Zeigt 47 Resultate(s)

29. September – Fest des Hl. Erzengels Michael

Predigt des heiligen Papstes Gregor. Wir sprechen von neun Engelchören, weil wir nämlich nach dem Zeugnisse der Heiligen Schrift wissen, daß es Engel, Erzengel, Kräfte, Mächte, Fürstentümer, Herrschaften, Throne, Cherubim und Seraphim gibt. Daß es Engel und Erzengel gibt, bezeugen fast alle Seiten der Heiligen Schrift: Von Cherubim und Seraphim aber sprechen bekanntlich oft die …

Katholische Engellehre: (37). Die bösen Geister, ihre Sünde und ihr Sturz. (4) Sünde der Engel war Superbia (iv)

Die Hoffart – Superbia – der Engel ist wohl darin zu finden, dass sie nach danach strebten, Gott in seiner Unabhängigkeit und Herrschaft gleich zu sein (omnibus praecellere et nulli subesse – „allen voran zu stehen und niemandem Untertan zu sein“, wie Bonaventura In Sent.2 d. 5 a. 2 q. 1 von Luzifers Sünde sagt).[1] …

Katholische Engellehre: (36). Die bösen Geister, ihre Sünde und ihr Sturz. (4) Sünde der Engel war Superbia (iii)

Eine ziemlich verbreitete jüdische Überlieferung (Philo, De gigant. 3; Flavius Josephus, Antiq. I, 3, 1; Buch Henoch 6), die sich hartnäckig in der Gnosis und in der Kabbala hält, nahm unter Missdeutung von Genesis 6,2 (sahen die Gottessöhne, wie schön die Menschentöchter waren, und sie nahmen sich von ihnen Frauen, wie es ihnen gefiel.) an, …

Katholische Engellehre: (35). Die bösen Geister, ihre Sünde und ihr Sturz. (4) Sünde der Engel war Superbia (ii)

2. Tradition  Dass die bösen Engel und vor allem ihr Anführer durch Superbia (Hoffart, Stolz) gefallen sind, lehren die meisten Väter (z. B. Tatian Orat. Ad Graec. 12; Athanagoras, Supplic. 24; Gregor von Nyssa, Orat. Cat. 23; Chrysostomus, In Ioh. Hom. 16, 4; Augustinus, De civ. Dei XII, 6; XXII, 1). Wenn einige, wie Irenäus …

Katholische Engellehre: (34). Die bösen Geister, ihre Sünde und ihr Sturz. (4) Sünde der Engel war Superbia (i)

II. Die Sünde der Engel war eine Sünde der Hoffart (supérbia) (Sententia longe communior) Die meisten Theologen hielten fest, dass die Sünde der Engel in der Hoffart oder im Stolz bestand. Die Dogmatik von Diekamp-Jüssen verwendet den Begriff „Hoffart“, welches ein älteres Synonym für das Wort „Stolz“ darstellt und weiter deutsche Entsprechungen stellen die Wiedergabe …

Katholische Engellehre: (33). Die bösen Geister, ihre Sünde und ihre Sturz. (3) Biblische Aussagen

2. Die Offenbarungsquellen Die Heilige Schrift bezeugt das Dasein böser Geister mit fortschreitender Bestimmtheit: zunächst noch undeutlich Genesis 3,1 ff (Versuchung im Paradies), mit aller Klarheit aber gegen Ende der Alttestamentlichen Offenbarung und im Neuen Testament.[1] Es lässt sich also nicht sagen, dass die Lehre von der Existenz der bösen Geister unbiblisch ist. Wir geben …

Katholische Engellehre: (31). Die bösen Geister, ihre Sünde und ihre Sturz. (2) Lehramtliche Aussagen

Kirchliches Lehramt Die erste Lehraussage zur Existenz des Teufels gab es im vierten Jahrhundert im Kontext der Falschlehre der Priscillianisten oder der Priscillianer. Sie waren eine gnostische Sekte, so dass sie durch das unheilige geheime Treiben magischer Künste und die nichtigen Trügereien der Astrologen den Glauben der Religion und das Sittengesetz auf die Macht von …

Katholische Engellehre: (30). Die bösen Geister, ihre Sünde und ihre Sturz. (1) Es gibt böse Geister.

I. Es gibt böse Geister. De fide Die Existenz der Dämonen, der Teufel, der bösen Geister, der gefallenen Engel ist ein Dogma. Dies ist dogmatisch genauso sicher, wie das, dass Gott dreieinig und Christus auferstanden ist. Dabei gibt es kaum eine Glaubenswahrheit, die mehr der Lächerlichkeit preisgegeben oder wenigstens verschwiegen wird wie die Existenz der …

Katholische Engellehre: (29). Seligkeit der Engel, ihre Aufgaben und ihre Verehrung. (iii) Ihre Verehrung.

III. Es ist gut und nützlich, die heiligen Engel zu verehren und anzurufen. Fidei proximum. Einerseits ist es gut, fromm und nützlich, sowie in der biblischen Tradition verwurzelt die guten Engel zu verehren, obzwar nicht anzubeten, andererseits hatte die Kirche von ihren Anfängen an immer mit dem übertriebenen Engelkult zu kämpfen, der meistens gnostisch war …

Katholische Engellehre: (28). Seligkeit der Engel, ihre Aufgaben und ihre Verehrung. (ii) Ihre Aufgaben.

II. Die Aufgaben der seligen Geister. Die Engel haben die folgenden Aufgaben: Anbetung und Lobpreis Gottes, Anbetung und Lobpreis Christi, Erfüllung der ihnen von Gott aufgetragenen Dienste, Sorge für die Menschen.[1] 1. Die Anbetung und der Lobpreis Gottes (Ps 96,7; 102,10; 148,2; Dan 3,28; Is 6,3; Apok 4,8) und Christi – des Gottmenschen (Hebr 1,6; …

Katholische Engellehre: (27). Seligkeit der Engel, ihre Aufgaben und ihre Verehrung. (i) Ihre Seligkeit

Die Seligkeit der Engel im Himmel, ihre Aufgaben und die ihnen gebührende Verehrung I. Die Engel, welche sich in der Prüfung bewerten, sind alsbald mit der ewigen Seligkeit belohnt worden. (Sententia certa) Nach Matthäus 18,10 genießen die Engel bereits die Anschauung Gottes und in eben dieser Anschauung Gottes besteht nach der Lehre der Offenbarung das …

Katholische Engellehre: (26). Der Urzustand der Engel und ihre Prüfung. (ii) Alle Engel wurden geprüft.

II. Alle Engel hatten eine sittliche Prüfung zu bestehen. Conclusio theologica bezüglich der gefallenen Engel, sententia nunc communis bezüglich der guten Engel. 1. Die gefallenen Engel sind dem Dogma gemäß durch eigene Schuld böse geworden und der Verdammnis anheim gefallen (Later. IV, Denz. 428 f/800 f.; Mt 25,41). Eine sittliche Prüfung ist daher die notwendige …

Katholische Engellehre: (25). Der Urzustand der Engel und ihre Prüfung. (i) Gnadenausstattung

Der Urzustand und die Prüfung der Engel Gott hat alle Engel in die übernatürliche Ordnung erhoben, d.h., er hat ihnen das übernatürliche Endziel der seligen Gottanschauung gegeben und ihnen die Erreichung dieses Zieles durch übernatürliche Gnaden ermöglicht. (sententia certa) Kirchliches Lehramt. Pius V. hat im Jahre 1567 gegen die Irrlehre von Bajus erklärt, dass die …

Katholische Engellehre: (24) Die natürlichen Eigenschaften und Kräfte der Engel. Willen der Engel (iii) Er ist sehr mächtig.

3. Dem Willen der Engel steht eine große Macht zu Die Heilige Schrift (z. B Kol 1,16) verweist auf diese Tatsache durch die vielen Namen, die den Engel zustehen etwa Kräfte (virtutes), Mächte (principatus), Herrschaften (dominationes) den Engeln eine große Macht oder Gewalt (virtus, dominatio) zusteht.[1] Warum? Weil in der Hl. Schrift der Name gleich …

Katholische Engellehre: (23) Die natürlichen Eigenschaften und Kräfte der Engel. Willen der Engel (ii) Er ist entschieden und unveränderlich.

2. Die Entschließungen der Engel vollziehen sich ohne unentschiedenes Schwanken und sind unabänderlich Während wir Menschen bei Entscheidungen hadern und zaudern, sie vor uns hin und her schieben und aufschieben entscheiden die Engel sofort und halten sich an die einmal getroffen Entscheidung. Warum? Weil sie einen außerordentlich scharfen Verstand und außerordentlich starken Willen haben.[1] Warum …

Katholische Engellehre: (22) Die natürlichen Eigenschaften und Kräfte der Engel. Willen der Engel (i) Er ist frei.

Die Engel haben einen freien Willen (sententia certa). Man kann nur sehr schwer diese Glaubensaussage ablehnen. Aus der geistigen Erkenntnis der Engel folgt notwendig ihre Willensfreiheit, wie hl. Thomas von Aquin darstellt (Summ. Theol. I q. 59 a. 1 et 3). Alles nämlich, was vom Willen Gottes ausgeht, hat je in seiner Weise eine Hinneigung …

Katholische Engellehre: (21) Die natürlichen Eigenschaften und Kräfte der Engel. Erkenntnis der Engel (III) Sprache der Engel

Engelswissen und Besessenheit Es stellt sich wiederum die Frage, worin der eigentlich praktische Wert des Wissens um das Wissen der Engel besteht. Er besteht darin paranormale Phänomene erklären zu können und den eigenen geistlichen Kampf besser ausrichten zu können. Denn man muss annehmen, dass gefallene Engel – Dämonen – ebenfalls dieses ursprüngliche Engelswissen haben und …

Katholische Engellehre: (19) Die natürlichen Eigenschaften und Kräfte der Engel. Erkenntnis der Engel (i) Sie ist sehr vollkommen.

Die Erkenntnis der Engel ist sehr vollkommen Die vollkommene Erkenntnis der Engel ist mit Sicherheit nicht mit der Erkenntnis Gottes zu vergleichen, was bereits die Worte unseres Erlösers bezeugen: „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß Niemand, auch die Engel des Himmel nicht, nur der Vater allein“ (Mt 24,36). Dass ihre Erkenntnis begrenzt ist, …

Katholische Engellehre: (18) Die natürlichen Eigenschaften und Kräfte der Engel. Dauer der Engel (ii)

Die Dauer der Engel ist relativ sukzessionslos Die Thematik der relativen Sukzessionslosigkeit der Engel kommt explizit beim Thema des Engelfalles zum Tragen. Denn wenigstens dort müssen sich zwei zeitliche Augenblicke abgespielt haben: (1) der Augenblick vor dem Fall und (2) der Augenblick nach dem Fall. Daher ist auch die Sukzessionslosigkeit relativ und nicht absolut. Der …

Katholische Engellehre: (17) Die natürlichen Eigenschaften und Kräfte der Engel. Dauer der Engel (i)

Die Dauer der Engel ist relativ sukzessionslos Unter Sukzession versteht man eine zeitliche Reihenfolge. Dies bedeutet, dass unmittelbar nach der ersten Sekunde die zweite Sekunde folgt, nach der zweiten die dritte usw. Die Zeit wird also in einzelne Abschnitte unterteilt, die einander nachfolgen. Der Begriff der zeitlichen Nachfolge hat seine Begründung in der aristotelischen Zeittheorie, …

error: Content is protected !!