Tradition und Glauben

Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (31) 4. Kapitel: Die verschiedenen Arten mystischer Gnaden.

Würden wir unsere Pater Poulain SJ-Reihe mit Bergsteigern vergleichen wollen, so treten wir nun in die Höhen ab 5000 m ein. Es ist noch nicht die „Todeszone“ über 7000 m, es ist aber schon über die 3000 m-Zone, welche mit dem Gebet der Ruhe anfing. Zwar werden nur sehr wenige Menschen in diese Höhen der mystischen Gnaden gelangen, aber wir wollen diese Höhen dennoch vorstellen und kommentieren aus Gründen der Vollständigkeit und der Darstellung der katholischen Lehre. Interessanterweise halten sich die meisten Katholiken mit kaum einem Gebetsleben für Experten, was die Privatoffenbarungen anbelangt, denen manche Foren, Portale und Blogs ausschließlich gewidmet sind, von den Büchern und Traktaten ganz zu schweigen. Wir können heute, im Juni 2019, klipp und klar davon ausgehen, dass es derzeit keine von Gott kommenden Privatoffenbarungen gibt. Warum? Weil: es kaum Menschen gibt, welche diese Höhen des Gebetslebens erreichen, es keine Kirchenvertreter gibt, die selbst (a) ein intensives Gebetsleben pflegen, (b) in rechtgläubigen Theologie bewandert wären und (c) die Prozesse des geistlichen Lebens so gut kennen würden, um diese Privatoffenbarungen als richtig oder falsch einschätzen zu können.  Gott schickt also keine Privatoffenbarung, weil sie niemand (i) aufnehmen oder (ii) beurteilen kann. Bergoglio haut ja eine Häresie nach der anderen raus und fast niemand reagiert, besonders kein Bischof. Wie sollen sie denn in der Lage sein die subtile Materie der Privatoffenbarungen unterscheiden zu können? Daher wird Medjugorje praktisch als „Gebetsstätte“ anerkannt, ohne dass eine Aussage über die Echtheit der immerwährenden „Gospa-Erscheinungen“ getroffen wird. Daher erhalten gerade jetzt irgendwelche hysterisch-gnostischen Traktätchen, wenigstens in Polen, ein nihil obstat.  Aber kehren wir zu Pater Poulain SJ zurück. Die mystischen Gnaden, die rein übernatürlichen Gnaden, welche die Seele in diesem hohen Zustand der Vollkommenheit empfängt, bestehen darin, dass sie: Gott selbst Geschaffene Wesen (Engel, Heilige, etc.) sieht. Es ist also eine Vorwegnahme des Himmels, wo wir ebendiese Anschauung von Gott und in Gott erhalten werden. Während aber bei echter Mystik der Punkt (1) dem Punkt (2) vorangeht oder diesen begleitet, bestehen die Privatoffenbarungen ausschließlich in Punkt (2) und zeichnen sich dadurch aus, dass die Inhalte dieser Schauungen anderen mitgeteilt werden sollen. Bei echter Mystik betreffen die Gnaden (1) und (2) die Seele selbst und zeigen ihre Intimität mit Gott. Es sind einfach Begleitumstände der Vereinigung mit Gott, welche geistlich und nicht plastisch ist, sodass diese Phänomene nach und nach abklingen, wie wir noch später lesen werden. Die Phänomene (1) und (2) kommen deswegen so spät im geistlichen Leben vor, ab ca. 5000 geistliche Höhenmeter sozusagen, weil die Seele vorher zu unrein und zu schwach ist diese Gnaden überhaupt  empfangen zu können. Und deswegen sind echten Privatoffenbarungen , im Sinne der Schauungen, die anderen mitgeteilt werden sollen, dermaßen selten, da die Stufe (2) gleich unvorbereitete Menschen trifft wie in Lourdes, in La Salette oder in Fatima. Die echten mystischen Gnaden (1) und (2) sind natürlich auch sehr selten, sie kommen aber vor. Heutzutage gibt es wirklich massenweise Engelsvisionen und andere Privatoffenbarungen, hauptsächlich im katholisch-charismatischen Milieu oder in der Esoterik, aber sie kommen alle nicht von Gott. Denn diese Menschen sind unvorbereitet und diese Mitteilungen sind entweder häretisch oder banal oder beides wie in Medjugorje. Lesen wir also Pater Poulain SJ, damit wir Bescheid wissen.   Hat es Ihnen gefallen? Damit dieser Beitrag auch für andere frei zugänglich bleibt, können Sie uns etwas spenden....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (30) 3. Kapitel: Kurzer Überblick über die Geschichte des inneren Gebets (3)

Pater Poulain SJ stellt in diesem Abschnitt die Gebetsschule der Kirche von St. Sulpice (vor kurzem abgebrannt) in Paris vor, einer Schule die wenigstens indirekt zur Verbreitung des häretischen Quietismus beigetragen hatte. Was ist Quietismus? Es ist die Irrlehre, dass man völlig in allem passiv bleiben sollte, weil „Gott es schon machen werde“. Sie erkennen es wieder. Es ist die Einstellung unserer lieben Geistlichen im Bergoglio-Pontifikat, was eine Art der Acedia oder der Feigheit ist.  Während es im Gebet durchaus Zeiten und Momente gibt, wo man passiv bleiben sollte, so kann man doch diese Momente nicht auf das ganze Leben übertragen. Daher ist der Quietismus sehr gründlich und mehr als einmal verurteilt worden (DH 2201-2269; DH 2181-2192). Wir stellen hier nur die ersten von den 68 verurteilten Thesen Miguel de Molinos vor, wie sie sich in der Konstitution Caelestis Pastor (20. Nov. 1687) einfinden: [Es stimmt nicht, dass:] 1. Es ist nötig, daß der Mensch seine Fähigkeiten vernichte, und dies ist der innere Weg. (DH 2201) [Es stimmt nicht, dass:] 2. Aktiv wirken zu wollen, heißt Gott verletzen, der selbst der allein Tätige sein will: und deshalb ist es notwendig, sich selbst ganz und völlig in Gott aufzugeben und hernach wie ein toter Leib zu verbleiben. (DH 2202) [Es stimmt nicht, dass:] 4. Die natürliche Aktivität ist der Gnade feindlich und behindert die Tätigkeiten Gottes und die wahre Vollkommenheit; denn Gott will in uns wirken ohne uns. (DH 2204) Wir haben das rote [Es stimmt nicht, dass:] davor gesetzt, weil Sie, für den Fall, dass Sie in irgendeiner Gebetsgruppe waren oder überhaupt fromm sind, Sie sicherlich quietistische Anwandlungen, wenn nicht gar eine Grundhaltung haben. Man bekommt gesagt, dass man alles Gott überlassen solle, sonst sei es nicht fromm. Lesen Sie doch die Herz-Rosenduft-Maria-Beiträge auf gloria.tv durch. Quietismus, Privatoffenbarungen und Passivität, wo man nur hinblickt. Diese Grundhaltung des Nichtstuns stimmt nur bedingt, weil Gott ohnehin über alles herrscht und das, was Er nicht will, einfach nicht geschieht. Christus und die Apostel haben sich auch nicht zurückgelehnt und gewartet. Wir haben aber nur ein Leben, den freien Willen, die Möglichkeit Verdienste zu erwerben innerhalb der streitenden Kirche, sodass jegliche Passivität fehl am Platze ist.  Bete so als würde alles von Gott abhängen und handle so als würde alles von Dir abhängen, sagt der hl. Ignatius von Loyola und dies ist die katholische Haltung. Man soll also alles machen, was in unserer Macht steht. Wenn es nicht wird, dann ist es halt so. Dann kann man passiv werden. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Anfangsmethode von St. Sulpice in der Nachfolgezeit verbessert wurde, denn man kann sein geistliches Leben nicht ausschließlich am Gefühl und am Nichtstun ausrichten. Jede Betrachtung oder affektives Gebet hat ein Ziel, ein Anfang und Ende. Sonst ist kein Fortschritt messbar, den es auch gibt. In der heutigen Kirche wird kein Gebetsleben gelehrt und falls doch, dann in der esoterisch-gnostischen Nabelschau à la Anselm Grün OSB (immer noch?) – „Wie finde ich zu mir selbst?“ – oder hysterisch-charismatisch – „Alleluja, Alleluja, Alleluja. Jesus liebt mich ganz dolle!“ Beides ist falsch und beides stellt eine Fehlentwicklung der Methodes von St. Sulpice dar. Lesen wir also Pater Poulain SJ, um zu erfahren, wie es richtig geht. (Um zu vergrößern bitten drauf klicken!)...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (29) 3. Kapitel: Kurzer Überblick über die Geschichte des inneren Gebets (2)

Pater Poulain SJ hat fleißig historische Quellen gesammelt, um auch wirklich allen zu zeigen, wann man mit dem inneren Gebet anfing. Man fing damit gerade dann an als man das Brevierpensum dermaßen reduzierte, dass auch die vielbeschäftigten Bettelorden es verrichten konnten, was wohl in der Mitte des XIII Jhdts. stattfand. Die Mönchsorden beteten hingegen so viel, dass eigentlich das Gebet nur von anderen Tätigkeiten wie Handarbeit, Essen, Schlafen unterbrochen wurde und nicht umgekehrt wie heute, wo der weltliche Tagesablauf vom wenigen Gebet unterbrochen wird. Fragen Sie die erstbeste tätige Ordensschwester und die wird Ihnen sagen: Man kann doch nicht immer beten! -Natürlich kann man es. Durch die Reduzierung des Gebets kam es zu geistlichen Mangelerscheinungen, wie bei Mangelernährung, welchen abgeholfen werden musste. Seit dem Vat. II betet man kaum noch und wir sehen alle die Resultate. Seit DSDZ seine Breviere mündlich betet, betrachtet er auch viel weniger als davor, weil er während des Gebets betrachtet. Wie? Man liest den lateinischen Text – erste Ebene Man denkt darüber, was er sagt – zweite Ebene Man hegt fromme Gedanken über das Heiligenfest, das Tagesevangelium oder anderes – dritte Ebene Man erhält geistliche Impulse, die in Gedanken resultieren, die man auch betrachtet – vierte Ebene Wohlgemerkt, alles findet gleichzeitig statt, wozu jeder mit ein wenig Übung und Lateinkenntnissen kommen kann. Das gute am Tridentinischen Brevier ist das, dass es genau so viel Wiederholung und Neuheit bietet. Denn Sie beten die gleichen Psalmen, aber die Lesungen der ersten und zweiten Nokturn sind immer anders und kommen nur einmal im Jahr vor. Wenn Sie also die Psalmen der zweiten Nokturn beten, können Sie darüber nachdenken, was Sie gerade gelesen haben oder wie sich dieser Psalm im Leben des Heiligen widergespiegelt hat. Langweilig wird es wirklich nicht, aber es ist körperlich anstrengend, denn Sie rezitieren ununterbrochen zwischen einer Stunde und 1,5 Stunden am frühen Morgen, wenn Sie recht schnell sprechen. Man hat da schon ein Erfolgserlebnis und weiß, dass man etwas geschafft hat, was man bei der Betrachtung nicht immer sagen kann, weil sie kaum messbar ist. Das Kreisen um sich selbst ist da immer eine Gefahr, das Abgleiten in Gedanken ebenso. Das Brevier hingegen weist Ihnen den Weg. In der Fastenzeit ist es wirklich lang, weil man in der Matutin 12 ganze Psalmen betet, die manchmal wirklich sehr lang sind, am Samstag beten Sie zum Beispiel die ganzen Psalmen 101 bis 108 hintereinander. Nach der Matutin kommen noch die 8 Psalmen der Laudes und danach – aha- am Montag das Totenoffizium, am Mittwoch die Gradualpsalmen und am Freitag die Bußpsalmen. Es sei denn an diesem Tag fällt ein Fest Duplex mit neun Lesungen, dann gibt es diese zusätzlichen Offizien nicht. Man braucht sich also im Tridentinischen Brevier nicht vorzunehmen, dass man mehr betet, weil es automatisch passiert. Ist es lang? – Ja, es ist lang. Wie haben es die Mönche früher geschafft? – Durch den Schlafentzug. Denn anders kann es kaum möglich gewesen sein. Und woher wissen wir das? – Aus einem Hymnusvers Utámur ergo párcius Verbis, cibis et pótibus, Somno, jocis, et árctius Perstémus in custódia. Verwenden wir also weniger an Worten, Speisen, Trank, Schlaf, Scherz und verbleiben Mehr in der Wachsamkeit. Schlafentzug ist also eine Bußübung, was er auch ist. Und als die betenden Stände der Kirche „die volle Leistung“, wie man wohl...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (28) 3. Kapitel: Kurzer Überblick über die Geschichte des inneren Gebets (1)

In diesem Teil seiner Abhandlung stellt Pater Poulain SJ etwas dermaßen Grundsätzliches fest, dass es einem wirklich den Atem verschlägt. Vor dem XVI Jahrhundert gab es keine Traktate über das innere Gebet, weil man so viel betete, dass man automatisch zum Betrachten kam. Erst durch das vereinfachte und verkürzte nachtridentinische Brevier, was wir schon woanders bemerkten, natürlich am Gebetspensum der Mönchsorden gemessen, kam man erst dazu zu fragen, was eigentlich das Betrachten sei und somit begann man nach einer Methode zu suchen dieses ominöse Etwas (das Betrachten) möglichst schnell zu erreichen. Leider ist es hauptsächlich durch die Jesuiten, aber auch durch den hl. Franz von Sales und die Sulpizianer dazu gekommen, dass man nach Methoden suchte, wie man bei einer geringeren Gebetszeit dieselben Effekte oder sagen wir gleich dieselbe „Leistung“ erreicht. Dies erinnert an die verschiedenen mehr oder weniger futuristisch angehauchten Geräte eines jeden ambitionierten Fitnessstudios, welche dem Kunden, der „wenig Zeit für Sport“ hat, denselben Muskelzuwachs versprechen, den er mit einfacheren Geräten oder ohne Geräte in einer längeren Zeit erreichen würde. Denn wohnen Sie im 10 Stock ohne Fahrstuhl und müssen mehrmals am Tag hoch und runter gehen, dann kräftigt sich Ihre Beinmuskulatur auch so.  Klappt es denn mit den neuen Geräten? Interessanterweise schon, denn das eine wird geblockt, das andere dagegen gehalten, hier wird gezirpt,  da gezurrt,  sodass tatsächlich bestimmte Muskelgruppen isoliert und zur Anstrengung gezwungen werden können. Wenn Sie aber kein teures und futuristisches Gerät haben, dass zu Ihnen spricht und Sie anweist, dann brauchen Sie einen Trainer, der Ihnen diese Bewegungsabläufe zeigt, denn von selbst kommen Sie wirklich nicht darauf und können sich verletzen. Und genauso ist es mit der Methode des inneren Gebets. Wenn Sie 6 bis 8 Stunden am Tag laut das Brevier beten, dann kommen Sie wirklich automatisch dahin in den restlichen Stunden das zu betrachten, was Sie gebetet haben. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) hat diese Wirkung an sich selbst erfahren als er 3 Stunden am Tag das Brevier betete, in Fontgombault waren es tatsächlich auch 6 Stunden. Wenn auch jetzt am Anfang seiner Selbstständigkeit, wo vieles gemacht werden muss, seine Gebetszeit in der Woche nur 1 Stunde 15 Minuten beträgt, so hat er keine Probleme etwas zu Betrachten, weil er sich ständig im Gebet oder beim Schreiben mit irgendwelchen geistlichen Inhalten konfrontiert sieht. Es ist zwar nicht alles Gebet, aber alles zehrt vom Gebet. Wollte man aber innerhalb von 15 Minuten dasselbe erreichen, was in dieser 1 Stunde und 15 Minuten erreicht wird, so bräuchte man sicherlich eine ausgeklügelte Methode. DSDZ kennt sie nicht, denn er möchte eher mehr als weniger beten und andere Menschen dazu anleiten. Außerdem erinnert ihn dieses Nur-15-Minuten-Programm an eine Fitness-Mogelpackung. Allerdings gibt es tatsächlich Menschen, die vorher dermaßen gut trainiert waren, dass ihnen diese 15-Minuten nach spezieller Methode als Mindestmaß genügen würden. Aber das Gebet ist keine technische Sportart, die Sie erlernen müssen, sondern ein Gespräch mit dem personenhaften Gott. Gott hört zu und hilft. Er gibt die Inspirationen und die Gnade. Er hilft uns auf die nächste Gebetsstufe auf. Die heiligen Einsiedler Paulus und Antonius kannten keine Methoden. Sie haben 80 bis 90 Jahre in der Wüste verbracht und so haben sie es gelernt. Sicherlich wäre es auch schneller gegangen, aber irgendjemand musste mit irgendetwas anfangen. Es ist wirklich unmöglich, dass man bei irgendetwas ganz...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (27) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (17) Gebet der Einfachheit und Beschauung (iv). Quellen zum Gebet der Einfachheit – Keine Anstrengungen machen.

Was kommt an? DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) bedauert es immer wieder, dass die besten und arbeitsaufwändigsten Beiträge, die wir hier veröffentlichen, womit auf fremde und mit viel Mühe übersetzten Aufsätze gemeint sind, kaum gelesen werden. Woran sieht man das? An der Anzahl der Klicks und manchmal der Kommentare. Was kommt am Besten an? Einfach geschriebene, pointierte Beiträge, aus der Feuilleton-Ecke, mit Kishon ähnlichem Humor gesättigt, mit Personas aus dem DSDZ-Universum drappiert (der Pfarrer, die bürstenschnittigen Pastoralassistentin, die Homo-Prälaten), in der man der „Kirchensteuermafia“ einen reinwürgt und die diese – Kirchensteuermafia – als solche – Kirchensteuermafia – bezeichnet. Die Leserin, die bald den Hasen spicken muss und der Leser, der gleich zum Kaffeetrinken zu seinem Kaninchenzuchtverein gehen wird, ist froh, dass jemand an ihrer statt ihre Kämpfe austrägt, es unterhaltsam tut und diese ihnen somit erspart. Was hat das mit Religion zu tun? Kaum etwas, es hat dafür mit Unterhaltung zu tun. Manchmal sind aber die Menschen nicht nur zu bequem sich mit etwas intellektuell auseinanderzusetzen, manchmal sind sie einfach zu müde oder sie verfügen über keine ausreichende Vorbildung. Dann stehen sie wie ein Ochse vorm Berg und verstehen es nicht. Gnadenvergabe als Investition Aber seien wir doch ehrlich, die Faulheit, Bequemlichkeit oder Acedia liegt doch meistens vor und sie ist der Hauptgrund des fehlenden spirituellen Fortkommens. Wobei wir bei dem heutigen Beitrag wären. DSDZ ist sich darüber im Klaren, dass 9 von 10 der Leser dieses Beitrags nicht einmal damit anfangen werden die unten angeführten Scans zu lesen und wiederum 9 von 10, die damit anfangen, werden diese nicht zu Ende lesen, ferner wird 1 von 10, der es zu Ende gelesen hat, etwas damit anfangen können. Warum es denn veröffentlichen? Weil es auf diesen einen oder diese eine ankommt. Gott ist nicht demokratisch, er ist kein Gleichmacher, die Gnadenvergabe ist hierarchisch geordnet und man sieht anhand der Kirchengeschichte, dass Einzelne z.B. hl. Franziskus oder hl. Benedikt wirklich Millionen oder Milliarden Menschen, bis zum Weltende gerechnet, näher zu Gott gebracht haben. Stellen Sie sich vor Sie wüssten ganz sicher, dass Ihnen eine Geldanlage auf die nächsten Jahrzehnte verteilt wirklich hunderte von Millionen abwerfen würde. Natürlich würden Sie da investieren. Ebenso ist es im geistlichen Leben. Die wenigen Beter, die überhaupt zum Gebet der Einfachheit gelangen, bringen so viel Heiligkeit für die Kirche, denn jemand muss diese generieren, dass man ihnen jede mögliche Unterstützung zusichern sollte, damit sie noch weiter kommen. Nehmen Sie an Sie hätten einen Verwalter, der für Sie schon mehrere hundert Millionen verdient hätte. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass er noch Milliarden verdienen wird? Sehr groß. Gott ist doch allwissend und er gibt zusätzliche Gnadenmittel denen, die bereits etwas für ihn „verdienen“. Aber an solche Texte muss man erst kommen und daher veröffentlichen wir diese kommentiert im Internet. Nichtstun im Gebetsleben Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema: dem Nichtstun und dem Loslassen. Da die Gauss-Kurve überall gilt, so können wir annehmen, dass 90% der Menschen faul ist, 10% etwas tun und wirklich 1% bis 2% wirklich fleißig sind. Dies betrifft die natürliche Ordnung. Dividieren Sie diese Zahlen durch 100, dann sind wir im Promillebereich, was die Anstrengung im Übernatürlichen anbelangt. Wirklich kaum, kaum jemand tut da etwas. Der Ratschlag der jetzt kommt, richtet sich wirklich an Promille (0,001) von praktizierenden Katholiken und er lautet: Lassen...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (26) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (16) Gebet der Einfachheit und Beschauung (iii). Quellen zum Gebet der Einfachheit.

Sollte DSDZ die Frage beantworten, was er für das Alleinstellungsmerkmal seines Bloges hält, so würde er antworten, dass dieser Blog wirklich praktische Anweisungen zum inneren Leben enthält, sowie theologische Beiträge aus der Innenansicht eines gläubigen Menschen, der die Verbindung zwischen Gebet, Dogma und Liturgie gleichsam organisch spürt und darlegt. Denn worum geht es im Leben? Um die Gleichförmigkeit mit Gott....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (25) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (15) Gebet der Einfachheit und Beschauung (ii). Quellen zum Gebet der Einfachheit.

Pater Poulain SJ stellt wieder einmal die Quellenbelege zusammen, welche das Gebet der Einfachheit empfehlen. Es sind hl. Johanna de Chantal, die sich auf hl. Franz von Sales beruft, hl. Ignatius von Loyola und ein P. Rouet. Sie alle zeigen, dass das Gebet der Einfachheit schon immer unerkannt und daher umstritten war. Warum? Weil man angeblich nichts tut....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (24) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (14) Gebet der Einfachheit und Beschauung (i). Quellen zum Gebet der Einfachheit

Eines der großen Vorzüge des Buches von Pater Poulain SJ ist das Quellenstudium, welches er zur Mystik getätigt hat und welches am Ende eines jeden Kapitels als eine Zitatensammlung zu den einzelnen Stufen des Gebets erscheint. Anbei sehen wir die Belege aus der Korrespondenz der Heiligen über das Gebet der Einfachheit, an denen wir erkennen können, wie Menschen das praktisch erlebt haben, was Pater Poulain SJ theoretisch beschreibt. Beim Ausdruck „Texte der Heiligen“, wie z.B, von hl. Johanna de Chantal ist Vorsicht geboten, weil viele Menschen, wenn sie solch eine Überschrift sehen gleich denken: „Das ist für Heilige, das ist nichts für mich“....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (23) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (13) Gebet der Einfachheit und Beschauung (ix). Betrachtung vorbereiten

Pater Poulain SJ untersucht die Frage, ob man den „Stoff“ sprich die Inhalte des betrachtenden oder des affektiven Gebets vorbereiten sollte, wie z.B. über das göttliche Attribut der Vorsehung nachzudenken oder die Heilung des Aussätzigen durch Jesus zu betrachten. Die Antwort lautet: Natürlich ja! Warum? Weil alles Übung braucht. Wenn Sie ein Instrument spielen, singen oder eine Sportart betreiben, müssen Sie sich zuerst auch aufwärmen, einsingen etc. und wissen, was Sie eigentlich vorhaben. Man singt oder spielt nicht drauf los. Auch Menschen, die sehr gut improvisieren können, sind zu dieser Eigenschaft durch jahrelanges Üben gekommen. Warum sollte es beim Gebet, welches genauso eine Fertigkeit, vom Menschen aus ausgesehen ist, wie alles andere auch anders sein? Es ist zuerst Handwerk, dann ist es Kunst. Es stimmt zwar, dass man manchmal betrachtende Gedanken oder manchmal ein affektives Gebet auch bei alltäglichen Tätigkeiten verrichten kann, aber doch nur nach langjähriger Einübung der Betrachtung oder des affektiven Gebets.  DSDZ erlebt oft, dass er theologische Traktate liest und sich dann hinknien muss, um betrachtend diese Inhalte gleichsam zu „verdauen“. Diese Inhalte kommen ihm auch oft in ganz alltäglichen Situationen in den Sinn, weil sie aber vorher gelesen wurden. Somit wird das betrachtende Gebet durch die gelesenen Inhalte vorbereitet, denn die Reihenfolge des Gebets lautet:...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (22) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (12) Gebet der Einfachheit und Beschauung (viii). Tipps für das Gebet der Einfachheit.

Pater Poulain schreibt zu recht: „Manchmal weiß der Pönitent nicht zu erklären, worin eigentlich sein inneres Gebet besteht“. Wir haben es also mit einer recht exotischen Situation zu tun, in welcher folgende Elemente vorkommen: a. ein Pönitent erzählt über sein inneres Gebet und nicht über seine Sünden, b. ein Priester hört zu, da er c. aufgrund seines eigenen Gebetslebens d. die Gebetsentwicklung des Pönitenten einstufen und leiten kann....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (21) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (11) Gebet der Einfachheit und Beschauung (vii). Einwände gegen dasselbe.

Wir kommen langsam in spirituelle Höhen, obwohl es sich eigentlich nur um fortgeschrittene Stufen des Gebetslebens handelt, bei denen die Luft buchstäblich dünn wird und die meisten Leser die mühsam eingescannten Buchseiten nicht einmal lesen. Woher wissen wir das? Weil die letzte Folge inmitten eines Satzes abbrach, was niemanden zu stören schien. Pater Poulain SJ führt wieder wiederholt und systematisch die Einwände gegen das Gebet der Einfachheit auf. Die Vorwürfe, dass „man nichts tue“ wurden in der letzten Folge entkräftet, jetzt befasst er sich mit dem Einwand, dass man nicht fortschreite. Obwohl das Priester-Bashing, das DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) hier betreibt ihn selbst ermüdet, so muss man leider sagen, dass wohl zu jeder Zeit, insbesondere nach Vat. II die Priester sich nicht besonders freuten, wenn jemand über ein tieferes Gebetsleben verfügte oder sich darum bemühte als sie selbst. In der Heimat von DSDZ spricht man in einer Redewendung vom „Hund des Gärtners“, welcher selbst in den Garten nicht eintreten darf, um Obst oder Gemüse zu fressen, das ihm nicht schmeckt, er lässt aber auch keine anderen herein, damit es denen ja nicht besser gehe als ihm selbst. Christus sagt es anders:...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (20) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (11) Gebet der Einfachheit und Beschauung (vi). Einwände gegen dasselbe.

Pater Poulain SJ befasst sich wieder einmal mit dem Vorwurf, dass man im Gebet der Einfachheit nichts tue, sondern die Zeit vergeude. Dies ist natürlich ein sehr populärer Vorwurf, welche die Ungläubigen und Ketzer aller Art gegen die kontemplativen Stände hegten. Er lautete immer: Die tun nichts. Wir aber müssen arbeiten! Dies Führte zu den Klosteraufhebungen während der Reformation, der Französischen Revolution, in der Napoleonischen Zeit, der sog. Säkularisierung. Dieses Ziel hatten alle Revolutionäre, dieses Ziel hat Bergoglio, obwohl er in Vultum Domini und Cor orans ein wenig anders argumentiert. Aber lassen wir an dieser Stelle die Polemik bei Seite und widmen wir uns dem Gebet. Frage: Wie erkenne ich, dass ich das Gebet der Einfachheit praktizieren kann? Antwort: Wenn ich ohne größere Zerstreuungen während dieses Gebetes verbleiben kann und wenn der Gedanke an die Rückkehr zur reinen Betrachtung mir mühevoll erscheint. Frage: Wie merke ich, dass mir dieses Gebet etwas nützt und mich tatsächlich heiligt? Antwort: Wenn meine Taten davon gewandelt werden....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (19) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (10) Gebet der Einfachheit und Beschauung (v). Einwände gegen dasselbe.

Der heutige Beitrag ist an alle gerichtet, welche die perfektionistische und aktivistische Einstellung haben es: richtig, gründlich, gut zu machen. Das ist natürlich nicht verkehrt, solange man Gott nicht seine eigene Denkweise aufzwingen möchte. Viele Menschen, die überhaupt zum Gebet der Ruhe kommen werden, werden die Anfechtung haben, dass sie nichts tun, sinnlos ihre Zeit verplempern, nicht „arbeiten“ auch im Geistlichen und keinen Fortschritt erzielen. Dazu ist zu sagen, dass ebenso wenig Sie selbst wahrnehmen, dass Sie körperlich wachsen, sondern aus anhand der heraus gewachsenen Kleider feststellen können, bei Gewichtabnahme und -zunahme ist es genauso, ebenso wie mit Ab- oder Zunahme der Muskelmasse, genauso wenig werden Sie selbst es spüren, dass Sie im Übernatürlichen Fortschritte machen. Das Wachstum selbst spüren Sie nicht, aber Sie merken die Effekte. Wenn Sie sich Gott, wie der Sonne und seiner Pädagogik aussetzen, dann werden nach und nach Sünden und Unvollkommenheiten verschwinden, die Tugenden werden wachsen, sie werden auf einmal zu Dingen fähig, die Sie sich selbst nicht zugetraut haben, Sie werden immer tiefere Einblicke in die geistliche Materie gewinnen. Gott ist unveränderlich und deswegen muss nicht immer im Gebet etwas „passieren“, damit es passiert.  Die Anleitungen wie es geht, finden Sie bei Pater Poulain....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (18) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (10) Gebet der Einfachheit und Beschauung (iv). Einwände gegen dasselbe.

In diesem Teil setzt sich Pater Poulain SJ mit den Vorwürfen gegen das Gebet der Einfachheit auseinander, welche dem Beter vorwerfen, dass er nichts tue und nicht „arbeite“. Wenn Sie sich in eine Gruppe von Menschen setzten, werden Sie über kurz oder lang, früher oder später von ihnen hören: wie schwer sie arbeiten, wie toll sie sind, was sie alles erreicht haben....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (17) Kapitel 2: Vorstufen der Mystik? (9) Gebet der Einfachheit und Beschauung (iii)

Wir kommen langsam in solche Tiefen des Gebetslebens, von welchen wir leider annehmen müssen, dass kaum einer unserer Leser über dieses verfügt. Angeberei? Nein, Realismus. Wir sehen, wie oft die einzelnen Beiträge gelesen werden. Denn die von Pater Poulain SJ sehr präzise dargelegten Inhalte können nur von denen nachvollzogen werden, die es selbst durchmachen. Leider werden die Beiträge dieser Reihe dermaßen selten gelesen, dass sich DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) die Frage stellt, ob er sie noch fortführen sollte. Es ist als würde man Menschen, die nur 10 m tief tauchen können, Taucheruhren, sonstige Ausrüstung und Ratschläge anbieten, die für 80 m geeignet sind. Der Weltrekord  im Tauchen liegt zurzeit bei 334,35 Meter. Aber das geistliche Leben unserer Leser kann ja wachsen und tiefer werden und dann kommt dieses Kapitel wie gerufen. Um aber überhaupt tauchen zu können, brauchen Sie Wasser, viel Wasser und tiefes Wasser. Um tief ins Gebet einzutauchen, brauchen Sie viel Gebetszeit und Gebetsinhalt. Geht denn die Rechnung: „mehr Gebetszeit – besseres Gebet“ überhaupt auf? Natürlich! Mehr ist mehr, sonst hätte doch die Novus Ordo Kirche die vorgeschriebene Gebetszeit für die geistlichen Stände nicht dermaßen gekürzt. Als Priester oder Ordensschwester beten Sie, falls Sie überhaupt die vorgeschriebenen Gebete verrichten – und im Orden können Sie es gar nicht anders -, einfach viel zu wenig, um in eine Tiefe zu kommen. In einer Pfütze brauchen Sie keinen Taucheranzug und kein Atemgerät. Mehr ist mehr und länger ist länger. DSDZ hat früher oft gehört, dass er viel zu wenig übe, was bezüglich seines Hauptinstruments stimmte. Sie können niemals dasselbe Stück genauso gut spielen, wenn Sie es 10 Minuten pro Tag, statt 45 Minuten pro Tag üben. Es geht um unsere Natur, welche in mehrfacher Übung sich der Gnade Gottes unterordnen muss. Da reichen keine 15 Minuten pro Tag, gleich was Ihnen die wie immer fortschrittlichen jesuitischen Exerzitienmeister sagen. Das ist gelogen. Wer führt denn heutzutage noch ein Gebetsleben? Zölibatär lebende Weltleute, vielleicht manche kontemplativen Ordensleute. Meint DSDZ damit sich selbst? Ja, auch, aber nicht ausschließlich. In seiner Jugend kannte er einige junge Menschen unter 30, die zölibatär lebten, wohl eine Ordensberufung hatten, wirklich viel beteten und ein sehr asketisches Leben führten. Solche Menschen gibt es, wir haben auch solche Leser, die älter als 30 sind. Wie es in den kontemplativen Klöstern aussieht, entzieht sich unserer Kenntnis, da sie aber oft von Exerzitienmeistern von außen frequentiert werden und auch irgendwie „modern“ sein wollen, so kann es gar nicht gut aussehen, siehe die Erlebnisse von Hilary White, wenn gar Äbtissinnen hinschmeißen und zurück ins weltliche Leben zurückkehren. Es stimmt nicht, dass heutzutage Menschen keine Ordensberufung oder eine kontemplative Berufung haben. Es gibt einfach kaum Klöster, wo sie diese verwirklichen könnten. Unsere Bischöfe, falls sie überhaupt gläubig sind, beten nicht, weil sie Besseres zu tun haben, unsere Priester beten nicht, weil sie viel zu beschäftigt sind und unsere Ordenleute beten auch nicht, weil sie ebenfalls viel zu viel zu tun haben. Sie haben sich alle nach Vat. II dermaßen dem „Dialog mit der Welt“ hingegeben, dass sie gar nicht zum beten kommen, vom vorgeschriebenen Mindestmaß abgesehen. Aber das Novus Ordo Mindestmaß ist viel zu wenig, um eine geistliche Initialzündung zu ermöglichen. Deswegen gibt es auch kaum Menschen, die Sie bei Ihren Gebetsschwierigkeiten beraten könnten. Absolutes Flachland, wo man nur hinschaut. Aber gehen wir zum Eigentlichen...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (16) Kapitel 2: Vorstufen der Mystik? (8) Affektives Gebet und Betrachtung (ii)

Für wen ist das Gebet der Einfachheit? Für denjenigen, der schon so viel intellektuelles oder betrachtendes Wissen angesammelt hat, dass er das alles vereinfachen kann. Erinnern Sie sich doch an Ihren Matheunterricht. Vereinfachen konnte man längere Gleichungen, bei 2 + 2 = 4 war nichts zu vereinfachen. DSDZ war im Physikleistungskurs und er erinnert sich an wirklich seitenlange Berechnungen und Formeln, die es zu kürzen und zu vereinfachen galt. Genauso ergeht es uns in der wissenschaftlichen Arbeit, falls wir dieser frönen. Man muss sehr viel gelesen haben und verarbeiten können, um es einfach machen zu können und dies kann man, wenn man es wirklich verstanden hat. Noch ein Bild: man macht keinen Wein aus zwei Trauben. Man brauchte Tausende, die verlesen und dann ausgepresst werden....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (15) Kapitel 2: Vorstufen der Mystik? (7) Affektives Gebet und Betrachtung (i)

In diesem Teil seines Werkes Pater Poulain SJ bespricht er die Unterschiede zwischen dem affektiven Gebet oder dem Gebet der Affekte und der Betrachtung, wobei er die Überlegenheit der letzteren herausstellt. Es ist ein Gebet, bei welchem unsere Gefühle oder Affekte erweckt werden, damit diese unseren Willen beeinflussen. Um welche Affekte handelt es sich? Um die guten Affekte oder diejenigen die zum Guten führen: Dankbarkeit Freude Lob Trauer andere Das affektive Gebet erwächst aus der Betrachtung. So stellen Sie sich vor, dass Sie die Krippe Christi betrachten. Sie stellen sich den Stall von Betlehem vor, Maria, Joseph, die Tiere, ihre Krippe sieht so uns so aus, das Jesuskind so und so. Nachdem Sie diese Szene, wie in einem Film, sich vorgestellt haben, überlegen Sie sich, was es bedeutet, dass Gott Mensch geworden ist und erwecken Sie das Gefühl der Dankbarkeit. Der große Gott, der Schöpfer des ganzen Alls liegt als Mensch in einer Krippe in Palästina. Welche ein großes Hinabsteigen, aus der Höhe der göttlichen Transzendenz in die Tiefe der Körperlichkeit. Während Sie also diese Glaubensgeheimnisse betrachten, halten Sie sich an Dankbarkeit zu empfinden, aber so, dass ihre Gefühlswelt wirklich in Mitleidenschaft gezogen wird. Denn ohne ein affektives Gebet bleiben die Glaubensinhalte nur ein trockenes, beschriebenes Blatt Papier. Sie kennen diesen Typ des trockenen, dogmatischen Priesters, den es eher vor dem Konzil mehr gab, der aber jetzt ausstirbt, der alles glaubt, alles weiß, aber wenig liebt. Glaubenswahrheiten sind natürlich intellektuelle Wahrheiten, das Fachwort lautet „Propositionen“, aber das Intellektuelle muss in das Herz hinabsteigen, um den Willen zu beeinflussen, um in die Seele aufsteigen, damit wir wirklich gottförmig werden. Das Intellektuelle ist der Ausgangspunkt, denn es ist ein „Was“, man kann ja nicht glauben, ohne zu wissen woran und warum, aber das Ziel ist das Spirituelle, welches durch das Volitive (den Willen) zu erreichen ist. Sie können keine „persönliche Beziehung mit Jesus“ aufbauen, wie es die Protestanten nennen oder eine Liebe zum Heiland entwickeln, wie es katholisch heißt, wenn Sie die Glaubensgeheimnisse nicht mitempfinden. Ist dies denn möglich? Natürlich ist es möglich, man kann es einüben und dem dient eben das affektive Gebet. Aber dieses geht von der Betrachtung aus, denn sie müssen ja zuerst betrachten, sprich sich die Szene ausmalen, damit Sie Gefühle erwecken können....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (14) Kapitel 2: Vorstufen der Mystik? (6) Gebet der Einfachheit und die Eignung dazu

Der heutige Eintrag soll im Zusammenhang mit dem vorigen gelesen werden, da er vom Gebet der Einfachheit handelt. Ja, den letzten Poulain-Eintrag gab es in Februar 2016, was uns tiefst beschämt, aber mit der Verpflichtung zum spirituellen Mittwoch wird auch Pater Poulain SJ öfters erscheinen. Warum kommt er denn nicht öfter? Weil er dermaßen viel Kommentar abverlangt, wozu der Schreiber dieser Zeilen nicht immer in der Lage ist. So kämpft er zum Beispiel bei der Niederschrift dieser Worte mit einer anfänglichen Infektion, er fühlt sich abgeschlagen und kann sich schlecht konzentrieren. Außerdem glauben wir, dass leider sehr wenige unserer Leser über ein derartig fortgeschrittenes Gebetsleben verfügen, dass Sie von Pater Poulain SJ profitieren könnten. So sind diese Beiträge recht arbeitsaufwendig und werden leider wenig gelesen. Aber wenn man die fortgeschrittenen Stadien des Gebetslebens überhaupt nicht darstellt, denn wo sollen Sie es sonst hören, dann wird sich niemand weiterentwickeln, weil er keine Anleitung dazu findet. Mit Gebet ist es wie mit Singen oder mit Sprechen. Wir tun schon vieles automatisch, können es nur nicht benennen oder es fehlt uns die richtige Technik es richtig zu machen....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (13) Kapitel 2: Vorstufen der Mystik? (5) Tugend, Phantasie, Trockenheit

Gebetsleben als Eigensicherung Bei all dem traurigen und eigentlich desolaten Zustand der Kirche in den deutschsprachigen Ländern ist es wichtig sich um sein eigenes, geistliches Immunsystem zu sorgen und Eigensicherung zu betreiben. Gibt es „Heilsegoismus“? Nein! Bevor wir diese beiden Termini weiter ausführen, wollen wir die vielleicht aufkommende Frage beantworten: „Ja, ist es denn nicht Heilsegoismus?“ Jawohl, es ist Heilsegoismus und es ist gut so. Das nachkonziliare, lügnerische Modewort „Heilsegoismus“ kann wirklich nur dämonischen Ursprungs sein, denn unter der vorgeblichen altruistischen Güte birgt es absolut zerstörerische Potentiale in sich. Wie viele Priester landeten als Väter ihrer eigenen Konkubinenkinder, wie viele Ordensschwestern haben ihre Berufung verlassen, wie viele Mönchen „gingen hinaus, um in der Welt zu wirken“ und all das, um nicht heilsegoistisch zu sein. Natürlich muss man sich um sein eigenes Heil egoistisch bemühen, weil man nur auf sich selbst wirklich Einfluss hat. Wenn ich auf dieser Welt im Gnadenstand lebe, so leuchte ich, natürlich metaphorisch ausgedrückt, durch den Abglanz Gottes in die Welt hinein, ich bete für die Welt und heilige sie. Auch wenn ich tief im Wald vergraben bin. Komme ich ins Fegefeuer, so kann ich für die Menschen auf der Erde beten, komme ich gar in den Himmel, dann noch viel mehr. Dies ist die katholische Lehre von der communio sanctorum – der Gemeinschaft der Heiligen. Jeder Gnaden- und Heiligkeitszuwachs kommt dem ganzen mystischen Leib Christi – der Kirche –zugute. Und daher kann es gar keinen Heilsegoismus geben. Dies ist die wahre katholische Sicht, welche natürlich die vertikale Richtung also von Gott nach unten her berücksichtigt. Berücksichtigt man nur das Horizontale, wie seit dem Konzil üblich, was zu einem praktischen Atheismus führt (siehe die letzte Predigt Ihres Herrn Pfarrer), so muss man permanent für andere tätig sein und zwar auf die Art und Weise, wie sie es bestimmen, was zu den absurden Lösungen führt Kirchen zu entweihen, um für muslimische illegale Einwanderer – die „Flüchtlinge“ – Platz zu machen, welche sich durch sexuelle Übergriffe und vieles mehr, denn die Presse beginnt langsam zu schreiben, revanchieren. Dies ist natürlich absurd und hat mit keiner Religion irgendetwas zu tun, am wenigsten mit der katholischen. Da leider die Mehrheit der deutschsprachigen Bischöfe, geht man von ihren Taten und Worten aus (siehe unsere „Bischofsperlen“), Atheisten sind, so brauchen sie natürlich weitere horizontale Ersatzziele, um die Kirchensteuer weiterhin zu verwenden und als eine staatliche Organisation zu fungieren. Man lese das letzte Pressegespräch der DBK.[1] Da alles, was man geistlich tut seinen Niederschlag im Gnadenleben der Kirche findet, so gibt es keinen „Heilsegoismus“ im Gegensatz zum klerikalen Atheismus, den es tatsächlich gibt. Aber wir sollten uns nicht darum kümmern, da wir, auch durch die Drosselung der Kirchensteuer, auf das Gnadenleben unserer Bischöfe keinen Einfluss haben. Wir haben ausschließlich Einfluss auf unser eigenes Gnadenleben. Gebet als Aufladen des Immunsystems Die beste und schnellste Möglichkeit sich geistlich zu „laden“ ist das Gebet, weil man es die Stoßgebete, die Widmung des Tageswerkes oder die Intention eingeschlossen, fast ununterbrochen tun kann. Beten ist nicht nur das kniende, mündliche Gebet. Es ist auch das liebevolle Gedenken Gottes, zu welchem man durch das mündliche Gebet nach und nach kommt und was Pater Poulain SJ eingehend beschreibt. Zur Messe, falls sie stattfindet, müssen wir gehen oder fahren. Wir müssen hoffen, dass der zelebrierende Priester wenigstens die Intention hat das zu...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (12) Kapitel 2: Vorstufen der Mystik? (4) Einstellen des Nachdenkens

Der höchste Akt, zu dem der Mensch fähig ist, hier auf Erde, wie dort im Himmel, ist kein Akt des Nachdenkens, im Sinne eines diskursiven, d.h. eines schlussfolgernden Denkens: „wenn A, dann B, wenn B, dann C etc“. Der höchste Akt, obgleich ein intellektueller, ist der Akt der Anschauung (contemplatio, theoria). Man sieht, man weiß und man braucht keine Erklärungen mehr. „Er sah und glaubte“ (J 20,8), schreibt der Heilige Johannes über sich selbst beim Aufenthalt am Grab des Auferstandenen. Beim Gebet der Einfachheit, welches vom Gebet der Betrachtung führt, geht es darum weniger nachzudenken oder überhaupt mit dem Denken aufzuhören, um der Beschauung Raum zu geben. Aus der praktischen Sicht ist an die Worte Pater Poulains SJ zu denken, dass:             „methodische Vorschriften keine unübersteigbare Kerkermauern sind“, sowie daran, dass:             „die Natur keine Sprünge macht“. Dies bedeutet, dass man aufhören sollte sich die Frage zu stellen: „Ist es noch Betrachtung oder ist es schon das Gebet der Einfachheit?“ Da es auch Übergangs- und Mischzustände gibt, welche viele Jahre dauern können. Der Jesuit gibt viele treffende Beispiele, dass auch im natürlichen Leben, also dem nicht von der Gnade geleiteten, es Zustände gibt, welche an die Stufe des Gebetes der Einfachheit erinnern: Das liebevolle, stille Betrachten ohne jede Worte und Gedanken. Es fällt uns einfacher das Nachdenken einzustellen und in das beschaulichen Gebet, von welchem das Gebet der Einfachheit die erste Stufe bildet, wenn wir einfach intellektuell sehr müde sind. Wenn man ohnehin permanent sich dem diskursiven Denken hingibt, so ist es selbstverständlich, dass man es im Gebet nicht mehr tut, weil man einfach „ausgepowert“, wie die Jugend sagt, ist. So legen sich die Leistungssportler auch auf die Couch und tun nichts, ähnlich wie Komponisten und Dirigenten die Stille suchen. Deswegen wurde in allen guten Ordensregeln, besonders in der benediktinischen die Lectio von der Oratio getrennt, also das Nachlesen und diskursive Nachdenken über die Schriften wurde vom Gebet als solchem, mit dem mündlichen anfangend und in der Kontemplation endend, so Gott will, geschieden. Das Nichtstun, im Sinne eines liebenden Harrens vor Gott ist nicht zu unterschätzen, da wir gerade dann Gott die Möglichkeit geben zu uns zu sprechen, denn meistens reden wir und wollen ständig etwas. Daher ist es durchaus möglich, dass der Hl. Thomas von Aquin die Lösungen seiner Probleme im Gebet fand, wie er selbst sagte, und er tat es wohl im Gebet der Einfachheit oder noch höher, denn nachdenken konnte er beim Schreiben ja genug. Der schönste Akt der Anschauung ist die Elevation bei einer stillen, tridentinischen Messe: man schaut und glaubt. Der fleischgewordene Gott spricht durch das Bild und so kann man viel schneller von Anschauung zu Anschauung gelangen. Beim Anklicken wird das Bild vergrößert...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (11) Kapitel 2: Vorstufen der Mystik? (3) Verschiedene Terminologie

In seinen Ausführungen zur Terminologie der verschiedenen Gebetszustände macht Pater Poulain SJ wieder mal deutlich, dass Beten ein „Lernberuf“ ist. Dies ist so zu verstehen, dass man bestimmte Tiefen des Gebetes eigentlich nur dann erreichen kann, wenn wir jemanden haben, der uns dazu anleitet, weil er oder sie auch ein Gebetsleben führt und unsere Zustände mit seinen Erfahrungen abgleicht. Dies ist der ordentliche Weg, die via ordinaria. Daher gingen Schüler zu den ersten Wüstenvätern, die Novizen ins Kloster usw. Da wir aber in Zeiten leben, in denen wir leben, so sind wir, wie viele vor uns auch, auf Gebetsanleitung aus Büchern angewiesen. Früher waren wirkliche Beter, die darüber kommunizieren konnten, auch selten, sodass die Hl. Theresia von Avila auch ihre eigenen Bücher über das Gebet verfassen musste. Es gab natürlich auch vorher Bücher über das Gebet, aber sie waren ihr entweder nicht bekannt oder sie haben ihr nicht geholfen. Die älteste Gebetsanleitung ist, wie vielleicht nicht alles wissen, die Philokalie, welche aus den Apophtegmata also aus den Aussprüchen der Wüstenväter zum Gebet und anderen Themen besteht. Leider war es immer schon so gewesen, dass fortgeschrittenes Gebetsleben selten war, obgleich es wohl so schlimm wie jetzt noch niemals gewesen ist. Aber alle, die über das Gebet ausschließlich aus den Büchern lernen, weil sie leider keinen geistlichen Leiter haben, laufen die Gefahr diese Bücher misszuverstehen. Denn erstens kann man dazu kommen sich bestimmte Zustände oder Gebetsstufen, die man objektiv nicht hat, aufgrund der Lektüre einzureden. Zweitens kann man leider das Geschriebene erst dann identifizieren, wenn man es selbst gerade erlebt oder noch besser in der Vergangenheit bereits erlebt hat. In der Praxis verhältnis es nämlich sowohl genauso wie es in Büchern beschreiben wurde als auch ein wenig anders. Manchmal erleben wir etwas, ohne es nennen zu können und erst in einem Buch finden wir die richtige Metapher, welche unseren Zustand richtig wiedergibt oder erläutert. Gott ist zwar objektiv und die Stufen des Gebetes sind es auch, aber unsere Natur ist immer eine andere, da sich die Menschen auch im Geistlichen voneinander unterscheiden. So sagte ein Heiliger, dass die Seelen noch viel vielfältiger sind als die Gesichter es sind. Jeder Autor beschreibt ja das Subtilste, Intimste, Geistlichste und Erhabenste, was ihm zuteilwird und er tut es auf eine Art und Weise, welche seine Persönlichkeit oder seine Bildung möglich macht. Daher kommen die terminologischen Unterschiede über die man nicht streiten sollte. In diesem Kontext soll man die Worte von Pater Poulain SJ versehen, dass die verschiedenen geistlichen Schriftsteller dem Gebet der Einfachheit, wie er es nennt, verschiedene Namen geben. Aber „Zu kleinliche Einleitung verwirrt nur, statt zu helfen.“ Beim Anklicken wird das Bild vergrößert...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (10) Kapitel 2: Vorstufen der Mystik? (2) Das Gebet der Einfachheit oder einfache Beschauung

  Die Darstellung der dritten Stufe des Gebets durch Pater Poulain SJ, in unserer Einführung oratio genannt und mit Wellenreiten verglichen, ist seitens des französischen Jesuiten dermaßen anschaulich wie auch präzise, dass sich eigentlich jeder Kommentar erübrigt. Menschen, die diese Erfahrungen wenigstens ansatzweise haben, werden sich in dieser Beschreibung und Systematisierung wiederfinden, andere sollen zuerst bei den vorher genannten Stufen des Gebetes bleiben. Dennoch kann man sich die Frage stellen, warum das Gebet der Einfachheit oder die einfache Beschauung, wie Pater Poulain sie in Übereinstimmung mit anderen geistlichen Autoren nennt, notwendig ist? Anders formuliert: Wozu ist es gut? Es ist dazu gut und notwendig, um sich die göttliche Eigenschaft der Einfachheit (simplicitas) anzueignen. Und warum? Um gleichförmig mit Gott zu werden, soweit es für einen Menschen möglich ist. Denn nach dem Grad dieser Gleichförmigkeit, die wir in diesem Leben erreichen, werden wir, die meisten von uns über den Umweg Fegefeuer, unseren Rang und Platz im Himmel erreichen, wohin nur diejenigen kommen, welche Gleichförmig mit Gott geworden sind. Die Anderen können – aufgrund ihrer sündigen Andersartigkeit – Gott, den sie nach dem Tod, direkt und unmittelbar erfahren, nicht ertragen. Daher auch die ewigen Höllenqualen, weil die Beschaffenheit der Verdammten, d.h. der gefallenen Engel und Menschen, so ist, dass sie das göttliche Licht nicht ertragen. Was den Seligen reine Glückseligkeit ist, ist den Verdammten die ewige Qual, obwohl Gott überall derselbe ist. Er wird nur anders, sowohl in diesem Leben als auch in der Ewigkeit, wahrgenommen. Daher auch die verschiedenen Stufen der Vollkommenheit im Fegefeuer. Diejenigen, die sündiger sind und einer längeren Läuterung bedürfen, denn im Fegefeuer gleicht länger auch härter, diese Seelen erfahren die reinigenden Leiden des Läuterungsortes härter. Diejenigen Seelen aber, die schon gereinigt wurden oder schon zum Zeitpunkt des Todes reiner sind, sie erfahren, will man den Privatoffenbarungen vieler Heiligen z. B. denen von Katharina von Genua glauben, die Gottesferne als eine unendliche Sehsucht. Um mit Gott durch die Nachfolge Christi gleichförmig zu werden, muss man zuerst wissen, welche Eigenschaften Gott an sich hat. Die katholische Dogmatik kennt 33 Eigenschaften Gottes, die wir hier lediglich aufzählen, [1] ohne auf diese recht ausführliche Lehre an dieser Stelle eingehen zu wollen. [2] I. Die Eigenschaften des göttlichen Seins (attributa essendi) Aseität (asseitas) Selbstständigkeit (independentia) Notwendigkeit (necessitas) Einfachheit (simplicitas) Unendlichkeit (infinitas) Absolutne Vollkommenheit  (perfectio absoluta) Unveränderlichkeit (immutabilitas) Unermesslich oder Raumlosigkeit (immensitas) Allgegenwart(omnipraesentia) Ewigkeit (aeternitas) Einheit (unitas) Objektive Wahrheit(veritas) Güte (bonitas) Schönheit (pulchritudo) Würde (dignitas) Einzigkeit (singularitas) Überweltlichkeit (distinctio a mundo) Persönlichkeit (personalitas) II. Eigenschaften der göttlichen Tätigkeit (attributa actuositatis) A. Eigenschaften des göttlichen Erkenntnis Wissen (scientia) Erkenntnis (cognitio) Weisheit (sapientia) B. Eigenschaften des göttlichen Wollens Wille (voluntas) Freiheit (libertas) Heiligkeit (sanctitas) Allgütigkeit (benignitas) Gerechtigkeit (iustitia) Gottes Strafgerechtigkeit  (iustitia vindicativa) Barmherzigkeit als Aussetzung der Strafgerechtigkeit Gottes (misericordia) Wahrhaftigkeit (veracitas) Treue (fidelitas) C. Eigenschaften Gottes Vorsehung und Vorausbestimmung Vorsehung (providentia) Allgemeinheit des göttlichen Heilswillens (universalitas voluntatis salvificae) Prädestination (praedestinatio) D. Eigenschaften der Macht Gottes Allmacht  (omnipotentia) Allherrschaft  (dominium absolutum) Natürlich können die Geschöpfe nur teilweise in einer sehr unvollkommenen Art und Weise an diesen verschiedenen, oben genannten, Eigenschaftengottes teilhaben. An manchen aber, den sogenannten negativen Eigenschaften Gottes, zu denen beispielsweise die Notwendigkeit, Unermesslichkeit, Raumlosigkeit oder Notwendigkeit gehören, haben sie überhaupt keinen Anteil.  Nichtsdestotrotz ist es für einen Menschen möglich und hinsichtlich seines ewigen Heils auch notwendig die Anteilnahme an manchen, positiven Eigenschaften Gottes herauszuarbeiten....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (9) Kapitel 2: Vorstufen der Mystik? (1) Gebet der Affekte

  Da wir in unserem Surfbeispiel die Gebetsarten, die Pater Poulain SJ verwendet bereits vorgestellt haben, so schreiten wir jetzt zur 3. Gebetsart, welche schon in die mystische Erfahrung hinüber geht. Es ist das Gebet der Affekte. Was ist das? Kurz und gut: Ich lese und betrachte einen Teil der Passionsgeschichte, z.B. Jesus vor dem Hohen Rat  und erwecke oder verspüre verschiedene Affekte – Gefühle – die diese Betrachtung begleiten. Schmerz über die Behandlung des Heilands, Mitleid mit ihm, Angst der Hohenpriester, die Christus genehm waren etc. Danach erwecke oder verspüre ich die Affekte der Dankbarkeit für diese Erlösungstat, des Lobes für die Güte Christi und den Ratschluß Gottes etc.  Dies ist, wie richtig der französische Jesuit darstellt, keine eigentliche intellektuelle Leistung, sondern eine emotionale. Nachdem der Intellekt und die Anschaungskraft mir das Feld gleichsam vorbereitet haben, lasse ich den Gefühlen mehr oder weniger freien Lauf. Natürlich braucht man eine längere Meditationspraxis, um auf diese Ebene zu kommen und man wird zuerst mit vielen Ablenkungen kämpfen müssen. Wichtig ist es sich dabei nicht zu hetzen, sondern sich so viel Zeit für diese Affekte die auf Gott gerichtet sind zu lassen, wieviel man eben braucht. Man wird zuerst nicht nur ablenkende Gedanken, sondern auch ablenkende Affekte erleben oder gar keine Affekte. Deswegen soll man bei dieser Gebetsart treu bleiben und die Betrachtung selbst auf eine Zeit legen, in der man weder zu müde noch zu gehetzt ist. Auf diese Weise schafft man einen Raum, in welchem das zarte Pflänzchen der Betrachtung gedeihen kann. Erster Teil Vorfragen Zweites Kapitel: Vorstufen der Mystik? § 1. Definition dieser Gebetsarten Beim Klicken wird die Ansicht vergrößert              ...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (8) Kapitel 1: Was ist Mystik? (3)

  Augustin Poulain SJ zieht zurecht eine scharfe Grenze zwischen Mystik und Aszetik. Die Letztere beinhaltet alles, was der Mensch von sich aus tun kann, um Gott näher zu kommen, sprich: Gebet- und Tugendleben. Mystik hingegen ist all das, was bei manchen Menschen von Gott her getan wird. Man kann sich, wie bereits besprochen, mystische Erlebnisse weder erarbeiten noch erwirken, man kann sich höchstens auf sie, durch die Vorbereitung der Natur, gleichsam vorbereiten. Man kann es in etwa mit Felsklettern vergleichen, man klettert unter aller Anstrengung selbst, wenn aber unser oben sitzender Kletterpartner es gut mit uns meint, so zieht er uns nach oben, ohne dass wir dafür etwas oder viel tun müssen.   Erster Teil Vorfragen Erstes Kapiel: Was ist Mystik?                ...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (7) Kapitel 1: Was ist Mystik? (2)

  Nicht jede emotionale Ergriffenheit, nicht jeder Eifer ist gleich Mystik. Die mystischen Zustände sind von Gott „eingegossen“ (gratia infusa) und sind in diesem Sinne übernatürlich, da wir sie uns selbst nicht erwerben können. Die mystische Erkenntnis ist auch wesenhaft, d.h. ontisch, von der natürlichen Erkenntnis verschieden. Mystik umfasst also: (1) den Zustand des übernatürlichen Gebetes, (2) Außergewöhnliche Zustände und (3) den Zustand der Ruhe, der Passivität. Erster Teil Vorfragen Erstes Kapitel: Was ist Mystik?  ...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (6) Kapitel 1: Was ist Mystik? (1)

Am Anfang erfolgt eine bildhafte Definition der Mystik, welche sowohl von der literarischen als auch von der mystischen Begabung des Autors zeugt. Es sei hier für alle Mal festgehalten: mystische Zuständen und Erfahrung sind laut katholischer Theologie niemals selbstgemacht, sondern ein reines Geschenk Gottes. Man kann sie sich also weder erarbeiten, noch zurecht phantasieren oder durch irgendwelche Praktiken herbeiführen.  Auch die Sehnsucht nach solchen Erlebnissen ist eigentlich sündhaft, da sie von großem Unverständnis und Stolz zeugt, denn mystische Gnaden gehen immer mit sehr viel Leiden einher, durch welches sich Gott sozusagen Raum in der Seele erschafft. Sehr deutlich unterscheidet Pater Poulain SJ zwischen den übernatürlichen Akten: bspw. des Glaubens, der Hoffnung und in der Liebe, zu welchen wir durch die göttliche Gnade befähigt werden und den mystischen Akten, welche nur sehr selten vorkommen, wenn sie tatsächlich von Gott herrühren. Paranormales, falls tatsächlich gegeben, ist oft dämonischen Ursprungs.   Erster Teil Vorfragen Erstes Kapiel: Was ist Mystik?  ...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (5) Inhaltsangabe

An dieser Stelle wollen wir zur Publikation des Buches selbst fortschreiten, welche immer vom obigen Bild, Verkündigung vom Philippe de Champagne, begleitet wird, welches die wahre Fülle der Gnaden zeigt. Ein Inhaltsverzeichnis anzupreisen ist recht schwierig, auch seine Vorstellung ist zwar notwendig, aber eher unaufregend. Dennoch macht die Präzision und die Unterteilung der zu besprechenden Kapitel einen starken Eindruck, z.B. die Unterteilung der Exstase in den äußeren und inneren Verlauf, was wohl in der spirituellen Literatur der mathematischen Methodik nach ein Novum darstellt. Interessant erscheinen auch die Belege für seine Behauptungen, welche Pater Poulain SJ aus den Kanonisationsakten und anderen Belegen zitiert. Es bleibt also nichts, wie in der Geometrie, unbewiesen, da nichts, anders als in der Geometrie, nicht empirisch also durch die induktive Methode des Quellenstudiums bewiesen wurde. Inhaltsangabe Beim Klicken wird die Ansicht vergrößert.                                              ...

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Eines tut Not – das geistliche Leben. Eine Einleitung in das Werk von A. Poulain SJ. (5 von 7): Jungfräulichkeit und Zölibat über der Ehe

  Jungfräulichkeit und Zölibat über der Ehe Besonders Ansichten, welche der Auffassung widersprechen, dass die Jungfräulichkeit über der Ehe steht, sind eindeutig verurteilt worden. So spricht das Konzil von Trient in seinem Dekret Tametsi (11. Nov. 1563) zur Reform der Ehe: Kan. 10 „Wer sagt, der Ehestand seit dem Stand der Jungfräulichkeit oder des Zölibat es vorzuziehen, und es sei nicht besser oder seeliger, in der Jungfräulichkeit und dem Zölibat zu bleiben, als sich in der Ehe zu verbinden [vgl. Mt 19, 11 f.; 1 Kor 7, 25 f. 39, 40]: der sei mit dem Anathema belegt.“ (Denz. = DH 1810) Dieser Kanon sagt natürlich nicht aus, dass jeder im Stand der Jungfräulichkeit oder des Zölibats zu leben habe oder dazu berufen worden sei, denn erstens, wie bereits vorangestellt, ruft Gott nicht jeden zu diesem Stand und zweitens stellt er an diese viel höhere Ansprüche, welche er beruft. Es ist wichtig sich darüber klar zu werden, dass Gott nicht von jedem exakt dieselbe Vollkommenheit verlangt, sondern nur diejenige Vollkommenheit, die jedem Stand, aber auch jedem Menschen, eigen ist. Dies ist kein Relativismus. Um wieder auf ein sportliches Beispiel zurückzugreifen, stellt das maximale Gewicht beim Bankdrücken für den einen 120 Kilo, für den anderen nur 80 kg dar, obwohl alle beide 100 % ihrer Maximalkraft pressen. Nicht jeder sollte mit 120 kg trainieren, nicht jeder sollte es mit 80 kg tun. Es kommt auf den jeweiligen Sportler an. Wenn also Gott jemanden zum kontemplativen Leben oder zum kontemplativen Ordensleben beruft, dann stellt er auch höhere Ansprüche an ihn oder an sie.  Auch die Sünden derjenigen, die dem geistlichen Stand angehören, werde viel schwerer bewertet, was nicht unbedingt überraschend ist, da wir alle bei der Beichte unseren Stand und unser Alter nennen müssen, um dem Beichtvater die Einordnung der Verfehlungen an den Standespflichten gemessen zu ermöglichen. Nach dem Lehrsatz von gratia sufficiens, wonach Gott jedem Menschen ausreichend viel Gnade, darunter auch Standesgnade gibt, um Gottes  Ansprüche an uns erfüllen zu können. Wenn wir es willentlich unterlassen und das Verlangte nicht verwirklichen, so liegt es an uns selbst....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (4) Vorwort des Verfassers zur französischen Erstausgabe

  Die vorliegende Einleitung stammt vom Verfasser selbst, dessen Leben und Werk wir noch vorstellen können. Pater Poulain SJ hat sein Werk über 40 Jahre lang geschrieben, indem er u.a. jede seiner Äußerungen oder Ratschläge mit Beispielen aus dem Leben der Heiligen und ihrer Schriften untermauerte. Schon die Einleitung macht deutlich, dass wir es mit einem Autor zu tun haben, der weiß, worüber er schreibt, weil er es teilweise selbst erlebt hat und außerdem in der Lage ist diese äußerst delikate Materie des inneren Lebens systematisch, logisch, ja beinahe mathematisch, wie einer der Vorredner schrieb, darzustellen.  Man kann sich also auf die kommenden Passagen freuen. Beim Klicken wird die Ansicht vergrößert.                                ...

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (3) Vorwort zur deutschen Ausgabe

Das Vorwort der deutschen Übersetzers zeigt den breiteren Rahmen, in welchem dieses Buch zu würdigen ist. Ebenso wie die Empfehlungen verschiedener kirchlichen Autoritäten. Beim Klicken wird die Ansicht vergrößert.            ...

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