Ann Barnhardt: Wenn Sie „geschieden sind”, ist es aus mit Romanzen.

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Dieser Text ist sozusagen „aus Versehen“ übersetzt worden, weil Eugenia Roth eigentlich etwas anderes in die Sprache der Dichter und Denker (d. h. Deutsch) übertragen sollte, es aber verwechselte. Nun bei Gott gibt es keine Zufälle, sodass wir diesen Text als Aufhänger unserer Sex-Ehe-Zölibat-Wochenendbeilage verwenden möchten.

Worum geht es?

Darum, dass es für Katholiken keine wie auch immer geartete „Scheidungen“ gibt. Sind Sie gültig und rechtmäßig verheiratet, verlässt Sie Ihr Mann/Ihre Frau, geht er/sie fremd, nimmt er/sie Ihnen die Kinder und Sie, als Mann müssen lebenslang für sie und ihren neuen „Lebensabschnittsgefährten“ zahlen, der leider nicht arbeiten will, weil er nicht muss, ihre Ex ebenfalls nicht, Sie zahlen ja Unterhalt, dann ist es sehr ungerecht und tragisch, aber es gibt Ihnen nicht das Recht sich „umzusehen“ oder „sich neu zu orientieren“, kurz und gut mit einer anderen Frau/anderen Mann Sex zu haben. Für Frauen gilt dies auch, obwohl sie seltener an ihren Ex und die neue „Lebensabschnittsgefährtin“ den Unterhalt zahlen. Ehe währt bis zum Tode eines der Eheleute, gleich wie oft sie danach „verheiratet“ waren. Es gibt keine „Scheidung“ in der Kirche und folglich keine „Wiederverheiratung“. Es ist Ehebruch. Punkt. Dass Sie eine neue, moderne, hippe, bergoglianische Eheungültigkeitserklärung erhalten, ändert auch nichts daran, dass Sie weiterhin verheiratet sind. Das bergoglianische Dokument Mitis iudex erteilt Eheungültigkeitserklärung sozusagen „auf Verlangen“, ja die Analogie mit Abtreibung ist hier gewollt, sodass Ehen für ungültig erklärt werden, die weiterhin gültig sind. Weiterlesen

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Hilary White, COR ORANS: Ein weiterer böser Geist des II. Vatikanums

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Anbei ein neuer Artikel von Hilary White über den geplanten Kahlschlag der weiblichen kontemplativen Orden. Hilary verwendet den Begriff  purge – „Reinigung, Säuberung, Läuterung“, welcher jedem Osteuropäer oder politisch belesenen Menschen unter dem Begriff der „Tschistka“ einer (vorwiegend) stalinischen Säuberung der Parteireihen bekannt ist. Was verbindet man mit einer Tschistka? Nächtliche Verhaftungen, Schauprozesse, Hinrichtungen und Verbannung nach Sibirien. Das DSDZ [der Schreiber dieser Zeilen] eine eigene Reihe über Cor orans plant, so begann er gestern, am 27.06.2018, die eigene Lektüre dieses Dokuments, welcher er die Lesung von Perfectae caritatis (28.10.1965), dem konziliaren Dekret über die Erneuerung des Ordenslebens voranstellte. Ja, wir ahnen es. Dort wo die nachkonziliare Walze von Perfectae caritatis etwas übrig ließ und dies sind nach 50 Jahren fast ausschließlich weibliche kontemplativen Orden, dort muss Cor orans ran, um die eventuellen Keimlinge zu stutzen oder gleich auszureißen. Der Niedergang des Ordenslebens wurde mit Perfectae caritatis  eingeführt und besiegelt und wir werden ausführlich schreiben, weswegen, wie und warum. Aber kehren wir zu Cor orans zurück. DSDZ hat 8 von 33 Cor orans– Seiten bislang gelesen. Es ist ein juristisches Dokument, welches wie eine Schachstrategie sich gegen jede Möglichkeit des Auflebens des kontemplativen Ordenslebens absichert. Es ist wie folgt gedacht:

  • „Wenn die Nonnen A machen, dann setzten wir dem B entgegen.“
  • „Wenn die Nonnen aber C planen, dann erwartet sie die Rochade D bis F.“

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Hilary White: Der Skandal der Karmeliten In Rom: Die stillschweigende Zustimmung, die Homohäresie begünstigt. 

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Der unten angegebene Aufsatz stellte den zweiten Teil des Artikels von Hilary White dar, einen Teil, der mittlerweile von The Remant vom Netz genommen wurde. Warum? Weil er dermaßen skandalöse Zustände im männlichen Zweig des Karmeliterordens beschreibt, dass es besser ist diese nicht zu kennen. Diese Zustände sind bekannt und der hier beschriebene Skandal stammt aus dem Jahre 2015.

Worum geht es?

Es geht darum, dass die obersten Oberen des Generalhauses der Unbeschuhten Karmeliter en masse die Dienste der Stricher [männlichen jugendlichen Prostituierten] sexuell in Anspruch nehmen. Als sich die Gläubigen darüber bei der Ordensleitung beschwerten, eine Kopie der Presse zusandten und eine andere der Ordenskongregation, da tat sich etwas, indem der Ordensgeneral sowohl (a) die „Stricher-Patres“ als auch (b) diejenigen, die sich wohl über diese beschwerten, die „Nicht-Stricher-Patres“, versetzte. Die Gläubigen blieben also sowohl ohne (a) als auch ohne (b), doch dies haben sie sich, so wohl der General, selbst eingebrockt und er zeigte ihnen damit, wo der Hammer hängt. Obwohl Hilary White ihre Story mit der Versetzung beginnt, so muss doch dieser etwas vorausgegangen sein, was die Versetzung notwendig machte. Unsere Hypothese: die Gläubigen und nicht „Nicht-Stricher-Patres“ beschwerten sich beim General, dieser machte kurzen Prozess und versetzte alle, wodurch weit mehr Gläubige davon Wind bekamen, weil sie nach den Gründen für die Versetzung fragen. Der General hat sich also ein Eigentor geschossen und wohl die „Aktivität der Laien“, welches das letzte Konzil ja so förderte, unterschätzt.

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Hilary White, „Cor Orans ist die Totenglocke des Karmels‟ (2 von 2)

Wie Cor orans St. Teresa von Avilas Reform des Karmels beenden wird

Schwester T. fuhr fort und sagte, dass das Dokument explizit die Gründungsintentionen der Heiligen Teresa missbilligt, für die echte Autonomie ein entscheidendes Element ihrer Reform des Karmels war. Sie räumt ein, dass klausurierte Frauenorden einige Zeit lang in Föderationen zusammengeschlossen waren.

Dies tut das Programm Cor orans bereits, indem es gemeinsame Programme für die Grundausbildung von Postulantinnen und Novizinnen herausgab, „fortlaufende Ausbildung‟ – Kurse für Professen, eine „Bundesäbtissin‟ oder Präsidentin, die alle zusammengeschlossenen Klöster überwacht. Ihre Guthaben sind bereits miteinander vernetzt und sie haben regelmäßige Treffen und Eingaben von den männlichen Zweigen.

2015 erhielten Karmelitinnenklöster einen Fragebogen vom Vater General, Camilo Maccise, einem Mexikaner und Anhänger der Befreiungstheologie, der fragte, ob sie eine internationale Kommission von Nonnen haben wollten, welche anstelle der Karmeliten die Frauenklöster überwachen sollte. Dieser Vorschlag wurde zurückgewiesen, zum Ärger von Maccise. Maccise bewarb auch die Idee, in den einzelnen Klöstern keine Oberinnen zu haben, sondern nur Verbandspräsidentinnen, und eine gemeinsame Ausbildung der Novizinnen. Der Vorstoß für diese Änderungen hält jedoch unter dem gegenwärtigen General an, einem Italiener, Saverio Cannistrà. Angesichts der marxistischen Neigungen der Generals  der letzten Zeit scheint es klar, dass das, was wir als „fortlaufende Ausbildung‟ erwarten dürfen, im Wesentlichen eine Art von politischer Indoktrination ist, mit einer hauchdünnen Lage frommer Sprache überdeckt.

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Hilary White, „Cor Orans ist die Totenglocke des Karmels‟ (1 von 2)

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Eine Schwester spricht: „Cor Orans ist die Totenglocke des Karmels‟

Written by  Hilary White

Unter den ersten Teil meiner laufenden Analyse von „Cor Orans‟ schrieb ein Kommentator:

„Wenn der Feind eine Seele nehmen will, versucht er, dass sie das Beten aufgibt.‟

Was aber geschieht, wenn der Feind die Kirche einnehmen will?

Der Vatikan präsentiert eine Wahlmöglichkeit: Die Welt oder Christus.

„Der Prolog (der Regel des Heiligen Benedikt) hat uns diese Wahlmöglichkeiten gegeben, die Welt oder Unsern Herrn, als sich gegenseitig ausschließende Alternativen; wir können nicht neutral bleiben, sondern müssen uns ganz für das eine oder das andere entscheiden.‟  Dom Paul Delatte, OSB, Abt von Solesmes

 

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Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (4 von 4)

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Wer gründet neue Klöster und warum?

Im Lauf der Kirchengeschichte war es das Vorrecht der Bischöfe, neue Häuser kontemplativer Orden in ihren eigenen Diözesen zu errichten. Nun, da der Papst den Bischöfen verboten hat, dieses alte Recht auszuüben, können die Föderationen laut diesem Dokument selbst Gründungen errichten.

  1. Die Gründung eines Nonnenklosters – unter Beachtung der Ausführungen unter Nr. 39 der vorliegenden Instruktion – kann von einem einzelnen Kloster oder durch Initiative der Föderation durchgeführt werden, wie von der Föderationsversammlung festgesetzt[9].

Einer einzelnen monastischen Gemeinschaft, die sich entscheidet, ein Kloster zu gründen, muss überdies von der Föderation „geholfen“ und es muss von ihr geführt werden:

  1. Bei der Entscheidung eines einzelnen Klosters, ein neues Kloster zu gründen, intervenieren die Föderationspräsidentin und die Ordensassistentin der Oberin des gründenden Klosters. Das Urteil über die Gründung eines neuen Klosters durch die Föderation wird im Rahmen des Föderationsrates gefällt.

Artikel 39 berichtet uns einige Kriterien für die Klostergründung, die „im Ganzen und in ihrer Gesamtperspektive betrachtet werden müssen.“

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Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (3 von 4)

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Lustig, falls Sie Autonomie erwähnen: Bioethik und die Auflösung „nicht lebensfähiger“ Klöster

Es ist witzig, dass das Schlagwort des Tages in Rom „Autonomie“ sein sollte. Wie wir sehen werden, ist das Dokument das, was ich oben einen „Hackklotz“ genannt habe. Vultum Dei quaerere machte klar, dass dieser Gesetzestext eine Reihe rechtskräftiger Kriterien bringen würde, durch die ein Kloster als lebensfähig – Ordensleben als wert zu leben gewissermaßen – betrachtet werden kann, und dass jene, die als beim Test „durchgefallen“ betrachtet werden, geschlossen werden.

Beachten Sie die Sprache, die hier verwendet wird:

Wenn die Situation der Unfähigkeit irreversibel ist, ist die Lösung [des Problems], ebenso schmerzhaft wie notwendig, die Auflösung des Klosters.

Dies rief eine Erinnerung in mir wach. „Unfähigkeit“ … wo hatte ich diesen Ausdruck zuvor schon einmal gehört? Die Meisten Anhänger der Pro-Life-Bewegung in Großbritannien werden Ihnen sagen, dass es der Mental Capacity Act” [übersetzt etwa: Denkvermögensgesetz] von 2005 war, das im Britischen Gesetz das Konzept einführte, dass eine Person mit dauerhaft „reduzierter Kapazität“ [des Denkvermögens] legal von den Ärzten verhungert und/oder verdurstet werden lassen kann, damit er stirbt.

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Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (2 von 4)

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Autonomie versus Unabhängigkeit

Eines der Themen, dem sich die Medien verschrieben haben, ist die ganze Geschichte der „Autonomie“ von Klöstern. Viele der Schlagzeilen schrien: „Der Vatikan bestätigt die Autonomie der Nonnen“ oder ähnlich. Aber dieses Wort bedeutet nicht das, was sie meinen. Tatsächlich ist das Wort „Autonomie“ der Schlüssel zum Verständnis dieser ganzen Sache. Es erscheint in dem Dokument 16mal, und „autonom“ 30mal.

Tatsächlich wird „Autonomie“ als das einzige wichtigste Kriterium der Lebensfähigkeit eines Klosters dargestellt. Dies wird so oft wiederholt, dass man beinahe meinen könnte es gebe in Rom Bedenken, dass das „fruchtbare“ nachkonziliare monastische Leben in Gefahr sei, zu verpuffen … mit … Grund …

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Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (1 von 4)

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Wir präsentieren hier den Originaltext von Hilary White in der ausgezeichneten Übersetzung von Eugenie Roth, welche viele Opfer bringen musste, um diesen Text übersetzen zu können. Beten Sie für die beiden.

Ein Aspekt des Charakters von Papst Franziskus, der sowohl von den katholischen als auch den weltlichen Medien noch wenig erforscht scheint, ist seine offensichtliche Verachtung für das kontemplative Ordensleben – eine Facette des katholischen Lebens, die man als das am reinsten religiös von allen Unternehmungen der Kirche beschreiben könnte. Die Welt versteht es nicht oder will es nicht. Daher ist es so etwas wie ein Dorn im Fleisch von Bergoglio, und er hat wiederholt seine Verachtung dafür ausgedrückt. Als er z. B. 2016 ein Dokument über kontemplative Nonnen herausgab, machten sich die Gläubigen auf einen Anschlag gefasst.

Die Art und Weise der Herangehensweise an das kontemplative Leben vom Vatikan des Franziskus ist vermutlich das anschaulichste unserer gesamten Krise. Das Ziel des kontemplativen Lebens ist ein rein übernatürliches. Es hat keinen „Nutzen“ in dem Sinn, den die Bergoglianer – in den Worten ihrer politischen Machenschaften – oder die Welt verstehen könnte. Es gibt vermutlich keinen anderen Ort, wo die Unterschiede zwischen den beiden Programmen – das katholische Programm Christi und das Programm von Bergoglio/Kasper – sich deutlicher unterscheiden.

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Steven Skojec: Die Peron-Regel

Hier eine Übersetzug von davillatollkuehn eines Beitrag aus onepeterfive. Was ist da neu? Nichts. Antipapst Franziskus lügt, widerspricht sich, verwendet die sowohl-als-auch Rhetorik, um zu spalten, zu verwirren und seinen Spaß daran zu haben. Kommunion für Protestanten hin oder her, hü oder hott. Nein, es ist uns nicht egal, aber es ist schon langweilig, weil wir mindestens vor zwei Jahren die eigentlichen Ziele von Franziskus offen legten:  Zerstörung der Kirche durch Schisma und eigentlich immer auf die alten Texte verweisen können. Das Böse ist langweilig, das Böse ist steril, das Böse ist nervend. Das Böse ist aber auch zeitlich begrenzt, was wir doch sehr hoffen. 

Ich habe das alles schon einmal gesagt, aber es kommt zu dem Punkt, an dem ich in anderen Posts darauf verweisen kann. Also hier ist es nochmal allein

Der kirchliche Juan Peron

Hin und wieder schickt mir jemand etwas Rechtgläubiges (oder Orthodoxes), das Franziskus gesagt hat, und fragt mich, was ich daraus mache.

„Aber er sagte, die leibliche Auferstehung sei echt!“

„Aber er sagte, die Messe sei keine Show!“

„Aber er sagte, die Eucharistie ist wirklich der lebendige Jesus!“

„Aber er sagte, es sollte keine aktiven Homosexuellen im Seminar geben!“

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