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Über das Fasten (15 von 15). V. Freitagsfasten

Abstinenz vom Fleisch an Freitagen Aber nicht nur während der Fastenzeit, d.h. der österlichen Bußzeit, muss man sich vom Fleisch enthalten. Die Abstinenz vom Fleisch verpflichtet unter schwerer Sünde (sub gravi) an: allen Freitagen innerhalb des Kirchenjahres, wenn nicht gerade Weihnachten auf diesen Tag fällt, nach der Erklärung des Honorius III. (1216-1227); an Samstagen an …

Über das Fasten (14 von 15) IV. Vom Fasten entschuldigt (3) Pflichterfüllung

3. Pflichterfüllung (pietas) Der dritte Grund, der vom Fasten entschuldigt, ist die Pflichterfüllung (pietas). Wir rufen uns noch mal den Grundsatz ins Gedächtnis, dass die Erhaltung des Lebens und der Gesundheit, sowie die Standespflichten schwerer wiegen als die kirchlichen Vorschriften. Bischof Müller fasst es wie folgt auf: „Das Maß der Abstinentia sowie der Nüchternheit ist …

Über das Fasten (13 von 15). IV. Vom Fasten entschuldigt. (2) Unvermögen

Der zweite Grund, der vom Fasten entschuldigt, ist das Unvermögen, die Unmöglichkeit, die Unfähigkeit dazu auf lateinisch impotentia sich daran zu halten.[1] Das Unvermögen (impotentia) kann entweder physisch (impotentia physica) oder moralisch (impotentia moralis) sein. Kurz gesagt: kann jemand wirklich nicht fasten, dann ist er nicht durch die Fastenregel verpflichtet. Sollte jemand bisher gedacht haben, …

Über das Fasten (13 von 15). IV. Vom Fasten entschuldigt. (1) Dispens

Bedenkt man all die in dieser Reihe dargestellten Fastenvorschriften und Auflagen, so stellt sich natürlich die Frage, ob es Gründe gibt, welche die Nichteinhaltung entschuldigen? Die gibt es sehr wohl, denn es ist immer die Prämisse zu beachten, dass das Kirchenrecht niemanden dazu verpflichten kann (1) seinem Leben oder seiner Gesundheit zu schaden und/oder (2) …

Über das Fasten (12 von 15). III Vermischung von Fisch und Fleisch

III. Denjenigen, die sich des Fleisches enthalten, ist es unter schwerer Sünde verboten, an Fastentagen Fisch mit Fleisch in der Mahlzeit zu vermischen. Natürlich ist es klar, dass auch einige sehr kleine Menge Fleisch, das Fisch beigemischt wurde, Fleisch darstellt. Die Verbote wurden vom Benedikt XIV in Non ambigimus (1741) und In suprema (1741), und …

Über das Fasten (11 von 15). II. Abstinenz von Eiern und Milchspeisen.

II.  In der österlichen Fastenzeit (Quadragesimae) soll man sich außer des Fleisches auch der Milchprodukte und Eier enthalten. Dies geht auf die Praxis der Kirche zurück, das, was “von Tieren ausgeht, die da atmen und auf dem Erdboden ihre Brutstätte haben” während der Fastenzeit zu meiden. (Summ. Theol. 2.2. q. 147. a. 8 c.) Diese …

Über das Fasten (10 von 14). I. Abstinenz von Fleisch (ii) “Weder Fisch noch Fleisch”

„Weder Fisch noch Fleisch“ oder was in der Fastenzeit erlaubt ist Der Bezeichnung „Fleisch“ (carnis) unterliegen alle Lebewesen, „die auf der Erde leben und atmen“, wie allgemein Theologen mit dem hl. Thomas annehmen (Summ. Theol. 2.2. q. 147. a. 8 c). Als Fleisch gelten demnach nicht Fische, die ja im Wasser leben und atmen. Von …

Über das Fasten (9 von 14). I. Abstinenz von Fleisch (i) Was ist “Fleisch”?

Verbot von Fleischgenuss Wir erinnern uns daran, dass das kirchliche Fasten aus gleichsam drei Teilen besteht: eine Mahlzeit innerhalb von 24 Stunden, eine kleine abendliche Erfrischung eingeschlossen; Abstinenz von Fleisch und Milchprodukten; innerhalb der festgesetzten Fastenzeit. Nachdem wir den ersten Punkt besprochen haben, wenden wir uns dem zweiten zu. Die Kirche verbietet allen Gläubigen, die …

Über das Fasten (8 von 15). Fasten und Vesperbrot

Kleine Mahlzeit am Abend – collatio Es ist erlaubt am Abend eine kleine Mahlzeit (collatio) einzunehmen. Dieser Brauch begann bei den Mönchen, welche abends, bevor sie sich zusammenfanden zu einer frommen Versammlung conferentia oder collatio genannt, in der Fastenzeit Wasser mit Brotkrummen vermischt einzunehmen pflegten, um sich auf diese Art und Weise zu stärken. Dieser …

Über das Fasten (7 von 15). Definition und Speise und Getränk

Was ist Speise, was es Getränk? Da die Speisen das Fasten brechen, die Getränke jedoch nicht, so ist es wichtig genau auseinanderzuhalten, was ein Getränk und was eine Speise darstellt. Wir geben hier die katholische Morallehre wieder, wie sie bei Bischof Müller vorkommt. Speise: All das, was grundsätzlich zur Ernährung beiträgt, ist Speise (cibus). Wird …

Über das Fasten (6 von 15). Bestandteile des kirchlichen Fastens

Bestandteile des kirchlichen Fastens Das kirchliche Fasten besteht aus gleichsam drei Teilen: eine Mahlzeit innerhalb von 24 Stunden, eine kleine abendliche Erfrischung eingeschlossen; Abstinenz von Fleisch und Milchprodukten; innerhalb der festgesetzten Fastenzeit. An sich ist es nicht erlaubt ein Frühstück einzunehmen, es sei denn aus einer rechtmäßigen Gewohnheit oder aufgrund einer ausdrücklichen Dispens.[1] Ad 1. …

Über das Fasten (5 von 15). Übernatürliche Auswirkungen des Fastens

Die übernatürlichen Auswirkungen des fehlenden Fastens Die Kirche lehrt, dass das Fasten Genugtuung (satisfactio) für begangene Sünden leisten kann (Summ. Theol.  2 2 q. 147. 1. 3. 5 .c, ebd. 147. 1. 3. 5. 7).[1] Daher ist das Fasten eine Bußübung. Durch das Fasten kann man also die Konsequenzen der eigenen Sünden oder der Sünden …

Über das Fasten (4 von 15). Natürliche Auswirkungen des Fastens.

Natürlichen Auswirkungen des fehlenden Fastens Betrachtet man die oben genannten Fastenvorschriften, wie sie in der Moraltheologie von Bischof Müller um das Jahr 1890 dargelegt werden, so wird einem klar wie desaströs die Konzilsreformen bezüglich des Fastens gewesen sind. Das Fasten an den Quatembertagen wurde mit diesen abgeschafft, ebenso wie das Fasten an den Vigilien. In …

Über das Fasten (3 von 15). Das kirchliche Fasten.

Was ist das kirchliche Fasten? Neben dem sogenannten natürlichen Fasten, das alle Völker und Heiden kennen, Stichwort: Bikinifigur, gibt es auch das kirchliche Fasten (jejunium ecclesiasticum). Das Letztere schreibt vor, sich an bestimmten Tagen einer bestimmten Qualität und Quantität der Speisen zu enthalten. Die Moraltheologie unterscheidet vier Arten des Fastens: Das geistliche Fasten, d. h. …

Homo-Segnung als vorläufiger Abschluss des kirchlichen Niedergangs (4 von 4)

Das tägliche Sakrileg Warum segnet man denn die Todsünden ab? Weil man, wir meinen hier die Bischöfe und Priester, selbst in ständigem Sakrileg lebt. Ein Geistlicher, also eine Gott geweihte Person wie Priester, Bischof, Ordensmann, Ordensfrau stellt, theologisch gesehen, im weitesten Sinne ein heiliges Ding (res sacra) dar, das allein Gott gehört. Man ist ein …

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