Tradition und Glauben

Missbrauchsstudie der DBK oder außer Spesen nichts gewesen! (5 von 5)

Welches Täterprofil? Bevor wir unsere eigene theologische Analyse der Missbrauchsproblematik vorstellen werden, so wollen wir hier die Befunde der MHG-Studie zitieren (S. 22), welche natürlich von psychologisierenden Weltmenschen erstellt wurde. Daher wird anschließend eine Übersetzung ins Tradition und Glauben-Kirchendeutsch erfolgen: Im Lichte verschiedenster Befunde aus den unterschiedlichen Teilprojekten des Forschungsprojektes (TP2, TP3 und TP6) lassen sich drei Grundmuster von Beschuldigten charakterisieren, die sich bereits publizierten Typologien sexueller Missbrauchstäter außerhalb des kirchlichen Kontextes zuordnen lassen (Berner, 2017). Bedeutet: Perverslinge sind überall gleich. Kirche oder keine Kirche. Stimmt aber nicht. Die Studie wollte es sich einfach machen und die vorhandenen Tätertypen anwenden. Beschuldigte, die an mehreren Betroffenen, die jünger als 13 Jahre alt waren, sexuellen Missbrauch begangen hatten, bei denen sich das Tatgeschehen über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten hinzog und bei denen die erste Beschuldigung nicht lange nach der Priesterweihe dokumentiert war, können einem „fixierten Typus“ zugeordnet werden, bei dem Hinweise auf eine mögliche pädophile Präferenzstörung im Sinne einer pädophilen Haupt- oder Nebenströmung vorliegen. Das Priesteramt in der katholischen Kirche mit seinen umfangreichen Kontaktmöglichkeiten zu Kindern und Jugendlichen dürfte für Personen dieses Typus ein hohes Anziehungspotential haben. Bedeutet: Pädophile werden ins Priesterseminar aufgenommen, ausgebildet und geweiht. Solche Vorgesetzte und Bischöfe haben wir mittlerweile, dass sie das entweder nicht erkennen oder es gezielt tun. Was die MHG-Studie aber missachtet, ist die scharfe Trennung, welche gezogen werden sollte. Die Trennung nämlich zwischen der eigentlichen Pädophilie, womit vorpubertäre Kinder gemeint sind, ohne sekundäre Geschlechtsmerkmale und bei Jungen ohne die Möglichkeit einer eigenen Erektion (pardon!) erfasst werden und der genuinen Ephebophilie, womit pubertäre und nachpubertäre Jugendliche gemeint sind. Ephebophilie ist überdurchschnittlich hoch bei Homosexuellen anzutreffen. So fand 81 % der homosexuellen Männer einer Studie die 18 Jährigen am attraktivsten, wobei die Forscher wohl aus rechtlichen Gründen (Kinderpornographie) keine Bilder von jüngeren Partner vorlegen konnten (vgl. Zebulon A. Silverthorne, Vernon L. Quinsey: Sexual Partner Age Preferences of Homosexual and Heterosexual Men and Women. In: Archives of Sexual Behavior, 29 (2000), Nr. 1, ISSN 0004-0002, S. 67–76.)  Wie sehr treffend und wie immer drastisch Ann Barnhardt schreibt, es ist doch viel bösartiger und diabolischer sexuelle Handlungen an z.B. einem 11-jährigen vorzunehmen und ihn zum Orgasmus zu führen, zu dem er schon fähig ist, als einen Sechsjährigen zu vergewaltigen. Dem 11-jährigen kann man danach einreden, dass er es selbst wollte, dass er mitschuldig war, dass er den eigentlichen Verführer darstellte, siehe den Film An open secret, wo sich ein Knabenschänder, der vielleicht weiß, dass er aufgenommen wird, genau so rechtfertigt: „Du hast es ja selbst gewollt. Ich hätte es nicht gemacht, wenn Du nicht dafür offen gewesen wärest.“ Wird man vergewaltigt, so tragisch es auch ist, dann kann man sich selbst lediglich vorwerfen, dass man zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen ist, bei dieser Art von Missbrauch qua Verführung ist es viel schlimmer, weil man sich moralisch mitschuldig fühlt. Deswegen suchen sich die Perverslinge, klerikaler oder nicht klerikaler Art, Jungs aus, die gerade am Anfang der Pubertät stehen, um das vorhandene sexuelle Potential zu ergreifen und es pervers umzuleiten. Daher ist die Gruppe der Missbrauchsopfer unter 13  alles andere als homogen. Darunter können sich Kinder wie auf Frühreife befunden haben. Wie der John Jay Report feststellt, ereignete sich das Gros aller Fälle gerade um das 13 Geburtsjahr und genau genommen zwischen 11 und 15. Das sind aber keine Kinder, sondern heranwachsende...

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Missbrauchsstudie der DBK oder außer Spesen nichts gewesen! (4 von 5)

Welche Zahlen erhalten wir? Die Stichprobe bestand also aus 38.156 Personal- und Handakten der 27 Diözesen aus den Jahren 1946 bis 2014, in welcher bei 1.670 Klerikern sich Hinweise auf Beschuldigungen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger einfanden (MGH-Zusammenfassung, S. 3). Diese 1.670 Kleriker stellten folgerichtig 4,4 Prozent aller  Kleriker aus den Jahren 1946-2014, deren Akten die DBK zugänglich machte. Was hierbei sehr auffällt, ist die Größenordnung von 4,4%, die an den John Jay Report, die US-amerikanische Untersuchung über den sexuellen Missbrauch entnommen zu sein scheint. John Jay kam auf 4,0% (MGH-Zusammenfassung, S. 9), die DBK auf 4,4%. Interessant.  Der John Jay Report, der hier heruntergeladen werden kann, untersuchte aber die Daten aus allen 202 Diözesen und 221 Orden aus den Jahren 1950-2002,[1] welche diese dem Forscher zur Verfügung stellten. Obwohl also wahrscheinlich auch eine Vorauswahl stattfand, vielleicht mehr, vielleicht weniger als in Deutschland, so wurde eine weitaus größere Population untersucht, da auch die Ordensmänner. Stellen wir doch die beiden Befunde nebeneinander:...

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Missbrauchsstudie der DBK oder außer Spesen nichts gewesen! (3 von 5)

Wer wurde untersucht? Die MHG-Studie gibt an: Es handelte sich um alle im Untersuchungszeitraum (s.u.) aktiven oder im Ruhestand befindlichen katholischen Priester („Diözesanpriester“), hauptamtlichen Diakone, Ordenspriester im Gestellungsauftrag, d.h. Priester katholischer Orden, die vorübergehend oder dauerhaft Priesterfunktionen im Verantwortungsbereich einer Diözese ausüben. (MHG-Studie, S. 33) Dies bedeutet ausschließlich Diözesanpriester und Diakone, sowie diejenigen Ordenspriester, die im sog. „Gestellungsauftrag“ einer Diözese übergeben wurden....

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Missbrauchsstudie der DBK oder außer Spesen nichts gewesen! (2 von 5)

Wie ging man vor? Man schrieb ein Projekt aus, bei dem sich theoretisch jeder bewerben konnte. Dies bedeutet, dass die DBK-Seite diejenigen aussuchte, die sie aussuchen wollte. Vielleicht waren die Partner schon vorher festgelegt. Wer weiß? Als Tischzierde und Brimborium setzte man eine „Kommission“ zusammen, die all das beaufsichtigen sollte. Wir lesen in der MHG-Studie (die Herausgebung stammt von uns): „Am 28.08.2013 erfolgte eine offene Ausschreibung seitens des Verbands der Diözesen Deutschlands (VDD) für ein interdisziplinäres Forschungsverbundprojekt „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“. In einem kompetitiven Ausschreibungs- und Bewerbungsverfahren, bei dem die katholische Kirche von einem wissenschaftlichen Beirat beraten wurde,“  (S. 31)...

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Missbrauchsstudie der DBK oder außer Spesen nichts gewesen! (1 von 5)

Manchmal ist DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) dermaßen wütend, dass er sprachlos wird und für eine meistens längere Zeit einschnappt. Er gehört zu den Menschen, die man nicht fürchten muss, wenn sie schreien und randalieren, sondern dann, wenn sie ganz still sind. Die Sprachlosigkeit geht manchmal in Schreiblosigkeit über. Die Thematik des sog. „Missbrauchs“ (abuse) gehört zu diesen Themen, wo DSDZ nach Worten ringt. Das deutsche Wort „Missbrauch“ ist viel zu gelinde, um all das Grauen und den Schmutz, der mit diesen Tätigkeiten zusammenhängt wiederzugeben. „Missbrauch“ ist ein Täterwort, kein Opferwort. Man sollte eher von Vergewaltigung auf Raten oder von Schändung sprechen. Das Deutsche kennt ja das Wort „Knabenschänder“, das hier zum Tragen kommt. Ein junger Mensch, ein Kind, meistens männlich, wird geschändet, verunehrt, gedemütigt, verunreinigt, gebrannt, für das ganze Leben gekennzeichnet und zwar von Männern, die für ihn Gott darstellen. Elisabeth Yore eine bekannte und versierte Anwältin und traditionelle Katholikin, die fast ihre ganze berufliche Karriere den Missbrauchsopfern der katholischen Priester gewidmet hat, schreibt sehr zutreffend, dass dies die schlimmsten Täter sind, weil sie an Gottes statt handeln und wer kann schon zu Gott „Nein“ sagen. Wie bei allen Giften spielt auch bei Sex nicht nur die Menge, sondern vor allem der Zeitpunkt eine entscheidende Rolle. Eine unreine Berührung kann sich auf ein Kind wirklich traumatisierend auswirken, ein Jugendlicher verkraftet es besser, ein Erwachsener lächelt es weg. Was aber besonders weh tut, ist der Missbrauch des Vertrauens, das das Opfer einem Mann Gottes entgegengebracht hat. Eine Bekannte von DSDZ wurde vor Jahren vom Hund ihrer Tante gebissen, den sie sehr gut kannte und mochte....

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Mister X., Egal wie Sie darüber denken, wie schlimm die Korruption ist, es ist noch schlimmer.

„We are beating this horse to death“, sagt der Amerikaner, nicht mit flogging a dead horse, zu verwechseln. Das Erstere könnte man auf Deutsch bildungssprachlich und tierfreundlich mit „wir wollen das Thema vertiefen“ übersetzen. Ja, wir sind es auch leid über sodomitische Prälaten und ihre Skandale in der nachkonziliaren Kirche berichten zu müssen, weil es aber außer uns kaum jemand auf eine theologisch vertiefte Weise tut, so müssen wir dieses Los auf uns nehmen. Aber zum Erwachsenwerden gehört die Welt zu betrachten, wie sie nun mal ist. Die frommen Seelen, welche dauernd auf gloria.tv oder ähnlichen Foren ständig posten: „Es ist von der Presse aufgebauscht und antikatholisch.“ „Es ist nicht bewiesen und vermeintlich.“ „Man soll nicht richten.“ „Es sind gute Priester, die es so schwer haben.“ „Es ist unsere Schuld, weil wir zu wenig für sie gebetet haben.“ wollen sich einfach der Wirklichkeit nicht stellen. Warum? Weil ihre innere heile Welt es ihnen ermöglicht katholisch zu bleiben und anderen mit erhobenen Zeigefinger moralisch zu belehren. Originalton gloria.tv:...

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Die Gnosis-Anti-Kirche-klerikaler Missbrauch-Wochenendbeilage

Pennsylvanien ist überall Die wenig in D, A und CH beachteten Nachrichten aus den USA sind erschreckend, wo der Staat Pennsylvanien sechs Diözesen juristisch zwang ihre Archive zu öffnen, woraus ersichtlich wurde, dass 300 Priester, die meisten homosexuell, im Zeitraum von 1947 bis 2017 1000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sexuell missbraucht haben. [Der ganze Report von 1356 Seiten ist hier einzusehen.] Die Bischöfe haben diese Priester systematisch gedeckt und ab und zu den Opfern Abfindungen gezahlt. Die Einzelheiten dieses Missbrauchs sind absolut erschütternd, [Warnung ein: Extrem verstörender Inhalt!] blasphemisch, gotteslästerlich und, wie Ann Barnhardt richtigerweise schreibt, hatten diese Priester ihre Missbrauchsideen [Warnung ein: Extrem verstörender Inhalt!] aus den Satansmessen, an denen sie teilnahmen, denn auf solche Ideen kommt man außerhalb dieses Kontexts nicht. Dass der Missbrauch von Bischöfen gedeckt wurde, die, so Schätzungen, mindestens zu 30% selbst [Warnung ein: Extrem verstörender Inhalt!] homosexuell sind, ist besonders gravierend....

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