Tradition und Glauben

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Fest der Unschuldigen Kinder

Evangelium am Feste der Hl. Unschuldigen Kinder Mt 2, 13 – 18 Als die Weisen aus dem Morgenlande weggezogen waren, erschien dem Joseph im Traum ein Engel des Herrn und sprach: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägyptei. Bleibe dort, bis ich dir Weisung gebe. Denn Herodes wird nach dem Kinde suchen, um es zu ermorden.“ Da stand er auf, nahm noch in der Nacht das Kind und seine Mutter und zog nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Todde des Herodes. So sollte in Erfüllung gehen, was der Herr durch den Propheten gesprochen hatte: „Aus Ägypten berief ich meinen Sohn.“ Als Herodes sich von den Weisen hintergangen sah, geriet er in heftigen Zorn. Er ließ in Bethlehem und in dessen ganzem Gebiete alle Knäblein von zwei Jahren und darunter umbringen – entsprechend der Zeit, die er von den Weisen erforscht hatte. Da erfüllte sich das Wort des Propheten Jerremias, der da spricht: „In Rama wird Klage laut, Viel Weinen und Wehgeschrei: Rachel weint um ihre Kinder Und will sich nichth trösten lassen, Weil sie nicht mehr sind.“ Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus. Buch 1 der Auslegung zu Mt Kap. 2 Als er das Kind nahm und seine Mutter, um nach Ägypten überzusiedeln, hat er sie zur Nachtzeit und im Dunkeln genommen, da er ja die Nacht der Unwissenheit denen, von denen er wegging, in ihrem Unglauben zurückgelassen hat. Wo er jedoch nach Judäa zurückkehrt, wird weder die Nacht, noch das Dunkel im Evangelium erwähnt, weil am Ende der Welt die Juden den Glauben oder gleichsam den von Ägypten zurückkehrenden Christus annehmen und auf diese Weise zum Licht gelangen werden. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. In der 8. Lesung behandelt der Heilige den Hinweis des Evangelisten auf die Erfüllung der ersten Weissagung: „Damit erfüllt würde, was vom Herrn durch den Propheten gesagt worden ist: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“ Mögen hier eine Antwort geben diejenigen, die den Ausgaben der Hebräer die Glaubwürdigkeit bestreiten, wo dieses bei den Übersetzern der Siebzigerausgabe zu lesen ist. Weil sie dies nicht finden werden, will ich ihnen sagen, daß es beim Propheten Oseas geschrieben steht, wie die Bücher beweisen können, die ich neulich veröffentlicht habe. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Gott, dessen Ruhm die unschuldigen Kinder nicht durch Reden, sondern durch Sterben verkündet haben; ertödte in uns alles Böse, damit den Glauben, welchen unsere Zunge ausspricht, auch unser Leben bekenne! Amen. Werbeanzeigen Werbeanzeigen __ATA.cmd.push(function() { __ATA.initSlot('atatags-3-5d11f4403c4e0', { collapseEmpty: 'before', sectionId: '915422841', location: 120, width: 300, height: 250 }); }); __ATA.cmd.push(function() { __ATA.initSlot('atatags-4-5d11f4403c4ed', { collapseEmpty: 'before', sectionId: '915422844', location: 130, width: 300, height: 250 }); });...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Fest des Hl. Johannes des Apostels

Lesung 4Predigt des heiligen Papstes Leo.Predigt 1 über die Geburt Christi.Derjenige, der uns, Geliebteste, das Heil bringt, ist heute geboren. Wir wollen freudig sein. Es wäre doch unrecht, der Trauer einen Platz zu gewähren, wo das Leben aufgeht, das nach Vernichtung des furchtwirkenden Todes uns Fröhlichkeit schafft infolge der verheißenen Seligkeit. Keiner wird von der Teilnahme an dieser freudigen Feier ausgeschlossen. Der eine gemeinsame Grund zur Freude für alle ist der, dass unser Herr, der Tilger von Sünde und Tod, weil er keinen von Schuld Freien fand, deshalb zur Befreiung von allen gekommen ist. Es juble der Heilige, weil er nahe kommt der Palme; es mag sich freuen der Sünder, weil er eingeladen wird, sich dich Verzeihung zu holen; es fasse Mut der außerhalb des Christentums Stehende, weil er gerufen wird zum (richtigen) Leben. Gottes Sohn hat nämlich entsprechend der Zeitfülle, die des göttlichen unergründlichen Ratschlusses Erhabenheit angeordnet hatte, die mit ihrem Schöpfer zu versöhnende Natur des menschlichen Geschlechtes selbst angenommen, damit der Begründer des Todes durch diese selbst, über die er den Sieg davongetragen, besiegt würde.V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Lesung 5In diesem für uns unternommenen Kampf ist auf der Grundlage eines vollen und bewunderungswürdigen Gleichheitsrechtes gerungen worden; da der allmächtige Herr nicht in seiner Majestät, sondern in unserer Niedrigkeit als Kämpfer auftritt und ihm dieselbe Gestalt, dieselbe Natur entgegenstellt (wie wir sie haben), die wohl unsere Sterblichkeit mit uns teilt, aber mit der Sünde nichts gemein hat. Fern ist nämlich bei dieser Geburt das, was von allen zu lesen ist Hiob 14,4: „Keiner ist frei vom Schmutz, nicht einmal das Kind, dessen Lebensdauer auf der Erde einen Tag beträgt.“ Nichts ist also in dieser Geburt von fleischlicher Begierlichkeit eingedrungen, nichts von dem, was auf die Sünde Bezug hat, übergegangen. Eine königliche Jungfrau aus davidischem Stamme wird ausgewählt, die, um mit heiligem Lebenskeim befruchtet zu werden, die Leibesfrucht früher geistig, als körperlich, empfangen sollte. Und damit sie nicht in Unkenntnis des oben beschlossenen Planes auf die ungewohnten Worte, mit denen sie angeredet wurde, in Angst käme, erfährt sie das, was in ihr vom Heiligen Geiste zu wirken war, aus der Aussprache mit dem Engel; und sie glaubt dann, dass sie keine Schädigung der Jungfräulichkeit erfahren würde als Gottesmutter, die sie bald werden sollte.V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festes des Hl. Erzmartyrers Stephanus

Lesung 4Predigt des heiligen Papstes Leo.Predigt 1 über die Geburt Christi.Derjenige, der uns, Geliebteste, das Heil bringt, ist heute geboren. Wir wollen freudig sein. Es wäre doch unrecht, der Trauer einen Platz zu gewähren, wo das Leben aufgeht, das nach Vernichtung des furchtwirkenden Todes uns Fröhlichkeit schafft infolge der verheißenen Seligkeit. Keiner wird von der Teilnahme an dieser freudigen Feier ausgeschlossen. Der eine gemeinsame Grund zur Freude für alle ist der, dass unser Herr, der Tilger von Sünde und Tod, weil er keinen von Schuld Freien fand, deshalb zur Befreiung von allen gekommen ist. Es juble der Heilige, weil er nahe kommt der Palme; es mag sich freuen der Sünder, weil er eingeladen wird, sich dich Verzeihung zu holen; es fasse Mut der außerhalb des Christentums Stehende, weil er gerufen wird zum (richtigen) Leben. Gottes Sohn hat nämlich entsprechend der Zeitfülle, die des göttlichen unergründlichen Ratschlusses Erhabenheit angeordnet hatte, die mit ihrem Schöpfer zu versöhnende Natur des menschlichen Geschlechtes selbst angenommen, damit der Begründer des Todes durch diese selbst, über die er den Sieg davongetragen, besiegt würde.V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Lesung 5In diesem für uns unternommenen Kampf ist auf der Grundlage eines vollen und bewunderungswürdigen Gleichheitsrechtes gerungen worden; da der allmächtige Herr nicht in seiner Majestät, sondern in unserer Niedrigkeit als Kämpfer auftritt und ihm dieselbe Gestalt, dieselbe Natur entgegenstellt (wie wir sie haben), die wohl unsere Sterblichkeit mit uns teilt, aber mit der Sünde nichts gemein hat. Fern ist nämlich bei dieser Geburt das, was von allen zu lesen ist Hiob 14,4: „Keiner ist frei vom Schmutz, nicht einmal das Kind, dessen Lebensdauer auf der Erde einen Tag beträgt.“ Nichts ist also in dieser Geburt von fleischlicher Begierlichkeit eingedrungen, nichts von dem, was auf die Sünde Bezug hat, übergegangen. Eine königliche Jungfrau aus davidischem Stamme wird ausgewählt, die, um mit heiligem Lebenskeim befruchtet zu werden, die Leibesfrucht früher geistig, als körperlich, empfangen sollte. Und damit sie nicht in Unkenntnis des oben beschlossenen Planes auf die ungewohnten Worte, mit denen sie angeredet wurde, in Angst käme, erfährt sie das, was in ihr vom Heiligen Geiste zu wirken war, aus der Aussprache mit dem Engel; und sie glaubt dann, dass sie keine Schädigung der Jungfräulichkeit erfahren würde als Gottesmutter, die sie bald werden sollte.V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Gebet Heiliger Stephanus, du Blutzeuge Jesu Christi, du Mann voll des Glaubens und der Kraft, Wunder zu wirken! Du bewiesest so klar und überzeugend, daß Jesus der Messias sey. Die Gelehrtesten der Juden konnten deiner Weisheit nicht widerstehen, da der Geist Gottes aus dir redete; daher wurden sie, die Feinde Jesu Christi, auch deine Feinde, die dich verläumdeten und jene herrlichen Worte: „Sehet! ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn, den ihr ans Kreuz geschlagen habt, zur Rechten Gottes sitzen,“ als Gotteslästerung aufnahmen, und so dich als Gotteslästerer dem Tode überlieferten. — Du gekreuzigter und wieder zum Leben erweckter, Du erniedrigter und zum Throne Gottes erhöhter König! den einst Stephanus dem irregeführten Volke verkündete, den Stephanus einst zur Rechten Gottes sah, für den Stephanus sein Leben hingab: o sende einen Strahl deines Lichtes, in mein Herz, daß ich an Dich glaube, wie Stephanus! gieb mir Muth, daß ich von Dir rede, wie Stephanus! gieb mir Liebe und Geduld, daß ich für Dich leide, wie Stephanus, daß auch ich meine Feinde segne, wie Stephanus, und dann Dich einst im Himmel sehe, wie Dich Stephanus schon auf Erden sah! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – das Weihnachtsfest

Lesung 4Predigt des heiligen Papstes Leo.Predigt 1 über die Geburt Christi.Derjenige, der uns, Geliebteste, das Heil bringt, ist heute geboren. Wir wollen freudig sein. Es wäre doch unrecht, der Trauer einen Platz zu gewähren, wo das Leben aufgeht, das nach Vernichtung des furchtwirkenden Todes uns Fröhlichkeit schafft infolge der verheißenen Seligkeit. Keiner wird von der Teilnahme an dieser freudigen Feier ausgeschlossen. Der eine gemeinsame Grund zur Freude für alle ist der, dass unser Herr, der Tilger von Sünde und Tod, weil er keinen von Schuld Freien fand, deshalb zur Befreiung von allen gekommen ist. Es juble der Heilige, weil er nahe kommt der Palme; es mag sich freuen der Sünder, weil er eingeladen wird, sich dich Verzeihung zu holen; es fasse Mut der außerhalb des Christentums Stehende, weil er gerufen wird zum (richtigen) Leben. Gottes Sohn hat nämlich entsprechend der Zeitfülle, die des göttlichen unergründlichen Ratschlusses Erhabenheit angeordnet hatte, die mit ihrem Schöpfer zu versöhnende Natur des menschlichen Geschlechtes selbst angenommen, damit der Begründer des Todes durch diese selbst, über die er den Sieg davongetragen, besiegt würde.V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Lesung 5In diesem für uns unternommenen Kampf ist auf der Grundlage eines vollen und bewunderungswürdigen Gleichheitsrechtes gerungen worden; da der allmächtige Herr nicht in seiner Majestät, sondern in unserer Niedrigkeit als Kämpfer auftritt und ihm dieselbe Gestalt, dieselbe Natur entgegenstellt (wie wir sie haben), die wohl unsere Sterblichkeit mit uns teilt, aber mit der Sünde nichts gemein hat. Fern ist nämlich bei dieser Geburt das, was von allen zu lesen ist Hiob 14,4: „Keiner ist frei vom Schmutz, nicht einmal das Kind, dessen Lebensdauer auf der Erde einen Tag beträgt.“ Nichts ist also in dieser Geburt von fleischlicher Begierlichkeit eingedrungen, nichts von dem, was auf die Sünde Bezug hat, übergegangen. Eine königliche Jungfrau aus davidischem Stamme wird ausgewählt, die, um mit heiligem Lebenskeim befruchtet zu werden, die Leibesfrucht früher geistig, als körperlich, empfangen sollte. Und damit sie nicht in Unkenntnis des oben beschlossenen Planes auf die ungewohnten Worte, mit denen sie angeredet wurde, in Angst käme, erfährt sie das, was in ihr vom Heiligen Geiste zu wirken war, aus der Aussprache mit dem Engel; und sie glaubt dann, dass sie keine Schädigung der Jungfräulichkeit erfahren würde als Gottesmutter, die sie bald werden sollte.V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Gott! durch Dich ward diese heilige Nacht mit dem Schimmer des wahren Lichtes erleuchtet; laß uns auch im Himmel zu Theil werden die Freude dieses Lichtes, dessen hohe Erscheinung wir auf Erden durch den Glauben erkannt haben. — Allmächtiger Gott! ein neues Licht ist über uns durch dein menschgewordenes Wort ausgegossen worden; gieb, daß dieses Licht in unsern Werken erscheine, so wie es durch den Glauben unser Gemüth erleuchtet. Allmachtiger Gott! laß uns durch den Heiland der Welt, dessen Geburt wir heute feiern, zu Kindern Gottes neu geboren und einst zum unsterblichen Leben erwecket werden! Amen. Kirchengebet Gott! durch Dich ward diese heilige Nacht mit dem Schimmer des wahren Lichtes erleuchtet; laß uns auch im Himmel zu Theil werden die Freude dieses Lichtes, dessen hohe Erscheinung wir auf Erden durch den Glauben erkannt haben. — Allmächtiger Gott! ein neues Licht ist über uns durch dein menschgewordenes Wort ausgegossen worden; gieb, daß dieses Licht in unsern Werken erscheine, so wie es durch den Glauben unser Gemüth erleuchtet. Allmachtiger Gott! laß uns durch den Heiland der Welt, dessen Geburt wir heute feiern, zu Kindern Gottes neu geboren und einst zum unsterblichen Leben erwecket werden! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Vigil des Weihnachtsfestes

Weniger Breviergebet ist weniger geistliche Leistung Da wir alle heute und morgen den Kirchgang vor uns haben, auf den wir uns mental einstellen müssen, falls wir wieder einer nachkonziliaren „Jedoch-Aber-Wenn-Miteinander-Flüchtlinge-Rettet-die-Wale-Predigt“ ausgesetzt sein werden, so wollen wir uns mit Texten trösten, die wirklich katholisch sind und welche uns das Geheimnis der Menschwerdung Gottes nahebringen. Der Schreiber dieser Zeilen hat die heutige Matutin der Vigil des Weihnachtsfestes bereits gelesen und die heutigen Lesungen haben ihn so erfreut, dass er diese Freude den Lesern unseres Blogs mitteilen möchte. Dank der Mühe von divinum officium.com sind diese Lesungen auf Deutsch übersetzt, sodass wir sie hier bloß einzukleben brauchen. Die vorgestellten drei Lesungen gelten für alle vorkonziliaren Breviere: das tridentinische, Divino Afflatu, das Pianische und das aus dem Jahre 1962. Diese drei Lesungen werden heute im Officium der Weihnachtsvigil nach den Psalmen gebetet und zwar: im tridentinischen Brevier nach zwölf ganzen Psalmen (ergibt insgesamt 290 Psalmenverse), im Divino Afflatu-Brevier aus dem Jahre 1911 nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse), im Pianischen Brevier aus dem Jahre 1955 nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse), im Brevier des Johannes XXIII aus dem Jahre 1962 nach nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse)....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – 4. Adventsonntag

Evangelium des vierten Adventssonntags Lk 3, 1 – 6 Es war im fünfzehnten Jahre der Regierung des Kaisers Tiberius. Pontius Pilatus war Landpfleger von Judäa, Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus Vierfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis, Lysanias Vierfürst von Abilene. Hohepriester waren Annas und Kaiphas. Da erging der Ruf Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. Er durchzog die ganze Gegend am Jordan und predigte die Bußtaufe zur Vergebung der Sünden, wie geschrieben steht im Buche der Reden des Propheten Isaias: „Eines Herolds Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, Macht gerade seine Pfade. Jedes Tal soll ausgefüllt, Jeder Berg und Hügel abgetragen werden; Was krumm ist, soll gerade, Was uneben ist, soll ebener Weg werden. Und alles Fleisch wird schauen das Heil Gottes.“ Predigtext des Kirchenvaters Aus der Auslegung vom heiligen Papst Gregor. In der 7. Lesung zeigt er auf Grund eines Textes, der nicht im heutigen Evangelium steht, die Strafwürdigkeit der Sünder: Johannes sprach zu den Scharen, die hinausgingen, um von ihm getauft zu werden: „O ihr Natternbrut, wer hat euch gelehrt, wie ihr dem kommenden Zorntag entgehen könnt?“ Der kommende Zorntag ist nämlich die Handhabung der am Ende erfolgenden Bestrafung, der alsdann der Sünder nicht entgehen kann, der sich hier nicht beim reuigen Klagen einfindet. Und es ist darauf zu achten, dass die bösen Sprösslinge, weil sie die Taten der bösen Eltern nachahmen, Natternbrut genannt werden; denn insofern als sie die Guten hassen und sie verfolgen, als sie dem und jenem ein Übel zufügen, als sie auf Schädigungen der Nächsten ausgehen, sind sie, weil sie in alledem den Pfaden ihrer leiblichen Väter folgen, als giftige Kinder von giftigen Eltern geboren. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. In der 8. Lesung betont er die Notwendigkeit der Buße (der heilige Johannes wird Freund des Bräutigams, d. h. des Herrn genannt, weil er ihm die Menschheit wie eine Braut zuführen sollte): Weil wir jedoch schon Sünden begangen haben, weil wir in der Übung schlechter Gewohnheit stecken, mag er uns sagen, was wir zu tun haben, wenn wir imstande sein wollen, dem kommenden Zorntag zu entgehen. Es folgt: „Bringt also angemessene Früchte der Buße hervor.“ In diesen Worten ist darauf zu achten, daß der freund des Bräutigams mahnt, nicht allein Früchte der Buße, sondern angemessene Früchte der Buße zu bringen. Es ist nämlich etwas anderes, Früchte der Buße zu bringen und etwas anderes, angemessene Früchte der Buße zu bringen. Um nämlich von angemessenen Früchten der Buße zu reden, muß man wissen, daß demjenigen, der nichts Unerlaubtes begangen hat, mit Recht gestattet wird, das Erlaubte zu gebrauchen und die Werke der Frömmigkeit so zu verrichten, daß er, wenn er will, was zur Welt gehört, nicht verläßt. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Sey Du, o Herr! uns Hilfe, daß nicht von uns einst gesagt werden darf, Du habest keine Herberge gefunden! Kehre ein bei uns, und stehe uns bei in diesem Jammerthale, bis wir zu Dir kommen und Dich mit allen Heiligen von Ewigkeit zu Ewigkeit preisen können! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – 3. Adventsonntag

Evangelium des dritten Adventssonntags Joh 1, 19 – 28 So lautet das Zeugnis des Johannes, als die Juden von Jerusalem Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: „Wer bist du? Und er bekannte, ohne zu leugnen. Er bekannte: „Ich bin nicht der Messias.“ Da fragten sie ihn: „Was denn? Bist du etwa Elias?“ Er antwortete: „Ich bin es nicht.“ „Bist du der Prophet?“ Er antwortete: „Nein.“ Da sprachen sie zu ihm: „Wer bist du denn? Wir müssen doch denen, die uns gesandt haben, Antwort bringen. Für wen gibst du dich aus?“ Er antwortete: „Ich bin die Stimme eines Herolds in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, wie der Prophet Isaias gesagt hat.“ Die Abgesandten gehörten zu den Pharisäern. Sie fragten ihn weiter: „Warum taufst du denn, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elias und nicht der Prophet?“ Johannes erwiderte ihnen: „Ich taufe nur mit Wasser. Aber mitten unter euch steht bereits der, den ihr nicht kennt, der nach mir kommt [und mir doch voraus ist]. Ich bin nicht würdig, seine Schuhriemen zu lösen.“ Dies geschah zu Bethanien jenseits des Jordans, wo Johannes taufte. Predigtext des Kirchenvaters, Auslegung vom heiligen Papst Gregor. In der 7. Lesung zeigt [er] uns dessen aufrichtiges und demütiges Selbstbekenntnis In den Worten dieser Lesung wird uns, Geliebteste, die Demut des Johannes empfohlen, der im Besitz einer so großen Tugend, dass er für Christus hätte gehalten werden können, doch als richtig ansah, sich ehrlich auf sich selbst zu beschränken, um nicht durch die Einbildung der Menschen nutzlos über sich hinaus gezerrt zu werden. Denn „er gestand es und leugnete es nicht und gestand: Ich bin nicht der Messias“. Aber wenn er gesagt hat: Ich bin das nicht, hat er wohl das von sich abgewiesen, was er nicht war, jedoch nicht abgewiesen, was er war, um auf Grund des Bekenntnisses der Wahrheit dessen Glied zu werden, dessen Würde er sich trügerisch nicht anmaßen wollte. Wo er also die Würde des Messias nicht anstreben will, wird er ein Glied des Messias, denn während er sich Mühe gab, seine Niedrigkeit demütig anzuerkennen, wurde er würdig, an dessen Erhabenheit in Wahrheit teilzuhaben. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. In der 8. Lesung bringt der Heilige einen Einwand gegen die Worte des Johannes vor: Aber wenn aus einer anderen Stelle die Ansicht unseres Heilandes in den Sinn kommt (Mt 9, 12), entsteht uns aus den Worten dieser Stelle eine ganz verwickelte Frage. An der anderen Stelle antwortet nämlich der Herr auf die Frage der Apostel bezüglich der Ankunft des Elias: „Ein Elias ist schon gekommen und man hat ihn nicht anerkannt, sondern man hat mit ihm gemacht, was man wollte; und wenn ihr es wissen wollt, Johannes selbst ist ein Elias.“ Johannes aber sagt auf die Frage: „Ich bin nicht Elias.“ Was soll dies, geliebteste Brüder, daß das, was er, der die Wahrheit ist, behauptet, der Prophet der Wahrheit ableugnet? Denn gar sehr geht auseinander: Er ist es, und: Ich bin es nicht. Wie kann er also Prophet der Wahrheit sein, wenn er mit der Rede derselben Wahrheit nicht übereinstimmt? V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Neige dein Ohr, o Herr! zu unsern Bitten und erleuchte die Finsterniß unsers Geistes durch deine gnadenreiche Heimsuchung! Amen....

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (1)

  Zwar können sich alle unsere Leser diese Texte auf der divinum officium Seite selbst durchlesen, aber es ist auch wahrscheinlich, dass dies kaum jemand tun wird. Das Nachtgebet des Breviers die Matutin, besteht, ohne jetzt in die Einzelheiten zu gehen, aus drei Lectiones – Gebeten, die am Anfang zu verschiedenen Nachtstunden gebetet wurden, bevor sie in Eins zusammengefasst wurden. An Festen und Feiertagen besteht die Matutin aus neun Psalmen, je drei Lectiones, welche, in den Brevieren von 1570 und 1911, also in dem Tridentinischen und dem Divino afflatu Brevier von neun Lesungen gefolgt werden. Es sieht in etwa so aus: Erste Lectio Drei Psalmen Drei Lesungen (1-3) AT AT AT Zweite Lectio Drei Psalmen Drei Lesungen (4-6) Predigt Predigt Predigt Dritte Lectio Drei Psalmen Drei Lesungen (7-9) Tagesevangelium Predigt Predigt/Biographie des kommemorierten Heiligen...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – 2. Adventsonntag

Evangelium des zweiten Adventssonntags Mt 11, 2 – 10 Als Johannes im Kerker vom Wirken Christi hörte, entsandte er [zwei] von seinen Jüngern und ließ ihn fragen: „Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir einen andern erwarten?“ Jesus antwortete ihnen: „Geht hin und kündet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird die frohe Botschaft verkündigt. Wohl dem, der keinen Anstoß an mir nimmt!“ Als jene weggingen, sprach Jesus zu den Volksscharen über Johannes: „Wozu seid ihr in die Wüste hinausgezogen? Ein Schilfrohr zu sehen, das vom Winde hin und her bewegt wird? Oder wozu seid ihr hinausgezogen? Einen Mann in weichlichen Kleidern zu sehen? Nein. Leute, die weichliche Kleider tragen, sind an den Höfen der Könige. Wozu seid ihr also hinausgezogen? Einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch, mehr als einen Propheten. Er ist es, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, auf dass er deinen Weg vor dir bereite. Predigtext des Kirchenvaters, Auslegung vom heiligen Papst Gregor. In der 7. Lesung erläutert der Heilige Gregor die genannte Mahnung Nachdem man so viele und so große Zeichen der Macht geschaut hatte, hätte man doch vom Anstoß frei bleiben können und eher in Staunen geraten sollen. Aber der Sinn der Ungläubigen hat darin an ihm einen schwerwiegenden Anstoß genommen, da er ihn nach so vielen Wundern sterben sah. Darum sagt auch Paulus 1 Kor 1,23: „Wir jedoch predigen Christus, den Gekreuzigten, für die Juden ein Anstoß, für die Heiden eine Torheit.“ Töricht ist es nämlich den Menschen vorgekommen, dass für die Menschen der Urheber des Lebens gestorben ist; und der Mensch hat gegen ihn an der Tatsache Anstoß genommen, auf Grund derer er ihm sich mehr hätte verpflichtet fühlen sollen. Denn umso ehrfurchtsvoller muss Gott von den Menschen gefeiert werden, je mehr er seiner Unwürdiges für die Menschen auf sich genommen hat. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. In der 8. Lesung gibt der Heilige das Mittel an, wie der Anstoß vermieden werden kann: Was heißt das nun, wenn er sagt: „Selig ist, der an mir keinen Anstoß nimmt,“ anderes, als mit offenen Worten seinen so verächtlichen und erniedrigenden Tod andeuten? Als ob er deutlich sagen wollte: Wohl wirke ich Staunenswertes; aber ich halte es nicht für unvereinbar mit meiner Würde, Erniedrigendes zu leiden. Weil ich also (o Mensch) im Sterben dir nachgehe, müssen sich die Menschen davor hüten, daß sie den Tod in mir als unpassend ansehen, die doch vor den Wundern Ehrfurcht haben. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Da nun, o Herr! die katholische Kirche in Erinnerung deiner ersten Ankunft auf Erden uns hinweist auf jene, durch welche Du in deiner Gnade bußfertige Seelen besuchest, so bitten wir Dich: reinige unsere Herzen von allen Sünden, damit wir Dir treu dienen! Gieb uns Gnade, daß wir uns nicht wie ein schwaches Rohr von falscher Lehre und Irrthümern, von Begierden und Erdensorgen hin- und hertreiben lassen, sondern an der anerkannten Wahrheit festhalten, damit wir Dich mit deiner Gnade in unsere Seelen empfangen und nimmermehr von Dir geschieden werden. Amen. —...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage – Mariae Empfängnis

Predigt zum Evangelium des Festes Mariae Empfängnis Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus. In der 1. Lesung erklärt er den Sinn des ihr vom Engel dargebrachten Grußes: Wie schön und wie erhaben die heilige und glorienreiche, stets unversehrte Jungfrau Maria ist, wird vom Engel im Auftrag Gottes erklärt, wenn gesagt wird: Sei gegrüßt, Gnadenvolle, der Herr ist mit dir, du bist die Preiswürdigste unter den Frauen. Mit solchen Gaben mußte nämlich die Jungfrau wie mit Pfändern ausgestattet werden, auf daß sie voll von Gnade sei, sie, die dem Himmel Herrlichkeit verschafft, der Erde Gott und den Frieden gewährt, den Völkern den Glauben, den Lastern das Ende, dem Leben die rechte Ordnung, dem Verhalten der Menschen die Anleitung verschafft hat. Und sie wird in richtiger Weise voll genannt, weil bei anderen teilweise Mitteilung geschieht, in Maria aber die ganze Fülle der Gnade sich eingesenkt hat. Sie ist in wahrer Weise voll; denn wenn wir auch an das Vorhandensein der Gnade in den alten Vätern und Propheten glauben, so war es doch nicht in dieser Fülle; in Maria drang aber die Fülle der ganzen Gnade, die in Christus ist, hinein, wenn auch in anderer Weise. Und deshalb sagt er: Du bist die Preiswürdigste unter den Frauen, d. h. mehr preiswürdig als alle Frauen. Und dadurch hat alles das, was an Fluch durch Eva eingedrungen ist, der durch Maria gebrachte Segen weggeräumt. Von ihr sagt Salomon im Hohenlied, gleichsam um sie zu loben: „Komm, du mein Täubchen, du mein Liebling ohne Makel. Denn schon ist vorbei die Winterzeit, vorüber ist der Regen und er ist verschwunden.“ Und dann sagt er: „Komm vom Libanon, komm, du sollst eine Krone erhalten.“. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt. In der 2. Lesung bestätigt der Heilige seine Ausführungen durch andere Stellen aus der heiligen Schrift, in denen besonders die jungfräuliche Mutterschaft hervorgehoben wird, und zwar nach Erklärung von Hl 4, 8 durch die Anspielung an Ps 84, 12 insbesondere durch Jr 31, 22 (das zwischen den Strichen Stehende bezieht sich auf die Ansicht der alten Juden, daß derjenige, der Gott sieht, nicht mehr auf Erden leben könne), was er durch Ez 44, 2 (s. Kap. des Mittagsgebetes) genauer erklärt: Nicht mit Unrecht also heißt es von ihr, daß sie vom Libanon kommt, da das Wort „Libanon“ übersetzt wird mit Heiligkeit. Sie war doch erhellt mit vielen Vorzügen, die Verdienste begründeten, und den weißen Schnee an Glanz übertreffend, stellte sie infolge der ihr vom Heiligen Geiste gewährten Gaben die Einfalt der Taube in jeder Hinsicht dar, da alles, was in ihr geschah, nur Reinheit und Einfalt, alles nur Echtheit und Lieblichkeit war; alles „Erbarmen und Gerechtigkeit, die vom Himmel herabschaute“; und sie war deshalb makellos, weil sie in nichts entstellt war. Sie hat nämlich „ein männliches Wesen in ihrem Schoß umschlossen,“ wie der heilige Jeremias bezeugt, und dieses nicht anderswoher empfangen. „Es wird“, so sagt er, „der Herr etwas Neues schaffen; und eine Frau wird ein männliches Wesen umschließen.“ Es war wirklich etwas Neues und eine alle Neuigkeiten überragende Neuigkeit an Wunderwerken, als Gott – den die Welt nicht tragen und den niemand sehen kann, so daß er lebend bleiben könnte – in einer Weise in den gastlichen Raum des Schoßes eingetreten ist ohne den körperlichen Verschluß wahrzunehmen; und als er in der Weise getragen wurde, daß er als ganzer Gott darin gegenwärtig war; und als er so daraus hervortrat, daß – wie Ezechiel bekennt – „die Pforte ganz und gar verschlossen blieb“. Dann heißt es in demselben Hohenlied von ihr: „Ein verschlossener Garten, eine versiegelte Quelle bist du; was von dir ausgeht, ist wie ein Lustgarten.“ Sie ist wirklich ein Lustgarten, in dem alle Arten von Blumen eingesät sind und alle Wohlgerüche von Tugenden; und so verschlossen, daß er unfähig ist, durch irgendwelche trügerischen Überfälle verletzt oder entstellt zu werden. Also eine Quelle, die versiegelt ist mit dem Siegel der ganzen Dreieinigkeit. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Wir bitten Dich, o Herr! ertheile deinen Dienern das Geschenk der himmlischer Gnade, damit uns, denen die Geburt der seligen Jungfrau zum Anfange des Heils gereichte, die Feierlichkeit ihrer Empfängniß den Frieden vermehre, durch unsern Herrn Jesum Christum. Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – 1. Adventsonntag

Evangelium des ersten Adventssonntags Lk 21, 25 – 33 „Es werden Zeichen sein an Sonne, Mond und Sternen. Auf Erden wird unter den Völkern angstvolle Verzweiflung herrschen beim Brausen und Branden des Meeres. Die Menschen werden vergehen vor banger Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen werden. Denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn auf einer Wolke kommen sehen mit großer Macht und Herrlichkeit. Wenn das eintritt, dann richtet euch auf und erhebt euer Haupt! Eure Erlösung naht.“ Er trug ihnen ein Gleichnis vor: „Betrachtet den Feigenbaum und alle andern Bäume. Wenn ihr seht, dass sie ausschlagen, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. So wisset auch, wenn ihr das geschehen seht, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis das alles geschehen ist. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Predigtext des Kirchenvaters, des heiligen Papstes Gregor. In der 1. Lesung zeigt er den Zweck der Worte des Herrn: Da unser Herr und Heiland uns bereit antreffen will, kündigt er an, welche Übel die Welt bei ihrem Zerfall begleiten werden, um uns von der Liebe zu ihr abzubringen. Was für Umwälzungen ihrem immer näher kommenden Ende vorausgehen werden, wird uns kund, damit wir, wenn wir vor Gott in ruhigen Zeiten keine Ehrfurcht haben, wenigstens sein nahendes Gericht, wenn es auch nur auf Grund des Erschreckens wegen der Umwälzungen geschieht, fürchten. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. In der 2. Lesung zeigt der heilige Gregor den Zusammenhang der Worte des Herrn: Dieser Lesung des heiligen Evangeliums, die ihr. Brüder, eben gehört habt, hat der Herr kurz vorher die Worte voraus geschickt: „Es wird sich erheben Volk gegen Volk und Reich gegen Reich, und große Erderschütterungen werden an vielen Orten sein und Seuchen und Hungersnot.“ Und nach einigen Zwischensätzen hat er das angefügt, was ihr eben gehört habt: „Es werden Zeichen auftreten an Sonne, Mond und Sternen, und auf Erden wird Beängstigung unter den Völkern sein wegen der Ratlosigkeit gegenüber dem Brausen des Meeres und seiner Brandung.“ Von diesen Ankündigungen sehen wir schon einige in Erfüllung gehen; andere, die nächstens eintreten, erwarten wir mit Entsetzen. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Komm uns mit deiner Macht zu Hülfe, o Herr! damit wir von den uns bevorstehenden Gefahren der Sünde durch deinen Schutz befreit und durch deine Rettung selig werden mögen! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 24. oder letzter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des 24. Sonntags nach Pfingsten Mt 24, 15 – 35 „Wenn ihr nun an heiliger Stätte den Greuel der Verwüstung seht, von dem der Prophet Daniel gesprochen hat – wer es liest, der beachte es wohl! -, dann sollen die Leute in Juda ins Gebirge flüchten. Wer auf dem Dache ist, steige nicht hinab, um noch etwas aus dem Hause mitzunehmen. Wer auf dem Felde ist, kehre nicht erst heim, um seinen Mantel zu holen. Wehe den hoffenden und stillenden Müttern in jenen Tagen! Betet, dass eure Flucht nicht in den Winter fällt oder auf einen Sabbat. Alsdann wird eine so große Drangsal eintreffen, wie es von Anbeginn der Welt bis jetzt keine gegeben hat noch je geben wird. Ja, würden jene Tage nicht abgekürzt, so würde kein Mensch gerettet werden. Aber um der Auserwählten willen werden jene Tage abgekürzt. Wenn dann jemand zu euch sagt: ‚Hier ist der Messias oder dort‘, so glaubt es nicht. Denn es werden falsche Propheten auftreten und große Zeichen und Wunder wirken, um so möglich selbst die Auserwählten irrezuführen. Seht, ich sage es euch voraus. Wenn man dann zu euch sagt: ‚Er ist in der Wüste‘, so geht nicht hinaus; ‚er ist in den Gemächern‘, so glaubt es nicht. Denn wie der Blitz im Osten aufzuckt und bis zum Westen leuchtet, so wird es auch mit der Wiederkunft des Menschensohnes sein. Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. Sogleich nach der Drangsal jener Tage wird sich die Sonne verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und alle Völker auf Erden werden wehklagen. Sie werden den Menschensohn kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. Er wird seine Engel aussenden mit lautem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten von den vier Windrichtungen zusammenbringen, von einem Ende des Himmels bis zum andern. Vom Feigenbaum lernt das Gleichnis: Wenn seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. So sollt ihr auch, wenn ihr dies alles seht, wissen, daß es vor der Türe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus Wenn wir uns an das Verstehen heranmachen sollen, zeigt sich als etwas Verhülltes das, was gesagt worden ist. Wir lesen aber bei Daniel folgendes: „In der Mitte der Woche wird die Opferfeier und die Darbringung von Flüssigkeiten aufhören; und im Tempel wird ein öde dastehendes Scheusal sein, bis die Zeit zu Ende geht, und es wird eine Vollendung kommen des Entsetzlichen.“ Davon redet auch der Apostel, daß „der aus Sünde bestehende Mensch und der Widersacher sich gegen alles erhebt, was den Namen Gottes trägt und was verehrungswürdig ist, so dass er sogar im Hause Gottes seinen Thron aufzuschlagen wagt und sich geberdet, als ob er Gott sei;“ dessen Ankunft soll gemäß dem Wirken Satans diejenigen verwirren und zur Trennung von Gott bringen, die ihn (als Gott) anerkennen. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kollekte zum 24. Sonntag nach Pfingsten Kirchengebet. Wir bitten Dich, o Herr! ermuntere die Gemüther deiner Gläubigen, damit sie mit größerem Eifer die Früchte guter Werke hervorbringen und hiedurch größeren Beistand deiner Gnade erlangen mögen. Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Sechster Sonntag nach Epiphanie

  Evangelium des sechsten nachgeholten Sonntags nach Epiphanie Mt 13, 31 – 35 Noch ein anderes Gleichnis trug er ihnen vor. „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann nahm und auf seinen Acker säte. Dies ist zwar kleiner als alle andern Samenkörner. Ist es aber ausgewachsen, so ist es größer als die anderen Gartengewächse. Es wird ein Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen wohnen.“ Er trug ihnen noch ein weiteres Gleichnis vor: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Sauerteige, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl mengte, bis das Ganze durchsäuert war.“ Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Volksscharen, und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen. So sollte sich das Wort des Propheten erfüllen: „Ich will meinen Mund auftun zu Gleichnissen, will offenbaren, was verborgen war seit Grundlegung der Welt.“ Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus: Das himmlische Reich ist die Verkündigung des Evangeliums und die Kenntnis der heiligen Schriften, die zum Leben führt, und von der den Juden gesagt wird: „Sie wird euch weggenommen und dem Volke gegeben, das die ihr entsprechenden Früchte zeigt.“ „Es besteht also eine Ähnlichkeit zwischen dem himmlischen Reich und dem Senfkorn, das ein Mensch nimmt und auf seinen Acker sät.“ Unter dem Menschen, der auf seinen Acker sät, wird von den meisten der Heiland verstanden, weil er seinen Samen in die Seelen der Gläubigen hineinlegt; von anderen dagegen der Mensch selbst, der auf seinen Acker sät, d. h. in sich selbst und in sein Herz Samen streut. V: Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R: Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet zum 6. Sonntag nach Epiphanie Verleihe, wir bitten Dich, allmächtiger Gott! daß wir, was seyn soll, immerdar überlegend. Dir Wohlgefälliges durch Wort und That voll bringen! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Fünfter Sonntag nach Epiphanie

Evangelium des fünften nachgeholten Sonntags nach Epiphanie Mt 13, 24 – 30 Ein anderes Gleichnis trug er ihnen vor: „Mit dem Himmelreich ist es wir mit einem Manne, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während alles schlief, kam sein Feind, säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. Als dann der Halm aufschoß und Frucht ansetzte, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da kamen die Knechte des Hausherrn herbei und sprachen zu ihm: „Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?“ Er antwortete ihnen: „Das hat der Feind getan.“ Die Knechte fragten nun: „Sollen wir hingehen und es einsammeln?“ Er antwortete: „Ja nicht! Ihr möchtet sonst, wenn ihr das Unkraut sammelt, zugleich auch den Weizen mit ausreißen. Lasst nur beides miteinander wachsen bis zur Ernte. Zur Zeit der Ernte will ich dann den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Büschel zum Verbrennen. Den Weizen aber bringt in meine Scheune.“ Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus: Als sich die Vorsteher der Kirche der Nachlässigkeit ergaben oder als die Apostel den Schlaf des Todes über sich ergehen ließen, kam der Teufel und säte diejenigen, die der Herr als schädliches Wachstum bezeichnet. Aber es fragt sich, ob das die Irrgläubigen sind oder die bösen Katholiken? Es können nämlich schädliches Wachstum auch die Irrgläubigen genannt werden, weil sie, aus demselben Samen des Evangeliums und im Namen Christi ausgegangen, sich infolge verkehrter Ansichten falschen Glaubenssätzen zuwenden. V: Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R: Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet zum 5. Sonntag nach Epiphanie Wir bitten Dich, o Herr! schütze immerhin deine Familie in deiner Güte, daß sie, die sich nur auf die Hoffnung himmlischer Gnade stützt, durch deinen Schutz gekräftiget werde! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Vierter Sonntag nach Epiphanie

Evangelium des vierten Sonntags nach Epiphanie Anmerkung: Wenn zwischen Epiphanie und Aschermittwoch weniger als 6 Sonntage liegen, werden die restlichen zwischen dem 23. und 24. Sonntag nach Pfingsten eingefügt. Mt 8, 23 – 27 Dann stieg er in ein Boot, und seine Jünger folgten ihm. Da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, so daß das Boot von den Wogen überflutet wurde. Da traten seine Jünger zu ihm, weckten ihn auf und riefen: „Herr, hilf [uns], wir gehen unter!“ Er aber entgegnete ihnen: „Was seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen?“ Dann stand er auf, gebot dem Wind und dem See, und es trat eine große Stille ein. Voll Staunen sprachen die Leute: „Wer ist doch dieser? Selbst Wind und See gehorchen ihm!“ Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus: Das fünfte Wunder hat er gewirkt, als er von Kapharnaum auf das Schiff stieg und sich als Herrn der Winde und des Meeres zeigte. Das sechste, als er in der Gegend bei Gerasa den bösen Geistern die Gewalt über die Schweine gab. Das siebente, als er die Stadt seines gewöhnlichen Aufenthaltes betrat und den zweiten Gelähmten im Bett heilte. Der erste Gelähmte ist nämlich der Knecht des Hauptmanns. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott! der Du weißt, daß wir nach unserer menschlichen Schwäche in so großen Gefahren nicht bestehen können: gib uns Heil an Seele und Leib, daß wir, was wir zufolge unserer Sünden dulden, durch deine Hilfe überwinden! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 23. Sonntag nach Pfingsten/Christkönig

  Evangelium des dreiundzwanzigsten Sonntags nach Pfingsten Mt 9, 18 – 26 Während er so zu ihnen redete, kam ein Vorsteher, warf sich vor ihm nieder und sprach: „[Herr,] meine Tochter ist soeben gestorben. Aber komm und leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder leben.“ Jesus machte sich auf und folgte ihm samt seinen Jüngern. Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre am Blutfluss litt, hinter ihm heran und berührte eine Quaste seines Gewandes. Denn sie sagte sich: „Wenn ich nur sein Gewand berühre, werde ich gesund.“ Jesus wandte sich um, sah sie und sprach: „Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht.“ Von der Stunde an war die Frau gesund. Als Jesus dann in das Haus des Vorstehers kam und die Flötenspieler und die lärmende Menge erblickte, sprach er: „Gehet hinweg! Das Mädchen ist ja nicht tot, es schläft nur.“ Da verlachten sie ihn. Er aber wies die Leute hinaus und ging in das Gemach. Er faßte das Mädchen bei der Hand, und es erhob sich. Die Kunde davon verbreitete sich in jener ganzen Gegend. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus: Das achte Wunder ist das, wo ein Aufseher um die Auferweckung seiner Tochter bittet, um nicht vom hehren Wert der wahren Beschneidung ausgeschlossen zu werden; aber es kommt dazwischen die am Blutfluß leidende Frau und wird an achter Stelle geheilt, so daß die Tochter des Aufsehers von dieser Stelle rücken muß und auf die neunte Stelle kommt gemäß dem, was im Psalm gesagt ist: „Äthiopien kommt mit dem Erheben der Hände zu Gott zuvor,“ und: „Wenn eingetreten sind alle Nichtjuden, dann wird auch Israel zum Heil kommen.“ V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kollekte zum 23. Sonntag nach Pfingsten Kirchengebet. Wir bitten Dich, o Herr! Du wollest deinem Volke seine Missethaten vergeben, damit wir von den Banden der Sünde, die wir aus Schwachheit uns selbst angelegt haben, durch deine Güte erlöset werden! Amen.   Evangelium des Christkönigfestes (letzter Sonntag im Oktober) Joh 18, 33 – 37 Pilatus ging wieder in das Gerichtsgebäude, ließ Jesus rufen und fragte ihn: „Bist du der König der Juden?“ Jesus antwortete: „Sagst du das aus dir selbst oder haben es dir andere von mir gesagt?“ Pilatus entgegnete: „Bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir übergeben. Was hast du getan?“ Jesus erwiderte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, dass ich den Juden nicht ausgeliefert würde. So aber ist mein Reich nicht von hier.“ Da sprach Pilatus zu ihm: „Du bist also doch ein König?“ Jesus antwortete: „Ja, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ Predigttext des Kirchenvaters Aus dem Rundschreiben des Papstes Pius XI. Da das heilige Jahr nicht bloß eine Gelegenheit geboten hat, das Königtum des Herrn zu verherrlichen, glauben wir, etwas dem apostolischen Amt ganz Entsprechendes zu vollbringen, wenn wir in Erfüllung der von vielen Kardinälen, Bischöfen und Gläubigen entweder vereinzelt oder gemeinsam uns vorgetragenen Bitten dieses Jahr selbst mit der Einführung eines eigenen Festes zu Ehren des Königtums unseres Herrn Jesus Christus in die kirchliche Liturgie beschließen. Daß Christus in übertragenem Sinne des Wortes König genannt wird wegen des höchsten Grades der Herrlichkeit, auf Grund dessen er über alle geschaffenen Wesen emporragt und den Vorrang inne hat, das ist schon lange und allgemein in Gebrauch gekommen. So nämlich kommt es, daß es von ihm heißt, daß er „in den Seelen der Menschen“ herrsche, nicht so sehr wegen der Schärfe seines Geistes und des weiten Umfanges seines Wissens, als vielmehr deshalb, weil er selbst die Wahrheit ist, und weil die Sterblichen von ihm die Wahrheit schöpfen und in Untertänigkeit annehmen müssen; ebenso (herrscht er) im Willensvermögen der Menschen, weil nicht bloß in ihm der Heiligkeit des Göttlichen Willens eine ganz und gar vollständige Lauterkeit und Anpassung des menschlichen entspricht, sondern auch weil er in unseren Freien Willen durch seine Anregung und Eingebung Dinge hineinleitet, durch die wir zu den edelsten Werken entflammt werden. Als „König der Herzen“ wird schließlich Christus anerkannt wegen seiner „alles Wissen überragenden Liebe“ und Milde und Güte, die die Seelen anlockt; denn weder ist es bisher vorgekommen, daß jemand von der Gesamtheit der Völker in der Weise geliebt würde wie Christus, noch wird es je in Zukunft vorkommen, daß jemand in der Weise geliebt wird. Um aber in umfassenderem Sinne an die Sache heranzugehen, sieht ein jeder, daß wir den Namen und die Gewalt eines Königs in der eigentlichen Bedeutung des Wortes für den Menschen Christus verlangen müssen; denn es kann von ihm nur als von einem Menschen gesagt werden, daß er vom Vater „Macht und Ehrenrang und Herrschergewalt“...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 22. Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des zweiundzwanzigsten Sonntags nach Pfingsten Mt 22, 15 – 22 Darauf gingen die Pharisäer hin und berieten miteinander, wie sie ihn in einem Ausspruche fangen könnten. Sie schickten also ihre Schüler zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm und ließen ihm sagen: „Meister, wir wissen, du bist wahrhaft, du lehrst den Weg Gottes der Wahrheit gemäß und fragst nach niemand; denn du siehst nicht auf die Person der Menschen. So sage uns dann, was meinst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen oder nicht?“ Jesus durchschaute ihre Arglist und antwortete: „Ihr Heuchler, was versucht ihr mich? Zeigt mir die Steuermünze!“ Sie reichten ihm einen Denar. Jesus fragte sie: „Wessen ist dieses Bild und die Aufschrift?“ Sie antworteten ihm: „Des Kaisers.“ Da sprach er zu ihnen: „Gebt also dem Kaiser, was dem Kaiser gebührt, und Gott, was Gott gebührt.“ Als sie dies hörten, verwunderten sie sich; sie ließen von ihm ab und gingen von dannen. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Hilarius. Häufig kommen die Pharisäer in Bewegung; und doch können sie eine Veranlassung zu seiner Anschuldigung aus der Vergangenheit nicht haben. Es konnte nämlich etwas Fehlerhaftes in seine Taten und Worte nicht eindringen; aber infolge ihrer Neigung zur Bosheit dehnten sie ihre Arbeit zur Durchsuchung aller Dinge aus, um einen Grund zur Anklage zu finden. Denn von den Lastern der Welt und von den Überspanntheiten der menschlichen Auffassungen von göttlichen Wesen rief er alle zur Erwartung des himmlischen Reiches. Also ob er die weltliche Obrigkeit verletze, suchen sie auf Grund der vorgelegten Frage auszuforschen: nämlich ob man dem Kaiser Steuern entrichten müsse. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott, unsere Zuflucht und Stärke, höre gnädig das fromme Flehen deiner Kirche, Du Quelle aller frommen Gesinnungen, und verleihe, daß wir dasjenige wirklich erhalten, um was wir Dich vcrtrauungsvoll bitten! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 21. Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des einundzwanzigsten Sonntags nach Pfingsten Mt 18, 23 – 35 (21 Petrus trat zu Jesus und fragte: „Herr, wenn mein Bruder gegen mich fehlt, wie oft muss ich ihm denn vergeben? Etwas siebenmal?“ 22 Jesus antwortete ihm: „Ich sage dir, nicht siebenmal, sondern siebenzigmal siebenmal.) Darum ist es mit dem Himmelreiche wie mit einem Könige, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Als er damit begann, wurde ihm einer vorgeführt, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Da er aber nicht bezahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Weib und Kind und all seiner Habe zu verkaufen und damit zu bezahlen. Da warf sich der Knecht ihm zu Füßen und flehte: Habe Geduld mir, ich will dir alles bezahlen. Der Herr erbarmte sich des Knechtes, gab ihn frei und erließ ihm die Schuld. Als aber der Knecht hinausging, traf er einen seiner Mitknechte, der ihm hundert Denare schuldig war. Den packte und würgte er, indem er sprach: Bezahle, was du schuldig bist! Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und bat: Habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Der aber wollte nicht, sondern ging hin und ließ ihn in den Kerker werfen, bis er seine Schulden bezahlt hätte. Als die Mitknechte sahen, was geschah, wurden sie tief betrübt. Sie gingen hin und meldeten ihrem Herrn alles, was sich zugetragen hatte. Da ließ sein Herr ihn zu sich kommen und sagte zu ihm: Du böser Knecht! Ich habe dir die ganze Schuld erlassen, weil du mich gebeten hast. Hättest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmen müssen, wie ich mich deiner erbarmt habe? Voll Zorn übergab ihn sein Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt hätte. So wird auch mein Vater mit euch verfahren, wenn ihr nicht, ein jeder seinem Bruder, von Herzen verzeiht.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus in Bethlehem. Bk, iii. Kommentar zu Mt 18 Es ist Volksbrauch bei den Bewohnern von Syrien und besonders bei denen von Palästina, zu allen ihren Reden Gleichnisse anzufügen, damit das, was auf Grund einfacher Vorschrift von den Hörern nicht erfasst werden kann, auf Grund der Ähnlichkeit und der Beispiele erfasst werde. Es forderte also der Herr von Petrus unter dem Bilde eines Königs und Herrn und dem eines Knechtes, der als Schuldner von 10.000 Talenten auf seine Bitten hin vom Herrn Nachlassung erhalten hatte, daß er auch selbst seinen Mitknechten, die weniger fehlten, Verzeihung gewähre. Wenn nämlich jener König und Herr 10.000 Talente so leicht nachließ, um wie viel mehr müssen die Knechte ihren Mitknechten Kleineres nachlassen? V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Bewahre, o Herr, deine Familie stets durch deine Güte, damit sie unter deinem Schutze von allem Uebel befreit, durch gottselige Handlungen deinen Namen verherrliche! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 20. Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des zwanzigsten Sonntags nach Pfingsten Joh 4, 46 – 53 Jesus kam wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte. In Kapharnaum lag der Sohn eines königlichen Beamten krank danieder. Als dieser erfuhr, Jesus sei von Judäa nach Galiläa gekommen, ging er zu ihm und bat ihn herabzukommen und seinem Sohn zu helfen; denn er lag im Sterben. Jesus sprach zu ihm: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.“ Der königliche Beamte bat: „Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.“ Jesus erwiderte ihm: „Geh hin, dein Sohn lebt.“ Der Mann glaubte dem Worte, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und ging. Aber schon unterwegs kamen ihm seine Knechte entgegen und meldeten, sein Sohn sei am Leben. Er erkundigte sich bei ihnen nach der Stunde, in der es mit ihm besser geworden sei. Sie sagten ihm: „Gestern um die siebte Stunde verließ ihn das Fieber.“ Da erkannte der Vater, dass es die Stunde war, in der Jesus ihm gesagt hatte: „Dein Sohn lebt.“ Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Hause. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor dem Großen. Homilie 28 über die Evangelien. Die Lesung des heiligen Evangeliums, die ihr eben gehört habt, Brüder, bedarf einer Erklärung nicht; aber damit es nicht scheint, daß wir sie stillschweigend übergangen haben, wollen wir mehr ermahnend als erklärend über sie einiges sagen. Das aber, sehe ich, muß ich bezüglich einer Erklärung allein untersuchen, weshalb derjenige, der gekommen war, um für seinen Sohn die Gesundung zu erflehen, die Worte hörte: „Wenn ihr nicht staunenswerte Dinge und Wunder seht, glaubt ihr nicht.“ Wenn er nämlich um die Heilung für den Sohn bat, so hatte er doch zweifellos Glauben; denn er würde doch denjenigen nicht um Heilung bitten, den er nicht als den Heiland ansah. Warum also wird demjenigen, der Glauben hat, ehe er staunenswerte Dinge sah, gesagt: „Wenn ihr nicht staunenswerte Dinge und Wunder seht, glaubt ihr nicht.“? V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Dich, o Herr, bitten wir, Du wollest Dich durch die Buße deiner Glaubigen besänftigen lassen; verleih ihnen Verzeihung der Sünden und den Frieden, damit sie von allen Sünden gereinigt, Dir mit ruhigem Herzen dienen! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 19. Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des neunzehnten Sonntags nach Pfingsten Mt 22, 1 – 14 Jesus fuhr fort, in Gleichnissen zu ihnen zu reden. Er sprach: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Könige, der seinem Sohne Hochzeit hielt. Er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen. Doch sie wollten nicht kommen. Er sandte nochmals andere Knechte aus mit dem Auftrag: Sagt den Geladenen: Seht ich habe mein Mahl bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh geschlachtet, und alles steht bereit; kommt zur Hochzeit! Allein sie achteten nicht darauf und gingen fort, der eine auf sein Landgut, der andere zu seinem Geschäfte; die übrigen aber fielen über seine Knechte her, mißhandelten sie, ja schlugen sie tot. Da ward der König zornig. Er sandte seine Truppen aus, ließ die Mörder umbringen und ihre Stadt in Brand stecken. Dann sprach er zu seinen Knechten: Das Hochzeitsmahl ist zwar bereitet, doch die Geladenen waren seiner nicht wert. So geht denn hinaus an die Straßenausgänge und ladet zur Hochzeit, wen ihr nur findet. Die Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle herbei, die sie fanden, Gute und Böse. So füllte sich der Hochzeitssaal mit Gästen. Da trat der König ein, um sich die Gäste anzusehen. Sein Blick fiel auf einen, der kein hochzeitliches Gewand trug. Er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen ohne hochzeitliches Gewand? Der aber schwieg. Da gebot der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werfet ihn hinaus in die Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor dem Großen. 38. über die Evangelien. Ich erinnere mich, schon gesagt zu haben, daß meistens im heiligen Evangelium als himmlisches Reich die gegenwärtige Kirche bezeichnet wird; die Gemeinschaft der Rechtschaffenen nämlich heißt himmlisches Reich. Weil nämlich der Herr durch den Propheten sagt: „Der Himmel ist mein Thron“ Jes. 66,1. Und Salomon sagt: „Die Seele des Rechtschaffenen ist der Thron der Weisheit“, und auch der heilige Paulus Christus die Kraft Gottes und die Weisheit Gottes nenne 1 Cor. i. 24, können wir leicht daraus die Folgerung ziehen, daß, wenn Gott die Weisheit, die Seele des Rechtschaffenen aber der Thron der Weisheit ist, insofern als der Himmel Thron Gottes genannt wird, als Himmel die Seele des Rechtschaffenen gilt. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Allmächtiger Gott, wende alles, was unserer Heiligung entgegen ist, gnädig von uns ab, damit wir das, was Dich angeht, sowohl der Seele, als dem Leibe nach mit freiem Geiste erfüllen! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 18. Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des achtzehnten Sonntags nach Pfingsten Mt 9, 1 – 8 Jesus stieg in ein Boot, fuhr hinüber (über den See Genezareth) und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachte man ihm einen Gelähmten, der auf einem Bette lag. Als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: „Steh auf, nimm dein Bett und geh nach Hause.“ Und jener stand auf und ging nach Hause. Bei diesem Anblick gerieten die Volksscharen in Furcht und priesen Gott, der den Menschen solche Macht gegeben. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Petrus Chrysologus, Erzbischof von Ravenna. Predigt 50. Daß Christus in den menschlichen Handlungen göttliche Erhabenheit zeigte und in sichtbaren Dingen unsichtbare Tätigkeit übte, zeigt die heutige Lesung. „Er stieg“, heißt es, „in ein Schifflein, fuhr über das Meer und kam in die Stadt, die als sein Wohnort galt.“ Ist das nicht der, der die Fluten entfernt und die Tiefen des Meeres bloßgelegt hat, damit das Volk Israel zwischen den stutzig gewordenen Wassermassen trockenen Fußes wie durch Bergschluchten hindurchgehen konnte? Ist das nicht der, der für die Füße des Petrus die Meeresstrudel umänderte, damit der Wasserweg den menschlichen Schritten einen Dienst als fester Boden erweise? V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Wir bitten Dich, o Herr! Du wollest unsere Herzen durch die Mitwirkung deiner Gnade leiten, weil wir Dir ohne Dich nicht gefallen können. Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Siebzehnter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des siebzehnten Sonntags nach Pfingsten Mt 22, 34 – 46 Als die Pharisäer erfuhren, daß er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht habe, kamen sie zusammen. Und einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: „Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetze?“ Er antwortete ihm: „Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seeele und mit deinem ganzen Gemüte. Das ist das größte und erste Gebot. Das zweite ist diesem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ Als dann die Pharisäer beisammen waren, richtete Jesus an sie die Frage: „Was haltet ihr von Christus? Wessen Sohn ist er?“ Sie antworteten ihm: „Davids Sohn.“ Da sprach er zu ihnen: „Wie nennt ihn dann David im Geiste Herr, da er sagt: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache (Ps. 109, 1)? Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er dann sein Sohn?“ Darauf konnte ihm niemand Antwort geben. Und von dem Tage wagte niemand mehr, ihm eine Frage vorzulegen. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Johannes Chrysostomus. Nachdem die Saddzuäer beschämt worden waren, treten wieder Pharisäer heran; und wo es richtiger gewesen wäre, ruhig zu bleiben, wollten sie einen Streit beginnen; und sie schicken einen, der sich als Gesetzeskundiger ausgab, vor, nicht in der Absicht, etwas zu lernen, sondern ihn auf die Probe zu stellen; und sie fragen also, welches das vornehmste Gebot im Bundesgesetze sei. Denn da das vornehmste das ist: Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben, waren sie der Meinung, daß er ihnen Anhaltspunkte herbeibringen würde zur Verbesserung dieses Gebotes durch irgend einen Zusatz, weil er sich als Gott ausgab, und stellen eine solche Frage. Was tut also Christus? Um zu zeigen, daß sie deshalb so weit vorgegangen seien, weil in ihnen nichs von der Liebe sei, sondern wei sie von neidischer Eifersucht verzehrt würden, sagt er: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben; das ist das erste und größte Gebot. Das zweite aber ist diesem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‟ V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Wir bitten Dich, o Herr! verleih, das dein Volk allen Ansteckungen des Satans entkomme und Dir als dem einzigen Gott mit reinem Herzen zugethan sey! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Sechzehnter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des sechzehnten Sonntags nach Pfingsten Lk 14, 1 – 11 Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines vornehmen Pharisäers ging, um zu speisen, gaben sie genau auf ihn acht. Und siehe, vor ihm war ein Mann, der die Wassersucht hatte. Jesus fragte die Gesetzeslehrer und Pharisäer: „Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen oder nicht?“ Sie schwiegen. Da faßte er ihn an, heilte ihn und hieß ihn von dannen gehen. Dann sprach er zu ihnen: „Einem von euch fällt sein Sohn oder Ochs in eine Grube. Zieht er ihn nicht sofort heraus, auch an einem Sabbat?“ Darauf konnten sie ihm nichts erwidern. Da er bemerkte, wie die Geladenen die ersten Plätze auswählten, trug er ihnen folgendes Gleichnis vor: „Wenn du zu einer Hochzeit geladen bist, so setze dich nicht an den ersten Platz. Es könnte ein Vornehmerer als du geladen sein, und dein und sein Gastgeber könnten kommen und zu dir sagen: „Mach diesem Platz.“ Dann müsstest du beschämt den letzten Platz einnehmen. Wenn du geladen bist, so geh und setz dich lieber an den letzten Platz. Dann mag dein Gastgeber kommen und zu dir sagen: Freund, rücke höher hinauf! Das wird dir zur Ehre gereichen vor allen, die mit dir zu Tische sitzen; denn jeder, der sich erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich erniedrigt, wird erhöht werden.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom Heiligen Bischof Ambrosius Buch 7 über Lukas 14. Es wird ein Wassersüchtiger geheilt, in dem der zu reichlich aus dem Leibe fließende Stoff die Tätigkeit der Seele erschwerte, das Glühen des Geistes zum Erlöschen brachte. Daraufhin wird gelehrt, daß man demütig sein soll, indem bei jenem Hochzeitsmahl von dem Streben nach einem höheren Platze abgeraten wird; doch in sanftmütiger Weise,  damit die Überzeugung von der freundlichen Absicht eine Härte in der Zurechtweisung als ausgeschlossen ansähe, die Art und Weise selbst zum Wecken der Überzeugung beitrüge und die Zurechtweisung die Gesinnnung umwaldelte. Dieser Belehrung wird gleichsam wie auf der nächsten Schwelle die Mahnung zur Menschenfreundlichkeit angefügt; diese wird aber nach der Erklärung, die der Herr in seinem Ausspruche gibt, als solche hervorgehoben, wenn sie gegen Arme und Gebrechliche geübt wird; denn gastrfreundlich zu sein gegen solche, die diese belohnen sollen, ist eine Habsuchtsgesinnung. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Wir bitten Dich, o Herr! daß deine Gnade uns immer zuvorkomme und begleite, damit wir nie aufhören, Gutes zu wünschen und zu thun! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Fünfzehnter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des fünfzehnten Sonntags nach Pfingsten Lk 7, 11 – 16 Darauf ging Jesus in eine Stadt mit Namen Naim. Viele seiner Jünger und zahlreiches Volk zog mit ihm. Als er in die Nähe des Stadtores kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, den einzigen Sohn seiner Mutter, und diese war Witwe. Viel Volk aus der Stadt ging mit ihr. Als der Herr sie sah, ward er von Mitleid mit ihr ergriffen und sprach zu ihr: „Weine nicht!“ Dann trat er hinzu und rührte die Bahre an. Die Träger blieben stehen. Und er sprach: „Jüngling, ich sage dir, steh auf!“ Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen. Und er gab ihn seiner Mutter. Furcht ergriff alle. Sie priesen Gott und sagten: „Ein großer Prophet ist unter uns aufgestanden; Gott hat sein Volk heimgesucht. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustin. Pred. 44 über die Worte des Herrn Über die Auferweckung jenes Jünglings freute sich die verwitwete Mutter; über die geistiger Weise täglich zum Leben erweckten Menschen freut sich die Mutter Kirche. Jener war leiblich gestorben, diese sind es der Seele nach. Bei jenem wurde der sichtbare Tod sichtbar beweint; bei diese wurde der unsichtbare Tod gar nicht beachtet und gar nicht gesehen. Jener hat darauf geachtet, der die Toten kannte. Jener allein kannte die Toten, der die Macht hatte, sie lebendig zu machen. Wenn er nämlich nicht zur Auferweckung der Toten gekommen wäre, würde der Apostel nicht sagen: „Steh auf, du Schläfer, und erhebe dich vom Tode, auf dass dich Christus umstrahle.“ V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Herr! reinige deine Kirche, und schütze sie durch deine fortdauernde Erbarmung! und weil sie ohne Dich nicht bestehen kann, so laß sie stets unter deinem Schutze regieret werden! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 14. Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des vierzehnten Sonntags nach Pfingsten Mt 6, 24 – 33 Niemand kan zwei Herren dienen. Entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. So sage ich euch denn, seid nicht ängstlich besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist denn das Leben nicht mehr als die Nahrung und der Leib nicht mehr als die Kleidung? Betrachtet die Vögel des Himmels! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen: euer himmlicher Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr als sie? Wer von euch kann mit seinen Sorgen seinem Leben auch nur eine Elle zusetzen? Und was seid ihr so ängstlich besorgt um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes! Wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht und spinnen nicht; und doch sage ich euch, selbst Salomon in all seiner Pracht war nicht so gekleidet wie eine einzige von ihnen. Wenn nun Gott das Gras, das heute auf dem Felde steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wieviel mehr euch Kleinmütige! Seid also nicht ängstlich besorgt und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Womit sollen wir uns bekleiden? Um all das sorgen sich die Heiden. Euer himmlischer Vater weiß ja, daß ihr dies alles nötig habt. Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugegeben werden. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustin. Buch 2 über die Bergpredigt, Kap. 14. „Niemand kann zwei zu Herren haben.“ Auf dieselbe Absicht ist auch das zu beziehen, was er im folgenden erklärt: „Denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich dem einen fügen und den anderen gar nicht beachten.“ Diese Worte sind genau zu beachten; denn wer die zwei Herren sind, zeigt er gleich darauf, wenn er sagt: „Ihr könnt nicht Gott zum Herrn haben und den Mammon.“ Mammon soll bei den Hebräern der große Besitz genannt werden; dazu passt auch das phönizische Wort: denn Gewinn wird im Phönizischen Mammon genannt. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Wir bitten Dich, o Herr, sey stets ein gnädiger Beschützer deiner Kirche! und weil ohne deine Hilfe der schwache Sterbliche fällt, so zieh ihn durch deinen Beistand von dem zurück, was ihm schädlich ist, und führe ihn zu dem hin, was ihm heilsam ist! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Dreizehnter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des dreizehnten Sonntags nach Pfingsten Lk 17, 11 – 19 Auf der Reise nach Jerusalem zog er zwischen Samaria und Galiläa hin. Als er in einen Flecken hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben von Ferne stehen und riefen laut: „Jesus, Meister, erbarme dich unser!“ Als er sie sah, sprach er zu ihnen: „Geht hin und zeigt euch den Priestern!“ Während sie hingingen, wurden sie rein. Aber nur einer von ihnen kam zurück, als er sich geheilt sah, und lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor ihm nieder auf sein Angesicht und dankte ihm. Und der war ein Samariter. Da sprach Jesus: „Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind denn die neun? Hat sich sonst keiner gefunden, der zurückkäme und Gott die Ehre gäbe, als dieser Fremdling?“ Und er sprach zu diesem: „Steh auf und geh! Dein Glaube hat dich gesund gemacht.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustin. Buch 2 über Fragen aus dem Evang. Betreffs der zehn Aussätzigen, die der Herr dadurch rein machte, dass er sagte „Geht und zeigt euch den Priestern“, kann man fragen, weshalb er sie zu den Priestern sandte, damit sie auf dem Wege rein würden. Es wird nämlich bei keinem von solchen, denen er leibliche Wohltaten spendete, betont, dass er ihn zu den Priestern gesandt habe, mit Ausnahme der Aussätzigen. Denn auch jenen hatte er vom Aussatz gereinigt, dem er sagte „Geh, zeig dich den Priestern und bring für dich das von Moses vorgeschriebene Opfer, um dich bei ihnen auszuweisen.“ Man muss deshalb fragen, was der Aussatz selbst zu bedeuten habe; denn nicht Geheilte, sondern Gereinigte werden diejenigen genannt, die von ihm frei wurden. Er gilt also als ein Gebrechen an der Hautfarbe, nicht an deren Gesundheitszustand oder an der Unversehrtheit der Sinne oder Glieder. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Allmächtiger Gott, vermehre in uns den Glauben, die Hoffnung und Liebe, und damit wir deiner Verheißungen theilhaftig werden, so laß uns deine Gebote von Herzen lieben! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage 1 – Mariae Himmelfahrt

Evangelium des Festes Mariä Himmelfahrt Lk 1, 41 – 50 Sobald Elisabeth den Gruß Marias vernahm, frohlockte das Kind in ihrem Schoße. Elisabeth wurde vom Heiligen Geiste erfüllt und rief mit lauter Stimme: „Du bist gebendeit unter den Weibern, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes! Woher wird mir die Gnade, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, sobald dein Gruß an mein Ohr drang, frohlockte das Kind vor Freude in meinem Schoße. Selig, die geglaubt hat, daß in Erfüllung gehen wird, was ihr vom Herrn gesagt ward.“ Da sprach Maria: „Hochpreiset den Herrn meine Seele, und mein Geist frohlockt in Gott, meinem Heil. Denn er hat in Gnaden herabgeschaut auf seine niedrige Magd. Seht, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter. Denn Großes hat an mir getan, der mächtig und dessen Name heilig ist. Sein Erbarmen waltet von Geschlecht zu Geschlecht über denen, die ihn fürchten.“ Predigt vom Hl. Johannes von Damaskus Orátio 2 de Dormit. B. M. V., post init. Heute läßt sich die heilige und beseelte Bundeslade des lebendigen Gottes, die in ihrem Schoße ihren Schöpfer empfangen hat, im Tempel des Herrn nieder, der nicht von irgendwelchen Händen aufgebaut ist; und ihr Vater David jubelt und mit ihm führen die Engel Reigen auf und es feiern sie die Erzengel, es rühmen sie die Mächte, es hüpfen die Fürsten, die Kräfte gesellen sich zur Freude, es jubeln die Herrschaften, die Throne feiern ein Fest, die Cherubim loben sie, die Seraphim künden ihre Herrlichkeit. Heute nimmt der Adam des neuen Eden den belebten Lustgarten zu sich, in dem die Verdammnis weggenommen ist, in dem der Baum des Lebens gepflanzt ist, in dem unsere Nacktheit umhüllt worden ist. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Verzeihe, o Herr! wir flehen, die Fehler deiner Diener, auf daß wir, die wir durch unsere Thaten, dir nicht gefallen können, gerettet werden durch die Fürbitte der Mutter deines Sohnes, unsers Herrn! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Zwölfter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des zwölften Sonntags nach Pfingsten Lk 10, 23 – 37 (Nachdem Jesus gebetet hatte) wandte er sich an seine Jünger besonders und sprach: „Selig die Augen, die sehen, was ihr seht! Denn ich sage euch, viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und sahen es nicht, wollten hören, was ihr hört, und hörten es nicht.“ Und siehe, ein Gesetzeslehrer erhob sich, um ihn auf die Probe zu stellen. Er fragte: „Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erlangen?“ Er sprach zu ihm: „Was steht im Gesetze geschrieben? Wie liest du?“ Jener antwortete: „Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit allen deinen Kräften und mit deinem ganzen Gemüte und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Er sprach zu ihm: „Du hast recht geantwortet. Du das, wo wirst du das Leben haben.“ Jener aber wollte sich rechtfertigen und fragte Jesus: „Wer ist denn mein Nächster?“ Da nahm Jesus das Wort und sprach: „Ein Mann ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber. Diese plünderten ihn aus, schlugen ihn wund ließen ihn halbtot liegen und gingen davon. Zufällig zog ein Priester denselben Weg hinab. Er sah ihn und ging vorüber. Ebenso kam auch ein Levit dorthin, sah ihn und ging vorüber. Auch ein Samariter kam auf seiner Reise in seine Nähe. Als er ihn sah, ward er von Mitleid gerührt. Er trat zu ihm hin, goß Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Lasttier, brachte ihn in eine Herberge und sorgte für ihn. Am andern Tage zog er zwei Denare heraus und gab sie dem Write mit den Worten: Sorge für ihn; was du noch darüber aufwendest, werde ich dir bezahlen, wenn ich zurückkomme. Wer von den dreien hat wohl als Nächster gehandelt an dem, der unter die Räuber gefallen war?“ Jener antwortete: „Der ihm Barmherzigkeit erwiesen hat.“ Und Jesus sprach zu ihm: „Geh hin und tu desgleichen!“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Priester Beda dem Ehrwürdigen. Nicht die Augen der Schriftgelehrten und Pharisäer, die nur den Leib des Herrn sehen, sondern jene Augen sind selig, die seine verhüllten Schätze sehen können, von denen es heißt: „Und du hat sie den Kleinen enthüllt“. Selig sind die Augen der Kleinen, denen der Sohn in seiner Herablassung den Vater und sich enthüllt. „Abraham hüpfte auf, als er den Tag, an dem Christus sich offenbart, zu sehen bekam; und er sah ihn und hatte große Freude.“ Auch Isaias und Michäas und viele andere Propheten sahen die Herrlichkeit des Herrn, die deshalb auch Seher genannt wurden; aber alle diese, die ihn aus der Ferne schauten und grüßten, sahen ihn durch einen Schleier und in einem Rätsel. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Barmherziger Gott, durch dessen Gnade deine Gläubigen Dir würdig und wohlgefällig dienen; wir bitten Dich, verleih, daß wir nach deinen Verheissungen eifrig streben und die aufstossenden Hindernisse überwinden! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Elfter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des elften Sonntags nach Pfingsten Mk 7, 31 – 37 Jesus zog aus dem Gebiete von Tyrus wieder weg und kam über Sidon an den Galiläischen See, mitten durch das Gebiet der Dekapolis. Da brachte man einen Taubstummen zu ihm und bat, ihm die Hand aufzulegen. Er nahm in vom Volke abseits, legte ihm seine Finger in die Ohren und berührte sein Zunge mit Speichel. Dann blickte er seufzend zum Himmel auf und sprach zu ihm: „Effetha“, das heißt: „Tu dich auf!“ Sogleich öffneten sich seine Ohren, und das Band seiner Zunge löste sich, und er konnte richtig sprechen. Er verbot ihnen aber, irgend jemand eitwas davon zu sagen. Doch je strenger er es ihnen verbot, desto eifriger erzählten sie es. Aus höchste erstaunt, sagten sie: „Er macht alles aut: Die Tauben macht er hören und die Stummen reden.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor. Was ist der Grund, dass Gott, der Schöpfer des Alls, als er einen Taubstummen heilen, wollten, in dessen Ohre seine Finger hineinlegte und mit Speichel seine Zunge berührte? Was wird durch die Finger des Heilands anders bezeichnet als die Gaben des Heiligen Geistes? Deshalb sagt er, als er bei einer anderen Gelegenheit einen Teufel ausgetrieben hatte: „Wenn ich durch den Finger Gottes die Teufel austreibe, dann ist ja wahrhaftig zu euch das Gottesreich gekommen.“ Über diesen Vorgang hat der Herr nach Aufzeichnung eines anderen Evangelisten gesagt: „Wenn ich im Geiste Gottes die Teufel austreibe, ist also unter euch das Gottesreich gekommen“. Aus diesen beiden Stellen erkennt man, dass als Finger der Geist bezeichnet wird. Die Finger also in das Ohr hineinlegen, heißt: die die Gaben des heiligen Geistes den Sinn des Tauben zum Gehorchen wecken. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Allmächtiger ewiger Gott! der Du mit deiner Güte Fülle der Bittenden Verdienste und Wünsche übertriffst: gieße aus über uns deine Barmherzigkeit, um uns nachzulassen, was unser Gewissen fürchtet, und zu ertheilen, was wir zu begehren uns nicht getrauen! Amen....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Zehnter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des zehnten Sonntags nach Pfingsten Lk 18, 9 – 14 Zu einigen, die sich für gerecht hielten und die andern verachteten, sprach Jesus folgendes Gleichnis: „Zwei Menschen gingen in den Tempel um zu beten. Der eine war ein Parisäer, der andere ein Zöllner. Der Parisäer stellte sich hin und betete bei sich: Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen, wie die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder wie der Zöllner da. Ich faste zweimal in der Woche, und gebe den Zehnten von allem, was ich besitze. Der Zöllner aber blieb von ferne stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug an sene Brust und betete: Gott sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch, dieser ging gerechtfertigt nach Hause, jener nicht. Denn wer sich erhöht, wird erniedrigt, wer sich erniedrigt, wird erhöht werden.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustin: Wenn doch der Pharisäer wenigstens sagen wollte: Ich bin nicht wie viele Menschen. Was heißt das: „Die übrigen Menschen“ anders als alle mit der Ausnahme von ihm selbst? Ich, sagt er, bin ein Rechtschaffener, die übrigen sind Sünder. „Ich bin nicht wie die übrigen Menschen, die Ungerechten, die Räuber, die Eheschänder.“ Und man kann’s sehen: von dem in der Nähe anwesenden Zöllner kommt die Veranlassung zu noch weiterer Überhebung. „So wie“, sagt er, „dieser Zöllner dort.“ Ich, sagt er, bin allein; er ist von den übrigen. Ich bin nicht so, sagt er, wie dieser, auf Grund meines gerechten Handelns, demgemäß ich kein Sünder bin. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott! der Du deine Allmacht am herrlichsten dadurch offenbarst, daß Du der Sünder schonest, und gegen sie barmherzig bist: laß uns deine Barmherzigkeit immer mehr zufließen, damit wir dem, was Du uns versprochen hast, stets eifrig nachstreben und der himmlischen Güter durch Deine Hilfe theilhaftig werden! Amen....

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