Kieran Tapsell, Das Kirchenrecht über den sexuellen Kindesmissbrauch im Wandel der Zeit (12 von 13).

Das Disziplinarsystem der Kirche Die vom Kirchenrecht auferlegten Geheimhaltungspflichten [das sog. „päpstliche Geheimnis“], die seit 1922 galten, dürften gar nicht so schädlich gewesen sein, wenn die Kirche, um diese [Missbrauchs-]Priester loszuwerden, ein vernünftiges Disziplinarwesen gehabt …

Kieran Tapsell, Das Kirchenrecht über den sexuellen Kindesmissbrauch im Wandel der Zeit (10 von 13). Änderungen nach 1983.

Nach 1983 und dem neuen Kodex des Kirchenrechts wurde die Anzahl der Sachen, die geheim gehalten werden mussten, das sie unter das päpstliche Geheimnis fielen noch weiter ausgeweitet. Denn proportional zu dem Ansteigen der Fälle …

Kieran Tapsell, Das Kirchenrecht über den sexuellen Kindesmissbrauch im Wandel der Zeit (10 von 13). Das päpstliche Geheimnis

Was erfahren wir diese Woche? Parallel zum Anstieg der Missbrauchsfälle, was ja kommen musste, weil man nicht bestrafte, wurde das päpstliche Geheimnis, das unter Exkommunikation das Reden oder Erwähnen des Kindesmissbrauchs durch Geistliche verbot, immer …

Kieran Tapsell, Das Kirchenrecht über den sexuellen Kindesmissbrauch im Wandel der Zeit (9 von 13). Antiklerikalismus und Radio

Es bedarf sicherlich einer eingehenden Untersuchung der europäischen Gesetzgebung im XIX Jhdt. um die These Tapsells vom Aufstieg des Antiklerikalismus zu verifizieren oder zu falsifizieren. Mit anderen Worten: Stimmt es wirklich, dass die staatliche Gesetzgebung …

Kieran Tapsell, Das Kirchenrecht über den sexuellen Kindesmissbrauch im Wandel der Zeit (8 von 13). Priester und Konkordate

Es ist einigermaßen schockierend zu erfahren, dass in vielen Konkordaten des XX. Jhds für Geistliche geringere Strafen bei Regierungskriminalität als für Laien vorgesehen sind. Damals konnten Priester noch politisch tätig werden und ließen sie sich …

Kieran Tapsell, Das Kirchenrecht über den sexuellen Kindesmissbrauch im Wandel der Zeit (7 von 13). Crimen Sollicitationis 1922

Es wird hart werden, denn wir werden Dinge erfahren, die wirklich erschütternd sind und jeden Katholiken an seiner Kirche zweifeln lassen. Welche Dinge? Nein, nicht, dass Menschen schwer sündigen und andere diese Missetaten decken, sondern, …

Kieran Tapsell, Das Kirchenrecht über den sexuellen Kindesmissbrauch im Wandel der Zeit (6 von 13). Der Kodex von 1917.

Wo liegt der Hund begraben? Im Kodex von 1917, in dem keine Übergabe an Zivilbehörden bei Sexualdelikten vorgesehen ist. Die Laisierung ist nur „in schwerwiegenden Fällen vorgesehen“ (Kan. 2359 § 2), praktisch also nie. Aber …

Kieran Tapsell, Das Kirchenrecht über den sexuellen Kindesmissbrauch im Wandel der Zeit (5 von 13). Der kulturelle Wandel im XIX. Jhdt.

Wann begann das Mauscheln und das Unter-den-Teppich-Kehren? Lange vor dem Konzil und sogar dem Ersten Vatikanischen Konzil (1870), nämlich im Jahre 1842. Diese Gesetzgebung handelte vom rein kirchlichen Vergehen, gleichsam von einem Amtsdelikt. Es geht …

Kieran Tapsell, Das Kirchenrecht über den sexuellen Kindesmissbrauch im Wandel der Zeit (4 von 13). Entwicklung vom XII. bis ins XVIII. Jahrhundert.

Wenn man die unten angegebenen Fälle und Bestimmungen liest, dann weiß man, dass es früher auch alles gegeben hat. Mönche, die miteinander sich der Sodomie ergaben, Kanoniker, die Chorknaben vergewaltigten oder Priester, die sich Stricher …

Kieran Tapsell, Das Kirchenrecht über den sexuellen Kindesmissbrauch im Wandel der Zeit (3 von 13). Entwicklung des Kirchenrechts im XI. und XII. Jhdt.

„Hat es schon früher diesen Schweinkram gegeben“? Ja, es hat schon immer alles gegeben, den sexuellen Missbrauch durch Geistliche auch. Aber auch eine drakonische Bestrafung bis zur Todesstrafe hin. Interessant ist auch die direkte Übernahme …