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Christine Niles, FSSPX-Lehrer wegen Missbrauchs von 13 Kindern verurteilt (1 von 2)

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An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei dem Blogger und Gläubigen der Piusbruderschaft und Kirchfahrter Archangelus bedanken. Ohne seine Kommentare und Inspiration (Tertium non datur) wäre die Thematik der Piusbruderschaft auf unserem Blog nicht zur der richtigen Geltung gekommen. Vergelt’s Gott!

Wir nähern uns langsam dem Ende der FSSPX-Missbrauchsreihe, was uns selbst ein Wohltun bereitet. Sicherlich wird Church Militant noch etwas nachschieben, so bleiben wir am Ball. Es bereitet uns keine Genugtuung das zu veröffentlichen, aber wir sind scheinbar die einzigen im deutschsprachigen Raum, die sich das trauen. Der Rest der traditionell-konservativen Websites und Blogs schweigt und deckt es zu. Es ist sicherlich nicht verwunderlich, dass es neben pädophilen Priestern, Gemeindemitgliedern, Seminaristen und Sponsoren in den FSSPX-Einrichtungen auch pädophile Laienlehrer gibt. Die gibt es leider häufiger dort, wo es heranwachsende Jungen gibt, vorzugsweise in Internatsschulen. Was aber die Augenbraunen heben lässt, ist die Tatsache, dass man einen 52-jährigen Ex-Soldat an einer Internatsschule für Jungen als Lehrer anstellt. Church Militant schreibt leider nicht, was er unterrichtete: Latein, Sport oder gar nichts. Vielleicht ist auch ein „Erzieher“ gemeint, obwohl das englische Wort „Teacher“ also „Lehrer“ fällt. Welche Qualifikationen hat aber ein Ex-Soldat, um an einem privaten Internat zu unterrichten oder als Erzieher tätig zu sein? Machen die dort Wehrsport? Gibt es in Frankreich, anders als in Deutschland, keine Überprüfung des lehrenden Personals an Privatschulen? Dies wäre wirklich verwunderlich, da Frankreich wirklich sehr staatsorientiert und laizistisch ist. Die armen Jungen und ihre Eltern hatte gehofft etwas „Streng-Katholisches und Militärisches“ zu erleben und wurden arg getäuscht. Man hielt es geheim, um kein Schuldgeld zu verlieren, wie wir noch lesen werden. Zerstörte Leben, zerstörte Seelen, wieder einmal.

Die Leitung der Piusbruderschaft wegen Mitschuld am Missbrauch angeklagt

Update, 25.12.2020 : Guillaume Aguilar wurde am 17. Dezember zur Höchststrafe von sieben Jahren Haft verurteilt, zusätzlich zu seiner Zeit, die er bereits für andere Verbrechen gegen Kinder absitzt. Danach wird er 10 Jahre lang auf Bewährung sein und muss jedem Opfer zwischen 4.000 und 10.000 Euro zahlen.


SAINT-MALO, Frankreich ( ChurchMilitant.com ) – Ein Lehrer an einer Schule der Piusbruderschaft (FSSPX) in Frankreich stand vor Gericht, weil er angeblich 13 Kinder missbraucht hatte, und die Anwälte der Opfer beschuldigen die FSSPX den Missbrauch ermöglicht zu haben.

FSSPX École Sainte-Marie, Marc-en-Poulet Saint-Père (Foto: FSSPX)

Französische Medien berichten, dass Guillaume Aguilar – ein ehemaliger Soldat – am 12. November wegen mehrfacher sexueller Übergriffe vor Gericht stand, die von 1996 bis 2001 an der Sainte-Marie-Akademie in Saint-Père-Marc-en-Poulet in der Nähe von Saint-Malo an der Nordwestküste Frankreichs stattfanden.

Die Schule nur für Jungen wurde im September 1987 gegründet und bezeichnet sich selbst als „katholische Einrichtung außerhalb des staatlichen Vertrags [d.h. keine staatliche Einrichtung], die von Priestern der von Abp. Marcel Lefebvre gegründeten Gesellschaft des hl. Pius X. geführt wird“.

Der 52-jährige Soldat kam in den 1990er Jahren an die Sainte-Marie-Akademie und übernachtete regelmäßig im Studentenwohnheim. Laut Richterin Marilyse Brard in der Gerichtsverhandlung war er während seiner Aufenthalte an der Schule als Vorgesetzter tätig.

7,5-Stunden-Anhörung

Schulhof, Sainte-Marie-Schule

Während der siebeneinhalbstündigen Zeugenaussage am 12. November las der Richter laut Aussagen von Opfern vor, in denen detailliert beschrieben wurde, wie der Soldat sie gegroomt [zu sexuellen Handlungen vorbereitet] und ihnen nachgestellt hat.

Nachdem er mit den Studenten und ihren Familien schnell ein „Klima des Vertrauens“ aufgebaut hatte, nutzte er seinen militärischen Rang und seine Utensilien, um sie anzulocken – eine Faszination für Jungen.

Ein Opfer im Alter von etwa 10 Jahren, das vor Schmerz schrie, während der Soldat versuchte, ihn anal zu vergewaltigen, erhielt als Gegenleistung für sein Schweigen einen Soldatentrinkflasche und ein Messer.

Andere im gleichen Alter erhielten ein Paar Ranger-Militärstiefel als Gegenleistung für Oralsex oder Masturbation. 

Aguilar ermutigte auch 10-jährige Jungen, Armeeanzüge anzuprobieren und den Moment zu nutzen, indem er seine Hand über ihre Hose gleiten ließ, um ihre Genitalien zu streicheln.

Und einem anderen jungen Opfer schlug er vor, sich auszuziehen, um ihn auf seinem Camcorder zu filmen, als Gegenleistung für „Süßigkeiten und einen Marsriegel“.

„Die gefundenen Opfer sind verstört, bestürzt über diese Appelle [der Justiz auszusagen], die eine begrabene Vergangenheit und das Trauma, das sie erlitten haben, zurückgebracht haben“, sagte Richterin Brard in der mündlichen Verhandlung.

Drei der Opfer, inzwischen erwachsene Männer, waren anwesend und weinten. Ihre Anwälte beschrieben sie als „gebrochene, zerstörte“ Männer aufgrund ihres Missbrauchs in der Vergangenheit.

Website der École Sainte-Marie mit Foto des FSSPX-Gründers Abp. Marcel Lefebvre

„Das Leben meines Mandanten ist seit dem Tag, an dem Guillaume A. seine Hand auf ihn legte, zu einem Schiffbruch geworden“,

sagte ein Anwalt. 

Ein Opfer in den Dreißigern schluchzte vor Gericht:

„Ich hoffe jetzt, die Kraft zu finden, um weiterzumachen.“

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