Tradition und Glauben

Leserfrage: „Leben die Piuspriester in Todsünde?“ – Antwort: „Ja!“

Dem hartnäckigen Jammern eines Lesers, der keinen Kaffee, sondern eine Kanonische Expertise gratis möchte, verdanken wir diesen Beitrag von 13 Seiten, welcher sicherlich noch geordnet und ausgearbeitet werden wird. Aber pericula in mora! Wohl bekomm’s.  Kurze Antwort: Die Priester der Piusbruderschaft leben in einer Todsünde, weil das Verbleiben in kanonischer Irregularität für einen Priester eine Todsünde darstellt. Zum kirchenrechtlichen Status der FSSPX Zu der kirchenrechtlichen Bestimmung der Piusbruderschaft lässt sich so viel sagen, dass FSSPX kanonisch irregulär ist. Bevor wir gleich diese Fachbegriffe erläutern werden, rufen wir diejenigen Entscheidungen Roms zur FSSPX auf, welche zur Beantwortung der folgenden Fragen nützlich sind: Welchen kirchenrechtlichen Status hat die FSSPX? Darf man zu den Messen der FSSPX gehen? Darf man Sakramente von den Priestern der FSSPX empfangen? Sind die Beichten der Piuspriester und ihre Segnungen der Ehen gültig? Wie wir sehen werden, sind die Entscheidungen Roms zur FSSPX in den Jahren 1970 bis 2017 mehr als widersprüchlich und geben wohl den Zustand der Beziehungen Rom-Piusbruderschaft wieder. Nichtsdestotrotz stimmen alle Entscheidungen darin überein, dass die Piusbruderschaft kanonisch irregulär ist. Die Entscheidungen zum kanonischen Status der Piusbruderschaft referieren wird nach der englischen und polnischen Wikipedia (Letztere mit Autotranslator gut lesbar), denn in der deutschsprachigen Wikipedia hat sich noch niemand die Mühe gemacht all diese Informationen  zusammenzutragen. Die Wikipedia-Informationen ergänzen wird um eigene Quellen, die mit Scans bebildert werden, damit auch wirklich über jeden Zweifel hinaus bewiesen werden kann, dass die Piusbruderschaft bis dato kanonisch irregulär ist.

Weiterlesen

Eine ernsthafte Erwiderung auf den Leserbrief der Monats

Nach der witzig-polemischen Antwort auf den gestrigen „Lesebrief“ des Monats wollen wir uns seiner meritorisch annehmen. War es denn richtig ihn zu veröffentlichen? Warum nicht? Man wurde um keine Diskretion gebeten und dort stehen auch keine persönlichen Bekenntnisse, die vertraulich behandelt werden sollten. Jemand schreibt etwas „von der Leber weg“ in einem recht ultimativ-belehrenden Ton, doch in einem hat er recht: Kurz formulierte Pauschalurteile und Informationen führen in der jetzigen Verwirrung zur mehr Verwirrung. Dies stimmt zwar, aber kurz formulierte Pauschalurteile sind auf einem populär-gehaltenen theologischen Blog unvermeidbar, da 99,9% unserer Leser über kein Theologiestudium verfügt, sowie sich darüber nicht im Klaren ist, dass in der Theologie, wie in der Jurisprudenz, jeder Begriff einen fest umschriebenen Begriffsrahmen besitzt. Es ist wirklich wie in der Physik: jeder Satz gleicht der Formel:...

Dieser Inhalt ist nur für Tageszugang, Zugang 7 Tage, Abo-30 Tage und Abo-1 Jahr Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren
Weiterlesen

Leserbrief des Monats – Unser Blog ist nicht katholisch

Normalerweise veröffentlichen wir ungefragt keine Leserbriefe, aber der zuletzt erhaltene ist so köstlich, dass er eine Veröffentlichung verdient. Nein, wir haben nicht nur zwei Päpste in Rom, wir haben viele kleine, große Päpste, die auffordern und die Katholizität bestimmen. Na gut, DSDZ ist auch einer von ihnen, aber ein lieber. Da bei den Beiträgen zu Pater Poulain SJ selten eine Diskussion aufkommt, so hoffen wir, dass nach diesem Leserbrief sich andere Leser zu Wort melden, ob sie das Ganze auch so sehen. DSDZ ist sich darüber bewußt, dass er manches sehr oberflächlich beantwortet, aber ausführliche Themen erfordern viel Vorbereitung, für welche manchmal die Zeit nicht ausreicht. Entweder man antwortet ungefähr oder man antwortet überhaupt gar nicht. Wir wünschen allen eine unaufgebrachte Lektüre. Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte Ihnen gerne schreiben. Ich denke, daß es Ihnen bewusst ist, daß Sie mit Ihrem Blog eine große Verantwortung tragen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß gerade viele Frauen verunsichert sind und sich nicht trauen auch den „traditionellen“ Seelsorger auf Probleme und Zweifel anzusprechen. Denn viele Katholiken, die bei Ihnen lesen, können anonym die Fragen stellen, die sie beschäftigen. Doch sind einige Ihrer Leser wahrscheinlich theologisch nicht so gebildet. So können diese die Qualität Ihrer Antworten nicht richtig einschätzen. Nehmen wir den Artikel „Eine Einführung zu Peter Kwasniewskis ,Desensibilisierung der Eucharistie’ oder Ist da noch Jesus drin?“ vom 16. April 2018: Wer ist dieser Kwasniewski? Die Antwort liefern Sie im Text. „Nein, er lebt im Gnadenstand, ist niemals unwürdig zur Kommunion gegangen und bemüht sich um die Gewinnung der Tugend. Aber an die letzten ausschließlich „echten“, falls man dieses Wort hier einführen darf, Kommunionen kann er sich im Jahre 2013 in der Abtei Fontgombault erinnern. Seitdem ist es immer vereinzelt. Er kann sich aber an sehr eindrucksvolle Kommunionen während seiner Kindheit in...

Dieser Inhalt ist nur für Tageszugang, Zugang 7 Tage, Abo-30 Tage und Abo-1 Jahr Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren
Weiterlesen

Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (22) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (12) Gebet der Einfachheit und Beschauung (viii). Tipps für das Gebet der Einfachheit.

Pater Poulain schreibt zu recht: „Manchmal weiß der Pönitent nicht zu erklären, worin eigentlich sein inneres Gebet besteht“. Wir haben es also mit einer recht exotischen Situation zu tun, in welcher folgende Elemente vorkommen: a. ein Pönitent erzählt über sein inneres Gebet und nicht über seine Sünden, b. ein Priester hört zu, da er c. aufgrund seines eigenen Gebetslebens d. die Gebetsentwicklung des Pönitenten einstufen und leiten kann....

Dieser Inhalt ist nur für Tageszugang, Zugang 7 Tage, Abo-30 Tage und Abo-1 Jahr Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren
Weiterlesen
error: Content is protected !!