Tradition und Glauben

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (39). Über den göttlichen Geist (iv)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.  Der Geist Gottes zieht einen zum Guten, Wahren und Heiligen. Um aber die Einwirkungen des Geistes zu erkennen, muss man zuerst intellektuell erkennen, was gut, wahr und heilig ist. Dies bedeutet die Lehre der Kirche kennenlernen. Das große Problem beim Nachkonziliarismus oder der Novus Ordo-Religion besteht darin, dass sie wirklich inhaltsleer ist. Man weiß nicht, worum es in ihr geht und wozu sie anstiftet. Und genauso ist es bei den inhaltsleeren Privatoffenbarungen – Medjugorje. Die dauern schon über 30 Jahre doch ist es unmöglich zu sagen, worin ihre eigentliche Botschaft besteht.  Weil es keinen Inhalt gibt, so kann jeder sich etwas darunter vorstellen, um sich dort wohl zu fühlen oder „die Gemeinschaft“ zu erleben. Also Esoterik und Stadionerlebnis zugleich. Das ist aber nicht die Wirkung des göttlichen Geistes, der immer zielgerichtet ist. Er leitet nicht nur zum übernatürlichen Ziel hin, er macht es auch, dass man es erreicht, weil er den Empfänger zum Guten verändert. Er ist „lebendig und wirksam“. Wenn der Geist Gottes in uns wirkt, so verändert er uns nach und nach zum Guten, sodass wir zu Dingen fähig sind, zu denen wir früher nicht fähig waren. Denn Gott wirkt in uns das Wollen und das Vollenden....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (38). Über den göttlichen Geist (iii)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.  „Deswegen muss man vorsichtig zu Werke gehen, um die verschiedenen Arten von Visionen wohl zu unterscheiden“, schreib hl. Petrus Damiani. Wer hat denn Visionen?, werden Sie wohl fragen. Mehr Menschen als noch vor 50 Jahren und viel mehr als vor 100 Jahren. Warum? Drogen, Okkultismus, Esoterik Privatoffenbarungsgläubigkeit Anderes. ad 1. Es ist gekannt, das verschiedene Drogen, insbesondere die THC-haltigen Halluzinationen spricht Visionen hervorrufen. Während aber ein naturalistischer Mediziner sagen wird, dass sich diese Vorgänge nur innerhalb des Gehirns abspielen, so meinen wir, dass wir bloß durch die neuen Techniken sehen können, dass sich diese Vorgänge im Gehirn abspielen, aber wir nicht sagen können, ob sie eine äußere Wirklichkeit widerspiegeln oder nicht. In allen heidnischen Kulturen wurde der Rausch samt Rauschgift als eine Toröffnung auf die dämonische Welt verstanden, was es auch ist. Die Verwendung der verschiedenen Rauschgifte, der heiligen Pflanze, welche einer Gottheit gewidmet war, war also eine Kulthandlung, welche an sich die Dämonen einlädt und beschwört. Menschen, die Drogen nehmen, bilden sich nicht ein mit dämonischen Wesenheiten zu verkehren, sie tun es tatsächlich auch nachdem der Rauschzustand verklungen ist. ad 2. Fast überall im Internet, auf Workshops, Seminaren etc. kann man lernen, wie man Dämonen, die natürlich nicht als solche genannt werden, beschworen, befreundet oder wie auch immer herbeigerufen werden können. Das resultiert natürlich auch in Visionen, die zu einer Besessenheit führen. Der Dämon verkleidet sich zuerst als ein Engel des Lichts und zwar buchstäblich, denn er stellt sich als ein Engel vor, was nicht mal gelogen ist, bevor er später, meistens wenn diese Person aussteigen will, sein wahres Gesicht zeigt. ad 3. Noch niemals waren die Katholiken so verwirrt wie jetzt, noch niemals haben sie mehr als Privatoffenbarungen geglaubt. Da aber jetzt, wie richtigerweise Ann Barnhardt sagt, es kaum in der Kirche gelehrte Männer gibt, welche eine echte Offenbarung erkennen können, so wird Gott jetzt keine von ihm kommenden Privatoffenbarungen senden. Auch an die anerkannten muss man nicht zwangsläufig glauben, denn sie sagen nichts Neues. Falls der Dämon aber die Schwäche für das „katholische Übernatürliche“ sieht, so verkleidet er sich dementsprechend, um zu verführen, siehe Faustina Kowalska, Garabandal, Heroldsbach und Medjugorje, womit wir wieder ein Diskussion vom Zaun brechen. ad 4. Es kommen recht selten Visionen bei Menschen vor, die zu keiner der o.a. Kategorien zählen. Gott lässt es manchmal zu, um sie zu prüfen. Die erste Vorsichtsmaßnahme, die uns von Kardinal Bona angeführten Autoren ans Herz legen ist Mißtrauen und Frage: Kommst Du von oben oder von unten? Es ist absolut falsch anzunehmen, dass etwas Paranormales, sollte es wirklich rational nicht erklärbar sein, von Gott kommt. Zu 90 % kommt es vom Teufel, weil Gott diese Regel, die er selbst gesetzt hat sehr selten überschreitet. Sollten Sie Visionen haben, dann sind diese Passagen an Sie gerichtet, denn man findet selten bessere Darstellung dieser Sachverhalte als bei Kardinal Bona.

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (37). Über den göttlichen Geist (ii)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.    War das jetzt schon Gott?, könnte man nach jeder Eingebung fragen. Viele Menschen erwarten, insbesondere am Anfang des Wegen, übernatürliche Erlebnisse, welche sehr selten sind und wenn sie stattfinden auch sehr selten von Gott kommen.  So bat ein amerikanischer Franziskaner – Father Weinandy – Gott um eine Reihen von Zeichen, die auch tatsächlich eingetreten sind, bevor er dem Antipapst Franziskus einen kritischen Brief schrieb. DSDZ fand diese Aktion von Weinandy unverfroren und Gott sehr barmherzig, dass Er sich auf Weinandys Niveau herabließ und dem Ordensmann tatsächlich die geforderten Zeichen gab. Man weiß auch ohne Zeichen und Wunder, dass Bergoglio ein Häretiker ist. Der natürliche Blick in den Denzinger genügt. Aber Gott wirkt nicht nur durch Eingebungen, Visionen, Engel, sondern auch durch natürliche Ereignisse, welche wir als „glückliche Fügungen“ wahrnehmen, was auch in Weinandys Falls stattfand. Gottes Vorgehen ist es zur Liebe und Tugend zu ziehen und dabei den Frieden zu verströmen. Gott zeigt das „schwere Gut“ – bonum arduum – als machbar, der Teufel lässt uns davor zurückschrecken, indem er es als unüberwindbar darstellt. Es ist nicht immer einfach, aber wenn wir uns einmal überwinden, dann erfahren wir auch den göttlichen Rückenwind. Wenn wir uns nicht überwinden und feige davonlaufen, dann werden unsere Ängste immer größer und alles scheint unüberwindlich.  Wenn Sie Gott nachfolgen, dann haben Sie oft eine absolute Klarheit, was ansteht und Sie merken, wie Gott tatsächlich in Ihnen bewirkt, was er mit Ihnen vorhat. Aber Sie selbst müssen dazu das „Fiat“ geben.      ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (36). Über den göttlichen Geist (i)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.  Wann haben wir überhaupt die Chance Gottes Stimme in uns zu vernehmen?   Wenn wir im Gnadenstand sind. Ist es möglich, dass ein schwerer Sünder die Stimme Gottes vernimmt? Durchaus, aber die Möglichkeit ist sehr klein. Warum? Weil Gott dermaßen rein, transzendent, heilig und überweltlich ist, dass nur eine reine Seele Ihn wahrnehmen und ertragen kann. Alle Propheten des Alten Testaments hatten bei der Epiphanie also der Offenbarung Gottes, siehe Jesaja 6, schreckliche Angst und waren sich ihrer Unwürdigkeit bewusst. Dabei waren es Gerechte des Alten Bundes. Es ist eine falsche gnostische Lehre, nach der man sich der Sünde, hauptsächlich sinnlicher, sprich sexueller Natur suhlen, aber gleichzeitig einen hohen mystischen Weg beschreiten kann. Dem ist nicht so. Dies ist eine vom Teufel gewirkte Falschmystik, die immer mehr nach unten zieht und verwirrt. Der schwere Sünder und der Heide sind Sitz der Dämonen, welche zuerst durch die Verkündigung und die Taufe/Beichte herausgetrieben werden müssen, bevor dieser Mensch zur Wohnstätte des Heiligen Geistes werden kann. Die Stimme Gottes passt sich unserer Natur tatsächlich an, sodass, wie der hl. Bernhard von Clairvaux unten sagt, man kaum sagen kann, ob man es selbst ist oder nicht ist. Man könnte es mit der Durchdringung des Lichtes durch die Scheibe vergleichen. Die Scheibe ist da. Sie ist ein Medium. Sie bricht und hält das Licht ein wenig zurück, aber es kommt dennoch durch sie hindurch. Je reiner die Scheibe ist, desto mehr Licht kann sie durchlassen. Daher reinigt Gott die Seelen gründlich, bevor er ihnen etwas mitteilen möchte. Die Stimme Gottes geht mit einer ruhigen Gewissheit einher, dass es Gottes Willen ist, obwohl das Geforderte uns oft überschreitet. Aber wir wachsen mit den Aufgaben, d.h. durch die Gnade und mit der Gnade.        ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (35). Man erkennt aus den Werken.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Ganz am Ende seiner Darlegungen wird Kardinal Bona nochmals ganz sachlich und konkret, indem er sagt, dass wir ex effectibus – „von den Auswirkungen her“ den leitenden Geist erkennen können. Nehmen wir das erstbeste Beispiel – den Antipapst Franziskus. Machte er sich ganz am Anfang seines Pontifikats über die Rosenkranz zählenden, pelagianisch-prometheischen, sich wie Kaninchen vermehrenden Katholiken lustig? Ja. Ist die atheistisch-kommunistische Zeitung La Repubblica  seine einzige Lektüre? Ja. Ist der Atheist und La Repubblica-Chef Scalfari sein Freund? Ja. Ist Bergoglio ein die Kirche hassender Atheist? Ja. Seine Taten zeugen davon. Warum sträuben wir uns das zu glauben? Weil wir uns von Gefühlen leiten lassen, die wir rationalisieren, da wir gerne einen heiligen oder wenigstens normal-katholischen Papst hätten. Aber nichts da! Pustekuchen! Aber Bergoglio ist nicht vom Himmel gefallen. Wir wurden seit 1962 darauf vorbereitet die Augen vor der Realität zu verschließen und uns die kirchliche Wirklichkeit schön zu reden. Wir dachten, dass hinter der abstoßenden Fassade sich eine zweite Schicht von Heiligkeit oder Weisheit befindet. Aber da war nichts da. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) erlebte erst in den letzten Jahren eine Befreiung, indem er realisierte, dass das Äußere wirklich zu 100% das Innere wiederspiegelt. Mehr ist nichts. Punkt. Wir alle sind Opfer des Stockholm-Syndroms und dessen, was man Gaslighting nennt. Wir halten uns für die Schuldigen („Weil wir zu wenig für unsere guten Geistlichen, die es so schwer haben, gebetet haben“) und übernehmen ihre Sicht der Dinge. Es ist wie beim Opfer eines Psychopathen. Nach einiger Zeit von Isolation und Quälerei hält sich das Opfer für schlecht und schuldig, den Psychopathen für gut, gerecht und heilig. Für jemanden, der niemals in einer solchen Situation war, ist diese Realitätsverzerrung unvorstellbar, aber viele Frauen erkennen bei Bergoglio dieselben Verhaltensmustern wie bei ihren psychopathischen Ex-Männern. Er nicht nur der Psychopath setzt uns einen Zerrspiegel vor. Der Teufel tut es auch, entweder direkt für die Beeinflussung unserer Gedanken oder durch andere Menschen, die uns vieles einreden. Aber dazu werden wir woanders mehr schreiben. Wir müssen bei der Geistesunterscheidung von der Realität ausgehen und diese lautet: wie sich jemand verhält, so denkt er, so ist er. Verhält sich ein Papst wie ein Atheist, so denkt er wie ein Atheist und so ist er ein Atheist. Er ist nicht nur privat ein Atheist, sondern ein die Kirche zerstörender den Atheismus lobender Atheist. Und wo ist die Assistentia negativa? Die gibt es bei Antipäpsten nicht. Amen....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (34). Wann ist die Erkenntnis richtig?

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Das, was hier unten Kardinal Bona beschreibt, bringt der hl. Ignatius von Loyola besser und kürzer auf den Punkt: Der Gegenstand der Geistesunterscheidung darf nur etwas Gutes oder Gleichgültiges sein. Bei hl. Ignatius heißt es wie folgt: „Zur Kenntnisnahme worüber die Erwählung zu geschehen hat. Es ist notwendig, dass alle Dinge, über die wir Erwählung zu halten wünschen, in sich indifferent oder gut sind, und dass sie im Bereich der Heiligen Mutter, der hierarchischen Kirche mitstreiten und nicht schlecht sind oder ihr widerstreitend“. (Ignatius von Loyola, Die Exerzitien. Übertragen von Hans Urs von Balthasar, Einsiedeln 19869, 45) Dies bedeutet, dass eine Sünde, eine Häresie oder etwas, was die Kirche zerstört, niemals der Gegenstand einer Wahl, Erwählung, Unterscheidung oder Geistesunterscheidung zu sein hat. Also: kein Ehebruch, keine Homoehe, keine Kommunion an Ehebrecher oder Protestanten. Es ist nämlich unmöglich, dass Gott sich selbst widerspricht, indem er zur Sünde aufruft, wie angeblich in Amoris Laetitia, weil Er selbst die Sünde verurteilt und verworfen hat. Denn Sünde ist Gott so zuwider, dass er seinen einzigen, eingeborenen Sohn als Sühne für unsere Sünden so schrecklich leiden ließ, damit alles durch die göttliche Gerechtigkeit wieder ins Lot kommt. Freiwillig zu sündigen, wenn auch leicht, ist nochmals Christus eigenhändig ans Kreuz zu schlagen. Es ist also nicht egal! Ferner, um richtig erkennen, was falsch und was richtig ist, muss man im Gnadenstand sein, denn im Stand der Todsünde, wenn man zum Beispiel im Ehebruch, auch Zweitehe genannt oder Unzucht, auch Partnerschaft ohne Trauschein gemeint, lebt, so sieht man diese Dinge nicht und empfindet das Tugendhafte und Gute als schwer und unmöglich, wie es den sodomitischen Prälaten eigen ist, welche Amoris Laetitia verfasst haben. Diese verkehrte Wahrnehmung kommt daher, weil Sie durch eine einzige Todsünde die Taufgnade verlieren, das Taufsiegel, welches Sie erleuchtet und Sie vor dem Teufel schützt. Sie verlieren auch alle aktuellen Gnaden, welche Sie zum Guten befähigen. Stellen Sie sich vor Sie sind ein Kraftsportler und schaffen beim Bankdrücken 120 kg. Durch eine einzige Mahlzeit, unsere Todsünde, verlieren Sie 90% Ihrer gesamten Muskelmasse und gewinnen 60% an  Fettgewebe. Nicht nur alles wofür Sie so lange und ausdauernd geschuftet haben, ist weg, was man Ihnen ansieht, Sie können nicht einmal 20 kg stemmen. Lohnt sich das denn? Nein, aber das ist unser Zustand nach einer einzigen Todsünde. Wir sind zu keinen Gut fähig und Sie können bei Luther, Zwingli, Kierkegaard und anderen Protestanten nachlesen oder in Bergmann-Filmen ansehen, wie sich das anfühlt. Es fühlt sich schrecklich an, man wird zu einem Genossen der Dämonen und hat ihre Sicht der Dinge. Kurz und gut: man muss im Gnadenstand sein, um das Gute zu erkennen und verwirklichen zu können. Aber kommen wir zum zweiten Punkt: 2. Das erwählte Gut muss allseitig gut sein. Der hl. Ignatius behandelt dieses Thema an verschiedenen Stellen, wir wollen die folgende Passage zitieren, welche die fünfte Woche der Geistesunterscheidung der Zweiten Woche betrifft: „Wir müssen sehr achtgeben auf den Verlauf der Gedanken. Sind Anfang, Mitte und Ende gut und hingerichtet auf etwas ganz Gutes, dann ist dies ein Zeichen des guten Engels....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (33). Erkenntnis des Menschen, Erkenntnis der Engel. Geistliche Führung.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Wir führen hier die Überlegungen des letzten Abschnitts weiter, wonach es manchmal gut ist, in geistlichen Dingen, nicht in intellektuellen wohlgemerkt, instinktiv zu handeln.  Man soll nicht allzusehr analysieren und zergliedern, denn das Geistliche, nicht das Intellektuelle, übersteigt die Natur. In diesem Bereich können Sie sich auf Ihren Glaubenssinn (sensus fidei) oder die geistliche Wahrnehmung verlassen. Es ist wirklich  wie bei Kampfsport oder einer militärischen Ausbildung. Wenn Sie wirklich sehr lange trainiert haben oder gedrillt worden sind, dann reagieren Sie instinktiv richtig. Wenn Sie lange genug bei Gott durch Gebet, Sakramente, Buße, Anbetung und andere geistliche Übungen verweilt haben, so wissen Sie wie gleichsam „Gott schmeckt“ und wie er sich „anfühlt“ und wie es anders ist.  Daher sollte man bei der Geistesunterscheidung mit Einfalt, also mit Einfachheit zur Werke gehen.  Diese Regel ist aber für diejenigen gedacht, welche das Geistliche oder Spirituelle vom Intellektuellen und Psychischen unterscheiden können....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (32). Erkenntnis des Menschen, Erkenntnis der Engel. Geistliche Führung.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Die unten angeführten Ratschläge können aus dem Kontext gerissen schnell als ein „christlich-katholischer Anti-Intellektualismus“ missverstanden werden. Das es so etwas gegeben hat oder gar noch gibt hat die bürstenschnittige Pastoralassistentin in ihrem Studium von einem immer noch in der Aufklärung (wir meinen hier die philosophische Periode und nicht „Dr. Sommer“) stehenden altliberalen Professor gelernt.  Insbesondere der Ausspruch vom Abt Absalon: „Da regiert der Geist Christi nicht, wo der Geist des Aristoteles herrscht“...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (31). Erkenntnis des Menschen, Erkenntnis der Engel. Geistliche Führung.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Die unten angegebenen Passagen behandeln zwei Themenbereiche, die wir dennoch in einem Beitrag zusammenführen wollen: Erkenntnis Geistliche Leitung Wie richtigerweise Kardinal Bona schreibt und was wir schon mehrmals erwähnt haben, erkennt der Engel, der gute oder der gefallene, alles auf einmal, während der Mensch sukzessiv schlussfolgert. Die Erkenntnislehre der Engel ist beim hl. Thomas sehr eingehend dargestellt (Summ. theol. Ia Iae, q. 54 bis 58) und bei Diekamp-Jüssen (Katholische Dogmatik, Wil: Alverna 2012, 376-377) gut zusammengefasst....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (30). Selbsterfahrung, Selbstvollzug und Empathie

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzu kommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Als DSDZ am letzten Sonntag die wieder einmal grauenvolle Predigt eines Priesters, der auch die Alte Messe liest  über sich ergehen ließ, so dachte er, wie gut es doch ist, dass katholische Priester sechs Jahre lang im Priesterseminar von der Welt abgesondert werden, um die Perspektive Gottes kennenzulernen und alle Dinge von Gott her beurteilen zu können. Denn spirituelle Unterweisung kommt von den Mönchen, den Eremiten, welche fort gingen, um als Einzelner/Einsamer – monachos Gott das Eine – monas– kennenzulernen, wie es hl. Hieronymus fasste. Der Priester, von dem die Rede ist, ist diesen Weg nicht gegangen, was bei allem, was er predigt leider sehr zum Nachteil sichtbar wird. Wir wollen an dieser Stelle nicht den traurigen Zustand unserer Seminare samt McCarrick-Geschichten betrachten, sondern gleich zum Idealfall übergehen, welcher eigentlich der Realfall ist, weil es sonst nicht funktioniert....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (29). Konkrete Regeln für Seelenführer

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. An dieser Stelle kommen wir endlich zu den praktischen Ratschlägen für Seelenführer oder für uns selbst, die keine Seelenführer haben. Diese Ratschläge sind jedoch nicht unbedingt weniger theoretisch als der vorhergehende Teil, weil man recht viel Theorie braucht, um die richtige Praxis anzuwenden. Kardinal Bona stellt nochmals fest, dass das äußere Rahmenwerk keine letzte Sicherheit bietet, wenn der Beichtvater die Sünde oder den hl. Geist nicht „riechen“ kann, ein Ausdruck von DSDZ und selbst nicht Vieles geistlich mitgemacht hat, um dieselben Symptome, die er bei sich festgestellt hat, bei anderen festzustellen. Deswegen wurden die Heiligen so stark geprüft, damit sie geistlich alle Krankheiten durchleiden, um diese bei anderen diagnostizieren zu können. Es ist wirklich sehr schwierig bei sich selbst die Geister zu erkennen, wenn man sozusagen „in Bewegung“ ist, daher braucht man eine Außenansicht von jemand, der kompetent ist. Was ist die erste Norm der Geistesunterscheidung? Die Heilige Schrift – die norma normans (die normierende Norm) und norma non normata (die nicht genormte Norm). Gott lügt nicht und zeigt uns den Weg, wenn man sein Wort Ernst nimmt und keine „Jedoch-aber-Wenn“-Exegese anwendet. Damit ist auch implizit die richtige theologische Ausbildung umfasst, denn die Normen des geistlichen Lebens dürfen niemals der Dogmatik widersprechen. Seit aber durch Vat. II die Dogmatik auseinander gegangen ist und der „Denzinger-Katholizismus“ verpönt wurde, gibt es kein geistliches Leben mehr und fast alle Wege des Katholizimus führen in (a) die östlichen Religionen durch Joga, in (b) die Gnosis und in (c) die Esoterik. Man muss:...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (28). Wahre göttliche Offenbarung untrüglich feststellbar.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Wenn Gott sich jemandem offenbart, dann gibt er ihm die untrügliche Gewissheit, dass Er es ist. Kardinal Bona stellt in den unten angeführten Texten eine Reihe von Heiligen, die ein untrügliche Gabe der Herzensschau hatten und denen man nichts vormachen konnte. Warum ist es theoretisch möglich, dass man eine solche Gewissheit erlangt? Weil: Gott die Wahrheit (veritas) und wahrhaftig (verax) ist. Seine Offenbarung wahr ist. Die menschliche Seele auf Wahrheit ausgerichtet ist. Gott sich Menschen offenbart, die Seiner Offenbarung würdig sind. So trifft die Wahrheit Gottes auf einen wahrheitsfähigen Grund. Und die Gewissheit entsteht....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (27). Man selbst ist immer unsicher.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. In dieser längeren Vorrede stellt Kardinal Bona fest, dass man leider bei der eigenen Geistesunterscheidung immer unsicher ist, welcher Geist uns antreibt und die Antriebe zweifelhaft sind. Deswegen müssen wir unsere eigenen Antriebe objektivieren und wir erkennen den Antrieb an seinen Konsequenzen. Man kann es in der Makro-Skala gut erkennen: Was hat das Vatikanum II gebracht? – Verwüstung. War es vom Heiligen Geist? – Nein.  ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (26). Bei der Geistesunterscheidung kann man subjektiv immer irren.

    Fünftes Kapitel. Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und betrüglich [trügerisch], wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche [kunstfertige] Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende [Zweck] einige Regeln vorgeschrieben. Obwohl die vorgelegte deutsche Übersetzung aus der Mitte des 19 Jhdts. stammt, so haben einige Worte ihre Bedeutung dermaßen verändert, dass uns eine Übertragung einiger Termini des Titels angebracht schien. Worum geht es in diesem Kapitel? Darum, dass niemand bei sich selbst, d.h. subjektiv, und das ist eine wichtige Einschränkung immer die Geister richtig unterscheiden kann. Warum? Weil der Teufel wirklich real sind und er wird, unter Zulassung Gottes, dafür sorgen, dass Sie oft nicht wissen werden, wo oben und wo unten ist. Es gibt auf dem offenen Meer Windstärken, wo der Himmel verschwindet samt der Horizontlinie und wirklich alles zu wüsten Wassermassen wird. Wikipedia beschreibt diese Orkanstärke wie folgt: See vollkommen weiß, Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Sicht mehr.  ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (25). Gesetzmäßigkeiten des Heiligen Geistes.

  Viertes Kapitel. Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln.   DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) war ein vorwitziges und altkluges Kind, welche seine Lehrer durch seine „unverschämten Fragen“ – siehe der Hirte des Herma – ins Bockshorn jagte. Aber es war keine Bosheit, sondern ein wirkliches Interesse an den Problemen. Da die Lehrer, insbesondere die Hochschullehrer schnell bei ihm aggressiv wurden, so hat er wirklich viele Erfahrungswerte, um feststellen zu können, wenn jemand keine Ahnung hat und sich um die klare Antwort drückt. Diese Antwort des Unwissenden lautet immer: Das kann man so pauschal nicht sagen. Das kommt darauf an. Es ist von Fall zu Fall verschieden. Sie erkennen es, nicht wahr? Dies ist die Rhetorik des Bergoglio-Pontifikats mit dem Gott der Überraschungen und dem Heiligen Geist, der weht, wo er will, in der letzten Zeit zunehmend Richtung Ehebruch und Homosex, siehe Amoris Laetitia. Stimmt das aber? Nein, seit sich Gott in Jesus Christus geoffenbart hat und den Heiligen Geist gesandt hat, um die Kirche immer tiefer in das Geheimnis Christi zu führen und nicht von der Wahrheit weg zu führen, gibt es keine Überraschungen. Alles ist im Großen und Ganzen vorgegeben. Es ist wirklich wie eine Gleichung, z.B., welche auf der Meta-Ebene (der Ebene über der Ebene) so lautet: ∀xyz: (x + y) + z = x + (y + z) man liest es: für jedes x y z gilt: (x + y) + z = x + (y + z) in einem konkreten Fall jedoch sieht die Anwendung der o.a. Formel wie folgt aus: (3 + 4) + 5 = 3 + (4 + 5) Es ist das Assotiativgesetz, welches für jedes x, y, z gilt, gleich welche Ziffer wir dafür einsetzen. Wie Sie sehen es ist zugleich konkret und dennoch nicht so eingeschränkt, dass es nicht viele Fälle umfassen könnte. Und so ist auch das Gesetz Gottes: Du sollst nicht Ehebrechen. Jede sexuelle Handlung eines Verheirateten außerhalb seines angetrauten Ehegatten oder Ehegattin ist eine schwere Sünde und jeglicher Sex außerhalb der Ehe ist es auch.  Keine Ausnahmen: gleich ob die eigene Frau alt und häßlich und die Sekräterin jung und hübsch ist. Dennoch muss x in unserem Falle nicht 3 lauten, es kann auch 4212, 34 sein oder 17. Was hat das aber mit der Geistesunterscheidung zu tun? Das, dass wir nicht absolut jeden Einzelfall als solchen voraussehen können, aber wir kennen doch die Formel. Wenn man ein geistliches Leben führt, dann erfährt man sowohl die Führung des Heiligen Geistes als auch Versuchungen des Teufels. Man kann dann tatsächlich anderen raten, weil man wenigstens die grobe Struktur erkennt.  Kardinal Bona rät, sich im spirituellen Leben bei Älteren Rat zu holen. Ja, schön wäre es, wenn man welche hätte. Warum? Weil der Teufel, der versucht, im Verborgenen bleiben will. Auch wenn Sie einen inkompetenten Beichtvater haben und ihm Ihre Versuchungen beichten, dann bekommen Sie selbst mehr Licht und die Macht des Teufels wird sozusagen verbrannt. Gott liebt die Demut, der Teufel scheut sie. Sehr treffend schreibt Kardinal Bona, dass es nicht möglich ist, dass eine echte Offenbarung, die ja so selten vorkommt, durch das Urteil der Anderen vernichtet wird. Wenn sich Gott wirklich offenbart, dann wird er früher und später für die Verwirklichung seiner Offenbarung sorgen. Also...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (24). Guter Geist ist sanft, böser Geist beißt.

Viertes Kapitel. Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln. Eigentlich ist es sehr einfach. Der Teufel will uns quälen, uns beißen, uns verwirren. Daher ist eine jegliche Regung, die grob, beißend oder gewaltsam ist dämonischen Ursprungs. Nein, es ist nicht Ihr schlechter Charakter oder Ihr Unterbewußtsein. Es ist nicht Ihr Temperament. Es ist der böse Geist, der bei Ihnen „angedockt“ hat und versucht seine eigene Persönlichkeit Ihnen aufzudrücken. Daher ist es notwendig einerseits die Disposition in sich selbst zu verändern, damit der Dämon nicht so einfach andocken kann und zweitens die geistlichen Mittel (Gebet, Stoßgebete, Fasten, Bußübungen) anzuwenden. Ein Beispiel aus dem eigenen Leben. Der Schreiber dieser Zeilen (DSDZ) hat ein Wutproblem und er geriet oft in Rage, wenn man ihn beispielsweise beim Schreiben störte. Würde jetzt jemand ohne anzuklopfen in sein Arbeitszimmer kommen, dann gäbe es wohl instinktiv eine Szene und ein Geschrei. Es ist zwar eine lässliche Sünde, aber dennoch eine Sünde. Und es gibt Menschen, die den DSDZ gar nicht anders gekenngelernt haben als schreiend, überarbeitet und kaum ansprechbar. Was ist der Grund dafür? Zu wenig Pausen, zu wenig Erholung. DSDZ arbeitete immer sehr viel, sodass er oft sehr gereizt war und ein Wutausbruch war daher nicht weit....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (23). Gutes kommt nur von Gott.

  Viertes Kapitel. Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln. Was wir in unserer Zeit des praktischen Pelagianismus vergessen, weil wir es nicht vermittelt bekommen, ist die Tatsache, dass der Mensch von sich aus, der katholischen Erbsündenlehre zufolge nicht gut ist. Deswegen genügt es nur „menschlich“ zu bleiben, als könnte man bakteriell werden. Somit kommt alles Gute von Gott. Deswegen brauchen wir die Taufe und die Gnade. Deswegen ist es falsch von Atheisten, Heiden und schweren Sünden eine Ethik zu verlangen, die für uns Katholiken selbstverständlich ist. Deswegen werden wir in Beziehungen mit ihnen, womit wir jeglichen Kontakt meinen, immer „draufzahlen“. Es wird kaum etwas zurückkommen. Das Böse hat eine zweifache Quelle: (1) uns selbst, (2) den Dämon, das Gute kommt von Gott durch seine Gnade. Deswegen ist es so wichtig uns täglich mit der Gnade aufzufüllen, womit nicht nur die Gnade der Sakramente, sondern auch die der Sakramentalien gemeint ist: Gebet, Kreuzzeichen, Weihwasser, Verwendung der Andachtsgegenstände etc....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (22) Bin ich es oder kommt es von Außen?

Viertes Kapitel. Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln. Die Grundlage einer guten Geistesunterscheidung ist eine gute Selbsterkenntnis. Wenn ich mich kenne, dann weiß ich, was mir fremd ist. Das Problem mit unseren ungebildeten, psychologisierenden und in der spirituellen Literatur unbelesenen Beichtvätern ist dies, dass sie, laut Psychologie und Psychoanalyse („Papa“ Freud und „Onkel“ Jung), das Fremde in uns dem Unbewußten oder dem Unterbewußtsein zuschreiben, statt den Dämonen, die auf uns wirken. Wenn sich ein normaler Mensch fragt: Woher habe ich denn nur solche Gedanken oder solche Träume? Das bin ja nicht ich. Dann lautet die Antwort: Ja, es sind die Dämonen, die auf Dich einwirken, indem sie ihr eigens Wesen dir aufdrücken....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (21) Gutes kommt von Gott, Böses vom Teufel.

Wie so Vieles bekommt auch der Begriff „Unterscheidung“ (discretio) unter Bergoglio einen schlechten Touch. Katholisch bedeutet es, dass man zwischen objektiv Guten und Bösen unterscheidet, bei Bergoglio bedeutet es, wie man die Gebote Gottes aushebelt, um „frisch drauf los zu sündigen“, um es mit Luther zu formulieren. Aber irgendeine Unterscheidung ist erst dann möglich, wenn ich ein objektives, unveränderliches Kriterium habe, das nicht mit mir selbst identisch ist. Denn es alles, was ich mache, weil es mir Lust bereitet und „gut für die Umwelt ist“, um es mit Amoris Laetitia zu sagen, gut ist, dann braucht ja nichts unterschieden zu werden. Kardinal Bona schreibt, dass alles Gute von Gott und alles Böse entweder vom Teufel direkt oder vom Teufel durch unsere gefallene Natur kommt. Das ist natürlich keine große Überraschung, aber dieser Satz wird erst dann sinnvoll, wenn ich weiß, was das Gute und Böse an sich ist. Ich brauche Offenbarung, welche sich auf Metaphysik stützt, diese wiederum auf Logik. Wenn der Jesuit Spandaro schreibt, dass 2 und 2 in Theologie auch 5 ergeben können, dann argumentiert er diabolisch und ist ein Dummkopf. Ja, der Teufel hasst die Logik, Mathematik hasst er auch und deswegen werden Sie bei den Novu Ordo Leuten keinen stringenten Beweis erleben, sondern das hegelianische Sowohl-als-Auch-Gewusel, bei dem es nichts zu unterscheiden gibt....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (20) Geistesunterscheidung ist schwierig.

In einer wirklich langen Vorrede zum vierten Kapitel stellt Kardinal Bona fest, dass die Unterscheidung unserer Antriebe: Gott, Teufel oder ich schwierig ist. Das ist wirklich nichts Neues und man fragt sich, warum er sich wiederholt. Um es klarer zu machen. Kardinal Bona schreibt nämlich nicht, dass die Geistesunterscheidung an sich unmöglich ist, sondern dass der Unterscheidende selbst Schwierigkeiten dabei haben wird. Warum? Weil er in Bewegung ist und keine Außenansicht hat, die sein subjektives Empfinden objektiviert. Der Schreiber dieser Zeilen nimmt seit einem Jahr wieder einmal Gesangsunterricht, welcher darin besteht, dass er singt und seine Lehrerin in dauernd kritisiert. Warum ist das notwendig? Weil Sie selbst, als die Schallquelle, sich objektiv nicht hören. Sie emittieren Laute, welche durch Schallwellen erst jemanden erreichen. Bei bestimmten Lagen ist man objektiv nicht in der Lage sich selbst zu hören und deswegen hat jeder Opernsänger seinen Korrepetitor  der ihm sagt, ob er zu hoch oder zu tief ist. Da das Singen darin besteht bestimmte Bewegungen auswendig zu lernen, wie beim Tanz, so ist es möglich, dass wenn Sie einen Part falsch einstudieren Sie dann diesen Ton immer zu tief oder zu hoch singen werden, ohne sich dessen bewußt zu sein. Dies sind aber keine Fragen des Talents oder stimmlichen Voraussetzungen, sondern Fragen der Physik und der Mechanik. Genauso ist es bei der Geistesunterscheidung bei einem selbst. Man weiß es selbst manchmal nicht und braucht die Außenansicht und eine Korrektur, die leider nicht erfolgt, weil wir keine gläubigen, betenden und ein asketisches Leben führende Priester haben. Sie müssten ja jemanden finden, der Ihnen nicht nur wohlgesonnen ist, sonder der selbst um diese ganze Thematik weiß. Da es solche nicht gibt, publizieren wir hier Kardinal Bona und jammern nicht weiter darüber.  Da das nächste Kapitel von der Ergründung des Herzens handelt, werden wir es mit den Bildern vom Hl. Herzen Jesu illustrieren....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (19) Menschliche Antriebe.

Kardinal Bona schreibt, dass der menschliche Geist einem jeden Menschen angeboren ist. Ein ungetaufter Heide hat also nur einen Geist auf sechs mögliche Geister, die Kardinal Bona beschreibt und hält das für die Welt. Der Schreiber dieser Zeilen lebt und arbeitet unter lauten Atheisten. „Aber gute Menschen“, würde ein Novus Ordo Pfarrer zufügen. Nein, leider keine guten, sehr schlechte Menschen. Es ist die gefallene Natur – natura lapsa, welche von der Erbsünde lädiert und von anderen Sünden wurmstichartig zersetzt ist, wie ein wurmstichiger Pilz, den man im Wald findet. Interessanterweise halten sich all diese Menschen für den Mittelpunkt der Welt und fordern einen quasi-göttlichen Kult für sich, den der Schreiber dieser Zeilen natürlich nicht entgegenbringt. Nein, liebe Leserinnen und Leser, es ist wirklich nicht dasselbe, denn ein Atheist: nimmt die Welt anders war, hat eine ganz andere Hierarchie der Werte, und benimmt sich dementsprechend, es geht die ganze Zeit nur im IHN....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (18) Drei Grundgeister.

Da jeder, der sich mit einer Sache näher beschäftigt gut zu differenzieren weiß, unterscheidet der Hl. Bernhardt von Clairvaux sechs Geister, die im Menschen wirken. Nur einer ist der rein menschliche Geist. Nur eines ist das ICH, das moderne ICH, das Subjekt, das Individuum oder wie wir es auch nennen wollen. Und schon allein dadurch sieht man, wie absolut falsch der „moderne Ansatz“ ist, der den „modernen Menschen“ auf den Altar stellt, weil der „moderne Mensch“, den es ja nicht gibt, nur solch einen kleinen Teil der Wirklichkeit ausmacht. Das, was der hl. Bernhardt mit St. Paulus „den Geist der Welt“ nennt, ist die kulturelle Matrix, in der wir leben. Manchmal trifft der Schreiber dieser Zeilen Menschen, die ihn irgendwie beeindrucken wollen und ohne es zu wissen Leitartikel der Mainstreampresse aufsagen, überzeugt ihre eigensten Gedanken wiederzugeben. Ja, die Propaganda hat ganze Arbeit geleistet, denn jemanden so zu beeinflussen, dass er 100% Systemkonform wird, ohne das er es merkt, ist die höchste Leistung der Manipulation.  Man muss sich wirklich die Frage stellen:...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (17) Was „Geist“ bedeutet.

Im nachfolgenden Beitrag stellt Kardinal Bona die Bedeutungen des Wortes „Geist“, wie sie in der Heiligen Schrift vorkommen zusammen. Er verwendet das Wort aber im Sinne einer Motivation, einer inneren Regung, die einem Menschen von innen heraus einen Impuls verleiht. Dennoch ist dieser Impuls etwas, was von außen kommt. Wie wir Luft holen, also den Spiritus, den Hauch von außen, so holen wir auch von außen unsere Motivationen. Diese sind: Gott oder Teufel, soweit Gott ihm seine Tätigkeit erlaubt. Es ist aber nicht so, wie Luther glaubte, dass der Mensch ein Esel sei, auf dem entweder Gott oder der Teufel reitet, was den freien Willen ausschließen würde, sondern damit jede Tätigkeit mit zum Heil oder zur Verdammnis gereichen kann, geht die Motivation zu einer Handlung oder zur Art und Weise ihrer Erfüllung entweder von oben oder von unten aus. Es ist also nicht das Ich, wie der deutsche Idealismus es gerne hätte, welches sich der Außenwelt überstülpt, sodass immer irgendwo etwas „gottet“, weil alles irgendwie „Geist“ ist, wie der dumme Hegel es wollte.  Nein, die menschliche Eigenheit wird bewahrt, die Eigenständigkeit auch, da aber das Geistliche auf das Körperliche wirkt, weil es dem Letzteren übergeordnet ist, so wirken die geistigen Mächte auf uns, meistens so, dass wir es nicht merken, wenn wir noch keine Geistesunterscheidung ausgearbeitet haben....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (16) Selbstbeobachtung als erster Schritt.

Nach einer wirklich langen Pause kehren wir zu der Geistesunterscheidung von Kardinal Bona zurück, welche seit nun an einem jeden Spirituellen Mittwoch abwechselnd mit anderen geistlichen Themen präsentiert werden wird.  Diejenigen Leser, die neu sind oder sich an die vorigen Beiträge von Kardinal Bona nicht erinnern können, mögen nachblättern oder es nochmals von vorne lesen. In dem heute vorgestellten Text vom Richard von hl. Viktor, den Kardinal Bona zitiert, geht es darum, dass, um zu einer guten Geistesunterscheidung zu kommen, man eine sehr gute Selbsterkenntnis braucht und zwar sowohl im Natürlichen wie auch im Übernatürlichen, weil sich sowohl Gott als auch der Teufel unserer natürlichen Gegenbenheiten bedienen werden....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (15) Katholische Anthropologie.

Katholische Anthropologie Nach längerer Pause, welche der Notwendigkeit der Polemik geschuldet war, kehren wir zum Eigentlichen, d.h. dem Heil unserer eigenen Seele zurück. Denn über diese werden wir im Augenblick des Todes Rechenschaft ablegen, nicht über Papst Franziskus und seine Konsorten. Wenn Hilary White dazu aufruft, dass Katholiken zu „einsiedlerischen Gebets-Ninjas“ mutieren sollten, da Papst Franziskus jetzt noch die verbleibenden kontemplativen Orden zugrunde richten wird, so ist dieser einsiedlerische Gebetsuntergrund etwas, was von einigen Katholiken seit vielen Jahren bereits praktiziert wird. Das Einsiedlertum ist aber einsam und zwar nicht nur im Sinne der fehlenden menschlichen Gesellschaft, deren Mangel gerade dem Gebetsleben zuträglich ist, sondern im Sinne der fehlenden geistlichen Leitung. Wenn Sie, mit Gottes Hilfe, in höhere Regionen des Gebetslebens vorschreiten, so finden Sie so gut wie keinen Priester, der Sie noch leiten wird, da der Zustand unserer Priesterschaft als bekannt vorausgesetzt werden kann. Sie werden sich also selbst leiten müssen, wie die ersten Einsiedler ja auch, welche vor dem arianischen Klerus (heute ist es der „franziskanische“) Zuflucht suchen mussten. Gott hat sie unterstützt und dank all den frühen Gebets-Ninjas sind später Orden entstanden, von denen wir so ca. bis 1962 zehren konnten. Dennoch ist das Einsiedlertum mit Gefahren verbunden, da man auf sich selbst gestellt sich irren und straucheln kann. Man ist aber auf sich selbst gestellt, da unsere Priester in dem moralisch-geistlichen Zustand sind, in welchem sie sind und demzufolge keine Ahnung haben....

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Kard. Bona, Die Unterscheidung der Geister. (14) Der böse Geist „mischt mit“.

  Damit wir bei aller theologischen Polemik nicht das eigentliche Ziel unseres Lebens verlieren, welches darin besteht die Gottesebenbildlichkeit, soweit es uns möglich ist, in diesem Leben zu erreichen und Verdienste vor Gott zu erwerben, so wollen wir wieder eine Passage aus Kardinal Bona vorstellen. Das dritte Kapitel fängt mit einer grundsätzlichen Anthropologie (Lehre vom Menschen) an, wonach der Mensch aus Verstand und Seele besteht. Soweit, so gut, können wir denken, aber schon an dieser Stelle ist festzuhalten, dass die Gefühle hier nicht aufgeführt werden. Warum? Weil sie zur Entscheidungsfindung und zum Treffen einer Entscheidung nicht beitragen sollten. Der Verstand richtet sich nach der erkannten Wahrheit (veritas), der Wille nach dem erkannten Guten (bonum), welches mach der Erkenntnis angestrebt wird. Wenn aber der Verstand das Falsche oder die Lüge für die Wahrheit hält, dann muss er irren und einem angeblichen Gut (bonum), welches an sich ein Übel (malum) ist folgen. Denn wenn jemand ein Übel (malum), wie z.B. Konkubinat, für ein Gut (bonum) hält, dann wird das Übel nicht automatisch zum Guten. Übel bleibt Übel und es richtet sich danach aus, wie Gott es sieht und nicht wie der Mensch es sieht. Deswegen ist das Verkünden von Irrlehren, wie Amoris laetitia, so verfänglich, weil sich die Menschen an der Lüge ausrichten und somit kein objektives Gut (bonum) anstreben können. Die katholische Theologie und Metaphysik sagt: verum, bonum et pulchrum convertuntur, d.h. „das Wahre, Gute und Schöne fallen in eins zusammen“. Das eine führt zum anderen. Ebenfalls fallen das Falsche, das Böse und das Hässliche zusammen, weil hier auch eins zum anderen führt. Wir nehmen hier mit hl. Thomas den Vorrang des Intellekts vor dem Willen an, da der Wille nur danach streben kann, was er vorher erkannt hat. Man muss zwar streben wollen, aber der Wille ist, unserer Meinung nach, nur eine zu verwirklichende Potenz. Es bleibt hier festzuhalten, dass ohne die richtige, d.h. die katholische im Sinne von thomistische, Anthropologie niemand ein gesundes, katholisches geistliches Leben führen kann. Und deswegen sind jegliche Anleihen aus der fernöstlichen Spiritualität dermaßen verhängnisvoll und zerstörerisch, wie uns viele Orden,[1] besonders aber die Jesuiten mit ihrem Zen-Buddhismus und Niedergang vormachen,[2] weil der Buddhismus von einer völlig anderen Anthropologie und einem völlig anderem Gottesbild, einem heidnischen eben, ausgeht. Buddhismus und Katholizismus sind nicht kompatibel, Joga und Christentum auch nicht. Soweit, so gut: man muss also sich an die richtige katholische Lehre im Sinne der Wahrheit (veritas) intellektuell halten und willentlich dem erkannten Guten (bonum) folgen. Wo aber, könnte man fragen, ist hier Platz für Unterscheidung der Geister? Viele Menschen, von der aufklärerischen Sicht eines losgelösten menschlichen Verstandes geprägt, glauben nicht, dass der Teufel, d.h. der böse Geist, auf unseren Verstand oder unseren Willen Einfluss nehmen kann. Sie glauben vielmehr, dass sich der dämonische Einfluss höchstens in dem unspezifizierten „Seelischen“ (was auch immer dies sei) niederschlagen kann und dieser Einfluss bei manchen Menschen beispielsweise in falschen Visionen zu Tage tritt. Vertraut man, so diese Meinung, seinen fünf Sinnen und dem gesunden Menschenverstand, dann ist man von solchen dämonischen Einflüssen sicher. Dies ist aber nicht der Fall. Man ist vor ihnen niemals sicher. Man erkennt sie nur nicht, weil der Teufel ein meisterhafter Manipulator ist und uns seine Gedanken und Einfälle als die unsrigen vorstellt. Der Teufel kann den Intellekt verblenden, er kann den Willen beeinflussen. Wie...

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Kard. Bona, Die Unterscheidung der Geister. (13) Geistesunterscheidung ex effectibus und ex gratia.

Kardinal Bona stellt fest, dass obzwar es das Charisma der untrüglichen Geistesunterscheidung gibt, dieses dennoch sehr selten vorkommt. Das Übernatürliche, welches von Gott kommt, ist selten. Das Paranormale dämonischen Ursprungs kommt häufiger vor. Warum ist es so? Weil Gott die Regeln, die er selbst für das Natürliche und Übernatürliche, im Sinne des Gnadenlebens, aufgestellt hat, höchst selten selbst außer Kraft setzt und falls er es doch tut, dann nur als eine Bestärkung der Verkündigung. Beim Fest des Hl. Vinzenz von Ferrara (1350-1419), das gestern am 5.04 gefeiert wurde, spricht die zweite Nokturn von vielen Wundern, die er getan hat, was mit seinen Kanonisationsakten übereinstimmt.[1] Aber er war vor allem ein großer Prediger (siehe oberes Bild) und die Wunder bestätigten die katholische Lehre , die er verkündete und zwar in der harten Zeit des abendländischen Schismas. Deswegen sind Wunder um der Wunder Willen im Katholizismus stets verdächtig, da sie, falls sie wirklich stattfinden und es sich um keinen Betrug handelt, vom Bösen stammen können. Wunder sind also selten und echte Charismen auch und deswegen sind wir darauf ausgelegt ex effectibus also von den Wirkungen her zu beurteilen. Bei der Unterscheidung der Geister genauso wie in anderen Bereichen. Deswegen hat sich Kardinal Bona diese Mühe gemacht all die Regel, unter Verweis auf Autoritäten, niederzuschreiben und wir machen uns die Mühe seine Regel zu kommentieren. Denn mühevoll ist es schon! Dennoch muss man sagen, dass mit dem eigenen geistlichen Fortschritt die eigene Geistesunterscheidung auch wächst, weil man in der Gnade und aus Gnade (ex gratia) lebt, sich mit Gnade nährt, die Gnade sozusagen atmet und daher das Andere, welches von der Gnade fern ist, weil es sündigt, recht einfach erkennen oder eher erspüren kann. Natürlich gilt hier das rechte, katholische Verhältnis der Gnade zu den guten Werken und das katholische, nicht das lutherische, Verständnis der Gnade. Aber lebt man in der Gnade, hauptsächlich durch das Gebet, so ahnt man Vieles, aber beweisen kann man in der Theologie etwas erst dann, wenn man einen Autoritätsbeweis anführen kann. Da die Gnade auf dieselbe gleich bleibende Art und Weise verfährt, wie der Widersacher Gottes es tut, so kann es Regeln für das geistige Leben geben.  Daher ist die Rede davon, dass Gott, so in etwa seit Papst Franziskus, „neue Wege gehen will“ immer verdächtig und häretisch. Denn seit Pfingsten, welches schon lange vorbei ist, geht Er die erprobten Wege. Die Neuheit des Evangeliums galt für Juden und Heiden, aber sie gilt doch nicht für Christen. Wir leben nicht mehr in der Apostelgeschichte, meine Damen und Herren! Daher die Tradition der Kirche, an welcher man sich, wie an dem Erprobten, richtet. Und das praktische Verwerfen der Tradition nach dem letzten Konzil stellt uns und besonders viele deutsche Bischöfe, wie Kard. Woelki, „der nicht weiß, wohin die Reise gehen wird“, buchstäblich vor das Nichts. Denn es gibt die erprobten Wege der Gnade, genauso wie es die Wege der Ungnade gibt und daher die Möglichkeit der Formalisierung der Moraltheologie, wie es z.B. der hl. Thomas von Aquin aber auch Kassianus oder Evagrius Ponticus es tun. Führt man kein geistiges (intellektuelles) und geistliches (spirituelles) Leben, so sieht man – spirituell gesehen tatsächlich nicht – und ist man Bischof, Pfarrer, Kardinal oder Papst so ist es tatsächlich von Nachteil. Mit „nichts sehen“ meinen wir nicht nur das fehlende geistliche Gespür des Spirituellen,...

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Kard. Bona, Die Unterscheidung der Geister. (12) Geschmack für das Göttliche.

Sensus divinus als gustus divinus Die Kirche verwendet den Begriff Glaubenssinn (sensus fidei), womit ausgedrückt wird, dass man einen übernatürlichen Sinn (sensus) für die übernatürlichen Dinge des Glaubens durch die Taufe erhält. Wie bei jeder natürlichen Sensorik kann man diesen Sinn durch seine Ausübung verfeinern. Jemand, der ausschließlich Kartoffeln ißt, wird wohl niemals ein Feinschmecker werden, weil sein Geschmackssinn durch diese eintönige Speise dermaßen verkümmert ist, dass er nichts anderes herausschmecken wird. Ob sich der in der Kindheit durch Mangelernährung oder Fast Food verkümmerter Geschmackssinn wieder erholen und entwickeln kann, soll an dieser Stelle nicht untersucht werden, obwohl es in manchen Fällen wohl möglich sein wird. Die Rede vom Geschmack soll uns hier nur als eine Analogie dienen. Kardinal Bona spricht nämlich in den hier vorgestellten Texten vom „Geschmack“ (gustus) mit dessen Hilfe man das Heilige vom Unheiligen unterschieden kann. Er unterscheidet ihn von der Geistesunterscheidung, da die letztere „im Verstande“ der Geschmack des Übersinnlichen, so wollen wir ihn hier nennen, sich im Begehrungsvermögen (pars concupiscibile) befindet, womit, ganz vereinfacht ausgedrückt, die sub-rationale Ebene des Menschen darstellt. Es ist doch tatsächlich wahr, dass die Geistesunterscheidung noch auf einer sub-rationalen Ebene einsetzt, auf der wir spüren, dass irgendetwas nicht stimmt und was man auf Deutsch als „Bauchgefühl“ bezeichnet. Der Schreiber dieser Zeilen ist mehr als einmal in die Irre gegangen, weil er auch sein Bauchgefühl oder gustus nicht gehört hat und zwar deswegen, weil er dieser seiner Ebene nicht traute. Es stellt sich heraus, dass doch tatsächlich Männer keine schlechtere Intuition als Frauen haben, aber nicht auf diese Hören, weil sie mehr der rationalen Ebene trauen. [1]  Warum ist es so? Weil intuitive Wahrnehmung immer noch als Frauendomäne betrachtet wird, außer beim Aktienkauf, wie es scheint. Außerdem sind Männer überhaupt in der Lage die Gefühle vom Denken zu unterscheiden, weil je männlicher ein Gehirn ist, desto weniger Verbindungen zwischen den Arealen, die für das Fühlen verantwortlich sind und denen, die für das Denken verantwortlich sind, aufweisen. Was man unterscheiden kann, dass kann man auch ausklammern. Je weiblicher ein Gehirn ist, desto mehr werden Gefühle, also auch Intuitionen und das Denken vermischt. Jeder kann es selbst herausfinden und einen der Tests: „Wie männlich oder weiblich ist mein Gehirn?“ lösen. Und daher handeln Männer weniger intuitiv, weil sie es eher können. Man kann aber etwas falsch Wahrgenommenes falsch rationalisieren, weil man den logischen Fehler der petitio principi begeht und eine falsche Prämisse als eine richtige annimmt und von dieser Prämisse ausgehend seine Schlüsse zieht. Beispiel: Man spürt: „Bei ihm stimmt es vorne und hinten nichts. Ich fühle mich unwohl.“ Man denkt: „Aber er ist ein Priester, Pfarrer, Theologieprofessor, Bischof, Kardinal. Sie ist eine Generaloberin. Es wird schon richtig sein. Ich kann micht irren. Man soll nicht nach dem Anschein urteilen. Man kann niemandem ins Herz schauen …“ Man handelt nach dem Gedachten nicht nach dem Wahrgenommenen. Man rationalisiert also den Ersteindruck, indem man in verfälscht und in eine nicht wahrgenommene Kategorie presst. Und dann wundert mann sich, dass man Erfahrungen hat, die dem schon längst vergessenen Ersteindruck entsprechen.  Soll man also „auf sein Bauchgefühl“ oder „auf sein Herz“ hören? Nein, denn der Dämon hat einen viel größeren Einfluß auf unsere Gefühle als auf unser abstraktes Denken und oft wissen wir nicht, wessen „Schwingungen“ wir wahrnehmen: eigene oder unseres Gegenübers. Wenn man aber geistlich...

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Kard. Bona, Die Unterscheidung der Geister. (11) Geistesunterscheidung kommt mit Heiligkeit und Erfahrung

  Die Unterscheidung der Geister ist graduell und verläuft gemäß dem geistlichen Fortschritt des Individuums. Daher beginnt Kardinal Bona mit einem Zitat von Johannes Klimakus: „1° Die Unterscheidung ist bei den Anfängern und sonst noch Unerfahrenen eine völlige und wahrhafte Erkenntnis des eigenen inneren Zustandes. 2° In den Voranschreitenden ist sie ein Gefühl des Geistes, welches das eigentlich Gute von dem Natürliche und seinem Gegenteil ohne Irrtum unterscheidet. 3° In den Vollkommenen ist sie eine aus göttlicher Erleuchtung entstandene Erkenntnis, welche alles Dunkle in sich und in Anderen klar macht. Überhaupt, wenn wir Alles zusammenfassen, so wird unter der Unterscheidung verstanden eine sichere und feste Kenntnis des göttlichen Willens zu aller Zeit, an allen Orten, in allen Angelegenheiten, die nur jeden eigen ist, welche reines Herzens, Leibes und Mundes sind.“ Soweit der Hl. Johannes Klimakus (gest. 649), Mönch des Sinaiklosters und Verfasser der Berühmten asketischen Schrift „Die Himmelsleiter“, in welcher er die Stufen des Aufstiegs der Seele zu Gott beschreibt. Schauen wir uns diese Aussagen näher an....

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Kard. Bona, Die Unterscheidung der Geister. (10) Geistesunterscheidung und Seelenschau kein Dauerzustand (habitus)

Wir leben in einer Zeit des ausufernden Paranormalen und Okkulten. Wer das bezweifelt, der sollte doch einmal ein paar Esoterik-Foren besuchen und nachschauen, welche Erlebnisse dort erzählt und kommentiert werden. Wenn wir dies nicht als Spinnereien oder psychische Krankheiten abtun wollen, so haben wir es in diesen Fällen mit paranormalen also übernatürlichen Erlebnissen oder Fähigkeiten zu tun. Eines davon ist Telepathie, sprich die Wahrnehmung von Gedanken, Gefühlen anderer Menschen oder das Wissen um verborgene oder entfernte (distantia et occulta) Dinge oder Ereignisse. Der Leitsatz der Aufklärung lautet diesbezüglich: (1) Diese Dinge kann es nicht geben und (2) Daher gibt es sie nicht. Dieser Ansatz ist gar nicht so falsch, denn auf dem natürlichen Wege kann es diese Dinge nicht geben, denn sie sind übernatürlich oder paranormal. Dennoch meint der nachaufklärerische Mainstream, dass, wenn es dennoch davon berichtet wird, dann handelt es sich dabei um: a. Lügen b. Autosuggestionen c. Psychische Krankheiten d. Anderes Denn aus (1) folgt (2). Dennoch werden telepathische Fähigkeiten werden berichtet von: Wahrsagern, Okkultisten, Esoterikern Charismatikern Heiligen ad 1. Menschen, die zu ihrem Leidwesen irgendwelche Wahrsager aufgesucht haben, denn dies kann zu dämonischen Besessenheit führen, berichten manchmal, dass dieser Wahrsager oder diese Wahrsagerin tatsächlich alles über sie gewußt hat und ihnen die Zukunft  wahrheitsgemäß vorhergesagt hat. Natürlich handelt es sich bei 90% aller Wahrsager um psychologisch begabte Betrüger, welche aus Beobachtung und Lebenserfahrung auf Vieles schließen können und durch diese Random Methode auch wahre Zufallstreffer erreichen. Denn bei Frauen, die bei ihnen erscheinen, geht es meistens um Liebe, bei Männern hingegen um Karriere und Geld. Sagt man ihnen, was sie hören wollen, auf eine Art und Weise, welche sie annehmen, so ist der Kunde zufrieden und der Verdienst sicher. Aber ca. 10% der Wahrsager besitzen tatsächlich ein rational nicht erklärbares Wissen, welches menschliche Fähigkeiten übersteigt. Zum Christentum bekehrte Wahrsager und Okkultisten berichten, dass die Karten, Pendel etc. nur Requisite waren, sie aber sofort alles über denjenigen oder diejenige wußten, sahen dessen Aura oder hörten jemanden etwas vorhersagen. Interessanterweise verschwinden diese okkulten Gaben nach der Bekehrung, Taufe oder Beichte völlig und kommen nicht wieder. ad 2. In der charistmatischen Bewegung, welche der Schreiber dieser Zeilen recht gut kennengelernt hat, kommen Fähigkeiten dieser Art auch vor. Er hat es selbst erlebt, dass ihm unbekannte Menschen Wahres über ihn selbst, seine Vergangenheit oder Zukunft sagten. Er hält diese Phänomene zu 60% für natürlich, aber die restlichen 40 % für paranormal, da diese Personen dieses Wissen unmöglich auf einem natürlichen Wege erhalten haben können. ad 3. Von vielen Heiligen, wie Kardinal Bona selbst schreibt, werden telepathische Fähigkeiten, sprich die Seelenschau oder Unterscheidung der Geister überliefert. Es stellt sich natürlich die Frage, ob diese Phänomene, falls sie tatsächlich übernatürlich sind, von Gott oder vom Teufel kommen, das der Letztere auch vieles Übernatürliches (Seelenschau, Extasen, Wahrsagerei, Levitation, Stigmata etc.) produzieren kann. Die Antwort ist gar nicht so einfach, da diese Phänomene oft identisch sind. Was zählt, sind ihre langfristige Konsequenzen. Man muss sich aber klar machen, dass nicht alles tatsächlich Übernatürliche von Gott kommt. So ist ein heilender oder die Seelenschau besitzender Charismatiker noch nicht notwendigerweise ein Mann Gottes. Bei der Heiligkeit zählt der heroische Tugendgrad und nicht eventuelle Wunder oder paranormale Erlebnisse. Es heißt ja nicht umsonst: „Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, und haben wir nicht...

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