Die verspätete Benedikt-verteidigt-sich-Wochenendbeilage

bodleian_10310370513

Da DSDZ am Samstag völlig siech und krank mit Benommenheit und Schwindelgefühl im Bette lag und gestern, als er zumindest schon sitzen konnte etwas für die Ämter ausfüllen musste, so konnte die einigermaßen gewohnte Wochenendbeilage am Samstag nicht veröffentlicht werden. Wenn man zu nichts anderem als zum Liegen fähig ist, dann geht die Gesundheit wirklich vor. Wir wollen dennoch die Wochenendbeilage in der Woche nachholen und uns hauptsächlich auf Fremdtexte stützend etwas zu den zwei Briefen Benedikts an Kardinal Brandmüller schreiben. Diese Briefe, von der BILD-Zeitung veröffentlicht, sehen wie folgt aus: Weiterlesen

Werbeanzeigen

Immer wieder Benedikt XVI. – diesmal die Juden-Frage

2.bl_royal_6_e_vi_f._396v__0

Wie gloria.tv  in Berufung auf kathpress.at berichtet, hat der Immer-Noch-Papst Benedikt XVI. einen völlig unnötigen Aufsatz in Communio darüber veröffentlicht, dass der Alte Bund doch nicht aufgehoben wurde.

Hat er nichts Besseres zu tun als solch einen Unsinn zu schreiben?

Anscheinend nicht, denn in der Kirche sieht es nur rosig aus. Denn wem haben wir Franziskus zu verdanken? Jawohl, dem guten, alten Benedikt. Mit der „Juden-Frage“ haben wir uns bereits beschäftigt und die Aufhebung der Substitutionstheorie durch Benedikt ist einfach falsch. Denn wäre sie richtig, dann hätten sich:

  1. keine Juden zu des Heilands Zeiten bekehren müssen,
  2. keine Apostel und Jünger zu Christus bekehren müssen,
  3. keine Judenchristen zum Christentum bekehren müssen,
  4. keine Judenmission wäre möglich gewesen.

Falls wir die Richtigkeit von 1. bis 4. annehmen samt des Missionsbefehls Christi, dann ist die Judenmission nach wie vor aktuell: sowohl nach 1948 (Gründung des Staates Israels) wie nach 1962-1965 (Vatikanum II). Dies ein kurzer Kommentar von DSDZ zum ungelesenen Aufsatz von Benedikt XVI., denn DSDZ hat Besseres zu tun als sich diesen Schmarrn durchzulesen.

Weiterlesen

Hilary White oder die katastrophal-benediktinische Wochenendbeilage

a0785cf2ebb67fa1b06ec6192c0ecc79--medieval-fantasy-medieval-art


In der Zeit als DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) noch Die Zeit las, um seine Deutschkenntnisse auf dem Laufenden zu halten, wunderte er sich über den Umfang dieser Wochenzeitschrift, sowie über die Leute, welche wirklich die Zeit haben innerhalb des Wochenendes oder der ganzen Woche Die Zeit wirklich zu lesen. Dies ist ihm auch mehrmals gelungen, da diejenigen, die während der Woche einen Lesehunger aufbauen sich am Wochenende auf Gedrucktes stürzen können. Wir planen zwar keine regelmäßigen Wochenendbeilagen, dennoch wollen wir ab und zu längere Texte am Samstag voröffentlichen. Und so präsentieren wir den ausgezeichneten Text von Hilary White, zu welchem unserer eigener Beitrag Kayfabe, Teamplayer und „der gute, alte Benedikt“ lediglich ein Vorwort bildete. Wir bringen es radikaler auf den Punkt, aber Hilary White gebührt der Anfangsruhm, da sie die ganze Vorarbeit geleistet hat.

Worum geht es?

Darum, dass wir endlich, liebes katholisches.info, mit der Benedikt-Legende aufräumen müssen. Es gab keinen konservativen „lieben“ Benedikt, es gab einen Progressiven, der im Jahre 1964 stehengeblieben ist und so zu einem „Konservativen“ wurde. „Konservativ“ bedeutet in diesem Kontext, rechts von Küng aus gesehen. Aber das ist noch längst nicht katholisch. Wenn Hilary White „Et tu, Benedicte“ titelt, so spielt sie sicherlich auf Cäsars letzte Worte an, der unter den Verrätern seinen Ziehsohn Brutus entdeckte und verwundert ausrief: „Und Du auch Brutus?“ Da dieses Et tu Brute in allen Lehrbüchern als ein Fallbeispiel des Vocativus angegeben wird, so geben wir hier mit deutscher Gründlichkeit den Vokativ Benedicte anstatt des englischen Benedict wieder, wie es im The Remantant steht, um jeglicher Vokativ-Missachtung vorzubeugen. Ja, ja, lieber Kinder, wenn ihr die lateinische Deklination schleifen lasst und nicht schön aufesst, dann kommt das Dritte Vatikanische Konzil!

Benedikt ist also ein Verräter?,

werden manche fragen.

Natürlich ist er das,

antworten wir. Wer sonst hat uns den Bergoglio beschert? Aber ein echter Benedikt-Fan findet immer Ausflüchte, wie die geschlagene Ehefrau, welche ihren Mann immer rechtfertigt, obwohl er sie schlägt, betrügt und das Geld versäuft.

Er ist so gut, war es, wollte es sein, wird es irgendwann vielleicht..…

Das typische Stockholm-Syndrom oder das Syndrom der geschlagenen Frau sind in der letzten Zeit auch bei männlichen Benedikt-Fans anzutreffen. Eine geschlagene Frau sieht einfach nicht ein, dass ihr Mann schlecht ist und sie verteidigt ihn nicht aus Angst noch zusätzlich verprügelt zu werden, sondern wirklich aus Liebe. Polizei ist da machtlos, weil diese Frauen die Anzeige mit einem zusätzlichen blauen Auge immer zurückziehen. Und was hat das mit Benedikt zu tun? Dieses, dass ein „bekennender Benedikt-Fan“ sich in einer völlig zerrissenen und widersprüchlichen Wirklichkeit befindet, weil er einerseits seinen „geliebten Benedikt“, lieber Herr Nardi, rechtfertigen muss, andererseits die Welt nicht versteht und immer tiefer in Glaubenszweifel gerät. Man muss einfach die Grundprämisse ändern. Benedikt war kein guter orthodoxer Konservativer. Er war immer ein progressiver Modernist, der gemäßigten Couleur und deswegen so gefährlich, weil wir ihm seinen Katholizismus abnahmen. Deswegen ist er wahrscheinlich gewählt worden, damit er mehr Seelen zugrunde richten kann. Deswegen unterstützt er immer noch Bergoglio. Hilary White hat Recht, indem sie schreibt, dass kein Mensch heutzutage die genuine, vorkonziliare katholische Theologie ausreichend kennt, um einen Ratzinger auseinandernehmen zu können. DSDZ traut sich das durchaus zu, aber er arbeitet wieder beruflich, hat wenig Zeit (wie bei Loriots Eheberatung „Psychologin: Herr Blöhmann, küssen Sie Ihre Gattin gelegentlich? Herr Blöhmann: Weniger. Es ist zeitlich immer ungünstig. Frau Blöhmann: Gott, Ich habe auch meinen Haushalt“) und zieht es vor etwas Positives und Produktives zu schreiben anstatt in diesem ganzen Ratzingerianismus herumzuwühlen. Was ist darin denn gut? Das, was traditionell ist. Den Rest kann man vergessen. Es ist so als würde ein Rapper in seine Samples Kunst der Fuge von Bach einflechten. Die Jugend, die keine Ahnung von Bach hat, würde dies „voll krass eh…“ finden „abgefahren“ oder was man sonst so sagt, dabei ist es Bach, der den Unterschied ausmacht und nicht der Rapper. Weil kaum ein Mensch die Theologie kennt, so glaubt man Menschen, die einigem sympathisch sind, dass sie einen zur Heiligkeit und Wahrheit leiten. Das ist nur verständlich, zumal der Leiter – Ratzinger – (a) berühmt, (b) deutsch, (c) im Vatikan mit Amt und Würde versehen (Bischof, Kardinal, Präfekt) und (d) Papst war und es immer noch ist. Sind das nicht genug Referenzen? Wenn man einem berühmten Theologen Papst, dem „Mozart der Theologie“ (hüstel, hüstel) nicht glauben kann, wem denn sonst? Einem anonymen Blogger, der unter dem Pseudonym DSDZ schreibt? Ja, wo kämen wir denn da hin?

Und dennoch sind die Taten von Ratzinger unerklärlich, wenn man seinen „Konservatismus“ annimmt. Sie sind hingegen völlig nachvollziehbar, wenn man mit der richtigen Prämisse (Ratzinger – Modernist) und unserer Kayfabe-Teamplayer-Theorie arbeitet. Wir gehen doch einige Schritte weiter als Hilary White. Sie meint, dass Ratzinger deswegen Ratschläge von Kardinal Martini annahm, weil es sich um „Kollegen“ handelte. Wir vermuten, dass Martini in der eigentlichen Machthierarchie höher als der Ratzinger-Papst stand und deswegen Benedikt befehlen oder etwas versteckt androhen konnte. Vielleicht ist der Satz: „Du hast die Kurie nicht reformiert“ nicht dahingehend zu deuten, dass Benedikt den Schmutz und die Effizient aus der Kurie nicht entfernte oder einfach formuliert:

Die haben dort tatsächlich Stricher und Kokain!

sondern die richtige Leseweise lautet:

Die haben dort tatsächlich zu wenig Stricher und zu wenig Kokain! Mach was dagegen!

Die bergoglianischen Reformen zeigen uns, worin die eigentliche „Reform der Kurie“ besteht. Und kein Monsignore muckt auf, da er wohl mit dem oben Dargestellten beschäftigt ist. Es ist wirklich keine Freude den Aufsatz von Hilary White zu lesen, doch er zeigt eine stringente Theorie, die Vieles, wenn nicht gar Alles erklärt. Wir müssen einfach aufwachen und kämpfen. Zuerst mit der eigenen Sentimentalität.

Kayfabe, Teamplayer und „der gute, alte Benedikt“

svu6mdzhxwzci8fxaaof

Die jetzige Lage

Am Montag den 12.03.2018 brachte das Portal onepeterfive eine Nachricht, welche dem letzten Benedikt-Fan das Herz brechen wird. Unter Berufung auf mehrere, einander ergänzende Quellen gibt Maike Hickson, die Journalistin des Portals, bekannt, dass es Papa emeritus Benedikt XVI. war, welcher bei einem Mittagessen mit Kardinal Schönborn, während der unseligen Synode über die Familie im Jahre 2015, zusammentraf, um zwischen Schönborn und dem deutschsprachigen Gremium, welches erfolgreich die Kommunion für Ehebrecher pushte und Kardinal Müller, seinem Schüler, zu vermitteln. Kurz und gut: wir verdanken es Benedikt, dass Müller nicht intervenierte und später den Überraschten spielte. Benedikt hat uns also nicht nur den Papa Bergoglio, sondern auch Amoris Laetitia eingebrockt, welche von einem Mann veröffentlich wurde, dem Benedikt, der „Startheologe des Vat. II“, eine „gründliche philosophische und theologische Bildung“ zuerkennt. Nein, Sie sind nicht im falschen Film und dieser Brief ist auch keine Fälschung. Benedikt XVI. hat ihn tatsächlich geschrieben und weist darin selbst auf eine „innere Kontinuität“ zwischen den beiden Pontifikaten hin. Es gibt Benedikt-Fans da draußen, welche alle Argumente ablehnen werden, die gegen ihr Idol gehen, indem sie sagen werden:

  • „Dieser Brief ist nicht echt.“
  • „Man hat ihn gefälscht.“
  • „Der arme Benedikt fürchtet um sein Leben.“
  • „Er steht unter Drogen und weiß nicht, was er sagt.“
  • „Es ist ein göttliches Geheimnis, das wir, kleine Würmer, nicht ergründen können.“

Das stimmt aber alles nicht, denn wenn man den Verstand, eine große Gabe Gottes, einschaltet, dann lautet die konsistente Antwort auf all diese Ungereimtheiten so, dass Benedikt einfach selbst zu der modernistischen, kirchenzerstörerischen Mafia gehört, die Ansichten von Bergoglio teilt und selbst ein guter Teamplayer ist.

Weiterlesen

Benedikts Brief oder How I abandoned Your mother

936b0ffe1d930ee1779bd8a5f2f73638

Ausgangslage – die Kinder verlassen

Für alle, die sich nicht in modernen Fernsehserien auskennen. Der obige Titel ist eine Anspielung auf die amerikanische Sitcom How I met Your mother (HIMYM)– „Wie ich eure Mutter kennenlernte“, in der ein Vater in vielen, vielen Sitzungen und wohl Jahren (die Serie lief 9 Jahre lang) seinen Kindern erzählt, wie er deren Mutter traf. Die Serie HIMYM ist absolut nicht zu empfehlen und man muss junge Leute bedauern, die mit ihr aufwachsen und dann solch eine Vorstellung von Liebe, Freundschaft und Ehe hegen werden. How I abandoned Your mother bedeutet im o.a. Titel „Wie ich Eure Mutter verlassen habe“. Der Text von Ann Barnhardt „Der Brief eines abwesenden Vaters an seine Kinder“, den wir bald in der deutschen Übersetzung von davillatollkuehn vorstellen werden, ist dermaßen treffend und ergreifend, dass er wirklich Tränen in die Augen treibt.

Weiterlesen!

Benedikt XVI revisited oder spielt das „Privatleben“ eine Rolle?

giovanni-domenico-tiepolo-christ-and-the-woman-taken-in-adultery-1752

Orthodoxie und Orthopraxie

Warum das schreiben? Warum nicht die Benedikt-Legende hochhalten, wie viele unserer Kollegen? Weil sie keinen Sinn macht und den jetzigen Zustand der Kirche nicht erklärt. Es ist doch unmöglich, dass ein „guter, konservativer Papst“ ein „Mozart der Theologie“ von einem „heiligmäßigen Lebenswandel“ überhaupt von den Wölfen davonlaufend zurücktreten würde und bei den Aktionen von Papst Franziskus, welche eine öffentliche Apostasie und eine Häresie darstellen, schweigen würde! Es ist einfach nicht möglich, daher ist die Ausgangsprämisse:

  • gut-katholisch,
  • gläubig,
  • konservativ
  • „Mozart der Theologie“

schlichtweg falsch.

Ja, man braucht Vorbilder und Helden, wenn sie allerdings das halten, was sie versprechen. Andernfalls ist es Idolatrie und Lüge. Es war uns klar, dass unser Artikel War Benedikt gläubig? uns „viel Feind“ bescheren wird, „viel Ehr“ hält sich in Grenzen. Interessanterweise können es manche konservativen gloria.tv Leser eher akzeptieren, dass wir Ratzinger einer unorthodoxen Theologie oder gar des Unglaubens anklagen, sie dulden aber nicht, wenn wir homophile (hoffentlich nur diese) Tendenzen bei ihm mutmaßen. Was ist aber schlimmer? Häresie oder Homosexualität? Die Erstere vergiftet doch mehr Menschen, während die Letztere nur diejenigen betrifft, die involviert sind oder davon wissen und Ärgernis leiden. Es sind aber zwei Seiten derselben Medaille, denn wie das Leben, so die Theologie und wie die Theologie, so das Leben, wobei mit unheiligem Lebenswandel nicht nur Homosexualität gemeint ist. Der Schreiber dieser Zeilen, obwohl nicht homosexuell und auch in anderen Lebensbereichen nicht einer schweren Sünde schuldig, merkt bei sich selbst, dass seine Theologie mit der Zunahme des asketischen und Gebetslebens immer orthodoxer wurde und wiederum die immer mehr wachsende Rechtgläubigkeit, durch die Entdeckung der Tradition, zu einem immer mehr an Gott ausgerichteten Leben führt. Dies passiert wirklich automatisch, wie das, dass Sportler aufgrund ihres vorteilhaften Insulinspiegels sehr wenig Lust auf Süßigkeiten haben und sich insgesamt gesünder ernähren, weil sie Lust auf Gesundes haben.

Wir können also als Faustregel gelten lassen, dass sich hinter der Unorthodoxie Sünde oder die fehlende Orthopraxie verbirgt und dass Sünde zur Unorthodoxie führt. Warum ist es so? Weil Gott, das höchste Licht und die höchste Weisheit, niemals in einem Menschen weilen wird, in welchem die Dunkelheit der Sünde weilt. So spricht die Schrift:

„Denn in eine boshafte Seele geht die Weisheit nicht ein noch nimmt sie Wohnung in der einem Leibe, der ein Sklave der Sünde ist“. (Weish 1,4 Alioli)

Kennzeichen von Falschmystik

Der Schreiber dieser Zeilen interessiert sich seit geraumer Zeit für die Falschmystik, womit mystische Erlebnisse (Visionen, Locutionen, Extasen, Wunder etc.) gemeint sind, welche tatsächlich übernatürlich sind, aber vom Teufel stammen. Es gibt wirklich Menschen und zwar nicht nur in der Esoterik, welche Übernatürliches erfahren. Es gibt auch Katholiken, meistens aus der charismatischen Bewegung kommend, welche jahre- oder jahrzehntelang glauben vom Heiligen Geist geführt zu werden, obwohl sie in Wirklichkeit vom Geist der Finsternis geleitet werden. Ja, es scheint so etwas wie eine natürliche Veranlagung für mystische Erlebnisse zu geben, obwohl die Zusammenstellung von „mystisch“ und „natürlich“ paradox klingt. Wenn diese Personen Glück haben, die dämonische Herkunft dieser Erlebnisse erkennen und das zusätzliche Glück haben in einem Land zu leben, wo es Exorzisten gibt, so landen sie schließlich beim Exorzisten und erfahren dort Hilfe. Einer dieser Exorzisten liest bei seinen Konferenzen die Zeugnisse dieser Personen durch, welche sehr aufschlussreich sind. Natürlich sind ca. 90% aller Besessenen durch Okkultismus oder Esoterik in diesen Zustand gelangt, aber es gibt doch tatsächlich eine Minderheit von ca. 10% oder noch weniger, die sich als besessen herausstellen, obwohl sie immer fromm waren. Woran erkennt man aber diese dämonisch inspirierte Falschmystik?

Grundsätzlich an zwei Aspekten:

  1. Ex cauda cognoscitur inimicus – Den Feind erkennt man am Schweif

Nach der übereinstimmenden Meinung all derjenigen Theologen, welche sich mit Privatoffenbarungen oder Mystik befassten,[1] ist es mit der göttlichen Allmacht und Güte unvereinbar, wenn eine Falschoffenbarung zu 100% einer wahren Privatoffenbarung oder einem von Gott stammenden mystischen Erlebnis gleichen würde. Bei Falschoffenbarung wird es immer ein Detail geben, an dem man den Teufel als den eigentlichen Autor dieser Offenbarung erkennen kann. Den berühmten Hinkefuß oder Schweif, wie er häufig abgebildet wird.  Dieses Detail ist entweder lehrmäßiger Natur, es stimmt also mit der Lehre der Kirche nicht überein oder es ist ein Detail, beim Aussehen der Erscheinung, welches sich nicht schickt. Der Hinkefuß oder der Schweif ist also erkennbar.

  1. Falschmystik ist immer von Sünde begleitet

Da der Teufel die Falschmystik verursacht, so ist es nur verständlich, dass er den Falschmystiker an sich dadurch binden möchte, was sein eigentliches Metier darstellt und zwar die Sünde. Daher argumentieren alle Falschmystiker und Gnostiker aller Zeiten, dass die Sünde nicht schadet, dass sie eigentlich etwas Gutes ist, dass man zum Licht ausschließlich durch die Dunkelheit kommt etc. Man kann diese teuflische Argumentation sehr deutlich in den verurteilten Sätzen des verurteilten Quietisten Miguel de Molinos (DH 2201-2269) nachlesen. Um die Verurteilung deutlich zu machen, werden die u.a. verurteilten Sätze mit [Es ist nicht so, dass] eingeleitet:

[Es ist nicht so, dass]

  1. Gott erlaubt und will, um uns zu demütigen und zur wahren Umgestaltung zu führen, dass bei einigen vollkommenen Seelen – auch nicht entrückten – der Dämon ihren Leibern Zwang antut und sie – auch im Wachen und ohne Verdunkelung des Geistes – fleischliches Handlungen begehen lässt, in der er die Hände und andere Glieder von jenen gegen ihren Willen [so, so Red.] physisch bewegt. Dasselbe gilt auch für anderen Handlungen, die an sich sündig sind; in diesem Fall sind es keine Sünden [wie bei Amoris Laetitia Red.], weil bei ihnen keine Zustimmung vorliegt [aha! Red.]. (DH 2241)

[Es ist nicht so, dass]

  1. Es kann den Fall geben, dass solche Zwänge zu fleischlichen Handlungen zur selben Zeit auf seiten zweier Personen auftreten, nämlich eines Mannes und einer Frau [oder zweier Männer Red.], und seitens beider der Akt folgt. (DH 2242)

[Es ist nicht so, dass]

  1. Wenn solche Zwänge kommen, soll man den Satan gewähren lassen, ohne irgendeine Mühe oder eine eigene Anstrengung aufzuwenden; vielmehr soll der Mensch in seinem Nichts [falschmystischer Fachterminus der völligen Passivität Red.] verbleiben; und auch wenn Pollutionen und unzüchtige Handlungen mit eigenen Händen und sogar noch schlimmere Dinge folgen, ist es nicht nötig, sich zu beunruhigen, sondern Ängste, Zweifel und Befürchtungen sind über Bord zu werden; denn die Seele wir erleuchteter, gestärkter und glänzender, und es wird die heilige Freiheit [angeblich von der Sünde Red.] erlangt; und vor allem ist es nicht nötig, dies zu beichten [so, so Red.], und am heiligsten handelt man, wenn man nicht beichtet; denn auf diese Weise besiegt man den Dämon und erwirbt einen Schatz des Friedens. (DH 2247)

[Es ist nicht so, dass]

  1. Durch die erworbene Kontemplation gelangt man zu einem Zustand, in dem man keine Sünden mehr begeht, weder Todsünden noch verzeihliche Sünden. (DH 2257)

Wenn sich manche von uns die Fragen stellen, wie man sich die Sünde falschmystisch schönreden kann, dann sieht er oben wie es geht. Die Sünde wir zur Nichtsünde umetikettiert und schon klappt es mit der „Mystik“, wobei das Sexuelle immer das Lieblingsmetier des Teufels darstellt. Die Sünde begleitet also immer den falschen mystischen Weg. Interessanterweise geschieht es ab und zu, dass der Schreiber dieser Zeilen von Lesern kontaktiert wird, welche im von einem solchen falschmystischen Weg berichten. Es handelt sich meistens um Frauen und die Anzahl dieser Zuschriften liegt im mittleren einstelligen Bereich, aber solche Begebenheiten sind real, obzwar selten. Wir haben dort:

  • Die Sehnsucht nach Gott und die Überzeugung Gott nachzufolgen,
  • Übernatürliche Erlebnisse,
  • Sünde und schwere Sünde als Begleiterscheinung, von der man nicht loskommt.

Es gibt also Falschmystik, welche vom Teufel stammt und für den Betroffenen selbst, welcher meint Gott nachzufolgen, nicht sogleich als solche unterscheidbar ist. Über die Qualität unserer Beichtväter schweigen wir uns besser aus, denn die Wahrscheinlichkeit, dass man im Beichtstuhl richtig diagnostiziert wird, ist wirklich äußerst gering.

War die Theologie von Ratzinger jemals orthodox?

Was hat das alles mit Benedikt/Ratzinger zu tun? Einiges. Wenn Menschen jahrzehntelang mystische, im Sinne der falschmystischen also übernatürliche Erfahrungen haben, die vom Teufel stammen, so ist es doch mehr als wahrscheinlich, dass jemand, der jahrzehntelang eine wenig orthodoxe Theologie mit viel Breitenwirkung betreibt, ebenfalls dazu vom Teufel inspiriert wird. Die Sünde, im Sinne des Verbleibens in einer schweren Sünde (bpsw. Priesterkonkubinat etc.) oder das nicht heiligmäßige persönliche Leben doch ein Kriterium darstellen, von dem man geleitet wird. Es ist demnach unmöglich orthodoxe und heilige Theologie zu betreiben, wenn man in schwerer Sünde lebt.

Wissen wir denn, ob Benedikt in Sünde lebte oder lebt? Nein, das wissen wir nicht. Wir können nur mutmaßen, dass jemand, der zur Zerstörung der Kirche durch seinen Rücktritt und das darauffolgende Schweigen zu Häresien von Papst Franziskus beitrug, auch vorher nicht vom Heiligen Geist geleitet werden konnte und kein großer, konservativer Theologe war. Und da bei fehlender Orthodoxie, welche auch Sünde ist, immer noch andere Sünde vorkommt, so kann es bei Ratzinger auch nicht anders gewesen sein. Zusammenfassend lässt sich sagen:

  1. Wir kennen das Privatleben von Joseph Ratzinger nicht.
  2. Er hatte, seinen eigenen Aussagen zufolge, keine mystischen oder falschmystischen Erlebnisse.
  3. Wir können höchstens seine Schriften und seine Amtshandlungen auf die Übereinstimmung mit dem Magisterium untersuchen, also Denzinger links – Ratzinger rechts.

Während Mystik selten ist und die Falschmystik eigentlich auch, genügt im Falle von theologischen Schriften ihre Untersuchung, inwieweit sie mit dem Lehramt übereinstimmen. Viele der Benedikt-Fans werden jetzt vielleicht einräumen:

„Na, gut, anhand der Denzinger-Aussagen sind seine Schriften vielleicht nicht 100% orthodox, aber an der nachkonziliaren Entwicklung gemessen, sind sie noch gut-katholisch. Besser ein bisschen als gar nicht!“

Der Schreiber dieser Zeilen hatte lange Jahre auch so gedacht und argumentiert, zumal er den Denzinger viel weniger als jetzt kannte.

„An der vorkonziliaren Theologie gemessen – ist es nicht orthodox, an der nachkonziliaren Theologie gemessen – schon“.

Es ist aber falsch, denn es geht hier um die zweiwertige Logik und Wahrheit. Entweder ist etwas falsch oder es ist richtig. Wenn die Lösung 1 lautet, dann ist 189,78 genauso falsch wie 0,89. Theologie ist ein System von Glaubenssätzen, womit man mit einem Satz eine wahre Aussage im formallogischen Sinn meint. Also sogar eine Falschaussage bringt das ganze System zum Fall, was uns die Informatiker unter unseren Lesern sicherlich bestätigen werden, die Ingenieure auch.

„Aber, das ist doch Integrismus!“, wird ein nachkonziliar theologisch Gebildeter sagen.

„Genauso ist es!“, antworten wir.

Papst Franziskus macht uns allen deutlich, wohin der fehlende Integrismus und das Fehlen der zweiwertigen Logik führt: geradeaus in die Apostasie!

Eine Analyse von Msgr. Spadafora

An dieser Stelle sollte eine an Denzinger gestützte Analyse aller Ratzinger-Werke folgen, welche aus ersichtlichen Gründen (ein Leben, Besseres zu tun) nicht erfolgen wird. Dies ist aber auch nicht notwendig, weil eine solche Analyse teilweise schon andere vorlegten. Wir haben auf Anraten des Lesers Daniel Specht, dem wir an dieser Stelle herzlich danken, ein spendenfinanziertes Buch Die „neue Theologie“ oder „Sie glauben gewonnen zu haben“ von Mgr. Francesco Spadafora erstanden, welches, was die theologische Qualität der Analyse anbelangt, unserer nach Einschätzung, gleich nach Gethsemani von Kardinal Siri kommt. Msgr. Spadafora, ein Priester und emeritierter Professor der Bibelwissenschaft an der Päpstlichen Lateran-Universität, verfasste sein Buch im Jahre 1993, am wahrscheinlichen Höhenpunkt des Pontifikats von Johannes Paul II.  Msgr. Spadafora (1913-1997) war kein Spinner, kein Sedisvakantist und kein Mitglied der Piusbruderschaft, welche heute sein Buch verkauft, sondern ein gläubiger Priester und Theologe, sowie der Beichtvater der Mystikerin und Stigmatikerin Ellena Aiello, der katholisch dachte und schrieb und heute als „Traditionalist“ bezeichnet werden muss, also etwas darstellte, was früher einfach „Katholik“ genannt worden ist. Msgr. Spadafora nahm als Peritus am Vat. II teil und war Mitglied der Kommission für Studien und Seminare in der Vorbereitungsphase (1960-62) des Konzils,[2] sodass man schlussfolgern kann, dass er zu den rechtgläubigen, konservativen Kurientheologen gehörte. Er war mit dem Ausgang des Konzils nicht einverstanden, kam ins Abseits, schreib ein paar empfehlenswerte Bücher,[3] die leider nur noch auf Italienisch erhältlich sind. Sein Buch Die „neue Theologie“ in der er sich mit der Nouvelle théologie kritisch auseinandersetzt, hat es in sich. Während die Lektüre des Artikels „Raus aus dem Kanninchenloch“ von Steven Skojec und Hillary White für den Schreiber dieser Zeilen einem Atomschlag oder einem Erdbeben der Stärke 9 auf der Richterskala glich, so gleicht das Buch von Msgr. Spadafora einer konventionellen Bombardierung oder einem Nachbeben der Stärke 6, welche all das, was nach dem Erstschlag übrigblieb in Schutt und Asche legt.

Warum? Weil Spadafora beweist, dass all die Theologen des Konzils, welche der Strömung der  Nouvelle théologie – also derjenigen „neuen Theologie“ angehörten, die in Frankreich in den 1930-gern aufkam, vom Thomismus weg wollte, auf dem Philosophen Blondel fußte und von Pius XII ohne Namensnennung in Humani generis verurteilt wurde – dass also all diese Theologen nicht nur Neomodernisten waren, sondern auch über ein überaus fragwürdiges „Privatleben“ führten, welches wirklich nicht heiligmäßig war. Warum spielt es eine Rolle? Weil diese Männer nicht nur der bisherigen Kirchengeschichte ein Korrektiv geben wollten, was viele Heilige auch taten, sondern eine neue Wende herbeiführen wollten. Dann muss man sich doch die Frage stellen: war diese Wende von Gott oder vom Teufel? In dem Buch von Spadafora, welches ein theologisches Werk darstellt, das sich entweder an sehr gut vorgebildete Laien oder an Fachtheologen richtet, werden die folgenden Theologen besprochen, wobei die u.a. Kapitelüberschriften Spadafora selbst entstammen:

  • „Maurice Blodel „neue“ Philosophie (Kap. 3);
  • Henri de Lubac S.J., ein „Lehrer“, der nie Schüler war (Kap. 4);
  • Hans Urs von Balthasar, der Vater der ökumenischen Apostasie (Kap. 5)
  • Paul VI. und Satans Meisterstück (Kap. 6)
  • Ratzinger, ein Theologe ohne Glaube, Präfekt der Kongregation für den Glauben (Kap. 7)
  • Das Papsttum Karol Wojtylas, eine Zeit schwerster Prüfung für die Kirche (Kap. 8).

Der Schreiber dieser Zeilen erfuhr deswegen den Schock, weil die o.a. Autoren zwar nicht die „Helden seiner Jugend“ waren, da keiner von ihnen ihn je intellektuell angesprochen hatte, am Ehesten schon Ratzinger, sondern weil sie als theologische und orthodoxe Vorbilder während seines recht konservativen Theologiestudiums gehandelt wurden. Dem Schreiber dieser Zeilen waren diese Autoren zu ungeistlich, zu wenig konkret und zu schwammig, aber er dachte eher in ästhetischen Kategorien als in der Kategorien der Rechtgläubigkeit, da ihm einfach nicht der Gedanke kam, dass „die theologischen Väter“ des Vatikanum II neomodernistische Häretiker waren und all das, was wirklich explicite und implicite als häretisch und für den Glauben schädlich verurteilt wurde, subkutan als orthodox und für den Glauben nützlich in die Konzilsdokumente, wenn auch verklausuliert, Eingang fand. Msgr. Spadafora zeigt, wie und warum dies stattfand und er tut es so überzeugend, dass es einem nach dem Konzil ausgebildeten Theologen, wie der Schreiben dieser Zeilen nolens volens einer ist, den Boden unter den Füssen wegzieht. Er fühlt sich wie ein Chirurg, der den Körper immer weiter öffnet und immer mehr Metastasen vorfindet, wobei das, was als eine oberflächliche Hautveränderung zuerst wahrgenommen wurde, von einem langjährigen, zersetzenden Prozess zeugt. Papst Franziskus ist nicht vom Himmel gefallen. Er wurde intellektuell sehr lange vorbereitet unter anderem durch die Nouvelle théologie.

Da der Schreiber dieser Zeilen den Beitrag „War Benedikt gläubig?“ vor der Lektüre des Buches von Spadafora verfasste und lediglich anhand seiner Benedikt-Lektüre Joseph Ratzinger den Unglauben bescheinigte („Wie kann er es wagen?“ Er kann, weil er es gerade tut. Ab esse ad posse valet illatio, sagt die Scholastik.), so ist er sehr froh seine Einschätzung bei jemand anderem vorzufinden und zwar eine Einschätzung, die unsere negative Sicht der Theologie von Ratzinger um einiges übertrifft. Msgr. Spadafora nimmt auf 21 Seiten, sich auf Gethsemani von Kard. Siri stützend, die Christologie Ratzingers auseinander, da er sich kurz fassen möchte und sich desewegen nur auf diese beschränkt. Wir haben nicht vor all diese Argumente an dieser Stelle wiederzugeben und verweisen zum zitierten Werk selbst. Einiges muss aber genannt werden:

„Was soll man aber sagen, wenn wir gezwungen sind festzustellen, dass der gegenwärtige Präfekt der Glaubenskongregation in seinen Büchern der „Theologie“ […] bekennt, dass nämlich in Jesus nicht Gott Mensch geworden, sondern ein Mensch Gott geworden ist? Wer ist demnach Jesus Christus für Ratzinger? Er ist jener Mensch, „in welchem das Definitive des Menschseins in Erscheinung tritt und der eben darin [sic! F.S.] zugleich Gott selber ist“ (Einführung in das Christentum, München: dtv 1971, S. 136) Das besagt eigentlich, dass der Mensch in seinem „Definitiven des Menschseins“ Gott ist! Folglich wäre Jesus Christus allein durch das Faktum, dass in ihm das „Definitive des Menschseins in Erscheinung tritt“, „Gott selber“ gewesen![4]

Was heißt das im Klartext? Dass das eigentliche Wesen jedes Menschen göttlich ist, dass es in jedem „gottet“, das jeder Mensch per se ein Gott-Mensch ist und in Christus, als dem vollkommenen Menschen in seinem „Definitiven des Menschseins“, so Ratzinger, das Göttliche oder Gott besonders gut zum Durchbruch kam. Dies ist aber die jegliche Aufhebung zwischen Natur und Übernatur, was schon Henri de Lubac, zum Leidwesen unser aller bewerkstelligte und was in einen Pantheismus führt. Wenn jeder Mensch in nuce Gott ist und es „gottet“ überall, dann brauchen wir keine Kirche und keine Bekehrung, weil es sowieso „gottet“. Und erst aus diesem Denken heraus lässt sich die deuterovatikanische Ökumenitis begreifen. Wenn es „gottet“, dann „gottet“ es, auch bei den Walen und der Homo-Ehe. Bleiben wir also entspannt und verprassen die Kirchensteuer, solange es noch die gibt, da die Katholiken aussterben.

Sagt das Ratzinger tatsächlich selbst? Ja, das tut er und so schreibt Msgr. Spadafora im Absatz unter dem Titel „Gott ist Mensch, der Mensch ist Gott“ folgendes:

Das Problem ist übrigens von Ratzinger selbst klar gestellt und wird durch ihn bejahend beantwortet. Er fragt sich in der Tat: „Dürfen wir denn überhaupt Christologie (= Rede von Christus) in Theologie (= Rede von Gott) auflösen; müssen wir dann nicht viel eher Jesus leidenschaftlich als Menschen reklamieren, Christologie als Humanismus und als Anthropologie betreiben? Oder sollte der eigentliche Mensch gerade dadurch, dass er es ganz und eigentlich ist, Gott sein und Gott eben der eigentliche Mensch sein? Sollte es sein können, dass radikalster Humanismus und Glaube an den offenbarenden Gott hier aufeinandertreffen, ja ineinander übergehen?“ (Ratzinger, Einführung S. 149/150, Hervorhebung laut Originaltext).[5]

Au, weia! Das ist aber ein hard core Arianismus mit einigen neuzeitlichen Zusätzen, wie Ontologismus und Immanentismus, Begriffe, die wir später in anderen Beiträgen noch ausführlich erklären werden.

Weiter lesen wir bei Msgr. Spadafora:

Für Ratzinger ist Jesus also nicht Gott, weil er natürlicher Sohn Gottes ist, aus dem Vater geboren vor aller Zeit, „gezeugt, nicht geschaffen, wesensgleich mit dem Vater“, weil seine Person seit Ewigkeit die unendlich göttliche Natur teilt und daher die unendliche Vollkommenheit besitzt, sondern ist jener Mensch, der gekommen ist, „um mit Gott ineinanderzufallen“ und der am Kreuze „das Sein für die anderen“ verkörpert hat, ein „Altruist durch Antonomasie“. Folglich unterscheidet er sich von uns und den anderen Menschen nur durch den Grad der menschlichen Entwicklung, die er erreicht hat, nicht durch den Abgrund, welche Gott vom Menschen, den Schöpfer vom Geschöpf trennt. Die Christologie der Kirche weist Ratzinger zurück als eine „triumphalistische Verherrlichungschristologie .. die etwas mit dem gekreuzigten und dienenden Menschen nichts anfangen könnte und statt dessen sich wieder einen ontologischen Gottmythos [sic! Red.] erfinden würde (S. 161). Anstelle der „triumphalistischen Verherrlichungschristologie“, welche „einen ontologischen Gottmythos“ schafft, setzt Ratzinger eine „Dienstchristologie“, die er behauptet, beim hl. Johannes zu finden, und in der „Sohn“  einzig „das Sein-vom-andern-her“ (S. 129) bedeutet.[6]

Oh weh, o weh! Kommt ihr Töchter, helft mir klagen! Diese Ansichten hat Ratzinger niemals widerrufen, mit diesen Ansichten ist er groß geworden, aufgrund der „Einführung ins Christentum“ ist er vom Johannes Paul II, der dieses Buch sehr schätzte, zum Präfekten der Glaubenskongregation berufen worden. Es ist schrecklich! Man hat Lust sich auf einen Misthaufen zu setzen und die Wunden mit einer Tonscherbe zu kratzen. Wenn man aber die Glaubenswahrheit leugnet, dass Christus wirklich Gott war, dann fällt das katholische System überhaupt zusammen. Dann haben alle nachfolgenden Wahrheiten wie Erlösung, Wesenswandlung, Jungfrauengeburt, Aufnahme Mariens in den Himmel keine Bedeutung oder sie müssen „uminterpretiert“ werden, was Ratzinger in seiner „Einführung ins Christentum“ ja tut. Die Glaubensinhalte und Dogmen werden einfach ausgehöhlt und mit neuen Nicht-Inhalten ersetzt. Es ist schrecklich! Wenn Christus nur eine besserer, evolutionistisch höher entwickelter Mensch war, dann gab es keine Erlösung. Warum sollte es eine geben? Wenn der Mensch nach de Lubac, Rahner und Ratzinger von sich aus, also ontisch, „gottfähig“ ist, dann gibt es keine Sünde und keine Erlösungsbedürftigkeit. Bloß einen soziologischen Verein mit Bratwürsten auf dem Pfarrfest und den Walen und wir sind bei Amoris Laetita. Tja, so schnell geht das!

Joseph Ratzinger hat als Präfekt der Glaubenskongregation das Patronat über die Zeitschrift Communio übernommen, welche die „konservativen“ Neutheologen gruppierte.  Es waren die Communio-Mitarbeiter, welche die Bischofsstühle besetzen und die nachfolgenden Namen hören sich für uns jetzt wie ein Who is who des Verfalls an. So schrieb die italienische Wochenzeitschrift Il Sabato (vom 6. Juni 1992):

Zwanzig Jahre sind vergangen; ‚Communio‘ hat seine Partie gewonnen. Zumindest, was den Kampf um die kirchliche Vorherrschaft anbelangt. Die Kirche gewährte den drei „Dissidenten“-Theologen [Ratzinger, de Lubac, von Balthasar Anm. Msgr. Spadaro], die an jenem Abend in der Via Aurelia am Taufbrunnen die Idee [dieser Zeitschrift Red.] hielten, die Ansehen erheischende Belohnung des Kardinalshuts.

Aber es gab Ehrenbezeugungen für alle. Die tüchtigsten Mitarbeiter von ‚Communio‘ wurden zu Bischöfen befördert: die Deutschen Karl Lehmann und Walter Kasper, der Italiener Angelo Scola, der Schweizer Eugenio Corecco, der Österreischer Christoph von Schönborn, der Belgier André-Juan Léonard, der Brasilianer Karl Romer. Eine Schar von Bischofstheologen, deren Einfluss in der Kirche viel weiter reicht als ihre Diözesan-Jurisdiktion. Ein wahres Think-tank der Kirche Karol Wojtylas.[7]

Msgr. Spadafora bemerkt, dass sich die Ultraprogressiven von Concilium mit den „Gemäßigten“ von Communio die Macht teilten. Währen den Ersteren die theologische „Forschung“ und die kulturelle Hegemonie zufiel, fiel den Letzteren die „kirchliche Vorherrschaft“ der Bischofstühle zu.[8] Dies erklärt den Umstand, warum man nirgendwo Theologie studieren kann und sich nur vier Kardinäle, davon drei in Rente, zu Amoris Laetitia-Debakel zu Wort meldeten. Ganz Rom wurde mit Neu-Theologen besetzt, was die vatikanischen Kommissionen anbelangte. [9]

Wem verdanken wir aber Papst Franziskus? Papst Benedikt XVI – Joseph Kardinal Ratzinger – dem, wie auch immer, Papst Emeritus, den es praktisch gibt, aber theoretisch, traditionell und kirchenrechtlich nicht geben kann. Er hat aufgegeben, er hat es hingeschmissen, das Amt des Vicarius Christi, er ist „von dem Wölfen davongelaufen“ und zwar „aus Gesundheitsgründen“. Es ist als würde der oberste Heeresführer mitten in der Schlacht desertieren oder sich selbst, mit einem eigenen Dekret aus dem Heeresdienst entlassen und „ins Zivil gehen“. Da spätestens seit dem Zweiten Weltkrieg der Ritterethos in Deutschland oder in den deutschsprachigen Ländern, die Schweiz ausgenommen, wenig gilt, so wird diese Ungeheuerlichkeit der Desertion nicht allen bewusst.  Kein Offizier kann sich mitten in der Schlacht selbst ins Zivil entlassen, noch weniger kann dies ein Heeresführer. Denn was ist die Folge? Der Zusammenbruch der Disziplin, keine Vorbilder mehr, kein Durchhalten. Wenn es dem obersten Heeresführer egal ist, warum soll es dem einfachen Soldaten nicht egal sein? Benedikt XVI hat mit seinem Rücktritt wenigstens genauso viel Schaden angerichtet, wie Franziskus mit seinem gesamten, bisherigen Pontifikat. Weil Benedikt gezeigt hat, dass nicht einmal der Papst den Glauben ernst nimmt und nicht einmal er Christus treu ist. Christus ist aber kein theologisches Konstrukt, sondern eine Person, die lebt und als Gott allmächtig ist. Wer hat diese Personalien bewilligt und gefördert? Joseph Kardinal Ratziner und heute ernten wir auch theologisch seine Früchte. Aber lassen wir ihn selbst sprechen. So schreibt er im Vorwort zur Einführung in das Christentum:

[Dem Nebel der nachkonziliaren theologischen Ungewissheit] kann man freilich nicht entgegenwirken durch ein bloßes Beharren auf dem Edelmetall fester Formeln der Vergangenheit [nicht die feierlichen Erklärungen des Lehramtes Anm. Msgr. Spadafora], das dann doch auch nur ein Metallklumpen bleibt: eine Last, statt kraft seines Wertes die Möglichkeit wahrer Freiheit [die so auf Schleichwegen den Platz der Wahrheit einnimmt Anm. Msgr. Spadafora] zu gewähren“. (Vorwort, S. 5)

Was heiß es im Klartext?

  • Vergangenheit zählt nicht,
  • Dogmen sind schöne Antiquitäten,
  • macht es wie ich,
  • wir brauchen Freiheit vom Lehramt.

Dies schrieb ein deutscher Startheologe, Priester und Theologieprofessor und das hat der Glaubenspräfekt nicht widerrufen. Das Lehramt, die Tradition, all das woran die Katholiken aller Zeiten geglaubt und gelitten haben, ist also „eine Last“. Ah so. Aber es wird noch besser, denn im Interview-Buch mit Vittorio Messori Zur Lage des Glaubens,[10] sagt Ratzinger

Als „ausgewogener Progressist“[11] sei er für eine „ruhige Entwicklung der Lehre“ ohne „einzelgängerische Fluchten nach vorne“[12], aber auch „ohne anachronistische Sehnsucht nach einem unwiederbringlichen vergangenen Gestern“[13] (S. 16/17) […].[14]

Wir müssen dem heute der Kirche treu bleiben, nicht dem gestern oder dem morgen.[15]

Obwohl wir diese Aussagen nach Spadafora wiedergeben, so haben wir es mit unserer Ausgabe Zur Lage des Glaubens verglichen. Ja, er hatte es tatsächlich so gesagt. Wie auch dieses:

Nicht ich habe mich geändert, sondern die anderen.[16]

Ich habe immer versucht, dem II. Vatikanum, diesem heute der Kirche, treu zu bleiben, ohne Sehnsucht nach einem unwiederbringlichen vergangenen Gestern und ohne ungeduldiges Drängen nach einem Morgen, das nicht unser ist.“[17]

Ja, Ratzinger ist sich selbst tatsächlich treu geblieben und nicht der Lehre der Kirche. Denn in seinem letzten Interviewbuch sagt er ja dasselbe, wie wir schon bereits bemerkten:

„Ich glaube, da [in unserem Denken über Gott Red.] muss man vieles verändern. Wie sich eben auch unser ganzes Menschenbild verändert hat. […] Jedenfalls stellt sich mit diesem Wissen [der heutigen Menschheit] die Struktur der Zeit, die von Geschichte, heute anderes dar. Hier muss zuallererst die Theologie noch gründlicher zu Werke gehen und den Menschen wieder Vorstellungsmöglichkeiten liefern. Da hat die Übersetzung von Theologie und Glaube in die Sprache von heute noch gewaltige Defizite; dass man Vorstellungsschemata schafft, dass man den Menschen hilft, heute zu verstehen, Gott nicht in einem Irgendwo zu suchen. Da ist viel zu tun.“[18]

Das Fazit oder warum der Rücktritt möglich war

Wir haben also einen Nouvelle Théologie-Theologen, der vor dem Konzil, wie er selbst sagt, der Häresie verdächtigt wurde und dessen Habilitationsschrift aufgrund der fehlenden Rechtgläubigkeit in der ersten Fassung zurückgewiesen wurde, welche in dem nachkonziliaren Wirrwarr zu einem Startheologen und „konservativen“ Startheologen aufstieg, Bischof, Kardinal, Präfekt der Glaubenskongregation und schließlich Papst wurde. Der aber seine theologischen Ansichten niemals geändert hat. Und deswegen hatte Gänswein vielleicht recht, wenn er sagte, dass zwischen Benedikt und Franziskus kein Blatt Papier passt, so eng sind sie einander. Vielleicht ist es schlichtweg wahr, denn das, was Ratzinger/Benedikt theoretisch ausgearbeitet hatte, das setzt Franziskus einfach praktisch um. Wenn die oberste Priorität der kulturelle Wandel und nicht der unwandelbare Gott ist, was AL 32 feststellt, warum soll sich dann nicht alles ändern und wandeln bis zu der Homo-Ehe hin. Es ist nur konsequent. Deswegen ist der Rücktritt von Benedikt XVI. weniger geheimnisvoll als man denkt und Ann Barnhardt hat mit ihrer Vermutung des „wesentlichen Irrtums“ beim Benedikt Rücktritt Recht. Benedikts theologische Ansichten sind dermaßen verworren, dass er bei seinem Rücktritt einen „wesentlichen Irrtum“ (Kan. 188) beging und somit weiterhin im Amte bleibt. Wenn wir aber mit unserer „Privatleben“-These Recht haben, dann ist dieser Rücktritt auf aufgrund der „schweren Furcht“ (Kan. 188) ungültig, die auf eine sittliche Erpressung der eigenen Person oder einer Person aus dem eigenen Umfeld folgte.[19] Wenn man etwas Unsittliches irgendwann einmal tut, dann besteht immer die Gefahr, dass man dabei gefilmt wird und solche Filme gegen einen verwendet werden können, was ein klerikaler Homo-Skandal, der noch große Wogen schlagen wird, derzeit in der Heimat des Schreibers dieser Zeilen beweist.

Der Schreiber dieser Zeilen erlebte den Rücktritt von Benedikt wie eine Desertion eines Heeresführers vor dem Feind. Wie kann aber ein Offizier (Priester) und Heeresführer (Kardinal, Papst) mitten in der Schlacht desertieren? Die alten Militärs, die es schon lange nicht mehr gibt, würden antworten:

„weil er niemals ein echter Soldat und Offizier war“.

Man wird doch im Militär geschult instinktiv und automatisch zu handeln, damit bestimmte Gedanken in bestimmten Krisensituationen gar nicht aufkommen können und zu Fehlreaktionen führen. Stellt man sich die Frage, wie ein gläubiger, „tiefgläubiger“ Mensch, der „Mozart der Theologie“, ein „künftiger Kirchenvater“ etc. etc. (alles ironisch gemeint) zurücktreten und einen solchen Unsinn in seinem letzten Interview-Buch wiedergeben konnte, so bleibt nur die logische Antwort, weil er nicht gläubig oder gar tiefgläubig war. Denn agere sequitur esse, also „das Handeln folgt dem Sein“, einfacher formuliert: „man handelt so, wie man ist“.

Welche positive Lehre resultiert für uns daraus? Geben wir Acht, dass wir weder moralisch noch intellektuell fallen, denn der Teufel wird die wenigen Übriggebliebenen noch schwerer anfechten, als diejenigen die er sowieso am Strick führt.

P.S. Nach der Niederschrift dieses Beitrags stellte sich heraus, dass Maike Hickson von onepeterfive ihren privaten Brief an Papst Benedikt XVI. veröffentlicht hatte, in welchem sie in anfleht doch das Geheimnis von Fatima zu veröffentlichen. Benedikt, der nachweislich diesen Brief erhalten hatte, hat nicht geanwortet. Uns wundert es nicht. Es passt leider in unser Profil.

[1] Man lese dazu Tanquerey, A., Précis de Théologie Ascétique et Mystique, Paris 1924, Regles pour le discernement des révélations, 937-944. Viel eingehender befasst sich mit dieser Thematik Pater Poulain SJ. So widmet er der Thematik „Wie unterscheidet man echte Offenbarungen und Visionen von falschen?“ in der deutschen Ausgabe seines Buches die Seiten 76-114 (Poulain, A., Die Fülle der Gnaden. Ein Handbuch der Mystik, Bd. 2, Freiburg im Breisgau 1910, 76-114), in der uns vorliegenden englischen Ausgabe dieses Werkes werden die Offenbarungen und Visionen auf Seiten 299-399 besprochen (Poulain, A., The Graces of Interior Prayer. A Treatise on Mystical Theology, Westmonasterii 1949 [reprint], Part IV: Revelations and Visions 299-399). Ob die anderen Ausgaben dieselbe Paginierung aufweisen, wissen wir nicht. Der Teil über die Unterscheidung von echten und falschen Visionen wurde auch als ein eigenes Buch herausgegeben.

[2] Spadafora, Francesco, Die „neue Theologie“ oder „Sie glauben gewonnen zu haben“, Sion: Verlag Les Amis de St. Francois de Sales 19962, 7.

[3] Das Katzenbuch ist natürlich nicht von ihm.

[4] Spadafora, 119-120.

[5] Zitiert nach Spadafora, 120.

[6] Spadafora, 122-123.

[7] Ebd. 131.

[8] Ebd. 132.

[9] Ebd. 132-134.

[10] Ratzinger, Joseph. Benedikt XVI., Zur Lage des Glaubens. Ein Gespräch mit Vittorio Messori, Herder 2007.

[11] Ratzinger, Lage, 18.

[12] Ebd., 19.

[13] Ebd.

[14] Spadafora. 137.

[15] Ebd. 138, Ratzinger, Lage, 31.

[16] Ratzinger, Lage, 18.

[17] Ratzinger, Lage, 19.

[18] Benedikt XVI., Letzte Gespräche mit Peter Seewald, Droemer: München 2016, 269-270.

[19] http://www.n-tv.de/panorama/Warum-Benedikt-XVI-wirklich-zuruecktrat-article12377046.html https://www.welt.de/politik/ausland/article156762772/Benedikt-XVI-spricht-von-Homosexuellen-Netzwerk-im-Vatikan.html

Benedikt XVI. – Letzte Gespräche oder banaler geht es kaum noch.

7584103324_c2f54b5675_b

Der Schreiber dieser Zeilen hat sich vor Kurzem die Letzten Gespräche von Benedikt XVI. gekauft, was er bereut. Es ist kaum lesbar und von dem Geld hätte man eine Messe in Le Barroux bestellen können. Es ist das Schwächste der gelesenen Ratzinger-Bücher, was nicht nur damit zusammenhängt, dass man im schon sehr fortgeschrittenen Alter intellektuell abbaut, sondern damit, dass unser Papa Emeritus wirklich kaum etwas zu sagen hat, was über die überall gepflegte political correctness hinausgehen würde. „Welt trifft Welt“, könnte man auch titeln und dieses Buch erinnert an Memoiren von Politikern, welche sich ein wenig an ihre Jugend, an dies und das erinnern und meinen im Großen und Ganzen alles ganz richtig getan zu haben. Dem Schreiber dieser Zeilen kam der Titel „Banalität des Bösen“ in den Sinn, er fragte sich auch, ob und an was Benedikt eigentlich glaubt. Gott kommt da recht am Rande vor, wie ein heiliges Bild im Hintergrund einer bayrischen Stube. Wenn er sich zurückgezogen hatte, um mehr zu beten, was er, wie er offen zugibt, nicht einhält, dann hat es wirklich nichts gebracht. Denn wir treffen einen wirklich säkularisierten älteren Herrn, der Plattitüden von sich gibt und dem die Williamson-Affäre am meisten in seinem Pontifikat zu schaffen machte. Warum gerade das? Weil es die schlechteste Presse gab. Richtet sich ein Papst an derartig weltlichen Kriterien. Ja, dieser schon. Was ist dann noch päpstlich? Gute Frage. Auf den 270 Seiten sagt Benedikt sehr wenig und man muss sich fragen, warum er dieses Buch überhaupt veröffentlichte. Seewald wird von diesen Tantiemen gut leben können, aber braucht Benedikt wirklich das Geld so nötig? Er müsste sich doch im Klaren sein, dass Menschen auf irgendwelche Worte warten, welche ihnen helfen die jetzige Situation, aus der göttlichen Sicht her, zu verstehen. Stattdessen erfahren wir, dass er mit Küng Kaffee trank, dass er gerne wanderte und Rad fuhr, dass er sich im 19 Jahrhundert unwohl fühlte und all das 270 Seiten lang. Es ist schon wirklich peinlich. Kein Schuldgefühl wegen Franziskus, der Glauben an die Kraft der Weltjugendtage, der neuen Bewegungen, als würde er irgendwelche Zeitungstexte wiedergeben. Weiterlesen

Wir haben einen dritten Ritus – den anglikanischen

EnglishMartyrs
Märtyrer von England und Wales

[Das Bild zeigt eine „Lokale Besonderheiten Englands aus der Zeit um 1500“ nach Ambrosios auf kath.net: das Hängen von Katholiken in England und Wales ]

Eine wenig beachtete Nachricht auf kath.net berichtet, dass unser Papst Franziskus ab dem 29.12.2015 einen neuen Messritus für die Ex-Anglikaner beschlossen hat.[1] Es gibt also in den drei Ex-Anglikaner Ordinariaten ein neues Messbuch. Wir haben also in der katholischen Kirche, die sich einst bis 1962 einer einheitlichen Liturgie rühmte, die unierten Orthodoxen und die Sonderformen des westlichen beiseite lassend, drei Riten und die gnostisch-neokatechumenale Form dazurechnend eigentlich vier:

  1. Novus Ordo
  2. Vetus Ordo
  3. Anglikanischen Ritus
  4. Sonderform des Neokatechumenats

Weiterlesen