Tradition und Glauben

Peter Kwasniewski, Der fünfzig Jahre dauernde Abstieg zu Fußnote 351 (2 von 2)

Unsere 50 Jahre dauernde Desensibilisierung gegenüber der Heiligen Eucharistie Heutzutage gehen zumindest in bestimmten westlichen Ländern beinahe alle zur Kommunion wenn die Zeit kommt. Es ist einfach das, „was man in der Messe tut.‟ Fast niemand geht zur Beichte; fast niemand bleibt der Kommunionbank wegen Sündenbewusstseins fern; und rar sind die Priester, die überhaupt einmal darüber predigen, dass man die rechte Disposition zum Kommunionempfang haben muss (im Gegensatz zum Heiligen Jean Marie Vianney, der unermüdlich über diese Dinge predigte und die Beichtpraxis und den regelmäßigen Kommunionempfang erhöhte. Nicht umsonst ist er der Patron der Gemeindepfarrer. Patrone sind dazu da, dass man ihnen nacheifert). So wurde der Boden teuflisch für die Endphase vorbereitet, in der auch das allerletzte Hindernis für den Kommunionempfang theoretisch und praktisch aufgelöst wurde. In einer allgemeinen Situation, wo die wenigen Katholiken, die noch die Messe besuchen alle die Heilige Kommunion empfangen, erscheine es als eine grausame und ungewöhnliche Bestrafung einzelner  (aus ohnehin nur einer Handvoll Leute) sogenannter „Geschiedener und Wiederverheirateter‟ mit einer Sonderbehandlung: „Sie dürfen nicht zur Kommunion gehen, währenddessen die sich selbst missbrauchenden und unzüchtigen Teenager, die verhütenden Ehepaare, die Familien, welche manchmal die Sonntagsmesse zugunsten eine Sportveranstaltung ausfallen lassen — alle sind willkommen nach vorn zu kommen, wie üblich!‟...

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Peter Kwasniewski, Der fünfzig Jahre dauernde Abstieg zu Fußnote 351 (1 von 2)

Quelle Unsere 50 Jahre dauernde Desensibilisierung gegenüber der Heiligen Eucharistie Wir sind nicht eines schönen Tages im Jahr 2017 aufgewacht, um uns plötzlich mit dem eucharistischen Sakrileg konfrontiert zu sehen, das von oben beworben wurde. Es war ein langer, langsamer Prozess, der zu diesem Moment führte. Er bestand in der schrittweisen Verwässerung der Heiligkeit des Heiligen Messopfers und des Allerheiligsten Sakramentes als seinen wesentlichen Kern, mit institutionell tolerierten Sakrilegien auf dem Weg dorthin. Fünfzig Jahre der Entsakralisierung haben in der Dreistigkeit geendet, der gesamten katholischen Tradition über das Allerheiligste aller Geheimnisse der Kirche zu widersprechen....

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Eine Einführung zu Peter Kwasniewskis „Desensibilisierung der Eucharistie“ oder Ist da noch Jesus drin?

Wir kündigen hiermit einen Aufsatz von Peter Kwasniewski an in der überragenden Übersetzung von Eugenie Roth, in dem auf etwas aufmerksam gemacht wird, was uns wahrscheinlich entgeht. Seit Vat. II wurde überall, insbesondere im deutschen Sprachraum, alles so eingerichtet, dass man als Gläubiger immer weniger gehalten wird an die Realpräsenz zu glauben. Da Peter Kwasniewski  Amerikaner und Traditionalist ist, ein Professor der Liturgik und Kirchenmusiker noch dazu, der seit vielen Jahren ausschließlich zur Alten Messe geht, so lebt er in einer anderen Welt als wir, sodass ihm die sprichwörtliche „deutsche Härte“ des deutschsprachigen Kirchenalltags – Stichwort: Pfarrer um die Ecke und die bürsten-schnittige Pastoralreferentin – unbekannt ist. Dennoch macht er auf etwas aufmerksam, was wirklich universell ist, auf den gesteuerten Verfall des eucharistischen Kultes, der überall vorkommt, weil er leider von Rom aus initiiert wird. Wenn jetzt eine fromme Seele einwenden wird: Das sollte man nicht verallgemeinern. Das macht bloß ein junger Priester, der nicht auf die Kirche hört!...

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Kirche gegen Anti-Kirche oder Hilary hat recht 

Wir stellen hier in der kongenialen Übersetzung von Eugenia Roth einen Aufsatz von Hilary White vor, der so viel Tiefgang und Impact, wie man neudeutsch sagt, hat, dass er sicherlich an Wirkung ihrem Aufsatz Raus aus dem Kaninchenloch nicht nachsteht. Dieses Essay zeigt auch, wie gut die Schreibpause Hilary getan hat. Hilary bringt etwas auf den Punkt, was wenige spüren und ganz wenige verbalisieren können. Und zwar, dass in einer von Anarchie besetzten zerbröckelten Welt eine heile, konservative Kirche nur eine Fassade ist, die Bergoglio nach und nach mit der Abrissbirne abbaut. Dies wird ihr modernistischer Pfarrer um die Ecke mit der bürstenschnittigen Pastoralassistentin Ihnen auch bestätigen, es dennoch ein wenig anders formulieren. Er sagt: Eine moderne Kirche hat sich der modernen Welt anzupassen! Die Grundprämisse ist hier aber ganz falsch, denn die Kirche hat sich an gar nichts anzupassen, da sie, wie Christus und seine Jünger, nicht von dieser Welt ist (Joh 17,16; 15,19)....

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H. Reed Armstrong, (2 von 2) Ein zweifelhafter Einfluss: De Lubacs & Von Balthasars Effekt auf das katholische Denken.

Kurzfassung für Eilige: Worum geht es? Urs von Balthasar, ein ehemaliger Jesuit,  lebte mit Adrienne von Speyer, einer verheirateten Frau, jahrelang in einer „mystischen Ehe“ samt ihrem Ehemann unter einem Dach. Balthasar und Speyer konstruierten ein gnostisches System, bei dem Balthasar Kabbala und jede mögliche Pseudomystik einsetzte. Trotzdem oder vielleicht deswegen machte ihn  Johannes Paul II zum Kardinal. Sic! II Unter den jüngeren Zeitgenossen de Lubacs, die er in La Fourvière erwähnte, war Hans Urs von Balthasar (S.J.), den viele, wenn nicht die meisten „Konservativen“ als den führenden Theologen der postkonziliaren Kirche betrachten. Als Balthasar seine siebenjährige Ausbildung in La Fourvière beendet hatte, wurde er 1936 zum Priester geweiht. Dann arbeitete er kurz in München für die Zeitschrift der Jesuiten, Stimmen der Zeit. 1940, als das Naziregime die Freiheit der katholischen Journalisten beschnitt, verließ er Deutschland und begann, in  Basel als Kaplan der Studenten zu arbeiten....

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H. Reed Armstrong, (1 von 2) Ein zweifelhafter Einfluss: De Lubacs & Von Balthasars Effekt auf das katholische Denken.

     Reed Armstrong 30. März 2017 265 Comments Wenn wir hier des Öfteren schreiben, dass die eigentlichen Urheber des Vat. II und der späteren Reformen Dämonen sind, welche sich bestimmter Menschen bedienten, da ist uns ein Lacher, ein Eintrag beim kreuzknappen oder erntehelfer auf gloria.tv sicher.   „Die verrückten Traditionalisten! So ungebildet, so irrational!“ Wir sind zwar weder das eine, noch das andere, dennoch freut uns diese umgekehrte Anerkennung. Noch mehr freut uns aber, wenn wir unsere Thesen rational und akademisch beweisen können, indem wir Beiträge veröffentlichen, welche belegen, dass sich die Haupttheologen des Vatikanums II wie Henri de Lubac oder Hans Urs von Balthasar mit Esoterik, wenn nicht gar mit Okkultismus befassten oder wie Karol Wojtyla/Johannes Paul II aus Quellen schöpften, die esoterisch waren. Und was bedeutet „esoterisch“ in diesem Kontext? Dämonisch, einfach dämonisch. Der Aufsatz von H. Reed Armstrong, den wir in zwei Teilen in der ausgezeichneten Übersetzung von Eugenia Roth publizieren, schließt manche Wissenslücke auch des Schreibers dieser Zeilen, der sich einfach in der okkulten Materie zu wenig auskennt, um ihre die Einflüsse festhalten zu können. Die Periti des Konzils haben uns also auf einem sehr verklausurierten und verschlagenen Weg die Lehre der Dämonen mitgeteilt, zu denen sich die Menschen in der Endzeit zuneigen werden (1 Tim 4,1). Ja, es ist schrecklich, aber Einsicht ist der beste Weg der Besserung....

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Von der Gefahr und Notwendigkeit theologisch Okkultismus zu studieren

Da ein jeder Mensch sich zwischen dem personenhaften Gott und dem personenhaften Teufel entscheiden kann, wobei der Letztere nur ein untergeordnetes Geschöpf und kein Gott ist, so wächst man mit der Zeit entweder in der Kenntnis des Theologischen oder in der Kenntnis des Okkulten. Mit Kenntnis ist nicht nur ein intellektuelles Erfassen, sondern ein geistliches Durchdrungen-Werden gemeint. Wenn Sie Heiliges lesen und Heiliges praktizieren, so „färbt“ das Heilige auf sie ab. Ebenso ist es mit Bösen, wenn Sie okkulte oder esoterische Literatur lesen, wirkt diese negativ auf Sie, was bis zur Besessenheit führen kann. Obwohl viele Menschen dies für lächerlich halten werden, so wird oft die Master Copy, also diejenige Kopie, von welcher die CDs gepresst werden, einem okkulten oder satanischen Ritual unterzogen, sodass mit der gekauften CD man sich eine okkultes „Anti-Sakramentale“ holt, was manchmal ebenfalls zu Besessenheit führen kann.[1] Ebenso verhält es sich bei den okkulten Büchern.[2] Wie ein ehemaliger Okkultist sagte: „Man kauft sich ein Buch und bekommt einen Dämon gratis dazu“,...

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Der Dreijahreszyklus oder damit man vergisst

Der Schreiber dieser Zeilen stellt fest, dass er mittlerweile jetzt das vierte Jahr das Tridentinische Brevier betet. Erst jetzt im vierten „tridentinischen“ Jahr fängt er an sich die Lesungen und Predigten der Kirchenväter zu erinnern. Bevor wir darlegen werden, warum es von einer Bedeutung sei, hier ein paar Fakten. Das Abenteuer mit den Alten Brevieren begann im Jahre 2012 und verlief wie folgt: Das Brevier vom 1962, das letzte vorkonziliare wurde gebetet vom 11. Juni 2012 bis 28. April 2013, Das Brevier vom 1910 vom Pius X., Divino afflatu wurde gebetet vom 29. April 2013 bis 29. April 2014 Das Tridentinische Brevier, welches vom 1570 bis 1910 gültig war, wurde gebetet: vom  30. April 2014 bis 30. April 2015 vom 30 April 2015 bis 30 April 2016 vom 30 April 2016 bis 30 April 2017 Der Schreiber dieser Zeilen liest viel, kann vieles bis sehr vieles behalten. Er hat als Musiker ein gutes Hörgedächtnis, was viele Menschen erstaunt und manchmal verängstigt, da er ihnen manchmal nach Jahren ihre exakten Aussagen wiederholen kann. Sein Gedächtnis ist sicherlich gut bis überdurchschnittlich gut zu nennen, wenn es auch kein eidetisches Gedächtnis ist. Wenn also ein Mensch, der über eine überdurchschnittliche Gedächtnisleistung  verfügt erst nach drei Jahren anfängt Inhalte sich in Erinnerung zu rufen, die er das vierte Jahr oder das fünfte Jahr lang sukzessiv liest, denn manche Predigten sind auch im Brevier Divino afflatu zu finden, dann ist es für einen jeden Menschen unmöglich sich an gehörte Inhalte zu erinnern, die sich in jedem Jahr abwechseln....

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Verpflichtende Konzelebration oder damit es noch weniger „gottet“

Das gestrige katholisches.info vom 28.6.2017 brachtet einen Beitrag von Roberto de Mattei, welcher darüber berichtet, dass der Gegenpapst Franziskus den römischen Priesterkollegien die Konzelebration gebietet. Was ist die „Messe“? Bevor wir uns noch näher diesem Beitrag widmen werden, sollte man sich zuerst die Frage stellen, was eigentlich eine Messe ist und was sie bewirkt? Wie immer genial bringt es Hl. Thomas von Aquin auf den Punkt: Missa dicitur quasi transmissa, scilicet a populo ad Deum, et e converso […]“ (Summ. Theol. III q. 83. 4 ad 9.)[1] „Die Messe wird so genannt, weil sie sozusagen das Hinübergeschickte ist, nämlich vom Volk [der Gläubigen] zu Gott und umgekehrt […]“....

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Die Novus Ordo Sakramente sind gültig – der Novus Ordo Ritus ist mangelhaft. Eine Skizze

  Die beiden Artikel über die Novus Ordo Messe haben Wellen geschlagen, da vorher unsere Seite nicht so oft frequentiert wurde. Dies zeigt, dass es sich um Themen handelt, welche viele Menschen beschäftigen. Es bleibt an dieser Stelle festzuhalten, dass auch die Novus Ordo Messe gültig ist, dass in ihr das gültige Sakrament der Eucharistie gespendet und empfangen werden kann, wenn die von der Kirche vorgegebenen Voraussetzungen zu einer gültigen Sakramentenspendung eingehalten werden. Ebenso sind auch alle anderen Novus Ordo Sakramente gültig. Wir werden uns dieser Thematik sicherlich noch mit aller Ausführlichkeit widmen und dabei alle Einwände des Lesers dspecht berücksichtigen. An dieser Stelle nur eine erste Feststellung: „Menschen reden aneinander vorbei, denn sie sagen dasselbe » Novus Ordo Messe ist ungültig«, meinen aber etwas anderes.“ Wenn also ein Gegner der Neuen Messe sagt:             „Die Novus Ordo Messe ist nicht gültig“, so weiß man nicht, ob er damit meint, dass: Kein Sakrament zustande kommt? oder Der Ritus, in welchem das Sakrament stattfindet oder nicht stattfindet nicht gültig, im Sinne nicht katholisch ist. Die meisten Traditionalisten meinen (2), manche auch (1) und (2), während die Verteidiger der Neuen Messe nur (1) heraushören. Die Frage der Gültigkeit Die ganze Thematik ist recht kompliziert, da in der vorkonziliaren Literatur, soweit der Schreiber dieser Zeilen es weiß, ausschließlich die Problematik der Gültigkeit des Sakraments aber nicht die Gültigkeit eines sakramentalen Ritus erörtert wurde. Warum? Weil die Gültigkeit die absolut minimalen Anforderungen einer Sakramentenspendung darstellt, der Ritus hingegen, um es sehr vereinfacht auszudrücken, den liturgischen Rahmen bietet, welcher die Würdigkeit dieser Sakramentenspendung sichert und an sich gnadenbringend und gnadenspendend ist. Eine Taufe ist auch dann gültig, wenn ein Ungetaufter einen Menschen mit Wasser begießt und ihm sagt: „Ich taufe Dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ So hat es die Kirche, seit der frühen Entscheidung über die Häretikertaufe im III Jhd. schon immer gesehen und diese Sicht dogmatisiert (DH 802, 1314, 1617, 646).[1] Empfängt aber der auf diese Art und Weise getaufte alle Gnaden, welche ihm eine feierliche Taufe, bei Erwachsenen nach einer längeren Taufvorbereitung, gegeben hätte? Natürlich nicht, weil alle Sakramentalien dabei fehlen, welche auch wirken, obzwar nicht ex opere operato.             Festzuhalten bleibt: Die Gültigkeit bestimmt das absolute Minimum. Der sakramentale Rahmen des Ritus wird zur Gültigkeit der meisten Sakramente nicht verlangt und zwar: Nicht bei der Taufe, Nicht bei der Beichte, Nicht bei der Krankensalbung Wohl nicht bei der Priesterweihe Nicht bei der Ehe Nicht bei der Eucharistie Wären der sakramentale Rahmen des Ritus zur Sakramentenspendung notwendig, so würde die Kirche nicht zwischen Gültigkeit und Würdigkeit unterscheiden. Die Frage nach der „Gültigkeit“ des Ritus Die Frage nach der Gültigkeit eines Ritus stellte sich vor dem letzten Konzil nicht, da es nur einen und zwar seit dem Tridentinum nur den Tridentinischen gab. Die anderen Riten der Westkirche: Der ambrosianische Ritus, Der Braga Ritus, Der mosarabische Ritus, Der benediktinische Ritus, Der karmelitanische Ritus, Der zistersianische Ritus, Der dominikanische Ritus, Der karthusianische Ritus, Der prämonsterianische Ritus[2] Und andere (denn manche sind schon ausgestorben) wichen und weichen voneinander und vom tridentinischen Ritus wohl so wenig ab, dass wohl niemand auf die Idee kam zu untersuchen, welcher der bessere sei? Der Schreiber dieser Zeilen hat noch keine Kompetenzen in den anderen Riten der Westkirche, aber der einzige „Ritenstreit“, der vor dem Konzil...

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Die Novus Ordo Messen oder „Warum muss man sich so quälen?“

Der Schreiber dieser Zeilen ist nach dem Konzil geboren und verlebte seine Kindheit in den 1970-ern in einem Land, das auf wunderbare Weise die nachkonziliare Zeit fast unbeschadet überstand, wo er die Taufe, die Beichte und die Erstkommunion empfing. Er war kein besonders frommes oder braves Kind, um es gelinde auszudrücken, dennoch an theologischen Fragestellungen irgendwie interessiert. Er erhielt einen wirklich guten Erstkommunionunterricht zuerst bei einer Ordensschwester, dann bei einem Kaplan, von welchem er lange Jahre zehrte. Er hat seit er nur denken kann immer große Schwierigkeiten damit gehabt sich zur Sonntagsmesse aufzuraffen, weil sie ihn so unendlich langweilte. Es war immer mühevoll, langweilig, langwierig und man war immer froh, es hinter sich zu haben. Als Kind bekam er von seinem frommen Kaplan den Spruch zu hören: „Bez ofiary nie ma wiary“, was übersetzt bedeutet: „Ohne Opfer [Aufopferung, Selbtsüberwindung, Opfer bringen] kein Glaube“. Da er in seinem Erstkommunionunterricht lernte, dass die Heilige Messe, jetzt auch Eucharistie genannt, ein Opfer sei, so assoziierte er lange Zeit Opfer, einem Begriff, welcher in seiner Muttersprache eine breitere Bedeutungspalette abdeckt als es im Deutschen der Fall ist,  mit Selbstüberwindung, da es ihn so viel kostete zur Messe zu gehen. „Die Messe ist deswegen ein Opfer, weil die Anwesenheit bei einer Messe immer mit Selbstkasteiung verbunden ist“, so erklärte er sich das selbst. Auch alle anderen sagten es ihm: „Ja, es ist so, aber es muss so sein! Opfer bringen, gehört zum Glauben“. Interessanterweise waren für ihn andere Übungen der Frömmigkeit, wie das Gebet oder die Eucharistische Anbetung und mit der Zeit auch der Rosenkranz niemals mit solch einer Selbstüberwindung verbunden wie die Messe es war. Auch der Empfang der Heiligen Kommunion, besonders der Erstkommunion, war für ihn oft mit großer Gnade verbunden, die er tatsächlich spüren und „schmecken“ konnte. Er war sich und ist sich sicher, dass die Novus Ordo Messe an sich gültig sind und bei ihnen tatsächlich eine Wandlung von Brot und Wein und Leib und Blut Christi stattfindet. Dies sind alles Erfahrungswerte und keine theoretischen, theologischen Axiome. Er war schon häufig bei Messen anwesend, alles Novus Ordo, bei welchen er mit einer gleichsam stehenden, verdichteten Heiligkeit zu tun hatte. Ebenso bei eucharistischer Anbetung. Diese Erfahrungen sind nicht so ungewöhnlich. Als er Ende der 1980-er Jugendexerzitien mitorganisierte, bei denen verschiedene, kirchenferne Jugendliche teilnahmen, von welchem manche sogar evangelisch waren, so bestand ein fester Tagespunkt dieser Exerzitien aus der Eucharistischen Anbetung. Es stellte sich in der Feedback Runde der Teilnehmer heraus, dass gerade diese Eucharistische Anbetung für viele, auch für die Nichtkatholiken, ein Schlüsselerlebnis ihrer Gottesbegegnung war. Er musste selbst auf die Fragen der Jugendlichen antworten, welche lauteten: „Wie kommt der ganze Christus in diese kleine Hostie? Warum haben die Evangelischen das nicht? Warum kann man sich das nicht mit nach Hause nehmen?“ Dies waren alles ernstgemeinte Fragen von jungen Menschen, welche absolut nicht katholisch sozialisiert wurden, keine anerzogene Erwartungen an die Eucharistische Anbetung hatten, sondern einfach ihre Erfahrung wiedergaben als sie eine Wirklichkeit trafen, deren Dimension sie nur ahnen konnten – die Realpräsenz. Sie haben es also auch gespürt, dass die Wandlung stattfand. Und all das ausschließlich in den Novus Ordo Messen. Nichtdestotrotz Kommunionempfang und Eucharistische Anbetung ist nicht gleich das Erlebniss der Messe. Es ging ja bei ihm um die Messe an sich, die so wenig fruchtete. Er fühlte sich lange...

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„Muss man da wirklich hingehen?“ oder die Intention bei den Novus Ordo Messen

Der Schreiber dieser Zeilen war gestern wieder einmal in seiner Pfarrgemeinde, bei einem Gemeindegottesdienst, der mit einem Tauf- und Kindergottesdienst verbunden war. Ja, es war genauso, wie es sich anhört: schrecklich! Die ständigen Auftritte auf der Bühne, früher auch Presbyterium genannt, meistens ohne Kniebeuge vor dem Tabernakel, das Hin-und Her, das Kommen und Gehen, die fehlende Struktur, weil man noch irgendwelche nichtliturgischen Teile, die der Kinderbespaßung dienen sollten, einführte. Noch ein Gedicht der neuen Pfarreferentin, die zum Herbstball einlädt, die politische Predigt, welche sich wieder einmal um Aktivismus und Flüchtlinge drehte, kurz und gut es war schlimm und dauerte eine Stunde zwanzig Minuten, bei denen die Zeit still stand. Der Schreiber kennt den Pfarrer recht gut und weiß dass dieser nicht an die Wesenswandlung glaubt. Da der Pfarrer ständig irgendwo hinfährt, so ist anzunehmen, wie es in solchen Fällen immer der Fall ist, dass er außerhalb seiner Pfarrgemeinde etwas machen kann, wozu ihm in seiner Heimatstadt die nötige Anonymität fehlt. Wir sind alle Erwachsen und wissen worum es sich handelt! Der Pfarrer hat diese beiden Umstände dem Schreiber gegenüber indirekt zugegeben und sie ausdrücklich nicht verneint und da er alle Symptome eines ungläubigen Priesters aufweist, so kann man mit moralischer Sicherheit annehmen, dass er einer ist. Daher wird die heilige Messe in ein unentwegtes Volksfest verwandelt, in irgendwelche Aktionen, bei denen die Verlautbarungen länger dauern als die Predigt, die fast immer von der „Mitmenschlichkeit“ handelt. Natürlich langweilt sich der Pfarrer in der Kirche und glaubt, dass es anderen auch so geht. Darum finden keine Andachten, kein Rosenkranz und kein Kreuzweg statt und falls doch, dann immer ohne die liturgisch vorgeschriebene Form. Man kann daran erkennen, das auch die paraliturgischen Übungen Heiligkeit generieren, welche in Todsünde lebende Menschen einfach nicht ertragen. Dieser Pfarrer ist bei Menschen beliebt, im Ordinariat hoch angesehen und für wichtige Angelegenheiten in der Diözese verantwortlich. Da 80% aller Priester in der Heimatstadt des Schreibers dieselben Symptome aufweisen und je höher der kirchliche Rang, desto mehr Symptome, so muss man davon ausgehen, dass die Situation bei ihnen dieselbe ist: Unglaube und Konkubinat! Aus dem Letzteren kann man raus wachsen, so in etwa mit 70, das Erstere bleibt leider. Intention bei der Sakramentenspendung Da wohl alle Leser dieser Blogs sich mit derselben Situation konfrontiert sehen, obwohl sie manchmal nicht alle Informationen zum „Privatleben“ zur Verfügung haben, so stellt sich für uns alle die Frage: Muss man bei denen zur Messe gehen? Ja, man muss, denn diese Messen sind gültig. Die Messen eines ungläubigen und in Todsünde lebenden Priesters müssen nicht automatisch ungültig sein, da zu der Sakramentenspendung nicht rechtgläubige Ansichten verlangt werden, sondern nur die Intention das zu tun, was die Kirche tut (intentio faciendi quod fecit Ecclesia).[1] Da leider die Piusbruderschaft diesbezüglich falsche Lehren verbreitet und viele Traditionalisten diesbezüglich irren, so wollen wir hier ganz kurz die katholische Lehre über die Intention bei der Sakramentenspendung darlegen. Thomas von Aquin sieht das alles recht gelassen und minimalistisch: „Auch der ungläubige [treulose] Diener [Priester] kann die Absicht haben das zu tun, was die Kirche tut, auch wenn er dies für nichts hält. Und solch eine Intention reicht zur Verwirklichung des Sakraments.“[2] Non obstante infidelitate (minister) potest intendere facere id quod facit Ecclesia, licet aestimat id nihil esse. Et talis intentio sufficit ad sacramentum.” Das Lehramt sieht es ebenfalls recht minimalistisch,...

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