Church Militant über FSSPX Piusbruderschaft (FSSPX) Sexueller Missbrauch in der FSSPX Unser Archiv:

Christine Niles, FSSPX gewährte Pädophilen wiederholten Zugang zu Jungen (1 von 3)

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei dem Blogger und Gläubigen der Piusbruderschaft und Kirchfahrter Archangelus bedanken. Ohne seine Kommentare und Inspiration (Tertium non datur) wäre die Thematik der Piusbruderschaft auf unserem Blog nicht zur der richtigen Geltung gekommen. Vergelt’s Gott!

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Pater Philippe Peignot hat eine 40-jährige Akte als Pädophiler aufzuweisen, die bis ins Jahr 1978 zurückreicht. Am beunruhigendsten ist jedoch die Art und Weise, wie die Leitung der Gesellschaft des hl. Pius X. (FSSPX) ihm wiederholt Zugang zu Jungen gewährte, damit er sie erneut missbrauchen konnte.

Fr. Philippe Peignot

Eines seiner Opfer, André (ein Pseudonym), dessen Geschichte im schwedischen Dokumentarfilm Golden Prison 2016 behandelt wurde, sprach mit Church Militant.

„Ich habe alles getan, was ich konnte, aber dieses Raubtier ist immer noch frei und in der Nähe von Kindern“, sagte er.

André, ein gutmütiger Mann Mitte vierzig, erklärte, wie der Missbrauch begann. Es geschah 1988, als er elf Jahre alt war, und er erläuterte, wie die FSSPX-Führung im Laufe der Jahrzehnte nicht angemessen gegen Peignot vorging, wie sie wiederholt ihr Versprechen nicht einhielt den Zugang des Pädophilen [Pater Peignot] zu Kindern einzuschränken.

Peignot, der 1982 für die FSSPX geweiht worden war, ist im Jahre 1988 zu Christus-Königspriorat nach Brüssel gekommen – frisch von einem einjährigen Aufenthalt in Lourdes, wo er vom damaligen Generaloberen Franz Schmidberger (mit Wissen des langjährigen französischen Distriktoberen Pater Paul Aulagnier), ein Jahr lang für seinen sexuellen Missbrauch von fünf Jungen in Champagne-Ardenne, wo er von 1985 bis 1987 stationiert war, zu beten und zu büßen hatte.

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Unter diesen Opfern befand sich Vincent Lambert, der berühmte Tetraplegiker [Querschnittgelähmte], der zu einer zentralen Figur in der Debatte über das Lebensende in Frankreich wurde. Seine katholische Familie führte einen langwierigen Gerichtsstreit, um ihren behinderten Sohn gegen die Anweisungen des Krankenhauses am Leben zu erhalten nachdem seine Ernährungssonde entfernt worden war.

Vincent Lambert, der späte Tetraplegiker stand im Zentrum der Debatte über das Lebensende in Frankreich. Lambert war ein Missbrauchsopfer von P. Philippe Peignot.

Die Familie verlor ihren Rechtsstreit im Juli 2019 , als das oberste französische Gericht zugunsten des Krankenhauses entschied. Vincent starb neun Tage nach der Entfernung seiner Ernährungssonde.

Während in den Medien über den Autounfall berichtet wurde, bei dem Lambert im Krankenhaus gelandet ist, erwähnte fast keiner, wie der Unfall zustande kam: eine unruhige Existenz mit Alkohol und Drogen, die das Ergebnis des Missbrauchs war, den er als Junge durch den FSSPX-Priester erlitten hatte und in einem Autounfall gipfelte, als er betrunken Auto fuhr.

Peignot hat zugegeben, Lambert missbraucht zu haben.

„Ich habe meinen Anteil an der Verantwortung im Fall [Vincent] Philippon-Lambert anerkannt und am Ende die Einschränkung der mir auferlegten Aktivitäten akzeptiert“,

schrieb er in einem 2013 von Church Militant erhaltenen Dokument, in dem Peignot die Missbrauchsvorwürfe bestritt, die von André vorgebracht wurden. Dieser behauptet, der Priester habe ihn von 1988 bis 1989 wiederholt im FSSPX-Priorat in Brüssel, Belgien sexuell genötigt. 

Andrés Missbrauch

Nach Andrés schriftlichem Missbrauchszeugnis, das auf den Seiten 11–13 von Le Livre Noir de la Fraternité Sacerdotale Saint-Pie X  („Das schwarze Buch der FSSPX„) zu finden ist, habe Peignot samstags einer kleinen Gruppe von Jungen Katechismusunterricht gegeben, und er lud danach André oft allein in sein Büro ein. Der Priester half auch bei der Leitung der Junior-Pfadfinderorganisation, zu der André gehörte. 

Fr. Franz Schmidberger, ehemaliger Generaloberer, der auf sein eigenes Verbot gegen Peignot aufhob und ihm erlaubte ein Jugend-Pfadfinderlager zu leiten.

Um sich den 11-Jährigen gewogen zu stimmen, gab er ihm kindgerechte Messeartikel zum Spielen und erlaubte ihm sogar, Peignots Messe-Utensilien zu handhaben, das einen geweihten Kelch, Ziborium und Patene enthielt. Der Priester würde ihn beim Spitznamen „mein kleiner Priester“ nennen – ein Spitzname, den der Junge nicht mochte.

Am Anfang spielte der Priester mit ihm, indem er ihn über seine Beine schob und ihn in seinen Schoß hob, wo er ihn gegen Genitalien drückte, bevor er ihn [am eigenen Bein] abrutschen ließ. Manchmal streichelte er auch André und küsste sein Gesicht – Handlungen, die bei dem Jungen Abscheu verursachten. Aber seine Eltern, die tief in die FSSPX involviert waren, bestanden darauf, dass er dem Priester gehorsam und respektvoll sei, einer Autoritätsperson, der sie voll und ganz vertrauten. So fühlte sich André verpflichtet, dem Priester zu erlauben, seine Zeichen der „Zuneigung“ fortzusetzen, obwohl sie ihm Ekel bereiteten.

Der offenkundige Missbrauch begann eines Tages im Büro des Priesters, als er André einlud, sich auf seinen Schoß zu setzen und ihm seine Pfeife zu zeigen. Während dieser Zeit fuhr er mit seiner Hand über Andrés Oberschenkel und streichelte seine Genitalien.

Ein ähnlicher Missbrauch wurde im Laufe eines Jahres mehrmals fortgesetzt, und der Priester befahl André zeitweise autoritativ in sein Büro zu kommen. Der Junge hatte das Gefühl, keine andere Wahl zu haben, als zu gehorchen.

De schwerste sexuelle Übergriff fand in Peignots Auto statt. Er hatte Andrés Eltern überredet, ihm den Jungen zur Chapelle Saint-Aubain, der  FSSPX-Kapelle in Namur , einer der Gemeinden, in denen er seelsorglich tätig war, bringen zu lassen. Während der Fahrt und ohne Vorwarnung hob er seine Soutane, um einen erigierten Penis freizulegen, und schob André den Kopf in seinen Schoß.

„Er hob seine Soutane und wollte mich zwingen, Fellatio an ihm durchzuführen“, schrieb André. „Er war gewalttätig und machte Bewegungen mit seinen Hüften.“

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Der Junge kämpfte gegen den Priester und konnte sich befreien, durch die Autositze schlüpfen und auf dem Rücksitz Zuflucht suchen. Der Priester verlor fast die Kontrolle über das Auto und bog mehrmals auf der Straße ab.

„Ich hatte Angst und drohte, aus dem Auto zu springen, wenn er etwas versuchte“, schrieb André.

Er erzählte seinen Eltern, als er nach Hause kam, was passiert war, aber sie weigerten sich zu glauben, dass der FSSPX-Priester absichtlich versucht hätte, ihren Sohn zu missbrauchen, und wiesen den Vorfall lediglich als Unfall und als Ergebnis von Missverständnissen ab. 

Bp. Bernard Fellay, ehemaliger Generaloberer, der die Strafe gegen Pater Peignot aufhob und ihm erlaubte Pfadfinderlager zu führen.

André, der immer noch am Samstag Katechismusunterricht und die Pfadfinder mit diesem Priester besuchen musste, hatte mit den Folgen seines Missbrauchs zu kämpfen. Er wurde ein unruhiger Jugendlicher, der bald gewalttätig wurde und sich dem Alkohol zuwandte. Er suchte alle Mittel, um Peignot zu entkommen, während seine Eltern darauf bestanden, dass er seinen Unterricht fortsetzte und sich zu glauben weigerten, dass ein FSSPX-Priester zum Missbrauch fähig sei.

Nach einem Streit mit seinen Eltern drohte André sogar, vom Balkon im zweiten Stock seines Familienhauses zu springen – nur damit seine Mutter Peignot um Hilfe bitten konnte, der ihm manipulativ sagte, er verursache „seiner Mutter Schmerzen“.

Das letzte Mal, dass Peignot André unsittlich berührte, war im Jahre 1989 im Sommer-Pfadfinderlager. Der Priester überredete seine Eltern, ihn trotz seiner Proteste dorthin zu schicken.

Während eines der Nachtspiele der Pfadfinder, als André sich allein im Wald versteckte, folgte ihm Peignot und schlich sich von hinten heran. Der Priester überraschte ihn, hob ihn gewaltsam vom Boden hoch und steckte seine Hand in André’s Shorts, um ihn zu masturbieren. André kämpfte, wehrte sich gegen ihn und versetzte dem Priester einen starken Schlag in den Bauch. Peignot ließ los und André rannte los.

Der Priester berührte ihn nie wieder.

Quelle

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