Christine Niles, Brief eines FSSPX Priesters an Bischof Fellay: „Hören Sie auch, sexuelle Raubtiere zu schützen“

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei dem Blogger und Gläubigen der Piusbruderschaft und Kirchfahrter Archangelus bedanken. Ohne seine Kommentare und Inspiration (Tertium non datur) wäre die Thematik der Piusbruderschaft auf unserem Blog nicht zur der richtigen Geltung gekommen. Vergelt’s Gott!

Der unten beschriebene Zynismus seitens Bischof Fellay ist schockierend, denn anscheinend „besudeln“ die sexuellen Missbrauchstäter, wie der berüchtigten Pater Abbet die Piusbruderschaft nicht, sondern die vergewaltigten Opfer und ihre Familien, welche Gerechtigkeit fordern. Im Umkehrschluss ist anzunehmen, dass man sich zum größeren Wohle der FSSPX vergewaltigen lassen sollte. Anbei wird ein Brief eines ehemaligen FSSPX-Priesters an seinen Vorgesetzten vorgestellt, der davon ausging an einen ehrenwerten Mann zu schreiben. Fellays antwort ist zerstörerisch: „Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Angelegenheiten. Überlassen Sie es den Vorgesetzten, die mit der nötigen Standesgnade ausgestattet sind“. Anscheinend dient die vermeintliche Standesgnade bei der FSSPX dazu die sexuellen Verbrecher der Priester zu vertuschen, diese ihnen zu ermöglichen und sie entkommen zu lassen, denn all das hat ja Fellay nachweislich getan. Und alle, die weiterhin zu den Messen der FSSPX gehen unterstützen diese Gesellschaft, ihre Priester und Oberen. Moralisch und finanziell.

Fellay wies Bedenken zurück und beschuldigte die Opfer

Bischof Fellay FSSPX

Bischof Bernard Fellay wies eine von Herzen kommende Bitte eines Priesters zurück, den Schutz der [sexuellen] Raubtiere einzustellen.

Bp. Bernard Fellay, Generaloberer der FSSPX von 1994 bis 2018

In einem Brief aus dem Jahr 2016 bittet ein Priester der Piusbruderschaft (FSSPX) den damaligen Generaloberen Fellay, über die Beteiligung der Piusbruderschaft an den Machenschaften von Pater Dr. Frédéric Abbet, FSSPX, Rechenschaft abzulegen und ins Reine zu kommen, der von einem belgischen Gericht wegen Sexualverbrechen an Kindern schuldig befunden und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

„Ich weiß, dass der Ruf der Piusbruderschaft auf dem Spiel steht und dass die Verurteilung eines ihrer ehemaligen Mitglieder negativ für sie sein wird“, schrieb der Priester, „aber es wäre auf lange Sicht viel schädlicher zu erfahren, dass die Oberen der FSSPX alles versucht haben, ein ehemaliges Mitglied zu entlasten zum Nachteil der Gerechtigkeit, die den Opfern schuldig ist.“

Wie Church Militant berichtet hat, konnte Abbet nur deswegen Jungen an der Brüsseler FSSPX-Akademie L’École de Notre Dame missbrauchen, weil Fellay – in direkter Verletzung eines 10-jährigen Verbots für Abbet, dem verboten wurde unbeaufsichtigt mit Kindern zusammen zu sein – den Pädophilen [Priester] beauftragte, unter demselben Dach wie Jungen an der Akademie zu leben. Abbet missbrauchte drei von ihnen, und eines seiner Opfer war erst sechs Jahre alt. 

Pater Frédéric Abbet, wegen Sexualverbrechen an Kindern verurteilt

Fellay hat seine Verantwortung nie zugegeben und sich auch nicht bei den Opfern und ihren Familien für seine Rolle entschuldigt, die zum Missbrauch ihrer Söhne beigetragen hatte.

Pater Jürgen Wegner und Pater Dr. Benoît Wailliez, beide ehemalige Prioren in der Brüsseler Kapelle, die Abbet beaufsichtigen sollte, war ebenfalls schuldig, da beide auf Abbets frühere Missbrauchsvorwürfe in der Schweiz aufmerksam gemacht wurden und keine Aufsicht über den Priester ausübten, was ihm freien und einfachen Zugang zu Kindern gewährte.

In einem von Church Militant veröffentlichten Brief machte der Generalsekretär [der FSSPX] Christian Thouvenot deutlich, dass er die Beschränkungen für Abbet sowohl Wegner als auch Wailliez mitgeteilt hatte, von denen keiner sie ernst genommen zu haben schien.

Die kriminelle Fahrlässigkeit von nicht weniger als drei FSSPX-Geistlichen  schockierte den Staatsanwalt so sehr, dass er vor Gericht rief, es hätte die Gesellschaft vor Gericht gestellt werden sollen, anstatt nur Abbet.

Ihre kriminelle Fahrlässigkeit führte auch dazu, dass die Geschworenen der FSSPX „kriminogenes“ Verhalten vorwarfen – ein französischer Begriff, der die Förderung wiederholter Kriminalität bezeichnet.

Drei europäische Opfer-Interessengruppen veröffentlichten auch eine gemeinsame Erklärung, in der sie die Täuschung und Behinderung der Justiz durch die Piusbruderschaft während des Prozesses und ihre Weigerung, den Opfern zu helfen, verurteilten.

„Letztere müssen unsere Hilfe und unsere Unterstützung erhalten“, schrieb der FSSPX-Priester in seinem Brief an Fellay aus dem Jahr 2016. „Für sie muss man kämpfen, man muss alle Fakten und Beweise aufdecken, die ihnen helfen können.“

Brief eines FSSPX-Priesters an Bischof Bernard Fellay

„Keine Opfer haben die Piusbruderschaft besudelt; im Gegenteil zu den sexuellen Raubtieren [innerhalb der FSSPX]“, fügte er hinzu.

„Schauen Sie sich all die Skandale an, die die Kirche seit einigen Jahren überall auf der Welt ein wenig erschüttert haben“, fährt er fort. „Bischöfe wurden verurteilt, weil sie diese Horrorgeschichten vertuscht haben. Ersparen Sie der Piusbruderschaft, diese Schande zu erleiden.“

Er schließt den Brief mit einer Warnung und einer letzten Bitte.

„Die Familie des [Opfers] wird hier nicht aufhören; sie dürsten nach Gerechtigkeit und ihre Not ist so groß, dass sie weiter kämpfen werden, und wenn die Gerichte für sie geschlossen sind, werden sie sich an die Presse wenden“, schrieb er. „Die Piusbruderschaft wird angeschlagen sein“, fährt fort, „nach und nach schwindet mein Vertrauen [in die FSSPX]; Sie können es wieder aufbauen.“

Fellays Antwort war höflich:

„Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Angelegenheiten.“

 Bp. Fellays Antwort an den SSPX-Priester

„Mischen Sie sich nicht in diese Angelegenheit ein, sondern überlassen Sie es den Vorgesetzten, die die [notwendigen] Standesgnaden haben, damit so umzugehen, wie es sich gehört“, schrieb Fellay.

Nach dieser Demonstration des Klerikalismus schloss er das knappe Schreiben mit der Behauptung, dass die Opfer dafür verantwortlich sind, den guten Namen der FSSPX besudelt zu haben:

„Leider liegen Sie falsch, wenn Sie sagen, dass keine Opfer [der FSSPX-Priester] die Piusbruderschaft besudelt haben.“

Während das belgische Gericht Abbet zu fünf Jahren Gefängnis verurteilte, hat der Priester noch keinen Tag hinter Gittern verbracht und konnte in die Schweiz fliehen, wo die Einheimischen behaupten, er wohne bei seinen Eltern. Er wurde sogar [dabei] gesehen, wie er seine Neffen in das örtliche Schwimmbad brachte .

Die FSSPX teilte der Familie des Opfers mit, dass Abbet aus der Piusbruderschaft ausgeschlossen wurde, aber Fellay wird weder Fragen zu seinem Aufenthaltsort beantworten noch Hilfe bei der Suche nach Abbet anbieten, um ihn vor Gericht zu stellen, trotz der Tatsache, dass Fellays Verbindungen in der Schweiz leicht den Kinderschänder finden könnten – der weiterhin frei herumläuft und einen leichten Zugang zu Kindern hat.

Der Priester, der Fellay geschrieben hat, verließ schließlich die FSSPX. 

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