Tradition und Glauben

Septem Dolorum Beatae Mariae Virginis – Sieben Schmerzen Mariä

Maria ist die Morgenröte, sie leuchtet vor dem Aufgang der Sonne, welche Christus ist. So wie sie vor der menschlichen Geburt Christi geboren wurde, welcher als Gott der Eingeborene (unigenitus) Vaters als Gott ewig ist, so gedenkt die Kirche ihres Leidens eine Woche vor Karfreitag mit dem Fest Sieben Schmerzen Mariae. Man müsste richtigerweise sagen, dass die Kirche der Schmerzen Mariä bis zur unseligen Rubrikenreform von 1955 gedachte, denn leider wird dieses Fest seit diesem Jahr nicht mehr begangen. Wen hat es gestört? Die Dämonen und diejenigen, welche von ihnen inspiriert wurden. Es ist natürlich sehr schade, denn außer der Konzertaufführung von Stabat mater, des Brevierhymnus dieses Festes, werden wir nirgends mit dem Leiden der Gottesmutter konfrontiert. Das Erlösungswerk des Leidens Christi, welches sich vornehmlich an Karfreitag vollzog, birgt solch eine Fülle in sich, dass man bestimmte Ereignisse vorverlegen oder nachverlegen musste, um ihrer liturgisch und paraliturgisch zu gedenken. Natürlich vor dem Konzil, denn das Gedenken des Leidens Christi scheint natürlich mit der „Mentalität des modernen Menschen“ nicht vereinbar zu sein. Im Gegensatz zur Sünde – die ist vereinbar. Schauen wir uns den liturgischen Kalender des Tridentinischen Breviers an, welches wenigstens auf diesem Blog hochgehalten wird, so finden wir die folgenden Feste, welche mit Karfreitag inhaltlich verbunden sind: Am Freitag nach der ersten Fastenwoche: Lanceae et Clavorum Domini Nostri Jesu Christi – Der hl. Lanze und Nägel unseres Herrn Jesus Christus. Am Freitag nach der zweiten Fastenwoche: Sindonis D.N.J.C. – des hl. Schweißtuches unseres Herrn Jesus Christus. Am Freitag nach der dritten Fastenwoche: Quinque Vulnerum D.N.J.C. – der hl. Fünf Wunden unseres Herrn Jesus Christus. Am Freitag nach der vierten Fastenwoche: Pretiosissimi Sanguinis D.N.J.C. – des kostbarsten Blutes unseres Herrn Jesus Christus. Am Freitag der fünften Fastenwoche, der Passionswoche: Septem Dolorum B. Mariae Virginis – Sieben Schmerzen der Seligen Jungfrau Maria. Am Freitag nach dem Weißen Sonntag: Spineae Coronae D.N.J.C. – der hl. Dornenkrone unseres Herrn Jesus Christus. Am 14. September – Exaltationis S. Crucis – der Kreuzeserhöhung. Dritter Sonntag in September – Septem Dolorum B. Mariae Virginis – Sieben Schmerzen der Seligen Jungfrau Maria. Es ist tatsächlich allerhand, wobei manche Feste auch nach Ostern fallen. Das Siebenschmerzen Fest in der Fastenzeit hat ein ganz anderes Officium als das Fest in September, sodass nichts wiederholt wird. Besonders in der Fastenzeit wird der Brevierbeter langsam in das Karfreitagsmysterium geführt, durch die Betrachtung der einzelnen Geheimnisse. Und wem hat es geschadet? Den Dämonen und der Welt. Nun, ja. Bevor wir die Überlegungen von Dom Prosper Guéranger auf Englisch zu diesem Fest veröffentlichen, ein paar eigene Bemerkungen. Das heutige Brevier präsentiert eine interessante Mischung aus Brautmystik des Hoheliedes und der Passionsgeschichte. Denn Maria war auch eine Liebende. Sie liebte Christus als ihren Sohn und als ihren göttlichen Bräutigam. Die Liturgie scheut sich nicht diese beiden Aspekte zu vermischen und so lesen wir im ersten Responsorium des ersten Nokturns: R. Dilectus meus candidus, et rubicundus, et totus desiderabilis: * Omnis enim figura ejus amorem spirat, et ad redamandum provocat caput inclinatum, manus expansae, pectus apertum. V. Piis, o Virgo, spectas eum oculis, contemplans in eo non tam vulnerum livorem, quam mundi salutem. R. Omnis enim figura ejus amorem spirat, et ad redamandum provocat caput inclinatum, manus expansae, pectus apertum. R. Mein Geliebter ist weiß und rot und als ganzer begehrenswert: * All seine Gestalt...

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2. Februar Mariä Lichtmess – Darstellung Jesu im Tempel

Und hier ein Beitrag vom letzten Jahr, der gar nicht gealtert ist. An 2.02. feiert die Kirche Mariä Lichtmess oder Darstellung Mariens im Tempel. Es ist der Tag der geistlichen Berufe und der Tag der Kerzenweihe. Beides hängt zusammen, wenn eine geistliche Berufung ist wie eine Kerze: sie leuchtet umso heller, je mehr sie sich verbrennt. Sie gibt Wärme, Licht und vertreibt die Dämonen der Luft, was uns die traditionelle Kerzenweihe lehrt, welche mit Exorzismen verbunden ist. Was hat denn die Kerze davon? Gar nichts. Sie wird weniger. Es ist wie bei Johannes dem Täufer, der über den Heiland sagte: „Ich muss abnehmen, er muss aber wachsen“ (Joh 3,30). Gott ist das Maß, Gott ist das Ziel. Deswegen sind unsere äußeren Tätigkeiten und unsere Effizienz völlig gleichgültig. Sie sind ein weltlich Ding, welches unsere Heiligung hindert. Geistliches Leben hat etwas mit Warten zu tun. Wie viele Jahrzehnte wartete Anna im Tempel, wie lange wartete Simeon? Gott hat ihnen etwas versprochen und sein Wort gehalten. Gott wartete bis diese beiden bereit waren Christus in den Händen zu halten. Gott hat sie darauf vorbereitet und gereinigt.  St. Simeon durfte Christus in seinen Unterarmen halten (in ulnas suas), denn das Kind war schon größer, und lobte das Licht zur Erleuchtung der Heiden und der Juden. St. Simeon und Anna waren Kerzen, die sich verbrannten und bis zu Ende brannten. Sie dachten nicht: Wie effizient bin ich? Wann ist es soweit? Kommt da was?...

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (8)

8. Tag der Oktave Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers fort mit den Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde. Lesung 4 Deshalb haben schon in früheren Zeiten Bischöfe, Priester, Ordensgenossenschaften und sogar Kaiser und Könige den Apostolischen Stuhl gebeten, die Unbefleckte Empfängnis der allerseligsten Gottesmutter als Glaubenssatz zu erklären. Diese Bitten wurden auch in der Gegenwart wiederholt, und sie wurden besonders Unserem Vorgänger Gregor XVI. seligen Angedenkens und Uns selbst von Bischöfen, von Weltpriestern, von Ordensgenossenschaften, von hochstehenden Fürsten und vom gläubigen Volke vorgetragen. Dies alles wußten Wir sehr wohl und erwogen es ernstlich, und es machte Unserem Herzen besondere Freude. Sobald Wir also ohne Unser Verdienst nach dem unerforschlichen Ratschluß der göttlichen Vorsehung auf diesen erhabenen Lehrstuhl des heiligen Petrus erhoben wurden und das Steuer der ganzen Kirche übernahmen, betrachteten Wir es als Unsere heiligste Pflicht, entsprechend Unserer großen, von früher Kindheit an gehegten Verehrung, Andacht und Liebe zur allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, alles durchzuführen, was die Kirche wünscht, damit die Ehre der allerseligsten Jungfrau vermehrt werde und deren Vorzüge in noch hellerem Lichte erglänzen....

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (7)

7. Tag der Oktave Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers fort mit den Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde. Lesung 4 Wir alle aber wissen, mit welchem Eifer diese Lehre über die Unbefleckte Empfängnis der jungfräulichen Gottesmutter von den angesehensten Ordensgenossenschaften, von den berühmtesten theologischen Hochschulen und den hervorragendsten Lehrern der göttlichen Wissenschaft vertreten, dargelegt und verteidigt wurde. Ebenso ist bekannt, wie sehr die Bischöfe besorgt waren, auch bei den Kirchenversammlungen öffentlich und vor der ganzen Welt zu bekennen, dass die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria schon im voraus im Hinblick auf die Verdienste unseres Herrn und Erlösers niemals der Erbschuld unterworfen wurde, sondern voll und ganz von der Makel der Erbsünde bewahrt blieb und so auf eine besonders hehre Weise erlöst wurde. Dazu kommt noch eine überaus wichtige und bedeutsame Tatsache. Das Konzil von Trient hatte bei der Verkündigung des Glaubenssatzes von der Erbsünde auf Grund der Zeugnisse der Heiligen Schrift, der Kirchenväter und der rechtmäßigen Kirchenversammlungen festgelegt und entschieden, daß alle Menschen mit der Erbsünde behaftet zur Welt kommen; das gleiche Konzil erklärte indessen ebenso feierlich, es sei nicht seine Absicht, in dieses Dekret und in diese allgemeine Entscheidung die heilige und unbefleckte Jungfrau und Gottesmutter Maria miteinzuschließen. Durch diese Erklärung haben die Väter von Trient auf die Freiheit der allerseligsten Jungfrau von der Erbsünde den damaligen Verhältnissen entsprechend deutlich genug hingewiesen und ganz klar zum Ausdruck gebracht, daß aus der Heiligen Schrift, aus der Überlieferung und den Zeugnissen der Väter nichts vorgebracht werden kann, was diesem erhabenen Vorzug der Jungfrau irgendwie entgegensteht.  ...

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (5)

  Wo ist der vierte Tag oder Oktave oder die Macht der Rubriken Bevor wir hier unsere Lesung fortsetzen, wird sich einigen von uns sicherlich die Frage stellen, was mit dem vierten Tag der Oktave passiert ist, da zuletzt die Texte des dritten Tages der Oktave gelesen wurden. Die simple Antwort lautet: den vierten Tag gibt es nicht. Warum? Weil in der Zeit der Oktave der Unbefleckten Empfängnis, also zwischen dem 8.12 bis 15. 12, nicht nur sehr wichtige Heiligenfeste fallen, welche immer in der Kirche feierlich begangen wurden, sondern auch der dritte Adventsonntag fällt. Da jedes neu eingeführte Fest, wie das der Unbefleckten Empfängnis eine Art Neuordnung des liturgischen Kalenders nach sich zog, so entstand mit der Zeit die theologische Disziplin der Rubrizistik, von lat. rubrum – „rot“, in welcher nicht nur angegeben wurde, wie zu zelebrieren sei, sondern auch welches Fest das wichtigere sei und warum.  Ohne an dieser Stelle ins Detail zu gehen, lässt sich zum Letzteren sagen, dass man hierzu in entsprechende Tabellen zu schauen hat, um zu wissen, welches Fest und welche Oktave über- oder untergeordnet ist. Denn es gibt sowohl bei den Festen als auch bei den Oktaven Hierarchien. Je wichtiger ein Fest ist, z. B. Ostern oder Weihnachten, umso weniger darf es verschoben werden oder in der dazugehörigen Oktave darf etwas dazwischen kommen. Die Rubriken sagen auch, was zu tun ist, wenn Kalender bedingt zwei Feste zusammenfallen, welches dann einer translatio also „Verschiebung“ unterliegt und welches nicht. Natürlich gibt es verschiedene Rubriken zu verschiedenen Brevieren: das Tridentinische Brevier (1570-1910) hat eigene Rubriken, das Divino afflatu des Pius. X von 1911 hat eigene Rubriken, das Pianische Brevier von 1955 hat eigene Rubriken, das Brevier des Johannes XXIII. von 1960 hat eigene Rubriken....

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (3)

3. Tag der Oktave Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers fort mit den Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde.   Lesung 4 Deshalb verwendet ja auch die Kirche die gleichen Worte, mit denen die Heilige Schrift von der ungeschaffenen göttlichen Weisheit spricht und ihren ewigen Ursprung schildert, im kirchlichen Stundengebet und bei der Feier des hochheiligen Opfers und überträgt sie auf den Ursprung dieser Jungfrau; deren Erschaffung wurde ja auch zugleich mit der Menschwerdung der göttlichen Weisheit beschlossen. Dies alles wurde von den Gläubigen überall gern aufgenommen. Es ist dies ein Beweis dafür, mit welchem Eifer diese Lehre von der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau auch von der Römischen Kirche, der Mutter und Lehrerin aller Kirchen, gepflegt wurde. Dennoch verdienen die wichtigsten Schritte dieser Kirche einzeln aufgezählt zu werden; denn die Würde und das Ansehen dieser Kirche ist so groß, ihr kommt es auch voll und ganz zu, da sie der Zentralpunkt der katholischen Wahrheit und Einheit ist; in ihr allein wurde der Glaube unverfälscht bewahrt; von ihr müssen alle übrigen Kirchen den Glauben übernehmen....

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (2)

  2. Tag der Oktave Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers fort mit den Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde. Die deutsche Fassung, leider auf divinum officium noch nicht vorhanden, stammt von dieser Seite hier.[1]   Lesung 4 Der über alle Worte erhabene Gott, dessen Wege Erbarmen und Wahrheit, dessen Wille die Allmacht ist, dessen Weisheit machtvoll wirkt von einem Ende bis zum anderen und in Milde alles lenkt, sah von Ewigkeit her das unheilvolle Verderben des ganzen Menschengeschlechtes infolge der Sünde Adams voraus. In seinem geheimnisvollen, der Welt verborgenen Ratschluß beschloß er aber, das erste Werk seiner Güte durch die Menschwerdung des Wortes auf eine noch unbegreiflichere Weise zu ergänzen. Denn der Mensch, der entgegen seinen liebevollen Absichten durch die List des Teufels in Schuld geraten war, sollte nicht zugrundegehen, und das, was durch den ersten Adam gefallen war, sollte durch den zweiten weit glücklicher wieder aufgerichtet werden. Darum wählte er von Anfang an und vor aller Zeit schon für seinen eingeborenen Sohn eine Mutter aus, und bestimmte, daß er von ihr in der seligen Fülle der Zeiten als Mensch geboren werden sollte;...

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (1)

  Zwar können sich alle unsere Leser diese Texte auf der divinum officium Seite selbst durchlesen, aber es ist auch wahrscheinlich, dass dies kaum jemand tun wird. Das Nachtgebet des Breviers die Matutin, besteht, ohne jetzt in die Einzelheiten zu gehen, aus drei Lectiones – Gebeten, die am Anfang zu verschiedenen Nachtstunden gebetet wurden, bevor sie in Eins zusammengefasst wurden. An Festen und Feiertagen besteht die Matutin aus neun Psalmen, je drei Lectiones, welche, in den Brevieren von 1570 und 1911, also in dem Tridentinischen und dem Divino afflatu Brevier von neun Lesungen gefolgt werden. Es sieht in etwa so aus: Erste Lectio Drei Psalmen Drei Lesungen (1-3) AT AT AT Zweite Lectio Drei Psalmen Drei Lesungen (4-6) Predigt Predigt Predigt Dritte Lectio Drei Psalmen Drei Lesungen (7-9) Tagesevangelium Predigt Predigt/Biographie des kommemorierten Heiligen...

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Maria-Wochenendbeilage: Gebet und Kampf

Der Sündensmog und frische marianische Luft Im Zeiten des real existierenden Sozialismus, der natürlich existierend aber irreal war, hatten manche Berufsgruppen, welche dem sozialistischen Ideal entsprachen, ein gutes Leben. Zur Gruppe der Bestverdiener gehörten damals die Bergleute, welche nicht nur sehr viel verdienten, sondern auch ganz große Vergünstigungen außerhalb der Arbeitszeit erfuhren: Hotels, Ferienhäuser, Urlaub, Sanatorien etc. Man ging zurecht von der Annahme aus, dass ein Mann der mit 18 Jahren ins Bergwerk kommt, dort schwer körperlich mindestens 8 Stunden pro Tag arbeitet, nur Staub, Gase und Motorabgase einatmet, dass dieser Mann sich in dem Urlaub gut erholen muss, um seinem sozialistischen Vaterland das nötige Arbeitssoll weiterhin abliefern zu können. Daher hatten die Bergleute mit die besten Ferienanlagen (nach Militär und Miliz), an sauberen und gesunden Orten, damit sie wenigstens im Urlaub saubere Luft einatmen konnten, bevor sie mit Anfang 40 starben. Denn die meisten sozialistischen Bergleute atmeten die schädliche Luft nicht nur unter der Erde, sondern auch oben nachdem sie das Bergwerk verlassen hatten. Die Luftqualität in Schlesien bis 1989 war wirklich legendär schlecht, über manchen Städten herrschte dauernd eine Smogwolke und man versuchte die Wäsche gar nicht erst aufzuhängen, denn sie wurde vom Hängen allein wieder schwarz. Mutatis mutandis galt das für sehr viele Bergsiedlungen des ehemaligen Ostblocks. Diese Bergleute verstarben früh an Staublunge/Tuberkulose/Krebs oder Herzinfarkt, da sie meistens noch auch rauchten, sich fett ernährten (sie hatten ja das Fleisch) und unmäßig Alkohol tranken. Was dennoch ihre Lebenserwartung nach oben schraubte, war der Ferienaufenthalt in sauberen Regionen, wo sie ein paar Wochen im Jahr saubere Luft tanken konnten. Was hat das mit uns heute zu tun? Das, dass wir uns geistlich gesehen in derselben Lage befinden. Wir leben in einer vom Sündensmog verpesteten Luft, die wir innerhalb und außerhalb unserer Kirchen einatmen müssen. Manche von uns arbeiten unter Tage, wo sie dunkle Erkenntnisse über das Leben unserer Geistlichen erhalten (Stichwort: Missbrauch), welche sie anderen mitteilen müssen....

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15. September: Sieben Schmerzen Mariens

Lieben ist Leiden. Je mehr man liebt, desto mehr leidet man, weil man empathisch wird. Man empfindet mit dem geliebten Menschen, man liebt nicht nur ihn, sondern das, was er/sie liebt und man leidet daran, woran er/sie leidet. Maria hat Jesus am meisten geliebt, nicht nur deswegen, weil sie Ihm als Mutter am nähsten war, sondern auch deswegen, weil sie das vollkommenste Geschöpf war. Sie war auch das reinste Geschöpf und somit das sensibelste Geschöpf, denn die Sensiblen leiden mehr als die Toughen. Es spielt also nicht nur ein Rolle was man aushält, sondern wer es aushält, siehe die Prinzessin auf der Erbse. Weil eine wahre Prinzessin so zart war, deswegen hat ihr die Erbse so viel Leiden bereitet. Das Ideal der letzten 200 Jahre ist ein primitiver, durchsetzungsfähiger, tougher Prolet, der nashornartig durch das Leben trampelt. Die Verweichlichten gehen ihm aus dem Wege und daher wird er immer übermütiger. Aber im Leiden zeigt sich die Tapferkeit, denn um zu Leiden braucht man Tapferkeit und Stärke....

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12. September – das Fest des hl. Namens Maria

Da unsere Reihe „der spirituelle Mittwoch“ für vier Mittwoche ausgelegt ist, manchmal aber, wie im August 2018, der Monat gar fünf Mittwoche zählt, so bleibt ein Mittwoch übrig oder man ist gezwungen alles irgendwie zu verschieben. Damit hier keine Unordnung aufkommt, welche wie wir wissen vom Widersacher kommt, so schieben wir einen geistlichen Inhalt zusätzlich ein, um in diesem Monat wieder auf vier Beiträge zu kommen. So trifft es sich gut, dass gerade heute, am 12 September, die Kirche das Fest des Heiligen Namens Mariä feiert, welches im Tridentinischen Brevier auf den ersten Sonntag nach Mariä Geburt gelegt wurde, seit den Reformen des Pius X. jedoch auf den 12 September fällt. Es ist wieder einmal unwahrscheinlich, dass wir eine Predigt zu diesem Thema zu hören bekommen, da es ja ein Wochentag ist, daher ein paar Bemerkungen an dieser Stelle. Der Name gibt aber nach dem biblisch-metaphysischen Verständnis tatsächlich das  eigentliche Wesen des Benannten wieder. Deswegen war es nicht gleichgültig, dass Maria Maria und nicht Elke hieß und Jesus Jesus. Wir alle, die wir (hoffentlich?) nicht direkt gegen die dämonischen Mächte ankämpfen, haben nicht die direkte Erfahrung gemacht, dass die heiligen Namen wirklich wirken. Dennoch stimmt es wirklich, dass manch ein Dämon schon zu Würgen aufhörte als er den Namen „Jesus“ sogar in Gedanken gesprochen hörte, manch einer ließ auf den Namen „Maria“ los. Sollten Sie unter Alpträumen leiden, so ist dies die Lösung, vorausgesetzt, dass Sie im Traum noch soviel Willensfreiheit haben, dass Sie konkrete Dinge denken können, was oft der Fall ist. Warum lassen die Dämonen los? Weil es sich bei „Jesus“ und „Maria“ um machtvolle Namen handelt, welche etwas in der spirituellen Welt bewirken....

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8. September Mariä Geburt

Als DSDZ in seinem vorletzten Brotberuf arbeitete, so lebte er in der Welt der drei bis vier Kalender. Den ersten Kalender stellte der liturgische Kalender des Tridentinischen Breviers dar, den zweiten sein Schichtplan, der zwar freie Tage aber keine Wochenenden oder Feiertage kannte und den dritten Kalender machte der äußere weltliche Kalender aus. Manchmal gesellte sich dazu noch der liturgische Kalender von Novus Ordo, was jedoch recht selten geschah. Wie es manche Uhren gibt, welche mehrere Zeitzonen auf einmal berücksichtigen, so musste DSDZ mehrere Kalender auf einmal abgleichen, wobei der erste Kalender das Primat führte, da die Matutin des Tridentinischen Breviers vor allen anderen Tätigkeiten gebetet wurde. Der Himmel nämlich richtet sich natürlich nach dem Vetus Ordo und nicht nach dem Novus Ordo Kalender. Heute feiern wir das Fest Mariä Geburt, welches wahrscheinlich in unseren Kirchen wenig begangen wird. Im Tridentinischen Brevier war es noch mit einer Oktav bedacht, welche leider schon im Brevier des Piux X. Divino afflatu wegfiel. Tja. Es ist doch wichtig der Geburt derjenigen zu gedenken, von welcher Christus, der Gott-Mensch, sein Fleisch nahm. Die DNA der Mutter Gottes war doch nicht gleichgültig. Gott hat sich doch etwas dabei gedacht, dass es eben diese und keine andere Jungfrau wurde. Wir, die wir in der Zeit der fortgeschrittenen und allgegenwärtigen Genetik leben, denn es sind ja immer „die guten“ oder „die schlechten Gene“, müssten uns klar machen, was für ein hervorragender Genpool doch Maria war....

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Father Ripperger, FSSP: Weihe der weltlichen Güter an Maria

Anbei wieder ein wirksames Gebet von Father Ripperger, FSSP an Maria, in welchem der Mutter Gottes alle unseren weltlichen Güter zur Verfügung gestellt werden und ihr Schutz für diese erfleht wird. Wozu ist das gut? Weil der Teufel, der unser äußeres Vermögen, siehe Hiob, angreifen kann von der Mutter Gottes große Angst hat, sodass er sich nicht trauen wird etwas anzufreifen, was ihr gehört. Warum? Weil sie ihn besiegt hat, sie hat seinen Kopf zertreten und tut es immer wieder. Stellen Sie sich vor, dass Kleinkriminelle immer wieder ihr Auto beschädigen bis sie dieses Auto einem einflußreichen Mafiaboss überschreiben, alle davon in Kenntnis setzen und es aber weiterhin nutzen. Was passiert? Die Kleinkriminellen bleiben weg, weil sie von diesem Mafiaboss Angst haben....

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Der Outdoor-Rosenkranz

Ja, liebe Leserinnen und Leser, wir alle kennen dieses Problem. Sie wollen beim Spazieren im Freien den Rosenkranz beten, aber weil es so kalt ist und Sie Handschuhe tragen müssen, so können Sie die kleinen Perlen nicht richtig greifen, die Hände immer in den Taschen zu halten, um den Rosenkranz fassen zu können, geht auch nicht, so beten Sie weiter auf den Fingern weiter, kommen raus, Sie denken, wozu Sie einen Rosenkranz haben und geben es schließlich auf und der Teufel freut sich. Zugegeben: dieses Problem kommt nicht oft vor, weil die wenigsten Katholiken den Rosenkranz überhaupt beten, noch weniger ihn draußen beten, sodass ganz wenige mit dieser Thematik konfrontiert werden....

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Der Seiko-Mariensamstag (5 von 5): Mariensamstag im Brevier

Mariensamstag im Brevier Aber die Messe am Mariensamstag ist nur ein Kennzeichen dessen, dass der Samstag Maria gewidmet ist. Ein anderes Kennzeichen ist das Marienoffizium am Samstag im Brevier. Die Grundregel für alle vorkonziliaren Breviere lautet: An Samstagen, an welchen kein Fest der höheren Klasse zelebriert wird, beten man das Offizium vom Mariensamstag. Was „ein Fest der höheren Klasse“ bedeutet, werden wir noch erläutern. An dieser Stelle bleibt festzuhalten, dass natürlich das nachkonziliare Brevier mit dieser Tradition bricht, wie mit vielen anderen auch, und einen Mariensamstag bloß zu einer Option macht, nach dem berühmten Spruch: „Alles kann nichts muss“. Wie wir nämlich in der Institutio generalis de Liturgia Horarum des Breviers von Paul VI. im Punkt 240 nachlesen können:...

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Der Seiko-Mariensamstag (4 von 5): Votivmesse am Samstag und Maria

Votivmesse an Samstag ist Maria gewidmet Schon im VIII Jhdt. sind Votivmessen zur Ehren der Mutter Gottes nachweisbar. Im 9. Jahrhundert verbreitete sich die Gewohnheit, den Samstag ganz Maria zu weihen.[1] Es war aber der Hl. Alkuin (735-804), der Benediktiner, welcher am Hof Karls des Großen wirkte und die karolingische Liturgiereform vorantrieb, diesmal zur Abwechslung eine positive, welcher wir den Mariensamstag verdanken. Wie der Seite Marian Catechist Apostolate, die wir hier fast wörtlich zitieren zu entnehmen ist:...

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Der Seiko-Mariensamstag (2 von 5): Votivmessen an Wochentagen

Samstag der Marientag oder die Votivmessen an Wochentagen Warum ist eigentlich Samstag Maria gewidmet? Dies hängt mit den Rubriken des Missale und des Breviers zusammen. Da das Jahr 365 Tage hat und nicht jeder Tag einem Heiligen gewidmet war, je früher die Zeit z.B. IX Jhdt. desto weniger Heiligenfeste, so entstand wenigstens sei dem VIII Jhdt. der Brauch Messen an bestimmten Wochentagen, an denen kein Christus- oder Heiligenfest fiel und es sich natürlich um keine hohen Feste wie Ostern, Weihnachten etc. handelte, die sog. Votiv-Messen zu zelebrieren....

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Der Seiko-Mariensamstag (1 von 5): Seiko und Katholizismus

Da heute am 18.03.2017, dem Fest des Hl. Cyrill von Jerusalem, eine Schreckensmeldung aus Rom die nächste jagt, so wollen wir hier ab und zu praktische Tipps zur eigenen Frömmigkeit und zur Herzenserwärmung vorstellen, welche, da sie an den deutschprachigen Leser gerichtet sind, informativ und praktisch gehalten werden....

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„Wir klagen an“ – Gericht über Papst Franziskus und andere Päpste. (3) War Benedikt gläubig?

War Benedikt jemals gläubig? Als der Schreiber dieser Zeilen Benedikts XVI. Buch „Letzte Gespräche“ las, so kam ihm der Satz aus der Marienerscheinung in La Salette in den Sinn: „Rom wird den Glauben verlieren“, als er an Ratzinger/Benedikt dachte. Warum? Weil Benedikt XVI., der Noch-Papst oder Papa Emeritus, wie er sich entgegen jeder Tradition nennt, eine äußerst weltliche Sicht des Papsttums vertritt und er vertritt sie als Papst! So lesen wir über seinen Rücktritt: „[…] Aber es war mich auch klar, dass ich es tun musste und dass dies der richtige Augenblick war. Die Menschen haben das dann auch angenommen. Viele sind dankbar, dass nun der neue Papst in einem neuen Stil auf sie zugeht. […]“[1] „Depression nicht, nein, aber es ging mir nicht so gut. Und ich habe gesehen, dass mich diese Reise nach Mexiko und Kuba doch sehr angestrengt hat. Auch der Arzt hat mir gesagt, Sie dürfen nicht mehr über den Atlantik fahren. Turnusgemäß sollte der Weltjugendtag in Rio de Janeiro eigentlich erst 2014 sein. Wegen der Fußballweltmeisterschaft wurde er aber um ein Jahr vorgezogen. Mir war klar, dass ich zeitlich so zurücktreten muss, dass der neue Papst einen Vorlauf nach Rio hat.“[2] Was sind also die Prioritäten, eines Papstes, welcher von manchen „der Mozart der Theologie“ genannt wurde und sich als Einsiedler zurückziehen wollte, um solche Banalitäten von sich zu geben? Es sind: Die eigene Gesundheit Der Rat des Arztes Der Weltjugendtag Die Fußballweltmeisterschaft....

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Oktave Mariä Himmelfahrt

Bei all unseren gegenwärtigen Sorgen um einen häretischen Papst, der die Kirche mutwillig und systematisch zerstört, um die schweigenden und wohl ungläubigen Prälaten, um die subkutane islamische Invasion Europas und um all die anderen konkreten Alltagsprobleme, die keinem erspart bleiben, bleibt doch zu bedenken, dass es außer der veränderlichen und, wie Aristoteles sagen würde, sublunaren Welt es auch eine unveränderliche, supralunare Welt der unveränderlichen Werte, des immerwährenden und gleichbleibenden Gottes gibt. Dies ist die Welt, in welche uns die Liturgie wenigstens bis 1962 einführte und an der sie uns teilhaben ließ. Dennoch war die eigentliche Beständigkeit des Betens im Unveränderlichen eigentlich nur bis 1911, d.h. bis zur Brevierreform von Pius X.,  gegeben. Nichtsdestotrotz wurde bis zu der vorvorletzten Rubrikreform des Jahres 1955, welche den Kahlschlag vom 1962 und den endgültigen Kahlschlag des Vat. II mit seinem Brevier von 1970 vorbereitete, die Oktave der Himmelfahrt Mariens liturgisch im Brevier begangen. Der Schreiber dieser Zeilen schreibt bewusst nicht „gefeiert“, denn beim Wort „feiern“ kommt ihm das Schunkeln im Bierzelt in den Sinn, die Neue Messe mit dem obligatorischen „miteinander Gottesdienst feiern“, wobei die Aufforderung zur  Rettung der Wale niemals fern ist. Die liturgische Zelebration eines Festes, der geistliche Inhalte und Realitäten in sich birgt, die sich einem tatsächlich eröffnen, wenn man sie betet, ist doch etwas anderes als eine Feier, im Sinne einer exurbanten Freude, der sinnlichen Dinge. Denn geistlich ist nicht weltlich oder sinnlich. Ansonsten hätten wir den populären, nachkonziliaren Monismus des Allheitsbreis und der Allheitssuppe, in welcher in der letzten Zeit Papst Franziskus vorzüglich exerziert. Christentum ist nicht ausschließlich dualistisch, z. B. Gott-Welt, Geist-Fleisch, Sünde-Tugen, aber es ist es auch, weil man beim Dualismus beginnt, indem man entdeckt, dass sich Gott und seine „Dinge“ von den Dingen dieser Welt unterscheiden....

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (8)

8 Tag der Oktave Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers mit den Teilen der Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde. Lesung 4 Deshalb haben schon in früheren Zeiten Bischöfe, Priester, Ordensgenossenschaften und sogar Kaiser und Könige den Apostolischen Stuhl gebeten, die Unbefleckte Empfängnis der allerseligsten Gottesmutter als Glaubenssatz zu erklären. Diese Bitten wurden auch in der Gegenwart wiederholt, und sie wurden besonders Unserem Vorgänger Gregor XVI. seligen Angedenkens und Uns selbst von Bischöfen, von Weltpriestern, von Ordensgenossenschaften, von hochstehenden Fürsten und vom gläubigen Volke vorgetragen. Dies alles wußten Wir sehr wohl und erwogen es ernstlich, und es machte Unserem Herzen besondere Freude. Sobald Wir also ohne Unser Verdienst nach dem unerforschlichen Ratschluß der göttlichen Vorsehung auf diesen erhabenen Lehrstuhl des heiligen Petrus erhoben wurden und das Steuer der ganzen Kirche übernahmen, betrachteten Wir es als Unsere heiligste Pflicht, entsprechend Unserer großen, von früher Kindheit an gehegten Verehrung, Andacht und Liebe zur allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, alles durchzuführen, was die Kirche wünscht, damit die Ehre der allerseligsten Jungfrau vermehrt werde und deren Vorzüge in noch hellerem Lichte erglänzen....

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (7)

7 Tag der Oktave Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers mit den Teilen der Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde. Lesung 4 Wir alle aber wissen, mit welchem Eifer diese Lehre über die Unbefleckte Empfängnis der jungfräulichen Gottesmutter von den angesehensten Ordensgenossenschaften, von den berühmtesten theologischen Hochschulen und den hervorragendsten Lehrern der göttlichen Wissenschaft vertreten, dargelegt und verteidigt wurde. Ebenso ist bekannt, wie sehr die Bischöfe besorgt waren, auch bei den Kirchenversammlungen öffentlich und vor der ganzen Welt zu bekennen, dass die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria schon im voraus im Hinblick auf die Verdienste unseres Herrn und Erlösers niemals der Erbschuld unterworfen wurde, sondern voll und ganz von der Makel der Erbsünde bewahrt blieb und so auf eine besonders hehre Weise erlöst wurde. Dazu kommt noch eine überaus wichtige und bedeutsame Tatsache. Das Konzil von Trient hatte bei der Verkündigung des Glaubenssatzes von der Erbsünde auf Grund der Zeugnisse der Heiligen Schrift, der Kirchenväter und der rechtmäßigen Kirchenversammlungen festgelegt und entschieden, daß alle Menschen mit der Erbsünde behaftet zur Welt kommen; das gleiche Konzil erklärte indessen ebenso feierlich, es sei nicht seine Absicht, in dieses Dekret und in diese allgemeine Entscheidung die heilige und unbefleckte Jungfrau und Gottesmutter Maria miteinzuschließen. Durch diese Erklärung haben die Väter von Trient auf die Freiheit der allerseligsten Jungfrau von der Erbsünde den damaligen Verhältnissen entsprechend deutlich genug hingewiesen und ganz klar zum Ausdruck gebracht, daß aus der Heiligen Schrift, aus der Überlieferung und den Zeugnissen der Väter nichts vorgebracht werden kann, was diesem erhabenen Vorzug der Jungfrau irgendwie entgegensteht.  ...

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (5)

  Wo ist der vierte Tag oder Oktave oder die Macht der Rubriken Bevor wir hier unsere Lesung fortsetzen, wird sich einigen von uns sicherlich die Frage stellen, was mit dem vierten Tag der Oktave passiert ist, da zuletzt die Texte des dritten Tages der Oktave gelesen wurden. Die simple Antwort lautet: den vierten Tag gibt es nicht. Warum? Weil in der Zeit der Oktave der Unbefleckten Empfängnis, also zwischen dem 8.12 bis 15. 12, nicht nur sehr wichtige Heiligenfeste fallen, welche immer in der Kirche feierlich begangen wurden, sondern auch der dritte Adventsonntag fällt. Da jedes neu eingeführte Fest, wie das der Unbefleckten Empfängnis eine Art Neuordnung des liturgischen Kalenders nach sich zog, so entstand mit der Zeit die theologische Disziplin der Rubrizistik, von lat. rubrum – „rot“, in welcher nicht nur angegeben wurde, wie zu zelebrieren sei, sondern auch welches Fest das wichtigere sei und warum.  Ohne an dieser Stelle ins Detail zu gehen, lässt sich zum Letzteren sagen, dass man hierzu in entsprechende Tabellen zu schauen hat, um zu wissen, welches Fest und welche Oktave über- oder untergeordnet ist. Denn es gibt sowohl bei den Festen als auch bei den Oktaven Hierarchien. Je wichtiger ein Fest ist, z. B. Ostern oder Weihnachten, umso weniger darf es verschoben werden oder in der dazugehörigen Oktave darf etwas dazwischen kommen. Die Rubriken sagen auch, was zu tun ist, wenn Kalender bedingt zwei Fest zusammenfallen, welches dann einer translatio also „Verschiebung“ unterliegt und welches nicht. Natürlich gibt es verschiedene Rubriken zu verschiedenen Brevieren: das Tridentinische Brevier (1570-1910) hat eigene Rubriken, das Divino afflatu des Pius. X von 1911 hat eigene Rubriken, das Pianische Brevier von 1955 hat eigene Rubriken, das Brevier des Johannes XXIII. von 1960 hat eigene Rubriken....

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (3)

3 Tag der Oktave Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers mit den Teilen der Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde.   Lesung 4 Deshalb verwendet ja auch die Kirche die gleichen Worte, mit denen die Heilige Schrift von der ungeschaffenen göttlichen Weisheit spricht und ihren ewigen Ursprung schildert, im kirchlichen Stundengebet und bei der Feier des hochheiligen Opfers und überträgt sie auf den Ursprung dieser Jungfrau; deren Erschaffung wurde ja auch zugleich mit der Menschwerdung der göttlichen Weisheit beschlossen. Dies alles wurde von den Gläubigen überall gern aufgenommen. Es ist dies ein Beweis dafür, mit welchem Eifer diese Lehre von der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau auch von der Römischen Kirche, der Mutter und Lehrerin aller Kirchen, gepflegt wurde. Dennoch verdienen die wichtigsten Schritte dieser Kirche einzeln aufgezählt zu werden; denn die Würde und das Ansehen dieser Kirche ist so groß, ihr kommt es auch voll und ganz zu, da sie der Zentralpunkt der katholischen Wahrheit und Einheit ist; in ihr allein wurde der Glaube unverfälscht bewahrt; von ihr müssen alle übrigen Kirchen den Glauben übernehmen....

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (2)

  2 Tag der Oktave Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers mit den Teilen der Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde. Die deutsche Fassung, leider auf divinum officium noch nicht vorhanden, stammt von dieser Seite hier.[1]   Lesung 4 Der über alle Worte erhabene Gott, dessen Wege Erbarmen und Wahrheit, dessen Wille die Allmacht ist, dessen Weisheit machtvoll wirkt von einem Ende bis zum anderen und in Milde alles lenkt, sah von Ewigkeit her das unheilvolle Verderben des ganzen Menschengeschlechtes infolge der Sünde Adams voraus. In seinem geheimnisvollen, der Welt verborgenen Ratschluß beschloß er aber, das erste Werk seiner Güte durch die Menschwerdung des Wortes auf eine noch unbegreiflichere Weise zu ergänzen. Denn der Mensch, der entgegen seinen liebevollen Absichten durch die List des Teufels in Schuld geraten war, sollte nicht zugrundegehen, und das, was durch den ersten Adam gefallen war, sollte durch den zweiten weit glücklicher wieder aufgerichtet werden. Darum wählte er von Anfang an und vor aller Zeit schon für seinen eingeborenen Sohn eine Mutter aus, und bestimmte, daß er von ihr in der seligen Fülle der Zeiten als Mensch geboren werden sollte;...

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (1)

  Zwar können sich alle unsere Leser diese Texte auf der divinum officium Seite selbst durchlesen, aber es ist auch wahrscheinlich, dass dies kaum jemand tun wird. Das Nachtgebet des Breviers die Matutin, besteht, ohne jetzt in die Einzelheiten zu gehen, aus drei Lectiones – Gebeten, die am Anfang zu verschiedenen Nachtstunden gebetet wurden, bevor sie in Eins zusammengefasst wurden. An Festen und Feiertagen besteht die Matutin aus neun Psalmen, je drei Lectiones, welche, in den Brevieren von 1570 und 1911, also in dem Tridentinischen und dem Divino afflatu Brevier von neun Lesungen gefolgt werden. Es sieht in etwa so aus: Erste Lectio Drei Psalmen Drei Lesungen (1-3) AT AT AT Zweite Lectio Drei Psalmen Drei Lesungen (4-6) Predigt Predigt Predigt Dritte Lectio Drei Psalmen Drei Lesungen (7-9) Tagesevangelium Predigt Predigt/Biographie des kommemorierten Heiligen...

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