Father Ripperger, Gebete gegen dämonische Umlagerung 

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Bevor wir das Gebet von Father Ripperger gegen dämonische Angriffe auf unser Hab und Gut vorstellen, muss zuerst dargestellt werden, dass es, sogar im Lateinischen keine einheitliche Terminologie für verschiedene Angriffe des bösen Geistes gibt. Auch in der jeweiligen Landessprache sind die Termini manchmal fließend, was ihre korrekte Übersetzung ins Deutsche schwierig macht.

Dämonologische Terminologie

  1. Versuchung (tentatio)

Die erste unterste Angriffsstufe des Dämons ist die Versuchung (tentatio), welche er auf alle anwendet. Der Teufel gaukelt uns etwas vor, hat aber weder auf unseren Körper noch unser Hab und Gut einen Einfluss.

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Dämonologie hilft die Kirche zu verstehen: Eine Einführung zum Text von Ann Barnhardt

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Als follow up oder Nachfolgebeitrag nach unserer, leider wenig gelesenen Reihe Am deutschen Wesen mag die Welt genesen, bringen wir wieder einen Text von Ann Barnhardt in der kongenialen Übersetzung von davillatollkuehn.  Für alle, die unsere „deutsche“ Reihe nicht gelesen, nicht zu Ende gelesen oder nicht verstanden haben, hier eine Zusammenfassung:

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Warum Papst Franziskus die Abtreibung banalisiert oder das umgekehrte Opfer

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Da dieser Beitrag wirklich sehr schwer aufzunehmen und zu verdauen sein wird, bauen wir ihn stückweise auf. Man wird sein Horizont des Möglichen erweitern müssen, um das, was wir schreiben zu glauben. Aber was ist Glauben?

Was bedeutet Glauben?

Um die von uns dargelegten Argumente und Sachverhalte anzunehmen, ist ein Glaubensakt nötig. Nein, wir sprechen hier aber vorerst nicht vom Akt des übernatürlichen Glaubens, sondern von einem rein menschlichen Glaubensakt, auf welchen sich der übernatürliche Glaubensakt stützt. Was ist aber Glauben im katholischen Sinne? Die dogmatische Konstitution Dei Filius, des Ersten Vatikanischen Konzils (1870), Kap. 3 definiert ihn wie folgt:

Dieser Glaube, der Anfang des menschlichen Heiles, ist nach der Lehre der katholischen Kirche eine übernatürliche Tugend, kraft deren wir, unter Anregung und Mithilfe der Gnade Gottes, alles für wahr (vera esse) halten, was Gott geoffenbart hat und zwar nicht, weil wir im natürlichen Licht der Vernunft die innere Wahrheit des Sachverhaltes (propter intrinsecam rerum veritatem) durchschauen, sondern auf die Autorität (propter auctoritatem) des offenbarenden Gottes hin, der weder selber irren noch andere in Irrtum führen kann. Denn nach einem Ausspruch des Apostels „ist der Glaube ein festes Vertrauen auf das, was man hofft, ein Überzeugtsein von dem, was man nicht sieht“ (Hebr 11,1). (DH 3008)[1]

Hanc vero fidem, quae humanae salutis initium est, Ecclesia catholica profitetur, virtutem esse supernaturalem, qua, Dei aspirante et adiuvante gratia, ab eo revelata vera esse credimus, non propter intrinsecam rerum veritatem naturali rationis lumine perspectam, sed propter auctoritatem ipsius Dei revelantis, qui nec falli nec fallere potest. Est enim fides, testante Apostolo, sperandarum substantia rerum, argumentum non apparentium (Hebr. XI, 1).

Die oben genannte Definition des Glaubens zeigt zwei Motive des Glaubens überhaupt, also auch des rein menschlichen Glaubens:

  1. Die innere Wahrheit des Sachverhaltes (intrinseca evidentia).
  2. Die Autorität (auctoritas) dessen, der uns diesen Sachverhalt angibt.

Aber was ist der Glaube an sich? Es ist eine Annahme, eines nicht zu Ende verifizierbaren Sachverhalts, der für uns nicht evident ist.

Um mich davon zu überzeugen, ob es um 15.53 in meiner mitteleuropäischen Stadt am 24 November 2016 dämmert, brauche ich bloß aus dem Fenster zu schauen, um zu sehen, dass es tatsächlich der Fall ist. Wäre ich aber irgendwo, wo ich kein Fenster hätte, dann könnte ich aufgrund der Informationen die mir zur Verfügung stehen:

  • die Sonneneinstrahlung in November in Mitteleuropa
  • die Uhrzeit
  • die Astronomischen Gegebenheiten meiner Heimatstadt in dieser Zeit

auch außer der Evidenz (aus dem Fenster schauen) mit einer großen Wahrscheinlichkeit konstruieren, dass es dämmert. Ich würde dann sagen können: „Aufgrund dieser und dieser Argumente glaube ich es, dass es dämmert“. Gefragt, ob ich es wirklich weiß, würde ich verneinend antworten, denn wissen, kann ich es ohne den Evidenzbeweis, nicht. Mein Glaubensmotiv wäre in diesem Falle (1) ex intrinseca rerum veritate – „aufgrund der inneren Wahrheit des Sachverhalts“.

Ich könnte aber auch jemanden fragen, der nach draußen schauen kann und dem ich vertraue, weil die Wahrscheinlichkeit, dass er lügt klein ist, ob es dämmert und seine Aussage, als wahr annehmen. Dieses Glaubensmotiv wäre (2) ex auctoritate  – aufgrund der Autorität, im Sinne der Glaubwürdigkeit, des Aussagenden. Im Falle von (1) muss eine Unwidersprüchlichkeit der „inneren Wahrheit der Dinge“ vorliegen. Dies bedeutet, dass die Erklärung in sich selbst stringent sein muss, da sie ansonsten falsch wäre. Die Aussage wäre falsch, wenn ich am 24 November nicht die Lokalität meiner Heimatstadt, sondern die von Melbourne in Australien berücksichtigen würde, weil ich fälschlicherweise annehmen würde, dass überall auf der Welt die Sonne gleich scheint und die Zeit dieselbe ist. Befinde ich mich aber bei (1) innerhalb eines logisch konsistenten Systems, so kann ich mich nicht irren, was die Logik der Dinge angelangt. Die Quelle des Irrtums bei (2) wäre damit gegeben, wenn ich jemanden fragen würde, der notorisch lügt, der blind ist, der gerade mich anlügt oder der keinen Zugang zu der äußeren Welt hat, ohne dass ich all das wüsste. Manchmal müssen wir unsere Glaubensakte ausschließlich auf (1) die innere Evidenz der Dinge stützen, manchmal ausschließlich auf (2) die Autorität des Aussagenden, manchmal sowohl auf (1) als auch auf (2). Fast unser ganzes Leben besteht aus praktischen Glaubensakten, weil wir nicht in der Lage sind alles durch Evidenz oder schlüssige mathematisch-logische Beweisführung zu belegen. Ich schalte morgens meinen Rechner an, weil ich glaube, dass:

  • er funktionieren wird,
  • Es zu keiner Katastrophe kommt,
  • All meine Dateien nicht verschwunden sind,
  • Ich eine Internetverbindung bekomme etc.

Kann ich das alles vor dem Einschalten wissen? Nein, ich kann es nicht. Ich gehe von (1) der inneren Evidenz der Dinge aus, sowie davon, dass bisher es so funktionierte. Ich könnte auch jemanden fragen, der in dem Raum sitzt: „Funktioniert der Rechner heute?“ und er würde mir, so hoffe ich, wahrheitsgemäß antworten. Dies wäre dann seiner (2) Autorität geschuldet.

Ja, der Glauben, nennen wir ihn der weltliche Glauben, ist nicht Ungewöhnliches oder Neues. Unser Alltagsleben besteht fast nur aus diesem. Der Glaube, was Aristoteles (Top. 428 a) andeutet, ist aber auch Willenssache. Man muss es wollen, seinen Horizont so zu erweitern, um das Geglaubte und nicht das Gewußte anzunehmen. Dies sagt auch in seiner Definition des Glaubens (fides) der hl. Thomas von Aquin:

Fides importat assensum intellectus ex electione ad illud quod creditur, cum certitudine (Summ. Theol. 12 q, 56. 3. c et 2.2. q. 1.4 c. )

Der Glaube bringt die Zustimmung des Intellekts herbei, der aus der Auswahl dessen herrührt, was man mit Sicherheit glaubt [im Sinne von als Glaubwürdiges annimmt Red.].

Ad fidem requiruntur duo, s. quod credibilia proponantur, et assensus (1a q. 111, 1 ad 1. Et 22. Q. 6.1. c.)

Zum Glauben sind zwei Sachen notwendig, d.h., das Glaubwürdiges vorgeschlagen wird und die Zustimmung.

Der Glaubensakt rührt von der Zustimmung (assensus) des Intellekts her, wobei diese dann eintritt, wenn man diese Zustimmung will. „Ja, ich will daran glauben“. Laut dem Aquinaten

„bewegt der Wille den Intellekt auf zweifache Weise zur Zustimmung, d.h. durch die Ausrichtung auf das Gut hin oder durch die Mitwirkung mit der unsichtbaren Wahrheit (voluntas dupliciter movet intellectum ad assentiendum, s. ex ordine ad bonum, vel coactione veri non visi. 22 q. 5 2.c.).

Damit ist das zu verstehen, dass ein Gut (bonum), wie z.B. die Wahrheit etwas ist, wonach sich der Wille ausrichtet, weil wir als Menschen von der Natur her auf etwas Gutes ausgerichtet sind (Gutes, Wahres, Schönes) oder das ein unsichtbares Wahres, wie Gott, uns zu sich richtet und wird dabei mitwirken sollen.

Wie auch immer, um an etwas zu glauben, muss man es wollen, weil die neu hinzugewonnene Information manchmal den Rahmen unserer bisherigen Weltanschauung sprengt.

Es gibt Satanismus

 

Diese längere Einführung soll dazu dienen Bereiche der Wirklichkeit vorzustellen, in welche sich kaum einer vorzudringen wagt und diejenigen, die es müssen, es sehr ungerne tun. Warum? Weil man der präsenten und existenten wie auch leider wirkenden Realität der Bösen sehr nahe kommt. Nein, nicht des metaphorischen und metaphysischen Bösen, sondern des personellen Bösen – des Teufels. Als der Schreiber dieser Zeilen sich mit der Thematik des Satanismus bekannt machte, sträubte er sich daran zu glauben, weil er nicht glauben wollte, dass Menschen dazu fähig sind und es tatsächlich tun. Er brauchte mehrere Tage, um den assensus intellectus – also „die Zustimmung des Intellekts“ dazu zu geben, obwohl sowohl eine innere Plausibilität der Ereignisse vorlag, wie auch ein Autoritätsbeweis möglich war.

Seit mehreren Jahren gibt es, auch in den Mainstream-Medien, immer mehr Berichte über Satanismus.[2] Es gibt in diesen gut gemachten Dokumentationen Aussagen von Juristen, Psychologen und anderen Aktivisten, dass es das gibt, dass es immer mehr verbreitet ist, dass die Opfer Angst haben und allen Grund dazu, dass es in die höchsten Kreise der Politik Deutschland reicht und es am politischen Wille fehlt dagegen vorzugehen, weil jede Partei annimmt (oder es weiß, wie wir glauben), dass ihre eigene Leute darin involviert sind. Der Mainstream-Tenor lautet:

  • Ja, das gibt es wirklich.
  • Ja, es gibt Opfer,
  • Nein, an Täter kommen wir nicht heran.
  • Das tun perverse Leute, um ihre Perversen Fantasien und Neigungen zu befriedigen.
  • Innerhalb dieses Paradigma dieser satanischen Sekten machen diese Rituale einen Sinn.

Es gibt auch einen weit zitierten Aufsatz eines ehemaligen FBI-Agenten, der in diesem Sinne spricht, wie auch andere Ehemalige erzählen schier Unglaubliches.[3] Der beste Schutz der Satanisten besteht darin, dass die Opfer, die überleben dermaßen eingeschüchtert, traumatisiert sind, dass sie sehr schlechte Zeugen abgeben, aber auch der Umstand, dass die Taten von denen sie berichten, derartig schrecklich grausam (Vergewaltigung, Mord, Kannibalismus, Pädophilie, Menschenopfer, Zoophilie, übernatürliche Phänomene) und abartig (skatologische sexuelle Perversionen) sind, dass jeder Mensch sich scheut daran zu glauben. Man will einfach nicht daran glauben, dass diese attraktive Schauspielerin oder dieser beliebte Politiker es tatsächlich taten und immer noch tun, um berühmt und reich zu werden oder an die Macht zu kommen. Das es dieser Preis ist, der bezahlt werden muss und das der Ausdruck „die Seele an den Teufel verkaufen“ tatsächlich wörtlich zu nehmen ist.  Fassen wir aber zusammen:

  1. Diese Dinge finden nachweislich statt.
  2. Es sind Eliten darin involviert.
  3. Das bedeutet, dass jemand zur Elite gehört höchstwahrscheinlich auch an so etwas teilnimmt.

Besonders stark ist die Welt von Hollywood betroffen,[4] wo der weltweite Einfluss auf die Massen besonders stark ist. Um voranzukommen, muss man, so wie es scheint, an diesen Ritualen teilnehmen, sich auf alle mögliche Art von verschiedenen Menschen (auch Männer von Männern) vergewaltigen zu lassen, um all das Böse, das dabei frei wird Satan zu opfern. Um zwar im buchstäblichen, umgekehrt katholischen Sinne. Da Gott das Gute schlechthin ist, so beziehe ich meine Gutheit von Gott und opfere das, was ich Gutes tue, Ihm auf, damit die Welt einen Zuwachs an Gutem erfährt. Das ist der katholische Opfergedanke, in dem sich der Mensch mit dem Mensch-Gott Christus verbindet. Obwohl Christus durch seine Erlösungstat schon alle Erlösung in potentia erwirkt hat, so müssen wir, um gerettet zu werden, mit dieser Erlösungstat in actu mitwirken, daher die guten Werke, das Gebet, die Abtötung etc.

Abtreibung als Satansopfer

Der Satan hält sich selbst, wie uns der Exorzismus aus Rituale romanum sagt, für Gott. Tatsächlich aber ist er ein Geschöpf, welches, anders als Gott, nicht selbstgenügsam (esse sui) ist. Daher braucht der Satan und das Heer der Dämonen einen negativen Energiezuwachs von außen und zwar durch das Böse, durch die Sünde, durch die Perversion, welche die Menschen tun. Er wird zwar persönlich dadurch nicht größer, vergrößert aber seinen Machtbereich in dieser Welt, soweit Gott es zulässt, damit er mit diesem dunklen Machtbereich noch mehr Menschen zugrunde richten kann. Dies ist auch der Gedanke, der hinter allen Menschenopfern, von der Dämonenseite her sozusagen, steckte. Man opferte das, was rein und gut war (Kinder, Jungfrauen, Unschuldige), um die Dämonen zu „speisen“  und sich wenigstens vor ihrer Rache zu schützen. Manchmal konnte man etwas von ihnen bekommen, aber man musste dafür immer mehr opfern. Und genauso ist es auch im heutigen Satanismus, der sich vom Satanismus der früheren Zeiten und vom Heidentum nicht unterscheidet, da die Dämonen dieselben sind. Sie sichern schon Geld, Macht und Sex bis zum Abwinken, Ruhm auch, aber sie brauchen immer mehr Opfer und der Betroffene oder eher der „Bekenner“ muss immer Abartigeres tun, um dabei zu bleiben.[5] Obwohl der Schreiber dieser Zeilen diese Berichte über den Satanismus nur von youtube und von einigen Buchpublikationen her kennt, so kennt er doch die Religionsgeschichte gut genug, um zu wissen, dass es sich um das gleiche Paradigma handelt, wie z.B. schon in den heidnischen, vorchristlichen Religionen vorhanden war und welches hier wieder auflebt und real ist. Er weiß als Theologe auch, dass der Teufel die wahre Religion durch die Umkehrung nachahmen und profanieren will, siehe die schwarzen Messen, welche sich interessanterweise an der Tridentinischen Messe orientieren. Also (1) die intrinseca rerum veritas – „die innere Wahrheit der Dinge“ stimmt hier durchaus. Die auctoritas (2), die Glaubwürdigkeit der Zeugen ist auch gegeben, da die FBI eine Spezialabteilung für rituelle Morde führt und die Presseberichte über Satanismus immer weiter zunehmen.

Aber warum tun die Menschen so etwas? Und hier kommen wir zu einer Ebene, welche Sie in den Medien nicht nachlesen können, weil es einfach wirkt und funktioniert. Der Teufel kann wirklich etwas Materielles auf dieser Welt geben, will aber etwas im Gegenzug: die Seele für die Ewigkeit, immer mehr Abartigkeit und immer mehr Opfer. Natürlich will er auch, dass man andere in diese Kulte hineinzieht und sie pervertiert. Die Sodomie, im eigentlichen Sinne, spielt dabei auch eine große rituelle Rolle. Es geht nicht nur darum jemanden zu vergewaltigen, sondern ihn auch geistlich zu pervertieren. Dies betrifft hauptsächlich Kinder und Heranwachsende, denn da, wo Pädophilie ist, ist Satanismus und wo Satanismus ist, da ist auch Pädophilie. Man soll ja täglich schlechte Taten vollbringen, wie wir Christen die guten. Wenn man sich von Teufel beschützt weiß und weiß, dass man durch seine Vernetzung straffrei davon kommt, wie Jimmy Savile, dann macht man halt weiter. Daher können wir davon ausgehen, dass viele dieser Missbrauchspriester auch aktive Satanisten waren oder sind, was Pater Amorth selbst im Vatikan bestätigte.[6]

Und was hat das alles mit Abtreibung zu tun? Das, dass während dieser satanistischen Rituale Abtreibungen vorgenommen werden, wie Zeugen, siehe unsere Filmangaben, berichten. Es werden Kinder auch ausschließlich für diese Rituale geboren und gleich nach der Geburt ermordet oder kurz vor der Geburt im Mutterleib. Aber es passiert auch, dass Abtreibungen, die in „normalen“ Abtreibungskliniken vorgenommen werden, Satan aufgeopfert werden, wie ein ehemaliger Satanist berichtet, der solche Zeremonien vornahm.[7] Angeblich soll es in den Kliniken von Planned Parenthood spezielle Zimmer geben, die solchen Zeremonien vorbehalten sind,[8] was nicht so abwegig ist, denn werden solche „Aufopferungen“ häufig vorgenommen, warum das OP-Team bei der Abtreibung stören. Man kann hier natürlich einwenden, auch wenn es stimmen sollte:

  • Abtreibung ist legal.
  • Eine private Abtreibungsklinik kann sich ihre eigenen Räume einrichten, wie sie nur möchte.
  • Das alles ist Humbug und Hokuspokus, Religionsfreiheit oder Freiheit für Spinner.

Ja, dies stimmt zwar alles, aber es stellt sich die Frage, warum in den westlichen Ländern mit einer schwindenden Eigenbevölkerung, siehe Deutschland, die Abtreibung weiterhin legal bleibt und die Obama-Regierung mit der UNO die Abtreibung als „Geburtenkontrolle“ eigentlich der ganzen Welt aufzwingen wollte. Es geht nicht nur um Geld und Macht, es geht auch um das Satansopfer. Wenn weiterhin abgetrieben wird, wird durch diesen dauernden Massenmord an Unschuldigen, die geistliche Atmosphäre der Erde immer mehr verpestet. Die abgetriebenen Kinder kommen aber nicht zur Anschauung Gottes, weil sie ungetauft sind, sondern in das Limbo, wo sie, die Kirche präzisiert es nicht, aber der Schreiber dieser Zeilen glaubt es, seine theologische Meinung, bis zum Ende der Welt verbleiben. Sie leiden nicht, aber es ist kein Himmel. Der Satan gewinnt also doppelt: Menschen, die er als die Abbilder Gottes hasst, kommen nicht auf die Welt und sie kommen auch nicht in den Himmel, weil sie mit der Erbschuld beladen sind. Er gewinnt vielleicht noch dreifach, da nach der Nahtoderfahrung und Privatoffenbarung von Gloria Polo, die sich recht stringent und rechtgläubig anhört, bei jeder Abtreibung Dämonen aus der Hölle losgelassen werden sollen, was ihr vermehrtes Auftreten auf dieser Welt erklärt. Theologisch ist es durchaus möglich, da man weiß, dass man durch bestimmte okkulte Praktiken, mit Opfern verbunden, Dämonen rufen kann (Summ. Theol. 22 q. 96. 2 ad 3; 1a q., 115, 5 ad 3 et 2 2q. et q. 96. 2. o). Werden also alle Abtreibungen irgendwie „aufgeopfert“, so kann es auch zur Herbeiholung der Dämonen dienen. Wenn jemand uns sogar soweit folgen kann, dass er sagt:

„Na gut, manche Verrückte nutzen die legal stattfindenden Abtreibungen aus, um es den Dämonen, an die sie glauben, recht zu machen. Aber was hat das mit Katholizismus zu tun?“

Abtreibungsverbot – die letzte Bastion des nachkonziliaren Katholizismus

Der nachkonziliare Katholizismus, wurde, wie es Hilary White treffend formulierte, auf die pelvic issues, also Beckenangelegenheiten, reduziert. Katholisch war also nicht mehr die Lehre, die sich vom Evangelium her leitet und vom Satz vom Widerspruch geordnet wird, die Tradition, die Sakramente, der Ritus, sondern die letzte Bastion des Katholizimus wurde dadurch, hauptsächlich vom Johannes Paul II definiert, dass man nicht abtreibt. Ja, man durfte Sex haben, aber in der Ehe, ohne Präservative, ohne künstliche Verhütungsmittel und falls doch (Augenzwinker, im deutschsprachigen Raum schon längst mit Segen der Kirche praktiziert), dann wenigstens nicht abtreiben. Nein, nein, nein, das geht nicht! Das ist wirklich Sünde und zwar eine große. Natürlich stellen wir hier nicht in Abrede, dass Abtreibung eine schwere, himmelschreiende Sünde ist, welche eine Exkommunikation latae sententiae nach sich zieht, wie es das Kirchenrecht (CIC) von 1982 Can. 1398 und das alte Kirchenrecht (CIC 1917) in Can. 2350 – 2351 vorschreibt. Aber wenn in der nachkonziliaren Kirche Katholizismus auf „Lebensschutz“ oder „Lebensrecht“, sprich „Du sollst nicht abtreiben“ reduziert wurde, so bleibt nach der letzten Aktion von Papst Franziskus, durch welche der de facto die Abtreibung aus dem Bereich der schweren Sünde herausnimmt, ohne noch das Kirchenrecht zu ändern, wirklich nichts mehr übrig. Dies beklagt auch in seinem letzten Kommentar Giuseppe Nardi. Aber seit 1962 hören wir ja ständig:

„Das ist Haarspalterei und Brimborium. Im katholischen Glauben geht es um das Eigentliche, um das Große und Ganze!“

Was ist aber das Eigentliche und das Große und Ganze? Es ist ja:

  • Weder die katholische Lehre, denn die hat sich nachweislich nach dem Konzil geändert.
  • Noch die sakramentale Disziplin, denn s.o.
  • Noch die Liturgie, denn s.o.
  • Noch die Moral, denn s.o.
  • Noch die Spiritualität, denn s.o. und zwar so, dass sie nicht mehr vorhanden ist.

Bis Papst Franziskus war es noch die Sexualmoral: kein Ehebruch, kein Homosex, aber diese Bastion schwindet und bis Misericoridia et misera war es noch die Abtreibung, the absolute bottom line, wie es Hilary White ausdrückt, aber diese schwindet auch. Nimmt man Papst Franziskus ernst, dann bleibt von der Kirche nichts übrig. Wir nehmen ihn aber nicht ernst, weil wir ihn für den Antipapst halten.

Es steht doch außer Frage, dass die jüngste Entscheidung des Papstes nicht nur den Katholizismus noch mehr lädiert, den papsttreuen Neukonservativen der Lebensschützer, die sogar noch Papst Franziskus hochhalten, vollends den Wind aus den Segeln nimmt, die Kirche gänzlich der Welt angleicht, wonach es jetzt wirklich keine Sünde mehr und es nichts Heiliges mehr gibt. Aber es geht noch um etwas anderes. Diese Entscheidung des Papstes lässt die gnostische Macht der Finsternis noch mehr zunehmen, damit sich das Maß der Bosheit erfüllt. Natürlich wird diese Entscheidung zu einer zunehmenden Banalisierung der Abtreibung auch unter Katholiken führen und diejenigen, die es tun, werden sich auch den Papst berufen können. Man wird sie in jedem Beichtstuhl beichten können, wo sie, gemäß Amoris Laetitiam Kap. 8, auch keine Sünde sein kann, falls der Beichtvater die „franziskanische Unterscheidung“ durchführen wird. Wir glauben einfach, dass Papst Franziskus in seinem Pontifikat voll bewusst und mutwillig eine okkulte, satanistische Agenda verwirklicht, welche durch die letzte Entscheidung dazu beiträgt weltweit noch mehr abgetriebene Kinder Satan „aufzuopfern“. Deswegen ist dieses Schweigen über Abtreibung kein Tabu des Bergoglio-Pontifikats, wie unsere kirchlich-noch-korrekten Freude von katholisches.info angeben, sondern es ist ein absolut konsequentes Handeln noch mehr Blasphemie, Sakrilegien und Sünden direkt zu produzieren oder zu ermöglichen, was durch ein gezieltes Umschwenken der Lehre möglich ist. Es begann mit der Ablehnung der Mozzetta, mit den Worten zu den Papstgewändern: „Nehmen Sie es weg. Karneval ist vorbei“, mit dem berühmten „Guten Abend, Brüder und Schwestern“ des „Bischofs von Rom“ und es ging dann weiter.

Es kann auch sein, dass Papst Franziskus kein Papst ist und somit seine Amtshandlungen vor Gott nicht bindend sind, denn ein Laie kann auch nicht gültig konsekrieren. Vielleicht daher das anfängliche Reden über sich als den „Bischof von Rom“. Sollte dies stimmen, dann werden die Sünden der Abtreibung aufgrund des Bergoglio-Entscheidung gar nicht vergeben, falls man sich im Jahr der Barmherzigkeit an einen gewöhnlichen Priester mit der Sünde der Abtreibung wendet oder an einen Pius-Priester mit einer anderen Sünde. Dies ist durchaus möglich und seit Papst Franziskus mit Amoris Laetitia sich in formelle Häresie begeben hat, so sind seine Entscheidungen nicht bindend. Natürlich müsste er noch amtsenthoben werden und danach müsste festgestellt werden, seit wann er nicht in der Lage war bindende Entscheidungen zu treffen. Vielleicht werden wir es erleben, vielleicht auch nicht.

Papst oder „Papst“ Franziskus sagte am Anfang seines Pontifikats:

„Wer nicht zu Gott betet, betet zum Teufel“.

Er muss es wissen. Wir halten es wirklich für mehr als wahrscheinlich, dass Bergoglio besessen ist, selbst irgendeiner elitären satanistischen Sekte angehört, angeblich sind alle FM höherer Grade Satanisten, dass er auf diese seine Mission sehr lange auserwählt und vorbereitet wurde, dass er um seine künftige Verdammung weiß und dennoch weiter macht und dass sein Auftrag lautet die Kirche von der Spitze her institutionell zu zerstören und zwar zuerst geistlich, bevor man es praktisch tun kann. Was kann aber ein einzelner Mann machen? Recht viel, weil er nominell immer noch der Papst ist oder diese Stellung einnimmt. Denn ist er kein Papst, dann ist er wenigstens Kardinal, Bischof, Priester und Antipapst und das ist doch auch was wert. Es ist das okkulte Prinzip der umgekehrten Energie. Die Sünde eines Papstes oder Gegenpapstes hat einen viel, viel höheren negativen Umrechnungswert als eines einfachen Priesters und wir meinen hier die Sünde des Papstes als der Amtsperson solche wie Häresie eben oder das Veranstalten von okkulten Lichtfesten am 8.12. 2015. Das alles hat Sinn und ist nur von einer höheren, geistlichen Logik zu betrachten, von einem umgekehrten sensus fidei.

Und was sollen wir jetzt mit alle diesem Wissen anfangen? Morgen auf den Knien die Bußpsalmen für das Aufleben des Katholizismus im deutschen Sprachraum beten.  Jemand muss es ja herausreißen.

[1] Deutsche Fassung nach: http://www.kathtube.com/player.php?id=4783

[2] https://www.youtube.com/watch?v=OX9AvCOLP9s&list=PL309AB6EBD4933CFC https://www.youtube.com/watch?v=gGuHwkWJEfs https://www.youtube.com/watch?v=whEJxYqGcWg https://www.youtube.com/watch?v=ptxJ9C2VfMQ https://www.youtube.com/watch?v=RQ5ZmJmRX1U https://www.youtube.com/watch?v=jiSeMOaKPtk

[3] Vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/Satanic_ritual_abuse https://www.youtube.com/watch?v=Jo3tCUxtm_s https://www.youtube.com/watch?v=BplUD6kQYuU

[4] https://www.youtube.com/watch?v=K_5qEvos69M https://www.youtube.com/watch?v=h6yko-mFa9w https://www.youtube.com/watch?v=3gQb2Ft_WD0 https://www.youtube.com/watch?v=Am7KUn6b7iU

[5] https://www.youtube.com/watch?v=nqd5nbf-HvE

[6] http://www.spiegel.de/panorama/uups-et-orbi-satanische-sekten-im-vatikan-a-527076.html http://www.infowars.com/fbi-exposes-clinton-pedophile-satanic-network/ Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist auch dieses Interview: https://www.youtube.com/watch?v=8g6YYKbHdKM  William H. Kennedy wurde 2013 im Alter von 49 tot aufgefunden, sodass man davon ausgehen kann, dass das, was er sagt uns geschrieben hatte leider stimmt. Und zwar nicht nur für die USA.

[7] http://www.katholisches.info/2015/09/08/das-graeuel-des-menschenopfers-und-was-guadalupe-uns-heute-lehrt/

[8] http://www.rawstory.com/2015/10/televangelist-satanic-temples-are-hidden-in-planned-parenthood-clinics-as-legal-cover-for-child-sacrifice/ http://www.churchmilitant.com/news/article/planned-parenthood-satanic-ritual

Die „Matrix“ der Kirche ernähren

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Besessenheit und die Argumente ex contrario

Wie ein erfahrener Exorzist ist einmal sagte, ist die Besessenheit der Einen eine große Chance für die Anderen. Warum? Weil durch die Aussagen der Besessenen die Strategie der Dämonen, die in ihnen stecken, erkennbar wird, wenn man ihre Aussagen der Umkehrschluss (ex contrario) interpretiert. Wenn also ein Besessener beim Anblick von Reliquien schreit: „Ich hasse diesen Gestank“, so ist davon auszugehen, dass es sich um echte Reliquien handelt, die von einer Person stammen, die zu Ihren Lebenszeiten tatsächlich der Tempel des Heiligen Geistes war (1 Kor 3,16). Wie sagte doch die Heilige Schrift:

„Denn wir sind Christi Wohlgeruch für Gott unter denen, die gerettet werden, wie unter denen, die verlorengehen. Den einen sind wir Todesgeruch, der Tod bringt; den anderen Lebensduft, der Leben verheißt. Wer aber ist dazu fähig?“ 2 Kor 2,15-16

Auch im Alten Testament spricht die Schrift vom Wohlgeruch des Opfers oder vom Wohlgeruch der Frömmigkeit.

Angelologie – eine verkannte, praktische Wissenschaft

Was aber ein Mensch per Analogieschluss oder durch das diskursive Denken erkennen kann, das fasst ein Engel, auch ein gefallener Engel, intuitiv auf. Über die Art und Weise, wie die Engel die göttliche aber auch irdische Wirklichkeit auffassen, schreibt umfassend und abstrakt der heilige Thomas von Aquin. Seine Engellehre – Angelologie – ist in den Quaestiones 50-64 der Prima der Summ. Theol. enthalten, wobei von der Erkenntnis der Engel die Quaestiones 54-58 handeln.[1] Diese Ausführungen sind recht umfangreich und erfordern viel Vor- und Nachbereitung. Wir werden dennoch auch zu diesem Thema etwas publizieren. Man kann es auch selbst in der Zwischenzeit in der Bibliothek Kirchenväter nachlesen, wobei für die Genauigkeit der Übersetzung von uns keine Verantwortung übernommen wird.[2]

Seit längerer Zeit, denn wahrscheinlich seit den Anfängen der Scholastik, wird den Theologen vorgeworfen, dass sie sich mit so unnützen Themen wie Angelologie abgeben und über beispielsweise über Fragen nachdenken, wie viele Engel sich am Ende einer Nadelspitze befinden können. Mit dieser Frage hat sich auch der Physiker Andreas Sandberg beschäftigt und seine Antwort lautet, dass die Anzahl der Engel 8.677 · 1049 beträgt, die kritische Engelmasse hingegen 3.8807 · 10-34 kg. Alles natürlich unter der Voraussetzung, dass

(1) es Engel gibt,

(2) diese sich materialisieren können und

(3) die Materie in Energie umgewandelt werden kann.

Der lesenswerte Aufsatz, der beweist, dass bestimmte Fragestellungen auch über die Scholastik hinaus nicht nur die Theologen faszinieren können, ist im u.a. Link einzusehen.[3] Die Theologie sagt, dass sich zwar bei den Engeln um geistliche Wesen handeln, diese aber doch tatsächlich Einfluss auf die Materie haben. Wie dies genau passiert liegt im Bereich einer opinio theologica und nicht des Lehramtes und deswegen wollen wir vorerst nicht dazu Stellung nehmen.

Warum ist Angelologie so interessant? Weil all ihre Erkenntnisse auf die gefallenen Engel, deren Engelsnatur sich ja nicht gewandelt hat, angewendet werden können. Deswegen wird diese theologische Disziplin dermaßen stark verlacht und zwar nicht nur nach dem letzten Konzil, weil die gefallenen Engel, sprich die Dämonen, die ja die Menschen inspirieren können, nicht erkannt werden wollen. Denn würde man ihr Wesen und ihr modus operandi erkennen, so könnte man sich gegen sie besser wehren. Da einerseits verschiedene Engels-oder „Wesenheiten“-Erscheinungen in der Esoterik und im Okkulten zum Alltag gehören, andererseits sehr viele Privatoffenbarungen, wie die von Gabrielle Bitterlich, von Engeln, leider den falschen, inspiriert wurden, so tut eine gute katholische Angelologie wirklich Not. Sehr viele Menschen, die von der Esoterik zum Christentum kommen, haben in der Kirche keine Ansprechpartner, da die durchschnittlichen Geistlichen an keine Engel glauben und diejenigen, die an sie glauben keine theologische Untermauerung ihrer Ansichten geben können. Da es leider die gefallenen Engel tatsächlich gibt, so haben sie seit vielen Jahrhunderten dafür Sorge getragen, dass sie unerkannt bleiben. So bekommt man einerseits in den deutschsprachigen Ländern nirgendwo eine katholische und rechtgläubige Angelologie gelehrt, wo anderes auch nicht, andererseits kann man auch nirgendwo sich augenscheinlich von der Existenz der gefallenen Engel überzeugen, da es seit 1976 (Fall Klingenberg) in Deutschland praktisch keine Exorzismen mehr gibt. Wenigstens offiziell nicht und wie es in offiziell aussieht, entzieht sich unserer Kenntnis.

Da es in Italien und in Polen in jeder Diözese mindestens einen Exorzisten gibt und diese Priester ab und zu die Aussagen der Dämonen, welche interessanterweise gleich oder ähnlich lauten, veröffentlichen, so erschließt sich aus diesen Publikationen eine bestimmte Strategie des Bösen, welche in der letzten Zeit recht erfolgreich ist. Zu dieser Strategie werden wir noch einiges schreiben. Aber kurz und gut: da, wo der Dämon am lautesten schreit und sich wehrt, da ist auch die meiste Heiligkeit vorhanden.

Die „Matrix“ der Kirche

Leider ist der deutschsprachige Leser, der weder Italienisch noch Polnisch lesen kann, von dieser interessanten Wissensquellen, d.h. der Aussagen der Besessenen, getrennt, welche einfach nur das, als eine spezielle Form der Privatoffenbarungen bestätigen, was die Theologie schon längst weiß. Und wie lautet diese Lehre: Je mehr Gebet, Opfer, Sühne und Heiligkeit, desto mehr wird die Kirche – „das Licht der Völker“ – genährt. Diese „Nahrung“ stellt den Gnadenstrom, welcher der irdischen und kämpfenden Kirche seitens der himmlischen und triumphierenden Kirche zuteilwird. Denn unser Opfer steigt wie Weihrauch zu Gott auf und erbittet uns bestimmte Gnaden. Diese ganze Fülle befindet sich natürlich bei Gott, aber wird sie nicht „abgezapft“, so bleibt sie unnütz. Warum? Weil uns Gott den freien Willen gegeben hat und wenn wir nicht beten wollen, dann tun wir es auch nicht. Fällt das Gebet oder das wahre Opfer der Messe aus, dann erhält die Kirche und durch sie die Welt immer weniger Gnaden und Licht. Und alles versinkt in Chaos und Dunkelheit. Wo ist man vor dieser Dunkelheit sicher? Innerhalb der institutionellen, katholischen Kirche, welche eine vollkommene und hierarchische Gesellschaft (societas perfecta et hierarchica) ist. Aber dieser irdische Leib Christi muss auch genährt werden und zwar durch die Heiligkeit ihrer Glieder, welche für die Anderen bitten. Dies ist die eigentliche und wichtigste Aufgabe der Orden und daher müssen die Ordensleute viel heiliger als die Weltmenschen sein. Damit ihr Gebet erhört wird.

Aussagen eines vermeintlich Besessenen

Interessanterweise kann man dieselbe Lehre von der „Ernährung der Kirche“ ein wenig über einen Umweg doch aus dem Mund der Dämonen vernehmen. Wie denn? Können wir hier einen Exorzismus veröffentlichen? Nein, aber die Aussagen eines höchst wahrscheinlich Besessenen. Es gibt nämlich einen ehemaligen Mönch und Priester, der sein Amt aufgegeben und sich der Esoterik zugewandte. Sein Benehmen und seine Aussagen lassen darauf schließen, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach besessen ist. Die Sicherheit diesbezüglich würde ein Exorzismus geben, der unsererseits online natürlich nicht durchführbar ist. Woher wollen wir also von seiner vermeintlichen Besessenheit wissen? Weil er genau diejenige Erkenntnis der Wirklichkeit besitzt, welche der hl. Thomas von Aquin den Engeln zuordnet. Nicht diskursiv, sondern intuitiv. Wir werden die Quelle seiner Aussagen hier nicht angeben, aber seine Statements sind sehr interessant, wenn man sie per Umkehrschluss deutet.

So behauptet der Ex-Priester, dass die Menschen durch die Taufe in der Kirche, wie in einem Netz gefangen sind, wie die Fische, welche aus dem Meer ans trockene Land gehievt werden. Dies ist eine theologisch wahre Aussage, obgleich aus der dämonischen Perspektive dargestellt. Das Meer steht im Buch der Offenbarung für den Bereich des Teufels (z. B. Off 13,1), aber auch das Rote Meer wird von den Kirchenväter als das Reich des Satans gedeutet. Nach der katholischen Lehre wird der Mensch tatsächlich durch die Taufe der Gewalt des Teufels entrissen, sodass das Herausziehen des Fisches aus dem Meer ein guter Vergleich ist. Dass der Fisch (ichthys) schon in der Katakumbenzeit für die Christen stand, ist allen bekannt. Dass die Christen durch die Taufe aus der Dunkelheit des Meeres in das Reich des Lichtes emporgezogen worden sind, ist im Neuen Testament zu lesen (Eph 5, 8-9; Kol 1,12; 1 P 2,9 u.a.). Es stimmt also alles und auch wenn der Teufel lügt, so sagt er die Wahrheit. Des Weiteren sagt dieser Ex-Mönch, dass durch die Taufe „das dritte Auge“, welche den Einblick ins Übersinnliche ermöglicht, geschlossen wird. So direkt sagt es die Kirche zwar nicht, sie spricht von der Erleuchtung für die göttliche Wirklichkeit, aber wo Eines erleuchtet wird, da wird das Andere geblendet und es erblindet. Daher verschwinden bei vielen Menschen mit okkulten Gaben die Letzteren nach der Bekehrung oder Taufe. Und wodurch erhält man „das dritte Auge“ wieder? Wir ahnen es schon: durch die Besessenheit, durch welche die gefallenen Engel den Menschen ihre Erkenntnis mitteilen. Und so entstehen die paranormalen Phänomene, wie Geistheilung, Telekinese, Telepathie, Out of Body-Experience etc.

Wir werden die Aussagen dieses Ex-Priesters noch in anderen Beiträgen kommentieren, an dieser Stelle wollen wir noch anfügen, dass er die Kirche mit der „Matrix“ vergleicht. All denen, die diesen sehenswerten Film nicht gesehen haben, sei gesagt, dass er eine virtuelle, herrschende Wirklichkeit zeigt, welche durch lebendige Menschen am Leben gehalten wird. „Die Kirche“, so der Ex-Mönch, „ist eine Matrix und sie muss am Leben gehalten werden“. Das ist richtig und gut erkannt. Der hl. Paulus schreibt ja:

„Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt. Ich diene der Kirche durch das Amt, das Gott mir übertragen hat, damit ich euch das Wort Gottes in seiner Fülle verkündige, jenes Geheimnis, das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war. […] Ihn verkündigen wir; wir ermahnen jeden Menschen und belehren jeden mit aller Weisheit, um dadurch alle in der Gemeinschaft mit Christus vollkommen zu machen. Dafür kämpfe ich unter vielen Mühen; denn seine Kraft wirkt mit großer Macht in mir.“ (Kol 1, 24-29)

Ja, wir können alle die Kirche durch unser Beten, Leiden und Wirken am Leben erhalten, denn Gott wirkt durch Menschen. Wie wir hier öfters schreiben, ist durch die Verkleinerung des Gebetspensums die geistliche Speise für die Stände der Kirche weggebrochen, was, wie wir jetzt sehr deutlich sehen können, zur absoluten Verblendung der Hierarchie geführt hat. Und so führen Blinde – die Geistlichen – die Blinden – die Gläubigen. Sicherlich stürmen auf uns alle täglich verschiedene Eindrücke oder Informationen ein, die wir aber im göttlichen Licht unterscheiden können, wenn wir zu diesem Licht Zugang haben. Und früher ist es auch nicht anders gewesen. Nur ein wirklich gut ausgebildeter Philosophiehistoriker kann sagen, aus welcher Fülle an negativ-heidnischen Wissen, welches nicht nur ein intellektuelles, sondern auch ein geistlichen Wissen darstellte, und Konstrukten der hl. Thomas von Aquin, aber auch andere Scholastiker, ihre reine und heilige Lehre entwerfen und weitergeben konnten. Warum gerade sie? Weil sie im Gnadenstand waren und sich vom göttlichen Licht nähren konnten. Die eucharistische und sonstige Frömmigkeit des Aquinaten ist ja bekannt. Denn außer dem Göttlichen gibt es das Dämonische leider auch. Es ist sehr intelligent und kann gut verführen. Aber manchmal sagt es, wie im Falle dieses Ex-Mönchs, auch per Umkehrschluss die Wahrheit und zeigt uns den richtigen Weg, worüber wir uns freuen. Wir sollen also daran denken, dass durch unsere „privaten“ Gebete und eigentlich sind keine Gebete privat, die Kirche, als die göttliche Matrix, tatsächlich genährt wird. Und da zurzeit so viel Sünde und Dunkelheit herrscht, so müssen wir es, so gut wir können, es herausreißen, bspw. durch das Beten des Kreuzweges in der Fastenzeit.

[1] Also Summ. Theo. I, q. 54-58.

[2] http://www.unifr.ch/bkv/summa/kapitel55.htm

[3] http://www.aleph.se/Nada/Angels/angels.pdf

Sünde, Liturgiereform, Exorzismen, Dämonen und Bischofskonferenzen

Bosch fall

Was ist Sünde?

 

Die Frage: Was ist Sünde? ist im Grunde eine philosophische Frage, bevor sie zu einer theologischen Frage wird. Die Sünde ist ein Verstoß gegen die göttliche Ordnung. Sie stellt also in erster Linie ein Verstoß gegen die Gerechtigkeit dar. Der hl. Augustinus definiert Sünde wie folgt:

Dictum, factum vel concupitum contra legem aeternum.

Etwas gesagtes, getanes oder begehrtes gegen das ewige Gesetz. (Summ. theol. Ia IIae, q. 71. a.6 o et 1. 76, 2, ad 1)

Der hl. Thomas von Aquin übernimmt diese Definition, vertieft sie und baut sie aus. Wir werden uns der thomistischen Sündenlehre sicherlich noch ausführlich widmen, denn der Schreiber dieser Zeilen kommt immer mehr zur Überzeugung, dass in der Theologie der Grundsatz

„Thomismus oder nichts“

lautet, wie es immer noch auf Kuba „Sozialismus oder der Tod“ heißt. Und was war vor Thomas? Alles lief auf ihn hin und führte von ihm weg. Man lernt seine Einfachheit und Präzision erst dann schätzen, wenn man sich lange genung mit anderen philosophischen Schulen und Systemen herumschlug. Auf die kurze oder lange Sicht hat sich wirklich nichts anderes in der Theologie bewährt, ohne früher oder später in Irrlehre und Apostasie zu führen. Siehe den jetzigen Zustand der Kirche. Thomas ist dennoch sehr schwierig, weil seine Lösungen die schöne, klare Formel wie e=mc2 darstellen, die auf vielen mühsamen Rechenwegen erreicht werden muss. Die bereits erwähnte Moraltheologie von Peeters, die wir im nachfolgenden Beitrag verwenden werden, stellt recht kurz und prägnant die thomistische und katholische Lehre dar, denn besser als thomistisch geht es nicht. Es stellt somit die katholische Morallehre dar, welche noch nicht vom Personalismus, Existentialismus, Pragmatismus, Subjektivismus und Relativismus angekränkelt und anschließen zerfressen wurde. Was wirklich vielen Menschen unklar ist: ohne das richtige philosophische Gerüst, zuerst das metaphysische natürlich, kann man zu keiner guten, im Sinne der göttlichen Ordnung entsprechenden Ethik und Morallehre kommen. Ohne Metaphysik geht es nicht. Man wirft sie durch die Tür raus und sie kommt uns durch das Fenster herein. Und deswegen war die angebliche Zerstetzung aller Metaphysik durch Kant, den „Schutzheiligen“ der meist deutschsprachigen Häretiker, für die Theologie dermaßen zersetzend. Weil die objektive, also sich außerhalb des Subjekts befindende Welt, das berühmte Ding an sich, aufgehoben wurde. Jeder hat angeblich nur seine Kategorien, wir haben ähnliche und daher ist Erkenntnis überhaupt möglich. Sie ist aber nicht objektiv, sondern inter-subjektiv. So lautet die kantische Devise. Was natürlich kompletter Unsinn ist. Denn:

  1. gäbe es nichts „Draußen“, so würden wir nichts erkennen,
  2. jegliche Sprache und Kommunikation wäre aufgehoben, denn dem Satz: „Der Bus fährt vom Hauptbahnhof um 12.35 ab“ müsste die Frage folgen: „Nach deinen oder meinen Kategorien, denn ich sehe es anders“,
  3. es gäbe überhaupt keine Wahrheit und zwar in keinem Bereich, auch nicht im mathematischen oder logischen, denn wir erkennen die Formeln ja auch durch unsere Kategorien,
  4. es gäbe überhaupt keine moralische Ordnung mit Sollen und Verbieten,
  5. und wir wären wo? Genau: bei hier und jetzt und der Political Correctness.

Deswegen hat die Kirche Kant schon sehr früh verurteilt, denn seine „Kritik der reinen Vernunft“, wurde mit dem Dekret vom 11.Juni 1827 auf den Index librorum prohibitorum gesetzt. Die katholische Kant-Kritik sparen wir uns für einen anderen Beitrag auf. An dieser Stelle bleibt zu sagen, dass ohne eine objektive, denn Gott gesetzte Ordnung bleibt der Begriff der Sünde sinnleer, denn diese hört dann auf ein objektiver Verstoß gegen objektive Normen zu sein, sondern bleibt nur im psychologischen „Sich-Schlecht-Fühlen“ behaftet. Es bleibt nur zu fragen: Und wie fühlst Du Dich dabei? Fühlt er sich gut, weil er als Crack-Raucher Crack geraucht hat, dann ist ja alles gut. Er schadet zwar der Gesundheit oder Was-Gott-verhüten-möge „der Umwelt“, aber es ist für ihn „wichtig“. So in etwa lautet die „nachkonziliare Seelsorge“, die keine ist. Denn fragt eine Mensch, woran und worauf er sich zu richten hat, dann bekommt er die mehr oder minder verhüllte Antwort:

„Nach Dir selbst.“

Er sagt aber weiter:

„Ich weiß es aber nicht“,

dann sagt man ihm:

Dann höre auf Dein Herz, rette die Wale, mache Deine Erfahrungen, denn alles, was Du erfährst ist gut, weil Du es machst. Du bist das Maßstab Deiner Werte.

Also noch luziferischer kann dieser Vorschlag eigentlich nicht lauten, denn derselbe, der sein wollte wie Gott, will den Menschen Gott gleich machen, um ihn, denn an den Schöpfer kommt er nicht heran, zu verderben, weil die Menschen das Abbild Gottes in sich tragen. Weil der Teufel gegen den Gott nicht ankämpfen kann, da er nur ein Geschöpf ist, so will er die Geschöpfe Gottes, vor allem natürlich die Menschen, zerstören. Und man kann niemanden leichter manipulieren, als das, dass man ihm schmeichelt. Und leider drang diese luziferische Lehre:

Du bist Gott. Es gottet überall. Mach, was Du willst.

in die Kirche ein. Mit dem letzten Konzil, zuerst sachte, dann immer stärker, siehe Papst Franziskus. Was soll man tun? Im großen und ganzen:

Zurück zum Thomas.

Wiederherstellung als Erneuerung, d.h. restauratio qua reparatio. Und in diesem Sinne:

  1. Wiederherstellung der Metaphysik.
  2. Wiederherstellung der Philosophie.
  3. Wiederherstellung der Theologie.
  4. Wiederherstellung der Spiritualität.
  5. Wiederherstellung der Liturgie.

Es geht aber auch von (5) bis (1). Durch das göttliche Licht sieht man immer genauer. Deswegen diese Bekämpfung der Tridentinischen Messe, weil die andere Seite es auch weiß. So einfach? So einfach.

Liturgiereform

Unsere nachkonziliaren Theologen werden natürlich sagen, dass es heute nicht geht, denn andere Zeiten, das Konzil, die Mitmenschlichkeit und die Wale. Die Wale können uns mal, der Zeitgeist auch! Natürlich wird es gehen und muss es gehen, denn der bisherige Weg ab 1962 war die wirklich effizienteste Lösung zur allgemeinen Kirchenzerstörung und zum allgemeinen Relativismus. Es stimmt nicht, was Kard. Ratzinger behauptete, dass die arme Kirche vom Relativismus umzingelt sei und es nicht besser kann. Der Relativismus ging leider mit dem Konzil von der Kirche aus und zog wirklich alles und jeden in Mitleidenschaft. Wodurch? Durch die liturgischen Optionen. Man kann knien, man kann stehen, man kann sitzen. Diese Option, jene Option, etc. Wenn also schon die höchste Handlung des Menschen auf Erden, also der Gotteskult egal ist, dann ist doch alles egal. Die Lehre, die Moral, alles. Deswegen wird der sehr schnelle, nachkonziliare Zusammenbruch verständlich. Weil es nichts Heiliges mehr gibt. Nicht einmal in der Kirche. Wo soll den die Welt die Wahrheit finden? Wen soll sie bekämpfen? Wie schön und treffend Michael Davies schreibt, bestand eine der allerersten liturgischen Änderungen, wenn nicht gar die erste, darin beim Beten des Credo bei et incarnatus est – „und er hat Fleisch angenommen“ sich nicht mehr hinzuknien. Warum? War nach 1962 die Menschwerdung Gottes nicht mehr anbetungswürdig? Dann fiel das letzte Evangelium der Prolog des Johannesevangelium der Reform zum Opfer. Mann sollte das Geheimnis der Menschwerdung nicht mehr hören. Und so weiter, und so weiter … jetzt rettet man die Wale oder hilft den „Flüchtlingen“, die sich dafür entsprechend revanchieren, siehe Köln. Wenn also nicht mehr der Menschwerdung körperlich und liturgisch gedacht wird, wenn man die Kommunion „bar auf die Hand“ von einer Pastoralassistentin stehend empfangen kann, wenn man dazu noch als Ehebrecher in Todsünde lebt, dann ist wirklich alles egal und es gibt nichts Heiliges und Heiligendes mehr. Und dies ist das Programm unseres Papstes Franzikus, derjenigen, die hinter ihm stehen, seiner Helfer, aber eigentlich der Dämonen.

Exorzismen

Der hl. Thomas von Aquin sagt:

Daemon veritatem dicit, ut decipiat. (Summ. theol. 1a q. 64. a. ad 5)

Der Dämon sagt die Wahrheit, um zu betrügen.

Andere sagen:

Der Dämon lügt immer, auch wenn er die Wahrheit sagt.

Es gibt immer mehr Besessene und Umsessene, sodass in manchen Ländern, natürlich nicht in den deutschsprachigen, immer mehr Exorzisten berufen werden. Die meisten gibt es in Italien, danach in Polen, zurzeit ca. 130. Bei den Exorzismen geben die Dämonen manchmal Antworten, welche genauso lauten, wie diejenigen bei Anneliese Michel oder diejenigen des großen Exorzismus in der Schweiz.[1]

Es gibt Besessenheit. Sie ist ein Zustand, in dem sich die Dämonen des Körpers eines Menschen bemächtigen oder wie es eine ehemals Besessene sagte:

Ich habe meinen Körper mit Dämonen geteilt.

Besessenheit ist auf ein psychiatrisches Krankheitsbild: Trance and possesion disorder, nach ICD- 10 Version 2010: F 44.3. Man definiert es wie folgt:

Disorders in which there is a temporary loss of the sense of personal identity and full awareness of the surroundings. Include here only trance states that are involuntary or unwanted, occurring outside religious or culturally accepted situations.

Ein Störung (disorder), in welcher zeitweiliger Verlust der persönlichen Identität und der vollständigen Wahrnehmung der Umgebung auftritt. Er umfaßt hier nur Transzustände, welche unfreiwillig und ungewollt sind und welche außerhalb der religiös oder kulturell akzeptierten Situationen auftreten.[2]

Dies bedeutet man bringt sich selbst nicht in diesen Zustand, z. B durch Drogen, Meditation etc. Diese Zustände kommen ungewollt von außen. Eine andere, personenhafte Kraft, ein Wesen, bemächtigt sich dieser Person. Wir werden auch dazu mehr schreiben. Kurz und gut: sogar Medizin mit ihrem Zweig der Psychiatrie sagt, dass es Besessenheit gibt. Die deutsche Bischofskonferenz tut es nicht. Was hilft diesen Betroffenen, die oft zuerst die Psychiater aufsuchen, bei denen aber keine Krankheit diagnostiziert wird? Jawohl, der Exorzist. Was ist denn der Hauptunterschied zu einer psychischen Krankheit?

  1. Eine Kranheit ist dauernd, der Besessenheitszustand manifestiert sich nur in Verbindung mit etwas Heiligem: Kirche, Priesterstola, Weihwasser, Exorzismus.
  2. Die Besessenen haben paranormale Fähigkeiten, während des Exorzismus und außerhalb. Die wissen verborgene und entfernte Dinge  (oculta et distincta), können fließend Sprachen sprechen, die sie niemals gelernt haben, manchmal haben sie übermenschliche Kräfte und vieles mehr.
  3. Bei Besessenheit helfen keine Medikamente oder Therapien.
  4. Die Symptome der Besessenheit nehmen zu, wenn sich diese Person Gott näher. Je mehr, desto schlimmer wird es.
  5. Der Besessene selbst kann seinen Zustand nicht diagnostizieren. Kein Besessener, vor dem ersten Exorzismus wird von sich sagen, dass er besessen ist.
  6. Besessenheit erfordert in den meisten Fällen mehrere Exorzismen, vor allem Umkehr, sakramentales Lebe, Beichte, Gebet, Gebrauch von Sakramentalien.
  7. Ein Rückfall in Besessenheit ist möglich, weil der Teufel nicht gerne losläßt.
  8. Nicht jede Besessenheit ist selbstverschuldet.
  9. Es gibt Mischzustände zwischen Umsessenheit (Körperkontrolle) und Besessenheit (keine Körperkontrolle), sowie zwischen psychiatrischen Auffälligkeiten und Besessenheit.

Die Punkte 1. bis 10. stellen die Erfahrungen der Exorzisten der letzten Jahre, sowie natürlich die Tradition der Kirche, welche durch die letzten Erfahrungen verifiziert werden können.

Dämonen

Es gibt also (1) Besessenheit, es gibt (2) Exorzismen, bei welchen (3) Dämonen gezwungen werden bestimmte Aussagen tätigen. Darf man ihnen 100% glauben? Nein, denn sie lügen, auf wenn sie die Wahrheit sagen oder sie sagen die Wahrheit, um zu betrügen. Woher wollen wir denn wissen, was wahr ist, wenn ist ständig lügen? Ex effectibus – aus den Folgen heraus und dem Zusammenhang. Was sagen die  Dämonen denn?

  • Dass die Liturgiereform ihr Werk war.
  • Dass sie das sehr freut.
  • Dass die Menschen durch die Sünden immer mehr in ihre Hände fallen.
  • Dass die Menschen dumm sind.

Nun ja, eigentlich nichts Neues. Interessanterweise hilft das bei den Exorzismen am meisten, was durch die Liturgiereform weggefallen ist. Kniebeuge, Johannesprolog, Rosenkranz, Bild des Gekreuzigsten, Mariabilder etc. Dem Exorzisten ist weitgehend freie Hand gelassen. Er kann das alte Rituale romanum mit dem festgesetzten Exorzismusverlauf verwenden, welches sehr effizient ist, er kann das neue Rituale, dass nachkonziliare verwenden, welches kaum hilft (wir wissen auch warum), er kann auch andere Gebete einbringen. Da solche Exorzismen mehrere Stunden dauern und recht mühselig sind, so kann man wirklich viele Gebete verwenden. Was man meisten hilft, da wird am meisten geschrien und das Rituale sagt ausdrücklich, dass dort, wo man am meisten Widerstand spürt, man nachhacken sollte. Wo aber am meisten geschrien wird, da kommen die wahrsten Antworten. Sie lautet immer gleich:

  • Auf die Knie.
  • Lateinisch.
  • Rosenkranz.
  • Anbetung.
  • Marienverehrung.

Was aber auch klar wird: die Sünde ist etwas Objektives, sie ist der objektive Verstoß gegen die göttliche Ordnung, welche den Menschen, falls er schwer sündigt, in die Hände der Dämonen ausliefert, natürlich metaphorisch, denn sie haben keine Hände und zu Besessenheit führen kann. Wird jeder, der schwer sündigt besessen? Nein! Aber ist man im Gnadenstand, dass ist man zu 99,9% vor Besessenheit, außer bei sehr selten Sühnebesessenheit, sicher. Vor Umsessenheit nicht. Man kann wirklich sagen, dass die Dämonen jetzt die neue Evangelisation betreiben, weil sie hauptsächlich den Exorzisten das predigen, was diese wissen sollten. Diese geben es manchmal schriftlich oder mündlich weiter, sodass wir alle davon profitieren.

Bischofskonferenzen

Wer wehrt sich am meisten gegen die Exorzismen? Die deutschsprachigen Bischofskonferenzen und die Bischöfe selbst. Angeblich befürchten sie schlechte Presse nach dem Fall Klingenberg. Ist es möglich, dass manche von ihnen selbst besessen sind? Es ist möglich. Warum? Weil langjähriges Leben in einer schweren Sünde, wie Konkubinat, Homosexualität und anderes zu einer Besessenheit führen kann und je höher jemand hierarchisch in der Kirche steht, desto schwerer ist auch seine Sünde. Diegleiche Sünde eines Priesters ist schlimmer als die des Laien, des Bischofs als der Priesters, des Kardinals als des Bishofs und des Papstes als des Kardinals. Welche Sünden kann es denn außer den sittlichen, im Sinne von Sexuellen, noch geben? Die Sünden der Bosheit (peccata malitiae) wie Sünden wider den Heiligen Geist und die himmelsschreiende Sünden (peccata in caelum clamantia). Die intellektuellen Sünden sind aber schlimmer als die Sünden der Sinnlichkeit, weil sie viel mehr Unheil anrichten. Andereseits ist es unmöglich, dass jemand der langfrist sinnlich sündigt (Suff, Konkubinat, Freßsucht etc.) tatsächlich die Wahrheit vollumfänglich verkündet. Wenn er nicht danach lebt, wird er immer mehr und mehr abspecken, bis nichts mehrs bleibt, siehe Weltfrieden, Miteinander und die Rettung der Wale. Es gibt, wie bereits geschrieben, die Sünden des erhöhten Bosheitsgrades (peccata malitiae).

Sünde wider den Hl. Geist (in Spiritum Sanctum): begangen aufgrund der formellen Verachtung für das übernatürliche Gut. Es gibt sechs solche Sünden:

  1. Vermessene Hoffnung auf das Heil ohne Verdienste (praesumptio)
  2. Verzweiflung am Heil (desperatio)
  3. Zurückweisung der erkannten Wahrheit (impugnatio veritatis agnitae)
  4. Neid auf die Gnadengabe eines anderen (invidentia fraternae gratiae)
  5. Verstockung in den Sünden (obstinatio)
  6. Unbußfertigkeit bis zum Tod (impoenitentia)

Himmelsschreiende Sünden (in caelum clamantia), deren Bosheit (malitia) und die Zerstörung der natürlichen sozialen Ordnung enorm ist. Es gibt derer vier:

  1. Mord (homicidium)
  2. Sodomie/Homosexualität (sodomia)
  3. Unterdrückung von Waisen und Witwen (oppressio orphanorum et viduarum)
  4. Vorenthalten den Arbeiters des schuldigen Lohnes (retentio mercedis operariis pauperibus debitae)

Schauen wir uns doch den Zustand unserer Bischofskonferenzen an. Ist es nicht die formelle Verachtung für das übernatürliche Gut? Was bedeutet das? Dass man weiß, wie es um die göttliche Wahrheit steht, aber was anderes verkündet, um der Welt, der „Mutti“, den „Flüchtlingen“ zu gefallen, und die Wale zu retten, den Weltfrieden miteingeschlossen. Weiß man es nicht besser, dann ist es eine materielle Verachtung. Ist denn „Vermessene Hoffnung auf das Heil ohne Verdienste (praesumptio)“ nicht das Programm der „franziskanischen Barmherzigkeit“? Ja, das ist es. Schauen wir uns doch unsere Bischöfe an, lesen wir ihre Predigten, reden wir mit ihnen. Sind es nicht die Sünden wider den Heiligen Geist, und zwar wirklich alle, 1. bis 6.? Dies sind nicht nur schwere, langjährige Einstellungssünden (habitus), welche zu anderen Sünden führen. Es sind Todsünden mit einem besonderen Grad der Bosheit (malitia). Können solche Sünden zur Besessenheit führen? Natürlich, man wird dadurch, ohne es meistens zu wissen, zum Sprachrohr der Dämonen. Gesellt sich dazu noch die himmelschreiende Sünde der Homosexualität oder der Mitwirkung an der Abtreibung bspw. der Konkubine, dann haben wir, was wir haben. Kommt dergleichen wirklich vor? Leider, ja. Betrifft es alle Bischöfe? Hoffentlich nicht und es gibt den „heiligen Rest“. Deswegen sollten wir für unsere Bischofskonferenzen beten.

Gebet vermag viel. Der Schreiber dieser Zeilen hatte eine wirklich schwere Woche, bei der ihm wieder einmal viel Unrecht und Leiden widerfuhr. Am manchem ist er nicht ganz unschuldig, an manchem nicht. Gestern haben sich die Wolken für einen Augenblick verzogen und er fühlte als wäre er von einem Licht, Wärme, Güte etc. umgeben, alles natürlich Metaphern, aber irgendwie muss man es beschreiben. Er sah diese Situationen in einer anderen Perspektive, die ihm viel Mut machte und Kraft gab. Es stellte sich heraus, dass gerade dann, als er dies wahrnahm jemand für ihn betete. Man kann Gebete anderer Menschen manchmal wirklich wahrnehmen, denn manche Menschen nahmen auch die Gebete des Schreibers dieser Zeilen wahr, was er eigentlich selbst bis vor kurzem nicht glaubte. Es ist also möglich, dass irgendein Bischof unsere Gebete wahrnimmt. Wie wir hier schon schrieben, wird für einen gebetet, so sieht man vieles in einem anderen, wohl göttlichen Lichte, in einer göttlichen Perspektive. Dieses mitgeteilte Licht hängt wohl vom Heiligkeitsgrad des Beters ab, was schon Pseudo-Dionysius schreibt, das aber, was man mit dieser „Lichtgabe“ macht, hängt von einem selbst ab. Wir werden also niemanden bekehren, es sei denn er will es selbst und die Dämonen werden es ihm schwer machen, sollte er wirklich besessen sein. Aber seien wir nicht mutlos, Christus hat am Kreuz alles für uns verdient und gewonnen. Wir müssen es nur annehmen, aber auch kämpfen.

P.S. Bitte wenigstens ein Ave Maria für den Schreiber dieser Zeilen, da wir kein Pay Pal verwenden. Gebete wirken wirklich!

[1] http://www.tldm.org/News4/WarningsFromBeyond.2of3.htm

[2] http://apps.who.int/classifications/icd10/browse/2010/en#/F44.3 https://de.wikipedia.org/wiki/Besessenheit#Medizin_bzw._Psychopathologie

Die wirklichen Ursachen der Terrorangriffe von Paris

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Dämonen als die Anstifter zum Bösen

Die schrecklichen Nachrichten von Paris, wonach in einem islamistischen Terroranschlag nach den letzten Informationen 129 Menschen getötet und 350 verletzt worden sind, lässt nach Gründen für solche Taten fragen, da man den Motiven der Terroristen mit rationalen Gründen nicht beizukommen ist. Es stimmt. Die nur-rationale Erklärungs-und Verständnisebene hört hier tatsächlich auf. Während die RAF oder Action directe-Terroristen „nur“ Vertreter des Staates, der Politik oder der „Großfinanz“ umbrachten, haben die islamistischen Terroristen überhaupt keine Scheu wirklich alle umzubringen. Dieser von der falschen Religion motivierte Terrorismus übersteigt wirklich jeder Vorstellungskraft. Man macht sich ja auch selbst zum Feind und sprengt sich in die Luft.

Daher benötigt man eine höhere, geistliche Erklärungebene und wird bitten alle sich auf diese Reise mit uns einzulassen, den Text bis zum Ende durchzulesen und sobald sie das Wort „Dämon“ lesen nicht aufzuhören. Es lohnt sich. Die letzten Anschläge bestätigen unsere Theorie, dass es geistliche, böse Mächte sind, die die Menschen zu solchen Taten inspirieren. Warum aber gerade jetzt? Es scheint uns, dass dem Teufel jetzt deswegen so viel Raum gegeben worden ist, weil die Heiligkeit, hauptsächlich durch die fehlende Tridentinische Messe, abgenommen hat. Die letzte Synode der Kirche mit ihrer Relatio synodis, welche die bisherige katholische Lehre wenigstens aushebelt, war eine himmelschreiende Sünde, welche das Strafgericht Gottes auf sich ruft. Das Benehmen von Papst Franziskus tut es auch. Die Dunkelheit steigt und die Konsequenzen lassen nicht lange auf sich warten. Man muss dabei bedenken, dass nach dem katholischen Verständnis ein Priester tatsächlich ein Eigentum Gottes ist und deswegen wiegen seine Sünden doppelt und dreifach mehr wie die eines Laien. Auch wenn sie exakt dasselbe tun. Was ist aber schwerer als die Sünde der Häresie und der Blasphemie?! Das Umgehen der Gesetze Gottes, um der Welt zu gefallen? Durch die Bischöfe, die Kardinäle und leider durch den Papst. Nun gut, es sind Sünden der Einzelnen, aber man stellt sich die Frage: „Wie können aber die Sünden von einigen auf die Gesamtheit einwirken?“ Sie können, weil die Kirche der mystische Leib Christi ist. Die Kirche ist das Licht der Völker und wenn sie sich verdunkelt, so gerät wirklich alles, auch die Heiden, die dadurch auch weniger Licht haben, außer Rand und Band.

Obwohl wir hier eine gesunde Nüchternheit predigen und von Privatoffenbarungen Abstand halten, so ist es doch wahrscheinlich, dass die Hölle auf die Menschheit deswegen losgelassen wurde, weil die Menschheit in der letzten Zeit so schwer sündigt, siehe die Homo-Ehe und das Euthanasie-Gesetz. Diese Sicht von Ursache-Wirkung bestätigt auch die große Botschaft von La Salette:

„Im Jahre 1864 wird Luzifer mit einer großen Menge von Teufeln aus der Hölle losgelassen. Sie werden den Glauben allmählich auslöschen, selbst in Menschen, die Gott geweiht sind. Sie werden sie in einer Weise blind machen, daß diese Menschen, falls sie nicht eine besondere Gnade empfangen, den Geist dieser bösen Engel annehmen werden. Viele Ordenshäuser werden den Glauben völlig verlieren und viele Seelen mit ins Verderben ziehen.“

Schlechte Bücher wird es auf der Erde im Überfluß geben, und die Geister der Finsternis werden überall eine Kälte gegen alles ausbreiten, was den Dienst Gottes betrifft. Sie werden eine sehr große Macht über die Natur haben. Es wird Kirchen geben, in denen man diesen bösen Geistern dient.[1]

Wenn uns hier Menschen lesen, die „an so etwas“ nicht glauben, dass sollten sie sich selbst die Frage beantworten, wie ein normaler Mensch auf die Idee kommt sich einen Sprengstoffgürtel umzulegen, sich selbst und andere in die Luft zu jagen oder eine Menschenmenge mit einem Maschinengewehr niederzumetzeln? Das ist wirklich nicht normal. Denn er hat diese Ideen nicht von sich aus, sondern von einer bösartigen, höheren und geistlichen Intelligenz – einem Dämon. Leider.

Die Rolle der Geißel Gottes scheint in unseren Zeiten der islamische Terrorismus zu spielen. Warum aber so viele Dämonen? Gerade jetzt? Wenn sie, falls man es glauben möchte, bereits 1864 aus der Hölle losgelassen wurden, so hatten sie ungefähr 100 Jahre das Zweite Vatikanische Konzil und die nachfolgenden Entwicklung vorzubereiten. Wir leben aber schon 50 Jahre später. Einer der Gründe für diese Entwicklung ist die ständige, stätige und massenhafte, industriell betriebene Sünde der Abtreibung. Nach dem Zeugnis der Kolumbianerin Gloria Polo, welche vom Blitz getroffen ein Nachtoterfahrung erlebt hatte, die wörtlich verstandene Höllenfahrt eingeschlossen, stellt die Abtreibung die abscheulichste aller Sünden dar – „ein Brandopfer an Satan“ – wobei, so Polo, nach jeder Abtreibung eine Anzahl von Dämonen aus der Hölle auf die Menschheit losgelassen wird,[2] die sich sozusagen zusätzlich zu allen anderen und denen aus dem Jahre 1864 gesellen.

Denn hinter jedem Bösen steckt eine böse geistliche Macht, aus welcher sich das Böse der Menschen speist. Darum wundert es nicht, dass Hitler und Himmler, der Erstere in den 1920-er in der Münchener Thule-Gesellschaft, der Letztere lebenslang, Okkultisten waren. Deswegen die okkulten „Germanen-Kulte“ der Nazis besonders der SS. Deswegen das „Hexenforschungsprogramm“ Himmlers, der sozusagen die geistlichen Ahnen der Nazi-Bewegung suchte.[3] Dies sind bekannte Tatsachen, welche sogar schon in die akademische Forschung und in die Mainstream-Medien Einzug gehalten haben. Und der Gedanke, der dahinter steckt und welcher natürlich in den Medien nicht verbreitet wird: hinter jeder Wirklichkeit und besonders jeder Macht steckt eine geistliche Wirklichkeit. Was also für das Nazi-Regime galt, warum kann es nicht für andere Gewalt gelten?

Überführung in die Gewalt des Teufels als Folge der Todsünde

Theologisch gesehen, ist die Sicht der dämonischen Inspiration der bösen, spricht der sündigen Taten durchaus stichhaltig und begründet, denn die Folgen, sprich die Wirkungen, der Todsünde sind die folgenden:

  1. Feindschaft mit Gott (DH 1680).[4]
  2. Verlust der Rechtfertigungsgnade also der Taufgnade (DH 1705)
  3. Ausschluss aus der Reich Gottes (DH 835)
  4. Überführung in die Gewalt des Teufels (DH 1347, 1349, 1521, 1668)
  5. Ewige Verdammnis und Hölle (DH 780, 839,858, 1002, 1075, 1306).

Ad 4. Überführung in die Gewalt des Teufels

Die Exorzisten sagen, dass jede schwere Sünde „ein kleiner Teufelspakt“ sei, mit dem der Teufel die Macht über das Leben dieser Person gewinnt. Das Konzil von Trient in seiner Lehre über das Sakrament der Buße (14. Sitzung, 25. Nov. 1551) fasst es wie folgt:

„Weil aber »Gott, reich an Barmherzigkeit« [Ephf 2,4] »weiß, wie wir gebildet sind« [Ps 103, 14 f.], verlieh er auch denen das Heilmittel des Lebens, die sich hernach in die Knechtschaft der Sünde und die Macht des Teufels ausgeliefert hatten nämlich das Sakrament der Buße [Kan. 1], in dem den nach der Taufe Gefallenen die Wohltat des Todes Christi zugewandt wird.“ (DH 1668)

Der Ausdruck „Auslieferung der Macht des Teufels“ ist so zu verstehen, dass jeder Todsünder und natürlich jeder ungetaufte Heide, denn die Taufe bricht die Macht des Teufels, einen oder mehrere ihn quälende Dämonen, nach der begangenen Todsünde oder vor der Taufe, zugeordnet bekommt, da das Reich des Teufels aus vielen Untertanen besteht. Diese Teufel oder Dämonen sitzen teilweise in der Hölle, wo sich einander gegenseitig quälen und wohin sie nach erfolgreichen Exorzismen wieder hinab geschickt werden, wovor sie sich aber scheuen, da dies auch für sie eine Qual bedeutet. Sie müssen aber aus der Hölle wieder irgendwie herauskommen, um die Menschen erneut zu versuchen und zu quälen. Lehramtlich sind diese Fragen nicht geregelt, aber die Zunahme der Sünde in der Welt verläuft immer, wie die Kirchengeschichte zeigt, in den folgenden Schritten:

  1. Zunahme der Todsünden, „kleine Teufelspakte“;
  2. Dämonen verlassen die Hölle, um zu noch mehr Sünden anzustiften;
  3. Noch mehr Todsünden;
  4. Strafgericht Gottes;
  5. Bekehrung und Zunahme der Heiligkeit;
  6. Dämonen kehren zurück in die Hölle und bleiben dort bis zum neuen Abfall der Menschen.

Diese zugegeben sehr spirituelle Sicht der Welt- und Kirchengeschichte, ist bei vielen christlichen Schriftstellern und Heiligen zu finden, siehe De ira Dei (Vom Zorne Gottes) von Laktanz (gest. nach 317).[5] So sahen viele Kirchenschriftsteller und Kirchenväter den Untergang Roms samt der Völkerwanderung als die Strafe Gottes für die Sünden des heidnischen römischen Reiches, die Christenverfolgung eingeschlossen. „Die Mühlen Gottes mahlen langsam, aber fein“, sagt das Sprichwort. Ob in jedem Fall die oben genannte dämonologische Argumentation verwendet wurde, entzieht sich zurzeit unserer Kenntnis. Da aber der Teufel, wie das Lehramt ausdrücklich sagt, der eigentliche Anstifter zur Sünde ist:

„Obwohl in Gerechtigkeit von Gott begründet, hat der Mensch dennoch auf Anraten des Bösen (suadente Maligno) gleich von Anfang der Geschichte an seine Freiheit missbraucht …“ (DH 4313)

„Der Teufel nämlich und die anderen Dämonen wurden zwar von Gott ihrer Natur nach gut geschaffen, sie wurden aber selbst durch sich böse. Der Mensch aber sündigte aufgrund der Eingebung der Teufels (diaboli suggestione)“. (DH 800)

Denn in der Heilsgeschichte erfolgte zuerst der Engelfall und danach die Ursünde. Daraus folgt: ohne den versuchenden Teufel – keine Sünde, denn irgendwoher mussten die Ureltern die Idee gehabt haben Gott ungehorsam zu werden. Sie hatten sie von denen, die zuerst ungehorsam geworden sind. Diese Reihenfolge wiederholt sich bei jeder Sünde, der lässlichen Sünde wie der Todsünde:

  • Der versuchende Teufel/Dämon,
  • Die Sünde seitens des Menschen.

Heiligkeit und die Rolle der Sakramentalien. Ein Zeugnis.

Wie ist dem abzuhelfen? Indem man geistliche Räume schafft, welche die Dämonen meiden und zwar Räume von Heiligkeit. Dazu dienen die Sakramente und Sakramentalien der Kirche: Weihwasser, gesegnete Kultgegenstände, Haussegnungen, Segnungen von verschiedenen Gegenständen, St. Benediktus-Medaille, gesegnetes Öl, gesegnetes Salz etc. Diese Hilfsmittel wurden wenigstens seit der Reformation verlacht und durch die Aufklärer und progressiven Theologen als „magisch“ und „abergläubisch“ abgetan. Dies sollte uns allen zeigen, dass sie sehr wirksam sind, da sich ansonsten die dämonisch inspirierten Menschen und die Welt nicht so dagegen wehren wurden.

Der Schreiber dieser Zeilen hat lange an diese Dinge, d.h. an die Wirksamkeit der Sakramentalien nicht geglaubt. Er hat aber über die hohe antidämonische Wirkung der St. Benediktus-Medaille gelesen, sowie über diese Wirkung des Weihwassers und des gesegneten Salzes. Im Haus, in dem er wohnt, hatte er eine über beinahe zwei Jahre gehende Auseinandersetzungen mit seinen Nachbarn gehabt, welche direkt vor seinem Parterrefenster (ca. 80 cm davor) rauchten, tranken und sich sehr laut unterhielten, bei schlechtem Wetter aber verlegten sie diese Aktivitäten in das Treppenhaus vor seine Haustür (ca. 50 cm davor). Da dies beinahe täglich stattfand, war es extrem störend. Leider half da kein Bitten, Zureden oder Drohen. Ebenso wenig fruchteten die Schreiben an die Vermieter oder die Androhung einer Klage. In seiner großen Not beschloss der Schreiber dieser Zeilen die Stellen und Orte, an denen sich seiner Nachbarn aufhielten mit gesegneten St. Benediktus-Medaillen zu versehen, aber so dass die Nachbarn es nicht merkten. Und siehe da: Von einem Tag auf den anderen hörten sie auf sich dort aufzuhalten! Wie ist solch eine Koinzidenz zu erklären?! Diese Zufälle ereigneten sich auch weiterhin, denn überall wo er im Haus oder auf dem Grundstück die St. Benediktus-Medaillen, oft in einem Behältnis mit gesegneten Salz, versteckte, hörten diese Nachbarn wirklich von einem Tag auf den anderen auf sich an diesen Stellen aufzuhalten. Ohne, dass irgendwelche Gespräche stattgefunden haben. Er besprengte das Treppenhaus öfters mit Weihwasser, was vielleicht dazu führte, dass eine störende Mietpartei aus dem Hause auszog, die andere hält sich seitdem viel seltener im Hause auf und alle neuen Mieter sind sehr ruhig. So viele Zufälle auf einmal gibt es einfach nicht. Die Sakramentalien wirken wirklich. Warum? Weil sich die Mächte der Finsternis an diesen Stellen ungern, selten oder gar nicht aufhalten und die Menschen nicht zur Sünde anstacheln können. Darum wurde vor dem Konzil oder in den früheren Zeiten so viel gesegnet? Damit es die Dämonen schwerer haben. Die Erfahrung zeigt, dass sich böse und sündige Menschen, d.h. Menschen, die nicht im Gnadenstand sind (alle Nachbarn des Schreibers sind ungläubig und ungetauft) an solchen Orten sehr ungern aufhalten, ohne zu wissen warum. Auch Besessene halten es an einem Ort mit gesegneten Gegenständen nicht aus.

Verlöschen der Heiligkeit nach dem Konzil

Da aber nach dem Konzil nicht nur durch die Neue Messe und die Novus Ordo Sakramente viel weniger Heiligkeit den Menschen und der Welt zukommt, sondern auch fast überall die Sakramentalien als „nicht mit der Mentalität des modernen Menschen vereinbar“ kaum eingesetzt werden, so gewannen und gewinnen die Dämonen immer mehr an Raum. Schauen wir uns doch die Zeittafel der zweiten Hälfte des XX Jhds. ein wenig an:

  • Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965)
    • Erste Neue Messe von 1965 (eine Mischform)
    • Novus Ordo Messe 1969
  • Gründung der Satanskirche (Church of Satan) am 30.04.1966 in den USA durch Szandor Lavey
  • Die 1968er Bewegung
  • Terrorismus in Europa:
    • Rote Brigaden (1970-1988)
    • RAF (1971-1988)
    • Action directe (1977-1987)
  • Weltweit:
    • Regierung der Roten Khmer (1975-1987)
    • Kulturrevolution in China (1966-1976)
    • Vietnamkrieg – Höhenpunkt und Untergang Südvietnams (1968-1976)

Sicherlich sind die Ursachen alle der o.a. Ereignisse sehr komplex, aber spirituell gesehen, muss doch irgendetwas in der geistlichen Sphäre passieren sein, damit die Menschheit moralisch gesehen, außer Rand und Band gerät und auf einmal alles erlaubt zu sein scheint. Es finden weltweit Verbrechen und Umbrüche statt, die wirklich beispiellos sind. Die Reformation und die nachfolgenden religiösen Kriege in Europa wurden als die Konsequenzen der Sünden der Renaissancekirche gesehen, die Napoleon-Kriege als die Konsequenzen der Französischen Revolution, der Erste und der Zweite Weltkrieg als die Konsequenzen des Glaubensabfalls des ausgehenden XIX und des beginnenden XX Jhdts., siehe die Botschaft von Fatima. Analog gesehen müssen doch die o.a. Ereignisse ab 1962 mit dem Konzil und dem nachkonziliaren Zusammenbruch gesehen werden. Das Licht der Kirche, ja, ja, sie ist wirklich das Lumen Gentium – das Licht der Völker, erlosch zusehends und aus der Dunkelheit krochen die Mächte der Finsternis hervor, welche sich in der nachfolgenden Dunkelheit, die jetzt mehr als je zuvor andauert, wohlfühlen und die Menschen versuchen.

Der Zusammenbruch des Katholizismus in Frankreich

Welcher Ereignisse in Frankreich haben langfristig zu den Anschlägen vom 14.November 2015 geführt. Die tabellarische Skizze des institutionellen und spirituellen Zusammenbruchs der katholischen Kirchen in Frankreich,[6] die noch keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, zeigt die wichtigsten Markierungspunkte:

  • 1517 Auftritt Luthers und der Zerfall der Kirche
  • 1598 das Edikt von Nantes – erste Duldung der Nichtkatholiken durch den Staat
  • 1789-1799 Französische Revolution
    • 1794 Dechristianisierung und Einführung des Kultes des höchsten Wesens[7]
  • 1801 das Konkordat – Einschränkung der Rechte der Kirche gegenüber dem Staat
  • 1870 Bildungsgesetze des Jules Ferry
    • 1882 laizistische Bildung wird vorgeschrieben
  • 1905 Akt der Trennung der Kirche vom Staat- die Kirche verliert den Status der privilegierten Religion[8]
  • 1962-1965 das Zweite Vatikanische Konzil
    • Nostra aetate (1965)- Erklärung über die Nichtchristlichen Religionen
      • führt zur praktischen Aufgabe der Heidenmisssion
    • Dignitatis humane (1965) – Erklärung zur Religionsfreiheit
      • Führt zur praktischen Anerkennung der anderen Religionen und zum Relativismus
      • Führt zur praktischen Aufgabe jeglicher Mission mit dem Zweck der Bekehrung der Heiden, der Häretiker, der Schismatiker oder anderer auch. Von nun an soll wohl „jeder nach seiner Façon selig werden“, wie der Atheist Friedrich II. von Preußen sagte.

Die Folgen:

Während im Jahre 1910, ungeachtet der Französischen Revolution und der nachfolgenden Laizisierung 98,4% noch Franzosen katholisch waren,[9] sank ihre Anzahl im Jahre 1972 auf 87% und im Jahre 2009 auf 65%. Dabei nahm die Anzahl der praktizierenden Katholiken von 20% im Jahre 1972 auf 4,5% im Jahre 2009 ab.[10] Die nachfolgende Tabelle gibt die Angaben für das Jahr 1910, ale Frankreich noch 98,4 % Katholiken zählte (Graphik nach Pewforum, Fußnote 9).Catholics 1910

Diese zeigt die Angaben aus dem Jahre 2010 (Graphik nach Pewforum, Fußnote 9)

Catholics 2010

Es ist selbstverständlich, dass in dieser Zeit die Anzahl von Atheisten und Vertreter anderer Religionen zunahm. Frankreich ist eines der Länder der Welt mit den meisten Atheisten und zwar welt- und europaweit.

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Die obere Graphik zeigt die Anzahl der Atheisten in Europa, wo man sehen, kann dass Frankreich und Tschechische Republik ganz vorne liegen. Aus anderen Quellen ergibt sich dasselbe Bild.[11] 

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Es ist also kein Wunder, dass in dieser atheistischen und nihilistischen Leere, in dieser dämonischen Dunkelheit Terrorismus gedeihen kann, da der Katholizismus als die Religion der Wahrheit, des Guten und des Schönen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil das Feld geräumt hat. Und somit gibt es in Frankreich, wie in Deutschland natürlich auch:

  • Keine Verkündigung,
  • Keine Heiligung,
  • Keine Heidenmission.

Ein junger Moslem sieht einfach keine Alternative zum Islam, welche ihm als die einzig wahre Religion erscheint, weil es ihm niemand was anderes verkündet. Die „republikanischen Werte“:

  • Freiheit,
  • Gleichheit,
  • Brüderlichkeit

sind sinnleer, jeder positiven Spiritualität bar und wirken einfach nicht. Der Westen erscheint dem Islam korrupt und gottlos und er ist es auch.

„Warum also nicht etwas zerstören, was keine religiösen Werte beinhalten? Nichts Heiliges hat und schätzt? Warum nicht diese Welt mit Feuer und Schwert islamisieren?“

So denken wohl diese Leute und wir sind alle daran schuld, dass sie es tun. Weil wir nichts verkünden! Zuerst kommt ja die Wahrheit, nach welcher sich die Taten richten können. Die Amtskirche tut es nicht aus Agnostizismus, die Traditionalisten aus Angst und Bequemlichkeit. Aus der Sinnleere und aus dem horror vacui (der Schrecken vor der Leere) der der menschlichen Natur eingeschrieben ist, entwächst Terrorismus. Das haben wir in Europa nach 1968, bzw. 1969 der Einführung der Neuen Messe, alle erlebt. Jetzt erleben wir es wieder und es wird noch schlimmer werden.

Wenn mehr geopfert, im Sinne des Heiligsten Messopfers der Tridentinischen Messe oder auch, obwohl weit weniger wirksam, der Novus Ordo Messe, werden würde, wenn Katholiken mehr beten und opfern würden, so würde eine geistliche Atmosphäre entstehen, welche weniger „dämonenfreundlich“ wäre. Diese würden die Menschen weit weniger inspirieren (von in-spiritus) und es würde langfristig besser werden.

Was wir konkret für die Todesopfer von Paris tun können, wird im nächsten Beitrag gesagt werden, da jetzt der Schreiber dieser Zeilen sich mangels Alternative zu einer Novus Ordo Messe aufraffen muss, um für die Opfer von Paris wenigsten einen Teilablass zu erwirken, was er auch allen Lesern empfiehlt.

[1] http://www.herzmariens.de/Mystik/lasalette.htm

[2] http://www.gottliebtuns.com/bekehrungweltfrau.htm#polo_19_4

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Hexenkartothek http://www.stern.de/politik/geschichte/zeitgeschichte-heinrich-himmlers-hexen-wahn-3218250.html http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1495346/Himmlers-Macht-#/beitrag/video/1495346/Himmlers-Macht-

[4] DH = Denzinger-Hünermann, Enchiridion symbolorum definitionum et declarationum de rebus fidei et morum, Freiburg: Herder 201043.

[5] https://www.unifr.ch/bkv/kapitel501.htm

[6] https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89glise_catholique_en_France#La_crise_de_l.27Action_fran.C3.A7aise

https://en.wikipedia.org/wiki/Roman_Catholicism_in_France

[7] https://en.wikipedia.org/wiki/Dechristianization_of_France_during_the_French_Revolution https://de.wikipedia.org/wiki/Entchristianisierung

[8] https://fr.wikipedia.org/wiki/Loi_de_s%C3%A9paration_des_%C3%89glises_et_de_l’%C3%89tat

[9] http://www.pewforum.org/2013/02/13/the-global-catholic-population/

[10] https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89glise_catholique_en_France

[11] http://www.welt.de/kultur/article106207333/Der-Unglaube-im-Osten-ist-ein-Erbe-Preussens.html