Hilary White, Et Tu, Benedicte? (Einige abschließende Gedanken zu Joseph Ratzinger)

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Geschrieben am 12. März 2018 in The Remnant von  Hilary White

Übersetzung der Zitate ins Deutsche vom Übersetzer

Anmerkung der Redaktion [von The Remnant]: In einem Brief vom 11. März, unterschrieben vom emeritierten Papst Benedikt XVI und adressiert an Msgr. Dario Vigano, Präfekt des vatikanischen Sekretariats für Kommunikation, bietet der frühere Papst, wie berichtet wird, eine leidenschaftliche Verteidigung von Papst Franziskus gegen die Behauptung, ihm fehle eine theologische und philosophische Ausbildung. In aller Deutlichkeit bekräftigt dieser Brief, der Benedikts Unterschrift trägt, dass „es eine innere Kontinuität zwischen den beiden Pontifikaten gibt‟. Ob Benedikt diesen Brief tatsächlich geschrieben hat oder nicht, er gibt Veranlassung für eine Reihe schwerwiegender Fragen, die dringend beantwortet werden müssen, bevor die Geschichte das Buch über diese commedia diabolica schließt. Unser Dank gilt der Kolumnistin von The Remnant, Hilary White, die im Folgenden die wichtigsten Inhalte zusammengefasst hat. MJM

Kürzlich fragte mich der Herausgeber eines „konservativen‟ katholischen Magazins ob ich daran interessiert sei einen Artikel über den Rücktritt Papst Benedikts vor fünf Jahren beizutragen. Ich lehnte ab und sagte ihm, dass ich mir moralisch sicher sei, dass alles, was ich dazu zu sagen hätte, nicht mit seinen redaktionellen Richtlinien vereinbar sein würde. Fünf Jahre ist es her, und ich habe bemerkt, dass wesentlich weniger Menschen darüber sprechen, was für ein „mutiger‟ Akt es war, das Pontifikat aufzugeben. Die Konsequenzen dieses Aktes waren so haarsträubend, dass sehr wenige Leute noch bereit sind, höfliche Bemerkungen darüber zu machen, selbst Leute, die größtenteils mit Franziskus einverstanden sind.

Tatsächlich möchten fünf Jahre nach der Resignation von Papst Benedikt die katholischen Gläubigen meist wissen, warum; warum entscheidet sich ein Papst – ein Mann mit Jahrzehnten an naher und persönlichen Erfahrung mit dem „Schmutz‟ in der Kurie und in der gesamten Kirche – plötzlich, zu gehen? Wie konnte er sich entscheiden, wegzugehen in dem Wissen, dass seine Aufgabe noch nicht erfüllt war? Zu dieser Zeit und seitdem, besonders im Licht dessen, was geschehen ist, scheint es einer der bizarrsten Aspekte dieser ganzen bizarren Situation, dass die Gründe, die dafür angegeben wurden, so trivial, so unangemessen, so unverhältnismäßig belanglos waren.

Diese absurden Antworten auf ernste Fragen von schwerwiegender Bedeutung haben zwangsläufig den Verdacht erweckt, dass Benedikt das Papstamt schlicht nicht so ernst nahm wie wir übrigen. Wir können nichts anderes als uns zu fragen, ob diese trivialisierten Antworten eine tiefe Schwäche offenbaren, die wir nie zuvor vermutet hätten. Können wir uns an ihm getäuscht haben? Und wenn ja, könnten wir uns so getäuscht haben?

Aus bestimmten Gründen war alles, was wir zu der Zeit hörten, im Wesentlichen „Ich bin müde‟. Es gab eine Andeutung, dass er sich den Reisen ins Ausland nicht mehr gewachsen fühlte, so dass er den Weltjugendtag und ähnliche Veranstaltungen nicht besuchen konnte. Das Trivialisierende der Resignation schien Hand in Hand mit dem modernen Konzept des Papstes als Popstar zu gehen, etwas, für das wir Benedikt als zu ernsthaft gehalten hatten, zu ernsthaft ein Katholik, um [an] sich selbst zu glauben. Gerade und erst recht von Benedikt XVI. hätten wir gedacht, dass er das Papstamt ernst nahm.

Und seitdem, seit all die Gifte eiligst aus dem Schlamm der Neuen Kirche schlüpfen, die fünfzig Jahre lang gelauert hatten, möchten viele Katholiken wissen, warum wir nichts von ihm hören? Von diesem Mann, von dem wir geglaubt hatten, er sei ein „Streiter für die Rechtgläubigkeit‟, von dem wir dachten, wir kennten ihn. Irrtum, sogar Häresie und Blasphemie strömen täglich aus dem Mund seines Nachfolgers, der den Vatikan buchstäblich in eine Räuberhöhle verwandelt hat, und wir hören nichts als die gelegentliche, vorsichtig mit Worten ausgedrückte Aussage, wie gut doch alles sei. Wie zufrieden er mit seiner Entscheidung sei und wie glücklich mit seinem derzeitigen Leben.

Nach drei Jahren des systematischen Niederreißens von Allem, was er in seinem Pontifikat versucht hatte, aufzubauen, haben wir dies von einem offensichtlich völlig unbekümmerten Ratzinger bekommen, was er Franziskus sagt: „Ihre Güte ist meine Heimstatt und der Ort, wo ich mich sicher fühle.‟ Jeder, der irgendwann etwas gelesen hat, was er geschrieben hat, war erstaunt, dass er fähig war, solch einen rührseligen Blödsinn zu produzieren, aber das Video lügt nicht:

Der neue Ton war so fremd, dass die Spekulation aufkam, dass er unter irgendeiner Art von äußerem Zwang stand, nicht frei zu sagen, was er meinte. Aber das ist es nicht, was wir sehen. Dort steht er, offenkundig glücklich und [mit klarer Stimme] laut sprechend.

„Vielleicht hat man ihm vorgeschrieben, was er zu sagen hat‟.

Nun, warum wiederholt er es dann? Warum, wenn er den geringsten Zweifel hat, lässt er sich für solche Zwecke [aus seiner Abgeschiedenheit gegen seinen Willen (– impliziert das englische Wort; d. Übs.)] herausholen, um solch offensichtliche Propaganda von sich zu geben? Wenn es Betrug ist, warum beteiligt er sich daran?

Tatsächlich nehmen ihn all die hoffnungsvollen Kommentatoren auf Blogs und in anderen sozialen Medien auf gewisse Weise nicht ernst, die mir immer wieder sagen, wie sehr sie ihn „vermissen‟: sie nehmen ihn nicht beim Wort. Einige bestehen darauf, dass sein Rücktritt unter irgendeiner Art von Zwang erfolgte und daher nicht gültig sei. Aber wir haben wiederholt von ihm gehört, dass er nicht unter Restriktionen gewesen sei, dass er freiwillig resigniert habe. Und tatsächlich, fern davon, ein isolierter „Gefangener des Vatikans‟ zu sein, empfängt Benedikt seitdem viele Gäste, die alle berichten, dass er, obwohl gebrechlich, zufrieden erscheint und niemals ein Wort der Kritik äußert. Wir  haben nichts davon gehört, dass er eine Notiz mit der Bitte um Befreiung unter einem Platzdeckchen auf dem Tisch verborgen habe.

Es gibt keinen Zweifel, dass dies eine extrem eigenartige und schlichtweg verdächtige Situation ist; irgendetwas passt nicht zusammen, das ist wahr. All die Fragen wurden ignoriert, oder man bekam leichtfertige, spaßige Antworten:

Warum haben Sie resigniert?

Ratzinger: „Ich war ein bisschen müde und mir war nicht danach, mit den Kids am Weltjugendtag eine Party zu feiern.‟

Wenn Sie nicht der Papst sind, warum tragen Sie immer noch weiß?

Ratzinger: „O, es gab keine schwarze Soutane, die mir gepasst hat.‟

Warum nennen Sie sich weiterhin Benedikt XVI, wenn Sie nicht länger Papst sind?

Ratzinger: „Nun, ich bin ‚Emeritus‛, nicht wahr …‟

Und woher kommt diese „Emeritus‟-Aufgabe her? Gab es das schon einmal in der Geschichte der katholischen Kirche? Was bedeutet das kanonisch und lehrmäßig?

Ratzinger: „…‟

Und was hat Gänswein für ein Zeug geredet, dass es ein geteiltes „Munus‟ [Papstamt] gebe – mit einem aktiven und einem „kontemplativen‟ Mitglied? Heißt das nicht einfach, dass es jetzt zwei Päpste gibt?

Ratzinger: „…‟

Und vielleicht das Quälendste an alledem: „Wie können Sie hier lächelnd sitzen und fadenscheinigen, platten Unsinn reden, während dieser Irre die Schafe eine Klippe hinunterstürzt?‟

Vor einigen Tagen fasste mein Freund Steve Skojec von der traditionalistischen -restaurativen Website onepeterfive die Fassungslosigkeit derer zusammen, die immer noch eine zurückhaltende Zuneigung zu (dem Mann, den wir)  Papst Benedikt (nennen), verspüren. Er fasst in seinem kurzen Beitrag [auf seinem Blog] all den Ärger und all die niederschmetternde Enttäuschung zusammen, welche die meisten von uns vielleicht immer noch fühlen, aber zögern, laut auszudrücken:

Heute vor fünf Jahren gab Papst Benedikt XVI das Papstamt auf. Und durch die Abtretung seiner Pflicht die Kirche zu weiden, machte er den Weg frei für das schlechteste Papstamt aller Zeiten – eines, dessen er sich unerschütterlich weigert, sich in Wort, Tat oder sogar in der feinsten Geste zu widersetzen.

Sie mögen ihn aus verschiedenen Gründen lieben, Sie können ihm im Gegensatz dazu vermissen, aber Sie dürfen nicht die Verantwortung, die er hat, entschuldigenEr ist von seiner Familie weggegangen, hat die Türe für einen missbrauchenden Stiefvater offengelassen, und er sieht zu, wie seine Kinder geschlagen und in die Irre geführt werden, nicht in Stille, sondern in offensichtlicher Zufriedenheit.

Und dennoch ist er der beste der nachkonziliaren Päpste, weshalb er der einzige sein wird, der nicht heiliggesprochen wird.

Wer ist der wahre Joseph Ratzinger?

Es haben schon einige langjährige Beobachter des Vatikans mehr als einmal zu mir gesagt:

„Vielleicht war er ja gar nicht der, von dem wir dachten, er sei es.‟

Ich vermute, dass viel mehr daran ist, als die meisten Menschen sich vorstellen könnten. Ich denke wir machten den Fehler, der Presse zu glauben. Wir waren begeistert, dass die so bitter antikatholische Presse ihn hasste und fürchtete. Wir versäumten uns daran zu erinnern, dass sie überhaupt nichts vom katholischen Glauben wissen.

Was die Zeitungen uns nie mitteilten war, dass Joseph Ratzinger als junger Priester und Theologe als „progressiv‟ bekannt war, wie der Begriff 1962 verstanden wurde. Dieser Ruf wurde während seiner Arbeit als Peritus, Konzilstheologe eines der einflussreichsten Bischöfe im progressiven Lager, Kardinal Frings von Köln, gefestigt. Frings ist berühmt für seine Rede in diesem großen Drama, in welcher er die Glaubenskongregation kritisierte – und ihren Präfekten Cardinal Alfredo Ottaviani –, wegen des „Konservativismus‛‟ der „Schemata‟, das sind die Dokumente, welche von der Glaubenskongregation vorbereitet wurden, um die Diskussionen der Bischöfe zu leiten.

Nach dieser Rede gab es einen Aufruhr unter den Bischöfen des vorbereitenden Komitees, die forderten, dass das Schema – das in jahrelanger Arbeit entwickelt worden war – fallengelassen werden sollte. Dies wurde trotz Ottavianis vergeblichen Widerspruchs getan, und schnell wurden von einer Koalition aus deutschen und französischen „Progressiven‟ neue Dokumente zusammengeschustert, die sich freuten, dass sie nun – tatsächlich – die Kontrolle über das Konzil gewonnen hatten, noch bevor es begonnen hatte.

Inzwischen wurde enthüllt, dass es Joseph Ratzinger war – der unorthodoxe „progressive‟ Akademiker-Theologe, den Frings als seinen Sekretär nach Rom gebracht hatte – der die Rede geschrieben hatte.

Kardinal Henri de Lubac, der 1985 dieses Drama wieder in Erinnerung rief, schrieb:

„Joseph Ratzinger, ein Experte am Konzil, war auch der Privatsekretär von Kardinal Frings, dem Erzbischof von Köln. Da er blind war, nutzte er seinen Sekretär weitgehend dazu, seine Interventionen zu schreiben. Nun wurde also eine dieser Interventionen unvergesslich: es war eine radikale Kritik an den Methoden des Heiligen Offiziums. Trotz einer Antwort von Kardinal Ottaviani bestand Frings auf seiner Kritik.

„Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass an diesem Tag das Heilige Offizium, wie es sich dann selbst darstellte, von Ratzinger gemeinsam mit seinem Erzbischof zerstört wurde.

„Kardinal Seper, ein Mann voller Güte, initiierte den Umbau [des Heiligen Offiziums, welches zur Glaubenskongregation wurde Red.]. Ratzinger, der sich nicht verändert hat, führt ihn fort.‟

Ratzingers Ruf als „Progressiver‟ gründet weder auf einen Vorfall noch war er auf sein frühes Werk beschränkt. Er blieb unbemerkt beim Schreien über seine Laufbahn bei der Glaubenskongregation, dass er 1982 geschrieben hatte, ein Ruf an die Kirche, „niemals umzukehren‟ zu den fehlerhaftem Syllabus von Pius IX. In seinem Buch Prinzipien der katholischen Theologie stellte Ratzinger die Frage: „Sollte das Konzil widerrufen werden?‟ und empfahl als Antwort das „Niederreißen der Bastionen‟ der katholischen Kirche in Bezug auf die moderne Welt:

Die Pflicht ist es daher, das Konzil nicht zu unterdrücken, sondern das wahre Konzil zu entdecken und sich tief in das hineinzuversenken, was es wirklich möchte, in Bezug auf das, was seitdem geschehen ist.

Dies bedeutet, dass es keine Möglichkeit der Rückkehr zum Lehrplan gibt, was sehr wohl ein erster Schritt im Kampf gegen den Liberalismus und den aufkeimenden Marxismus hätte sein können, was aber nicht das letzte Wort sein kann. Weder das Annehmen noch die Ghettoisierung kann für den Christen das Problem der [Beziehung mit] der modernen Welt lösen. Daher war das „Niederreißen der Bastionen‟, nach dem Hans Urs von Balthasar schon 1952 rief, tatsächlich eine dringliche Aufgabe.

Es war notwendig, das sie [die Kirche] die alten Bastionen niederriss und sich nur auf den Schutz des Glaubens, und die Kraft des Wortes verließ, die ihre einzige, wahre und dauerhafte Stärke sind. Aber das Niederreißen der Bastionen kann nicht bedeuten, dass sie nichts mehr hätte, das sie beschützen müsste, oder dass sie aufgrund anderer Kräfte leben kann als derer, die sie hervorgebracht haben: das Wasser und das Blut, die aus der offenen Seite ihres gekreuzigten Herrn geflossen sind.

Es was seine These – eine tragende Säule der „konservativen‟ Ideologie – dass das „wahre‟ Konzil, wenn es nur ordentlich umgesetzt würde, die Rettung der Kirche und der Welt wäre; dies war ein Thema, von dem er niemals abließ.

Wie ironisch muss es jenen erschienen sein, welche sich an diese Geschichte erinnerten, das Ratzinger selbst dieses Amt übertragen wurde, das er „zerstört‟ hatte, und den von den Medien generierten Ruf eines „Erzkonservativen‟ erhielt. Und sie beginnt, nun eine Antwort nahezulegen – oder zumindest eine Anfrage darüber, warum in dieser langen Amtszeit so wenig erreicht wurde. Warum haben wir mit dem „erzkonservativen Rottweiler‟ Ratzinger in der Glaubenskongregation heute diese Situation? Was hat er getan, um die Explosion des Neo-Modernismus‛ zu stoppen – der während der Amtszeit von Johannes Paul II wie ein unbeaufsichtigter Flächenbrand in der gesamten katholischen Welt brannte?

Was hat das „Zum-Schweigen-Bringen‟ der Glaubenskongregation unter Ratzinger getan, um Hans Küngs Laufbahn als berühmter „Theologenpriester‟ zu stoppen, der von den Medien hofiert wurde, weil er den Katholizismus verabscheut? Küng, der trotz seiner offensichtlichen Häresie niemals vom Priesteramt suspendiert wurde? Können wir uns an irgendwelche andere Namen erinnern, die selbst bis zu diesem Ausmaß korrigiert wurden? Herzlich wenige.

Aber wir können uns sicherlich an viele erinnern, die ihr Leben und ihre Berufung offen damit verbrachten, den katholischen Glauben zu verneinen und zu unterminieren – wissenschaftliche Theologen, Ordensleute, Priester, Bischöfe und Kardinäle auf der ganzen Welt – ohne auch nur den geringsten Protest aus Rom. Vielmehr ist das skandalöse Pack von Betrügern, das wir derzeit im Episkopat haben, komplett das Produkt der Pontifikate des „erzkonservativen“ Johannes Paul II und des „Rottweilers‟ Benedikt XVI.

Warum dachten wir, dass Ratzinger, in seiner äußerst wichtigen Rolle als Präfekt der Glaubenskongregation, ein Bollwerk der Rechtgläubigkeit war? Ist es ganz einfach deswegen, weil wir uns so weit von dem alten Glauben entfernt haben, dass wir selbst keine realistische Vorstellung mehr vom Glauben haben, um vergleichen zu können, ein objektives Urteil abzugeben? Der „progressive‟ Zerstörer Ottavianis erbt seine Präfektur und den Beinamen „erzkonservativ‟ …

Tatsächlich behauptete Ratzinger selbst, dass er seine theologischen Ansichten niemals geändert habe. Damit wollte er sagen, dass seine alten Akademiker-Kollegen wie Küng und Kasper es waren, die nach den 1960ern weiter zur ideologischen „Linken‟ gerückt waren, während er seine Ansichten beibehalten hatte. Vielleicht können wir jetzt endlich dieses sein Wort akzeptieren als die Antwort, die all diese offensichtlich gegensätzlichen Puzzleteile passend macht. Vielleicht wurde die Welt der katholischen akademischen Theologie so verdorben, dass jemand, der 1963 „progressiv‟ genannt wurde, im Jahr 2005 wie ein „Streiter für die katholische Rechtgläubigkeit‟ aussieht.

Ist das der Grund, warum er zurückgetreten ist? Ist es einfach deswegen, weil sein Konzept der Kirche, des Papstamtes niemals das war, was Katholiken glauben? Vielleicht kommt ein Hinweis auf die Antwort von La Stampa 2015 die einen Teil der Memoiren von Silvano Fausti, SJ, veröffentlichte, der Beichtvater und geistlicher Leiter von Kardinal Carlo Maria Martini war, dem Paten der „liberalen‟ Europäischen Katholischen Kirche, und mutmaßlicher Leiter der „St. Gallen Maria‟, die – wie Kardinal Daneels zugab – jahrelang gegen Papst Benedikt verschworen war.

Fausti sagte, dass Benedikt sich im Juni 2012 im Bischofspalast von Mailand mit Martini getroffen habe. Martini habe Benedikt zum Rücktritt vom Papstamt gedrängt. Offensichtlich hatte Martini zur Zeit seiner Wahl, 2005, gesagt, dass es seine Hauptaufgabe sei, die Kurie zu reformieren. Bis 2012 hatte sich das als unmöglich erwiesen.

Warum sollte Benedikt sich von einem Mann wie Martini beraten lassen – dem „Paten‟ des „Liberalen Flügels‟ des Europäischen Katholizismus? Ich denke, die Frage würde sich einem Mann wie Ratzinger nicht einmal stellen. Sie waren als akademische Kollegen anerkannt. Sie waren Brüder im Bischofsamt. Sie  waren Mitglieder des Clubs. Jeglicher Anschein einer ideologischen Spaltung zwischen ihnen war im Wesentlichen ein Produkt der Erzählkunst der Medien. Warum sollte der Papst nicht den Rat seines angesehensten und älteren Kardinals annehmen?

Warum ist Walter Kasper Kardinal?

Eines der hervorstechenden Puzzleteile ist die offensichtliche Unfähigkeit dieser „konservativen‟ Prälaten, diese dreisten Feinde des Glaubens innerhalb des Episkopats und Kardinalkollegiums zu entdecken, geschweige denn erfolgreich zu bekämpfen. Es ist für die normalen Leute unbegreiflich zu glauben, dass, nachdem er sie so viele Jahre gehört und gelesen hat, Ratzinger mit Männern wie Walter Kaspar und Carlo Maria Martini befreundet bleibt, den mutmaßlichen Denkern der Sankt Gallen Mafia.

Als Papst Franziskus bei seiner ersten Ansprache zum Angelus im Jahr 2013 der Menge sagte, wie sehr er die Schreiben von Walter Kaspar liebte, begannen viele von uns, die schon viele Jahre lang den Vatikan beobachten, zu verstehen, wohin wir mit dem neuen Papst geführt werden würden. Jorge Bergoglio mag dem größeren Teil der katholischen Welt unbekannt gewesen sein, aber Walter Kasper war ein bekannter Häretiker, der kluge Medienmann für den „ultraliberalen Flügel‟ der Post-Vatikan-II-Kirche.

In einem Artikel über das Lebenswerk des Kardinals bemerkte Thomas Jansen, der Chefredakteur von Katholisch.de kürzlich, dass Walter Kasper den Schaden nicht hätte anrichten können ohne die direkte Hilfe von sowohl Johannes Paul II. als auch Papst Benedikt. Das riesige Debakel von Amoris Laetitia ist ebenso Kaspers Werk als auch Bergoglios. Dieser Mann, der sich 40 Jahre lang nicht die Mühe gemacht hat, seine heterodoxen Ansichten zu verbergen und viele Jahre seines Lebens einer Kampagne gewidmet hat, um genau dies zu erreichen.

Jansen weist darauf hin, dass Kasper denselben Vorschlag der Kommunion für Geschiedene Wiederverheiratete schon 1993 bringen wollte, zusammen mit Kardinal Lehmann, einem anderen Mitglied der „St. Gallen‟-Gruppe. Dies wurde von Ratzinger und der Glaubenskongregation gestoppt.

Dies wirft jedoch die nächste Frage auf: Wenn Ratzinger so gut wusste, welche Art von Kreatur Kasper war, warum war nicht der nächste Schritt, ihn hochkant aus dem Episkopat zu schmeißen? Warum wurde er nicht – zu allermindestens – wie Küng zum Schweigen gebracht? Kasper trat kürzlich wieder einmal vor die Medien und beklagte sich, dass er Häretiker genannt werde. Aber dies ist die schlichte Wahrheit: er ist ein Häretiker. Jeder weiß, dass er ein Häretiker ist, weil wir gehört haben, wie er seine offensichtlichen Häresien von allen Dächern rief, die er in den letzten Jahrzehnten finden konnte.

Nachdem er öffentlich gegen den Glauben arbeitete und noch immer arbeitet, anstatt degradiert, zum Schweigen gebracht, laizisiert und/oder exkommuniziert zu werden, machte Johannes Paul II ihn zum Kardinal. Erinnern Sie sich: Dieser Plan, die Kirche zu Amoris-Latitia-isieren, war 1993 von Ratzingers Glaubenskongregation gestoppt worden. Aber er wurde auf keine Weise degradiert, gemaßregelt oder korrigiert. Noch wurde er von einflussreichen Stellen entfernt. Weit entfernt davon! 1994 Kasper wurde Kasper in die Kurie des Vatikans aufgenommen und zum Co-Vorsitzenden der Internationalen Kommission für Lutherisch-Katholischen Dialog ernannt. 1999 machte er einen weiteren Schritt nach oben, als er zum Sekretär des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ernannt wurde, [das ist] das „ökumenische‟ Büro, wo seinem manifesten religiösen Indifferentismus freie Hand gegeben werden konnte. 2001 wurde er Kardinalsdiakon mit der phantastischen Verantwortung, in einem Konklave abzustimmen.

Dann erlaubte Benedikt ihm, Kardinal zu bleiben. Und, wie um dem das i-Tüpfelchen aufzusetzen [wörtlich: dem vergifteten Kuchen den letzten Schliff zu geben] (das ist Ratzingers Beteiligung in der Schaffung des Neuen Katholischen Paradigmas), sagt man nun, Benedikt habe seinen Rücktritt absichtlich so gelegt, dass sein alter Akademiker-Kollege am Konklave 2013 teilnehmen konnte.

Wie Jansen aufzeigte und Maike Hickson in einem Beitrag für One Peter Five zitierte:

Kardinal Kasper hat es nur knapp ins letzte Konklave geschafft, weil er gerade 80 Jahre alt geworden war. Aber da das Datum des Todes (oder des Rücktritts, wie im Fall von 2013) entscheidend ist, konnte er dem noch beiwohnen und in dieser Wahl abstimmen. (Wie manche Beobachter berichteten, war dies eine großzügige Geste gegenüber Kardinal Kasper, dass Papst Benedikt XVI sich entschieden hatte, rechtzeitig zurückzutreten.)

Entschuldigung, Maike, aber ich denke, dass dies kein nebensächlicher Aspekt ist. Ist es da verwunderlich, dass so viele Katholiken unzufrieden geworden sind?

Kardinal Ratzinger, Papst „Emeritus‟ Benedikt – wie auch immer Sie sich nennen möchten – ich habe eine Frage, die ich wirklich gerne von Ihnen beantwortet hätte: Warum ist dieser Mann immer noch Kardinal? Warum ist er noch Bischof? Warum darf er sich immer noch „katholischer Theologe‟ nennen? Warum haben Sie – offensichtlich mit Absicht, sichergestellt, dass er in der Lage war das Konklave zu betreten um zu entscheiden, wer Ihr Nachfolger werden würde?

Will das sonst niemand wissen? Möchten wir nicht alle wissen, warum Hans Küng noch Priester ist? Warum wurde es Kardinal Mahony erlaubt, als angesehener Mann in den Ruhestand zu gehen? Warum wurde ein Mann wie Weakland, der aktive Homosexuelle, der seinen Ex-Lover ausbezahlte, nicht exkommuniziert? An welche Namen erinnern wir uns alle, ganz spontan? Mein eigener Bischof in Victoria, der Okkultist Remi de Roo, Seattles Raymond Hunthausen, Miamis Favalora, Rochesters Matthew Clark, Derek Worlock von Liverpool … manchmal frage ich mich, wie lange diese Liste sein wird, wenn das alles vorbei ist.

Seit fünfzig Jahren möchten Katholiken wissen, warum niemals etwas getan wurde, da diesen Wölfen im Episkopat erlaubt wurde, Jahr um Jahr fortzufahren, die Kirche zu attackieren. Warum haben wir diese intellektuell und moralisch kompromittierten Männer so oft gesehen, wie sie zu einem höheren Rang erhoben wurden, trotz der unglaublichen Frechheit [und] des Hasses wider den Katholischen Glauben?

Ende des „Regenschirm-Katholizismus‛‟

Ross Douthat von der New York Times ist unter denen die beginnen, diese Fragen zu stellen. Maike Hickson zitiert ihn, indem sie von dieser bizarren Situation schreibt – in der jeder der sogenannten „Sankt Gallen Mafia‟ Prälaten, einschließlich Kasper, sich offen für die faktische Abschaffung der Katholischen Morallehre einsetzt: „Es war charakteristisch für den faktischen Waffenstillstand der Kirche (zwischen Konservativen und Progressivisten), dass Johannes Paul II. selbst den meisten von ihnen ihre roten Birette gegeben hatte, [und] sie trotz ihrer Unstimmigkeit mit seinem restaurativen Ansatz [zu Kardinälen] erhob.‟

Wenn Journalisten über den Katholizismus sprechen, reden sie oft über einen Mann wie Kasper einer ist – wie seine Wikipediaseite es ausdrückt – „einer der Hauptfiguren des liberalen Flügels der katholischen Kirche.‟ Und dies soll vermutlich irgendeinen Sinn für Katholiken machen, es wird von uns erwartet, dies als die Realität unserer Zeit zu akzeptieren. Es gibt einen „liberalen Flügel‟ und einen „konservativen Flügel‟ und sie sind beide katholisch.

Steve Skojec sagte mir, dass unsere Bereitschaft, das ganze „Papst-Emeritus‟-Affentheater mitzumachen, ein Fehler war:

„Ich denke, das Problem ist, dass wir alle mit ihrem Fantasiespiel mitmachten, und wir hätten es nicht tun sollen.‟

In der Tat beginne ich darüber nachzudenken, dass die Bereitschaft der meisten Katholiken, mit dem ganzen Affentheater eines postkonziliaren Katholizismus‘ mitzumachen,  ein gravierender Fehler war. Indem wir mitmachten, indem wir vorgaben, dass wir „konservative Katholiken‟ in diesem Neuen Paradigma sein könnten, das auch „liberale Katholiken‟ einschließt, haben wir ihnen geholfen, einen der ungeheuerlichsten Betrügereien der Menschheit zu begehen.

Wegen dieser schizophrenen Haltung der Kirchenleitung seit 1965 sind wir nun dahin gekommen, die grundlegende Prämisse zu akzeptieren: Dass die Kirche ein „großer Regenschirm‟ mit viel Platz für Menschen aller persönlichen Meinungen ist, das solche Fragen wie [z. B. die] Liturgie Fragen des persönlichen „Geschmacks‟ sind … dass zwei Gegensätze beide katholische Wahrheit sein können.

Diese Schizophrenie ist das Modell, unter dem die „Konservativen‟ die ganze Zeit gearbeitet, und durch das sie einen Mann wie Joseph Ratzinger als „konservativen Streiter für die Rechtgläubigkeit‟ beurteilt haben. Was wurde dadurch erreicht? Es errichtete einen Schutz für die Männer von Kaspers Clique, und so konnten sie vor fünf Jahren ihren Mann auf den Thron Petri manövrieren.

Und genau so ist das Gerede über „Toleranz‟ und den „großen Regenschirm‟ nun vorbei und die Reinigung der treuen, gläubigen katholischen Ordensleute, Seminaristen, Priester und Akademiker hat begonnen. Wie es sein musste. Sie zumindest hegen nicht diesen ungesunden Widerspruch und verstehen – und sagen es vielfach laut –, dass das Neue Paradigma und die Katholische Kirche nicht dasselbe sind. Und ihre Neue Kirche ist die einzige, die übrig ist.

Fünf Jahrzehnte lang spielten wir das Anglikanische Spiel [d.h. alle Widersprüche integrieren zu wollen und Probleme auszusitzen Red.]; solange wir nicht darüber reden, gibt es kein Problem. Ottavianis Heiliges Offizium und die Schemata war der letzte Atemzug der alten Kirche – und wie de Lubac oben sagte, sie wurde von Joseph Ratzinger umgebracht. Wir hatten eine lange Pause, in denen die Päpste vorgaben, es habe sich nichts Wesentliches geändert, während die Institution um sie herum auf das Neue Paradigma herein fiel, bis das Papsttum das einzige war, was übrig blieb.

Eines der Dinge, die ich gesagt habe, ein verhüllter Segen und eine enorme Erleichterung, über die Ära Bergoglio ist, dass wir nun endlich die absurde Situation einer Wojtyla/Ratzinger-Ära hinter uns haben. Von uns wurde in all diesen Jahren erwartet vorzugeben, dass wir im „Neuen Frühling des II. Vatikanischen Konzils‟ seien, während wir zusahen, wie diese Wölfe in Schafspelzen die Schafe fraßen.

Nun können wir zumindest endlich aufhören vorzugeben, dass unter dem Neuen Paradigma der konziliaren Herrlichkeit doch alles prima sei. Für jene, die sich noch immer wundern: Bergoglio ist kein Schock, er ist nicht einmal eine Überraschung; er ist lediglich das logische Endresultat. Dieses Pontifikat ist keine Anomalie, es war das einzig mögliche Ergebnis, und es war so sehr das Werk Joseph Ratzingers wie Walter Kaspers.

Quelle:
https://remnantnewspaper.com/web/index.php/articles/item/3786-et-tu-benedict-some-final-thoughts-on-joseph-ratzinger

 

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Hilary White oder die katastrophal-benediktinische Wochenendbeilage

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In der Zeit als DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) noch Die Zeit las, um seine Deutschkenntnisse auf dem Laufenden zu halten, wunderte er sich über den Umfang dieser Wochenzeitschrift, sowie über die Leute, welche wirklich die Zeit haben innerhalb des Wochenendes oder der ganzen Woche Die Zeit wirklich zu lesen. Dies ist ihm auch mehrmals gelungen, da diejenigen, die während der Woche einen Lesehunger aufbauen sich am Wochenende auf Gedrucktes stürzen können. Wir planen zwar keine regelmäßigen Wochenendbeilagen, dennoch wollen wir ab und zu längere Texte am Samstag voröffentlichen. Und so präsentieren wir den ausgezeichneten Text von Hilary White, zu welchem unserer eigener Beitrag Kayfabe, Teamplayer und „der gute, alte Benedikt“ lediglich ein Vorwort bildete. Wir bringen es radikaler auf den Punkt, aber Hilary White gebührt der Anfangsruhm, da sie die ganze Vorarbeit geleistet hat.

Worum geht es?

Darum, dass wir endlich, liebes katholisches.info, mit der Benedikt-Legende aufräumen müssen. Es gab keinen konservativen „lieben“ Benedikt, es gab einen Progressiven, der im Jahre 1964 stehengeblieben ist und so zu einem „Konservativen“ wurde. „Konservativ“ bedeutet in diesem Kontext, rechts von Küng aus gesehen. Aber das ist noch längst nicht katholisch. Wenn Hilary White „Et tu, Benedicte“ titelt, so spielt sie sicherlich auf Cäsars letzte Worte an, der unter den Verrätern seinen Ziehsohn Brutus entdeckte und verwundert ausrief: „Und Du auch Brutus?“ Da dieses Et tu Brute in allen Lehrbüchern als ein Fallbeispiel des Vocativus angegeben wird, so geben wir hier mit deutscher Gründlichkeit den Vokativ Benedicte anstatt des englischen Benedict wieder, wie es im The Remantant steht, um jeglicher Vokativ-Missachtung vorzubeugen. Ja, ja, lieber Kinder, wenn ihr die lateinische Deklination schleifen lasst und nicht schön aufesst, dann kommt das Dritte Vatikanische Konzil!

Benedikt ist also ein Verräter?,

werden manche fragen.

Natürlich ist er das,

antworten wir. Wer sonst hat uns den Bergoglio beschert? Aber ein echter Benedikt-Fan findet immer Ausflüchte, wie die geschlagene Ehefrau, welche ihren Mann immer rechtfertigt, obwohl er sie schlägt, betrügt und das Geld versäuft.

Er ist so gut, war es, wollte es sein, wird es irgendwann vielleicht..…

Das typische Stockholm-Syndrom oder das Syndrom der geschlagenen Frau sind in der letzten Zeit auch bei männlichen Benedikt-Fans anzutreffen. Eine geschlagene Frau sieht einfach nicht ein, dass ihr Mann schlecht ist und sie verteidigt ihn nicht aus Angst noch zusätzlich verprügelt zu werden, sondern wirklich aus Liebe. Polizei ist da machtlos, weil diese Frauen die Anzeige mit einem zusätzlichen blauen Auge immer zurückziehen. Und was hat das mit Benedikt zu tun? Dieses, dass ein „bekennender Benedikt-Fan“ sich in einer völlig zerrissenen und widersprüchlichen Wirklichkeit befindet, weil er einerseits seinen „geliebten Benedikt“, lieber Herr Nardi, rechtfertigen muss, andererseits die Welt nicht versteht und immer tiefer in Glaubenszweifel gerät. Man muss einfach die Grundprämisse ändern. Benedikt war kein guter orthodoxer Konservativer. Er war immer ein progressiver Modernist, der gemäßigten Couleur und deswegen so gefährlich, weil wir ihm seinen Katholizismus abnahmen. Deswegen ist er wahrscheinlich gewählt worden, damit er mehr Seelen zugrunde richten kann. Deswegen unterstützt er immer noch Bergoglio. Hilary White hat Recht, indem sie schreibt, dass kein Mensch heutzutage die genuine, vorkonziliare katholische Theologie ausreichend kennt, um einen Ratzinger auseinandernehmen zu können. DSDZ traut sich das durchaus zu, aber er arbeitet wieder beruflich, hat wenig Zeit (wie bei Loriots Eheberatung „Psychologin: Herr Blöhmann, küssen Sie Ihre Gattin gelegentlich? Herr Blöhmann: Weniger. Es ist zeitlich immer ungünstig. Frau Blöhmann: Gott, Ich habe auch meinen Haushalt“) und zieht es vor etwas Positives und Produktives zu schreiben anstatt in diesem ganzen Ratzingerianismus herumzuwühlen. Was ist darin denn gut? Das, was traditionell ist. Den Rest kann man vergessen. Es ist so als würde ein Rapper in seine Samples Kunst der Fuge von Bach einflechten. Die Jugend, die keine Ahnung von Bach hat, würde dies „voll krass eh…“ finden „abgefahren“ oder was man sonst so sagt, dabei ist es Bach, der den Unterschied ausmacht und nicht der Rapper. Weil kaum ein Mensch die Theologie kennt, so glaubt man Menschen, die einigem sympathisch sind, dass sie einen zur Heiligkeit und Wahrheit leiten. Das ist nur verständlich, zumal der Leiter – Ratzinger – (a) berühmt, (b) deutsch, (c) im Vatikan mit Amt und Würde versehen (Bischof, Kardinal, Präfekt) und (d) Papst war und es immer noch ist. Sind das nicht genug Referenzen? Wenn man einem berühmten Theologen Papst, dem „Mozart der Theologie“ (hüstel, hüstel) nicht glauben kann, wem denn sonst? Einem anonymen Blogger, der unter dem Pseudonym DSDZ schreibt? Ja, wo kämen wir denn da hin?

Und dennoch sind die Taten von Ratzinger unerklärlich, wenn man seinen „Konservatismus“ annimmt. Sie sind hingegen völlig nachvollziehbar, wenn man mit der richtigen Prämisse (Ratzinger – Modernist) und unserer Kayfabe-Teamplayer-Theorie arbeitet. Wir gehen doch einige Schritte weiter als Hilary White. Sie meint, dass Ratzinger deswegen Ratschläge von Kardinal Martini annahm, weil es sich um „Kollegen“ handelte. Wir vermuten, dass Martini in der eigentlichen Machthierarchie höher als der Ratzinger-Papst stand und deswegen Benedikt befehlen oder etwas versteckt androhen konnte. Vielleicht ist der Satz: „Du hast die Kurie nicht reformiert“ nicht dahingehend zu deuten, dass Benedikt den Schmutz und die Effizient aus der Kurie nicht entfernte oder einfach formuliert:

Die haben dort tatsächlich Stricher und Kokain!

sondern die richtige Leseweise lautet:

Die haben dort tatsächlich zu wenig Stricher und zu wenig Kokain! Mach was dagegen!

Die bergoglianischen Reformen zeigen uns, worin die eigentliche „Reform der Kurie“ besteht. Und kein Monsignore muckt auf, da er wohl mit dem oben Dargestellten beschäftigt ist. Es ist wirklich keine Freude den Aufsatz von Hilary White zu lesen, doch er zeigt eine stringente Theorie, die Vieles, wenn nicht gar Alles erklärt. Wir müssen einfach aufwachen und kämpfen. Zuerst mit der eigenen Sentimentalität.

Hilary White, Sie treten nun in das Bergoglianische Zeitalter ein: Bitte nehmen Sie Ihre Sonnenbrille ab!

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FEB 19, 2018 by  HILARY WHITE  in FIGHTING BACK

DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) entwickelt immer mehr ein Gespür für die Befindlichkeit seiner Leser, welcher er irgendwie der „Atmosphäre am Blog“ entnehmen kann. Wie ist das zu verstehen? Dass er zu spüren glaubt, dass manche Inhalte und Beiträge die Leser sehr erfreuen, manche hingegen verunsichern und betrüben. Zu den Beiträgen, die erfreuen, gehören konkrete Anleitungen, meistens mit Basteltipps, zum spirituellen Leben wie Gebetsecke basteln, Figuren kaufen, Kreuzweg beten etwas also, was einen praktisch aufbauen kann. Zu den Beiträgen die betrüben, gehören harte Polemik, Reprobation, Nachrichten aus dem Vatikan und die Androhung des Höllenfeuers.

Wenn wir also wissen, was die Menschen lesen wollen, warum schreiben wir nicht ausschließlich solche Beiträge?

Weil es Betrug wäre. Katholizismus ist nicht heile Welt, schon gar nicht unter der Bergoglio-Herrschaft. Sie finden z.B. auf gloria.tv oder auf anderen Blogs Beiträge von LeserInnen, die sich herzrosenduft, herzmariens mit Rosenduft, rosenduftundmaria etc. nennen und die blumige, sentimentale und überzuckerte Privatoffenbarungen posten, in der Hoffnung, dass andere sich genauso wohl dabei fühlen werden, wie sie selbst. Diese übertriebene Süße kommt aber nicht von Gott und ist höchstens eine gutgemeinte Sentimentalität. Eine andere Vermeidungsstrategie ist das hoffen auf das Strafgericht Gottes per Meteoriteneinschlag und den nicht näher definierten „Triumph des Unbefleckten Herzens“ Mariens. Dieser wird wohl kommen, aber ganz anders als wir es uns denken würden. Leben ist Kampf und Kampf ist nicht sentimental, was DSDZ bei seinen Prozessen gelernt hatte. Wir sind die kämpfende Kirche. Punkt. DSDZ hätte sich wirklich nicht träumen lassen, dass er grundlos und fristlos entlassen werden würde und seine Firma dachte wohl nicht, dass er sie dermaßen erfolgreich verklagen wird. Beide Parteien haben einander wohl unterschätzt. Die schreibende Partei, d.h. DSDZ, hat aber gewonnen.

Was können wir daraus lernen?

Das man mit der allerschlimmsten Entwicklung jederzeit rechnen muss und sich darauf vorbereiten sollte, da es niemand für uns macht. Die schlimmst-mögliche Entwicklung in der Kirchengeschichte heißt Bergoglio und diese dauert noch an. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach ihm „ein guter, konservativer Papst“ kommen wird, ist gleich Null. Schauen Sie sich das Kardinalskollegium an. Woher soll man einen katholischen Papst denn nehmen? Wir ließen uns viel zu lange einlullen, weil die Wahrheit zu hart zu ertragen war. Und wie lautet die Wahrheit?

  • Fast alle Kardinäle sind ungläubig.
  • Fast alle Bischöfe sind ungläubig.
  • Fast alle Priester sind ungläubig.

Woher wir das wissen? Aus den fehlenden Reaktionen auf Amoris Laetitia und das übrige Bergoglio-Pontifikat, denn der Glauben ist kein heimeliges, inneres Gefühl, dass man tief drinnen empfindet, während man nach außen der Apostasie von Amoris Laetitia zustimmt. Ein Kardinal, Bischof oder Priester, der nicht explizit gegen AL vorgeht, ist selbst in Apostasie gefallen. Wenn er nicht einsitzt oder nicht wegen des Protestes gegen AL suspendiert wurde, dann hat er etwas falsch gemacht. Ja, ja, wenn die „schweren Jungs“ nicht im Knast sitzen, dann sind sie gar nicht so schwer. Deswegen ist dieses Herumeiern der Kardinäle Brandmüller und Müller nur noch peinlich. Nicht nur die DBK ist schuld, Franziskus ist schuld, weil er mit Amoris Laetitia die Kommunion für Ehebrecher und gleich noch für Protestanten ermöglichte. Seit AL gelten ja keine Normen und wir haben die reine Situationsethik. Hat denn Kard. Brandmüller keine Angst vor der Hölle? Lange wird er doch nicht mehr leben. Obwohl wir mit dem u.a. Beitrag von Hilary White unseren Lesern wieder wehtun werden, statt sie aufzubauen, so müssen wir der Wirklichkeit ins Auge blicken.

  • Wenn der Bergoglio-Eid kommt,
  • Wenn die „ökumenische Messe“ kommt,
  • Wenn die Auflösung des Zölibats kommt,

dann befinden sich diejenigen, die da mitmachen werden in Apostasie, dann sind sie vom Glauben abgefallen und haben ihm öffentlich abgeschworen. Vielleicht wird es noch irgendwelche Zwischenstufen geben oder Sacco di Roma findet vorher statt und es gibt eine „biologische Lösung“ im Vatikan wie damals 1527, aber es sieht ganz danach aus, dass diese Punkte kommen werden.

Was bleibt dann zu tun?

Dann muss man irgendwo im Walde, am besten in einem privaten Walde, eine Kapelle einrichten, einen vielversprechenden jungen Priester, am besten schon geweiht, entführen, ihm die Alte Messe beibringen oder ihn dorthin schicken, wo er sie lernen kann, rein prophylaktisch durchprügeln und damit sowie mit dem Kauf eines tragbaren Altars dazu bewegen, dass er täglich die Alte Messe liest, am Sonntag natürlich auch, sowie würdige und gültige Sakramente spendet. Er bekommt einen GPS-Chip eingepflanzt, damit er nicht weglaufen kann und falls doch, damit wir ihn wiederfinden, denn wir, die Gläubigen, werden für seinen Unterhalt aufkommen, wozu Quellwasser und Wurzeln zählen werden. Wir sind schließlich keine Kirchensteuerkirche! Zelebriert er gut und predigt schön, weil er fleißig betet und ein geistlichen Leben führt, dann gibt es auch etwas Warmes, ab und zu natürlich. DSDZ wird sein theologisches Wissen prüfen und ergänzen, damit der Jungpriester nicht auf schiefe Bahn gerät.

Und was ist mit der kanonischen Mission?

Die wird leider für einige Zeit ausgesetzt werden, solange sich die Kirchenhierarchie, wie z.B. in Deutschland, in Häresie, Schisma und Apostasie befindet. Kommt endlich ein katholischer Papst ans Ruder und eine richtig katholiche Hierarchie, dann gibt es eine sanatio in radice (Heilung an der Wurzel). Man kann den Jungpriester irgendwie einer ausländische Hierarchie, z.B. in Kasachstan, unterstellen als eine Art ein-Mann-Personalprälatur, früher nannte man es Exemption. Mittel und Tricks werden sich schon finden lassen, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Da es durchaus Männer gibt, die keine Anforderung scheuen, so ist es möglich, dass sich jemand findet, der dies freiwillig tut., denn was blüht einem Jungpriester schon in D, A und CH? Räterepublik, PastoralassistenInnen und Apostasie. Dann kann er gleich Einsiedler werden. Wir können ebenso einen katholischen Priester in China freikaufen, dann ist er schon das harte Leben gewohnt, Latein kann er wohl und Deutsch kann er lernen. Chinesen sind nicht unbegabt.

Wie ernst ist dieser Vorschlag denn gemeint?

Dass weiß DSDZ selbst nicht, aber am 05.03.2018 fällt ihm nicht Praktischeres ein. Ab und zu braucht man auch eine gültige Messe, von einem Priester zelebriert der

  • kein Konkubinarier,
  • kein Sodomit,
  • kein Ungläubiger,
  • kein Häretiker,
  • kein Apostat ist
  • und der sich im Gnadenstand befindet und ein spirituelles Leben pflegt.

Ja, solche Priester gibt es ab und zu, sogar in der Diözese DSDZ, aber nach dem Bergoglio-Schwur wird es wohl keine mehr geben und das in D, A und CH fast alle schwöre und auf einmal „papsttreu“ werden und vom „Heiligen Vater“ reden, steht außer Frage. Wir müssen vorsorgen. Deswegen Augen auf und durch, sowie hin zum realistischen Beitrag von Hilary White.

Vor kurzer Zeit schrieb mir ein konservativer Freund aus Canada per Facebook:

„Denkst du wirklich nicht, dass wir noch 50 solche Jahre vor uns haben?‟ 

Ich musste ihm sagen, dass ich keinen Grund sah, nicht so zu denken, und dass es an der Zeit sei, gewissen Realitäten ins Gesicht zu sehen. Ich sagte ihm, er solle daran denken, dass wir nach beinahe 40 Jahren „konservativer‟ Päpste – wie dieser Begriff heutzutage verstanden wird – in diese Situation gekommen sind. Dies ist nicht die Tat eines Mannes oder gar einer Gruppe höchst erfolgreicher Verräter. Das ist die Wüste der Realität, und sie wurde lange, lange vorbereitet.

Wir müssen nun beginnen ernsthaft darüber nachzudenken, wie wir in dieser Situation vorwärtskommen. Wir können sie nicht ändern. Kein Satz, der mit „Ich wünsche mir‟ beginnt ist es wert, dass man darüber nachdenkt, wie man ihn beendet. Mir wurde kürzlich von einem Beichtvater geraten, nicht zu versuchen, die Welt zu zwingen, zu sein sie sie sein sollte, sondern zu versuchen, im Hier und Jetzt in ihr zu leben, wie sie tatsächlich ist. Es ist nun mal wie es ist. Und wir müssen beginnen, uns konkret auf eine lange geistliche und kirchliche Hungersnot vorzubereiten.

Mehr als fünf Jahre lang – und in der Tat einen Großteil der letzten fünf Jahrzehnte lang – haben gläubige Katholiken auf die Hierarchie geschaut, um eine Hilfeleistung [das engl. Wort kann auch als „Rettung‟ übersetzt werden, Anm. d. Übs.] zu erhalten, die nie gekommen ist. Wir dachten, der „konservative‟ Johannes Paul II würde uns vor den „Liberalen‟ retten, aber es stellte sich heraus, dass „Konservativismus‟ nicht das war, was wir gedacht hatten. Eine sehr kurze Analyse der Amtszeit von Johannes Paul II liefert zu allermindestens viele sehr schwierige Fragen über dieselbe.  Alle Kardinäle, die im letzten Konklave abstimmten – einschließlich der frühere Erzbischof von Buenos Aires – waren von Johannes Paul oder Benedikt ernannt worden.

Dieser Coup war hauptsächlich wegen des Konservativismus‘ so erfolgreich: die Kompromiss-Dialog-und-Beschwichtigungs-Mentalität, die einen „konservativen‟ Prälaten kreiert, ist die weit offene Tür, durch welche die Bergoglianer schritten.

Nach dem letzten Konklave standen wir noch immer und schauten am Horizont nach Rettung aus:

Eine Zeitlang dachten wir, dass vielleicht Benedikt der Mann war, nach dem wir uns so sehr sehnten bis er zusammenkrachte, ohne es zu sein. Dann…

Eine Zeitlang dachten wir, dass die „guten Bischöfe‟ etwas auf der Synode sagen würden. Dann …

Eine Zeitlang dachten wir irgendwie, dass vielleicht die Dubia das sein würden, um den unkontrollierbaren Bergoglianischen Kastenwagen des Petrus aufzuhalten. Dann …

Wir sahen haufenweise Petitionen, hunderttausende Menschen [nicht nur eine!] Correctio Filialis unterzeichnen, Glaubensbekenntnisse, theologische Zensuren und anderes. Kann sich jemand erinnern, wie viele das waren? Klar ist die Sache mit den Petitionen ebenso toter Buchstabe wie das alte Buch In der Wahrheit Christi bleiben

Was ich befürchte ist, dass, wenn wir immer noch auf die „konservativen‟ Bischöfe oder Kardinäle schauen und darauf warten, dass sie in der letzten Minute über den Berg angaloppiert kommen, wir es versäumt haben werden, uns genügend auf die Realität vorzubereiten, die wir im Hier und Jetzt vorfinden. Ich denke, dass die Zeit gekommen ist, endlich über die Möglichkeit zu sprechen, dass wir in eine langen Durststrecke schauen, genauso wie auf einen katastrophalen Zusammenbruch der Einheit der Kirche. Das Zweite Vatikanische Konzil und seine entsetzlichen Nachwirkungen belastete die Katholische Lehre bis zur Grenze der Belastbarkeit; die Bergoglianer haben sie gebrochen. Das Schisma, das viele vor Jahrzehnten vorausgesagt haben mögen, ist nun endlich da. Dies sind heute die Fakten, mit denen wir uns befassen müssen.

Wir werden uns der Tatsache stellen müssen, dass wir nicht mehr lange in der Kirche willkommen sein werden. Ich habe eine zeitlang gesagt, dass der Zweck des Pontifikats Bergoglios es ist, die Reste der Opposition zu eliminieren. In den ganzen Jahren konnten wir die eine Pfarrei, den einen guten Orden, das eine gute Seminar finden, die eine gute Schule. Diese kleinen Ghettos des „Konservatismus’‟ oder sogar Traditionalismus‘ werden bald zu räumen sein. Werden tatsächlich gerade geräumt, während wir sprechen.

Das Regime besteht nicht aus so naiven Narren wie die „Konservativen‟ es sind, und ihre Gesinnung ist ihnen fremd, wie es mit der gesamten modernistischen „progressivistischen‟ Schule in jedem Bereich des Lebens in unserer Gesellschaft ist (wie sie in der Tat uns gegenüber sein muss, denn dieser Nonsens ist das Produkt von nichts weiterem als einem lauwarmen Mangel an Überzeugung). Nun haben sie alle Macht und wir können sicher sein, dass das Zeitalter der Toleranz vorüber ist. Was auch immer wir uns noch fragen, wir können uns sicher sein, dass die Anpassung vieler Ansichten weiterhin kein Kennzeichen der modernen Kirche sein wird; es wird keinen „großen Regenschirm‟ geben. Es gibt dafür einen Grund, den man „Totalitarismus‟ nennt.

Die Dinge, von denen wir denken, dass sie notwendig sind, werden nun weggenommen.

Wie ein gewisser Gen-X [Generation X, diejenigen, die unter JP2 groß wurden] Kamerad heute in einer Diskussion darüber sagte, was statt Summorum Pontificum kommen wird:

Summorum lebt nur, weil Benedikt lebt. Es geht binnen sechs Monaten nach Benedikt. Faggioli und Co. haben den Grund für seine Zerstörung vorbereitet. Im Laufe der Zeit wird es endgültig unterdrückt werden. Aber zuerst muss die generelle Erlaubnis widerrufen und der Traditionalismus zur FSSP, ICKs etc. „ghettoisiert‟ werden. 

 

Dann werden die gifthaltigen Tradis, welche die Werke des Neuen Paradigmas mit ihrer Kritik an der Barmherzigkeit™ vermasseln, ihre persönliche Apostolische-Visitationsbehandlung wie bei der FFI bekommen. Traurigerweise ist der krypto-Lefebvrianismus überall und muss ausgerottet werden … 

Dann wird Jorge/Tagle als Zeichen der Barmherzigkeit™ beginnen, zwangsweise die Hybrid-Messe einzuführen, die man in Buenos Aires schon getestet hat. Weil Benedikt zwei Formen wollte, die einander inspirieren! Obwohl Magnum Principum beginnen wird, sich Richtung Kongregationalismus zu bewegen, indem es die beiden Formen sogar noch mehr zu einem Treffen von zwei Nordpol-Magneten macht. Dann, wenn niemand die Hybridmesse besucht, wird sie geschlossen, weil die Schafe den Geruch nicht mochten. Dann wird es VORWÄRTS, VORWÄRTS – IMMER VORWÄRTS gehen!

Ich möchte unsere Aufmerksamkeit nun auf das richten, was wir für die nahe Zukunft tun werden, in einem praktischen Sinn. Ich möchte eine Reihe kurzer Beiträge machen, auf der Grundlage einer Reihe von Fragen, die ich einer gewissen Anzahl redegewandter Tradis stellen werde, die wissen, dass wir ernsthaft darüber nachdenken müssen, was wir auf lange Sicht tun werden. Ich habe folgende Fragen versandt und werde es auch weiter tun, um Meinungen darüber zu erhalten, wie wir in einer Kirche und einer Welt vorgehen sollten, die gegenüber Gläubigen immer feindlicher wird – ob wir selbst uns „Traditionalisten‟ nennen oder nicht.

  • Welche Pläne machen wir jetzt um sicherzugehen, dass wir gültige Sakramente empfangen können, zumindest das Minimum, das von den Vorschriften der Kirche verlangt wird?
  • Wie planen Eltern, ihre Kinder den Glauben zu lehren und sie vor Fehlern in der Lehre zu schützen, die von ihrer katholischen Schule kommen, von der Pfarrei, vom Bischof, von der nationalen Bischofskonferenz und vom Vatikan?
  • Wie [gut] sind wir darauf vorbereitet, Fragen über den Glauben und die Kirche zu beantworten – einschließlich derer über die aktuelle Situation –, die von Menschen gestellt werden die darüber nachdenken, katholisch zu werden, und zwar auf eine Art und Weise die ihnen hilft, mit vollem und genauem Wissen in die katholische Kirche aufgenommen zu werden?
  • Wenn wir daran denken, ein Leben in einem Orden o. ä. zu beginnen, was sind unsere Pläne für den Fall, dass das Kloster im Fall des Verweigerns eines Eidesaufgelöst wird oder wenn dort [mit uns] nur wenige andere sind, die den Glauben nicht aufgeben wollen?
  • Wenn Sie ein junger Mann wären, oder Eltern eines jungen Mannes, wie würden Sie handeln, wenn der Gedanke an das Priestertum aufkeimt?
  • Wenn Sie ein Bischof wären, der sich weigert, Amoris Laetitia zu „implementieren‟ – und was auch immer als nächstes kommt – was täten Sie, wenn man Sie nach Rom riefe, damit Sie dies [Amoris Laetitia implementieren] tun?
  • Wie planen Sie in Ihrer gegenwärtigen Lebenssituation, den katholischen Glauben weiterhin zu praktizieren und die Pflichten, die daraus erwachsen zu erfüllen?

Die Leute fragen mich oft „Was können wir tun?‟ Ich nehme diese nun ernst und frage die klugen und erfahrenen Leute, Laien, Ordensleute und Priester (ich kenne sogar einen Bischof oder zwei, die ich vielleicht fragen werde), was sie denken, was uns in der unmittelbaren Zukunft bevorsteht und wie wir damit umgehen können.

Und ich wüsste gerne von meinen Lesern, wie sie planen, mit dem kommenden Bergoglianischen Zeitalter umzugehen. Im Folgenden finden Sie das Word Dokument, dass ich verschiedenen Menschen senden werde. Wenn sie antworten, werde ich ihre Antworten hier einstellen und wir können beginnen darüber nachzudenken, einen ernsthaften Plan zu erstellen. Sie können sich gerne beteiligen und Ihre eigenen Ideen per Email oder auf What’s Up With FrancisChurch facebook einbringen. 

Eine Unterhaltung mit Tradition

Es gibt zahlreiche Reaktionen auf diesen oder jenen Aspekt des Bergoglianismus. Aber wenn wir die Kamera etwas zurücknehmen [den Blickwinkel erweitern] erkennen wir die Tatsache, dass sie während der letzten fünf Jahre das neue Paradigma „in die Freiheit entlassen‟ haben – die neue Religion – Stück für Stück, systematisch und tatsächlich mit einer gehörigen Portion Logik. 

Lassen Sie uns über die post-Bergoglianische Zukunft sprechen. Was sind unsere Möglichkeiten in Anbetracht der aktuellen „Marschrichtung‟ der Kirche? Wir beginnen mit der Annahme, dass Amoris Laetitia tatsächlich als Keil dient der in das Herz der Kirche geschlagen wird, um sie zu spalten. Denken Sie, dass es dadurch eine allgemeine Spaltung der Kirche geben wird, wenn ja: wie werden die verschiedenen Teilchen und Stückchen aussehen?

Stellen wir uns vor, dass da jene sein werden – Chaput zum Beispiel – der die Amoris Laetitia als seine Markierungslinie bezüglich der Sexualmoral ziehen wird, aber wer wird damit fortfahren, über die enormen Unterschiede zwischen Katholizismus und Bergoglianismus in anderen Punkten zu schreiben? Wird es eine formale öffentliche Spaltung zwischen den Bergoglio-Enthusiasten wie Wuerl und jenen geben, die weiterhin darauf bestehen, dass außer Amoris Laetitia alles in Ordnung ist? 

Sehen Sie dies als allgemeine Möglichkeit für die selbsternannten „Konservativen‟? Oder wächst die Erkenntnis, dass Amoris Laetitia nur ein fatales Symptom einer größeren Krankheit ist? 

Lassen Sie mich weiter fragen: was sind die verschiedenen Möglichkeiten für Laien, Priester und Bischöfe? Was sollte z. B. ein Bischof tun, wenn er seine Diözese isoliert in einem Meer von Amoris Laetitia-Bichöfen und einer bergoglianischen Bischofskonferenz vorfindet? Wird es katholische Inseln geben, sichere Zonen, umgeben von Meeren voller Zombies, Orcs und Morlocks? 

Welche realen Befugnisse, zu widerstehen hat ein einzelner Bischof angesichts eines Papstes Tagle, Cupich oder Maradiaga? Ist es kanonisch oder gemäß der Doktrin machbar für einen Bischof – der vielleicht beauftragt wurde, Homosexuellen-„Segnungen‟ durchzuführen oder Frauen zu Diakonen zu weihen – zu sagen: „Es tut mir Leid, Heiliger Vater, aber mein Gewissen verpflichtet mich, ihren Auftrag abzulehnen.‟? Was geschieht, wenn er bedrängt und aus dem Bischofsamt geworfen wird und seine Diözese ein anderer erhält, der fügsamer ist? 

Es scheint klar zu sein, dass obwohl Johannes Paul II und Benedikt sich weigerten, ihre Schlüsselgewalt dazu zu nutzen, dass die Kirche schlechte Männer loswird, die Bergogliosekte sich der Möglichkeiten dieser Macht bewusst ist und nicht zögert sie zu nutzen, um gute Männer loszuwerden. Ich vermute, dass es nützlicher ist zu fragen, wozu sie keine Macht haben. Inwiefern es ihnen nicht möglich ist, gegen einen widerspenstigen Bischof vorzugehen? 

Was sollten Laien tun? Ich erinnere mich daran, dass John Muggeridge Hamish Fraser zitierte: “Was auch immer sie in Rom tun, ich bleibe katholisch.‟ Wir sagen nun seit einiger Zeit: „Bewahren Sie den Glauben, praktizieren Sie den Glauben und geben Sie in weiter wo immer Sie können.‟ Tun Sie alles in Übereinstimmung mit ihrem Lebensstand. Aber gibt es noch mehr, was Sie vorschlagen können?

Quelle:

Ann Barnhardt: Über Verweibischung/Verweichlichung als feige Bequemlichkeit

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Zum vorläufigen Abschluss unserer Anti-Homo-Reihe wieder ein Text von Ann Barnhardt in der Übersetzung von Eugenia Roth, der es in sich hat, wie fast alle ihre Texte, welchen wir uns wirklich alle auf die Fahnen schreiben können. Wir sind alle verweichlicht. Ja, insbesondere wir Männer! Wir sagen:

Auf dieses Macho-Gehabe habe ich keine Lust jetzt!

Kein Interesse!

Ist nicht meine Art!

Es geht um das Miteinander!

Andere sollen es tun!

Aber wir meinen eigentlich:

Ich bin zu feige es überhaupt zu versuchen, weil ich Angst habe zu unterliegen.

Weiterlesen

Hilary White: Zwei Religionen; eine Kirche? – die Infiltration des modernistischen Anti-Christ

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  1. NOV 2017 by HILARY WHITE in NOVUSORDOISMUS IST KEIN KATHOLIZISMUS

VIDEO: THE ANTI-CHURCH HAS COME


„Wir stehen nun Angesicht  zu Angesicht mit der größten historischen Konfrontation, welche die Menschheit je erlebt hat. Ich denke nicht, dass weite Kreise der amerikanischen Gesellschaft oder weite Kreise der Christengemeinschaft sich dies ganz klarmachen: 
wir sehen nun der finalen Konfrontation zwischen  der  Kirche und  der Anti-Kirche ins Auge: der des Evangeliums gegen das Anti-Evangelium.

 

Wir müssen darauf vorbereitet sein, großen Prüfungen unterzogen zu werden, in nicht zu ferner Zukunft, Prüfungen, die erfordern, dass wir bereit sind, selbst unser Leben zu geben und eine vollkommene Selbsthingabe an Christus [und] für Christus. Durch Ihr und mein Gebet ist es möglich, diese Drangsal zu erleichtern, aber es ist nicht mehr möglich, sie zu vermeiden.“

Und falls Sie meinen, ich zitiere hier irgend einen verrückten Tradi aus irgendeinem nichtssagenden Kaff, der sich über Papst Franziskus beschwert: Fr. Linus Clovis in dem Video oben zitierte Karol Wojtyla, damals Erzbischof von Krakau, als er 1976 in Philadelphia sprach.

Und ich komme wieder zurück auf die zunehmende und unvermeidliche Idee, dass das, was wir während dieses Pontifikats sich enthüllen sehen, nichts anderes ist als eine Art von … nun … Rückbau einer Fassade, die wir alle in Ermangelung einer besseren Welt in den letzten 50 Jahren als real betrachtet hatten. Weiterlesen!

Hilary (White) is back oder wo ist die höhere, sakramentale Weihe?

Einige von Ihnen mögen das Verschwinden des Blogs von Hilary White bemerkt haben, der im eigentlichen Sinne nicht geschlossen wurde, sondern mehrere Monate lang keine neuen Beiträge aufwies. Steven Skojec schrieb, dass Hilary der Meinung sei, dass wir des Teufels Spiel spielen, indem das Ärgernis, welches durch das Bergoglio-Pontifikat verbreitet wird selbst verbreiten, indem wir davon berichten. Hier Originalton Skojec:

My friend Hilary White said to me recently that she thinks we’ve been hoodwinked into playing the enemy’s game. That they do something awful, and we react. Again and again, this cycle repeats itself, until we suddenly realize that we’ve long since been dancing to their tune. You may have noticed that she shut down her blog, What’s Up With the Synod? These realizations — and the alarming awareness that this isn’t good for any of us — were among the reasons she made that decision.

Der Schreiber dieser Zeilen glaubt nicht, dass Hilary recht hat, sondern dass sie selbst kurzfristig der List des Teufels erlegen ist. Denn sie ist eine der wenigen, welche nicht nur die kirchliche Situation unverblümt darstellen und analysieren können, sie aber auch die Gegenmittel (sakramentales und spirituelles Leben) dem Verfall entgegenhalten. Denn 99% der katholischen Presse informiert uns nicht redlich über das Bergoglio-Pontifikat, was das Problem nicht löst, weil die Menschen auch aus anderen Quellen von den Häresien und Untaten des Papstes erfahren und niemanden haben, der ihnen die Situation im Kontext der Lehre der Kirche erklärt. Die konservativen Geistlichen, die Ecclesia Dei Gemeinschaften und die Piusbruderschaft hüllen sich alle in ein feiges Schweigen und geben an, dass Päpste nicht ewig währen, wie Bischof Athanasius Schneider im letzten Interview.

Es stimmt tatsächlich, dass die katholische Kirche eine Klerikerkirche im guten und schlechten Sinn ist. Im guten Sinne, weil die Kleriker, also die Geweihten in der apostolischen Sukzession stehen und die geistlichen Gaben durch die Handauflegung anderer Geweihter vermittelt bekommen. Im schlechten Sinne, weil die Laien alles von den Priestern erwarten und eine Kirche ohne Priester schlicht nicht überlebensfähig ist, was Bergoglio auch weiß, da er das katholische, sakramentale Priestertum zerstören will.  Man muss leider sagen, dass in den letzten Jahrhunderten und wir meinen hier mindestens die vier letzten Jahrhunderte, sicherlich die in der nachaufklärerischen Zeit, die Wahrnehmung im Sinne eines sensus, eines Sinnes also, für das Übernatürliche und Heilige bei den Geistlichen sehr zurückgegangen ist. Denn es gibt eine objektive göttliche, übernatürliche Wirklicheit und daher die objektive Wirkung der Sakramente, die das tun, was sie bezeichnen, wie uns die Kirche lehrt. Die hl. Cäcilia, deren Fest die Kirche am 22.11. im Augenblick der Niederschrift dieses Beitrags begeht, sah ihren Schutzengel und ihr Verlobter und sein Bruder, nachdem sie sich taufen ließen, sahen ihn auch. Das objektiv, unsichtbare Heilige wurde ihnen sichtbar als sie die Taufgnade erhielten. Dies war sicherlich ein Vorrecht der frühen Märtyrerzeiten und das von Cäcilia, denn nicht jeder sieht ja seinen Schutzengel, aber diese Begebenheit will uns lehren, dass das Unsichtbare und Wirkende wirklich existiert.

Was ist die Priesterweihe? Eine spirituelle Initiation. Der Geweihte erhält wirklich die geistliche Vollmacht und wird zu einem „katholischen Zauberer“, wie die Heiden, die Antiklerikalen und die Okkultisten es nennen. Der Teufel spricht durch sie und nennt es, zwar mit umgekehrten Vorzeichen, richtig. Sie haben demnach recht, denn viele Heiden der Märtyrerzeiten traten zum Christentum über als sie sahen, dass die Christen durch den Namen Jesu eine größere „Zauberkraft“ besaßen, im Sinne der äußeren Wunder, wofür die Verfolgungszeiten berühmt waren, als die damaligen Magier. Als die modernistische und nachkonziliare Theologie das katholische Sakramentenverständnis aushebeln wollte, indem sie permanent davon sprach, dass

„Sakramente nicht magisch zu begreifen sind, sondern einen bewußten Vollzug des Individuums vorraussetzen“

so bedeutet dies übersetzt:

  1. Sie Sakramente wirken nicht an sich.
  2. Sie wirken nur bei denen, die daran glauben als Placebo-Effekt.

Dies widerspricht aber der katholischen Lehre, denn der persönliche Glaube hat mit der Wirkung der Sakramente nichts zu tun, sondern nur der Gnadenstand des Gläubigen. Sie müssen nicht den ganzen Denzinger auswendig kennen, um würdig kommunizieren zu können. Sie müssen nur von einer schweren Sünde frei sein. Dieses modernistische Sakramentenverständnis, ganz stark bei Rahner vorhanden, kommt dem lutherischen Sakramentenverständnis gleich, wo die Realpräsenz nur im Augenblick des Empfangs für den Glaubenden vorhanden ist, sonst ist es nur ein Symbol der Kirchenzugehörigkeit, wobei wir bei Amoris Laeitita wären. Diese falsche Ansicht knüpft auch den Sakramentenempfang an das „Bewußtsein“, was immer es auch sei, des Individuums und verlagert die sakramentale Wirkung in das Intellektuelle, da sich dieses „Bewußtsein“, als die Grundvorraussetzung „des sakramentalen Vollzugs“ (wieder ein Modernistenjargon) sich nur durch die nachkonziliare, theologische Bildung entfalten kann. Deswegen ist es der Fall, dass fast alle Menschen, die in D, CH und A theologisch gebildet sind nicht an die Realpräsenz glauben, wie an vieles anderes ja auch nicht.

Wie sieht es aber beim Weihesakrament aus? Genauso. Mindestens seit dem XIX Jhdt. aber auch im XVIII Jhdt. war die Überzeugung der meisten Priester, dass die Weihe ihnen hauptsächlich ein Amt übergibt, bei dem sie predigen, belehren und würdige Zeremonien vollziehen können, worin das katholische Priestertum besteht. Dies stimmt auch, aber das ist wirklich nur das Äußere. Durch das Priestertum wird dem Priester eine spirituelle Macht erteilt, welche ihn dazu befähigt durch sich selbst, wie durch ein Rohr (ein Vergleich von Thomas von Aquin Summ. Theol. III, q. 64, a. 5, corp.), anderen die Heiligkeit Gottes zu spenden. Deswegen muss er sein „Rohr“, d.h. sich selbst rein halten, keusch leben, asketisch leben, spirituell leben, damit er ein guter Leiter oder wenigstens ein Halbleiter wird. Lebt er unwürdig, wird er abgestraft und auf ewig in der Hölle brennen, da er auch für all die anvertrauten Seelen verantwortlich ist. Priestertum geht auch mit einer höheren geistlichen Erleuchtung einher, was sowohl hl. Johannes Chrysostomus in seinem „Dialog über das Priestertum“ als auch Pseudo-Dionysius Areopagita in seiner „Himmlischen und kirchlichen Hierarchie“ beschreibt. Ein geistlicher Adept geht also zu einem Meister und erfährt von ihm die spirituelle Unterweisung und empfängt schließlich die Vollmacht der Sukzession. Denn sowohl der Priesterabt bei den Mönchen als auch der Bischof bei den Priestern sind buchstäblich ihre geistlichen Väter, da sie sie durch die Weihe gleichsam zeugen. So sieht es die Patristik und die Scholastik, indem sie die Sakramente wie Gott selbst realistisch auffasst. Ja, so gesehen, hat man als Priester wirklich „Superkräfte“, nur nicht die eigenen.  Aber dieses Verständnis des Priestertums begann mindestens seit dem XVII Jhdt. nach und nach zu schwinden. Dabei sind katholische Priester, wenn es denn welche gäbe, die Schleusen der Heiligkeit für die Welt, durch die Christus heiligt, segnet, heilt etc. Aber es geht nicht um sie, sie sind nur ein Medium, das durchsichtig und unsichtbar zu sein hat. Die Gläubigen handeln also richtig, indem sie instinktiv, denn manche haben eine sehr guten sensus fidei, von den Klerikern die höhere Weihe, also eine spirituelle Unterweisung, aufgrund der spirituellen Vollmacht, Sukzession, eines zusätzlichen Sakraments erwarten. Je höher in der Hierarchie, desto heiliger hat man zu sein, wobei man auch die sakramentalen Gnadenhilfen erhält: Priesterweihe, Bischofsweihe etc. Dementsprechend fällt auch die Strafe härter aus. Wir erwarten also richtigerweise von unseren Geistlichen etwas, was nicht kommt, was aber nicht nur seit Vat. II nicht kommt, sondern eigentlich schon mehrere Jahrhunderte lang nicht.  Wo keine Spiritualität, im Sinne des Aufgeladenseins mit Gott, vorhanden ist, da kommt man zuerst ans Moralisieren, dann zum Politisieren, dann zum Wale-Retten und dann zum gar nichts, wobei wir nicht nur bei Novus Ordo wären, sondern in manch einer Tradi-Priestergemeinschaft auch. Wenn man Gott und seine Wahrheit liebt, so möchte man nur darüber sprechen. So einfach ist das.

Weil wir also zurzeit wirklich nichts von unseren Priestern, Bischöfen und Kardinälen an Glaubensunterweisung und spiritueller Leitung erwarten können – denn sonst hätten sie uns schon welche gegeben -, so brauchen wir Menschen, die uns die Welt, nicht nur intellektuell sondern auch spirituell erklären. Dazu gehört Hilary White, deren Analysen wirklich sehr fundiert und spirituell sind, dabei weniger erbittert und scharf  als die von Ann Barnhardt. Es ist gut, dass Hilary zurück ist, denn mit ihr leuchtet am restkatholischen Himmel wieder ein Stern. Ja, es ist hart der Rufer in der Wüste zu sein und man hat viele Anfechtungen zu bestreiten, da Gott einen reinigt. Aber wir sind die Kämpfende Kirche. Die Einsiedler zogen sich auch nicht zurück, um „ihre Ruhe zu haben“, sondern woanders an der Front zu kämpfen.  Freuen wir uns also, dass Hilary wieder schreibt und beten wir für sie ein Gesetz des Rosenkranzes, wenn wir ihre Texte lesen, damit sie es spürt. Der Schreiber dieser Zeilen spürt, wenn Menschen für ihn beten, so kann es bei Hilary auch der Fall sein.

Ann Barnhardt: Seid nicht blöde! Gehorsam hat nichts damit zu tun. Sie sind alle erpressbar.

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Hier wieder ein Text von Ann Barnhardt, welche mit gewohnter Schärfe und Wortwahl („fags“) die eigentlichen Gründe für das Schweigen der Hierarchen aufzeigt. Der Grund ist: Erpressbarkeit aufgrund der eigenen Homosexualität oder eine homosexuellen Verwicklung. So einfach ist das! Vertrauen ist gut, Erpressbarkeit ist besser.

Ich sehe viele Leute die versuchen, das beinahe vollständige Schweigen und die praktisch sofortige Kapitulation beinahe jedes Priesters, Bischofs und Kardinals auf diesem Planeten vor Antipapst Bergoglio mit „Gehorsam“ und „tiefer Sorge um die Autorität des Petrusamtes“ zu erklären.

Weiterlesen!

Ann Barnhardt: Brief eines abwesenden Vaters an seine Kinder

Judith 3

Anbei der angekündigte Text von Ann Barnhardt in der Übersetzung von davillatollkuehn. Dieser Text stimmt sehr traurig, weil er wahr ist. Benedikt ist der Vater, die Mutter ist die Kirche, die Kinder sind die noch-gläubigen Restkatholiken, der psychopatische Stiefvater ist Bergoglio und die Sodomitenbande sind sein Umfeld: Ricca, Paglia, Fernandez, Coccopalmerio und wahrscheinlich viele, viele mehr. Haben wir keine Angst einen Prozess zu riskieren? Warum denn? „Gay ist ok“, wie die Welt sagt und Franziskus fügt hinzu: „Wer bin ich, um zu urteilen?“ Er muss es wohl selbst am Besten wissen. Wir verwenden dem amerikanischen Original entsprechend das theologische Fachwort „Sodomit“ oder „sodomistisch“, statt des „wertneutralen“ (Gibt es das?) „schwul“ oder „homosexuell“, da Sodomie, nach dem katholischen Glauben, den wir hier vollumfänglich vertreten, eine schwere Sünde gegen die Natur ist, die zu Himmel schreit. Aber in diesem Text wird Sodomie nur sehr periphär behandelt. Es geht hier um ein feiges Weglaufen vor dem Feind, um eine Desertion, um die Verletzung der Standespflichten, um Selbstmitleid und Selbstzufriedenheit. Ja, es geht um Benedikt / Ratzinger. Denn was hilft es, wenn Benedikt tränenselige und sentimentale Briefe schreibt,  welche katholisches. info weiterhin unbeirrt als „mutig“ bezeichnet, wenn er selbst diese Situation verursacht hat? Lesen wir Ann Barnhardt und weinen wir, denn dies ist leider die Wirklichkeit, der wir uns stellen müssen.

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Ann Barnhardt: Antipapst Bergoglio und seine Gesellschaft – Sie hassen Gott. Nein, ehrlich: SIE.HASSEN.GOTT.

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Anbei der angekündigte Text von Ann Barnhardt. Ja, die wahre Prämisse ist schwer zu akzeptieren, aber auf die Dauer heilsam. Alle neuen Lesern empfehlen wir alle Argumente von Ann Barnhardt und von uns zum Antipapst-Bergoglio zu lesen. Wir spinnen vielleicht weniger, als manche denken. Eine zusammenfassende Darstellung wird auch demnächst folgen. Vergelt’s Gott, Kreuzknappe!

Jeden Tag wird es herzzerreißender, zu sehen, wie die Leute versuchen zu verstehen was in der Kirche geschieht, und so viele verlieren ihren Glauben Tag für Tag, Stück für Stück. Und das alles ist unnötig, einfach weil die Menschen von einer falschen Prämisse ausgehen – aktuell von zweien.

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Dämonologie hilft die Kirche zu verstehen: Eine Einführung zum Text von Ann Barnhardt

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Als follow up oder Nachfolgebeitrag nach unserer, leider wenig gelesenen Reihe Am deutschen Wesen mag die Welt genesen, bringen wir wieder einen Text von Ann Barnhardt in der kongenialen Übersetzung von davillatollkuehn.  Für alle, die unsere „deutsche“ Reihe nicht gelesen, nicht zu Ende gelesen oder nicht verstanden haben, hier eine Zusammenfassung:

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