Tradition und Glauben

Der Wille Gottes Teil 3

II. Man muss mit dem Willen Gottes übereinstimmen, sowohl im Guten als auch im Schlechten Beispiele der Heiligen   Und um dies zu erreichen, müssen wir die Hilfe unserer heiligen Patrone, unserer Schutzengel und vor allem die Hilfe der Gottesmutter anflehen; denn sie war die vollkommenste unter allen Heiligen und zwar aus dem Grunde, weil sie immer und mit einer unvergleichlichen Vollkommenheit den Willen Gottes umfaßt hat. Die Schwierigkeit liegt darin, daß man in allen Schwierigkeiten den Willen Gottes gut annimmt, ob diese Ereignisse unseren natürlichen Wünschen entsprechen oder ob sie ihnen entgegengesetzt sind. In den glücklichen Ereignissen können es selbst Sünder fertigbringen, keinen anderen Willen zu haben als den Willen Gottes. Die Heiligen aber bringen dies fertig (keinen anderen Willen zu haben als den Willen Gottes) gleichermaßen auch in jenen Dingen, die sich uns widersetzen und unserer Eigenliebe mißfallen. Und gerade darin kann man die Vollkommenheit unserer Liebe zu Gott erkennen. Gemäß einem Wort des sel. Johannes von Avila „hat ein einziges ,Gott sei gepriesen‘, in Widerwärtigkeiten ausgesprochen, mehr Wert als tausend Danksagungen in den Stunden, wo uns alles gelingt.“ Übrigens müssen wir unseren Willen mit dem göttlichen Willen nicht nur in den Widerwärtigkeiten vereinen, die uns direkt von Gott her kommen, wie z.B. Krankheiten, geistliche Trostlosigkeit, Armut, Trauerfälle und andere ähnliche Dinge; sondern auch in den Übeln, die uns von den Menschen her zukommen wie z. B. Verachtung, Verleumdung, Ungerechtigkeiten, Diebstahl und schlechtes Vorgehen aller Art. Hierbei muß man verstehen, daß Gott nicht die Sünde dessen will, der unserem Ruf schadet, unserer Ehre, unseren Gütern; Gott will aber unsere Verdemütigung, unsere Armut, unsere Abtötung. Es ist gewiß, daß alles, was in der Welt geschieht, nur geschieht durch den Willen Gottes (= der Zulassung Gottes). „Ich bin der Herr, Ich forme das Licht und Ich schaffe die Finsternis; Ich bringe den Frieden und schaffe die Übel“ (Is 45, 6 7). Von Gott kommt alles Gute und kommen alle Übel; die Übel, d. h. die Dinge, die uns widerwärtig sind, und die wir Übel nennen — aber zu Unrecht — denn in Wirklichkeit sind es für uns Güter, wenn wir sie aus der Hand Gottes annehmen. „Gibt es ein Übel in der Stadt, ohne daß der Herr es hervorgebracht?“ fragt der Prophet Amos. Und der Weise hat es schon vor ihm gesagt: „Die Güter und die Übel, das Leben und der Tod kommen von Gott“ (Weish 11, 14). Es ist wahr, wie ich es schon gesagt habe, daß, wenn ein Mensch uns ungerecht angreift, Gott nicht die Sünde will, die dieser begeht, und daß Gott Seine Mithilfe nicht zur Bosheit Seines Willens leiht. Aber Gott wirkt mit durch Seine allgemeine Mitwirkung an der materiellen Handlung dessen, der euch schlägt, euch bestiehlt, euch Unrecht tut; und dabei ist dies gewiß so, daß Er will, daß ihr Unrecht erleidet und daß Seine Hand es euch schickt. So erklärte der Herr David, daß Er (materiell) der Urheber der Beleidigungen war, mit denen Absalom ihn beleidigen wollte — dieser ging sogar so weit, sein Haus unter seinen Augen zu entehren — und dies zur Strafe für die Sünden Davids. Ebenso kündigte Gott den Israeliten an, daß Er ihnen, zur Strafe ihrer Bosheiten, die Assyrer schicken würde, um sie auszuplündern und sie zu ruinieren: „Assur ist die Zuchtrute Meines Zornes.“ „Die Grausamkeit der Assyrer war“, gemäß...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (39). Über den göttlichen Geist (iv)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.  Der Geist Gottes zieht einen zum Guten, Wahren und Heiligen. Um aber die Einwirkungen des Geistes zu erkennen, muss man zuerst intellektuell erkennen, was gut, wahr und heilig ist. Dies bedeutet die Lehre der Kirche kennenlernen. Das große Problem beim Nachkonziliarismus oder der Novus Ordo-Religion besteht darin, dass sie wirklich inhaltsleer ist. Man weiß nicht, worum es in ihr geht und wozu sie anstiftet. Und genauso ist es bei den inhaltsleeren Privatoffenbarungen – Medjugorje. Die dauern schon über 30 Jahre doch ist es unmöglich zu sagen, worin ihre eigentliche Botschaft besteht.  Weil es keinen Inhalt gibt, so kann jeder sich etwas darunter vorstellen, um sich dort wohl zu fühlen oder „die Gemeinschaft“ zu erleben. Also Esoterik und Stadionerlebnis zugleich. Das ist aber nicht die Wirkung des göttlichen Geistes, der immer zielgerichtet ist. Er leitet nicht nur zum übernatürlichen Ziel hin, er macht es auch, dass man es erreicht, weil er den Empfänger zum Guten verändert. Er ist „lebendig und wirksam“. Wenn der Geist Gottes in uns wirkt, so verändert er uns nach und nach zum Guten, sodass wir zu Dingen fähig sind, zu denen wir früher nicht fähig waren. Denn Gott wirkt in uns das Wollen und das Vollenden....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (31) 4. Kapitel: Die verschiedenen Arten mystischer Gnaden.

Würden wir unsere Pater Poulain SJ-Reihe mit Bergsteigern vergleichen wollen, so treten wir nun in die Höhen ab 5000 m ein. Es ist noch nicht die „Todeszone“ über 7000 m, es ist aber schon über die 3000 m-Zone, welche mit dem Gebet der Ruhe anfing. Zwar werden nur sehr wenige Menschen in diese Höhen der mystischen Gnaden gelangen, aber wir wollen diese Höhen dennoch vorstellen und kommentieren aus Gründen der Vollständigkeit und der Darstellung der katholischen Lehre. Interessanterweise halten sich die meisten Katholiken mit kaum einem Gebetsleben für Experten, was die Privatoffenbarungen anbelangt, denen manche Foren, Portale und Blogs ausschließlich gewidmet sind, von den Büchern und Traktaten ganz zu schweigen. Wir können heute, im Juni 2019, klipp und klar davon ausgehen, dass es derzeit keine von Gott kommenden Privatoffenbarungen gibt. Warum? Weil: es kaum Menschen gibt, welche diese Höhen des Gebetslebens erreichen, es keine Kirchenvertreter gibt, die selbst (a) ein intensives Gebetsleben pflegen, (b) in rechtgläubigen Theologie bewandert wären und (c) die Prozesse des geistlichen Lebens so gut kennen würden, um diese Privatoffenbarungen als richtig oder falsch einschätzen zu können.  Gott schickt also keine Privatoffenbarung, weil sie niemand (i) aufnehmen oder (ii) beurteilen kann. Bergoglio haut ja eine Häresie nach der anderen raus und fast niemand reagiert, besonders kein Bischof. Wie sollen sie denn in der Lage sein die subtile Materie der Privatoffenbarungen unterscheiden zu können? Daher wird Medjugorje praktisch als „Gebetsstätte“ anerkannt, ohne dass eine Aussage über die Echtheit der immerwährenden „Gospa-Erscheinungen“ getroffen wird. Daher erhalten gerade jetzt irgendwelche hysterisch-gnostischen Traktätchen, wenigstens in Polen, ein nihil obstat.  Aber kehren wir zu Pater Poulain SJ zurück. Die mystischen Gnaden, die rein übernatürlichen Gnaden, welche die Seele in diesem hohen Zustand der Vollkommenheit empfängt, bestehen darin, dass sie: Gott selbst Geschaffene Wesen (Engel, Heilige, etc.) sieht. Es ist also eine Vorwegnahme des Himmels, wo wir ebendiese Anschauung von Gott und in Gott erhalten werden. Während aber bei echter Mystik der Punkt (1) dem Punkt (2) vorangeht oder diesen begleitet, bestehen die Privatoffenbarungen ausschließlich in Punkt (2) und zeichnen sich dadurch aus, dass die Inhalte dieser Schauungen anderen mitgeteilt werden sollen. Bei echter Mystik betreffen die Gnaden (1) und (2) die Seele selbst und zeigen ihre Intimität mit Gott. Es sind einfach Begleitumstände der Vereinigung mit Gott, welche geistlich und nicht plastisch ist, sodass diese Phänomene nach und nach abklingen, wie wir noch später lesen werden. Die Phänomene (1) und (2) kommen deswegen so spät im geistlichen Leben vor, ab ca. 5000 geistliche Höhenmeter sozusagen, weil die Seele vorher zu unrein und zu schwach ist diese Gnaden überhaupt  empfangen zu können. Und deswegen sind echten Privatoffenbarungen , im Sinne der Schauungen, die anderen mitgeteilt werden sollen, dermaßen selten, da die Stufe (2) gleich unvorbereitete Menschen trifft wie in Lourdes, in La Salette oder in Fatima. Die echten mystischen Gnaden (1) und (2) sind natürlich auch sehr selten, sie kommen aber vor. Heutzutage gibt es wirklich massenweise Engelsvisionen und andere Privatoffenbarungen, hauptsächlich im katholisch-charismatischen Milieu oder in der Esoterik, aber sie kommen alle nicht von Gott. Denn diese Menschen sind unvorbereitet und diese Mitteilungen sind entweder häretisch oder banal oder beides wie in Medjugorje. Lesen wir also Pater Poulain SJ, damit wir Bescheid wissen.   Hat es Ihnen gefallen? Damit dieser Beitrag auch für andere frei zugänglich bleibt, können Sie uns etwas spenden....

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Bäumer, Geschichte des Breviers. (8) Einleitung: § 2. Theologische Grundlage (3)

Das Breviergebet ist eine Amtshandlung, welche von denjenigen verrichtet werden soll, die dazu befähigt wurden. Die vorzügliche und ausführliche Moraltheologie von Bischof Müller fasst diese traditionelle Lehre folgendermaßen auf: Horae canonicae dicuntur collectio prectum et lectionum quae juxta Ecclesiae praescriptum recitandae sunt a personis ad id deputatis. Die kanonischen Horen nennt man eine Sammlung von Gebeten und Lesungen, welche nach der Vorschrift der Kirche von Personen rezitiert werden sollen, die dazu bestimmt wurden (deputatis).[1] Fassen wir zuerst das deputatis ins Auge. Die erste Bedeutung von de-puto ist „abschneiden, beschneiden“, die zweite „genau abschätzen, bestimmen, hingeben, als Schuld zuschreiben“.[2] Ja, der Deputierte klingt da sicherlich mit. Es ist also eine Auftragsarbeit von Menschen, die dazu durch eine Absonderung bestimmt wurden und welche es zu tun als ihre Schuldigkeit betrachten. Aber diese Menschen müssen es rezitieren, d.h. laut aufsagen. Die Moraltheologien schreiben eine pronuntiatio vocalis vor, also eine vokale – klangvolle – Aussprache. Gibt es auch eine andere? Ja, das Nuscheln. Bischof Müller schreibt: Vocalis, id es, singula distincta voce recitari debent; non autem necesse est, ut recitans semetipsum audiat.[3] Vokal [klangvoll, tönend, klingend], bedeutet, dass die einzelnen [Worte] mit einer deutlichen Stimme rezitiert werden sollen, es ist jedoch nicht notwendig, dass derjenige, der rezitiert sich selbst hört. Man soll also laut so beten, als ob man vorlesen würde. Es stellt sich natürlich die Frage, wie es überhaupt möglich ist so zu rezitieren, dass man sich selbst nicht hört. Dies ist bei Schwerhörigen der Fall, wie es treffend Thomas Mann in den Buddenbrooks beschreibt: Da Lea Gerhardt taub war, war sie es gewöhnlich, die an den Jerusalemsabenden vorlas; auch fanden die Damen, daß sie schön und ergreifend läse. Sie nahm aus ihrem Beutel ein uraltes Buch, welches lächerlich und unverhältnismäßig viel höher als breit war und vorn, in Kupfer gestochen, das übermenschlich pausbäckige Bildnis ihres Ahnherrn enthielt, nahm es in beide Hände und las, damit sie selbst sich ein wenig hören konnte, mit fürchterlicher Stimme, die klang, wie wenn der Wind sich im Ofenrohre verfängt: „Will Satan mich verschlingen …“ Wie man sieht, hat die katholische Moraltheologie auch an diesen Fall gedacht, ohne die Buddenbrooks zu kennen. Als DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) anfing das Alte Brevier zu beten, wollte er es auf die exakt vorgeschriebene Weise tun und fing tatsächlich an die Texte zu rezitieren, was ihm selbst komisch vorkam, da er dies bei seinen Novus Ordo Brevieren niemals tat. Ja, es gehört ein wenig Überwindung dazu, auch wenn Sie allein leben, Sie müssen Anfangs gut aufpassen auch alles richtig auszusprechen, denn sonst müssen Sie es wiederholen und es ist auch anstrengend, da diese Rezitation im Falle der Matutin 40 Minuten bis über eine Stunde dauert. Aber es wirkt wirklich mehr als etwas nur mit den Augen Gebetetes oder Gedachtes. Sie haben auch das Gefühl etwas „geschafft“ im Sinne von „richtig verrichtet“ zu haben, denn es ist wirklich ein Stück Arbeit. Ferner wird beim Rezitieren des Breviers eine doppelte Aufmerksamkeit (attentio) verlangt: eine äußere (externa) und eine innere (interna). Die äußere bedeutet lediglich das, dass man das zu Lesen hat, was im Buche steht, ohne etwas dazu zu erfinden, was wohl immer bei den Weniger-Lateinern vorgekommen sein soll. Eine innere Aufmerksamkeit soll gerichtet sein: auf die Worte selbst, damit sie dem Ritus gemäß (rite) vorgebracht werden, auf den Wortsinn, auf Gott allein.[4] Wenn Sie einige Zeitlang dermaßen intensiv...

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Der Wille Gottes Teil 2

So hat uns auch Jesus Christus gelehrt, in unserem Gebet die Gnade zu erflehen, den Willen Gottes auf Erden zu erfüllen, so wie ihn die Heiligen im Himmel erfüllen: „Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden.“ Der Herr nennt David einen Mann nach Seinem Herzen, weil er den göttlichen Willen ausführte: „Ich habe David als einen Mann nach meinem Herzen erfunden, der all meinen Willen vollführen wird.“ David hielt sich gegenüber dem göttlichen Willen zur Verfügung und er beweist es durch manche Aussprüche: „Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit“ (Ps 56, 8; 107, 2). Sein einziges Gebet war dieses: „Herr, lehre mich Deinen Willen tun!“ (Ps 122, 10). Ein Akt der vollkommenen Unterwerfung und der Vereinigung mit dem göttlichen Willen genügt, um einen Heiligen zu machen. Saulus war auf dem Wege, um die Kirche zu verfolgen. Jesus Christus erleuchtet und bekehrt ihn. Was macht Saulus, was sagt er? Nur ein Wort: „Herr, was willst Du, das ich tun soll?“ Und siehe da, der Herr beruft ihn zum auserwählten Gefäß, d. h. zum Werkzeug nach Seiner Wahl und zum Apostel der Heiden: „Dieser Mann ist mir ein Werkzeug, das Ich auserwählt habe, um den Heidenvölkern Meinen Namen zu verkünden.“ Ja, weil dieser Gott seinen Willen gibt, schenkt er Ihm alles. Denn durch Almosen gibt man Ihm seinen Besitz, durch die Geißelung sein Blut, durch Fasten seine Nahrung und damit gibt man Ihm nur einen Teil von dem, was man hat. Aber Ihm seinen Willen geben, das heißt, Ihm alles geben, sich selbst geben. Von da an hat man das Recht zu sagen: „Herr, ich bin arm, aber ich gebe Dir alles, was ich kann: Mein Wille gehört Dir, ich kann Dir nicht mehr geben.“ Das ist genau dieses „Alles“, was Gott von einem jeden von uns verlangt: „Kind, gib Mir dein Herz“ (Spr 23, 26), d. h. gib Mir deinen Willen. Zu Recht sagt Augustinus: „Nein, nein, wir können kein angenehmeres Opfer bringen, das Seinem Herzen teurer wäre, als wenn wir zu Ihm sagen: ,Besitze uns, Herr. Wir überlassen Dir unseren Willen; lasse uns wissen, was Du von uns erwartest und wir werden es ausführen.’“ Wenn wir also das Herz Gottes vollkommen zufriedenstellen wollen, so müssen wir dahin kommen, uns in allem dem Willen Gottes gleichförmig zu machen. Oder noch besser gesagt: Wir müssen unseren Willen mit allem vereinen, was Gott verfügt. Die Gleichförmigkeit schließt in sich den Gedanken, daß wir unseren Willen in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes bringen. Aber diese Vereinigung des Willens geht noch weiter: Sie bedeutet, daß wir aus dem Willen Gottes und unserem Willen nur noch einen einzigen Willen machen, derart und so gut, daß wir nichts wollen, wenn Gott es nicht will, und so der Wille Gottes allein zu unserem Willen wird. Das ist der Gipfel der Vollkommenheit. Das ist das Ziel, zu dem alle unsere Wünsche, unsere Werke, unsere Betrachtungen, unsere Gebete hinstreben müssen....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (38). Über den göttlichen Geist (iii)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.  „Deswegen muss man vorsichtig zu Werke gehen, um die verschiedenen Arten von Visionen wohl zu unterscheiden“, schreib hl. Petrus Damiani. Wer hat denn Visionen?, werden Sie wohl fragen. Mehr Menschen als noch vor 50 Jahren und viel mehr als vor 100 Jahren. Warum? Drogen, Okkultismus, Esoterik Privatoffenbarungsgläubigkeit Anderes. ad 1. Es ist gekannt, das verschiedene Drogen, insbesondere die THC-haltigen Halluzinationen spricht Visionen hervorrufen. Während aber ein naturalistischer Mediziner sagen wird, dass sich diese Vorgänge nur innerhalb des Gehirns abspielen, so meinen wir, dass wir bloß durch die neuen Techniken sehen können, dass sich diese Vorgänge im Gehirn abspielen, aber wir nicht sagen können, ob sie eine äußere Wirklichkeit widerspiegeln oder nicht. In allen heidnischen Kulturen wurde der Rausch samt Rauschgift als eine Toröffnung auf die dämonische Welt verstanden, was es auch ist. Die Verwendung der verschiedenen Rauschgifte, der heiligen Pflanze, welche einer Gottheit gewidmet war, war also eine Kulthandlung, welche an sich die Dämonen einlädt und beschwört. Menschen, die Drogen nehmen, bilden sich nicht ein mit dämonischen Wesenheiten zu verkehren, sie tun es tatsächlich auch nachdem der Rauschzustand verklungen ist. ad 2. Fast überall im Internet, auf Workshops, Seminaren etc. kann man lernen, wie man Dämonen, die natürlich nicht als solche genannt werden, beschworen, befreundet oder wie auch immer herbeigerufen werden können. Das resultiert natürlich auch in Visionen, die zu einer Besessenheit führen. Der Dämon verkleidet sich zuerst als ein Engel des Lichts und zwar buchstäblich, denn er stellt sich als ein Engel vor, was nicht mal gelogen ist, bevor er später, meistens wenn diese Person aussteigen will, sein wahres Gesicht zeigt. ad 3. Noch niemals waren die Katholiken so verwirrt wie jetzt, noch niemals haben sie mehr als Privatoffenbarungen geglaubt. Da aber jetzt, wie richtigerweise Ann Barnhardt sagt, es kaum in der Kirche gelehrte Männer gibt, welche eine echte Offenbarung erkennen können, so wird Gott jetzt keine von ihm kommenden Privatoffenbarungen senden. Auch an die anerkannten muss man nicht zwangsläufig glauben, denn sie sagen nichts Neues. Falls der Dämon aber die Schwäche für das „katholische Übernatürliche“ sieht, so verkleidet er sich dementsprechend, um zu verführen, siehe Faustina Kowalska, Garabandal, Heroldsbach und Medjugorje, womit wir wieder ein Diskussion vom Zaun brechen. ad 4. Es kommen recht selten Visionen bei Menschen vor, die zu keiner der o.a. Kategorien zählen. Gott lässt es manchmal zu, um sie zu prüfen. Die erste Vorsichtsmaßnahme, die uns von Kardinal Bona angeführten Autoren ans Herz legen ist Mißtrauen und Frage: Kommst Du von oben oder von unten? Es ist absolut falsch anzunehmen, dass etwas Paranormales, sollte es wirklich rational nicht erklärbar sein, von Gott kommt. Zu 90 % kommt es vom Teufel, weil Gott diese Regel, die er selbst gesetzt hat sehr selten überschreitet. Sollten Sie Visionen haben, dann sind diese Passagen an Sie gerichtet, denn man findet selten bessere Darstellung dieser Sachverhalte als bei Kardinal Bona.

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (30) 3. Kapitel: Kurzer Überblick über die Geschichte des inneren Gebets (3)

Pater Poulain SJ stellt in diesem Abschnitt die Gebetsschule der Kirche von St. Sulpice (vor kurzem abgebrannt) in Paris vor, einer Schule die wenigstens indirekt zur Verbreitung des häretischen Quietismus beigetragen hatte. Was ist Quietismus? Es ist die Irrlehre, dass man völlig in allem passiv bleiben sollte, weil „Gott es schon machen werde“. Sie erkennen es wieder. Es ist die Einstellung unserer lieben Geistlichen im Bergoglio-Pontifikat, was eine Art der Acedia oder der Feigheit ist.  Während es im Gebet durchaus Zeiten und Momente gibt, wo man passiv bleiben sollte, so kann man doch diese Momente nicht auf das ganze Leben übertragen. Daher ist der Quietismus sehr gründlich und mehr als einmal verurteilt worden (DH 2201-2269; DH 2181-2192). Wir stellen hier nur die ersten von den 68 verurteilten Thesen Miguel de Molinos vor, wie sie sich in der Konstitution Caelestis Pastor (20. Nov. 1687) einfinden: [Es stimmt nicht, dass:] 1. Es ist nötig, daß der Mensch seine Fähigkeiten vernichte, und dies ist der innere Weg. (DH 2201) [Es stimmt nicht, dass:] 2. Aktiv wirken zu wollen, heißt Gott verletzen, der selbst der allein Tätige sein will: und deshalb ist es notwendig, sich selbst ganz und völlig in Gott aufzugeben und hernach wie ein toter Leib zu verbleiben. (DH 2202) [Es stimmt nicht, dass:] 4. Die natürliche Aktivität ist der Gnade feindlich und behindert die Tätigkeiten Gottes und die wahre Vollkommenheit; denn Gott will in uns wirken ohne uns. (DH 2204) Wir haben das rote [Es stimmt nicht, dass:] davor gesetzt, weil Sie, für den Fall, dass Sie in irgendeiner Gebetsgruppe waren oder überhaupt fromm sind, Sie sicherlich quietistische Anwandlungen, wenn nicht gar eine Grundhaltung haben. Man bekommt gesagt, dass man alles Gott überlassen solle, sonst sei es nicht fromm. Lesen Sie doch die Herz-Rosenduft-Maria-Beiträge auf gloria.tv durch. Quietismus, Privatoffenbarungen und Passivität, wo man nur hinblickt. Diese Grundhaltung des Nichtstuns stimmt nur bedingt, weil Gott ohnehin über alles herrscht und das, was Er nicht will, einfach nicht geschieht. Christus und die Apostel haben sich auch nicht zurückgelehnt und gewartet. Wir haben aber nur ein Leben, den freien Willen, die Möglichkeit Verdienste zu erwerben innerhalb der streitenden Kirche, sodass jegliche Passivität fehl am Platze ist.  Bete so als würde alles von Gott abhängen und handle so als würde alles von Dir abhängen, sagt der hl. Ignatius von Loyola und dies ist die katholische Haltung. Man soll also alles machen, was in unserer Macht steht. Wenn es nicht wird, dann ist es halt so. Dann kann man passiv werden. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Anfangsmethode von St. Sulpice in der Nachfolgezeit verbessert wurde, denn man kann sein geistliches Leben nicht ausschließlich am Gefühl und am Nichtstun ausrichten. Jede Betrachtung oder affektives Gebet hat ein Ziel, ein Anfang und Ende. Sonst ist kein Fortschritt messbar, den es auch gibt. In der heutigen Kirche wird kein Gebetsleben gelehrt und falls doch, dann in der esoterisch-gnostischen Nabelschau à la Anselm Grün OSB (immer noch?) – „Wie finde ich zu mir selbst?“ – oder hysterisch-charismatisch – „Alleluja, Alleluja, Alleluja. Jesus liebt mich ganz dolle!“ Beides ist falsch und beides stellt eine Fehlentwicklung der Methodes von St. Sulpice dar. Lesen wir also Pater Poulain SJ, um zu erfahren, wie es richtig geht. (Um zu vergrößern bitten drauf klicken!)...

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Bäumer, Geschichte des Breviers. (7) Einleitung: § 2. Theologische Grundlage (2)

Wir nehmen nach sage und schreibe drei Jahren wieder an einem spirituellen Mittwoch die Lektüre von Bäumers „Geschichte des Breviers“ wieder auf, damit wir alle mehr erfahren können. Die Inhalte des deutschen Benediktiners sind dermaßen eng verwoben und inhaltsschwer, dass wir alle davon länger zehren können. Gebet für die Schöpfung und an der Schöpfung statt Der nachfolgende Text von Bäumer (S. 9) hat DSDZ (den Schreiber dieser Zeilen) nachhaltig geprägt und er denkt manchmal täglich an diese Zeilen, wenn er aus dem Fenster schaut. Worum geht es? Darum, dass der Mensch als die Krone der Schöpfung, gleich, was die Evolutionstheorie von sich gibt, Gott als Vertreter dieser Schöpfung und an ihrer statt das Lobopfer darbringt, wohl auch das Opfer der Sühne, da die Schöpfung nach Röm 8 durch die Erbsünde auch in Mitleidenschaft gezogen wurde. Während also das Pferd auf der Wiese wiehert und die Kuh muht, muss sich DSDZ hinknien und das Brevier rezitieren. Für die Kuh auch! Man erkennt diese Logik, welche Pater Bäumer aufzeigt daran, dass in den Laudes der Duplex-Heiligenfeste und auch am Sonntag, wenn das Sonntagsoffizium stattfindet, der Gesang der drei Jünglinge gebetet wird. Man dankt Gott mit aller Schöpfung für diesen Heiligen oder den Sonntag. Ebenso wird es empfohlen nach der Heiligen Messe, der Tridentinischen natürlich, dass der Priester als Danksagungsgebet diesen Hymnus betet. Unter Leon XIII. (Dekret vom 20. Dez. 1884) gab es für die Verrichtung dieser Gebete satte Ablässe, sodass man davon ausgehen kann, dass sie nicht immer vorgeschrieben waren. Denn die Heilige Messe ist ja der Höhepunkt des Gottesdienstes der ganzen Schöpfung. Das schreibt auch Teilhard de Chardin irgendwo, obwohl auf eine verquere, pantheistische Art und Weise. Das schlimme am Nachkonziliarismus ist einerseits der Kollektivismus zu dem er führte (Wir, Miteinander, die Gemeinde, etc.), andererseits paradoxerweise der Solipsimus, den er auch verursacht. „Ich finde zu mir selbst“ , „Ich meditiere, damit ich spirituell werde, was immer auch es bedeutet“. Kaum jemand weiß, dass, wenn man betet, man auch für andere betet, aber nicht im Sinne einer Fürbitte, sondern man produziert eine „Energiewand“ aus Heiligkeit, welche der Kirche und der Menschheit zugute kommt, weil man die Gnade auf die Erde herbei ruft. Nehmen wir einmal an: Es gibt das „Ozonloch“ wirklich. ausgewählte Menschen können es durch besondere Meditationstechniken kleiner halten oder gar verschwinden lassen, dann würde die „Erderwärmung“ (die es auch nicht gibt) aufhören, und wir alle würden davon profitieren, weil es weniger Umweltkatastrophen gäbe. Es ist alles eine Analogie, denn so wenig es das „Ozonloch“ gibt, so gibt es auch das nicht, was davon abhängt. Aber es gibt die Dämonen, die mehr als je auf die Menschheit einfallen, weil niemand eine Gebetswand gegen sie errichtet. Es fließen kaum Gnaden auf die Welt hinunter, weil sie niemand herabruft. Gäbe es aber 1. bis 4. und gäbe es 2. Menschen, die es könnten, dann wären sie hochqualifizierte staatliche Bedienstete, Kirchensteuer-Priester eben, welche für diese hochkomplexe Angelegenheit vorgesehen wären. Die Wand aus Heiligkeit ist eben Aufgabe der betenden Stände der Kirche und aller Katholiken. Während wir alle, Ozonloch hin oder her, sterben müssen, so hängt es von unserem Leben – auch vom Gebetsleben – ab, wo wir die Ewigkeit, die ja ewig dauert, verbringen werden. Stirbt man aber in Todsünde, dann geht man auf ewig in die Hölle. „Die Seelen fallen aber wie Schneeflocken...

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Der Wille Gottes Teil 1

Von der Vereinigung unseres Willens  mit dem Willen Gottes Heiliger Alfons Maria von Liguori Kirchenlehrer 1696 – 1787 Vorwort Das ganze Leben dieses berühmten Heiligen war Kreuznachfolge! Leiden und Sorgen, Rückschläge und Verfolgungen begleiteten ihn durch das ganze Leben. Er war der älteste Sohn des neapolitanischen Adeligen und Admirals Josef von Liguori und erhielt eine vorzügliche Erziehung. Mit bereits 16 Jahren promovierte er zum Doktor der Rechte. Schon als Neunzehnjähriger war er ein äußerst gesuchter Rechtsanwalt. Nachdem er mehrere Jahre diese Tätigkeit ausgeübt hatte, vertrat er in einem Prozeß ein Fürstengeschlecht. Er verlor den Prozeß vor Gericht, jedoch nicht, weil er schlecht argumentierte, sondern weil die Gegenseite mit Bestechung gearbeitet hatte. Seine Enttäuschung war so groß, daß er von dieser Stunde an sagte: „Welt, ich kenne dich jetzt, Gerichtshöfe, ihr seht mich nie wieder!“ Alfons wird Priester. Er will sich für die Armen Neapels einsetzen. Die unsagbare geistige Not der Landbevölkerung erschüttert ihn. Niemand will sich für diese Armen als geistlicher Betreuer und Lehrer zur Verfügung stellen, die Geistlichen bleiben lieber in den Städten. Daher gründet er eine Kongregation, die diese Aufgabe übernehmen soll. Er stellt an seine Mitarbeiter harte Anforderungen: „Wer nicht heilig werden will, kann nicht bei uns bleiben.“ Nach schweren Rückschlägen gelang es ihm schließlich, das Werk durchzuführen, und Papst Benedikt XIV. bestätigte am 25. Februar 1749 die Ordensregel. Sie nennen sich Redemptoristen und haben als Hauptaufgabe, sich der religiös Verlassenen anzunehmen. Sie missionieren Dorf um Dorf, halten zehntägige Missionen ab und reißen die Menschen aus Gleichgültigkeit und religiöser Unwissenheit heraus. Die Persönlichkeit von Alfons ist überwältigend. Er bringt es fertig, daß die Menschen ihr Leben ändern. „Predigt so, daß alle mitkommen!“ Künstliche, verschnörkelte Predigten zu halten, wie es damals üblich war, verbietet er seinen Missionaren. Seine Predigten sind einfach, volksnah, für jeden verständlich. Er predigt von der Liebe Gottes zu den Menschen, die sich in der Menschwerdung, im Leben und Sterben Jesu zeigt. „Sucht überall!“ ruft er in einer seiner Predigten, „sucht, wo ihr wollt, ob ihr jemanden findet, der euch mehr geliebt hätte als Jesus!“ Alfons läßt kein Mittel außer acht, wo es um die Verkündigung des Evangeliums geht. Auch seine künstlerische Begabung stellt er in den Dienst der Seelsorge. Er malt wunderschöne Bilder von der Mutter des Herrn und vom Tode Jesu. Alfons ist aber auch als Dichter und Komponist tätig. Er schreibt religiöse Lieder, die beim Volk sehr beliebt sind. „Tu scendi dalle stelle — Du steigst von den Sternen“, ist bis heute das Weihnachtslied Italiens. Als Schriftsteller ist er überaus aktiv. Er verfaßt rund 120 Werke. Schwerpunkte: über das Gebet, Betrachtungsbücher und moralisch aszetische Werke. Sie werden bis heute nachgedruckt und auch in viele andere Sprachen übersetzt. Mit 66 Jahren wird Alfons zum Bischof ernannt. Vergebens hat er sich gegen dieses Amt gesträubt. Doch nun begann seine fruchtbarste Tätigkeit. Er setzte sich für die Armen ein, für die Kinder und sorgt für eine gute Ausbildung des Priesternachwuchses. Er investiert Geld für den Wohnungsbau. Von schmerzhafter Krankheit gezeichnet legt Alfons 1775 das Bischofsamt nieder. Er stirbt 1787. Sein Orden breitet sich nun weiter aus und faßt auch in anderen Ländern Fuß. In Österreich ist es Klemens Maria Hofbauer aus Südmähren, der seine Idee mit ganzer Tatkraft verwirklicht. Er wirkte auch drei Jahre in Jestetten, daher übernahm der Miriam Verlag gerne die Veröffentlichung dieser Schrift. Josef...

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„Der Wille Gottes“ von Alfons Liguori oder Grand Cru der Heiligkeit

Es gibt manche Texte, welche eine dermaßen große Ballung an Heiligkeit und die Quintessenz des Lebens des Heiligen enthalten, dass man sie mit Grand Cru der Rotweinwelt vergleichen kann. Was bedeutet das? Dass bei den Grand Cru Rotweinen, insbesondere bei den Premiers Crus, es wohl nur jede hundertste der hochgezüchteten Weintrauben in die Weinverarbeitung schafft. Der Rest wird entsorgt, ausgelesen, um die hohe Qualität und den hohen Preis zu halten.  Diese Weine sind nicht mit den Discounter-Weinen zu vergleichen, auch nicht mit den Weinen Ihrer Weinhandlung um die Ecke. Es ist eine andere Welt! Und solche Vergleiche kommen einem in den Sinn, wenn man die Abhandlung „der Wille Gottes“ des Kirchenlehrers und Heiligen Alfons von Liguori liest. Es ist dermaßen dicht, gesammelt, durchlebt und durchlitten. Jemand, der in der Lage ist solches zu schreiben, muss sich dem Willen Gottes sein ganzes Leben gefügt zu haben und zwar: indem er den gut bezahlten Anwaltsberuf als Wunderkind verließ, indem er sich zum Priester weihen ließ, indem er zu den Armen ging, indem er einen Orden gründete, indem er sich widerwillig zum Bischof weihen ließ, indem er eine hochkomplexe Moraltheologie verfasste, indem er an solch starken Gichtschmerzen litt, dass er buckelig wurde, indem er vor dem Lebensende schreckliche Zeiten der Gottverlassenheit durchlebte. Gott ist schon fair und er lässt niemanden etwas Gutes schreiben, der es nicht vorher durchlebt hat. Gott wirkt an uns aber nur insoweit, inwieweit wir Ihn lassen und mit der Gnade mitarbeiten, denn wir haben einen freien Willen. Abgerechnet wird am Ende, beim persönlichen Gericht. Wir leben in einer Zeit, wo die Seelen wie Schneeflocken in die Hölle fallen und fast alle Geistlichen, insbesondere die Bischöfe, vom Glauben abgefallen sind. Siehe die ausbleibenden Reaktionen auf die Bergoglio-Häresien. Warum ruft Gott niemanden auf? Er ruft schon, nur sie hören nicht. Die Ohren sind ertaubt, das Herz ist verhärtet, die Seele ist vertrocknet. Und diejenigen, die hören, gehen diesem Ruf nicht nach. Da sie nicht mitgehen, gibt Gott keine Gnade. So einfach ist das. Der Hl. Alfons von Liguori ging mit, verwirklichte den erkannten Willen Gottes und es hat ihn bis zuletzt viel gekostet. Wir können uns jetzt an den Früchten seiner Heiligkeit, wie an einer Grand Cru, laben. Prost! Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitrag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (37). Über den göttlichen Geist (ii)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.    War das jetzt schon Gott?, könnte man nach jeder Eingebung fragen. Viele Menschen erwarten, insbesondere am Anfang des Wegen, übernatürliche Erlebnisse, welche sehr selten sind und wenn sie stattfinden auch sehr selten von Gott kommen.  So bat ein amerikanischer Franziskaner – Father Weinandy – Gott um eine Reihen von Zeichen, die auch tatsächlich eingetreten sind, bevor er dem Antipapst Franziskus einen kritischen Brief schrieb. DSDZ fand diese Aktion von Weinandy unverfroren und Gott sehr barmherzig, dass Er sich auf Weinandys Niveau herabließ und dem Ordensmann tatsächlich die geforderten Zeichen gab. Man weiß auch ohne Zeichen und Wunder, dass Bergoglio ein Häretiker ist. Der natürliche Blick in den Denzinger genügt. Aber Gott wirkt nicht nur durch Eingebungen, Visionen, Engel, sondern auch durch natürliche Ereignisse, welche wir als „glückliche Fügungen“ wahrnehmen, was auch in Weinandys Falls stattfand. Gottes Vorgehen ist es zur Liebe und Tugend zu ziehen und dabei den Frieden zu verströmen. Gott zeigt das „schwere Gut“ – bonum arduum – als machbar, der Teufel lässt uns davor zurückschrecken, indem er es als unüberwindbar darstellt. Es ist nicht immer einfach, aber wenn wir uns einmal überwinden, dann erfahren wir auch den göttlichen Rückenwind. Wenn wir uns nicht überwinden und feige davonlaufen, dann werden unsere Ängste immer größer und alles scheint unüberwindlich.  Wenn Sie Gott nachfolgen, dann haben Sie oft eine absolute Klarheit, was ansteht und Sie merken, wie Gott tatsächlich in Ihnen bewirkt, was er mit Ihnen vorhat. Aber Sie selbst müssen dazu das „Fiat“ geben.      ...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (29) 3. Kapitel: Kurzer Überblick über die Geschichte des inneren Gebets (2)

Pater Poulain SJ hat fleißig historische Quellen gesammelt, um auch wirklich allen zu zeigen, wann man mit dem inneren Gebet anfing. Man fing damit gerade dann an als man das Brevierpensum dermaßen reduzierte, dass auch die vielbeschäftigten Bettelorden es verrichten konnten, was wohl in der Mitte des XIII Jhdts. stattfand. Die Mönchsorden beteten hingegen so viel, dass eigentlich das Gebet nur von anderen Tätigkeiten wie Handarbeit, Essen, Schlafen unterbrochen wurde und nicht umgekehrt wie heute, wo der weltliche Tagesablauf vom wenigen Gebet unterbrochen wird. Fragen Sie die erstbeste tätige Ordensschwester und die wird Ihnen sagen: Man kann doch nicht immer beten! -Natürlich kann man es. Durch die Reduzierung des Gebets kam es zu geistlichen Mangelerscheinungen, wie bei Mangelernährung, welchen abgeholfen werden musste. Seit dem Vat. II betet man kaum noch und wir sehen alle die Resultate. Seit DSDZ seine Breviere mündlich betet, betrachtet er auch viel weniger als davor, weil er während des Gebets betrachtet. Wie? Man liest den lateinischen Text – erste Ebene Man denkt darüber, was er sagt – zweite Ebene Man hegt fromme Gedanken über das Heiligenfest, das Tagesevangelium oder anderes – dritte Ebene Man erhält geistliche Impulse, die in Gedanken resultieren, die man auch betrachtet – vierte Ebene Wohlgemerkt, alles findet gleichzeitig statt, wozu jeder mit ein wenig Übung und Lateinkenntnissen kommen kann. Das gute am Tridentinischen Brevier ist das, dass es genau so viel Wiederholung und Neuheit bietet. Denn Sie beten die gleichen Psalmen, aber die Lesungen der ersten und zweiten Nokturn sind immer anders und kommen nur einmal im Jahr vor. Wenn Sie also die Psalmen der zweiten Nokturn beten, können Sie darüber nachdenken, was Sie gerade gelesen haben oder wie sich dieser Psalm im Leben des Heiligen widergespiegelt hat. Langweilig wird es wirklich nicht, aber es ist körperlich anstrengend, denn Sie rezitieren ununterbrochen zwischen einer Stunde und 1,5 Stunden am frühen Morgen, wenn Sie recht schnell sprechen. Man hat da schon ein Erfolgserlebnis und weiß, dass man etwas geschafft hat, was man bei der Betrachtung nicht immer sagen kann, weil sie kaum messbar ist. Das Kreisen um sich selbst ist da immer eine Gefahr, das Abgleiten in Gedanken ebenso. Das Brevier hingegen weist Ihnen den Weg. In der Fastenzeit ist es wirklich lang, weil man in der Matutin 12 ganze Psalmen betet, die manchmal wirklich sehr lang sind, am Samstag beten Sie zum Beispiel die ganzen Psalmen 101 bis 108 hintereinander. Nach der Matutin kommen noch die 8 Psalmen der Laudes und danach – aha- am Montag das Totenoffizium, am Mittwoch die Gradualpsalmen und am Freitag die Bußpsalmen. Es sei denn an diesem Tag fällt ein Fest Duplex mit neun Lesungen, dann gibt es diese zusätzlichen Offizien nicht. Man braucht sich also im Tridentinischen Brevier nicht vorzunehmen, dass man mehr betet, weil es automatisch passiert. Ist es lang? – Ja, es ist lang. Wie haben es die Mönche früher geschafft? – Durch den Schlafentzug. Denn anders kann es kaum möglich gewesen sein. Und woher wissen wir das? – Aus einem Hymnusvers Utámur ergo párcius Verbis, cibis et pótibus, Somno, jocis, et árctius Perstémus in custódia. Verwenden wir also weniger an Worten, Speisen, Trank, Schlaf, Scherz und verbleiben Mehr in der Wachsamkeit. Schlafentzug ist also eine Bußübung, was er auch ist. Und als die betenden Stände der Kirche „die volle Leistung“, wie man wohl...

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Nihil amatum quod non cognitum oder über die Freitage der Fastenzeit

Heute geht über die emotionale Christusliebe und die Freitage der Fastenzeit. In seinem neuesten Interview für die Lifesite News meint Bischof Schneider, dass Homosexualität und Kindesmissbrauch bei Priestern in keiner Weise mit der Christusliebe zu vereinbaren sind. Natürlich sind sie es nicht auch nicht mit dem Normalsein. Auch wenn wir annehmen können, dass für die Mehrheit der Priester und Gläubigen die Thematik der Pädo- oder Ephebophilie und Homosexualität persönlich irrelevant ist, so können wir uns alle fragen, wie es um unsere Christusliebe qua Liebe auch als Gefühl bestellt ist. Der Novus Ordo erzieht zum Narzissmus und letztendlich zum Atheismus und es ist kaum möglich einen Priester über 70 zu finden, der kein ungläubiger Narzisst wäre. Sie stehen im Mittelpunkt, also geht es um sie. Die Liturgie ist für den heutigen Menschen da, also geht es wieder um sie, da sie Menschen sind. Keine Engel, wie sie oft betonen. Ann Barnhardt hat recht, dass Novus Ordo Legionen von dämonischen Narzissten produziert mit allem, was dazu gehört: Sünde, Hass, Laster. Aber erst neulich ist DSDZ der Gedanke gekommen, dass der Novus Ordo eine dermaßen große Beleidigung Gottes darstellt, dem ja der eigentliche und von Ihm selbst gewollte Kult seit der „Liturgiereform“ vorenthalten wird, dass Gott gerade auf die Geistlichen, die diesen Kult durchführen, Scharen von Dämonen loslässt, damit diese die ersteren verführen und in den Abgrund der Sünde stürzen, denn so viele sittliche Skandale wie jetzt hat es in der gesamten Kirchengeschichte wirklich noch nie gegeben. Wie Father Ripperger – der amerikanische Exorzist – oft sagt und andere dämonologische Traktate es bestätigen, herrscht überall, auch in der Dämonenwelt die göttliche Gerechtigkeit samt anderen göttlichen Attributen. Dies bedeutet, dass die Dämonen ein Anrecht darauf enthalten jemanden besonders zu quälen, wenn er sündigt. Je schwerer er sündigt, desto mehr Anrecht, aufgrund der göttlichen Gerechtigkeit, haben sie auf ihn. Natürlich versuchen sie vorher zur Sünde, damit diese überhaupt stattfindet, sodass sie anschließend noch mehr Anrecht auf den Sünder haben. Stellen Sie sich Mücken oder anderes Getier vor, welches von außen auf ihr beleuchtetes Fenster einstürmt. Sie können auch an die berühmte Szene aus Hitchcocks Vögel denken, wo die Protagonisten in einem Zimmer sitzen. Sie hören zwar die angreifenden Vögel, sehen sie aber nicht bis ein paar Vögel tatsächlich das Fenster durchbrechen und ins Zimmer einfallen. Bei der normalen Versuchung sind die Dämonen, deren Job es ist zu versuchen, draußen und Sie sind geschützt, aber jede Sünde, auch eine leichte Sünde, öffnet einen Spalt und lässt die Dämonen einfallen. Bei schwerer Sünde werden ihnen Tür und Tor geöffnet und dann beginnt das Zerfleischen des armen Sünders. In der letzten Zeit stieß DSDZ eher ungewollt auf Biographien von homosexuellen Männern und Frauen. Und was entdeckt man da? Eine Abwärtsspirale von Dekadenz: Homosexualität, Alkohol, Drogen, Selbstmordversuche und bis zum Selbstmord hin. Im besten Fall starke Lebensverkürzung durch Drogen. Unglück, Trauer, Depression, psychiatrische Betreuung. Beispiele gefällig? Bitte schön: Klaus Mann, Erika Mann, Annemarie Schwarzenbach, Carson McCullers, Montgomery Clift, Alexander McQueen, George Michael und, und, und. Es sind zwar Künstler und daher sind ihre Lebensläufe bekannt, aber auch bei Nicht-Künstlern ist diese Abwärtsspirale vorhanden. Wenn dieses Out and Proud, wie man jetzt so sagt, so glücklich machen würde, warum sind all diese Menschen so unglücklich? Weil sie in schwerer Sünde leben und die Dämonen zu ihnen Zugang haben. So ist...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (36). Über den göttlichen Geist (i)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.  Wann haben wir überhaupt die Chance Gottes Stimme in uns zu vernehmen?   Wenn wir im Gnadenstand sind. Ist es möglich, dass ein schwerer Sünder die Stimme Gottes vernimmt? Durchaus, aber die Möglichkeit ist sehr klein. Warum? Weil Gott dermaßen rein, transzendent, heilig und überweltlich ist, dass nur eine reine Seele Ihn wahrnehmen und ertragen kann. Alle Propheten des Alten Testaments hatten bei der Epiphanie also der Offenbarung Gottes, siehe Jesaja 6, schreckliche Angst und waren sich ihrer Unwürdigkeit bewusst. Dabei waren es Gerechte des Alten Bundes. Es ist eine falsche gnostische Lehre, nach der man sich der Sünde, hauptsächlich sinnlicher, sprich sexueller Natur suhlen, aber gleichzeitig einen hohen mystischen Weg beschreiten kann. Dem ist nicht so. Dies ist eine vom Teufel gewirkte Falschmystik, die immer mehr nach unten zieht und verwirrt. Der schwere Sünder und der Heide sind Sitz der Dämonen, welche zuerst durch die Verkündigung und die Taufe/Beichte herausgetrieben werden müssen, bevor dieser Mensch zur Wohnstätte des Heiligen Geistes werden kann. Die Stimme Gottes passt sich unserer Natur tatsächlich an, sodass, wie der hl. Bernhard von Clairvaux unten sagt, man kaum sagen kann, ob man es selbst ist oder nicht ist. Man könnte es mit der Durchdringung des Lichtes durch die Scheibe vergleichen. Die Scheibe ist da. Sie ist ein Medium. Sie bricht und hält das Licht ein wenig zurück, aber es kommt dennoch durch sie hindurch. Je reiner die Scheibe ist, desto mehr Licht kann sie durchlassen. Daher reinigt Gott die Seelen gründlich, bevor er ihnen etwas mitteilen möchte. Die Stimme Gottes geht mit einer ruhigen Gewissheit einher, dass es Gottes Willen ist, obwohl das Geforderte uns oft überschreitet. Aber wir wachsen mit den Aufgaben, d.h. durch die Gnade und mit der Gnade.        ...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (28) 3. Kapitel: Kurzer Überblick über die Geschichte des inneren Gebets (1)

In diesem Teil seiner Abhandlung stellt Pater Poulain SJ etwas dermaßen Grundsätzliches fest, dass es einem wirklich den Atem verschlägt. Vor dem XVI Jahrhundert gab es keine Traktate über das innere Gebet, weil man so viel betete, dass man automatisch zum Betrachten kam. Erst durch das vereinfachte und verkürzte nachtridentinische Brevier, was wir schon woanders bemerkten, natürlich am Gebetspensum der Mönchsorden gemessen, kam man erst dazu zu fragen, was eigentlich das Betrachten sei und somit begann man nach einer Methode zu suchen dieses ominöse Etwas (das Betrachten) möglichst schnell zu erreichen. Leider ist es hauptsächlich durch die Jesuiten, aber auch durch den hl. Franz von Sales und die Sulpizianer dazu gekommen, dass man nach Methoden suchte, wie man bei einer geringeren Gebetszeit dieselben Effekte oder sagen wir gleich dieselbe „Leistung“ erreicht. Dies erinnert an die verschiedenen mehr oder weniger futuristisch angehauchten Geräte eines jeden ambitionierten Fitnessstudios, welche dem Kunden, der „wenig Zeit für Sport“ hat, denselben Muskelzuwachs versprechen, den er mit einfacheren Geräten oder ohne Geräte in einer längeren Zeit erreichen würde. Denn wohnen Sie im 10 Stock ohne Fahrstuhl und müssen mehrmals am Tag hoch und runter gehen, dann kräftigt sich Ihre Beinmuskulatur auch so.  Klappt es denn mit den neuen Geräten? Interessanterweise schon, denn das eine wird geblockt, das andere dagegen gehalten, hier wird gezirpt,  da gezurrt,  sodass tatsächlich bestimmte Muskelgruppen isoliert und zur Anstrengung gezwungen werden können. Wenn Sie aber kein teures und futuristisches Gerät haben, dass zu Ihnen spricht und Sie anweist, dann brauchen Sie einen Trainer, der Ihnen diese Bewegungsabläufe zeigt, denn von selbst kommen Sie wirklich nicht darauf und können sich verletzen. Und genauso ist es mit der Methode des inneren Gebets. Wenn Sie 6 bis 8 Stunden am Tag laut das Brevier beten, dann kommen Sie wirklich automatisch dahin in den restlichen Stunden das zu betrachten, was Sie gebetet haben. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) hat diese Wirkung an sich selbst erfahren als er 3 Stunden am Tag das Brevier betete, in Fontgombault waren es tatsächlich auch 6 Stunden. Wenn auch jetzt am Anfang seiner Selbstständigkeit, wo vieles gemacht werden muss, seine Gebetszeit in der Woche nur 1 Stunde 15 Minuten beträgt, so hat er keine Probleme etwas zu Betrachten, weil er sich ständig im Gebet oder beim Schreiben mit irgendwelchen geistlichen Inhalten konfrontiert sieht. Es ist zwar nicht alles Gebet, aber alles zehrt vom Gebet. Wollte man aber innerhalb von 15 Minuten dasselbe erreichen, was in dieser 1 Stunde und 15 Minuten erreicht wird, so bräuchte man sicherlich eine ausgeklügelte Methode. DSDZ kennt sie nicht, denn er möchte eher mehr als weniger beten und andere Menschen dazu anleiten. Außerdem erinnert ihn dieses Nur-15-Minuten-Programm an eine Fitness-Mogelpackung. Allerdings gibt es tatsächlich Menschen, die vorher dermaßen gut trainiert waren, dass ihnen diese 15-Minuten nach spezieller Methode als Mindestmaß genügen würden. Aber das Gebet ist keine technische Sportart, die Sie erlernen müssen, sondern ein Gespräch mit dem personenhaften Gott. Gott hört zu und hilft. Er gibt die Inspirationen und die Gnade. Er hilft uns auf die nächste Gebetsstufe auf. Die heiligen Einsiedler Paulus und Antonius kannten keine Methoden. Sie haben 80 bis 90 Jahre in der Wüste verbracht und so haben sie es gelernt. Sicherlich wäre es auch schneller gegangen, aber irgendjemand musste mit irgendetwas anfangen. Es ist wirklich unmöglich, dass man bei irgendetwas ganz...

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 19. Im Schmerz und bei jedweder Bedrängnis

Wir werden bald den Traktat Über den Willen Gottes von hl. Alphons Liguori lesen, in welchem geschrieben steht, dass uns Gott durch alles erzieht. Durch Krankheiten, äußere Angriffe, Lebensumstände, aber auch direkt durch dämonischen Angriffe, welche manche Heilige, wie z.B. der wenig bekannte hl. Alphons Rodriguez SJ, der Patron Mallorcas. Daher stellt sich sie Frage: Ist es legitim Gott überhaupt um Schonung zu bitten? Die Antwort lautet: Ja, denn Gott wird ohnehin das tun, was er möchte. Christus hat im Ölgarten auch um Schonung gebeten, doch willigte er schließlich in den Willen des Vaters ein. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) wird oft von Menschen kontaktiert, die mit allen möglichen Problemen zu kämpfen haben und es sind wirklich manchmal exorbitant schwierige Probleme. DSDZ betet für sie, was immer hilft. Entweder löst sich die Situation von selbst auf oder der Schmerz wird dermaßen gelindert und derjenige, auch durch Ratschläge, so aufgebaut, dass er oder sie in der Lage ist diese Situation zu ertragen oder um die Änderung zu kämpfen. „Viel Feind, viel Ehr“ und ohne Proben und Versuchungen können wir uns gar nicht bewehren. Dennoch beten man bei jedem neune Schicksalsschlag instinktiv: Oh, bitte Gott… hilf mir, dass …. Gott hilft schon, aber einige Arbeit müssen wir schon selbst machen, denn wir haben nur ein Leben und einen freien Willen. DSDZ gewöhnt sich jetzt an bei einem jeden neuen metaphorischen Schlag in die Magengrube nicht: Wofür jetzt das schon wieder? zu denken, sondern Dein Wille geschehe, zu sagen. Heute hat er ein schwieriges Gespräch vor sich, denn er muss jemanden feuern und sich wieder auf ein neues Risiko in einer Angelegenheit einlassen. Bequem ist es nicht, aber Dein Wille geschehe. Amen. In dolore et quacumque tribulatione. Recordare, Domine, fragilitatis meae et dic Angelo percutienti: Cesset iam manus tua. Verumtamen non mea, sed tua voluntas fiat. Im Schmerz und bei jedweder Bedrängnis Gedenke, Herr, meiner Gebrechlichkeit und sage dem verfolgenden Engel: Deine Hand möge jetzt ruhen. Dennoch nicht mein, sondern Dein Wille geschehe. Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitrag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden.  ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (35). Man erkennt aus den Werken.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Ganz am Ende seiner Darlegungen wird Kardinal Bona nochmals ganz sachlich und konkret, indem er sagt, dass wir ex effectibus – „von den Auswirkungen her“ den leitenden Geist erkennen können. Nehmen wir das erstbeste Beispiel – den Antipapst Franziskus. Machte er sich ganz am Anfang seines Pontifikats über die Rosenkranz zählenden, pelagianisch-prometheischen, sich wie Kaninchen vermehrenden Katholiken lustig? Ja. Ist die atheistisch-kommunistische Zeitung La Repubblica  seine einzige Lektüre? Ja. Ist der Atheist und La Repubblica-Chef Scalfari sein Freund? Ja. Ist Bergoglio ein die Kirche hassender Atheist? Ja. Seine Taten zeugen davon. Warum sträuben wir uns das zu glauben? Weil wir uns von Gefühlen leiten lassen, die wir rationalisieren, da wir gerne einen heiligen oder wenigstens normal-katholischen Papst hätten. Aber nichts da! Pustekuchen! Aber Bergoglio ist nicht vom Himmel gefallen. Wir wurden seit 1962 darauf vorbereitet die Augen vor der Realität zu verschließen und uns die kirchliche Wirklichkeit schön zu reden. Wir dachten, dass hinter der abstoßenden Fassade sich eine zweite Schicht von Heiligkeit oder Weisheit befindet. Aber da war nichts da. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) erlebte erst in den letzten Jahren eine Befreiung, indem er realisierte, dass das Äußere wirklich zu 100% das Innere wiederspiegelt. Mehr ist nichts. Punkt. Wir alle sind Opfer des Stockholm-Syndroms und dessen, was man Gaslighting nennt. Wir halten uns für die Schuldigen („Weil wir zu wenig für unsere guten Geistlichen, die es so schwer haben, gebetet haben“) und übernehmen ihre Sicht der Dinge. Es ist wie beim Opfer eines Psychopathen. Nach einiger Zeit von Isolation und Quälerei hält sich das Opfer für schlecht und schuldig, den Psychopathen für gut, gerecht und heilig. Für jemanden, der niemals in einer solchen Situation war, ist diese Realitätsverzerrung unvorstellbar, aber viele Frauen erkennen bei Bergoglio dieselben Verhaltensmustern wie bei ihren psychopathischen Ex-Männern. Er nicht nur der Psychopath setzt uns einen Zerrspiegel vor. Der Teufel tut es auch, entweder direkt für die Beeinflussung unserer Gedanken oder durch andere Menschen, die uns vieles einreden. Aber dazu werden wir woanders mehr schreiben. Wir müssen bei der Geistesunterscheidung von der Realität ausgehen und diese lautet: wie sich jemand verhält, so denkt er, so ist er. Verhält sich ein Papst wie ein Atheist, so denkt er wie ein Atheist und so ist er ein Atheist. Er ist nicht nur privat ein Atheist, sondern ein die Kirche zerstörender den Atheismus lobender Atheist. Und wo ist die Assistentia negativa? Die gibt es bei Antipäpsten nicht. Amen....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (27) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (17) Gebet der Einfachheit und Beschauung (iv). Quellen zum Gebet der Einfachheit – Keine Anstrengungen machen.

Was kommt an? DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) bedauert es immer wieder, dass die besten und arbeitsaufwändigsten Beiträge, die wir hier veröffentlichen, womit auf fremde und mit viel Mühe übersetzten Aufsätze gemeint sind, kaum gelesen werden. Woran sieht man das? An der Anzahl der Klicks und manchmal der Kommentare. Was kommt am Besten an? Einfach geschriebene, pointierte Beiträge, aus der Feuilleton-Ecke, mit Kishon ähnlichem Humor gesättigt, mit Personas aus dem DSDZ-Universum drappiert (der Pfarrer, die bürstenschnittigen Pastoralassistentin, die Homo-Prälaten), in der man der „Kirchensteuermafia“ einen reinwürgt und die diese – Kirchensteuermafia – als solche – Kirchensteuermafia – bezeichnet. Die Leserin, die bald den Hasen spicken muss und der Leser, der gleich zum Kaffeetrinken zu seinem Kaninchenzuchtverein gehen wird, ist froh, dass jemand an ihrer statt ihre Kämpfe austrägt, es unterhaltsam tut und diese ihnen somit erspart. Was hat das mit Religion zu tun? Kaum etwas, es hat dafür mit Unterhaltung zu tun. Manchmal sind aber die Menschen nicht nur zu bequem sich mit etwas intellektuell auseinanderzusetzen, manchmal sind sie einfach zu müde oder sie verfügen über keine ausreichende Vorbildung. Dann stehen sie wie ein Ochse vorm Berg und verstehen es nicht. Gnadenvergabe als Investition Aber seien wir doch ehrlich, die Faulheit, Bequemlichkeit oder Acedia liegt doch meistens vor und sie ist der Hauptgrund des fehlenden spirituellen Fortkommens. Wobei wir bei dem heutigen Beitrag wären. DSDZ ist sich darüber im Klaren, dass 9 von 10 der Leser dieses Beitrags nicht einmal damit anfangen werden die unten angeführten Scans zu lesen und wiederum 9 von 10, die damit anfangen, werden diese nicht zu Ende lesen, ferner wird 1 von 10, der es zu Ende gelesen hat, etwas damit anfangen können. Warum es denn veröffentlichen? Weil es auf diesen einen oder diese eine ankommt. Gott ist nicht demokratisch, er ist kein Gleichmacher, die Gnadenvergabe ist hierarchisch geordnet und man sieht anhand der Kirchengeschichte, dass Einzelne z.B. hl. Franziskus oder hl. Benedikt wirklich Millionen oder Milliarden Menschen, bis zum Weltende gerechnet, näher zu Gott gebracht haben. Stellen Sie sich vor Sie wüssten ganz sicher, dass Ihnen eine Geldanlage auf die nächsten Jahrzehnte verteilt wirklich hunderte von Millionen abwerfen würde. Natürlich würden Sie da investieren. Ebenso ist es im geistlichen Leben. Die wenigen Beter, die überhaupt zum Gebet der Einfachheit gelangen, bringen so viel Heiligkeit für die Kirche, denn jemand muss diese generieren, dass man ihnen jede mögliche Unterstützung zusichern sollte, damit sie noch weiter kommen. Nehmen Sie an Sie hätten einen Verwalter, der für Sie schon mehrere hundert Millionen verdient hätte. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass er noch Milliarden verdienen wird? Sehr groß. Gott ist doch allwissend und er gibt zusätzliche Gnadenmittel denen, die bereits etwas für ihn „verdienen“. Aber an solche Texte muss man erst kommen und daher veröffentlichen wir diese kommentiert im Internet. Nichtstun im Gebetsleben Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema: dem Nichtstun und dem Loslassen. Da die Gauss-Kurve überall gilt, so können wir annehmen, dass 90% der Menschen faul ist, 10% etwas tun und wirklich 1% bis 2% wirklich fleißig sind. Dies betrifft die natürliche Ordnung. Dividieren Sie diese Zahlen durch 100, dann sind wir im Promillebereich, was die Anstrengung im Übernatürlichen anbelangt. Wirklich kaum, kaum jemand tut da etwas. Der Ratschlag der jetzt kommt, richtet sich wirklich an Promille (0,001) von praktizierenden Katholiken und er lautet: Lassen...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (34). Wann ist die Erkenntnis richtig?

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Das, was hier unten Kardinal Bona beschreibt, bringt der hl. Ignatius von Loyola besser und kürzer auf den Punkt: Der Gegenstand der Geistesunterscheidung darf nur etwas Gutes oder Gleichgültiges sein. Bei hl. Ignatius heißt es wie folgt: „Zur Kenntnisnahme worüber die Erwählung zu geschehen hat. Es ist notwendig, dass alle Dinge, über die wir Erwählung zu halten wünschen, in sich indifferent oder gut sind, und dass sie im Bereich der Heiligen Mutter, der hierarchischen Kirche mitstreiten und nicht schlecht sind oder ihr widerstreitend“. (Ignatius von Loyola, Die Exerzitien. Übertragen von Hans Urs von Balthasar, Einsiedeln 19869, 45) Dies bedeutet, dass eine Sünde, eine Häresie oder etwas, was die Kirche zerstört, niemals der Gegenstand einer Wahl, Erwählung, Unterscheidung oder Geistesunterscheidung zu sein hat. Also: kein Ehebruch, keine Homoehe, keine Kommunion an Ehebrecher oder Protestanten. Es ist nämlich unmöglich, dass Gott sich selbst widerspricht, indem er zur Sünde aufruft, wie angeblich in Amoris Laetitia, weil Er selbst die Sünde verurteilt und verworfen hat. Denn Sünde ist Gott so zuwider, dass er seinen einzigen, eingeborenen Sohn als Sühne für unsere Sünden so schrecklich leiden ließ, damit alles durch die göttliche Gerechtigkeit wieder ins Lot kommt. Freiwillig zu sündigen, wenn auch leicht, ist nochmals Christus eigenhändig ans Kreuz zu schlagen. Es ist also nicht egal! Ferner, um richtig erkennen, was falsch und was richtig ist, muss man im Gnadenstand sein, denn im Stand der Todsünde, wenn man zum Beispiel im Ehebruch, auch Zweitehe genannt oder Unzucht, auch Partnerschaft ohne Trauschein gemeint, lebt, so sieht man diese Dinge nicht und empfindet das Tugendhafte und Gute als schwer und unmöglich, wie es den sodomitischen Prälaten eigen ist, welche Amoris Laetitia verfasst haben. Diese verkehrte Wahrnehmung kommt daher, weil Sie durch eine einzige Todsünde die Taufgnade verlieren, das Taufsiegel, welches Sie erleuchtet und Sie vor dem Teufel schützt. Sie verlieren auch alle aktuellen Gnaden, welche Sie zum Guten befähigen. Stellen Sie sich vor Sie sind ein Kraftsportler und schaffen beim Bankdrücken 120 kg. Durch eine einzige Mahlzeit, unsere Todsünde, verlieren Sie 90% Ihrer gesamten Muskelmasse und gewinnen 60% an  Fettgewebe. Nicht nur alles wofür Sie so lange und ausdauernd geschuftet haben, ist weg, was man Ihnen ansieht, Sie können nicht einmal 20 kg stemmen. Lohnt sich das denn? Nein, aber das ist unser Zustand nach einer einzigen Todsünde. Wir sind zu keinen Gut fähig und Sie können bei Luther, Zwingli, Kierkegaard und anderen Protestanten nachlesen oder in Bergmann-Filmen ansehen, wie sich das anfühlt. Es fühlt sich schrecklich an, man wird zu einem Genossen der Dämonen und hat ihre Sicht der Dinge. Kurz und gut: man muss im Gnadenstand sein, um das Gute zu erkennen und verwirklichen zu können. Aber kommen wir zum zweiten Punkt: 2. Das erwählte Gut muss allseitig gut sein. Der hl. Ignatius behandelt dieses Thema an verschiedenen Stellen, wir wollen die folgende Passage zitieren, welche die fünfte Woche der Geistesunterscheidung der Zweiten Woche betrifft: „Wir müssen sehr achtgeben auf den Verlauf der Gedanken. Sind Anfang, Mitte und Ende gut und hingerichtet auf etwas ganz Gutes, dann ist dies ein Zeichen des guten Engels....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (26) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (16) Gebet der Einfachheit und Beschauung (iii). Quellen zum Gebet der Einfachheit.

Sollte DSDZ die Frage beantworten, was er für das Alleinstellungsmerkmal seines Bloges hält, so würde er antworten, dass dieser Blog wirklich praktische Anweisungen zum inneren Leben enthält, sowie theologische Beiträge aus der Innenansicht eines gläubigen Menschen, der die Verbindung zwischen Gebet, Dogma und Liturgie gleichsam organisch spürt und darlegt. Denn worum geht es im Leben? Um die Gleichförmigkeit mit Gott....

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 18. Beim Uhrenschlag

Wir denken nicht oft daran, dass jede Tageszeit durch Christi Anwesenheit auf Erden geheiligt wurde. Wann fragen Sie sich schon, was Christus um 16:03 getan hat. Es stimmt, dass sich Gott mit der Zeit und Geschichte verband als er die Welt mit der Zeit schuf, sich in der Zeit Israel auserwählte und schließlich Christus – der Sohn Gottes- zeitlich wurde. Denn sein Erdenleben war begrenzt. Die Liturgie im Brevier gedenkt zwar verschiedener Stunden, so ist die Terz, die ungefähr um 9 Uhr gebetet werden sollte der Aussendung des hl. Geistes und 15 Uhr dem Kreuzestod gewidmet, aber nicht jede Stunde ist tatsächlich Christus zugeordnet....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (33). Erkenntnis des Menschen, Erkenntnis der Engel. Geistliche Führung.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Wir führen hier die Überlegungen des letzten Abschnitts weiter, wonach es manchmal gut ist, in geistlichen Dingen, nicht in intellektuellen wohlgemerkt, instinktiv zu handeln.  Man soll nicht allzusehr analysieren und zergliedern, denn das Geistliche, nicht das Intellektuelle, übersteigt die Natur. In diesem Bereich können Sie sich auf Ihren Glaubenssinn (sensus fidei) oder die geistliche Wahrnehmung verlassen. Es ist wirklich  wie bei Kampfsport oder einer militärischen Ausbildung. Wenn Sie wirklich sehr lange trainiert haben oder gedrillt worden sind, dann reagieren Sie instinktiv richtig. Wenn Sie lange genug bei Gott durch Gebet, Sakramente, Buße, Anbetung und andere geistliche Übungen verweilt haben, so wissen Sie wie gleichsam „Gott schmeckt“ und wie er sich „anfühlt“ und wie es anders ist.  Daher sollte man bei der Geistesunterscheidung mit Einfalt, also mit Einfachheit zur Werke gehen.  Diese Regel ist aber für diejenigen gedacht, welche das Geistliche oder Spirituelle vom Intellektuellen und Psychischen unterscheiden können....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (25) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (15) Gebet der Einfachheit und Beschauung (ii). Quellen zum Gebet der Einfachheit.

Pater Poulain SJ stellt wieder einmal die Quellenbelege zusammen, welche das Gebet der Einfachheit empfehlen. Es sind hl. Johanna de Chantal, die sich auf hl. Franz von Sales beruft, hl. Ignatius von Loyola und ein P. Rouet. Sie alle zeigen, dass das Gebet der Einfachheit schon immer unerkannt und daher umstritten war. Warum? Weil man angeblich nichts tut....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (32). Erkenntnis des Menschen, Erkenntnis der Engel. Geistliche Führung.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Die unten angeführten Ratschläge können aus dem Kontext gerissen schnell als ein „christlich-katholischer Anti-Intellektualismus“ missverstanden werden. Das es so etwas gegeben hat oder gar noch gibt hat die bürstenschnittige Pastoralassistentin in ihrem Studium von einem immer noch in der Aufklärung (wir meinen hier die philosophische Periode und nicht „Dr. Sommer“) stehenden altliberalen Professor gelernt.  Insbesondere der Ausspruch vom Abt Absalon: „Da regiert der Geist Christi nicht, wo der Geist des Aristoteles herrscht“...

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 16. Bei der Rückkehr

My home is my castle – „mein Heim ist meine Burg“, sagt der Angelsachse. Für einen Mönch aber ist seine Zelle der innerste, geweihte Raum. Geweiht sind das Klostergrundstück, die Klostergebäude, die Kirche, die Klausur, alle Aufenthaltsräume und natürlich die eigene Zelle. Als DSDZ in Fontgombault war, so wurde ihm klar hinter wie vielen Wällen sich die Mönche verschanzen, um ihre Heiligkeit und Gottesfurcht bewahren zu können. Der in der Welt lebende Mensch, insbesondere derjenige im Neuheidentum der Bundesrepublik Deutschland, entbehrt all dieser Schutzwälle, was auch der Grund ist, warum DSDZ ungern seine mittlerweile auch mehrmals geweihten Räume verlässt. DSDZ fand neulich ein sehr interessantes Buch, dass wohl nach 1219 geschrieben wurde und erst 2009 wissenschaftlich auf Lateinisch herausgegeben worden ist. Es heißt Liber revelationum de insidiis et versutiis daemonum adversus homines – „Das Buch der Offenbarungen über die Fallen und Tücken der Dämonen gegen die Menschen“  (Liber revelationum (Schmidt, Paul Gerhardt (Hsg.), in: Monumenta Germaniae Historica. Quellen zur Geistesgeschichte des Mittelalters, Bd. 24, Hannover: Hahnsche Buchhandlung 2009). Es wurde von einem Zisterzienserabt, der wohl im Jahre 1219 starb einem Mitbruder diktiert, welcher dieses Buch niederschrieb und herausgab. Wir werden daraus wohl noch reichlich schöpfen, denn Literatur dieser Art – Dämonensichtungen in der first person perspective – ist sehr selten. Richalm war sicherlich nicht psychisch krank, er berichtet sehr kurz, nüchtern und scholastisch gelehrt über seine Erfahrungen. Er hatte in seinem Klosterleben wichtige Ämter erfolgreich bekleidet, war zweimal Prior, bevor er zum Abt gewählt wurde, was wohl ein psychisch kranker Mensch nicht bewältigt hätte. Er befahl dem Mitbruder mit der Veröffentlichung nicht nur seinen, Richalms Tod abzuwarten, sondern auch den Tod des Redakteurs, welcher sich jedoch nicht an dieses Verbot hielt und nach Richalms Tod das Buch dem Lektor des Klosters zur Einsicht vorlegte. Für die psychische Gesundheit Richalms spricht der Umstand, dass er Angst hatte für verrückt erklärt und gar gesteinigt zur werden (Kap. 50)....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (24) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (14) Gebet der Einfachheit und Beschauung (i). Quellen zum Gebet der Einfachheit

Eines der großen Vorzüge des Buches von Pater Poulain SJ ist das Quellenstudium, welches er zur Mystik getätigt hat und welches am Ende eines jeden Kapitels als eine Zitatensammlung zu den einzelnen Stufen des Gebets erscheint. Anbei sehen wir die Belege aus der Korrespondenz der Heiligen über das Gebet der Einfachheit, an denen wir erkennen können, wie Menschen das praktisch erlebt haben, was Pater Poulain SJ theoretisch beschreibt. Beim Ausdruck „Texte der Heiligen“, wie z.B, von hl. Johanna de Chantal ist Vorsicht geboten, weil viele Menschen, wenn sie solch eine Überschrift sehen gleich denken: „Das ist für Heilige, das ist nichts für mich“....

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Rosenkranz beten – den Teufel ärgern

Hier ist ein Beitrag aus dem Jahre 2016, der in Nichts an Aktualität eingebüßt hat. Viele Leute, die sich nicht auskennen, meinen, dass der Rosenkranz der beste Exorzismus sei. Dies stimmt sehr bedingt bis gar nichts. Denn: Exorzismen hat es in der Kirche schon immer gegeben, auch bevor der hl. Dominikus (gest. 1221) den Rosenkranz erhielt.  Es sind liturgische Formeln von Exorzismen vorhanden, die viel älter als der Rosenkranz sind. Auch nach der Entstehung und Popularisierung der Rosenkranzes wurden und werden Exorzismen durchgeführt. Wenn man sich die Zusammenstellung der einzelnen Exorzismen anschaut, so entdeckt man, dass viele Gebete eine exorzistische Wirkung haben, wie z.B. Vater unser, Credo, Ave Maria, der Johannesprolog, Psalm 67 und andere Psalmen. Der Rosenkranz hat aber insoweit eine exorzistische Wirkung, weil (a) der Teufel große Angst vor Maria hat und (b) im Rosenkranz diejenigen Heilsgeheimnisse betrachtet werden, die den Teufel bezwungen haben, wie die Menschwerdung Gottes, das Leiden und die Glorie Christi und Marias. DSDZ liest zurzeit verschiedene Exorzismen und stellt fest, dass in ihnen die Heilsgeheimnisse dem Dämon sozusagen auf den Kopf zugesagt werden und der Dämon wird während dieses Vorgangs mit seinen Niederlagen konfrontiert. Dieser Grundgedanke der „vergegenwärtigen Erzählung“, wie unsere Pastoralassistentin es ausdrücken würde, ist in allen Exorzismen vorhanden, denn die Heilsgeheimnisse wirken bis heute und in alle Ewigkeit, weil es erstens bei Gott keine Zeit gibt und zweiten die Erlösungstat Christi überzeitlich ist. Die Erlösung reicht von Golgotha zurück  bis Adam und Eva, sie reicht auch nach vorne bis zum Jüngsten Gericht. Beim Betrachten des Rosenkranzes senkt man sich überzeitlich in die Heilsgeheimnisse hinein. Was die moderne Physik und alte Theologie sehr deutlich zeigen. Die Zeit als das Vorher und Nachher der Bewegung ist eine menschliche Sicht der Dinge. Bei Gott und an sich findet alles gleichzeitig statt. Wenn Sie also zum Beispiel das Geheimnis der Verkündigung beten, dann findet diese gerade statt. Man sollte sich die zeitlichen Ereignisse nicht nacheinander, sondern übereinander denken. Denn durch die Menschwerdung Gottes wurden alle Ereignisse erlöst und geheiligt. Natürlich muss man dieses Angebot annehmen durch Bekehrung, Glauben, Taufe, tugendhaftes Leben Mitarbeit mit der Gnade etc. Aber es ist alles da. Das weiß auch der Dämon, wenn man ihm all seine Niederlagen zum Beispiel durch den Rosenkranz vor Augen stellt. Für ihn findet es auch gleichzeitig statt.  In welchem Kontext fiel doch die erste bergoglianische Bemerkung über die „selbstzufriedenen, prometheischen Pelagianer“? Jawohl, im Kontext des Rosenkranzes. Bergoglio hasst ihn, der Teufel auch. Wie der Herr, so das Gscherr. Also beten wir den Rosenkranz.  Oktober ist traditionell der Rosenkranzmonat. Wann genau die Tradition angefangen hatte ausgerechnet diesen Monat dem Rosenkranzgebet zu widmen, wissen wir nicht, aber wir glauben dass es im XVI. Jahrhundert angefangen hat als das christliche Heer bei der Schlacht von Lepanto am 7 Oktober 1571 wider Erwarten die Flotte des islamischen Osmanenreiches (heute würde man der „Kulturbereicherer“ und „Flüchtlinge“ sagen) besiegt hatte. Dieser Sieg war so unverhofft und wunderbar, dass er dem Rosenkranzgebet der Gläubigen und nicht dem militärischen Können zugeschrieben wurde, daher ordnete Papst Pius V. am Jahrestag dieser Schlacht ein Rosenkranzfest zur Ehre der Muttergottes an.[1] Der militärische Hintergrund dieses Sieges interessiert uns durchaus und wir werden dazu noch nachforschen, aber an dieser Stelle bleibt festzuhalten, dass obwohl der Rosenkranz wenigstens seit der Zeit des hl. Dominikus im XIII. Jhdt. gebetet wurde...

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 15. Beim Verlassen des Hauses oder der Zelle.

Der Alltag besteht aus Alltäglichem, das Banale aus Banalitäten. Zu der großen Versuchung eines Menschentyps, den wir den Romantiker nennen wollen, gehört die Überzeugung, dass Sein Ideal nicht hier und jetzt als das Reale ist, sondern irgendwo fern und unerreichbar existiert. Was ich traure, weiß ich nicht. Es ist ein unbekanntes Sehnen, immerdar durch Tränen sehe ich der Sonne liebstes Licht. (Möricke, Lass oh Welt)...

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Pater Poulain SJ – Wochenendbeilage

Bei all dem Dreck, der jetzt überall in der Kirche sichtbar wird, bei all dem Sumpf der uns hineinziehen will, ist es wichtig immer daran zu denken, dass man selbst nicht verloren geht. Im Flugzeug müssen Sie zuerst sich selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen, beim Klettern müssen Sie zuerst sich selbst absichern. Jawohl, es ist der Heilsegoismus, denn in der Hölle werden Sie auch selbst brennen und kein Kollektivismus des Miteinander wird Ihnen dort helfen, im Fegefeuer werden Sie auch einzeln gereinigt werden. Das also, was Sie jetzt zu Lebzeiten erreichen ist Ihnen sicher. Die Rente ist es nicht. Deswegen soll man das eigene geistliche Leben entwickeln, weil es niemand für Sie tun wird. Es ist wirklich wie mit der Muskelmasse und Krafttraining: niemand wird für Sie trainieren. Mag das Fitnessstudio auch so luxuriös und der Trainer kompetent sein, schwitzen müssen Sie schon selbst. Die Kommentare zu Pater Poulain SJ werden wenig gelesen, weil wohl 90% unserer Leser dazu kommen müsste sich wirklich feste Gebetszeiten zu setzen. Es ist wieder einmal wie beim Joggen: morgens zu müde, abends zu kaputt. Aber beten muss man schon und zwar mindestens am Morgen und am Abend. Sie erreichen viel mehr Zeit morgens, indem Sie zeitiger ins Bett gehen und nicht im Netz surfen oder Fernsehen, denn dort finden Sie kaum etwas, was Sie auferbaut. Gehen Sie früher ins Bett, dann stehen Sie auch früher auf. So einfach ist es....

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