Tradition und Glauben

Wir basteln uns einen Kreuzweg

Was kann man erreichen? Die Betrachtung des Kreuzweges ist eine heilbringende und heiligende Tätigkeit, welche mit der Gewinnung eines Vollablasses, unter den üblichen Bedingungen verbunden ist. So bestimmt das lateinische Enchiridion indulgentiarum, d.h. die aktuelle Zusammenstellung der Ablässe, unter Nummer 63: Viae Crucis exercitium wie folgt:...

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Ingmar Mathias Bauer, Mein Hausaltar

Am 24. April 2017 riefen wir die Aktion aus Bilder von eigenen Hausaltären uns zu schicken, damit wir einander auferbauen können. Und schon nach fünfeinhalb Monaten finden sich die ersten Früchte in der Form des Beitrags und des Hausaltars unseres Lesers Ingmar Mathias Bauer.  Die Bilder sowie der Beitrag sprechen für sich und die Thematik, dass eine Meditationsbank doch nicht die optimale Lösung ist, werden wir hier noch vertiefen. Die größte Ausgabe stellt wohl der Betstuhl oder die Kniebank dar. In unserem katholischen Nachbarland Polen, welcher durch die letzte Rosenkranzaktion in Erscheinung getreten ist, kann man sich Kniebänke recht günstig, im Vergleich zu den Preisen aus Deutschland oder Italien kaufen, denn dank des günstigen Euro-Kurses kostet eine Kniebank ohne Sitz ca. 171 EUR, eine mit Sitz 208 EUR, wie auch hier.  Eine einfachere Ausführung mit Sitz kostet woanders nur 100 EUR oder ohne Sitz nur 85 EUR. Obwohl diese Kniebänke günstig sind und augenscheinlich von guter Qualität, welche von uns vorort nicht geprüft wurde, so ist der Onlineeinkauf in Polen leider nur bedingt zu empfehlen. Der Grund: fehlende Kommunikation. Wir haben zwei dieser Produzenten vor zwei Wochen auf Polnisch angeschrieben und nach dem Versandpreis nach Deutschland, sowie nach der außer-polnischen Kommunikationspsrache gefragt, für den Fall, dass sich jemand aus Deutschland solch eine Kniebank bestellen wollte. Wir haben bis heute keine Antwort erhalten, was diese Produzenten wirklich disqualifiziert. In Polen ticken die Uhren halt anders, man antwortet auf Polnisch gar nicht oder sehr spät. Will dennoch jemand unserer Leser etwas riskieren, dann kann er sie auf Englisch anschreiben und abwarten, was sich tut. Vielleicht werden unsere polnischen Leser dort bestellen und wir können etwas Positives darüber berichten. So kann die Vervollständigung eines Hausaltars tatsächlich dauern, weil man viele Dinge eventuell in verschiedenen Ländern bestellen muss, worüber wir noch in einem anderen Kontext berichten werden. Wir freuen uns über diese erste Leserzuschrift und hoffen auf mehr....

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Mein Reisealtar

Wir wollen hiermit eine Reihe eröffnen, in der unsere Leser uns ihre eigenen, selbstgebastelten oder selbst zusammengestellten Reisealtäre vorstellen. Obwohl das oben vorangestellte Bild ein wenig irreführend erscheinen mag, da es keinen Reisealtar, sondern das Innere einer orthodoxen Kirche darstellt, so geht es doch bei einem Reisealtar darum, das Bisschen Schönheit und Sakralität sich auf die Reisen mitzunehmen, welches uns möglich ist und uns anspricht. Man braucht schon einen Reisealtar, wenn man regelmässig betet und es qualifiziert so wie ästhetisch schön tun möchte. Gott ist doch die Schönheit schlechtin. Warum sollen wir uns den mit Hässlichkeit in unserem Gebetsleben zufrieden geben? Unten stellen wird einen tatsächlich selbstgebastelten Reisealtar unserer Leserin, die handwerklich begabt ist, ein Auto besitzt und diesen Reisealtar in einer Art Wochenendhaus verwenden möchte. Die Masse betragen 30 cm x 20 cm, die Dicke des Brettes ist 4,5 cm. Der Altar besteht aus: einem Reliquienkreuz, einer griechischen Triptychon-Ikone einer Christus-Ikone aus Israel, einem Teelicht, einer kleinen Blumenvase, einer umfunktionierten Weihwasserflasche. Die Schritte bis dahin sahen wie folgt aus: Liebe Leserinnen und Leser, schicken Sie uns bitte auch Fotos von Ihren Reisealtären und falls Sie noch keine haben sollten, dann wissen Sie , was zu tun ist. Nicht wahr? Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden....

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Wir basteln uns einen Hausaltar (8 von 8): Betstuhl, Gesamteindruck

Stufe 8. Der Betstuhl Ein Betstuhl stellt natürlich die größte Ausgabe dar. Der abgebildete wurde geschenkt, sodass diese Ausgabe nicht anfiel. Gebrauchte Betstühle finden sich bei Ebay ab 100 €, neue sind schon ab 330 € zu haben. Der Gesamteindruck:...

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Wir basteln uns einen Hausaltar (7 von 8): Ikone, Weihwasserbecken

Stufe 6. Die Ikone Da das Kreuz recht hoch hängt, so brauchen Sie etwas worauf Sie ihren Blick richten können. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich nach vielen Jahren von Ikonen-Reproduktionen für eine echte, handgemalte Ikone (H: 31cm x B: 17 cm [zugeklappt] H:31 cm x 33,4 cm aufgeklappt) entschieden:...

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Wir basteln uns einen Hausaltar (6 von 8): Wandregal, Kruzifix, Leuchter

Stufe 3. Das freischwebende Wandregal Wenn Sie sich eine Gebetsecke einrichten, dann brauchen Sie eine leere Wand, an die Sie etwas anbringen können. Eine sehr praktische Lösung ist ein freischwebendes Wandregal, auf das Sie etwas stellen können und über welches Sie etwas hängen können. Ein Wandregal bekommen Sie in fast jedem Baumarkt oder im Onlinehandel....

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Wir basteln uns einen Hausaltar (5 von 8): Andachtsgegenstände segnen lassen

Stufe 2. Andachtsgegenstände segnen lassen Nachdem Ihr Haus oder Ihre Wohnung konstitutiv gesegnet worden ist, lassen Sie ihre Andachtsgegenstände, ebenfalls nach Rituale Romanum weihen. Diese Gegenstände sollen Sie ja heiligen und sollen nicht ausschließlich als Gebrauchsgegenstände fungieren. Nein, Sie brauchen sich kein Rituale romanum zu kaufen....

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Wir basteln uns einen Hausaltar (4 von 8): Das Haus segnen lassen

Stufe 1. Das Haus segnen lassen Nach diesem theoretischen Teil empfehlen wir Ihnen Ihr Haus oder Ihre Wohnung von einem Priester segnen zu lassen. Das wirkt wirklich. Der Schreiber dieser Zeile hatte es getan, was exakt an demselben Tag mit einem riesigen Nachbarschaftsstreit endete, welcher langfristig dazu geführt hat, dass die sehr störenden und unangenehmen Nachbarn wegzogen und die anderen Nachbarn anfingen sich zivilisiert zu benehmen. Sündige Menschen halten es in solch einem Haus nicht aus, wenn auch es nur eine Wohnung betrifft, sie können sich aber vor einem glücklichen Ausgang auf viele Kämpfe einstellen. Es kann durchaus sein, dass Sie nach einer Haussegnung bestimmte Personen, besonders aus der Esoterikszene, meiden werden. Einfach ausprobieren und uns darüber schreiben. Um eine Haussegnung oder eine andere konstitutive Segnung durchzuführen, brauchen Sie: Einen Priester, kann auch in Sünde leben, wenn sich kein anderer findet. Die rechten Gebete. Ad 1. Da wir vom realistischen Fall ausgehen, dass Sie in einer NOM-Gemeinde leben, einen Pfarrer haben, der an nichts glaubt, die Wale rettet und zur seiner Konkubine regelmäßig fährt, so müssen Sie ihn entsprechend motivieren, damit er zu Ihnen kommt und Ihnen das Haus segnet. Das gute an der Geschichte ist, dass er nichts zu tun hat und sich gebraucht fühlen wird. Sie müssen ihm sagen: „Das ist mir aber total wichtig, echt jetzt ….“. Wenn Sie Ausländer sind, haben Sie es leichter: „Das kenne ich aus meiner Heimat. Meine Großmutter (Mutter, Tante, Onkel, ganze Familie) hatte es auch immer so getan…“ Zu 99% wird er zu Ihnen kommen, „um den Menschen nahe zu sein“ und falls nicht, können Sie auf die leidige Kirchensteuerfrage kommen oder andeuten, dass Sie sich bei seinem Ordinariat über ihn schriftlich beschweren werden. Er wird zu Ihnen eilen! Ad 2. Unter rechten Gebeten verstehen wir hier die lateinischen Gebete aus dem Rituale romanum, welches seit Summorum pontificum völlig legal verwendet werden kann. Ja, ja ein Papst musste eine Sondererlaubnis geben, damit Katholiken katholische Gebete aufsagen können. Warum gerade diese? Weil diese wirken, traditionell sind und die Dämonen wirklich vertreiben. Die Wohnung des Schreibers dieser Zeilen wurde nach dem Rituale romanum gesegnet. Leider wurden im nachkonziliaren Benedictionale (Auflistung der Segensgebete) viele Gebete geändert, sodass sehr viele Segnungen weggefallen sind, da diese, wie das Superkonzil suggerierte, „nicht mit der Mentalität des modernen Menschen“ zu vereinbaren sind. Sie haben also im nachkonziliaren Benedictionale erstens viel weniger Segnungen und zweitens weniger wirkende, denn geänderte Segnungen. Wie verhält sich das Rituale romanum zu den nachkonziliaren Segensgebeten? Wie Benzin zum Wasser im Tank. Exorzisten berichten, dass die neuen Exorzismen nicht wirken und der Teufel über diese Priester durch die Besessenen lacht, bei dem Exorzismus aus dem Rituale aber, laufen die Dämonen wirklich davon. Soviel zur empirischen Erfahrung zur Wirksamkeit der neuen und alten Gebete. Also bitte die Haussegnung nach dem Rituale romanum verlangen, denn für dessen Wirksamkeit können wir bürgen und das neue, Sie wissen schon, wurde nach dem Motto: „jedoch aber wenn pastorale Gründe dafür sprechen …rettet die Wale“ konzipiert. Ein modernistischer Priester kann sich aber weigern das Rituale romanum zu benutzen. Dies ist dem Schreiber dieser Zeilen passiert, wo ihn ein wohlverdienter Monsignore seiner Diözese aus der Sakristei samt seinem Rituale, welches natürlich nicht dem Monsignore gehörte, rausschmiss (leider kein Witz!). Dies kann Ihnen auch passieren. Hier ein paar Tipps: Der Grund für diese...

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Wir basteln uns einen Hausaltar (3 von 8): Was sind Sakramentalien?

Was sind Sakramentalien? Da wir um dieses Thema nicht umhin kommen, hier eine Kurzabhandlung über die Sakramentalien.[1] Die Dogmatik von Diekamp-Jüssen schreibt: „Die Sakramentalien sind Sachen oder Handlungen, deren sich die Kirche sozusagen in Nachahmung der Sakramente zu bedienen pflegt, um auf Grund ihrer Gebete Wirkungen vor allem geistlicher Art zu erlangen“ (CIC 1917 Can. 1144, vgl. CIC 1983 Can. 1166) Sakramentalien sind: Die sinnreichen und ehrwürdigen Riten bei der Spendung der Sakramente, soweit sie nicht wesentliche Bestandteile des sakramentalen äußeren Zeichens sind; sie heißen Sakramentalien wegen ihrer Zugehörigkeit zu den Sakramenten; Selbständige religiöse Handlungen (Weihungen, Segnungen, Exorzismen) oder der religiöse Gebrauch geweihter oder gesegneter Sachen (Weihwasser, geweihte Kerzen, liturgische Gewänder usw.); hier erklärt sich der Namen Sakramentale durch die Ähnlichkeit mit den Sakramenten. Die geweihten oder gesegneten Sachen selbst. Hier ein paar Beispiele unsererseits, damit es klarer wird:...

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Wir basteln uns einen Hausaltar (2 von 8): Priesterlicher Segen

Der priesterliche Segen Um etwas, ein Haus, eine Wohnung, einen Andachtsgegenstand zu weihen oder zu segnen, brauchen Sie einen Priester. Warum? Weil er durch seine Priesterweihe, die ihn ontisch mit Christus verbindet, die Vollmacht erhalten hat an Christi statt (in persona Christi) zu wirken....

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Wir basteln uns einen Hausaltar (1 von 8) Heilige Räume schaffen

Einführung: Heilige (Privat-)Räume schaffen Anm. der Red.: Da es sich hierbei um einen theologischen Blog und um keinen Bastel-Blog handelt, so wird den eigentlichen Bastel- und Einkaufstipps zur Errichtung eines Hausaltars eine theologische Einführung vorangestellt. Alle, die mehr am Praktischen interessiert sind, bitten wir um Geduld. Zuerst die Theologie also, dann das Basteln, sonst landen wir im Novus Ordo und dem Kinderbastelkram im Altarraum und das wollen wir doch nicht, gell?...

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Der Reisealtar (4 von 4): Einen Reisealtar „basteln“

Wir basteln uns einen Reisealtar Da in unserem Leben also es hauptsächlich um Selbstheiligung geht, da wir an fremden Orten geistliche Räume schaffen sollen, so ist es höchst zuträglich auf Reisen nicht nur zu beten, sondern es auch qualifiziert zu tun, indem wir einen Reisealtar aufstellen und davor beten. Zuerst ist es gut das Hotelzimmer mit dem Weihwasser, aus einer Weihwasserflasche zu besprengen, damit wir uns wohl und die Dämonen unwohl fühlen. Da der Schreiber dieser Zeilen auf Reisen oder in Urlaub ebenfalls betet, so hat er sich einen Reisealtar zusammengebastelt, da der Markt nicht derartiges bietet und das, was man antiquarisch erwerben kann entweder zu teuer, zu kitschig oder zu wenig praxistauglich ist. Die meisten Reisealtäre dienen eigentlich dazu, wenn man denn welche finden, davor eine Messe zu zelebrieren und nicht davor zu beten. Deswegen fand der Schreiber dieser Zeilen im Laufe der Jahre mehrere Bestandteile, welche zusammengesetzt ihn einigermaßen ästhetisch befriedigen. Es ist noch nicht vollkommen, aber besser als nichts. Der Reisealtar sieht wie folgt aus (ja, abgenutzt, weil benutzt):...

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Der Reisealtar (3 von 4): Geistlicher Raum und Heilsegoismus

Geistlichen Raum schaffen Wenn man betet, dann schafft man an dem betreffenden Ort einen geistlichen Raum. Dies ist wörtlich zu verstehen. Alle unsere Gebete, Opfer, Sühnehandlungen etc. bleiben am Ort, an dem sie erbracht wurden, sozusagen stehen. Dies ist eine weitverbreitete Erfahrung der sakralen Atmosphäre in alten Kirchen auch in solchen, welche leider in den letzten Jahrzehnten desakralisiert wurden. All die Hl. Messen, die Beichten und all diese Gebete sind immer noch an diesem Ort vorhanden und strahlen nach wie vor eine Heiligkeit aus. Aber auch in privaten Räumen merkt man, vielleicht nicht jeder, manche aber schon, wer dort wohnt und wie und ob er dort betet. Diese Erfahrung kann man machen, wenn man verschiedene Klosterzellen oder Wohnungen von Priestern „visitiert“. Mal ist es Licht und Klarheit, mal eine verdorrte Trockenheit, ein stehender Staub. Wenn Sie also am Ort, an dem Sie wohnen, beten oder viel beten, dann schaffen Sie dort einen geistlichen Raum, der dableibt, auch wenn Sie wegziehen. Manche Menschen werden davon angezogen, manche fortgetrieben. Als der Schreiber dieser Zeilen seine Wohnung verkaufte, so war einer der Kaufargumente der Käuferin dieser, dass sie an diesem Ort eine „positive Atmosphäre“ spürte und sich fragte, wer wohl darin wohnte. Da sie eine Künstlerin war und ist, so hatte sie ein Gespür für diese Dinge, obwohl der Schreiber dieser Zeilen, als er in dieser Wohnung lebte, noch viel weniger geistlich fortgeschritten war als er jetzt ist, da er damals weder die Tridentinische Messe noch die Alten Breviere kannte....

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Der Reisealtar (2 von 4): Reisen und das geistliche Leben

Reisen und das geistliche Leben Deswegen waren die herumstreuenden Mönche oder Kleriker, Einzahl lautet: clericus vagans, wovon sich der Vagabund ableitet, immer Gift und immer verdächtig. Wenn Sie jetzt mit dem Beispiel von hl. Paulus, den anderen Aposteln oder Missionaren kommen, dann müssen Sie wissen, dass diese zwar von A nach B reisten, aber dann längere Zeit in B blieben, um eine Gemeinde aufzuerbauen. Die Bischöfe, welche sie einsetzen, hatten an Ort und Stelle zu sein. Das Reisen war nicht der Selbstzweck und deswegen war diese Reiserei von Johannes Paul II so spirituell verdächtig, worauf wir noch mehr als einmal zu sprechen kommen. Wenn man reist, so kann man qualitativ hochwertig nicht beten, weil man durch alles andere zu sehr abgelenkt ist. Deswegen gibt es im Alten Brevier, also in allen Brevieren bis 1962 das sog. Itinerarium also die Reisegebete, welche Geistliche vor den Reisen beten sollten oder mussten. Eine zweisprachige, lateinisch-englische Übersetzung findet sich hier. Da wir davon ausgehen, dass manch einer diese Gebete auch gerne beten möchte, Latein nicht kann und eine deutsche Übersetzung hilfreich wäre, auch wenn man es auf Lateinisch beten wird (nicht wahr…?), so fügen wir hier unsere eigene Übersetzung hinzu....

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Der Reisealtar (1 von 4): Das Reisen an sich

Das Reisen an sich Der Schreiber dieser Zeilen verreist ungern. Er tut es deswegen ungern, da, wie er erfahren hatte, dass die benediktinische stabilitas – die Stabilität oder Beständigkeit – die Grundlage des geistlichen Lebens bildet. Es ist nicht nur die stabilitas loci, die Stabilität des Ortes, was man wirklich sehr frei als einen festen Wohnsitz übersetzen könnte, es ist auch die stabilitas vitae, die Stabilität des Lebens, womit die Beständigkeit der Abläufe des Alltags gemeint ist. Es ist die Routine, es ist der Rhythmus, es sind diejenigen Gewohnheiten, welche automatisiert uns überhaupt ein intellektuelles oder geistliches Leben ermöglichen, weil durch den Automatismus das Nachdenken über diese Tätigkeiten und der damit verbundene Stress wegfällt, der immer dann auftritt, wenn man es mit etwas Manuell-Neuem zu tun hat. Wenn Sie zum ersten Male operieren, sticken, kitesurfen, klettern, tanzen oder irgendetwas Manuelles tun, dann sind Sie zumindest nervös und außerordentlich damit beschäftigt diesen Bewegungsablauf zu koordinieren. Daher die Notwendigkeit der Wiederholung, Wiederholung und Wiederholung, damit dieser Bewegungsablauf sitzt und Sie ihn automatisch ausführen können. Deswegen legten die frühesten Apothtegmata, die Sprüche der Wüstenväter, eine manuelle Handarbeit nahe, wie das Flechten von Körben, bei welcher man automatisch handwerklich arbeitet und dabei beten und meditieren kann. Deswegen schreiben auch die Mönchsregeln, besonders die benediktinische Regel, die Handarbeit vor, was wirklich wörtlich gemeint ist. Sie sollen mit ihren Händen etwas hervorbringen. Deswegen ist das Abschreiben von Büchern Handarbeit, aber das Schreiben von Büchern nicht. Warum? Weil, während Sie schreiben, Sie an nichts Anderes, als das, was Sie gerade schreiben, denken können. Das Tippen verläuft schon automatisch, das Nachdenken darüber, was man gleich oder gleichzeitig eintippen wird, nicht. Das Schreiben ist immer eingleisig, das Abschreiben nicht, Sie können einen beliebigen Text abtippen und an etwas Anderes denken, wenn Sie beim Eintippen geschickt genug sind. Gute Sekretärinnen von damals, in der Zeit als noch nicht jeder das Eintippen beherrschte, konnten gleichzeitig eintippen, Musik hören und sich mit einer andern Sekretärin über den Büroalltag unterhalten. Und was hat das mit dem Beten zu tun? Dass Sie bei automatisierten Vorgängen gleichzeitig beten können, weil Sie das Manuelle intellektuell nicht in Anspruch nimmt. Daher die Empfehlung der Handarbeit....

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Vom richtigen Knien oder wie komme ich an einen Betstuhl?

  Alles muss erlernt werden und das Beten im Knien scheinbar auch. Allen, die vorhaben für unsere Bischofskonferenzen kniend die Bußpsalmen samt der Allerheiligenlitanei zu beten, empfiehlt es sich, dass sie sich nach einem geeigneten Betstuhl oder nach einer Kniebank umschauen. Die Kirche verlangt zwar, dass diese Gebete im Knien (flexis genibus) verrichtet werden, aber ein Knien auf dem nackten Boden wird nicht verlangt, da es besser wäre an die Texte, die Intention als an die Schmerzen zu denken. Man sollte sich auf ein Knien zwischen 40 Minuten und 1 Stunde 15 Minuten einstellen, denn dies sind die ersten Erfahrungswerte unserer Leser. Dieses Gebet ist zwar eine Bußübung und Sühne, es muss aber machbar sein. Der Teufel wird uns davon abbringen wollen, indem er erstens argumentieren wird: „Es ist zu schwierig und daher nicht machbar“, beziehungsweise „Es ist zu bequem und daher nichts wert“. Beides ist falsch. Alle, die überhaupt damit anfangen, sollen es so einrichten, dass sie es überhaupt schaffen und daher lautet die Devise: „kniend aber machbar.“

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