburt gelegt wurde, seit den Reformen des Pius X. jedoch auf den 12 September fällt. Es ist wieder einmal unwahrscheinlich, dass wir eine Predigt zu diesem Thema zu hören bekommen, da es ja ein Wochentag ist, daher ein paar Bemerkungen an dieser Stelle. Der Name gibt aber nach dem biblisch-metaphysischen Verständnis tatsächlich das  eigentliche Wesen des Benannten wieder. Deswegen war es nicht gleichgültig, dass Maria Maria und nicht Elke hieß und Jesus Jesus. Wir alle, die wir (hoffentlich?) nicht direkt gegen die dämonischen Mächte ankämpfen, haben nicht die direkte Erfahrung gemacht, dass die heiligen Namen wirklich wirken. Dennoch stimmt es wirklich, dass manch ein Dämon schon zu Würgen aufhörte als er den Namen „Jesus“ sogar in Gedanken gesprochen hörte, manch einer ließ auf den Namen „Maria“ los. Sollten Sie unter Alpträumen leiden, so ist dies die Lösung, vorausgesetzt, dass Sie im Traum noch soviel Willensfreiheit haben, dass Sie konkrete Dinge denken können, was oft der Fall ist. Warum lassen die Dämonen los? Weil es sich bei „Jesus“ und „Maria“ um machtvolle Namen handelt, welche etwas in der spirituellen Welt bewirken....

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8. September Mariä Geburt

Als DSDZ in seinem vorletzten Brotberuf arbeitete, so lebte er in der Welt der drei bis vier Kalender. Den ersten Kalender stellte der liturgische Kalender des Tridentinischen Breviers dar, den zweiten sein Schichtplan, der zwar freie Tage aber keine Wochenenden oder Feiertage kannte und den dritten Kalender machte der äußere weltliche Kalender aus. Manchmal gesellte sich dazu noch der liturgische Kalender von Novus Ordo, was jedoch recht selten geschah. Wie es manche Uhren gibt, welche mehrere Zeitzonen auf einmal berücksichtigen, so musste DSDZ mehrere Kalender auf einmal abgleichen, wobei der erste Kalender das Primat führte, da die Matutin des Tridentinischen Breviers vor allen anderen Tätigkeiten gebetet wurde. Der Himmel nämlich richtet sich natürlich nach dem Vetus Ordo und nicht nach dem Novus Ordo Kalender. Heute feiern wir das Fest Mariä Geburt, welches wahrscheinlich in unseren Kirchen wenig begangen wird. Im Tridentinischen Brevier war es noch mit einer Oktav bedacht, welche leider schon im Brevier des Piux X. Divino afflatu wegfiel. Tja. Es ist doch wichtig der Geburt derjenigen zu gedenken, von welcher Christus, der Gott-Mensch, sein Fleisch nahm. Die DNA der Mutter Gottes war doch nicht gleichgültig. Gott hat sich doch etwas dabei gedacht, dass es eben diese und keine andere Jungfrau wurde. Wir, die wir in der Zeit der fortgeschrittenen und allgegenwärtigen Genetik leben, denn es sind ja immer „die guten“ oder „die schlechten Gene“, müssten uns klar machen, was für ein hervorragender Genpool doch Maria war....

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24. August – das Fest des Hl. Bartholomäus

Damit wir das richtig Wichtige nicht vergessen, hier die Erinnerung an den Tagesheiligen, der im Himmel die ewig-göttliche Liturgie feiert, denn er hat es sich verdient. Dies für den Fall, dass Sie sich beschweren wollten wie schwer Sie es haben. Nicht jammern, noch werden Sie nicht gehäutet. Heute feiert die Kirche, sowohl im neuen als auch im alten liturgischen Kalender das Fest des hl. Bartholomäus, welcher in Armenien das Martyrium dadurch erlitt, dass er bei lebendigem Leibe gehäutet wurde, ihm wurde also die Haut abgezogen und danach wurde er durch das Schwert hingerichtet.[1] Das Enthäuten oder „das Schinden“ war eine Strafe, welche vornehmlich im Orient praktiziert wurde und natürlich nicht nur Christen betraf, so ließ der Perserkönig  Schapur I. den römischen Kaiser und Christenverfolger Valerian (gest. 260) schinden, was nicht ohne eine gewisse Genugtuung der Kirchenschriftsteller und Theologe Laktanz (De mortibus persecutorum 5.6) berichtet. Man muss also fairerweise sagen, dass der hl. Bartholomäus nicht der einzige war, der diesen Tod erlitten hatte, man muss auch fairerweise sagen, dass es noch nicht der Islam war, den es am Ende des ersten Jahrhunderts noch nicht gab. Dennoch singt Osmin in seiner letzten Arie aus Mozarts Entführung aus dem Serail: „Erst geköpft, dann gehangen, Dann gespießt auf heiße Stangen, Dann verbrannt, dann gebunden Und getaucht, zuletzt geschunden!“ (Dritter Akt, Die Arie: „Ach, wie will ich triumphieren“)...

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Juli der Monat des Kostbarsten Blutes

Wir finden einen sicheren Weg zum Heil, indem wir all diese Praktiken und Andachten wieder aufnehmen, welche nach dem Konzil verworfen wurden. Hilary White hat recht, dass wir alle Archäologen und Sammlern gleichen, welche in ausgebombten Häusern nach Wert- oder Kunstgegenständen suchen, um diese wieder zusammenzusetzen. Hier eine Andacht, welche von 1960 Johannes XXIII in die höchsten Höhen der Rubrizistik eines Festes der ersten Klasse gehoben wurde, welches aber 1969 abgeschafft in der Versenkung verschwand. Die liturgische Verehrung des Kostbaren Blutes verlief in folgenden Etappen: Klemens VI (1342-1352) bestätigte in seiner Bulle Unigenitus Dei Filius ( 25. Januar, 1343), dass „ein einziger Tropfen [des Blutes Christi] alle Schuld sühnt“. Benedikt XIV (1675-1758) führte das Offizium und die Messe zum Kostbaren Blut ein. Pius IX (1792-1878) führte am 1. Juli 1849 das Fest in den Römischen Kalender ein, nachdem Rom von einem Aufstand der Römischen Republik frei geworden war und der Papst zurückkehren konnte. Am 10. August 1849 dehnte die Ritenkongregation: mit dem Dekret“ Redempti sumus“ das Fest des Kostbaren Blutes auf die Gesamtkirche aus. Pius XI. (1922-1939) erhebt 1933 zum Andenken an die Neunzehnhundertjahrfeier der Erlösung des Menschengeschlechtes, das Fest des Kostbaren Blutes in den Rang eines Duplexfestes 1. Klasse. Pius XII (1939-1958) erwähnte das Kostbare Blut mehrmals in seinem ordentlichen Lehramt: Juli 1940 Ansprache La pietà dei fideli an Neuvermählte über den Wert des kostbaren Erlöserblutes. Juli1940 Ansprache Nel mese de luglio an Neuvermählte. Das kostbare Blut lehrt uns das Verzeihen und gibt uns die Kraft dazu. Soziale Summe Pius‘ XII., Band 1, S. 425: „Die Frömmigkeit der Gläubigen weiht den Monat Juli dem Kostbaren Blut unseres Herrn Jesus Christus, zu dessen Ehre die Kirche am ersten Tag desselben Monats eine feierliche Liturgie begeht.“ Johannes XXIII (1958-1963) brachte die bisherige liturgische Verehrung des Kostbaren Blutes auf den höchsten Punkt: 3. März 1960 Apostolische Pönitentiarie: Ablässe bei der Rezitation der Litanei des Kostbaren Blutes (AAS LII [1960] 420). 24. Februar 1960 Ritenkongregation Approbation der Litanei vom Kostbaren Blut Jesu Christi (AAS LII [1960] 412-413). 30. Juni 1960 Apostolischer Brief „Inde a primis“ über die Förderung der Verehrung des Kostbaren Blutes Jesu Christi....

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Kardinal Marx bekämpft das Kreuz oder am Vorabend von Intentio Crucis

Am Vorabend des Festes Inventio Sanctae Crucis, welches bis 1960 am 3 Mai gefeiert wurde und die Wiederauffindung des Kreuzes durch die Hl. Helena ins Gedächtnis bringt, wollen wir kurz auf unsere alten Beiträge zur Islamisierung Deutschlands aufmerksam machen, welche in dem hervorgehobenen Inhalt oben erneut vorgestellt werden. Die Aussagen von Kardinal Marx, der sich gegen die Aufhängung des Kreuzes in Bayern wehrt, sind dermaßen skandalös, dass einem schlecht werden könnte, wenn man Kardinal Marx noch Ernst nehmen würde, was wir längst nicht mehr tun, siehe unsere Beiträge zu seiner Person. Es ist einfach langweilig das Offensichtliche zu wiederholen: Ungläubiger Kirchensteuerschmarotzer!...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage. Unschuldige Kinder

Evangelium am Feste der Hl. Unschuldigen Kinder Mt 2, 13 – 18 Als die Weisen aus dem Morgenlande weggezogen waren, erschien dem Joseph im Traum ein Engel des Herrn und sprach: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägyptei. Bleibe dort, bis ich dir Weisung gebe. Denn Herodes wird nach dem Kinde suchen, um es zu ermorden.“ Da stand er auf, nahm noch in der Nacht das Kind und seine Mutter und zog nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Todde des Herodes. So sollte in Erfüllung gehen, was der Herr durch den Propheten gesprochen hatte: „Aus Ägypten berief ich meinen Sohn.“ Als Herodes sich von den Weisen hintergangen sah, geriet er in heftigen Zorn. Er ließ in Bethlehem und in dessen ganzem Gebiete alle Knäblein von zwei Jahren und darunter umbringen – entsprechend der Zeit, die er von den Weisen erforscht hatte. Da erfüllte sich das Wort des Propheten Jerremias, der da spricht: „In Rama wird Klage laut, Viel Weinen und Wehgeschrei: Rachel weint um ihre Kinder Und will sich nichth trösten lassen, Weil sie nicht mehr sind.“ Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus. Buch 1 der Auslegung zu Mt Kap. 2 Als er das Kind nahm und seine Mutter, um nach Ägypten überzusiedeln, hat er sie zur Nachtzeit und im Dunkeln genommen, da er ja die Nacht der Unwissenheit denen, von denen er wegging, in ihrem Unglauben zurückgelassen hat. Wo er jedoch nach Judäa zurückkehrt, wird weder die Nacht, noch das Dunkel im Evangelium erwähnt, weil am Ende der Welt die Juden den Glauben oder gleichsam den von Ägypten zurückkehrenden Christus annehmen und auf diese Weise zum Licht gelangen werden. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Gott, dessen Ruhm die unschuldigen Kinder nicht durch Reden, sondern durch Sterben verkündet haben; ertödte in uns alles Böse, damit den Glauben, welchen unsere Zunge ausspricht, auch unser Leben bekenne! Amen....

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